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Einrichtung zur fortlaufenden Herstellung von in sich geschlossenen
Drahtringen aus einem Drahtwickel Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung
von in sich geschlossenen Drabtringen aus einem Drahtwickel in einem fortlaufenden
Arbeitsgang und befaßt sich insbesondere mit der Herstellung von in sich geschlossenen
Drahtringen zur Verwendung als Wulsteinlagen in Fahrzeugradreifen. Sie betrifft
eine neue Einrichtung zur fortlaufenden Herstellung dieser Drahtringe aus einem
Drahtwickel.
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Erfindungsgemäß ist bei einer Einrichtung zur fortlaufenden Herstellung
von in sich geschlossenen Drahtringen aus einem Drahtwickel, die aus einem Ringformer
mit Abschneideinrichtung, einer Schweißeinrichtung und einem Entgrater besteht,
dem Ring former an jeder Seite eine Schweißeinheit mit nachgeschaltetem Entgrater
zugeordnet, diesen Arbeit einheiten eine Fördereinlneit übergeordnet, diese zur
Übergabe der Ringe von dem Ringformer an die Schweißeinheiten bzw. von diesen an
die Entgrater ausgebildet und ihr in Abhängigkeit von dem Antrieb des Ringformers
eine hin- und hergehende Bewegung erteilt zur wechselweisen Abgabe der auf dem Ringformer
gebildeten Drabtringe an die rechte bzw. linke Schweißeinheit bzw. von diesen an
die nachgeschalteten Entgrater.
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Unter der Bezeichnung Schweißeinrichtung oder Schweißkopf ist eine
Einrichtung verstanden, die zwar lediglich die Kontaktelektroden, aber auch daneben
noch Einrichtungen umfassen kann, die die verschweißten Stellen nach dem Schweißvorgang
während des Abkühlens noch zusammenhalten.
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Die Abschneideinrichtung ist zweckmäßig den Klemmgliedern für die
Mitnahme des Drahtendes durch den Ringformer zugeordnet, und die Steuerung dieser
beiden Glieder erfolgt zweckmäßig durch dem Ringformer gleichachsig zugeordnete
Nocken, die von der den Ringformer aufnehmenden Achse gesteuert sind.
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Nach einer vorteilhaften Ausbildung der neuen Einrichtung ist dem
Ringformer auf jeder Seite eine Schweiß- und eine Entgrateinrichtung zugeordnet,
wobei die Förderglieder zur Beförderung des auf dem Former gebildeten Ringes so
gesteuert sind, daß sie wechselweise den jeweils gebildeten Ring der einen oder
anderen Schweißeinrichtung zuführen.
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Diese Übertragungsglieder bestehen vorteilhaft aus einem Drehkreuz
mit an dessen Armen vorgesehenen Greifern. Das Drehkreuz ist mit seinen Armen in
eine hin- und hergehende Bewegung versetzt, wobei die Greifer so gesteuert sind,
daß sie wechselweise den auf dem Ringformer gebildeten Drahtring der Schweißeinrichtung
und dann der Entgratvorrichtung sowie von dieser einer Ablagestelle zuführen.
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Der Antrieb und die Steuerung des Drehkreuzes erfolgt zweckmäßig
über eine Schlitzführung, die
über einen Zahnbogen des Antriebes für den Ringformer
von diesem mitgenommen ist.
