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Förder- und Verladeeinrichtung für eine Vielzahl von gleichmäßigen,
insbesondere leicht zerbrechlichen Gegenständen Die Erfindung betrifft eine Förder-
und Verladevorrichtung zur Weitergabe einer Vielzahl von im wesentlichen gleichmäßigen,
insbesondere leicht zerbrechlichen Gegenständen von einer Station an eine andere,
mit mehreren Greiferköpfen zum Erfassen, Transport und Absetzen der Gegenstände,
wobei jeder der Greiferköpfe entlang einer im wesentlichen senkrechten Achse auf
und ab beweglich ist.
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Förder- und Verladevorrichtungen für gleichförmige Massenartikel,
z. B. Konservendosen oder Milchflaschen, sind schon bekanntgeworden. Diese Vorrichtungen
bestehen aus Förderbändern und Greiferköpfen, die Gegenstände von einem Förderband
auf das andere legen und in Kisten oder Kartons einstapeln. Die Greiferköpfe führen
dabei eine hin-und hergehende Bewegung aus. Diese Bewegung der Greiferköpfe an den
bisher bekannten Vorrichtungen nimmt aber viel Zeit in Anspruch und bestimmt das
Arbeitstempo der Vorrichtung. Ferner ist schon eine mechanisch gesteuerte Verladevorrichtung,
bei der sich entlang einer senkrechten Achse verschiebbare Greiferköpfe auf einer
abgerundeten, im wesentlichen rechteckigen Bahn bewegen, bekanntgeworden.
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Diese Vorrichtung gestattet jedoch kein gleichmäßiges und einwandfreies
Erfassen undVerladen von Gegenständen, insbesondere leicht zerbrechlichen Gegenständen,
wie z. B. Flaschen, da die mechanische Steuerung kein feinfühliges Erfassen der
Teile ermöglicht.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Förder- und Verladevorrichtung
zu schaffen, die ein schnelles Fördern und Verladen und insbesondere ein feinfühliges
Erfassen von Gegenständen ermöglicht und auf kleinstem Raum mehrere Arbeitsgänge
gleichzeitig ausführen kann.
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Diese Aufgabe wird im wesentlichen dadurch gelöst, daß die Köpfe
gleichwinklig um eine gemeinsame zentrale senkrechte Achse, durch einen hydraulisch
oder pneumatisch betätigten Taumelscheibenmechanismus über im wesentlichen waagerechte
und kreisförmige Bahnen gesteuert, drehbar angeordnet sind.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung sind dadurch gekennzeichnet, daß
der Taumelscheibenmechanismus mehrere auf einer Wiege befestigte und mit einer auf
der zentralen Achse angeordneten Taumelscheibe zusammenwirkende Kolben- und Zylindermechanismen
aufweist, die an den Kolbenstangen Rollen tragen und über Ventile steuerbar sind,
wobei sich die Rollen auf einer Schrägfläche der Taumelscheibe bewegen; daß die
Taumelscheibe in der Führungsbahn für die Rollen einen Antriebsteil und einen gegenüber
dem Antriebsteil kürzeren Rückführungsteil aufweist, wobei in der Bewegungsrichtung
der Rollen zwischen Rückführungs- und Antriebsteil eine Krone und zwischen An-
triebs-
und Rückführungsteil eine Sperraussparung angeordnet ist, so daß sich eine Rolle
bereits über die Krone auf dem Anfang des Antriebsteils bewegt, wenn eine andere
Rolle sich der Sperraussparung nähert oder in dieselbe eintritt; durch die Anordnung
einer Bremseinrichtung an den Kolben- und Zylindermechanismen, die die Überführungsköpfe
bremst, wenn eine der Rollen sich der Sperraussparung in der Taumelscheibe nähert
