DE1007997B - Verfahren zur Herstellung ternaerer Acrylnitrilpolymerer - Google Patents

Verfahren zur Herstellung ternaerer Acrylnitrilpolymerer

Info

Publication number
DE1007997B
DE1007997B DEA20649A DEA0020649A DE1007997B DE 1007997 B DE1007997 B DE 1007997B DE A20649 A DEA20649 A DE A20649A DE A0020649 A DEA0020649 A DE A0020649A DE 1007997 B DE1007997 B DE 1007997B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acrylonitrile
ternary
thread
threads
polymers
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA20649A
Other languages
English (en)
Inventor
Walter Moreland Thomas
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wyeth Holdings LLC
Original Assignee
American Cyanamid Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by American Cyanamid Co filed Critical American Cyanamid Co
Publication of DE1007997B publication Critical patent/DE1007997B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F220/00Copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and only one being terminated by only one carboxyl radical or a salt, anhydride ester, amide, imide or nitrile thereof
    • C08F220/02Monocarboxylic acids having less than ten carbon atoms; Derivatives thereof
    • C08F220/42Nitriles
    • C08F220/44Acrylonitrile

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung ternÀrer Polymerer aus einem Monomerengemisch, das aus 2 bis 15 Gewichtsprozent eines durch die Formel
CH2 = C-CONH2
darstellbaren Acrylamids, worin R Wasserstoff oder den Methylrest bedeutet, 1,5 bis 15 Gewichtsprozent wenigstens eines Alkylvinylpyridins (beispielsweise 2, 3, 4 oder jede gewĂŒnschte Zahl), das durch die Formel
CH = CH,
II
wiedergegeben werden kann, worin R' einen Methyloder Äthylrest bedeutet und im ĂŒbrigen aus Acrylnitril besteht.
Es ist bekannt, daß durch Polymerisieren von Acrylnitril entweder allein oder mit verschiedenen anderen Monomeren, die sich mit Acrylnitril copolymerisieren lassen, Polymere bzw. Copolymere von Acrylnitril hergestellt werden können. Monomere, die sich mit Acrylnitril polymerisieren lassen, sind unter anderem Methylmethacrylat und andere Ester der MethacrylsĂ€ure, Ester der Acryl- und α-ChloracrylsĂ€ure, Vinylchlorid, Acrylamid, Vinylacetat und 2-Vinylpyridin. Beispielsweise ist in der USA-Patentschrift 2 456 360 ein Verfahren zum Herstellen eines Acrylnitrilpolymerisats beschrieben, bei dem der polymerisierbare Teil fast vollstĂ€ndig monoĂ€thylenisch ungesĂ€ttigt ist und zumindest aus 90% Acrylnitril und im ĂŒbrigen aus Monomeren besteht, wie sie eben erwĂ€hnt wurden. Das Verfahren selbst bösteht darin, daß die Polymerisation in Gegenwart von 0,01 bis 2 Gewichtsprozent Dithioglyzin, bezogen auf die polymerisierbaren Anteile, erfolgt. Auch in der USA.-Patentschrift 2 491 471 sind Copolymere von Acrylnitril beschrieben, die 2 bis 10% Vinylpiridin enthalten.
Die oben angegebenen bekannten Copolymeren waren auf vielen Gebieten, wie beispielsweise fĂŒr die Herstellung synthetischer Fasern, verwendbar. Jedoch besaßen diese Copolymeren oft nicht die fĂŒr einen speziellen Verwendungszweck oder fĂŒr ein Verfahren zur Herstellung geformter GegenstĂ€nde aus den Copolymeren erforderliche Löslichkeit, FĂ€rbbarkeit und Dehnbarkeit.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Herstellung neuer, ternÀrer Acrylnitrilcopolymerer, die leichter als homopolymeres Acrylnitril und als die bekannten Copolymeren von Acrylnitril (beispielsweise in Form von
Verfahren zur Herstellung
ternÀrer Acrylnitrilpolymerer
Anmelder:
American Cyanamid Company,
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr. F. Zumstein, Patentanwalt,
MĂŒnchen 2, BrĂ€uhausstr. 4
Beanspruchte PrioritÀt:
V. St. v. Amerika vom, 20. August 1953
Walter Moreland Thomas, Noroton Heights, Conn.
(V. St. Α.),
ist als Erfinder genannt worden
FĂ€den oder in anderer Form) zu Geweben verarbeitet und insbesondere mit sauren Farbstoffen gefĂ€rbt werden können und die in geeigneten Lösungsmitteln, wie beispielsweise in Dimethylformamid, gelöst werden können unter Bildung einer Spinnlösung, die entweder naß oder trocken zu orientierten FĂ€den versponnen werden kann, die beispielsweise durch Strecken in hohem Maße orientiert werden, und die anschließend gewĂŒnschtenfalls mit einem sauren oder einem anderen Farbstoff gefĂ€rbt werden können.
Das erfindungsgemĂ€ĂŸe Verfahren besteht darin, daß man ein ternĂ€res Polymeres aus Acrylnitril, Acrylamid oder Methacrylamid oder einem Gemisch dieser beiden in irgendeinem VerhĂ€ltnis und wenigstens einem Vinylpyridin der durch Formel II wiedergegebenen Art unter Anwendung der folgenden VerhĂ€ltnisse dieser Monomeren herstellt: 2 bis 15, vorteilhaft 2 bis 10% Acrylamid, Methacrylamid oder ein Gemisch dieser beiden, 1,5 bis 15%, vorteilhaft 2 bis 10%, eines Methylvinylpyridins oder Äthylvinylpyridins (oder eines Gemisches dieser beiden in irgendeinem VerhĂ€ltnis) und insbesondere aus Methylvinylpyridin, das in der Hauptsache aus 2-Methyl-5-vinylpyridin besteht oder Äthylvinylpyridin, das in der Hauptsache aus 2-Vinyl-5-Ă€thylpyridin besteht, und im ĂŒbrigen Acrylnitril.