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Die neue Einrichtung ist nachstehend an Hand des in den Zeichnungen
wiedergegebenen Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 ein teilweise
aufgebrochenes Schaubild der Vorrichtung, Fig. 2 eine aufgebrochene Seitenansicht
des Ringformers, Fig. 3 einen Querschnitt nach Linie II-II der Fig. 2, Fig. 4 eine
Einzelheit über die Ausbildung des Mitnehmers, Fig. 5 einen Schnitt durch den Antrieb
für den Ringformer, Fig. 6 einen Schnitt nach Linie V-V der Fig. 5, gesehen von
deren rechten Seite, Fig. 7 einen gleichen Schnitt, von der anderen Seite aus gesehen,
Fig. 8 eine Draufsicht auf den Antrieb nach der Fig. 5 bei abgenommenem Deckel,
Fig. 9 die Ausbildung des Drehkreuzes im Schaubild, Fig. 10 im Schaubild eine Einzelheit
für dessen Antrieb, Fig. 11 den Antrieb für die Übertragungsgreifer, Fig. 12 die
Ausbildung und den Antrieb der Finger zur l Übergabe der auf dem Ringformer gebildeten
Drahtschleife an die Schweißeinrichtung und
Fig. 13 eine Einzelheit
der tibertragungsfinger von der Schweißeinrichtung zu der Entgratvorrichtung.
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Die Einrichtung ist von einem etwa halbzylindreschen Gehäuse aufgenommen,
wobei in der Mitte des Gehäusemantels der Ringformer 20 angeordnet ist.
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Beiderseits des Ringformers 20 liegt je eine Schweißeinheit 21 und
eine Entgratvornchtung 22. An etwa der Achse des halbzylindrischen Gehäuses ragt
eine drehbare Säule 23 auf, die am oberen Ende mit mehreren Radialarmen 172 versehen
ist, die die Förderglieder bilden. In dem Gehäusesockel ist ein Hauptantriebsmotor
für die versehiedenen Triebwerks teile untergebracht. Der zu verarbeitende Draht
wird von Vorratsspule 24 über eine Leitdüse 25 (Fig. 2), die an dem Gehäuse der
einen Schweißeinheit befestigt ist, der Oberseite des Ringformers 20 zugeführt.
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Der Ringformer20 besteht aus einer runden Scheibe 26, die drei der
Ringbildung dienende Segmente 27, 28, 29 trägt. Das Segment 27 ist mit Schlitzen
27a an Gleitstücken 27 b der Scheibe 26 geführt und durch eine Stellspindel 30 radial
zu der Scheibe 26 verstellbar. Hierzu trägt die Spindel 30 einen Gleitstein 31,
der durch einen Stift 31 a mit dem Segment 27 gekuppelt ist (Fig. 1). Die Spindel
30 ist in Augen 32 der Scheibe verdrehbar gelagert. Das Segment 27 ist durch Lenker
33 mit den unteren Enden der beiden Segmente 28, 29 verbunden, die mit den oberen
Enden von Haltebolzen 28 a, 29 a der Scheibe 26 ausschwenkbar aufgenommen sind.
Durch das Verstellen des Segments 27 werden somit auch die Segmente 28, 29 dementsprechend
verstellt, so daß der Umfang der jeweils herzustellenden Ringe genau eingestellt
werden kann. An einer Stelle des Umfangs ist die Scheibe 26 mit einer radialen Auswöl.bung
34 versehen, deren Zweck weiter unten erläutert ist.
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Zwischen den beiden Haltebolzen 28 a, 29 a sind nahe dem Rand der
Scheibe 26 an dieser Klemm- und Abschneidglieder 35, 36 angeordnet (Fig. 2 bis 4).
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Diese Glieder sind durch eine Nockenscheibe 37 an der Rückseite der
Scheibe 26 und eine Mehrzwecknockenscheibe 38 an der Vorderseite der Scheibe 26
gesteuert. Die Nockenscheiben 37, 38 sitzen auf der die Scheibe 26 aufnehmenden
Welle 39 (Fig. 3). Der Antrieb der Welle 39 ist in einem Gehäuse 20a untergebracht.
Die Welle 39 (Fig. 5 bis 8) ist mit einer unteren Antriebswelle 40 in dem Gehäuse
20s gelagert. Die unten liegende Welle 40 ist durch ein Zahnradpaar 42, 43a von
der Hauptantriebswelle 43 für den Ringformer ständig angetrieben. Auf der Welle
40 sitzen ein Zahnsegment 44 und ein Ritzel 45.
