DE1007128B - Verchromter Kolbenring mit umlaufender Nut und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Verchromter Kolbenring mit umlaufender Nut und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B23P15/08—Making specific metal objects by operations not covered by a single other subclass or a group in this subclass piston rings from several pieces
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf Kolbenringe od. dgl., bei denen die arbeitende Umfangsfläche mit einer
ringförmigen Nut, Abstufung oder anderen Ausnehmung versehen ist, d. h. die Arbeitsfläche stellt
keine kontinuierliche Fläche über den ganzen Umfang und die ganze Breite des Ringes dar, wenn man von
dem üblichen Schlitz absieht. Solche Ringe sind nachstehend als genutete Ringe bezeichnet. Als Beispiel
für Ringe dieser Art werden geschlitzte ölkontrollringe erwähnt, die auf dem Umfang der Arbeitsfläche
eine Nut aufweisen und bei denen im Boden der Ringnut Schlitze oder Bohrungen vorgesehen sind, durch
die in Verbindung mit Bohrungen in der Grundfläche der Ringnut des Kolbens ein öldurchfluß geschaffen
wird. Weiter sind hier auch Ringe mit stufenförmigem oder L-förmigem Querschnitt zu erwähnen.
Die Erfindung betrifft nun insbesondere ein Verfahren zur Verchromung der Arbeitsfläche dieser
obenerwähnten, genuteten Kolbenringe, um diese Bereiche mit einer harten verschleißfesten Auflage zu
versehen.
Zur elektrolytischen Verchromung der Außenfläche üblicher Kolbenringe mit kontinuierlicher Arbeitsfläche
ist es bereits bekannt, die äußeren Umfangskanten der Ringe abzurunden, zu brechen oder besser
mit einer Hohlkehle zu versehen, um eine Verstärkung des Chrombelages an den Kanten zu vermeiden,
wenn die Ringe einzeln verchromt werden, oder um zu vermeiden, daß die Verchromung eine kontinuierliche
Fläche über die Verbindung der einzelnen aneinanderliegenden Ringe hinweg bildet, wenn die Verchromung
gleichzeitig auf eine Anzahl zusammengefaßter Ringe angewendet wird, die Seite an Seite
die Form eines Zylinders bilden. Wenn man diese bekannte Technik der Verchromung von Kolbenringen
auf solche gemäß der Erfindung, z. B. auf ölkontrollringe, anwendet, so müßten die Außenkanten der um
den Ring laufenden Nut ebenfalls abgerundet oder mit einer Hohlkehle versehen werden, um eine Verstärkung
der Verchromung an diesen Ecken zu verhindern.
Dies allein genügt aber nicht, um die Kolbenringe der beschriebenen Art auf gewerbsmäßiger Basis in
befriedigender Weise mit einem Chromniederschlag zu versehen, weil ein Teil des Niederschlages in die
Nuten oder Stufen eindringt, jedoch keineswegs in ausreichendem Maße, so daß der Niederschlag hier
abzublättern versucht.
Wenn nämlich das bekannte Verfahren ohne weiteres bei Kolbenringen mit einer oder mehreren
Umfangsnuten angewendet würde, so ist verständlich, daß an den Nuten, die zu diesem Zweck an den
Außenkanten ebenfalls mit einer Abschrägung versehen werden müssen, eine ähnliche galvanische Ver-Verchromter
Kolbenring
mit umlaufender Nut
und Verfahren zu seiner Herstellung
und Verfahren zu seiner Herstellung
Anmelder:
Wellworthy Limited
Wellworthy Limited
und John William Howlett, Radial Worksr Lymington, Hampshire (Großbritannien)
Vertreter: Dr. H. Wilcken, Patentanwalt,
Lübeck, Breite Str. 52/54
Lübeck, Breite Str. 52/54
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 21. März 1952
Großbritannien vom 21. März 1952
John William Howlett, Lymington, Hampshire
(Großbritannien),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
chromung entsteht, wie sie an den abgeschrägten Kanten erreicht wird. In den Nuten oder Ausnehmungen
der Kolbenringe nach der Erfindung wird jedoch die radiale Fläche, welche durch die Nuten
oder Vertiefungen unterhalb der inneren Kante der Abschrägung gebildet wird, nicht durch eine entsprechende
Fläche des nächsten, angrenzenden Ringes abgedeckt, und daher ist keine bestimmte Begrenzung
für das Eindringen des Chromniederschlages in diese Nut vorhanden. Daraus ergibt sich, daß der
Niederschlag etwa in der Weise abnimmt, wie es in Richtung der inneren Kante der Kantenbrechung bekannt
ist, aber sie wird dort nicht begrenzt. Im Gegensatz hierzu wird sich eine gewisse galvanische
Verchromung entlang den radialen Seitenflächen der Nut erstrecken. Der Niederschlag wird hier erheblich
dünner sein als auf der Innenfläche der Abschrägung, weil im Gegensatz zur Abschrägungsfläche, welche
mit dem Außenumfang des Ringes einen Winkel von annähernd 45° bildet, die seitliche Nutfläche hinter
dieser inneren Kante der Abschrägung radial ist und z. B. mit der Arbeitsfläche einen Winkel von 90°
bildet. In der Praxis hat sich nun herausgestellt, daß, sogar wenn die Vorbehandlung des Ringes genau die
gleiche ist wie bei gewöhnlichen Kolbenringen, dieser sehr dünne Teil des Niederschlages zum Abplatzen
neigt, so daß es bisher als unmöglich angesehen wird, das bekannte Verchromungsverfahren, welches
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meistens ausreicht, wenn es bei gewöhnlichen Kolbenringen benutzt wird, bei Kolbenringen mit einer Umfangsnut
anzuwenden.