Zur Herstellung der ernndungsgemĂ€ĂŸen ternĂ€ren Polymeren, wie insbesondere der ternĂ€ren Polymeren aus Methyl- oder einem Äthylvinylpyridin (einschließlich SĂ€ureadditionssalze davon), Acrylamid oder Methacryl-
709 508/502
3 4
amid oder einem Gemisch davon und Acrylnitril können sulfite usw.), verschiedene organische SulfinsĂ€uren, verschiedene Methoden angewandt werden. WĂ€rme, Licht beispielsweise p-ToluolsulfinsĂ€ure, FormamidinsulfinsĂ€ure oder sowohl WĂ€rme als auch Licht, können verwendet usw. Wenn Alkalisulfite, beispielsweise Natriumsulfit werden, und es kann mit oder ohne einen Polymerisations- oder Ă€hnliche Verbindungen, die schweflige SĂ€ure bilden, katalysator gearbeitet werden. Vorzugsweise wird ein 5 verwendet werden, enthĂ€lt die wĂ€ĂŸrige Lösung zweck-Polymerisationskatalysator verwendet, um die fĂŒr die mĂ€ĂŸig auch eine starke SĂ€ure, beispielsweise Schwefel-Polymerisation des Monomerengemisches erforderliche sĂ€ure usw., in einer Menge, die der Menge einer solchen Zeit abzukĂŒrzen. Dabei kann jeder Polymerisations- schwefligen SĂ€ure bildenden Verbindung wenigstens katalysator, der zum Polymerisieren von Verbindungen chemisch Ă€quivalent ist.
mit einer Ă€thylenisch ungesĂ€ttigten Gruppe, speziell io Falls erwĂŒnscht, kann das Monomerengemisch in einer Vinylgruppe, geeignet ist, verwendet werden. Zu Emulsion oder in Lösung zu einem Copolymeren polydiesen Katalysatoren gehören die verschiedenen orga- merisiert werden. Gute Ergebnisse werden erzielt, wenn nischen Peroxydkatalysatoren, wie beispielsweise die die Polymerisation durchgefĂŒhrt wird, wĂ€hrend die Dialkylperoxyde, wie DiĂ€thylperoxyd, Dipropylperoxyd, Monomeren in einem geeigneten Lösungsmittel, vorzugs-Dibutylperoxyd, Dilaurylperoxyd, Dioleylperoxyd, Di- 15 weise Wasser oder einem flĂŒssigen, hauptsĂ€chlich aus stearylperoxyd, Di-(tert.)-butyl-peroxyd und Di-(tert.)- Wasser bestehendem Lösungsmittel, gelöst sind. Geamyl-peroxyd, die oft als Äthyl-, Propyl-, Butyl-, Lauryl-, wĂŒnschtenfalls können jedoch auch geeignete inerte, Oleyl-, Stearyl-, tert.-Butyl- und tert.-Amyl-peroxyde organische Lösungsmittel, wie beispielsweise Benzol, bezeichnet werden, die Alkylwasserstoffperoxyde, wie Toluol, Xylol usw., verwendet werden. Vorzugsweise wird tert.-Butylwasserstoffperoxyd(tert.-Butylhydroperoxyd), 20 die Polymerisation in einem flĂŒssigen Medium, in dem tert.-Amyl-hydroperoxyd usw., symmetrische Diacyl- das Monomerengemisch löslich, das Copolymere jedoch peroxyde, wie Peroxyde, die gewöhnlich als Acetylper- unlöslich ist, wie beispielsweise Wasser, durchgefĂŒhrt, oxyd, Propionylperoxyd, Lauroylperoxyd, Stearylper- Die Polymerisation kann jedoch auch als eine ĂŒbliche
oxyd, 'Malonylperoxyd, Succinylperoxyd, Phthaloylper- Blockpolymerisation in Anwesenheit oder Abwesenheit oxyd, Benzoylperoxyd usw. bezeichnet werden; SĂ€ure- 25 eines Lösungsmittels, das das Monomerengemisch zu peroxyde von fetten Ölen, z. B. KokosnuĂŸĂ¶lsĂ€ureper- lösen vermag und in dem das Monomerengemisch voroxyde usw., unsymmetrische oder gemischte Diacyl- zugsweise inert ist, durchgefĂŒhrt werden oder auch als peroxyde, wie Acetylbenzoylperoxyd, Propionylbenzoyl- eine ĂŒbliche Tropfenpolymerisation. Die Polymerisation peroxyd usw., Terpenoxyde, wie Ascaridol usw., und des Monomerengemisches kann sowohl kontinuierlich als Salze anorganischer Perverbindungen, fĂŒr die spĂ€ter 30 auch in einzelnen AnsĂ€tzen erfolgen. Beispiele gegeben werden. Andere Katalysatoren von der Die Konzentration des Katalysators ist verhĂ€ltnis-
Art ^freier Radikale«, wie beispielsweise α, α'- Azodi- mĂ€ĂŸig gering, beispielsweise 1 Gewichtsteil Katalysator isobutyronitril, können ebenfalls zur Beschleunigung der auf 1000 Gewichtsteile des Monomerengemisches bis etwa Polymerisation verwendet werden. Auch die verschiedenen 4 oder 5 Teile Katalysator auf 100 Teile des Monomerenbekannten »Redox«- (Reduktions-Oxydations-) Kataly- 35 gemisches. Die Menge an Polymerisationsförderer oder satorsysteme können verwendet werden und sind be- Aktivator kann ebenfalls betrĂ€chtlich variieren, liegt sonders dann geeignet, wenn die vermischten Monomeren jedoch gewöhnlich in dem Bereich von etwa 0,1 bis in wĂ€ĂŸrigem Medium copolymerisiert werden. Solche 1 Molanteil, bezogen auf den verwendeten Katalysator wasserlöslichen Katalysatorsysteme enthalten gewöhnlich oder auf eine Menge, die der Menge an verwendetem einen wasserlöslichen Katalysator oder mehrere Kataly- 40 Katalysator chemisch Ă€quivalent ist. Die Verwendung satoren und einen wasserlöslichen Aktivator. Beispiele höherer VerhĂ€ltnisse von Aktivator zu Katalysator ist fĂŒr wasserlösliche Katalysatoren sind wasserlösliche jedoch nicht ausgeschlossen.
