DE101150C - - Google Patents

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DE101150C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B1/00Elements or appliances for hand composition; Chases, quoins, or galleys
    • B41B1/14Composing rules, e.g. of brass

Landscapes

  • Sheet Holders (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 15: Druckerei.
Beim Satz von Quer- und Tabellenlinien braucht man zum Ausfüllen der Zwischenräume zwischen den einzelnen Linien sehr viel Material, und die Druckereien sind gezwungen, gerade für solchen Satz eine gröfsere Menge Ausschlufsmaterial zur Verfügung zu halten, das anderweitig verhältnifsmäfsig wenig Verwendung findet und, da es in allen Stärken und Stücken zur Hand sein mufs, auch einen hohen Geldwerth darstellt. Durch Zusammenholen des nöthigen Materials, durch den Satz selbst, sowie das Ablegen einer Linienform wird aufserdem eine beträchtliche Zeit in Anspruch genommen, die die Preisberechnung des ,Liniendruckes in Buchdruckereien ziemlich theuer stellt.
Man hat deshalb schon vielfach versucht, diese Uebelstä'nde zu beseitigen. Durch die Patentschrift Nr. 86385 ist z. B. eine Vorrichtung zur Herstellung von Liniensatz bekannt geworden, durch deren Anwendung das Ausfüllen der Zwischenräume sogar gänzlich vermieden wird, und zwar dadurch, dafs die Linien mit in ihren Füfsen gemachten Einschnitten zwischen die Zähne kammförmiger Leisten gesattelt werden.
Der Vortheil, der durch diesen gänzlichen Wegfall jeglichen Ausfüllmaterials erzielt wird, ist jedoch nur ein scheinbarer, denn einerseits ist- bei dieser Vorrichtung der Abstand der einzelnen Linien von einander (die Linienweite) durch die Zinken des Kammes ganz bestimmt vorgeschrieben, d. h. die Zinken gestatten nicht, die Linienweite beliebig zu vergröfsern oder zu verkleinern, andererseits wird bei Anwendung dieser Vorrichtung in einer gröfseren Druckerei (von welcher Linienweiten in allen möglichen Gröfsen verlangt werden) durch den gänzlichen Wegfall des Ausfüllmaterials gar nichts gespart, weil dafür wieder sowohl für jede denkbare Linienweite, als auch für jedes Tabellenformat bezw. Eintheilung besondere Kämme vorhanden sein müssen.
Vorliegende Erfindung hat nun einen Liniensatz zum Gegenstande, welcher sich dadurch kennzeichnet, dafs die Linien mit ihren Einschnitten über die glatten Seitenwä'nde von Rinnen verschieblich gesattelt werden, wodurch das Ausfüllen der Zwischenräume ebenfalls, wenn auch nicht gänzlich, so doch zum gröfsten Theil vermieden wird, welcher jedoch gestattet, mit ein und demselben Setzmaterial Tabellen und liniirte Bögen beliebigen Formats und von beliebiger Linienweite bezw. Linieneintheilung zu drucken, und welcher aufserdem noch den grofsen Vorzug hat, dafs die Einfassung der Satzform ganz entbehrt werden kann.
Der Erfindungsgegenstand ist auf beiliegender Zeichnung zur Darstellung gebracht, und zwar zeigt Fig. ι eine der genannten rinnenförmigen Ausschlufsschienen in perspectivischer Ansicht, während die übrigen Figuren verschiedene Ausführungsbeispiele darstellen.
Die Breite einer solchen Rinne α entspricht der gewöhnlichen Breite des Ausschlufsmaterials, z. B. 4 Cicero; für die Flantschen der Schienen genügt eine Höhe von 10 bis 12 Punkten. Als Material dient Messing von Y4 Cicero (3 Punkten) Stärke. In Verbindung mit den Ausschlufsschienen α verwendet man die gewöhnlichen Messing- oder Bleilinien b (Fig. 2), nur erhalten dieselben im Fufse Aus-
schnitte c (Fig. 2), welche den Dimensionen der Ausschlufsschienen entsprechen, so dafs sie in der aus Fig. 3 ersichtlichen Weise zusammengesetzt werden können. Um nun die Linien b aufrecht zu stellen und ihren Abstand zu regeln, füllt man die Zwischenräume zwischen ihnen in den Ausschlufsschienen mit Ausschlufsmaterial (Quadraten) aus, wie in Fig. 3 links gezeichnet. Durch die übrigens sehr leicht mit Hülfe der Säge und Feile herzustellenden Einschnitte im Fufse der Linie b wird deren Verwendbarkeit wie gewöhnlich nicht im Geringsten beeinträchtigt.
