DE102445C - - Google Patents

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DE102445C
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01FPROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
    • A01F12/00Parts or details of threshing apparatus
    • A01F12/42Apparatus for removing awns from the grain

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Adjustment And Processing Of Grains (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Neuerung an Reinigungs- und Sortirmaschinen für Saat, Getreide, Hülsenfrüchte, Kaffee und sonstige Körnerfrüchte, bestehend in einer Reibvorrichtung, welche bezweckt, die betreffenden Körner zu glätten oder zu enthülsen, und zwar ohne dafs die Schale der Körner selbst darunter leidet. Es soll hierdurch eine vollkommenere Sortirung, als bisher möglich war, bewerkstelligt werden.
Beiliegende Zeichnung veranschaulicht die Erfindung.
Fig. ι stellt einen Längsschnitt der Maschine durch die Mitte dar. Der innere Holzkasten d ist in der Figur fortgelassen (in Fig. 4 dagegen angedeutet), um die hinter demselben liegenden Theile deutlicher hervortreten zu lassen. Die Lager /, welche an den Kasten d geschraubt sind, sind strichpunktirt gezeichnet, weil sie eigentlich mit dem Holzkasten d fortfallen.
Fig. 2 ist ein Querschnitt der Maschine, hinter dem zweiten Pfosten (Fig. 1) von links durch die Mitte der dort liegenden Welle geschnitten, von links nach rechts gesehen.
Fig. 3 stellt einen Querschnitt der Maschine dar, durch die Mitte des Windrades ν geschnitten, von links nach rechts gesehen..
Fig. 4 ist ein waagrechter Schnitt durch die Mitte der Wellen, auf welchen sich Kettenräder befinden. Der Holzkasten d ist angedeutet.
Im Innern des Gestelles der Maschine ist ein länglicher Holzkasten d, z. B. 2,15 m lang, 0,60 m breit, 0,30 m hoch angebracht, an dessen beiden Enden je eine Welle mit je zwei Kettenrädern t sich befindet. Ueber die Räder laufen Ketten ohne Ende k. Die Lager / der beiden Wellen sind mit Schlitzen versehen, damit die Ketten in die richtige Spannung gebracht werden können. Auf diese Ketten sind Holzstäbchen χ von 10 mm Dicke aufgeschraubt, welche dicht an einander liegen und unter einander durch oben aufgeleimte Leinwand verbunden sind. Die Breite dieser Holzstäbchen entspricht genau der Länge der Kettenglieder. Sodann sind die Holzstäbchen unten abgeschrägt, damit sie sich beim Umlauf den Rädern t anschmiegen können. Diese an einander gehefteten Holzstäbchen bilden die Grundlage für die Reibvorrichtung, welche dadurch vervollständigt wird, dafs auf die obere Fläche entweder ein Baumwolltreibriemen (nicht gefärbt oder getränkt) oder ein Treibriemen von Gummi geleimt und dieser dann mit Segelleinen überzogen wird. Hierdurch wird bezweckt, dafs die Reibfläche weich bleibt und doch eine andauernd scharfe Reibung der Körner bewirkt. An beiden Seiten des Treibriemens oder Förderbandes η sind genau den unteren Holzstäbchen χ an Breite entsprechende Holzklötze b von 5 cm Höhe und 5 cm Länge angebracht. Diese bezwecken, zu verhindern, dafs die Körner an den Seiten herunterfallen.
Oberhalb des Holzkastens d befindet sich ein Reibbrett r, auf welches unten eine Gummiplatte geleimt ist; diese ist ebenfalls mit Segelleinen überzogen. Das Reibbrett pafst genau
zwischen die Holzklötze b und auf den Treibriemen η und bildet mit diesem zusammen die Reibvorrichtung, in welche hinein die durch den Trichter i der Maschine zugebrachten Körner bei Drehung der Räder t durch den Riemen η von rechts nach links geführt werden. Um den Ketten und gleichzeitig mit diesen den auf ihnen befestigten Holzstäbchen und dem Treibriemen eine feste Unterlage zu geben und damit dem durch das Reibbrett erzeugten Druck einen gleichmäfsigen Widerstand entgegen zu setzen, sind unter den Ketten und in der Laufrichtung derselben auf dem Holzkasten d abgerundete, aus hartem Holz gefertigte Leisten angebracht, auf welchen die Ketten und der Riemen entlang laufen.
