DE102451C - - Google Patents

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DE102451C
DE102451C DE1897102451D DE102451DA DE102451C DE 102451 C DE102451 C DE 102451C DE 1897102451 D DE1897102451 D DE 1897102451D DE 102451D A DE102451D A DE 102451DA DE 102451 C DE102451 C DE 102451C
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locking
alarm clock
arm
lever
hammer shaft
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DE1897102451D
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04BMECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
    • G04B23/00Arrangements producing acoustic signals at preselected times
    • G04B23/02Alarm clocks
    • G04B23/10Alarm clocks with presignal; with repeated signal; with changeable intensity of sound

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromechanical Clocks (AREA)

Description

PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 83: Uhren.
GEBRÜDER JUNGHANS in SCHRAMBERG. Absetzend wirkende Weckeruhr.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. November 1897 ab.
Man hat bereits Weckeruhren construirt, bei welchen das Läutewerk mit Unterbrechungen in oftmaliger Wiederholung (beispielsweise zehn oder mehrere Mal hinter einander) dadurch zum Ertönen gebracht wird, dafs ein von dem Gehwerk der Uhr durch eine Daumenscheibe beeinflufster Sperrhebel die Hammerwelle abwechselnd festhält und wieder freigiebt.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet nun eine Verbesserung an Weckeruhren der genannten Art, welche den Zweck hat, einerseits die bisher in der Regel stattfindende nachtheilige Beeinflussung des regelmäfsigen Ganges der Uhr zu beseitigen, andererseits aber auch zu verhüten, dafs beim Abstellen und beim Auslösen des Weckers die Ein- und Auslösevorrichtung beschädigt wird. Um dies zu erreichen, wird ein Sperrhebel vorgesehen, der auf der Daumenscheibe schleift, abwechselnd von den Daumen angehoben wird und wieder zwischen die Lücken der letzteren zurückfällt und dadurch, bald nach der einen, bald nach der anderen Seite bewegt, in bezw. aufser Eingriff mit einem auf der Hammerwelle angeordneten Sperrarm gebracht wird. Da der Sperrhebel lediglich unter dem Einflüsse seines sehr geringen Eigengewichtes auf dem Daumenrade anliegt, so ist der auf letzteres ausgeübte Druck sehr klein und der Gang der Uhr wird durch diesen Sperrhebel" in keiner Weise beeinträchtigt. Aufserdem ist dabei die Anordnung getroffen, dafs bei dem allmälig erfolgenden Anheben des Sperrhebels durch das Daumenrad die Auslösung, bei dem plötzlich erfolgenden Einfallen des Sperrhebels in eine Lücke hingegen das Feststellen der Hammerwelle erfolgt. Dies hat insofern Wichtigkeit, als für das Auslösen der Hammerwelle ein langsames Aufsereingriffkommen der beiden sperrenden Theile zulässig ist, während sich für das Feststellen ein schnelles Eingreifen beider Theile als nöthig erweist, da bei langsamer Annäherung die in rascher Bewegung befindlichen sperrenden Theile mehrmals unter erheblicher Reibung an einander vorbeischleifen würden, ehe sie zum Stillstand kommen. Die mit einer solchen schleifenden Bewegung verbundenen Stöfse und Biegungsbeanspruchungen müfsten aber mit der Zeit zu einer Beschädigung der empfindlichen Sperrtheile führen.
In der beiliegenden Zeichnung ist in den Fig. ι bis 4 eine Ausführungsform des neuen Weckers dargestellt, und zwar zeigen:
Fig. ι und 2 die Ein- und Auslösevorrichtung in einer Hinteransicht und im Grundrifs;
Fig. 3 läfst den Einbau der neuen Vorrichtung in eine Weckeruhr erkennen und
Fig. 4 zeigt die Einrichtung zur Einstellung des Weckers im Einzelnen.
Mit α ist der Hammer des Läutewerkes bezeichnet; b ist die zwischen den Gestellwänden k angeordnete Hammerwelle, auf welcher aufserdem der mit einer Verbreiterung / versehene Arm d und der von dem Rade c bethätigte Theil η befestigt sind. An der Aufsenseite der einen Gestellwand k ist ein doppelarmiger Hebel angeordnet, dessen oberer Arm e einen Ansatz f trägt und in seiner Bewegung durch einen Anschlagstift m begrenzt wird, während der untere Arm g mit seinem nach einwärts
gebogenen Ende h im Bereich der Zähne des Rades i liegt, welches vom Gehwerk der Weckeruhr angetrieben wird.
