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Anordnung zum Betrieb von Metadynen mit Wechselstrom Die Erfindung
bezieht sich auf dynamoelektrische Maschinen der Metadyneart und betrifft Anordnungen
der die Metadynen bildenden Elemente, um ihren Betrieb mit Wechselstrom zu ermöglichen,
und weiter die Kombination solcher Metadynen mit anderen Arten dynamoelektrischer
Maschinen, um die Arbeitsweise der Metadynen bei Wechselstrombetrieb zu verbessern.
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Die Anordnung zum Betrieb von Metadynen mit Wechselstrom besteht gemäß
der Erfindung in einer von einer einphasigen Wechselstromquelle gespeisten dynamoelektrischen
Maschine der Metadyneart mit wenigstens zwei Klemmen und mit zwei in bezug zueinander
drehbaren magnetischen Gliedern, von denen das erste Glied eine Ankerwicklung mit
einem Kommutator und wenigstens drei Bürsten pro Zyklus aufweist und in dem der
ein Bürstenpaar durchfließende Strom eine elektromotorische Nutzkraft zwischen dem
anderen Bürstenpaar erzeugt und der zweite Teil eine Steuerwicklung enthält, ferner
in mindestens ein zwischen der Stromquelle und der Steuerwicklung der Metadyne eingeschaltetes,
durch Wechselstrom gespeistes Regelglied, mit dem die Amplitude und Phase des Stromes
beliebig geändert werden kann, sowie in der Verbindung zweier Klemmen der Metadyne
mit der Einphasenwechselstromquelle, so daß die elektrische Maschine der Metadyneart
als Leistungswandler für die Umwandlung der einphasigen Wechselstromleistung wirkt.
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Durch die Erfindung wird die Umwandlung einer elektrischen Wechselstromleistung
in eine elektrische oder in eine mechanische Leistung mit neuen, vorteilhaften Merkmalen
erreicht. So kann beispielsweise eine elektrische Wechselstromleistung konstanter
Spannung in eine Wechselstromleistung konstanter Stromstärke oder in eine mit irgendeiner
anderen Stromspannungscharakteristik umgewandelt werden, wie sie für besondere Anwendungsgebiete
geeignet ist, beispielsweise für Zugförderung und Kranbetrieb. Weiter kann eine
einfache und wirksame Steuerung der Erzeugung und Verteilung von Blindleistung erreicht
werden. Auch ist die Erzeugung von Wechselstrom mit einer einfachen Kontrolle seiner
Frequenz und Stromspannungscharakteristik unabhängig von der tatsächlichen Drehzahl
des Generators möglich.
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Die Erfindung ist im folgenden an Hand von acht Ausführungsbeispielen
beschrieben. In der Zeichnung beziehen sich die Fig. 1 bis 4 auf Wandlermetadynen,
die aus einer Wechselstromquelle gespeist werden, wobei die Wechselstromleistung
den verschiedenen Verbrauchern in einfach zu regelnder Weise zugeführt wird. Die
Fig. 1 und 4 zeigen Kreuz-Wandlermetadynen, Fig. 2 eine Acht-Wandlermetadyne, Fig.
3 eine Kleeblatt-Wandlermetadyne, Fig. 5 zeigt eine Wechselstrom beliebiger Frequenz
liefernde Generatormetadyne. Die Fig. 6, 7 und 8 zeigen durch Wechselstrom gespeiste
Motormetadynen, wobei Fig. 6 eine Alpha-Motormetadyne, Fig. 7 und 8 eine Gamma-Motormetadyne
zeigt, die durch eine parallele Verteilungsleitung gespeist wird, während die erste
durch ein Reihenverteilungssystem versorgt wird.
