DE101146C - - Google Patents
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- DE101146C DE101146C DENDAT101146D DE101146DA DE101146C DE 101146 C DE101146 C DE 101146C DE NDAT101146 D DENDAT101146 D DE NDAT101146D DE 101146D A DE101146D A DE 101146DA DE 101146 C DE101146 C DE 101146C
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- cofferdam
- water
- leak
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63B—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING
- B63B43/00—Improving safety of vessels, e.g. damage control, not otherwise provided for
- B63B43/02—Improving safety of vessels, e.g. damage control, not otherwise provided for reducing risk of capsizing or sinking
- B63B43/10—Improving safety of vessels, e.g. damage control, not otherwise provided for reducing risk of capsizing or sinking by improving buoyancy
- B63B43/16—Temporary equipment for stopping leaks, e.g. collision mats
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Ocean & Marine Engineering (AREA)
- Laminated Bodies (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Verfahren zur Herbeiführung selbsttätigen
Schliefsens von in Kofferdämmen entstandenen Lecken. Es sind bereits früher Vorschläge
gemacht worden, derartige Lecke, namentlich solche, welche durch Geschosse entstanden
sind, selbstthä'tig zu verstopfen. Es sei hier beispielsweise auf den Artikel »Leckstopfung«
in dem Werke von G ent sch über »Sicherheits- und Rettungswesen« (Stuttgart 1897),
Seite 163, verwiesen. Man hat Tücher construirt, welche durch Ketten oder Taue von
aufsen her über das Leck gelegt wurden und so ein Abschliefsen desselben bewirken sollten.
In dem D. R. P. Nr. 88471 ist innerhalb des Kofferdammes ein aufgerolltes Lecktuch angeordnet,
welches beim Zutritt von Wasser durch den Auftrieb sich abrollt und dadurch von aufsen gegen das Leck legt und dieses
abschliefst. Ferner hat man die Kofferda'mme mit einem Material gefüllt, welches bei der
Berührung mit Wasser aufquillt, um alsdann infolge der Aufquellung das entstandene Leck
zu schliefsen. Um diesen Zweck zu erreichen, wurden Korkstücke mit Marineleim in ähnlicher
Weise wie Ziegelsteine mit Kalkspeise eingebaut, wobei der Kork nach Durchschlagen
eines Geschosses aufquoll und hierdurch das Leck schliefsen soll.
Die vorgeschlagenen Mittel sind einestheils zu complicirt, um im Augenblick der Gefahr
zuverlässig zu wirken (z. B. die Lecktücher), anderentheils wirken die Mittel unter Umständen
zu langsam und verhindern alsdann nicht den Eintritt auch grofser Wassermengen in den Schiffskörper.
Nach dem vorliegenden Verfahren soll ein selbstthätiges Schliefsen der Lecke bewirkt
werden, zuverlässig und schnell nach Entstehung des Leckes, so dafs das Eindringen
schädlicher Wassermengen in das Schiffsinnere verhindert wird.
Das Verfahren soll an Hand der beiliegenden Zeichnung, in welcher in den Fig. ι und 2
ein Verticalschnitt durch den Kofferdamm eines Schiffes dargestellt ist, erläutert werden. Der
Kofferdamm ist, wie aus der Zeichnung ersichtlich, mit würfelförmigen Körpern gefüllt,
' welche als Füllmaterial eine Mischung von Thierhaaren und Asbest enthalten. Die äufsere
Hülle der einzelnen Körper ist aus wasserdichtem Material, etwa wasserdichter Leinwand,
Gummi u. s. w. hergestellt und die Mischung von Asbest und Thierhaaren unter Druck in
diese Hüllen eingebracht, so dafs die entstehenden, würfelförmigen Körper elastisch sind.
Die so hergestellten Schwimmkörper haben ein sehr geringes specifisches Gewicht und zeigen
infolge dessen einen starken Auftrieb im Wasser.