Um je nach Art und Gröfse der Körner die Reibvorrichtung α weiter oder enger stellen, oder einen gröfseren oder geringeren Druck des Reibbrettes r auf den Riemen η erzielen zu können, ist eine schiefe Ebene in folgender Weise hergestellt. An jeder Seite des Gestelles sind der Länge nach parallel zwei Winkeleisen g derart befestigt, dafs sie von rechts nach links (Fig. i) um 5 cm ansteigen. Zwischen diese Winkeleisen eingeschoben ist auf jeder Seite ein U-Eisen; mit diesen beiden U-Eisen ist durch zwei Quereisen, Doppelwinkel h, welche oben auf dem Reibbrett r befestigt sind, dieses Reibbrett verbunden, um zu verhindern, dafs das Reibbrett r sich heben kann oder auf dem Riemen aufliegt. Die Quereisen h sind mit Stelllöchern versehen, um das Reibbrett gegen den Riemen η einzustellen und in- seiner Lage zu erhalten. Da die Winkeleisen g links höher wie rechts befestigt sind, so läfst sich das Reibbrett r durch die Stellschraube f leicht und genau nach Bedarf stellen, so dafs grobe wie feine Körner gerieben werden können.
Haben die Körner die Reibfläche durchlaufen , so fallen sie auf das Spreusieb p, wo die abgeriebenen leichten Theile mit Hülfe des Windrades ν weggeblasen werden; alsdann laufen die Körner über das Sandsieb s, auf welchem sie von Sand gesäubert werden, und auf das Sortirsieb c, um unter jedesmaliger Anwendung von der Art und Gröfse der Körner entsprechenden Sieben sortirt zu werden.
Mit vorstehend beschriebenen Einrichtungen läfst sich Gelbklee, ohne dafs die Schale der Saat dadurch leidet, enthülsen, was sonst vielfach noch zwischen Oelmühlsteinen geschieht. Da die Körner bei der oben dargestellten Reibung rollend durch die Reibvorrichtung gehen, so leiden sie nicht, während sie bei der Behandlung' durch Oelmühlsteine, besonders bei feuchter Witterung, öfter platt gedrückt werden.
Ferner ist Sauerampfersaat, welche sich sehr häufig unter Weifsklee befindet, mit der vorbeschriebenen Einrichtung zu enthülsen, ohne dafs die Schale der Saat dadurch leidet. Infolge dieser Enthülsung scheidet sie sich dann gänzlich von dem Klee, weil Sauerampfersaat nach der Enthülsung ganz glatt und viel kleiner von Korn ist als Klee. In unenthülstem Zustande konnte sie durch die bisher angewendeten Vorrichtungen nicht allein nur unvollkommen, sondern auch nur mit nicht unbedeutendem Verlust an Klee von diesem gesondert werden. Ferner lassen Erdknötchen sich mit der Vorrichtung entzwei reiben, wodurch die Samen aufserdem ein viel besseres Ansehen bekommen. Erdknötchen kommen häufig im Rothklee von Galizien vor.
Besonders hervorragend ist nach Angabe des Erfinders die Wirkung der beschriebenen Einrichtungen bei der Kleeseide. Ist diese erst enthülst, wie durch die Einrichtungen nach vorliegender Erfindung geschieht, so geht die Entfernung aus Roth- und Luzerneklee schnell und vollkommen von statten, was in unenthülstem Zustande bisher schwierig, ja fast unmöglich und dabei sehr zeitraubend war.
Sodann läfst sich Möhrensamen mit der Vorrichtung ausreiben , Grassamen reiben , um eine vollkommenere Sortirung zu ermöglichen; der Schimmel, sowie Keime von Oelsamen, Getreide, Hülsenfrüchten u. s. w. lassen sich entfernen. Die Stengel in den Rübenkernen lassen sich mit diesen Einrichtungen entzwei reiben, um sie von den Kernen scheiden zu können.
Es liefsen sich noch manche Verwendungsarten anführen, jedenfalls aber lassen sich durch die beschriebenen Einrichtungen Saat, Getreide, Hülsenfrüchte u. s. w. verbessern und marktfähiger herstellen, abgesehen von der vollkommeneren Sortirung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Reinigungs- und Sortirmaschine für Saat, Getreide, Hülsenfrüchte, Kaffee und andere Körnerfrüchte, dadurch gekennzeichnet, dafs die Arbeitsflächen der durch ein Förderband (n) und ein Reibbrett (r) gebildeten Reibvorrichtung aus Segelleinwand (gegebenenfalls mit einer Gummiunterlage) bestehen, zum Zwecke, die Samen zu glätten, sowie erforderlichenfalls zu enthülsen, ohne die Schale der Körner selbst zu verletzen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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