DE1007268B - Doppelwandige Schachtsaeule - Google Patents

Doppelwandige Schachtsaeule

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DE1007268B
DE1007268B DEA25318A DEA0025318A DE1007268B DE 1007268 B DE1007268 B DE 1007268B DE A25318 A DEA25318 A DE A25318A DE A0025318 A DEA0025318 A DE A0025318A DE 1007268 B DE1007268 B DE 1007268B
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DE
Germany
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shaft column
sections
sealing means
shaft
section
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Pending
Application number
DEA25318A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Math Klaus Stoss
Wilhelm Stroh
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Aktiengesellschaft fuer Unternehmungen der Eisen und Stahlindustrie
Original Assignee
Aktiengesellschaft fuer Unternehmungen der Eisen und Stahlindustrie
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Publication date
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Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D5/00Lining shafts; Linings therefor
    • E21D5/012Use of fluid-tight or anti-friction material on outside of, or between, lining layers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Excavating Of Shafts Or Tunnels (AREA)

Description

  • Doppelwandige Schachtsäule Bei der Planung neuer Schachtanlagen ist von vornherein auf einen Abbau im Schachtsicherheitspfeiler Rücksicht zu nehmen, der aus wirtschaftlichen Gründen immer dringender notwendig wird. Es sind somit Maßnahmen zu treffen, durch die eine Beschädigung oder gar Zerstörung der Schachtsäule verhindert wird, wenn auf Grund des Abbaues im Schachtsicherheitspfeiler lotrechte Gebirgsbewegungen eintreten.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, die an ihrer Außenmantelfläche glatt, d. h. ohne Vorsprünge, ausgebildete Schachtsäule dadurch vom Gebirge zu trennen, daß zwischen beiden eine verformbare oder lockere Masse vorgesehen wird, die ein Gleiten von Schachtsäule und Gebirge gegeneinander ermöglicht. Diese :Maßnahme bietet jedoch keine Gewähr dafür, daß lotrechte Gebirgsbewegungen ohne Beeinträchtigung der Schachtsäule erfolgen können, da über das Verhalten der Zwischenmasse während eines längeren Zeitraumes noch keine Erfahrungen vorliegen.
  • Ein anderer bekannter Vorschlag geht dahin, die Schachtsäule in mehrere Abschnitte zu unterteilen und je zwei aufeinanderfolgende Abschnitte stopfbüchsenartig miteinander zu verbinden. Bei den durch waagerechte und lotrechte Gebirgsverschiebungen auftretenden Beanspruchungen der Schachtsäule, die unter anderem zu deren Verbiegung und dadurch zu einem Verkanten der stopfbüchsenartig übereinandergreifenden Teile führen können, ist jedoch nicht damit zu rechnen, daß die Dichtigkeit der Verbindung erhalten bleibt.
  • Schließlich ist es bekannt, eine Nachgiebigkeit des Schachtausbaues dadurch zu erreichen, daß man in gewissen Abständen zwischen die aus Normaltübbingen bestehenden Ringe Ringe mit wellen- oder ziehharmonikaförmigem Querschnitt einschaltet. Allen Vorschlägen dieser Art ist gemeinsam, daß die nachgiebigen Ringe genau wie die Normalringe die volle Radialbelastung durch Gebirgs- und Wasserdruck sowie die Scherbeanspruchungen der Schachtsäule ertragen müssen, was - vor allem in den unteren Teufen - zu hohen Wandstärken zwingt. Nun erreichen aber auch Ringe mit wellenförmigem Profil, eben weil es sich um geschlossene Ringkörper handelt, mit zunehmender Wandstärke außerordentliche Steifigkeit in axialer Richtung, wodurch ihre Wirksamkeit als nachgiebige Schachtelemente weitgehend in Frage gestellt ist. Wählt man andererseits die Wandstärken der alleintragenden nachgiebigen Ringe zu schwach, so ist, abgesehen davon, daß sie gegenüber den Radialbelastungen des Ausbaues Schwachstellen darstellen, ihre Festigkeit gegenüber Sche-rwirkungen auf die Schachtsäule zu gering. Auf eine hohe Scherfestigkeit des Ausbaues kann aber nicht verzichtet werden, wenn mit Abbauwirkungen zu rechnen ist. Es besteht daher das Problem, einen nachgiebigen Schachtausbau zu schaffen, der erstens nicht weiter in das umgebende Gebirge hineinragt als der übrige Ausbau, um so eine möglichst weitgehende Gleitmöglichkeit zwischen Ausbau und Gebirge zu erhalten, zweitens eine ausreichende Widerstandsfähigkeit sowohl gegen die radialen Belastungen des Ausbaues als auch gegen Abscheren der Schachtsäule als Ganzes besitzt und drittens auch nach Eintreten der Verschiebungen dicht bleibt.