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Fig. 1 zeigt die Kreuz-Wandlermetadyne MT 1, die vier im gleichen
Abstand angeordnete Bürsten a, b,
c, d aufweist. Die beiden diametral
gegenüberstehenden primären Bürsten a, c sind an eine Wechselstromleitung LL angeschlossen,
die beiden sekundären Bürsten b, d speisen eine Verteilungsleitung mit drei in Reihe
geschalteten Verbrauchern M1, M2 und M 3. Die Metadyne MT1 hat nach der Zeichnung
vier Statorwicklungen, nämlich eine sekundäre Kompensationswicklung 1 mit veränderlicher
Windungszahl, um den Grad der Kompensation der sekundären Ankeramperewindungen ändern
zu können, eine sekundäre Variatorwicklung 2, deren magnetische Achse mit der Kommutierungsachse
der sekundären Bürsten b, d zusammenfällt, eine Geschwindigkeitsregelwicklung 3,
deren magnetische Achse in Richtung der Kommutierungsachse der primären Bürsten
a, c liegt, und eine primäre Stabilisierungswicklung 8, deren magnetische Achse
mit der Kommutierungsachse der sekundären Bürsten b, d zusammenfällt. Die Wicklung
8 wird von dem primären Strom I" durchflossen, der auch die primären Bürsten a,
c durchläuft. Die Wicklung 1 wird von dem sekundären Strom Ib durchflossen, der
von den sekundären Bürsten b, d abgenommen
wird. Die Wicklung
2 wird von einem Steuerstrom Iγ gespeist, der von einem Phasenwandler CP geliefert
und durch einen Widerstand 4 geregelt wird. Die Wicklung 3 wird von einem zur Regelung
der Geschwindigkeit dienenden Strom Ip durchflossen, der von einem Hilf swechselstromerzeuger
AL geliefert wird. Der in der Fig. 1 dargestellte Phasenwandler CP ist ähnlich wie
ein Asynchronmotor ausgebildet und besitzt eine dreiphasige, mit dem Netz verbundene
Primärwicklung 10, von der eine Klemme unmittelbar, die anderen über einen Kondensator
12 bzw. über eine Induktivität 13 an das Netz angeschlossen sind, so daß im Phasenwandler
ein Drehfeld erzeugt wird, obwohl die speisende Leitung LL einphasig ist. Der Phasenwandler
besitzt weiter eine sekundäre einphasige Wicklung 11, die in bezug auf die Primärwicklung
10 drehbar ist, so daß der Wicklung 2 über Schleifringe und Bürsten ein Einphasenwechselstrom
Iγ zugeführt werden kann, dessen Phase durch die Lage der sekundären Wicklung
11 in bezug auf die primäre Wicklung 10 einstellbar ist. Es kann auch eine andere
Art von Phasenwandler an Stelle des zuvor beschriebenen verwendet werden.
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Die Wicklung 3 wird von einem Strom Ip durchflossen. Er wird von einem
Hilf swechselstromerzeuger AL geliefert, der von einem Synchronmotor MS angetrieben
und von einem Regeldynamo DR erregt wird, mit dessen Welle die Metadyne MT1 gekuppelt
ist. Der Regeldynamo DR, der in Fig. 1 mit einer Reihenerregerwicklung 20 dargestellt
ist, arbeitet bei einer kritischen Geschwindigkeit n0. Wenn die Drehgeschwindigkeit
der Metadyne MT 1 niedriger als no ist, erzeugt der Regeldynamo DR keinen Strom,
und der Strom I p ist Null. Wenn die Metadyne MT 1 mit einer Geschwindigkeit n arbeitet,
die etwas höher ist als n0, wird ein starker Strom von dem Dynamo DR geliefert.
Dieser die Feldwicklung 21 durchfließende Strom erregt den Hilfswechselstromerzeuger
AL, es wird ein Strom I p erzeugt, der ein Bremsmoment auf die Metadyne ausübt,
das bestrebt ist, die Geschwindigkeit n auf den Wert n0. zu vermindern. Die Wirksamkeit
dieses Bremsmoments auf Grund des Stromes I p wird durch geeignete Winkellage der
Kupplung des Hilfswechselstromerzeugers AL mit dem Synchronmotor MS gesteigert.