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Das Zahnsegment 44 steht mit einem Ritzel 46 im Eingriff, das auf
einer frei auf der Welle 39 drehbaren Büchse 47 sitzt. Die Büchse 47 trägt zwei
einander gegenüber liegende Radialarme48 mit Kurbelzapfen 49, die je ein Planetenrad
50 aufnehmen. Die Planetenräder 50 arbeiten auf ein Sonnenrad 51, das auf einem
U-förmigen Halter 41 (Fig. 7) getragen ist.
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Die Kurbelzapfen 49 nehmen an den den Rädern 50 gegenüberliegenden
Enden je einen fest mit ihnen verbundenen Kurbelarm 52 auf, die an den Enden Kurbelstifte
53 tragen. Auf den Stiften 53 sitzen frei drehbare Bronzerollen 54, die in Radialschlitzen
55 einer Scheibe 56 geführt sind, die auf einer Büchse 57 der Welle 39 sitzt. Mit
dem Umlauf der Arme 48 werden somit durch den Planetentrieb 50, 51 die Kurbel arme
52 in eine Eigenumdrehung versetzt, die zu einem Hin- und Hergang der Rollen 54
in den Schlitzen 55 führt, so daß also der Scheibe 56 und damit dem Ringformer 20
b eine absatzweise umlau fende Bewegung erteilt wird.
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Die Welle 40 trägt einen Nocken 58, dem eine Anschlagrolle 59 (Fig.
8) zugeordnet ist, die von einem Radialzapfen eines federbelasteten Riegelstiftes
60 aufgenommen ist. Der Radialzapfen ist dabei in einem Schlitz 61 der den Stift
60 aufnehmenden Büchse 62 geführt. Der Riegelstift 60 wird durch die ihn belastende
Feder so beeinflußt, daß er an einem nicht dargestellten Anschlag der Scheibe 26
des Ringformers angreift und somit deren Umlauf verhindert, wenn das Zahnsegment
44 und das diesem zugeordnete Ritzel 46 sich nicht im Eingriff miteinander befinden.
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Das Ritzel 45 der Welle 40 steht im Eingriff mit einem auf die Welle
39 aufgekeilten Zahnrad 65. Der Umlauf der Welle 39 führt zu einem gleichen Umlauf
der Nockenscheiben 37, 38, die die Klemm- und Abschneideinrichtungen 35, 36 steuern.
Die Nockenscheibe 38 (Fig. 2 und 3) an der Vorderseite der Scheibe 26 hat zwei Steuernuten
66, 67 an der Rückseite und eine einen Nocken 68 aufweisende Umfläche.
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Die Abschneideinrichtung 36 besteht aus einem Scherblock 70, der
an der Scheibe 26 befestigt ist, und einem Messer 71, das gegen den Scherblock 70
vor- und zurückschwenkbar ist (Fig. 2 und 3). Die Klemmglieder 35 (Fig. 4) umfassen
einen federbelasteten Hakengreifer 72, der gegen die Umfläche der Scheibe 26 ein-
und ausschwenkbar und radial zu dieser verstellbar ist.
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In der Nut 66 der Steuerscheibe38 ist eine Rolle73 geführt, die an
einer Steuerstange 74 sitzt, die das Trennmesser 71 und dessen Betätigungsstange
75 in die Treunstellung verbringt. Die Nockenscheibe 68 steuert einen mit einer
Rolle 76 an ihr geführten federbelasteten Hebel 77, an dem die Stange 75 angelenkt
ist. Mit dem Ausschwenken des Hebels 77 durch die Nockenscheibe 68 wird die Stange
75 nach oben verschoben, schwenkt dabei das Trennmesser 71 gegen den Scherblock
70 zum Abschneiden der Drahtlänge aus. In der äußeren Nut 67 der Scheibe 38 läuft
eine Rolle 78 einer zweiten Steuerstange 79, die unmittelbar nach dem Trennungsschnitt
angehoben wird und die Trennvorrichtung nach oben bewegt. Am oberen Ende der Stange
79 ist ein Tragstück 79a für die Greifer 72 angelenkt (Fig. 4). Das Tragstück 79
cd ist durch einen Lenker 79b von einer Stange 79c einer Stütze 80 gehalten. Zwischen
der Stütze 80 und einem Kragen 81 cd der Stange 79c ist eine Feder 81 angeordnet.