sauerstoffabgebende Peroxydverbindungen, wie beispiels- Die Polymerisation (Copolymerisation) kann gewĂŒnschweise die wasserlöslichen Peroxyde, PersĂ€uren und Per- tenfalls erfolgen, wĂ€hrend das wĂ€ĂŸrige Medium unter salze einschließlich Wasserstoffperoxyd, organische Per- 45 einer AtmosphĂ€re von inertem Gas, beipsielsweise Stickoxyde, wie Diacetylperoxyd, Harnstoffperoxyd, usw.; stoff, Helium, Kohlendioxyd usw. steht, oder aber sie PeressigsĂ€ure, die verschiedenen wasserlöslichen Per- kann (wird es jedoch vorzugsweise nicht) unter einer chlorate, Persulfate, Percarbonate, Perborate, Per- LuftatmosphĂ€re durchgefĂŒhrt werden, phosphate usw., wie die Ammonium- und Alkalisalze Die Temperatur, bei der die Monomeren copolymerisiert
(Natrium-, Kalium-, Lithium- usw. Salze) von Perkohlen- 50 werden, kann in einem weiten Bereich bis zu und einsĂ€ure, PeressigsĂ€ure, PerborsĂ€ure, PerphosphorsĂ€ure, schließlich oder etwas ĂŒber dem Siedepunkt (bei Atmo-PerschwefelsĂ€ure, PerchlorsĂ€ure usw. und wasserlösliche sphĂ€rendruck) des Monomerengemisches variieren. In den Ferrisalze, die Ferriionen zu liefern vermögen, einschließ- meisten FĂ€llen liegt die Polymerisationstemperatur in lieh der verschiedenen Eisenalaune, wie Eisenammonium- einem Bereich von etwa 20 oder 30°, vorzugsweise sulfat (Ferriammoniumalaun), Eisennatriumsulfat, Eisen- 55 wenigstens 35 oder 40°, bis zur Siedetemperatur des kaliumsulfat usw. Andere Beispiele wasserlöslicher ZusĂ€tze, Monomerengemisches, wobei die Temperatur beispielsdie aus einem wasserlöslichen Katalysator bestehen, die weise von dem speziellen Katalysator, falls ein solcher bei der erfindungsgemĂ€ĂŸen Herstellung von Copolymeren verwendet wird, der gewĂŒnschten Polymerisationsverwendet werden können, sind beispielsweise in den geschwindigkeit und anderen wesentlichen Faktoren USA-Patentschriften 2 289 540, 2 380 474 bis 477, 60 abhĂ€ngt. Die Verwendung einer Polymerisationstempe-380 617, 2 380 618, 2 380 710, 2 383 425, 2 384 544, ratur, die wesentlich ĂŒber dem Siedepunkt des Mono-384 571, 2 384 574, 2 388 373 und 2 395 017 angefĂŒhrt. merengemisches liegt, ist nicht ausgeschlossen, ist jedoch Beispiele fĂŒr wasserlösliche Aktivatoren (wasserlösliche im allgemeinen wenig erwĂŒnscht, da die Polymerisation Polymerisationsförderer) des Katalysators sind sauerstoff- entweder in einem geschlossenen ReaktionsgefĂ€ĂŸ unter haltige Schwefelverbindungen, die oxydiert werden 65 Druck oder aus wirtschaftlichen GrĂŒnden mit einem können, beispielsweise Schwefeldioxyd, die Alkalibi- RĂŒckflußkĂŒhler oder einer anderen Vorrichtung zur sulfite, -hydrosulfite, -thiosulfate (beispielsweise die ent- RĂŒckgewinnung und Wiederverwendung des verdampften sprechenden Natrium-, Kalium- usw. -Salze), schweflige Monomeren oder der Monomeren durchgefĂŒhrt werden SĂ€ure (oder Verbindungen, die schweflige SĂ€ure bilden, muß, wenn die Umsetzung bei der Siedetemperatur der beispielsweise Alkalisulfite, Äthyl- oder andere Alkyl- 70 Masse unter AtmosphĂ€rendruck durchgefĂŒhrt wird.
5 6
GewĂŒnschtenfalls können die Monomeren in Anwesen- Beispiel 1
heit eines Weichmachers fĂŒr das Copolymere polymerisiert
werden. Jedoch können auch andere Copolymerisations- Dieses Beispiel veranschaulicht die Herstellung eines methoden angewendet werden, d. h. Methoden, wie sie ternĂ€ren Polymeren aus mehreren Comonomeren, die beispielsweise in den USA.-Patentschriften 2 140 048, 5 aus (soweit sie in dem polymerisierbaen Gemisch anwesend 2 160 054, 2 194 354, 2 333 635, 2 436 926 und der bri- sind) etwa 5 °/0 Acrylamid, etwa 5 % Methylvinylpyridin, tischen Patentschrift 586 881 fĂŒr die Herstellung anderer das hauptsĂ€chlich aus 2-Methyl-5-vinylpyridin besteht, Polymerisationsprodukte beschrieben sind. Die Acryl- und im ĂŒbrigen Acrylnitril besteht,
nitrilpolymeren, insbesondere die ternĂ€ren Acrylnitril- Die Copolymerisation erfolgt kontinuierlich, und es polymeren der vorliegenden Erfindung können in ver- io wird ein ReaktionsgefĂ€ĂŸ, das mit einem am oberen Ende schiedenen Molekulargewichten hergestellt werden, wobei angebrachten Überflußrohr versehen ist, verwendet. Das das Molekulargewicht beispielsweise von den speziellen RĂŒhren erfolgt in der Hauptsache dadurch, daß man den Polymerisationsbedingungen abhĂ€ngt. Gewöhnlich liegt Inhalt des ReaktionsgefĂ€ĂŸes kontinuierlich mittels einer das Molekulargewicht in dem Bereich von etwa 15 000 bis Zentrifugalpumpe von hoher Geschwindigkeit zirkuetwa 300 000 oder darĂŒber, wie sich aus ViskositĂ€ts- 15 Heren lĂ€ĂŸt. ZusĂ€tzlich kann der Inhalt des Reaktionsmessungen bei Anwendung der Staudinger-Gleichung gefĂ€ĂŸes mittels eines von einem Motor angetriebenen (vgl. USA.-Patentschrift 2 404 713) ergeben hat. Homo- Propellers, gerĂŒhrt werden. Die Temperatur wird mittels gene Copolymere mit einem mittleren Molekulargewicht eines in dem Umlaufsystem eingebauten WĂ€rmeauszwischen etwa 60 000 und 90 000, die wenigstens 80 % tauschers reguliert. Die Lösungen des Monomerenmate- und vorzugsweise von 85 oder 90 % bis zu 96,5 % Acryl- 20 rials und des spĂ€ter beschriebenen Katalysators werden nitril (gebundenes Acrylnitril) im MolekĂŒl enthalten, unter Verwendung einer Pumpe, die mit verschiedenen sind fĂŒr die Herstellung fĂ€rbbarer, orientierter FĂ€den Geschwindigkeiten arbeiten kann, in das ReaktionsgefĂ€ĂŸ durch Naß- oder Trockenspinnverfahren besonders ge- eingebracht,