An Stelle eines reihenerregten Regeldynamos DR kann auch ein nebenschlußerregter
verwendet werden. Ebenso kann man auch an Stelle des aus dem Wechselstromerzeuger
AL und dem Synchronmotor MS gebildeten Hilfsmaschinensatzes einen magnetischen Verstärker
benutzen, dem ein der Leitung LL entnommener Wechselstrom zugeführt und durch den
der Regeldynamo DR gesteuert wird. Es können natürlich auch andere Mittel verwendet
werden, die geeignet sind, der Metadyne einen Wechselstrom I p zuzuführen, der sich
bei einer bestimmten Geschwindigkeit sehr schnell ändert. Unter den genannten Bedingungen
wird die Metadyne MT 1 einen sekundären Strom 1b liefern, dessen Stärke für eine
bestimmte Winkellage des Stromes I g im Hinblick auf die Phasenlage der Leitungsspannung
LL konstant ist, wie immer auch die von den Verbrauchern M1, M2 und M3 verlangte
Spannung sein mag. Die gleiche Metadyne wird einen sekundären Strom von einer Stärke
liefern, die eine genau bestimmte Funktion der von dem Verbraucher für andere Werte
der Winkellage des Stromes 1g geforderten Spannung ist. Die Stärke des Stromes I",
kann durch den Widerstand 4 eingestellt werden. Wenn umgekehrt die Verbraucher einen
Strom, beispielsweise einen konstanten Strom Ib, erzeugen, wird ; die Metadyne MT
1 der Leitung LL Strom mit konstanter Spannung zuführen.
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Wenn die Phasenverschiebung und die Stärke des Stromes lg sich ändern,
wird auch die Größe der zwischen der Leitung LL und der Metadyne MT 1 ausgetauschten
Blindleistung sich in weiten Grenzen ändern. Durch geeignete Werte der Winkelverschiebung
und der Stärke von I y kann ein vorbestimmter Betrag an Blindleistung durch die
Metadyne der Leitung LL zugeführt werden, und zwar unabhängig von der tatsächlich
von den Verbrauchern M1, M2 und M3 aufgenommenen oder von ihnen der Leitung LL zugeführten
Leistung. Hieraus folgt, daß die Verbraucher Blindleistung verbrauchen können.
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Fig. 2 zeigt das Schaltschema einer ähnlichen Anordnung wie Fig. 1
mit der Änderung, daß die Metadyne MT 2 als Acht-Wandlermetadyne ausgebildet ist,
die Leistung an zwei Kreise liefert: Der eine hiervon ist an die Bürsten a und b
angeschlossen und enthält einen Verbraucher M1, der andere ist an die Bürsten c
und d angelegt und enthält einen Verbraucher M2. Die gleichen Teile tragen die gleichen
Bezugszeichen: Der zur Geschwindigkeitsregelung dienende Dynamo DR ist in Fig.2
eine nebenschlußerregte Maschine; die mit 22 bezeichnete Feldwicklung ist an eine
Hilfsgleichstromquelle B angeschlossen. Die Arbeitsweise ist ähnlich der Anordnung
nach Fig. 1.
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Fig. 3 zeigt das Schaltschema einer ähnlichen Anordnung, wobei die
Metadyne 31T3 als Kleeblatt-Wandlermetadyne ausgebildet ist, die vier verschiedene
Kreise speist. Der erste mit dem Verbraucher M 1 ist mit den Bürsten b und
a verbunden, der zweite mit dem Verbraucher M2 mit den Bürsten c und d; der
dritte mit dem Verbraucher N1 mit den Bürsten b und c und der vierte mit dem Verbraucher
N 2 mit den Bürsten d und a. Die Arbeitsweise ist ähnlich der Vorrichtung nach Fig.
1 mit der Ausnahme, daß eine Kleeblatt-Wandlermetadyne auch arbeiten kann, ohne
daß sie an die Leitung LL angeschlossen ist. In diesem Falle sind die Schalter S1
und S2 geöffnet; die Wandlermetadyne MT3 transformiert die von den Verbrauchern
M1 und M2 zugeführte Leistung in eine von den Verbrauchern N1 und N2 abgenommene
oder umgekehrt, wie dies für Metadynen bekannt ist, die mit Gleichstrom arbeiten.
Falls die Verbraucher Dynamomaschinen sind, kann eine bessere Arbeitsweise hinsichtlich
des Wirkungsgrades, der Höhe des Drehmomentes und des Leistungsfaktors erreicht
werden, wenn die Dynamos gemäß der Erfindung durch als Steuermittel dienende Phasenwandler
erregt werden.
