DE427741C - Einrichtung zur Kompensierung der Phasenverschiebung von Induktionsmotoren - Google Patents

Einrichtung zur Kompensierung der Phasenverschiebung von Induktionsmotoren

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DE427741C
DE427741C DET28498D DET0028498D DE427741C DE 427741 C DE427741 C DE 427741C DE T28498 D DET28498 D DE T28498D DE T0028498 D DET0028498 D DE T0028498D DE 427741 C DE427741 C DE 427741C
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K17/00Asynchronous induction motors; Asynchronous induction generators
    • H02K17/02Asynchronous induction motors
    • H02K17/34Cascade arrangement of an asynchronous motor with another dynamo-electric motor or converter
    • H02K17/38Cascade arrangement of an asynchronous motor with another dynamo-electric motor or converter with a commutator machine

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Ac Motors In General (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Kompensierung der Phasenverschiebung von Induktionsmotoren. Die Phasenverschiebung von Induktionsinotoren läßt sich bereits vom Leerlauf an bis auf den Einheitswert des Leistungsfaktors dadurch kompensieren, daß man einen Periodenumformer verwendet, der aus einer an einen Kommutator angeschlossenen, mit mehrphasigen Anzapfungen versehenen Wicklung besteht und mit einer der Umlaufzahl des Läufers proportionalen Geschwindigkeit angetrieben wird. Der Periodenumformer wandelt die -Netzfrequenz in einen Strom von der Schlüpfungsper iodenzahl um, der in bezug auf den Arbeitstrom phasenverschoben in die Sekundärwicklung des Motors gespeist wird, so. daß derselbe die Magnetisierung des Eisenkörpers des Motors bewirken kann.
  • Man kann nun die höhere Periodenzahl entweder in die Wicklung des Periodenumforiners speisen und die Schlüpfungsfrequenz den Kommutatorbürsten entnehmen oder umgekehrt die höhere Frequenz den Kommutatorbürsten zuführen und die Schlüpfungsfreqttenz an Anzapfungen der Wicklung abnehmen.
  • Bisher sind drei verschiedene Arten der Verbindung des Periodenumformers mit dem Motor bekannt.
  • Bei der einen Schaltung wurde die Netzfrequenz den Anzapfungen der umlaufenden Periodenumformerwicklung zugeführt, während die Kommutatorbürsten die Schlüpfungsfrequenz lieferten, welche in den Läufer des Motors geleitet wurde. Bei dieser Schaltung- mußte man, Dreiphasenstrom angenommen, drei Schleifringe für die Speisung des Stromes zum Periodenumformer und drei weitere Schleifringe für die Zuführung der umgeformten Ströme in den Läufer verwenden.
  • Zur Verminderung der Anzahl der erforderlichen Schleifringe wurde weiterhin die Netzfrequenz nicht der Periodenumformerwicklung, sondern den Kommutatorbürsten zugeführt und die Schlüpfungsfrequenz an den Anzapfungen der umlaufenden Periodenumformerwicklung abgenommen, wobei diese Anzapfungen unmittelbar, also ohne Schleifringe, mit der Läuferwicklung des Motors verbunden werden können. Dieser zuerst von H e y 1 a n d vorgeschlagenen Anordnung haftet jedoch der übelstand an, daß durch die Wicklung des Periodenumformers ein Strom mit der niedrigen Schlüpfungsfrequenz fließt, weshalb diese Wicklung einen verhältnismäßig hohen Wirkwiderstand besitzen muß, der große ohmische Verluste verursacht.