eignet. Das ReaktionsgefĂ€ĂŸ wird mit einer zuvor hergestellten
Wenn die Copolymerisation durchgefĂŒhrt wird, wĂ€hrend 25 wĂ€ĂŸrigen AufschlĂ€mmung (beispielsweise einer 35°/oigen
das Monomerengemisch in einem flĂŒssigen Medium, wie wĂ€ĂŸrigen AufschlĂ€mmung) eines Acrylnitrilpolymeri-
beispielsweise in Wasser, gelöst oder dispergiert ist, so sationsproduktes (Polymeres oder Copolymeres) und
wird das entstehende Copolymere durch irgendwelche insbesondere mit einem aus zwei Bestandteilen
geeignete Maßnahmen, wie beispielsweise durch FiI- bestehenden Copolymeren von ungefĂ€hr 95% Acryl-
trieren, Zentrifugieren, Lösungsmittelextraktion usw., 30 nitril und 5°/0 Methylacrylat beschickt. Die folgenden
von diesem Medium abgetrennt. Lösungen werden dann mit solcher Geschwindigkeit ein-
Die Erfindung soll im folgenden an Hand von Bei- geleitet, daß die angegebenen Mengen pro Stunde ausspielen nĂ€her erlĂ€utert werden. Teile und Prozente be- treten.
ziehen sich auf das Gewicht. -rqÂŁ.^;,o ,„~ 1 τ ·Îč
α cj. η .,,,,. , .,. , Tjr Beschickung 1 feile
An Stelle von Methylvinylpyridin, das zur Haupt- 35
sache (zu mehr als 50 % und im besonderen aus etwa Natriumchlorat 3,8
75 bis 85 %) 2-Methyl-5-vinyl-pyridin (3-Vinyl-6-methyl- Natriumsulfit 13,4
pyridin) ist oder an Stelle von Äthylvinylpyridin, das in entmineralisiertes Wasser 1050,0
der Hauptsache (zu mehr als 50°/0 und im besonderen
aus etwa 75 bis 85%) 2-Vinyl-5-Ă€thyl-pyridin besteht, 40
kann2-Methyl-5-vinylpyridinoder2-Vmyl-5-Ă€thylpyridin, Beschickung Z leile
das nahezu vollstÀndig aus diesem einen Isomeren besteht, Methylvinylpyridin (hauptsÀchlich
verwendet werden, oder es können andere Isomere von 2-Methyl-5-vinylpyridin) 43,0
Methylvinylpyridin oder Äthylvinylpyridin verwendet Acrylamid 43,0
werden, wie beispielsweise 45 Acrylnitril 775,0
2-Methyl-3-vinylpyridin (5-Vinyl-6-methylpyridin),
2-Äthyl-3-vinylpyridin (5-Vinyl-6-Ă€thylpyridin), Beschickung 3 Teile
3-Vinyl-4-methylpyridin (4-Methyl-5-vinylpyridin), SchwefelsÀure 28,30
3-Vinyl-4-Ă€thylpyridin (4-Äthyl-5-vinylpyridin), 50 Ferrosulfat 0,0225
3-Vinyl-5-methylpyridin (3-Methyl-5-vinylpyridin), entmineralisiertes Wasser 1050,00
3-Vinyl-5-Ă€thylpyridin (3-Äthyl-5-vinylpyridin), 2-Vinyl-3-methylpyridin, 2-Vinyl-3-Ă€thylpyridin, 2-Vinyl-4-methylpyridin, 2-Vinyl-4-Ă€thylpyridin, 2-Vinyl-5-methylpyridin, 2-Vinyl-5-Ă€thylpyridin, 2-Vinyl-6-methylpyridin, 2-Vmyl-6-Ă€thylpyridin, 2-Methyl-4-vinylpyridin,
2-Äthyl-4-vinylpyridin, 3-Methyl-4-vinylpyridin,
3-Äthyl-4- vinylpyridin,
sowie auch Gemische irgendwelcher oder aller der obigen Isomeren von Methylvinylpyridin (einschließlich 2-Methyl-5-vinylpyridin) und/oder Isomeren von Äthylvinylpyridin (einschließlich 2-Vinyl-5-Ă€thylpyridin) in irgendwelchen VerhĂ€ltnissen.
Die Temperatur der AufschlÀmmung wird bei 40° gehalten, und die Copolymerisation wird nach 5 Stunden
55 abgebrochen.
Das ternÀre Polymere wird durch Zentrifugieren von der entstandenen AufschlÀmmung isoliert, in der Zentrifuge mit 40 000 Teilen entmineralisiertem Wasser gewaschen und 16 Stunden in einem Ofen bei 70° getrocknet.
60 Es wird ein trockenes weißes, ternĂ€res, in Dimethylformamid lösliches Polymeres erhalten. Die Analyse einer Probe ergibt, daß es etwa 4,0 % von Acrylamid abgeleitete Einheiten, etwa 3,3% von Methylvinylpyridin (hauptsĂ€chlich 2-Methyl-5-vinylpyridin) abgeleitete Ein-
65 heiten und im ĂŒbrigen von Acrylnitril abgeleitete Einheiten enthĂ€lt.
Anstatt eine wĂ€ĂŸrige AufschlĂ€mmung mit etwa 35% eines zuvor hergestellten Copolymeren aus etwa 95% Acrylnitril und 5 % Methylacrylat in das ReaktionsgefĂ€ĂŸ
70 einzubringen, kann man eine AufschlÀmmung verwenden,
7 8
die irgendeine andere geeignete Konzentration an zuvor 15 Minuten werden die folgenden Monomeren in den anhergestelltem Acrylnitrilpolymerisationsprodukt (bei- gegebenen Mengen zugegeben: spielsweise von 5 oder 10 bis 35 oder 40% der Auf- Methylvinylpyridin (hauptsÀchlich
schkmmung enthalt So kann man eine waßnge Auf- 2-Methyl-5-vmylpyridin) 2,0 g
schlammung verwenden, die beispielsweise em zuvor 5 Acrylamid 8 0Δ
hergestelltes Homopolymers von Acrylnitril oder ein Acrylnitril (Trockenbasis) ".'.'.'.'.'.'.'.'.'.'.'. 90^0 g
anderes Copolymeres (Drpolymeres, Tnpolymeres, Tetra-
polymeres usw.) als das obenerwÀhnte Acrymitril-Methyl- In den ersten Tropftrichter wird eine Lösung von
acrylat-copolymere enthĂ€lt, wodurch ein Gemisch des 3,42 g Ammoniumpersulfat in 100 ml entionisiertem Acrymitrilpolymerisationsproduktes, das in der zuvor io Wasser und in den zweiten Tropftrichter eine Lösung von hergestellten AufschlĂ€mmung enthalten ist, mit dem 0,71 g Natriummetabisulfit in 100 ml Wasser gegeben, erfindungsgemĂ€ĂŸen ternĂ€ren Polymerisationsprodukt er- Die Katalysatorlösungen werden aus den Tropftrichtern halten wird. Bei dieser Arbeitsweise sinkt die Konzen- wie folgt zugesetzt:
tration des anfĂ€nglich hergestellten Acrylnitrilpoly- Q jyßnuten ie 40 ml
merisationsproduktes in der AufschlĂ€mmung in dem Maße, 15 95 ie 15 ml
wie die kontinuierliche Polymerisation fortschreitet. ^q " ie 15 ml