  • Die Erfindung besteht in erster Linie darin, daß die in der Höhenrichtung nachgiebigen Dichtungsmittel von geringer Wandstärke zwischen zwei Ausbauringen, welche die Fortsetzung der Außenwand bzw. Innenwand eines von zwei aufeinanderfolgenden Abschnitten bilden und die Außenwand bzw. Innenwand des anderen Abschnittes stopfbüchsenartig übergreifen, dicht an den oberen und den unteren Abschnitt angeschlossen, vorzugsweise angeschweißt sind. Zweckmäßig werden hierbei Mittel zur Begrenzung der Verschiebungen der Abschnitte in der Höhenrichtung gegeneinander vorgesehen. Durch die Erfindung wird erreicht, daß sich die beiden Säulenabschnitte bei Stauchungen, Streckungen oder Biegungen der Schachtsäule gegeneinander verschieben können, ohne daß die Dichtigkeit des Ausbaues dadurch beeinträchtigt wird und ohne daß dessen Tragfähigkeit unter der Nachgiebigkeit leidet. Hinzu kommt noch, daß die äußere Schachtwandung glatt bleibt und im Bereich der nachgiebigen Verbindung der Außendurchmesser des Ausbaues praktisch nicht vergrößert wird.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Fig. 1 und 2 zeigen je einen lotrechten Schnitt durch den gemäß der Erfindung ausgebildeten Teil einer Schachtsäule nach zwei verschiedenen Ausführungsbeispielen; Fig. 3 veranschaulicht einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 1; Fig. 4 ist ein Schnitt nach der Linie IV-IV in den Fig. 1 und 2; Fig. 5 stellt eine Ansicht auf einen Teil des bei der Ausführung nach Fig.2 angewendeten Dichtungsmittels und Fig. 6 den zugehörigen Schnitt nach Linie VI-VI in Fig. 5 dar; Fig.7 zeigt eine Ansicht eines Teiles eines Dichtungsmittels nach einem weiteren Ausführungsbeispiel und Fig. 8 den Schnitt nach der Linie VIII-VIII in Fig. 7.
  • In Fig.1 ist 1 das untere Ende eines oberen Schachtsäulenabschnittes und 2 das obere Ende eines unteren Schachtsäulenabschnittes. Mit diesem sind ein. innerer Stahlzylinder 3 und ein äußerer Stahlzylinder 4 starr, zweckmäßig durch Verschweißung, verbunden. Diese Zylinder überragen die Innenwand bzw. die Außenwand des oberen Abschnittes stopfbüchsenartig, so daß sich eiri Ringschlitz ergibt. Der obere Schachtsäulenabschnitt ist zwischen den Stahlzylindern 3, 4 in der Höhenrichtung verschiebbar. Zwischen den beiden Schachtsäulenabschnitten sind zwei in ihrer Grundform zylindrische Dichtungsmittel 5 angeordnet, die mit ihren oberen und unteren Rändern an den oberen bzw. unteren Schachtsäulenabschnitt angeschweißt sind. Sie sind verhältnismäßig dünnwandig und weisen einen Querschnitt auf, der sowohl eine Sta,uchung als auch eine Streckung und Biegung der Dichtungsmittel zuläßt. Bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 3 sind die Dichtungsmittel im lotrechten Querschnitt gebogen und in den waagerechten Ouerschnitten (Fig. 3) wellenförmig gestaltet, wobei die Ausschläge der Wellenlinien von dem oberen und dem unteren Rand des Dichtungsmittels nach der Mitte hin zunehmen.
  • Am oberen Ende des unteren Schachtsäulenabschnittes ist ein Versteifungskranz befestigt, der aus zwei zylindrischen Ringen 6 von U-förmigem Querschnitt und diese in Abständen miteinander verbindenden Laschen 7 besteht. Der Versteifungskranz ragt mit seinen oberen Flanschen 8 und den mit diesen verbundenen Laschen 7 in einen durch den oberen Schachtsäulenabschnitt gebildeten Ringraum 9 hinein, der unten durch gegeneinandergerichtete Flansche 10 der Wandung des oberen Schachtsäulenabschnittes begrenzt wird.