Wie aus der Fig. 1 ersichtlich ist, wird der Kofferdamm mit derartigen Körpern angefüllt,
indem die Körper neben einander in regelmäfsigen Lagen aufgeschichtet werden. Es
können hierbei Körper von verschiedenen Abmessungen verwendet werden, welche sich
zweckmäfsig der Form des Kofferdammes anpassen.
In der Fig. 1 sind beispielsweise drei Schichten Schwimmkörper hinter einander angeordnet,
derart, dafs die zwischen den einzelnen Schwimmkörpern befindlichen Fugen gegen einander versetzt
sind. Die Schwimmkörper reichen nicht
bis zur oberen Decke des Kofferdammes, sondern es verbleibt hier noch ein freier Raum.
In Fig. 2 ist der Kofferdamm mit einem Leck dargestellt, welches durch ein durchschlagendes
Geschofs entstanden ist. Letzteres hat sowohl die Aufsenhaut des Schiffes hezw.
des Kofferdammes a, wie die Innenhaut b
durchschlagen. Die Wirkungsweise des Füllmaterials nach Durchschlagen eines Geschosses
vollzieht sich in folgender Weise.
Bei Durchschlagen eines Geschosses werden die in der Schufsrichtung hinter einander liegenden
Schwimmkörper durchschlagen. Infolge der Pressung, unter welcher das Füllmaterial in
den einzelnen Schwimmkörpern steht, findet durch Aufquellen desselben ein Zusammen-*
pressen bezw. Verkleinern oder Schliefsen des entstandenen Schufskanals statt, so dafs hierdurch
schon der Eintritt gröfserer Wassermengen durch die Wandung b in den Schiffsraum
vermieden wird. Das durch den Schui'skanal in den Kofferdamm eindringende Wasser
fliefst zwischen den Fugen der Schwimmkörper hindurch und sammelt sich im unteren Theil
des Kofferdammes. Infolge des sehr geringen specifischen Gewichtes der Schwimmkörper
findet ein starker Auftrieb derselben statt und dadurch, wie aus der Fig. 2 ersichtlich ist,
eine vollständige Schliefsung des Schufskanals, sowie eine Verschiebung desselben nach oben;
gleichzeitig werden durch das eindringende Wasser die Schwimmkörper gegen den Schufskanal
in der inneren Wandung b des Kofferdammes geprefst, bewirken so eine vollständige
Schliefsung der Oeffnung in dieser Wandung und verhindern dadurch einen Eintritt von
Wasser in den inneren Schiffsraum.
Bei dem vorliegenden Verfahren ist wesentlich die Anordnung von aus Asbestfasern und
Thierhaaren bestehenden Schwimmkörpern, mit welchen in regelmäfsigen Lagen die Kofferdämme
nahezu gefüllt sind. Das Material zur Füllung der würfelförmigen Körper hat noch
den Vortheil, dafs es wenig oder überhaupt nicht brennbar ist und somit das Entstehen
von Bränden im Schiff durch das einschlagende Geschofs verhindert bezw. nicht begünstigt.
Claims (1)
- Pa te nt-Anspruch:Verfahren zur Herbeiführung selbsttätigen Schliefsens von in Kofferdämmen entstandenen Lecken, dadurch gekennzeichnet, dafs die zur Füllung benutzten, aus Asbest und Thierhaaren hergestellten elastischen schwimmfähigen Körper Schufskanäle und andere Oeffnungen innerhalb des Kofferdammes direct schliefsen, andererseits beim Eindringen von Wasser gegen dessen Innenseite geprefst werden und die hier entstandenen Lecke verstopfen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE101146C true DE101146C (de) |
Family
ID=371886
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT101146D Active DE101146C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE101146C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19824090A1 (de) * | 1998-05-29 | 1999-12-02 | Gustav Wilms Fa | Abdichtmittel zur provisorischen Leckdichtung des Schiffskörpers von Schiffen und dgl. Wasserfahrzeugen |
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- DE DENDAT101146D patent/DE101146C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19824090A1 (de) * | 1998-05-29 | 1999-12-02 | Gustav Wilms Fa | Abdichtmittel zur provisorischen Leckdichtung des Schiffskörpers von Schiffen und dgl. Wasserfahrzeugen |
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