Wenn es erwĂŒnscht ist, daß sich das Endprodukt allein nc " ie 10 ml
aus dem erfindungsgemĂ€ĂŸen ternĂ€ren Polymeren zu- ^00 " ie IO ml
sammensetzt, dann wird das ReaktionsgefĂ€ĂŸ mit einer nor " ie 5 ml
wĂ€ĂŸrigen AufschlĂ€mmung beschickt, die ein zuvor 20 * ^q " ;e 5 mi
hergestelltes, erfindungsgemĂ€ĂŸes ternĂ€res Polymeres in "
einer geeigneten Konzentration enthÀlt. Die Poly- Nach einer gesamten Reaktionszeit von 5 Stunden bei
merisation wird vorteilhaft bei einem pH von nicht ĂŒber 6, 35° wird die AufschlĂ€mmung filtriert, mit 21 Wasser beispielsweise zwischen 2,5 und 5,9, und vorzugsweise gewaschen und etwa 16 Stunden bei 70° getrocknet, zwischen 3,5 oder 4 und 5,9, durchgefĂŒhrt. 25 Die Ausbeute an weißem, körnigem, ternĂ€rem Polymeren
Die oben beschriebene Polymerisationstechnik hat von Acrylnitril, Acrylamid und Methylvinylpyridin, das gegenĂŒber den bekannten Arbeitsweisen zahlreiche hauptsĂ€chlich aus 2-Methyl-5-vinylpyridin besteht, beVorteile, wie u. a. den, daß höhere Gesamtausbeuten an trĂ€gt 91 g. Eine Probe dieses Polymeren wird in den ternĂ€ren Polymeren erzielt werden sowie eine bessere spĂ€ter beschriebenen FĂ€rbetesten verwendet. Steuerung der Umsetzung, eine leichtere Herstellung von 30 .
ternĂ€ren Acrylnitril-Acrylamid-Methyl-toder Äthyl)-vi- -Beispiel 5
nylpyridinpolymeren mit einem speziellen, im voraus Proben von homopolymerem Acrylnitril und von den
bestimmten mittleren Molekulargewicht (was insbesondere ternĂ€ren Polymeren der Beispiele 1, 2, 3 und 4 werden dann von Bedeutung ist, wenn die ternĂ€ren Polymeren dem folgenden FĂ€rbetest unterworfen: zu Fasern verarbeitet werden sollen), die Gewinnung 35 Eine Probe (10 Teile) des trockenen Homopolymeren eines homogeneren Polymerisationsproduktes (d. h. eines oder ternĂ€ren Polymeren wird in ein FĂ€rbebad gegeben, Polymerisationsproduktes, das minimale Mengen an das aus 500 Teilen einer wĂ€ĂŸrigen Lösung besteht, die Polymeren mit einem Molekulargewicht außerhalb der 0,2 Teile konzentrierte SchwefelsĂ€ure, 1 Teil Natriumunteren und oberen Grenzen des fĂŒr das Produkt ge- sulfat und 0,2 Teile Calcocid Alizarinblau SAPG (Color wĂŒnschten Molekulargewichtes besitzt). 40 Index 1054) enthĂ€lt. Das FĂ€rbebad wird 30 Minuten
gekocht, wonach das Polymerisationsprodukt abfiltriert
Beispiel 2 und mit heißem Wasser gewaschen wird, bis das Wasch
wasser farbstofffrei ist. Das homopolymere Acrylnitril
Es wird im wesentlichen dasselbe Verfahren angewendet absorbiert keinen Farbstoff.
wie im Beispiel 1, nur werden 21,5 Teile des Methyl- 45 Die ternĂ€ren Polymeren der Beispiele 2 und 3 werden vinylpyridincomonomeren an Stelle von 43 Teilen ver- in etwa der gleichen IntensitĂ€t blau gefĂ€rbt, woraus der wendet, 64,5 Teile Acrylamid an Stelle von 43 Teilen Schluß zu ziehen ist, daß 2-Vinylpyridin und ein Methyl- und in der Beschickung 3 19,5 Teile SchwefelsĂ€ure an vinylpyridin, speziell ein Methylvinylpyridin, das haupt-Stelle von 28,3 Teilen. Das entstehende ternĂ€re Polymere sĂ€chlich aus 2-Methyl-5-vinylpyridin besteht, in dieser wird bei der DurchfĂŒhrung von vergleichenden FĂ€rbe- 50 Hinsicht, d. h. bei der Herstellung eines ternĂ€ren PoIytesten und zur Herstellung von FĂ€den, wie in den meren mit bestimmten Anteilen Acrylnitril und Acrylfolgenden Beispielen beschrieben, verwendet. amid, keine Äquivalente fĂŒreinander sind. Diese Nicht-
Ă€quivalenz ist offensichtlich, wenn berĂŒcksichtigt wird,
Beispiel 3 daß nur etwa halb soviel Methylvinylpyridin als 2-Vinyl-
55 pyridin in das ternĂ€re Polymere eingefĂŒhrt werden muß,
Beispiel 1 wird wiederholt, indem man eine Ă€quimolare um ein Polymeres herzustellen, das auf im wesentlichen Menge 2-Vinylpyridin an Stelle des Methylvinylpyridins die gleiche Farbtiefe gefĂ€rbt werden kann. Das ist ein (hauptsĂ€chlich 2-Methyl-5-vinylpyridin) dieses Beispiels grundlegender und nicht nur ein gradueller Unterschied, verwendet. Das entstehende ternĂ€re Polymere aus der in keiner Weise vorausgesehen werden konnte, und Acrylnitril, Acrylamid und 2-Vinylpyridin wird fĂŒr die 60 diese Tatsache ist von außerordentlicher praktischer und DurchfĂŒhrung der in spĂ€teren Beispielen beschriebenen wirtschaftlicher Bedeutung, wie fĂŒr den Fachmann ohne Vergleichsteste verwendet. weiteres ersichtlich ist. DarĂŒber hinaus werden diese
_ . . Ergebnisse erzielt, ohne daß die ĂŒbrigen guten Eigen-
.beispiel 4 schÀften, insbesondere die fadenbildenden Eigenschaften
Ein 2-1-Dreihalskolben, der mit einem Thermometer, 65 der ternĂ€ren Polymeren der vorliegenden Erfindung, einem Kondenser, Tropftrichtern und RĂŒhrer ausgestattet nachteilig beeinflußt werden. Und auch dies konnte aus ist, wird auf ein bei 35° gehaltenes Wasserbad gesetzt. den bekannten Eigenschaften der betreffenden Monoml entionisiertes Wasser und 8 ml 6 η-Schwefel- meren oder aus den Eigenschaften der aus dem betreffensĂ€ure werden in den Kolben gegeben, und Stickstoff wird den Monomeren hergestellten bekannten Polymerisationsdurchgeleitet, um gelösten Sauerstoff zu entfernen. Nach 70 produkten nicht vorausgesagt werden.