Der Anschlagstift-Ot wird iür gewöhnlich so angeordnet, dafs der Arm h des- Sperrhebels nicht auf dem Grunde, d. h. dem inneren Kranze des Daumenrades i schleifen kann, sondern immer nur vorübergehend von dem Daumen selbst berührt wird. Hierdurch wird der an und für sich schon geringe Druck, welchen der Hebel h g ef auf das Rad i ausübt, noch weiter herabgemindert, so dafs eine Verzögerung des Ganges der Uhr nicht stattfinden kann.
Die Wirkungsweise der neuen Vorrichtung sowie die mit bekannten Mitteln bewirkte Einstellung des Weckers auf den Zeitpunkt, wo geweckt werden soll, und ferner die Art der Auslösung bezw. der Wiedereinschaltung des Weckers nach geschehenem Wecken mögen an Hand der Fig. 3 und 4 erläutert werden.
Nimmt man an, dafs der Wecker um 6 Uhr in Wirkung treten soll, um von diesem Zeitpunkte an mehrere Male hinter einander zu wecken, so dreht man die auf der Welle 2 befestigte Handhabe 1 so weit in der Richtung des Pfeiles 3 (Fig. 4) herum, bis der Zeiger 4 die richtige Stellung einnimmt (also vertical nach unten weist). Wenn nun während des Ganges der Uhr die Zeiger sich auf die sechste Stunde einstellen, so ist inzwischen durch das Rad ι ι des Gehwerks die Büchse 7 in der Richtung des Pfeiles 12 so weit gedreht worden, bis der in letzterer vorgesehene Einschnitt hinter den Stift 5 zu liegen kommt. Die Büchse 7 wird nunmehr in bekannter Weise durch den federnden Arm 8 vorgeschnellt und nimmt die Stellung Fig. 4 ein, wobei das Sperrstück g den von ihm bisher gesperrten Arm 10 und damit auch die Hammerwelle freigiebt. Liegt in diesem Augenblicke der Auslösung des Weckers der Sperrarm h, wie in Fig. ι angegeben, auf einem Daumen des Rades z, so kann der Hammer sofort seine Schwingungen beginnen; liegt er jedoch gerade in einer Lücke des Rades i, so ist der Arm e nach links (Fig. 1) gefallen und sperrt den Arm d, so dafs der Hammer vorläufig noch festgehalten wird, und zwar so lange, bis der Arm h bei der Weiterdrehung des Rades i von einem Daumen des letzteren angehoben wird. Die Umdrehungsgeschwindigkeiten der Büchse 7 einerseits und des vom Gehwerk betriebenen Rades i andererseits sind nun so bemessen, dafs letzteres eine mehr oder minder grofse Anzahl von Umdrehungen ausführt, noch ehe die Büchse 7 bei. ihrer langsamen Weiterdrehung durch den Stift 5 wieder so weit zurückgedreht ist, dafs die Sperrstücke g und 10 mit einander in Eingriff kommen. Es ist somit ersichtlich, dafs nach jeder Auslösung der in Fig. 4 dargestellten Vorrichtung die Daumen des Rades i den Hebel h eine ganze Reihe von Malen anheben und wieder fallen lassen können und dafs demzufolge auch der Arm e eine entsprechende Anzahl von Malen aufser bezw. in Eingriff mit dem Arm d der Hammerwelle b kommt, wodurch eben die absetzende Bethä'tigung des Weckers veranlafst wird.
Ist nun während der langsamen Weiterdrehung der Büchse 7 der Stift wieder auf der schrägen Fläche 6 unter gleichzeitigem Zurückgehen der Büchse 7 emporgehoben, so kommen die Sperrstücke g und 10 wieder mit einander in Eingriff und halten die Hammerwelle, bis zur nächsten Einstellung der Uhrzeiger auf die sechste Stunde fest. In der Zwischenzeit dreht sich zwar das Rad i weiter und dreht auch den Hebel h g e abwechselnd nach der einen und anderen Seite, was jedoch ohne Einflufs auf den Wecker ist, da der Arm d durch das unter den Sperrarm 10 greifende Sperrstück 9 in der in Fig. 1 mit vollen Linien gezeichneten Stellung gehalten wird, so dafs also der Hebel h g e während des Eingriffes der Sperrtheile 9 und 10 leergeht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Weckeruhr mit einer vom Gehwerk aus in bekannter Weise durch eine Daumenscheibe betriebenen, absetzend wirkenden Abstellvorrichtung für die Hammerwelle, gekennzeichnet durch einen Sperrhebel (h g e), der einen auf der Hammerwelle (b) vorgesehenen Sperrarm abwechselnd feststellt und wieder freigiebt und so angeordnet ist, dafs der Wecker durch plötzliches Einfallen des Hebels (e g h) in eine Lücke des Daumenrades (i) gesperrt wird, zum Zwecke, das bei langsamer Sperrung mögliche nachtheilige Schleifen der sperrenden Theile an einander zu verhüten.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1897102451D 1897-11-14 1897-11-14 Expired DE102451C (de)

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DE1897102451D Expired DE102451C (de) 1897-11-14 1897-11-14

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