und in diese eintritt; daß die Bremseinrichtung aus einer koaxial zur Taumelscheibe
angeordneten feststehenden Scheibe und mehreren jeweils mit einer der Rollen verbundenen,
unter dem Druck von Federn stehenden Reibungsscheiben besteht, von denen sich die
Reibungsscheiben, wenn die zugehörigen Rollen sich der Sperraussparung nähern und
in diese einrasten, an die Scheibe anlegen; durch federnde Vorrichtungen zum Andrücken
der Rollen an die der Krone benachbarten Teile des Rückführungsteils und des Antriebsteils
der Taumelscheibe; daß an den Ent- und Beladestationen, vorzugsweise jedoch nur
an einer Station, Anschläge angeordnet sind, die beim Auflaufen der Köpfe die kreisförmige
Bewegung der Köpfe ausschalten, bis die Köpfe durch Senken und Heben die Gegenstände
aufgenommen oder abgesetzt haben; das vor dem Anschlag ein L-förmiger, schwenkbarer
Hebel in der Bahn eines an den Köpfen vorstehenden Bolzens angeordnet ist, der sich
beim Auflaufen des Bolzens an
den Anschlag anlegt, durch Senken
des Kopfes mit dem Bolzen in seine Ausgangslage zurückfällt und bei der nachfolgenden
Hubbewegung des Kopfes den Bolzen passieren läßt; daß jeder Kopf beweglich an der
Wiege befestigt ist, die drehbar auf einer senkrechten Welle angeordnet ist, wobei
mit Preßluft betriebene Vorrichtungen vorgesehen sind, um jeden Kopf entlang einer
senkrechten Achse mit Bezug auf die Wiege auf und ab zu bewegen; daß die mit Preßluft
betriebene Vorrichtung für die Aufundabbewegung eines jeden Kopfes zur Anordnung
von Ent-und Beladestationen in unterschiedlichen Höhen aus zwei übereinander angeordneten
Kolben- und Zylindermechanismen mit unterschiedlicher Hublänge und einer gemeinsamen
Kolben stange besteht, die zum stufenförmigen Heben und Senken der Köpfe dienen
und von denen der Zylinder des oberen Mechanismus mit der Wiege und der Zylinder
des unteren Mechanismus mit dem Kopf verbunden ist, wobei Ventile zur Steuerung
der Zufuhr des Betriebsmittels wahlweise zu den oberen und unteren Kolben- und Zylindermechanismen
angeordnet sind, die der jeweils die tiefste Stellung an den Stationen erreichende
Kopf steuert; durch eine zu jedem Kopf an der Wiege angeordnete Auslösevorrichtung
mit einem um eine waagerechte Achse drehbaren Auslösehebel, der auf einem Bund der
Kolbenstange aufliegt und einen klinkenartigen, durch einen Anschlag in seiner Bewegung
begrenzten Auslösearm trägt, der bei der Aufundabbewegung des Auslösehebels auf
einem Nockenschuh eines Bedienungsarmes eines auf der Wiege angeordneten Ventils
aufläuft und die Drehbewegung der Wiege auslöst, wenn der Kopf zuvor die tiefste
Stellung aller Köpfe eingenommen hat; daß an jedem Hebel ein Widerlager angeordnet
ist, das in der höchsten Hebelstellung gegen ein Bedienungselement eines geschlossenen
Verbindungsventils, das auf der Wiege befestigt ist, anschlägt und es betätigt,
um die Drehbewegung der Wiege auszulösen, wenn alle Köpfe in der höchsten Stellung
stehen; daß jedem Kopf ein durch Preßluft zu betätigender Kolben- und Zylindermechanismus
zugeordnet ist, der das Öffnen und Schließen am Kopf angeordneter Greifvorrichtungen
bewirkt; daß um die zentrale Achse zwei einander diametral gegenüberliegende Köpfe
mit gleichem Abstand zur zentralen Achse angeordnet sind; daß dieselbe zwischen
zwei Transportvorrichtungen angeordnet ist, von denen eine Gegenstände zur und die
andere von der Förder- und Verladeeinrichtuing führt.