Claims (1)

  1. 9 10
    Das ternÀre Polymere von Beispiel 1 wird auf ein viel Teile
    tieferes Blau gefÀrbt als das ternÀre Polymere der MethylÀthylketon 90,0
    Beispiele 2 und 3. Ein Vergleich der Farben der ternÀren Acrylnitril (trocken) 90,0
    Polymeren der Beispiele 1 und 3 zeigt wiederum die Methacrylamid 5,0
    NichtĂ€quivalenz eines unsubstituierten Vinylpyridins, 5 Äthylvinylpyridin (hauptsĂ€chlich 2-Vinyl-5-Ă€thyl-
    speziell 2-Vinylpyridin, und eines Vinylpyridins, an pyridin 5,0
    dessen heterocyclischen Kern eine Methylgruppe substi- Azobisisobutyronitril (Polymerisationskatalysator) 1,0 tuiert ist, wenn die betreffenden Monomeren gemĂ€ĂŸ der
    vorliegenden Erfindung, d. h. bei der Herstellung ternĂ€rer Das GefĂ€ĂŸ wird auf einem Dampfbad erwĂ€rmt, und
    Polymerer dieser Monomeren mit bestimmten Mengen io nach einer Reaktionszeit von 3 Stunden lĂ€ĂŸt man die
    Acrylnitril und Acrylamid verwendet werden. entstehende AufschlÀmmung etwa 16 Stunden stehen.
    Dann wird noch ein Teil des Azokatalysators zugegeben,
    Beispiel 6 un(j <jie Reaktionsmasse wird weitere 3 Stunden am
    20 Teile ternĂ€res Polymeres von Beispiel 1 werden RĂŒckfluß erwĂ€rmt. Das ternĂ€re Polymere von Acrylnitril,
    durch krĂ€ftiges RĂŒhren bei Zimmertemperatur in 15 Methacrylamid und Äthylvinylpyridin, das hauptsĂ€chlich
    80 Teilen Dimethylformamid aufgeschlÀmmt. Das aus 2-Vinyl-5-Àthylpyridin besteht, wird abfiltriert und
    Gemisch wird unter einer Schicht von Kohlendioxyd getrocknet. Es lĂ€ĂŸt sich beispielsweise mit einem sauren
    unter langsamem RĂŒhren auf 80° erwĂ€rmt, bis das gesamte Farbstoff leichter fĂ€rben als homopolymeres Acrylnitril
    Copolymere unter Bildung einer klaren, viskosen Lösung oder ein in gleicher Weise hergestelltes ternÀres Polymeres
    in Lösung gegangen ist. 20 aus Acrylnitril, Methacrylamid und 2-Vinylpyridin.
    Nach EntlĂŒftung und Filtration wird die warme Die erfindungsgemĂ€ĂŸ hergestellten ternĂ€ren Polymeren
    Lösung abwĂ€rts durch einen Spinnkopf mit vierzig DĂŒsen un(i daraus geformte GegenstĂ€nde, beispielsweise Einfach-
    von je 70 ÎŒ Durchmesser in eine SpinnzeUe gepreßt, und VielfachfĂ€den, sind insbesondere dem FĂ€rben mit
    deren Innenwand mittels eines rings um die Ă€ußere ZeU- vielen Klassen und Arten saurer und anderer Farbstoffe
    wand zirkulierenden Heizmediums auf etwa 425° gehalten 25 zugÀnglich und können mit diesen leicht bis zu tiefen
    wird. Auf 125° vorgewÀrmtes Gas wird am Boden der Farbtönen gefÀrbt werden.
    ZeUe eingeleitet und streicht im Gegenstrom zu den Die erfindungsgemĂ€ĂŸ hergesteUten Copolymeren sind
    FÀden, die vom Spinnkopf abwÀrts laufen. Dadurch wird insbesondere zur Herstellung von Fasern und FÀden, die
    der grĂ¶ĂŸte Teil des Dimethylformamids verdampft, bevor bessere Eigenschaften haben als die aus homopolymerem
    die FĂ€den den Boden der Zelle erreicht haben. 30 Acrylnitril und den bekannten Copolymeren von Acryl-
    Vom Boden der ZeUe wird die Fadengruppe oder das nitril hergesteUten, verwendbar. Sie besitzen jedoch auch Garn durch Wasser geleitet, um den Rest des Dimethyl- zahlreiche weitere AnwendungsmögĂŒchkeiten auf den formamids zu entfernen, wonach sie kontinuierlich Gebieten der Kunststoffe und Überzugsmassen. Beispielsgetrocknet wird, indem man sie ĂŒber ein Paar geheizter weise können sie mit oder ohne FĂŒUstoff oder andere Trockenwalzen leitet. Der trockene Vielfachfaden wird 35 ZusĂ€tze als formbare Zusammensetzungen (oder als dann thermoplastisch verstreckt, indem man ihn durch Bestandteile formbarer Zusammensetzungen), aus denen einen bei 400° gehaltenen Schlitz und von dort auf eine durch Verformen unter Druck und WĂ€rme, beispielsweise Streckwalze leitet. Der Faden wird dadurch verstreckt, bei Temperaturen in der GrĂ¶ĂŸenordnung von 130 oder daß die Umfangsgeschwindigkeit der Walzen hinter dem 140 bis 200° und DrĂŒcken bis zu 700 atĂŒ oder darĂŒber, Schlitz achtmal so groß ist wie die Umfangsgeschwindig- 40 GegenstĂ€nde hergesteUt werden. Als FĂŒllstoffe fĂŒr die keit der Walzen, die den Faden dem Schlitz zufĂŒhren. Herstellung formbarer Zusammensetzungen können bei-Durch das Verstrecken werden die FĂ€den lĂ€ngs der spielsweise ZeUulosepulpe, Asbestfasern, Baumwollflocken, Fadenachse orientiert. zerkleinerte TuchabfĂ€lle, Glasfasern, Holzmehl, Antimon-