  • Bei einer Stauchung der Schachtsäule werden zunächst die Dichtungsmittel s zusammengedrückt, bis sich der Versteifungskranz mit seinen Laschen 7 gegen den Boden 11 des oberen Schachtsäulenabschnittes legt. Bei einer Streckung der Schachtsäule werden die Dichtungsmittel gedehnt, bis die Flansche 8 die Flansche 10 berühren. Auf diese Weise wird eine die zulässige Verformung der Dichtungsmittel überschreitende Verformung vermieden. Falls es in gewissen Fällen für notwendig gehalten wird, können noch besondere, in dem Raum zwischen den Schachtsäulenabschnitten angeordnete Stützringe 12 vorgesehen sein, auf die sich der obere Schachtsäulenabschnitt nach einem gewissen Stauchungsweg aufsetzt.
  • Zur weiteren Versteifung der Verbindungsstelle zwischen zwei Schaehtsäulenabschnitten ist der Raum innerhalb dieser und der Dichtungsmittel mit einer plastischen Masse gefüllt, die durch einen Füllstutzen 13 ein- und gegebenenfalls nachgefüllt wird, der zugleich auch als Überlaufstutzen dient.
  • Außer den genannten Dichtungsmitteln sind weitere Dichtungen nicht erforderlich. Das in die Verbindungsstelle zwischen den beiden Schachtsäulenabschnitten durch den Ringspalt 14 zwischen Außenmantel des oberen Abschnittes 1 und Stahlzylinder 4 eindringende Gebirgswasser gelangt lediglich bis zu dem außenliegenden Dichtungsmittel 5 bzw. 15.
  • Die Ausführungsform nach > Fig. 2 unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. 1 lediglich durch eine andere Gestaltung der Dichtungsmittel 15. Der Querschnitt in Fig.2 entspricht dem Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 5. Das Dichtungsmittel hat hierbei einen wellenförmigen Querschnitt (vgl. Fig.6). Die Wellenlinie zur Erzeugung der Mantelfläche verläuft hierbei in einem spitzen Winkel zur Waagerechten.
  • Die Fig. 7 und 8 zeigen eine Ausführungsform von Dichtungsmitteln 16, deren Mäntel in lotrechter und waagerechter Richtung miteinander abwechselndeEin-und Ausbuchtungen aufweisen.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Doppelwandige Schachtsäule, die in Abschnitte unterteilt ist, welche durch in der Höhenrichtung nachgiebige Mittel dicht miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Höhenrichtung nachgiebigen Dichtungsmittel (5, 15) von geringer Wandstärke zwischen zwei Ausbauringen (4, 3), welche die Außenwand bzw. die Innenwand des anderen Abschnittes stopfbüchsenartig übergreifen, dicht an den oberen und den unteren Abschnitt angeschlossen, vorzugslveise angesch-,veißt sind.
  2. 2. Schachtsäule nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet. daß Mittel (6, 7, 8, 12) zur Begrenzung der V erschiebungen der Abschnitte in der Höhenrichtung gegeneinander vorhanden sind.
  3. 3. Schachtsäule nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Begrenzung der Verschiebungen der Abschnitte in der Höhenrichtung gegen-einander an einem der Abschnitte ein Versteifungskranz (6) sitzt, der mit Flansche (7, 8) zwischen Anschlagflächen (10, 11) des anderen Abschnittes greift.
  4. 4. Schachtsäule nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß beiderseits des Versteifungskranzes (6) zwei in ihrer Grundform zylindrische Dichtungsmittel (5, 15) angeordnet sind..
  5. 5. Schachtsäule nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum zwischen den beiden Schachtsäulenabschnitten und den Dichtungsmitteln mit einer plastischen Masse gefüllt ist.
  6. 6. Schachtsäule nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der mit plastischer Masse angefüllte Raum durch einen Füllstutzen (13) mit dem Inneren der Schachtsäule in Verbindung steht.
  7. 7. Schachtsäule nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungsmittel (5) im lotrechten Querschnitt gebogen und in den waagerechten Querschnitten wellenförmig gestaltet sind, wobei die Ausschläge der Wellenlinien von dein oberen und dem unteren Rand des Dichtungsmittels nach dessen Mitte hin zunehmen. B.
  8. Schachtsäule nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, d'aß die Dichtungsmittel (15) Wellen bilden, deren Fortschreiterichtung in einem spitzen Winkel zur Waagerechten verläuft.
  9. 9. Schachtsäule nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Mäntel der Dichtungsmittel (16) in lotrechter und waagerechter Richtung miteinander abwechselnde Ein- und Ausbuchtungen aufweisen.
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