  • Um nun ohne Vermehrung der Schleifringe die Periodenumformerwicklung mit der Netzfrequenz zu speisen, also den Wirkwiderstand durch den induktiven Widerstand der Wicklung zu ersetzen, verlegte man die Sekundärwicklung des Motors in den Ständer und schloß den Läufer an das Netz. In diesem Falle kann man nämlich den Arbeitstrom mit der primären Frequenz durch die normalen Schleifringe des Läufers sowohl der im Läufer untergebrachten Primärwicklung als auch der gleichfalls im Läufer untergebrachten Periodenumformerwicklung zuführen, während die Schlüpfungsfrequenz von den ortsfesten Kommutatorbürsten des Periodenumformers unmittelbar, d. h. ohne Schleifringe, abgenommen und der im Ständer des Motors untergebrachten, also ruhenden Sekundärwicklung zugeführt werden kann.
  • Diese elektrisch vorteilhafte Anordnung besitzt aber den Übelstand, daß der Läufer für die Netzspannung bemessen werden muß und deshalb der Motor mit Rücksicht auf die Betriebsicherheit nur für niedrige Spannungen geeignet und die Anwendungsmöglichkeit auf Motoren kleinerer Leistung beschränkt ist. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß w ähr end eine im Ständer angeordnete Primärwicklung leicht für verschiedene Betriebspannungen umgeschaltet werden kann, sich Motoren, deren Läufer als Primärteil dient, nur für eine Betriebspannung eignen.
  • Die Anordnung gemäß der Erfindung ermöglicht dagegen, ohne Steigerung der Anzahl der Schleifringe die den Kommutatorbürsten des Umformers entnommene Schlüpfungsfrequenz dem als Sekundärteil dienenden Läufer - zuzuführen und trotzdem die Ströme höherer Frequenz in die Periodenumformerwicklung zu speisen.
  • Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß die Ströme höherer Frequenz als der der Schlüpfung der Periodenumformerwicklung durch die umlaufende Sekundärwicklung eines Transformators geliefer t werden, dessen ruhende Primärwicklung unmittelbar oder mittelbar an das Netz angeschlossen ist.
  • Hierzu ist erforderlich, daß die Polzahl P, des Periodenumformers der Summe der Polzahl P"1 des Motors + der Polzahl Pt des rotierenden Transformators gleich sei, oder aber dem in dem einen oder in dem anderen Sinne genommenen Unterschied P" Z - Pt oder Pt - P. dieser beiden Polzahlen.
  • Die Zeichnung veranschaulicht ein Beispiel einer Schaltung der Kompensierungseinrichtung gemäß der Erfindung.
  • s ist die an das Netz 1, 1, l angeschlossene ruhende Primärwicklung eines dreiphasigen Motors und r dessen umlaufende Sekundärwicklung, auf deren Schleifringe g, g, g die Bürsten b, b, b schleifen. Letztere können mittels der Kontaktarme i nach Kurzschließen des Anlaßwider standes h mit den Kontakten in verbunden werden, an welche die Bürsten w des Periodenumformers über die Leitungen x angeschlossen sind.
  • c ist die Wicklung des die Magnetisierungströme liefernden Periodenumformers, auf deren Kommutator k die Bürsten w, w, w schleifen.
  • Die umlaufende Periodenumformerwicklung c steht in Zwangantriebsverbindung mit dem Läufer r oder ist mit diesem zusammen gebaut. Sie ist mit dreiphasigen Anzapfungen d versehen, an denen einDreiphasenstrom höherer Frequenzperiodenzahl als der der Schlüpfung in die Wicklung eingeführt werden soll.
  • Zu diesem Zwecke ist gemäß der Erfindung ein rotierender Transformator T vorgesehen, dessen dreiphasige Sekundärwicklung t" mit der P.eriodenumformerwicklung c zusammen umläuft und mit den Anzapfungen d verbunden ist. Die mit der dreiphasigen Sekundärwicklung t, des rotierenden Transformators zusammenwirkende Primärwicklung t1 kann einphasig oder dreiphasig ausgeführt sein und ist in einem ruhenden Eisenkörper angeordnet. Die Primärwicklung t1 des umlaufenden Transformators kann entweder unmittelbar, zweckmäßiger jedoch .über eine spannungsvermindernde Vorrichtung, z. B. über einen Transformator oder Spannungsteiler, an das Netz angeschlossen sein-. Gemäß der Zeichnung ist die Primärwicklung t, an die Anzapfungen f niedrigerer Spannung der Ständerwicklung s angeschlossen. Bei Benutzung eines besonderen Transformators oder Spannungsteilers mit veränderlichem Umsetzungsverhältnis kann man die Primärspannung des rotierenden Transformators ändern und hierdurch die Umlaufzahl des Motors ohne Verstellung der Kommutatorbürsten regeln.