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Fig.4 zeigt eine solche Anordnung. Eine Kreuz-Wandlermetadyne 117T
1 wandelt die von der Wechselstromleitung LL mit konstanter Spannung gelieferte
Leistung in eine elektrische Leistung mit konstantem, von den sekundären Bürsten
b, d geliefertem Strom, der einen Kreis mit den in Reihe geschalteten Dynamos
M 1, 312 und M 3 erregt. Der Dynamo M 2 wird durch eine Feldwicklung 32 erregt,
die durch die konstante Leitungsspannung LL gespeist wird, und zwar über einen Phasenwandler
CP2 und Widerstand 5, die identisch mit dem Phasenwandler CP und dem Widerstand
4 nach Fig. 1 sind. Der Dynamo M 1 wird durch eine Feldwicklung 31 erregt; sie wird
durch den konstanten Strorn des den Phasenwandler CP 1 und den Widerstand 6 enthaltenden
Stromkreises gespeist. Der Phasenwandler CP 1 hat eine primäre Wicklung,
die mit den Bürsten des Dynamos M 1 einmal durch eine unmittelbare Verbindung und
andererseits durch einen Kondensator und eine Induktivität
verbunden
ist, so daß die primäre Wicklung ein Drehfeld erzeugt. Der Dynamo M3 wird durch
eine Wicklung 33 erregt; sie wird durch einen konstanten Strom des den Widerstand
7 und den Phasenwandler CP3 enthaltenden Kreises gespeist. In diesen Kreis sind
zwei Paare von Verbindungsleitungen eingeschaltet, nämlich ein Paar von dem Widerstand
23 und ein anderes Paar von der Induktivität 24, so daß auch durch die primäre Wicklung
des Phasenwandlers CP3 ein Drehfeld erzeugt wird. Jeder Dynamo kann getrennt durch
den entsprechenden Phasenwandler und Widerstand gesteuert werden. Bei der Steuerung
der Phasenlage des Erregerstromes und seiner Stärke werden das Drehmoment und der
Leistungsfaktor jedes Dynamos auf jeden gewünschten Wert innerhalb der für den Dynamo
zulässigen Grenzen gebracht. Man kann die Dynamos M1, M2 und M3 mit Gleichstromnebenschlußdynamos
vergleichen, die getrennt oder in Reihe geschaltet erregt werden. Die Metadyne MT
1 ist in Fig.4 der Einfachheit halber ohne Statorwicklung dargestellt; aber sie
kann auch wie in Fig. 1, 2 und 3 mit Statorwicklungen ausgerüstet sein, wodurch
ihre Arbeitsweise verbessert wird.
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Fig. 5 bezieht sich auf eine »S«-Generatormetadyne MT 4, die,
wie in der Figur nicht besonders dargestellt ist, von einem Motor über eine Welle
K angetrieben wird. Sie besitzt vier Statorwicklungen, nämlich eine sekundäre Kompensationswicklung
41 mit veränderlicher Windungszahl, eine sekundäre Variatorwicklung 42, eine sekundäre
Stabilisierungswicklung 43 und eine Hilfswicklung 70. Die Wicklungen 41 und 42 haben
eine magnetische Achse, die mit der Kommutierungsachse der sekundären Bürsten b,
d zusammenfällt, und die Wicklungen 43 und 70 eine, die mit der Kommutierungsachse
der primären Bürsten a, c zusammenfällt. Die primären, sich diametral gegenüberstehenden
Bürsten sind kurzgeschlossen, die sekundären Bürsten b und d sind mit den Klemmen
T 1 und T 2 des von der Generatormetadyne MT 4 gespeisten Stromkreises verbunden.
Die Wicklungen 41 und 43 werden von dem Sekundärstrom Ib durchflossen. Die Wicklung
41 kann als Unterkompensator wirken, als vollständiger Kompensator oder als Überkompensator
entsprechend der Anzahl der aktiven Windungen. Die Wicklung 43 induziert zwischen
den sekundären Bürsten b,d eine elektromotorische Kraft, die dem Sekundärstrom Ib
entgegengerichtet ist. Die Wicklung 42 wird von einem besonderen Dynamo EX erregt.
Sie besitzt eine Ankerwicklung 44 und wird von einem nicht dargestellten Motor durch
die Welle H 1 ; angetrieben. Sie besitzt weiter eine Feldwicklung 49 und ein Bürstenpaar
45 und 46, das in bezug auf den Kommutator 47 drehbar ist. Der drehbare Bürstenhalter
48 trägt zwei Schleifringe, die mit den Bürsten 45 und 46 verbunden sind, und wird
unabhängig von der Welle H1 durch eine Welle H2 angetrieben.