    Der thermoplastisch verstreckte Faden ist glÀnzender oxyd, Titandioxyd, Sand, Ton, Glimmerstaub, Diatomeenais der nicht verstreckte. Um restliche Spannungen zu 45 erde usw. verwendet werden.
    entfernen oder Schrumpfung zu verhindern, wird der Die polymerisierbaren Zusammensetzungen können fĂŒr
    Faden durch einen zweiten, auf 400° erwĂ€rmten Schlitz die Herstellung von GußstĂŒcken jeder gewĂŒnschten Form
    und von dort auf ein Paar Walzen geleitet, deren Ober- und GrĂ¶ĂŸe verwendet werden, als Klebstoffe, bei der
    flĂ€chengeschwindigkeit so eingesteUt ist, daß sie eine etwa Behandlung von Papier oder Papierstoff, als Überzugs-
    15%ige Schrumpfung des Fadens im Schlitz zulĂ€ĂŸt. 50 massen und fĂŒr viele andere Zwecke. Das ternĂ€re Polymere
    Danachwird der Faden auf einerRingtwistspule gesammelt. kann nach Aufbringung des Monomerengemisches auf das
    Der fertige Faden wird auf seine FĂ€rbbarkeit im Grundmaterial, das ĂŒberzogen, imprĂ€gniert oder anderswie
    Vergleich mit FĂ€den, die in gleicher Weise aus homo- behandelt werden soU, in situ gebildet werden,
    polymerem Acrylnitril und aus den ternÀren Polymeren Die ungefÀrbten oder gefÀrbten GegenstÀnde, insbeson-
    der Beispiele 2 und 3 hergestellt sind, nach im wesent- 55 dere die Fasern oder FĂ€den, die aus dem erfindungs-
    Uchen dem im Beispiel 5 beschriebenen FĂ€rbetest geprĂŒft. gemĂ€ĂŸen ternĂ€ren Polymeren der vorliegenden Erfindung
    Die aus den ternĂ€ren Polymeren der Beispiele 2 und 3 hergestellt sind, können nach ĂŒblichen Verfahren zu
    hergesteUten FÀden und VielfachfÀden werden etwa Stoffen, Decken und vielen anderen Textilmaterialien
    gleich intensiv blau gefÀrbt, obwohl das erstere nur etwa verarbeitet werden,
    halb so viel gebundenes Methylvinylpyridin enthÀlt wie 60
    das letztere gebundenes 2-Vinylpyridin. Die Jaus dem PatentansprĂŒche:
    ternÀren Polymeren von Beispiel 1 hergesteUten FÀden 1· Verfahren zur Herstellung ternÀrer Acrylnitril-
    sind tiefer gefĂ€rbt als die eben beschriebenen, wĂ€hrend die polymerer, dadurch gekennzeichnet, daß man ein
    aus homopolymerem Acrylnitril hergesteUten nahezu Monomerengemisch aus 2 bis 15 Gewichtsprozent
    ungefÀrbt sind. 65 eines Acrylamids der Formel
    Beispiel 7 R
    In ein mit einem Kondenser ausgestattetes Reaktions-
    gefĂ€ĂŸ wird eine Beschickung der folgenden Zusammen- CH = C CUJNH2
    Setzung eingebracht: 70 worin R Wasserstoff oder die Methylgruppe ist,
    11 12
    1,5 bis 15 Gewichtsprozent wenigstens eines Alkyl- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn-
    vinylpyridins der Formel . zeichnet, daß die Polymerisation in einem wĂ€ĂŸrigen
    CH = CH - Medium in Gegenwart eines Polymerisationskatalysa-
    //\ tors durchgefĂŒhrt wird.
    N In Betracht gezogene Druckschriften:
    worin R' eine Methyl- oder Äthylgruppe ist, und im Französische Patentschrift Nr. 1 022 914;
    ĂŒbrigen Acrylnitril polymerisiert. USA.-Patentschrift Nr. 2 491 471.
    © 7<B 508/502 4.57
DEA20649A 1953-08-20 1954-07-01 Verfahren zur Herstellung ternaerer Acrylnitrilpolymerer Pending DE1007997B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US375576A US2895949A (en) 1953-08-20 1953-08-20 Copolymers of acrylonitrile