Die Anordnung ist so getroffen, daß mit dem Hochgang der Stange 79 zuerst der Greifer
72 angehoben wird, bis der Kragen 81 cd der Stange 79 c an einem Widerlager 81 b
anliegt. Es wird dann durch die Wirkung des Lenkers 79 b der Greifer 72 um den Zapfen
79d ausgeschwenkt und gibt dabei den Draht frei. Der geformte Drahtring kann somit
von den Fördergliedern abgenommen werden.
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Mit dem Fortgang der Bewegung wird dann durch die Nockenscheibe 37
eine Stoßstange 82 angehoben, die einen Schieber 83 steuert, der an der Vorderkantc
mit einem Ausschnitt 84 versehen ist und damit das Ende der Drahtlänge untergreift.
Die Stoßstange 82 untergreift eine Schwinge 85, die mit einem Schlitz 86 an einem
Querstift des Schiebers 83 geführt ist.
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Der Schieber 83 hat die Aufgabe, bei seinem Vorschub das Ende der
Drahtlänge unter der Klemmvorrichtung zu halten, die mit Beginn des nächsten Arbeitsspieles
wieder vorschwingt und das Drahtende auf dem Ringformer festklemmt. Beim Abschneiden
des gebildeten Drahtringes springt das Ende der Drahtlänge etwas zurück. Um das
Drahtende in die richtige Lage auf dem Ringformer zu bringen und den durch das Zurückspringen
eingetretenen Verlust an für die
nächste Ringbildung zur Verfügung
stehender Draht länge auzugleichen, wird der Draht vorübergehend über einen kleinen
Nocken 34 der Grundplatte 26 geführt. Hierzu wird die Zuführdüse 25 (Fig. 2) vorübergehend
durch einen an der Stelle 87b an ihr angreifenden Ilehel 87a zur Seite verschwenkt.
Der Hebel 87a ist durch eine Nockenscheibe 87 gesteuert, die auf der Welle 43 sitzt.
Die Seitenverschiebung des Drahtendes auf den Nocken 34 führt auch dazu, daß die
beiden Drahtenden an der Klemm- und der Schneidstelle mit geringem Abstand nebeneinanderliegen.
Die Führungsdüse 25 ist mit nicht dargestellten, federbelasteten Klauen versehen,
die den Vorschub des Drahtes zulassen, aber seinen Rücklauf verhindern.
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Die Förderglieder (Fig. 9 bis 13) zur Beförderung der Drahtringe
von dem Ringformer zu den beiden Schweißeinheiten und von diesen zu den Gratentfernern
sowie zu den Ablagestellen sind von einer drehbaren Mittelsäule 23 aufgenommen,
die durch einen Tragarm 160 (Fig. 10) an einen Zahnstangenritzeltriel> angeschlossen
ist, welcher sich an der Rückseite des Gehäuses 20a für den Ringformer befindet.
Dieser Trieb besteht aus einem Zahnbogen 161, der von einer Welle 162 des Gehäuses20a
angetrieben wird, und einem Zahnstangenschlitten 165. Die Welle 162 ist von der
Welle 39 des Ringformers durch die Zahnräder 163, 164 (Fig. 6) angetrieben, wobei
das Zahnrad 164 auf der Büchse57 sitzt. Der Tragarm 160 ist mit einem Schlitz 166
an einem Stift 167 geführt, der an einem Ausleger 168 eines Querstückes des Zahnstangenschlittens
165 sitzt.