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Diese Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung, insbesondere die
Anordnung der Greiferköpfe auf einem Kreisbogen schwenkbar um eine zentrische Achse
ermöglicht eine schnelle Folge der einzelnen Arbeitsgänge. Durch die Steuerung der
Greiferköpfe wird ein wesentlicher Fortschritt gegenüber bekannten Verladevorrichtungen
erzielt, der insbesondere in dem feinfühligen Greifen der Köpfe und der schonenden
Behandlung der Gegenstände liegt. Es ist bei dieser Vorrichtung möglich, daß gleichzeitig
ein Greiferkopf Gegenstände erfaßt und der andere Greiferkopf Gegenstände ablegt,
während die übrigen Greiferköpfe mit oder ohne Gegenstände zu den Ablage- bzw. Aufnahmepunkten
der Gegenstände geführt werden. Die Anordnung der Greiferköpfe ermöglicht aber auch
noch weitere Kombinationen der Arbeitsgänge. So können z. B. vier Transportbänder
um die zentrische Achse paarweise parallel und übereinander angeordnet werden. Dann
können ein Teil Greiferköpfe die Gegenstände von einem Transportband ab-
nehmen und
auf einem zweiten Band in Kartons einlegen, während andere Greiferköpfe von einem
dritten Transportband Deckel abnehmen und auf die Kartons legen und schließlich
weitere Greifer die so verpackten Kartons auf ein viertes Transportband legen. Natürlich
läßt die Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung noch viele weitere Kombinationen
offen. Es zeigt sich also, daß mit dieser Vorrichtung außer der bei der Folge der
Arbeitsgänge erzielten Zeitersparnis auch noch die Kombination mehrerer Arbeitsgänge
möglich ist.
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Die Vorrichtung kann natürlich außer zum Beladen auch zum Entladen
verwandt werden.
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In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise als
Transportmittel zum Einfüllen von Flaschen in Kisten dargestellt. Es zeigt Abb 1
eine Yerladevorrichltúng, von der Seite gesehen, aus der zur besseren Veranschaulichung
einige Teile weggebrochen sind, Abb. 2 desgleichen nach einem Schnitt 11-11, Abb.
3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Abb. 2, Abb. 4 eine Einzeldarstellung
einer Vorrichtung zum Anhalten von Lattenkisten, Abb. 5 eine Einzeldarstellung eines
Kolben- und Zylindermechanismus für die senkrechte Hin- und Herbewegung eines Kopfes,
teilweise im Schnitt, Abb. 6 eine Darstellung eines zusätzlichen Kolben-und Zylindermechanismus
zum senkrechten Hin- und Herbewegen eines Kopfes in einem Apparat zum Einbringen
von Flaschen in Lattenkisten, im Schnitt, Abb. 7 einen alternativen zweiten Kolben-
und Zylindermechanismus für die senkrechte Betätigung eines Kopfes in einem Apparat
zum Herausnehmen von Flaschen aus Lattenkisten, teilweise im Schnitts Abb. 8 Einzelheiten
eines Ventilverbindungs- und Betätigungsmechanismus, Abb. 9 eine Einzeldarstellung
der Taumelscheibe, Abb. 10 die Befestigung eines Teiles der Taumelscheibe, teilweise
im Schnitt, Abb. 11 eine abgewickelte Darstellung des Profils der Taumelscheibe
der Abb. 9, Abb. 12 eine Einzelheit nach einem Schnitt entlang Linie XII-XII der
Abb. 1, Abb. 13 Einzelheiten eines Taumelscheibenmechanismus, perspektivisch dargestellt,
Abb. 14 einen Kolben und Zylindermechanismus zur Betätigung der Gegenstandgreifvorrichtung
eines Kopfes, im Schnitt, Abb. 15 Einzelheiten einer Sicherheitsversperrvorrichtung,
Abb. 16 eine Vorderansicht zu Abb. 15, Abb. 17 ein Schema der Preßluftanschlüsse
eines Apparates zum Einbringen von Flaschen in Lattenkisten, Abb. 18 eine Lattenkistenhaltevorrichtung
für einen Apparat zum Herausholen von Flaschen aus Lattenkisten, teilweise im Schnitt,
Abb. 19 eine Hilfsnockenvorrichtung an einem Apparat, der zum Herausholen von Flaschen
aus Lattenkisten dient, teilweise im Schnitt, Abb. 20 ein Schema der Preßluftanschlüsse
eines Apparates zum Herausnehmen von Flaschen aus Lattenkisten.