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Die Erregerwicklung 49 wird von einer Gleichstromquelle Über einen
Widerstand 40 gespeist. Die Wicklung 70 ist mit einem ohmschen Widerstand 71, einer
Induktivität 72 und einem Kondensator 73 in Reihe geschaltet. Die Anordnung arbeitet
wie folgt: Die von einem Gleichstrom durchflossene Feldwicklung 49 induziert eine
elektromotorische Kraft zwischen den Bürsten 45 und 46, die als Wechselspannung
eine Frequenz w entsprechend der Winkelgeschwindigkeit der Welle H2 besitzt. Diese
elektromotorische Kraft erzeugt einen Wechselstrom, der über die Schleifringe 47
die Wicklung 42 erregt, welche ihrerseits wieder die Metadyne MT 4 erregt. Die Stromspannungscharakteristik
des Wechselstromes I6 an den Klemmen T1, T2 hängt im wesentlichen von dem Einfluß
der Kompensationswicklung 41 ab. Wenn diese einen Unterkompensator darstellt mit
einer Kompensation, die merklich niedriger ist als die vollständige, so wird der
Strom Ib praktisch konstant. Wenn dagegen die Wicklung 41 eine vollständige Kompensationswirkung
ausübt, so wird die Spannung an den Klemmen T 1 und T 2 praktisch konstant.
Die Frequenz w des Stromes Ib ist unabhängig von der Geschwindigkeit der
Welle K und der Welle H 1 und hängt nur von der Geschwindigkeit der
Welle H2 ab. Die Wicklung 70 steuert den Strom I6, und ihre Steuerwirkung hängt
von den relativen Werten des Widerstandes 71, der Induktivität 72 und der Kapazität
73 ab. Es ist wichtig, festzustellen, daß die Amplitude der von der Metadyne MT
4 erzeugten Spannung und des Stromes unabhängig von der Drehung der Welle H2 und
daher unabhängig von der Pulsation wist, was einen wesentlichen praktischen Vorteil
darstellt. Die Wicklung 42 kann auch von einem Wechselstrom gespeist werden, der
aus irgendeiner anderen Quelle als dem Spezialdynamo EX bezogen werden kann. Ein
veränderlicher Widerstand 74, eine ebenso veränderliche Induktivität 75 und Kapazität
76 können in den Stromkreis der Wicklung 42 eingefügt werden, um eine Änderung der
Phase und Amplitude des die Wicklung 42 durchfließenden Stromes zu bewirken.
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Fig. 6 zeigt eine Alpha-Motormetadyne MT 5, die in den Stromkreis
eines Reihenverteilersystems eingefügt sein kann, das von einem Wechselstrom konstanter
Stärke durchflossen wird, der durch die Klemme T 1 ein- und durch die Klemme
T 2 austritt. Dieser Motor ist mit drei Wicklungen ausgerüstet, nämlich mit
einer sekundären Überkompensationswicklung 51 mit veränderlicher Windungszahl zwecks
Änderung des Grades der Überkompensierung, mit einer primären Verstärkerwicklung
53 mit ebenfalls veränderlicher Windungszahl, um die Amperewindungen vermehren oder
herabsetzen zu können. Diese Wicklung erzeugt in der gleichen Richtung wie die primären
Ankeramperewindungen einen durch die primären Bürsten a, c fließenden Strom Ia.
Schließlich ist noch eine sekundäre Variatorwicklung 52 vorhanden, die für sich
durch einen Phasenwandler CP5 erregt wird. Die Wicklungen 51 und 52 haben eine magnetische
Achse, die mit der sekundären Kommutierungsachse der Bürsten b, d zusammenfällt,
während die Wicklung 53 eine mit der Kommutierungsachse der primären Bürsten a,
c zusammenfallende magnetische Achse besitzt. Die Wicklung 51 wird von einem Sekundärstrom
Ib durchflossen, der über einen Widerstand 56 zugeführt wird. Der Phasenwandler
CP5 hat eine primäre Wicklung 10, die von dem konstanten Strom der Reihenschaltung
über je zwei Verbindungsleitungen gespeist wird, und zwar über einen Widerstand
54 oder bzw. über eine Induktivität 55, so daß durch die primäre Wicklung 10 ein
rotierender Fluß erzeugt wird. Die Alpha-Motormetadyne läuft mit einem hohen Drehmoment
an, das von der Einstellung des Phasenwandlers CP 5 und des Widerstandes 8 abhängig
ist. Sie zeigt ein starkes Beschleunigungsmoment bis zu einer vorbestimmten Geschwindigkeit
12o. Ist diese Geschwindigkeit erreicht, so setzen die den Amperewindungen der Wicklung
52 entgegenwirkenden Amperewindungen 51 das Drehmoment schnell herab und veranlassen
die Maschine, auf die genannte Geschwindigkeit n. herabzugehen. Oberhalb der Leerlaufgeschwin.digkeit
22o wird das Drehmomnt zu einem Bremsmoment. Der Wert der Leerlaufgeschwindigkeit
n0 ist einstellbar durch den Widerstand 56 und die
Zahl der Windungen
53. Je größer der Widerstand 56 und je kleiner die Zahl der Windungen der Verstärkerwieklung
53 ist, um so höher wird der Wert der Geschwindigkeit n0.