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Die Drehsäule 23 ist in einem Gehäuse 170 geführt und trägt am oberen
Ende eine Nabenscheibe 171 mit sechs radial gerichteten Armen 172A bis 172F, an
deren Enden Greiferköpfe 174 mittels Gleitstücken 173 ausschiebbar geführt sind.
Jeder dieser Greiferköpfe 174 ist mit einem Fingerpaar 175 zum Ergreifen der Drahtringe
versehen. Die Steuerung der Ausschub-und Einzugstewegung der Greiferköpfe 174 zur
Aufnahme der zu befördernden Drahtringe erfolgt durch von den Armen 172 aufgenommenen
Stoßstangen 176, die an dem in der hohlen Nabe 171 ausmündenden Ende mit einem Querstift
177 (Fig. 11) versehen sind.
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Diesen Querstiften 177 ist an einer Stelle des Schwenkweges der Arme
172 ein Winkelhebel 178 zugeordnet, der um einen Zapfen 179 eines Tragbügels 180
des Gehäuses 170 schwenkbar und durch eine Zugstange 181 an einen Schwinghebel 182
angeschlossen ist.
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Der Schwinghebel 182 ist mit einer Rolle 183 an einer Nockenscheibe
184 geführt, die auf einer Welle 185 sitzt, Das Ausschieben der Stoßstangen 176
erfolgt entgegen der Wirkung von Rückholfedern 212.
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Die Greiffinger 175 der beiden äußeren Radialarme 172 sind in der
Fig. 13 näher dargestellt. Die beiden Finger 186, 187 sind um Zapfen 188 eines Tragkörpers
189 des Greiferkopfes 174 gegeneinander ausschwenkbar gelagert. Sie sind durch einen
federbelasteten Kolben 190 in der Schließlage gehalten.
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Die Finger der beiden inneren Arme 172 C bzw. 172 D werden auf mechanischem
Weg geöffnet bzw. geschlossen. Hierzu ist in den Armen 172 noch eine zweite Stoßstange
191 geführt, deren in der Nabe 171 ausmündendes Ende einen Radialstift 192 trägt.
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Diesen Radialstiften 192 ist ein ortsfest ausschwenkbarer Winkelhebel
193 zugeordnet, der durch eine Zugstange 194 an einen Schwinghebel 195 angeschlossen
ist. Der Schwinghebel ist mit einer Rolle 196 an einer Nockenscheibe 197 der Welle
185 geführt. Das in dem Greiferkopf 174 ausmündende Ende der Stoß-
stange 191 ist
an einen um einen Zapfen 199 schwenkbaren Hebel 198 angeschlossen, der mit einem
Kurbelarm 200 einer Welle 201 gekuppelt ist (Fig. 12). Die Welle 201 trägt an den
Enden Steuernocken 202, die die Finger 203, 204 dieser Arme steuern. Die Finger
203, 204 sind gegeneinander ausschwenkbar von Zap fen 205 eines Tragkörpers 206
des Greiferkopfes 174 aufgenommen und mit nicht dargestellten Nasen in einer Ringnut
207 einer Steuerstange 208 gehalten, die an dem rückwärtigen Ende mit einem Gleitrahmen
209 mit den Steuernocken 202 gekuppelt ist, Die Steuerstangen 208 tragen an den
Enden Gummipuffer 210. Mit dem Verschieben der Stoßstangen 191 werden somit über
die Ciltieder 198, 200, 201 die Nocken 202 verschwenkt, die über die Steuerstange
208, 209 das Öffnen und Schließen der Greiferfinger 203, 204 bewirken. Dabei kann
der Stoßstange 191 eine Spannfeder 211 (Fig. 9) zugeordnet sein, durch die ein ruckweises
Öffnen und Schließen der Greiferfinger 203, 204 bewirkt wird.