  • Wie bereits erwähnt worden ist, muß die Polzahl der Periodenumformerw icklung cund des rotierenden Transformators T derart gewählt werden, daß die Polzahl des Periodenumformers der Summe oder dem Unterschied der Polzahlen des Motors und des umlaufenden Transformators gleich sei. Im Falle eines 8poligen Motors muß z. B. der Periodenumformer und der rotierende Transformator 4polig sein. Der Motor wird, eine Netzperiodenzahl 5o angenommen, wie folgt arbeiten: Die tninutliche Umlaufzahl des Drehfeldes des Ständers ergibt sich zu Bei einer Schlüpfun g von d. Prozent beträgt die Umlaufzahl des Motors 750 - 0 0 ' 750) = 75 - 30 = 72 un die Periodenzahl der in dem in bezog auf das Feld um Umdrehungen pro Minute zurückbleibenden 8poligen Läufer induzierten Ströme ist: Sekundärwicklung 720, mit 1500 780 Die Umlaufzahl des durch den 5operiodigen Strom in der Ständerwicklung des rotierenden Transformators erregten -Drehfeldes ist .N Der Sekundärteil t., des rotierenden Transformators läuft zusammen mit dem Läufer des Motors, also mit einer Umdrehungszahl i an so daß die des der Um-Transformators gegenüber dem drehungszahl r 500 laufenden Primärfeld des Transformators minutlich um die Umlaufzahl zurückbleibt. In-- 720 -folgedessen wird in der Sekundärwicklung des umlaufenden Transformators ein Strom mit der Periodenzahl in, werden.
  • Motors untergebracht Motors Dieser Strom tritt durch die Anzapftmgen d in die Periodenttmformerwieklung c und erregt in derselben ein Drehfeld mit der Umlaufzahl In diesem Feld dreht sich die Periodenumformerwicklung mit der Umlaufzahl 72o des Zotors, so dafi sie in bezog auf das Feld um die Umlaufzahl 6o zurückbleibt. Die an den Bürsten w des 4poligen Periodenumformers abgenommene Periodenzahl ergibt sich infolgedessen zu ist also die gleiche wie die Schlüpfungsfrequenz des Motors und kann durch die Leitun-Kontaktarme i, Bürsten b gen x-, Kontakte und Schleifringe g in die Läuferwicklung r zwecks Leistung der Magnetisierung eingeführt -Man speist somit die Periodenumformerwicklung c mit einem Strom genügend hoher Periodenzahl, um den Wirkwiderstand der Periodenumformerwiclelung gering bemessen zu können.
  • Die Periodenumformerwicklung c, die Sekundärwicklung t2 des rotierenden Transformators und die Läuferwicklung r des können in besonderen Eisenkörpern sein; doch können sie auch entweder im Läufer des oder im Läufer des Periodenumformers, oder aber sowohl die Sekundärwicklung t. des umlaufenden Transformators als die Periodenumformerwicklung c auch in den Läufer des Motors eingebaut werden. Im letzteren Falle können z. B. alle drei Wicklungen des Läufers in gemeinsamen Nuten untergebracht sein. Dadurch, daß bei der beschriebenen Schaltung Ströme höherer Frequenz in die Periodenumformerwicklung gespeist werden, genügen für dieselbe nur wenige Windungen, und auch die umlaufende Transformatorwicklung erfordert nur eine geringe Windungszahl, weshalb die Unterbringung dieser Wicklungen in den Nuten der Läuferwicklung keine empfindliche Verminderung des für die Motorwicklung zur Verfügung stehenden Raumes, also der erzielbaren höchsten spezifischen Leistung, zur Folge hat. Diese wenigen Windungen der Transformator- und Periodenumformerwicklung können nach dem Einlegen der Läuferspulen leicht eingezogen werden. Ebenso kann die Primärwicklung t1 des umlaufenden Transformators im Ständer des Motors, und zwar gegebenenfalls auch in gemeinsamen Nuten mit der Ständerwicklung, untergebracht werden.