Im Allgemeinen wird es genügen , wenn man die Linien 2 Cicero von den Enden entfernt mit den für die Ausschlufsschienen bestimmten Einschnitten versieht. Nur im Falle sehr langer Linien fügt man zweckmäfsig noch eine dritte Ausschlufsschiene ein.
Fig. 4 bis 6 beiliegender Zeichnung stellen drei verschiedene Ausführungsfürmen mittelst Ausschlufsschiene gesetzter Liniaturen dar, welche zugleich die grofse Ersparnifs an Ausschlufsmaterial erkennen lassen, die man erzielt. Die schraffirten Stellen bezeichnen Ausschlufsmaterial.
Fig. 4 stellt den Satz einer Querlinienform bei üblichem Normalformat dar, wo die Linien zweckmäfsig aus einem Stück bestehen und durch nur zwei Ausschlufsschienen getragen werden. Von dem Normalformat um etwas abweichende gröfsere Breiten lassen sich dann einfach dadurch herstellen, dafs man an einer Seite entsprechende Linienstücke in der bisher üblichen Weise mit vollem Ausschlufs ansetzt. Bei zweiseitigem Satz (Druck von zwei Seiten neben einander) schiebt man beide Seitenformen an einander und legt je nach Bedarf einen Mittelsteg dazwischen, oder versieht die an einander stofsenden Linienenden mit vollem Ausschlufs, oder man fügt hier, wenn eine gröfsere Breite gesetzt werden soll, die Einzelstücke mit vollem Ausschlufs zwischen.
Das Normalibrmat, mit Linien aus einem Stück, in der eben beschriebenen Weise zusammengestellt, ist die gebräuchlichste und einfachste Anwendungsform der Ausschlufsschienen bei gröfstmöglicher Material- und Zeitersparnifs. Fig. 5 zeigt indefs, dafs auch zweitheilige Linien verschiedener Länge zu einer gröfseren Breite mit Ausschlufsschienen zu setzen sind, also beim Fehlen der Linien auf eine einzige, einem Normalformat entsprechende Länge. In diesem Fall ist nur erforderlich, den Bestand an Linien gröfserer Längen, wie er in jeder Buchdruckerei ohnedies zum Liniensatz nöthig ist, mit den Fufseinschnitten c zu versehen. Wo jedes Mal die Linienenden zusammenstofsen, wie in Fig. 5 zwischen den beiden mittleren Schienen, füllt man diesen Raum ganz mit Ausschlufsmaterial aus, um ein Verschieben der Linienenden gegen einander zu verhindern. Da die Entfernung vom Linienende bis Schienenanfang, wie erwähnt, systematisch 2 Cicero beträgt, ist also auch hier zum Ausfüllen das gebräuchliche Quadratmaterial zu benutzen.
Fig. 6 zeigt die gleiche Anwendung der Schienen bei Tabellenlängsschienen, von oben nach unten laufend, in welcher Form die Ausschlufsschiene quer gelegt wird.
Alle Abmessungen der Schienen und Einschnitte sind natürlich nach typographischem System berechnet. So hergestellte Liniensätze lassen sich demnach mit Leichtigkeit handhaben und mit anderem Material zusammen, sogar mit Schriftsatz, anwenden. Indem man den nicht benutzten Theil mit Hohlstegen ausfüllt, kann man die Schienen für Formen beliebiger Länge gebrauchen, wie auch kleinere zu gröfseren zusammensetzen. Im Allgemeinen wird sich demnach für den praktischen Bedarf in Buchdruckereien ein Sortiment Ausschlufsschienen verschiedener Länge in Verbindung mit eintheiligen Linien auf Foliobreite empfehlen.
Um der mit Ausschlufsschienen gesetzten Form mehr Halt zu geben und um sie besser handhaben zu können, giebt man ihr als Ober- und Unterschlag einen festen Steg aus einem Stück, wozu ebenfalls die Ausschlufsschienen dienen können, indem man zwischen zwei derselben — hochgekantet — in entsprechenden Längen Hohlstege oder Quadrate legt.

Claims (1)

  1. Pa tent-Anspuuch:
    Liniensatz, dadurch gekennzeichnet, dafs die Linien mit Einschnitten auf den glatten Seitenwänden von rinnenförmigen Ausschlufsschienen verschiebbar gelagert und in der erforderlichen Stellung durch in die Ausschlufsschienen eingesetzte Füllstücke erhalten werden, zu dem Zweck, Tabellen und Liniaturen beliebigen Formats mit beliebiger Linienweite bezw. Linieneintheilung zu drucken und dabei die Einfassung der Satzform entbehrlich zu machen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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