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Die Steuerwelle 185 trägt dabei die beiden Nocken 184. 197 für alle
Schwenkarme 172. Die Welle 185 und die von ihr gesteuerten Schwinghebel 182, 195
mit den Stangen 181, 194 und den beiden Winkelhebeln 178, 193 sind ortsfest gelagert,
während die Nabe 171 mit den Armen 172 und den von diesen aufgenommenen Stoßstangen
176, 191 eine Schwenkbewegung ausführt. Die Querstifte an den Enden der Stoßstangen
176, 191 können daher wechselweise mit der Schwenkbewegung der Arme 172 in den Einflußbereich
der Winkelhebel 178, 193 gelangen.
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Die Anordnung ist dabei so getroffen, daß die Winkelhebel 178, 193
die Querstifte 177, 192 während der Drehbewegung der Tragsäule23, der Nabe 171 und
deren zugeordneten Teile freigeben.
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Die Arbeitsweise der neuen Einrichtung ist nachstehend näher erläutert.
Die verschiedenen Arbeitsglieder, d. h. der Ringformer 20, die Schweißeinheiten
21 und die Gratentferner 22, arbeiten absatzweise, wobei in den Zwischenzeiten die
Fördereinrichtung wirksam ist und dieGreifer 175 den jeweils gebildeten Drahtring
den Schweißeinheiten und von diesen den Entgratungseinrichtungen zuführen.
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Das freie Ende der herangeführten Drahtlänge wird voii den Klemmgliedern
35 des Ringformers erfaßt und mit dessen Umlauf unter Bildung eines Ringes vorgezogen.
Dabei schwenken die Förderarme 172 (Fig. 9) entgegen dem Drehsinn des Uhrzeigers
(von oben auf die Einrichtung gesehen) aus, so daß nach einem Umlauf des Ringformers
die Greiferfinger 175 des Armes 172C dem Ringformer gegenüberliegen. Die Greiferfinger
175 werden dann geschlossen.
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Gleichzeitig wird durch die Nockensteuerung 38 das Trennmesser 71
angehoben und zum Abtrennen des Ringes von der Drahtlänge ausgeschwenkt, worauf
die Klemmglieder 35 den Ring freigeben, der dann von den Greiferfingern des Armes
172 C erfaßt und abgehoben wird. Das sich bei dem Abschneiden des gebildeten Ringes
von der Drahtlänge ergebende neue Ende der Drahtlänge wird dabei von dem Ringformer
festgehalten.
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Der Ringformer beginnt dann einen neuen Umlauf zur Bildung eines
zweiten Drahtringes. Während dieser zweiten Umlaufbewegung des Ringformers werden
die Förderarme 172 im Drehsinn des Uhrzeigers ausgeschwenkt, und der auf dem Ringformer
gebildete Drahtring wird von dem Arm 172 C der linken Schweißeinheit zugeführt und
an deren Glieder abgegeben Der während des Fördervorganges von dem Ringformer gebildete
zweite
Drahtring wird dann von den Greiferfingern des Armes 172
D aufgenommen, und der Ringformer beginnt den folgenden Umlauf zur Bildung des dritten
Drahtringes. Während dieses dritten Umlaufs des Ringformers werden die Förderarme
172 entgegen dem Drehsinn des Uhrzeigers verschwenkt, so daß also der zweite Drahtring
von den Armen 172 der rechten Schweißeinheit zugeführt wird, während der zuerst
gebildete Drahtring unter der linken Schweißeinheit verschweißt wird. Die stumpf
aneinander stoßenden Enden des Drahtringes werden miteinander unter Bildung eines
Lichtbogens verschweißt. Der Drahtring erfährt dabei eine Verkürzung, die zu einer
Einwärtsbewegung der linken Schweißklauen 97 unter dem Einfluß der Feder 103 führt.
Dadurch wird über den Hebel 115 der Mikroschalter 114 betätigt und der Schweißstrom
abgeschaltet. Es werden dann nacheinander die Schweißelektroden durch die Nocken
102 und dann die Glühelektroden durch den Schalter 114 b abgeschaltet.