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Auf einer senkrechten Welle 31 sind axial mit Abstand Lager 32, 33
einer allgemein bei 34 angedeuteten Wippe drehbar angeordnet (Abb. 1). Kurven rollen
35, 36 arbeiten mit einer Taumelscheibe 37, die auf der Welle 31 befestigt ist,
zusammen und werden durch Kolben- und Zylindermechanismus 38 bzw. 39
betätigt,
die auf der Wippe 34 sitzen und wahlweise betätigt werden, um zu bewirken, daß sich
die Wippe um die Welle 31 dreht. Ein Kolben- und Zylindermechanismus 40, dessen
Zylinder mit der Wippe 34 verbunden ist, sowie ein Kolben- und Zylindermechanismus
41, an dessen Zylinder ein Kopf 42 sitzt, besitzen eine gemeinsame Kolbenstange
43 und dienen dazu, dem Kopf 42 eine Aufundabbewegung zu vermitteln. Ähnliche Kolben-
und Zylindermechanismen 40a und 41a sowie eine gemeinsame Kolbenstange 43a stehen
mit einem zweiten Kopf 42a in Verbindung.
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Weitere Kolben- und Zylindermechanismen 44 und 44a sind mit den Köpfen
42 bzw. 42a verbunden und betätigen die Köpfe, um die Flaschen zu fassen oder freizugeben.
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Die senkrechte Welle 31 der Vorrichtung ist zwischen zwei Fördereinrichtungssystemen
45 und 46 angeordnet, die verladefertige Flaschen bzw. verladefertige Lattenkisten
befördern (Abb. 2). Die Förder einrichtung 45 befördert die Flaschen 47 in Richtung
des Pfeiles 48, während die Fördereinrichtung 46 Lattenkisten 49 in Richtung des
Pfeiles 50 befördert.
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Eine Anzahl Führungselemente 51 sind oberhalb der Fördereinrichtung
45 vorgesehen, um die Flaschen gleichmäßig in Kolonnen und Reihen zu ordnen.
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Die Fördereinrichtung 45 leitet die Flaschen 47 zu einem Kopfblech
51a. Wenn ein Posten oder eine Gruppe Flaschen 47 durch einen Kopf gehoben wird,
ist es erforderlich, den Vorschub der restlichen Flaschen in den Kolonnen zu hemmen,
um zu vermeiden, daß durch die Haftreibung zwischen den Flaschen, die nicht erfaßten
Flaschen mitgehoben werden. Zu diesem Zwecke sind Flaschenhemmvorrichtungen in Form
von gelenkig angeordneten Seitenwandungsabschnitten oberhalb der Fördereinrichtung
vorgesehen. Bei der veranschaulichten Ausführung werden durch einen Kopf zwanzig
Flaschen auf einmal gehoben, wobei die Flaschen in fünf Reihen und vier Kolonnen
angeordnet sind. Rollen 5-6, 57 (Abb. 3) sitzen auf Hebeln 58, 59, die zwischen
ihren Enden drehbar gelagert und mit einem Kolben- und Zylindermechanismus 60 verbunden
sind. Die Rollen 56, 57 werden durch eine Feder 61 von den Fördereinrichtungswandungen
ab auswärts gedrückt. Wenn der Kolben- und Zylindermechanismus 60 betätigt wird,
werden die Rollen einwärts gedrängt, um die Seitenwandungsabschnitte 52 und 53 gegen
die erste nicht erfaßte Flasche in jeder äußeren Kolonne gedrückt. Die Flaschen
drücken gegen die elastischen Führungen 51, so daß die erste nicht erfaßte Flasche
in allen vier Kolonnen festgeklemmt wird.
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Es ist außerdem zweckmäßig, eine Lattenkiste beim Einfüllen von Flaschen
zu hemmen. Eine derartige Klemmvorrichtung ist schematisch in den Abb. 2 und 4 dargestellt.
Die Lattenkiste 49 befindet sich in einer Stellung, in der sie vom Kopfe Flaschen
übernimmt. Während es genügt, die Bewegung einer Lattenkiste in dieser Stellung
zu hemmen, erscheint es vorteilhaft, eine Lattenkistenhemmvorrichtung hinter der
Füllstellung zu schaffen, die es ermöglicht, eine gefüllte Lattenkiste leicht zu
überprüfen, ehe sie durch die Fördereinrichtung 46 weitergeleitet wird.
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Zu diesem Zweck ist quer über die Fördereinrichtung ein Anschlagelement
261 angeordnet. Winkelhebel 62, die drehbar unterhalb des Anschlagelementes 261
angebracht sind, tragen Rollen 63 und sind mit einem Kolben- und Zylindermechanismus
64 verbunden, der unterhalb der Fördereinrichtung 46 angeordnet ist.