Um nun auch solche Kolbenringe mit einer oder mehreren Umfangsnuten mit einem dauerhaften und
guten Chromüberzug zu versehen, wird nach der Erfindung im wesentlichen vorgeschlagen, daß die Verchromung
nicht nur nach den Seitenflächen des Kolbenrings, sondern auch nach dem Nuteninneren
hin scharf begrenzt ist, so daß sie sich nur auf die Lauffläche des Ringes und die gebrochenen Kanten
derselben erstreckt, wobei zur Verchromung die Ringnuten mit Wachs oder ähnlichem Material, das
vom Verchromungsbad nicht angegriffen wird, ausgefüllt sind.
Zur Herstellung des Chromüberzuges der neuen Kolbenringe werden die zu verchromenden Gußeisenringe
zunächst in einem Käfig oder hohlen Dorn belastet, um die Ringe auf ihren Arbeitsdurchmesser
zu schließen und den Spalt der Ringe so klein wie möglich zu halten. Sodann wird eine Manschette in
die Bohrung der Ringe eingesetzt, die sich so dicht wie möglich gegen den Außenumfang der Manschette
legen sollen. Sodann werden Abschlußplatten in Berührung mit den freien Seitenwänden der Ringe an
entgegengesetzten Enden der Gesamtanordnung befestigt und durch einen Bolzen zusammengehalten.
Durch diese Abschlußplatten und die verbindenden Bolzen werden auch die Ringe zu einem festen
Ganzen verbunden. Die zusammengesetzten Ringe werden dann aus dem vorerwähnten Käfig oder dem
hohlen Dorn herausgestoßen, wodurch der Umfang der Ringe für die weitere Behandlung frei zugänglich
ist.
Die Außenfläche der Ringzusammenfassung und die Abschlußplatten werden dann mit Wachs überzogen,
der in die Nuten und Schlitze zur Füllung derselben gedrückt wird. Die innere Manschette dient dabei
als Abschlußfläche für das Wachs, das sonst durch die Schlitze nach innen hindurchtreten würde.
Die zylindrische Ringzusammenfassung wird dann in eine Drehbank oder eine andere geeignete Bearbeitungsmaschine
eingespannt und auf ihrem Solldurchmesser abgedreht. Hierdurch wird das Wachs auf der
ganzen Länge der Ringe entfernt und die mit Chrom zu versehende Gußeisenfläche der gesamten Ringe
freigelegt. Die üblichen Hohlkehlen werden dann an den Kanten aus dem Ringfleisch sowohl an der Nutseite
als auch an der Seite, an der die Ringe zusammenstoßen, herausgedreht. Das Wachs in den
Nuten wird sodann bis auf einen Durchmesser weggenommen, der etwas kleiner ist als der der zu verchromenden
Fläche, z. B. um etwa 0,075 mm kleiner ist. Hierdurch werden Beschädigungen des Wachses
beim Hantieren vermieden. Zum Schluß wird vorzugsweise ein leichtes Abdrehen oder Abschleifen der
Ringflächen vorgenommen, um alle Spuren des Wachses von der zu verchromenden Fläche zu entfernen.
Diese Art der Herstellung läßt es zu, daß das Wachs mit seiner Außenfläche immer noch etwa
0,025 bis 0,05 mm tiefer bzw. unterhalb der Ringaußenfläche abschließt.
Die Ringzusammenfassung wird sodann in üblicher Weise mit einem galvanischen Chromüberzug versehen,
worauf die Ringe voneinander getrennt und das restliche Wachs entfernt wird.
Die Zeichnung zeigt einen Teilschnitt durch eine zylindrische Ringzusammenfassung, die zur Verchromung
vorbereitet ist. Die Ringe sind mit 1, die Wachsfüllung mit 2 und die innere Manschette mit 3
bezeichnet.
Wenn auch nur eine besondere Ausführung der Erfindung beschrieben ist, so können doch verschiedene
Abänderungen vorgenommen werden. So kann man z. B. die Manschette in einigen Fällen weglassen. Dies
ist naturgemäß nur möglich, wenn die zu verchromenden Ringe keine sich vollständig durch die Ringe
hindurch erstreckenden Radialbohrungen od. dgl. besitzen. Weiter ist die Erfindung nicht auf Ringe beschränkt,
die nach außen federn, wie sie bei Kolben von Verbrennungsmaschinen verwendet werden,
welche gegen einen umgebenden Zylinder oder eine Zylinderbuchse arbeiten. Sie kann vielmehr auch auf
Dichtungsringe und solche mit nach innen gerichteter Federung, z. B. Sprengringe, angewendet werden, die
z. B. bei gegeneinanderschwingenden, von den Ringen umfaßten Teilen verwendet werden, z. B.