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Während dieses Schweißvorgangs ist der zweite Drahtring von dem Ringformer
durch den Arm 172 D abgenommen und der rechten Schweißeinheit zugeführt worden,
während der Arm 172 C von der rechten Schweißeinheit in die Stellung vor dem Ringformer
zurückschwenkt.
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Der Ringformer beginnt dann den nächsten Umlauf zur Bildung des vierten
Drahtringes, während welcher Bewegung der dritte Drahtring durch eine Schwenkbewegung
der Förderarme 172 im Drehsinn des Uhrzeigers der linken Schweißeinheit zugeführt
wird, während der erste und verschweißte Drahtring von dem Arm 172 B nach links
zu dem dort vorgesehenen Gratentferner befördert wird. Dabei wird aber auch der
zweite Drahtring von dem Ringformer der rechten Schweißeinheit zugeführt.
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Beim nächsten Umlauf des Ringformers zur Bildung des fünften Drahtringes
schwenken die Arme 172 wieder entgegen dem Drehsinn des Uhrzeigers aus, und der
Arm 172 D befördert den vierten Ring nach rechts zu der Schweißeinheit, während
der Arm 172 C in die Stellung vor dem Ringformer zurückgeht. Gleichzeitig wird der
dritte Drahtring verschweißt, während der zweite Drahtring von dem Arm 172E dem
sich anschließenden Entgrater zugeführt und der erste Drahtring auf dem linken Entgrater
gesäubert wird. Die Klauen 120 der Entgrater nehmen den verschweiß ten D rahtring
zwischen sich auf und halten ihn fest, wobei die Klauen unter der Wirkung der Nocken
133 zunächst schnell einander genähert und dann langsam, aber unter erheblichem
Druck durch den Nocken 124 fest gegen den Drahtring gepreßt werden. Die mit gleichbleibender
Geschwindigkeit angetriebenen Schleifräder 140, 141 werden durch die Nocken 150
an dem Drahtring zur Anlage gebracht und entfernen den Schweißgrat, worauf sie in
die Ausgangsstellung zurückgebracht werden.
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Nach Ablauf dieses fünften Arbeitsspiels werden die bisher gebildeten
Drahtringe erneut von den Greifern der zugeordneten Arme 172 ergriffen, und der
Ringformer beginnt einen neuen Umlauf zur Bildung des sechsten Drahtringes. Dabei
werden der Förderarme 172 im Drehsinn des Uhrzeigers ausgeschwenkt, so daß also
der fünfte Drahtring an die linke Schweißeinheit abgegeben wird, während der vierte
Drahtring verschweißt und der dritte Drahtring dem linken Entgrater zugeführt wird.
Gleichzeitig wird der zweite Drahtring durch den rechten Entgrater gereinigt, und
der erste Drahtring von dem Arm 172A an eine Ab-
lagestelle an der linken Seite der
Einrichtung abgegeben.
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Während der im nächsten Arbeitsgang des Ringformers erfolgenden Bildung
des siebenten Drahtringes schwenken die Förderarme 172 wieder entgegen dem Drehsinn
des Uhrzeigers aus, und der Arm 172 D befördert den sechsten Ring zu der rechten
Schweißeinheit. Der fünfte Drahtring wird verschweißt. und der vierte Drahtring
wird von dem Arm 172 E an den rechten Entgrater abgegeben. Der dritte Drahtring
wird durch den linken Entgrater gereinigt, und der zweite Drahtring wird durch den
Arm 172F einer rechten Ablagestelle zugeführt.
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Diese Arbeitsfolge wiederholt sich bei jedem Arbeitsspiel der Einrichtung,
so daß also wechselweise bei jedem Arbeitsgang ein fertiger Drahtring an die linke
und rechte Ablagestelle durch die Arme 172A bzw. 172F abgegeben wird.