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1007997B true DE1007997B (de) 1957-05-09

Family

ID=23481410

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEA20649A Pending DE1007997B (de) 1953-08-20 1954-07-01 Verfahren zur Herstellung ternaerer Acrylnitrilpolymerer

Country Status (5)

Country Link
US (1) US2895949A (de)
DE (1) DE1007997B (de)
FR (1) FR1108790A (de)
GB (1) GB750748A (de)
NL (1) NL84628C (de)

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2977341A (en) * 1955-04-13 1961-03-28 American Cyanamid Co Polymers of vinyl pyridinium betaines
BE625185A (de) * 1961-11-24

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2491471A (en) * 1948-02-25 1949-12-20 Du Pont Acrylonitrile-vinylpyridine copolymers
FR1022914A (fr) * 1949-08-20 1953-03-11 Monsanto Chemicals Perfectionnements relatifs à un procédé de polymérisation

Family Cites Families (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2456360A (en) * 1944-08-09 1948-12-14 Du Pont Acrylonitrile process
NL75821C (de) * 1949-01-29 1954-09-15
NL160413B (nl) * 1950-04-26 Int Computers Ltd Werkwijze voor het vervaardigen van een magneetkop.
US2657191A (en) * 1950-12-01 1953-10-27 Eastman Kodak Co Polymerization of acrylonitrile in the presence of preformed interpolymers
BE511545A (de) * 1951-05-22

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2491471A (en) * 1948-02-25 1949-12-20 Du Pont Acrylonitrile-vinylpyridine copolymers
FR1022914A (fr) * 1949-08-20 1953-03-11 Monsanto Chemicals Perfectionnements relatifs à un procédé de polymérisation

Also Published As

Publication number Publication date
NL84628C (de)
US2895949A (en) 1959-07-21
FR1108790A (fr) 1956-01-17
GB750748A (en) 1956-06-20

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1250127C2 (de) Verfahren zur herstellung von acrylnitrilmischpolymerisaten
EP0590460B1 (de) Hochkonzentrierte wÀssrige Poly(acrylnitril)-Emulsionen und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE1097686B (de) Verfahren zur Herstellung von Polymeren und Mischpolymeren
DE3788002T2 (de) Farbtonerhöhungsmittel.
DE1115460B (de) Verfahren zur Herstellung von Polymeren und Mischpolymeren
DE1174070B (de) Verfahren zur Herstellung von Polymerisaten und Mischpolymerisaten des Acrylnitrils
DE2604630C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Acrylnitril-Vinylchlorid-Copolymerisaten mit erhöhter ViskositÀtzszahl
DE1007997B (de) Verfahren zur Herstellung ternaerer Acrylnitrilpolymerer
DE1520969C3 (de) Verfahren zur Herstellung harz artiger ^polymerisationsprodukte durch Polymerisation ungesÀttigter Nitrile
DE2241914C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Mischpolymerisaten
DE1098203B (de) Verfahren zur Herstellung von Mischpolymerisaten des Vinylchlorids oder Vinylidenchlorids
DE2014764A1 (de) Von Vakuolen freie FĂ€den und Filme aus Acrylnitrilpolymerisaten
DE1176604B (de) Verfahren zur Verbesserung der Anfaerbbarkeit von Textilfasern
DE932161C (de) Verfahren zur Herstellung von ternaeren Mischpolymerisaten auf Acrylsaeurenitrilbasis, die 1-Vinylimidazole enthalten
US2891035A (en) Preparation of an acrylonitrile-methyl acrylate-methyl vinylpyridine ternary polymer
DE1543455C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Pfropf-Copolymerisaten aus ThiokohlensÀure-Cellulosederivaten und Àthylenisch ungesÀttigten Monomeren
DE1908620A1 (de) Verfahren zur Herstellung modifizierter Polyolefinwachse
DE1469112C (de) Verfahren zur Erhöhung der Auf nahmefahigkeit von Acrylnitnlpolymerisatfasern und faden fur basische FÀrb stoffe
DE1083546B (de) Verfahren zur Herstellung von Vinylidencyanidmischpolymerisaten
DE1669375A1 (de) Verfahren zur Herstellung von gefaerbten Acrylfasern
DE1570999C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Perlpolymerisaten des Acrylnitrils
CH496033A (de) Verfahren zur Polymerisation unter 0Âș C von Vinylchlorid
DE1494666C (de) Verfahren zum Stabilisieren von Fasern oder FĂ€den aus Acrylnitrilpolymerisaten gegenĂŒber ultraviolettem Licht
DE1069876B (de) Verfahren zur Herstellung von Mischpolymerisaten aus Acrylnitril und Allylverbindungcn
DE1057337B (de) Verfahren zur Herstellung von Mischpolymerisaten auf Basis von Vinylidencyanid