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Fig. 7 bezieht sich auf eine Gamma-Motormetadyne, die mit Wechselstrom
konstanter Stärke arbeitet. Sie ist eingeschaltet in den Konstantstromkreis der
Reihenschaltung mittels ihrer Bürsten a, c, die mit den Klemmen T 1 und T 2 verbunden
sind. Die sekundären Bürsten b, d sind kurzgeschlossen. Es sind drei Statorwicklungen
vorhanden, nämlich eine primäre Kompensationswicklung 61 mit einer variablen Zahl
von Windungen, eine primäre Variatorwicklung 63; die unabhängig von einem Phasenwandler
CP 60 über einen Widerstand 16 gespeist wird, und eine sekundäre Variatorwicklung
62, die von einem Phasenwandler CP6 über einen Widerstand 9 gespeist wird. Die magnetische
Achse der Wicklungen 61 und 63 fällt mit der Kommutierungsachse der primären Bürsten
a und c und die der Wicklung 62 mit der Kommutierungsachse der sekundären Bürsten
b, d zusammen. Phasenwandler CP6 und CP60 haben parallel geschaltete Primärwindungen
und werden von einem konstanten Strom des Reihennetzes über je zwei Verbindungsleitungen
gespeist, von denen ein Paar über einen Widerstand 65 und ein anderes über eine
Induktivität 64 angeschlossen ist. Das Anlaufdrehmoment hängt im wesentlichen von
der Einstellung- des Phasenwandlers CP6 und des Widerstandes 9 ab. Nach dem Anlauf
entwickelt der Motor ein mit steigender Geschwindigkeit sich langsam verminderndes
Beschleunigungsmoment, bis' die vorbestimmte Geschwindigkeit n0 erreicht ist. Bei
Erreichen der Geschwindigkeit no nimmt das Drehmoment schnell ab; der Motor läuft
mit der Geschwindigkeit n0 leer. Oberhalb der Geschwindigkeit no wird das Drehmoment
ein Bremsmoment. Der Wert der Geschwindigkeit n0 hängt von der Einstellung des Phasenwandlers
CP60 und des Widerstandes 16 ab sowie von der Windungszahl der Kompensationswicklung
61.
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Fig. 8 zeigt das Schema einer Gamma-Motormetadyne MT6, die mit Wechselstrom
konstanter Spannung arbeitet. Ihre Primärbürsten a, c sind mit einem Netz LL konstanter
Spannung über einen Anlaßwiderstand 17 verbunden. Ihre sekundären Bürsten b und
d sind kurzgeschlossen. Die Metadyne hat die gleichen Statorwicklungen wie die Gamma-Motormetadyne
nach Fig. 7. Die Phasenwandler CP7 und CP70 sind an die Leitung LL konstanter Spannung
in der bereits beschriebenen Weise angeschlossen. Das Anlaßmoment hängt im wesentlichen
von der Einstellung des Phasenwandlers CP7, des Widerstandes 16 und von dem Anlaßwiderstand
17 ab. Wenn der Anlauf beendet und der Widerstand 17 kurzgeschlossen ist, hängt
der Wert des aus der Leitung LL aufgenommenen Stromes Ia ausschließlich von der
Einstellung des Phasenwandlers CP70, des Widerstandes 16 und der Zahl der Windungen
der Kompensationswicklung 61 ab. Die Winkelverschiebung des die primäre Variatorwicklung
63 durchfließenden Stromes bestimmt also den Leistungsfaktor der Motormetadyne und
die Richtung des Momentes, d. h. ob ein Beschleunigungs- oder Bremsmoment vorliegt.