Ventilmuffen, Pumpenkolben od. dgl. Die Erfindung kann auch bei Ringen aus Stahl oder einer Stahllegierung
als auch bei Ringen aus Gußeisen oder anderem Metall Verwendung finden.
Weiter ist festzustellen, daß das Wachs oder ein anderes geeignetes Füllmaterial, welches bei der Ringzusammenfassung
verwendet wird, nicht dadurch entfernt zu werden braucht, daß man die Ringzusammenfassung
zur Freilegung der zu verchromenden Flächen abdreht. Das Wachs oder ein anderes Füllmaterial
kann vielmehr auch in beliebig anderer geeigneter Weise entfernt werden, um die fraglichen Flächen
freizulegen. Schließlich können die Hohlkehlen der Ringe gewünschtenfalls auch schon hergestellt sein,
bevor die Ringe auf einem Dorn od. dgl. zusammengefaßt werden.
Claims (5)
1. Verchromter Kolbenring mit umlaufender Nut, bei dem die von der Lauffläche mit den
Ring- und Nutenseitenflächen gebildeten Kanten gebrochen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verchromung nicht nur nach den Seitenflächen des Kolbenringes, sondern auch nach dem Nuteninneren hin scharf begrenzt ist, so daß sie sich
nur auf die Lauffläche des Ringes und die gebrochenen Kanten derselben erstreckt.
2. Verfahren zur Herstellung verchromter Kolbenringe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ringnuten mit Wachs oder ähnlichem Material, das vom Verchromungsbad nicht
angegriffen wird, ausgefüllt werden und der Außendurchmesser
des Wachses od. dgl. in den Nuten auf einen unterhalb des Ringaußendurchmessers liegenden Wert reduziert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Entfernen des überflüssigen
Wachses od. dgl. durch Abdrehen der Kolbenringe vorgenommen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 und 3 zur gleichzeitigen Verchromung einer Anzahl zylinderartig
aneinandergereihter Kolbenringe, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringe zunächst zwecks Aneinanderreihung
in eine Spannhülse mit dem Außendurchmesser eines geschlossenen Kolbenringes entsprechenden Innendurchmesser eingeschoben
und gegebenenfalls nach Einführung einer ihre Innenseite abschließenden Abschlußhülse durch
mittels Spannbolzen zusammengedrückte Endplatten zu einer starren Gruppe zusammengefaßt
werden, von der die Spannhülse dann, abgestreift
wird und die nach Füllung der Ringnuten mit Wachs od. dgl. als Ganzes abgedreht wird, um die
Arbeitsflächen und deren gebrochene Kanten freizulegen.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Brechen der Kanten durch Bearbeitung
der durch die Endplatten zusammengehaltenen Gruppe vorgenommen wird, nachdem die Ringnuten dieser Gruppe mit Wachs od. dgl.
gefüllt sind.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 744 590, 671 834;
britische Patentschrift Nr. 633 457; »Galvanotechnik« (1949), 9. Auflage, Bd. I, S. 451
und 452.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB739152A GB721771A (en) | 1952-03-21 | 1952-03-21 | Improvements in or relating to piston rings |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1007128B true DE1007128B (de) | 1957-04-25 |
Family
ID=9832233
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW10840A Pending DE1007128B (de) | 1952-03-21 | 1953-03-20 | Verchromter Kolbenring mit umlaufender Nut und Verfahren zu seiner Herstellung |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1007128B (de) |
| GB (1) | GB721771A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4033834A (en) * | 1975-10-09 | 1977-07-05 | Lucas Electrical Company Limited | Method for plating |
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|---|---|---|---|---|
| US3051633A (en) * | 1959-03-16 | 1962-08-28 | Sealed Power Corp | Process of chromium plating vented piston rings |
| DE10023846A1 (de) * | 2000-05-16 | 2001-11-22 | Federal Mogul Friedberg Gmbh | Stopfbuchse für Großdieselmotoren |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE671834C (de) * | 1936-04-15 | 1939-02-16 | Willem Van De Pol | Matrize fuer die galvanische Herstellung duenner, durchlochter Metallkoerper, insbesondere von Metallsieben, und Verfahren zu ihrer Herstellung |
| DE744590C (de) * | 1940-01-31 | 1944-01-20 | Messerschmitt Boelkow Blohm | Einhaengevorrichtung zur elektrolytischen Hartverchromung mehrerer uebereinander angeordneter innen und/oder aussen mit einer Chrommetallschicht zu vesehender zylindrischer Werkstuecke |
| GB633457A (en) * | 1947-10-09 | 1949-12-19 | Walter Perkins | Improvements in or relating to piston rings and the like packing rings |
-
1952
- 1952-03-21 GB GB739152A patent/GB721771A/en not_active Expired
-
1953
- 1953-03-20 DE DEW10840A patent/DE1007128B/de active Pending
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB721771A (en) | 1955-01-12 |
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