  • Wenn die Motorwicklungen und die Transformator- wie die Periodenumformerwicklung in gemeinsamen Nuten oder in einem gemeinsamen magnetischen Feld liegen, müssen die Polzahlen dieser Wicklungen derart gewählt «-erden, daß sie der oben angegebenen Anforderung entsprechen, außerdem aber müssen bekanntlich die Polzahlen der in einem gerneinsamen magnetischen Felde liegenden Wicklungen verschieden sein, wobei das Verhältnis der Polzahlen der beiden Wicklungen keine ungerade Zahl ergeben darf. Will man bezüglich der Periodenumformerwicklung diese Einschränkung der Polzahl vermeiden oder will man selbst mit der geringen Anzahl von Windungen des Periodenumformers die Aufnahmefähigkeit der Läufernuten nicht beeinträchtigen, so wird die Periodenumformerwicklung in besonderen Nuten oder Kanälen angeordnet, die an einem kleineren Halbmesser des Läufers als dessen Motorwicklung liegen.

Claims (7)

  1. PATI-:NT-ANsPRÜCHE: i. Einrichtung zur Kompensierung der Phasenverschiebung von Induktionsmotoren, bei der die auf dem Kommutator eines Periodenumformers ruhenden Bürsten die Magnetisierungströme mit der Schlüpfungsfrequenz in die sekundäre Läuferwicklung des Motors speisen, dadurch gekennzeichnet, daß die Ströme höherer als die Schlüpfungsfrequenz für die Periodenumformerwicklung durch die umlaufende Sekundärwicklung eines Transformators geliefert werden, dessen ruhende Primärwicklung unmittelbar oder mittelbar an -das Netz angeschlossen ist, und daß die Polzahl des Periodenumformers der Summe der Polzahlen des Motors und des rotierenden Transformators oder dem in dem einen oder anderen Sinne genommenen Unterschiede dieser beiden Polzahlen gleich ist.
  2. 2. Kompensierungseinrichtung nachAnspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärwicklung des rotierenden Transformators über einen Spannungsverminderer an die Netzspannung angeschlossen ist.
  3. 3. Kompensierungseinrichtung nachAnspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Umsetzungsverhältnis des Spannungsverminderers regelbar ist. q..
  4. Kompensierungseinrichtung nachAnspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die ruhende Primärwicklung des rotierenden Transformators mit Anzapfungspunkten der Ständerwicklung verbunden ist, die eine geringere als die Klemmenspannung des Motors liefern.
  5. 5. Kompensierter Induktionsmotor nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärwicklung des rotierendenTransformators in den Ständer des Motors und die Sekundärwicklung des Transformators sowie die Periodenumformerwicklung in den Läufer des Motors eingebaut sind.
  6. 6. Kompensierter Induktionsmotor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Primär- oder Sekundärwicklung des umlaufenden Transformators in gemeinsamen -Tuten mit der Primär- bzw. Sekundärwicklung des Motors, die Periodenumformer Wicklung dagegen in besonderen Nuten oder Kanälen des Läufers untergebracht ist, welche an einem kleineren Halbmesser als die mehrphasige Läuferwicklung liegen.
  7. 7. Kompensierter Induktionsmotor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärw icklurig des rotierenden Transformators in gemeinsamen Nuten mit der Ständerwicklun g - und die Sekundärwicklung des Transformators -sowie die Periodenumformerwicklung in gemeinsamen \Tuten mit der Motorwicklung des Läufers untergebracht sind.
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