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Die Lattenkisten werden durch die Fördereinrichtung 46 vorwärts geführt,
bis die Führungskante einer
Lattenkiste 49a gegen den Anschlag 261 stößt und die
nachfolgende Lattenkiste 49 gegen die Lattenkiste 49s stößt und sich in Beschickstellung
befindet.
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Ist die Lattenkiste 49 gefüllt, wird der Kolben- und Zylindermechanismus
64 betätigt, und die Rollen 63 heben den Vorderteil der Lattenkiste 49a an, so daß
sie durch die Fördereinrichtung und durch den Druck der auf der Fördereinrichtung
nachfolgenden Lattenkisten über das Anschlagelement 261 hinausgeschoben wird. Der
Kolben- und Zylindermechanismus 64 wird nur während eines Augenblicks betätigt und
wird anschließend gelöst, so daß die Lattenkiste 49 nunmehr in die vorher durch
die Lattenkiste 49a eingenommene Stellung vorrückt, du 11., ihre Vorderkante stößt
nunmehr gegen den Anschlag 261 an.
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Vor Inangriffnahme der Beschreibung des Apparates gemäß der vorliegenden
Erfindung in Ausführlichkeit erscheint es angebracht zur Erleichterung des Verständnisses
der Erfindung, eine kurze Beschreibung der Reihenfolge der Arbeitsgänge des Apparates
zu geben. Im Betrieb werden die Fördereinrichtungen 45 und 46 in Bewegung gesetzt,
und Flaschen und Lattenkisten werden in Flaschenabnahme- und Lattenkistenfüllstellung
gebracht. Die Wiege 34 wird um die senkrechte Welle 31 herum in Richtung des Pfeiles
65 (Abb. 2) gedreht, bis sich ein Kopf, z. B. 42a, oberhalb der Flaschenentnahmestellung
und der andere Kopf, z. B. 42, sich oberhalb der Lattenkistenfüllstellung, wie in
Abb. 1 gezeigt, befindet. Der Kopf 42a wird nunmehr gesenkt, indem der Zylindermechanismus
41a gelöst wird, und der Kopf 42 wird über eine größere Entfernung durch Lösen des
Kolben- und Zylindermechanismus 40 gesenkt.
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Wenn der Kopf 42 seinen tiefsten Punkt erreicht, wird der Kolben-
und Zylindermechanismus 44 am Kopfe 42 gelöst, um etwa darin enthaltene Flaschen
freizugeben, und zu gleicher Zeit wird der Kolben-und Zylindermechanismus 44a betätigt,
der bewirkt, daß der Kopf 42a die darunter befindliche Flaschengruppe erfaßt. Zu
gleicher Zeit werden die Kolben-und Zylindermechanismen 40 und 410 betätigt, um
beide Köpfe zu heben. Wenn beide Köpfe ihre oberen Stellungen erreicht haben, wird
der Kolben- und Zylindermechanismus 39 betätigt, der die Kurvenrolle 36 der Taumel
scheiben 37 entlang bewegt und die Wiege sowie die an der Wiege angeordneten Köpfe
42, 42a um ungefähr 1800 dreht. Während der Bewegung der Wiege wird der Kolben-
und Zylindermechanismus 64 einen Augenblick betätigt, um das Vorrücken der Lattenkisten
zu ermöglichen, und der Kolben- und Zylindermechanismus 60 wird freigegeben, um
das Zuführen einer weiteren Gruppe Flaschen in die Flaschenaufnahmestellung zu ermöglichen.
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Wenn die Wiege 34 um ungefähr 1800 gedreht worden ist, wird der Kolben-
und Zylindermechanismus 40a freigegeben, der den Kopf 42a, welcher sich nunmehr
in der Lattenkistenfüllstellung befindet, abwärts bewegt und die von dem Kopf 420
erfaßten Flaschen in die Lattenkiste einführt. Gleichzeitig drückt der Kolben- und
Zylindermechanismus 41 den Kopf 42, der sich jetzt in der Flaschenaufnahmestellung
befindet, eine Flaschengruppe nieder. Der Kopf 42a gibt die Flaschengruppe frei,
die vom Kopf 42a getragen wurde, und der Kopf 42 erfaßt eine weitere Gruppe Flaschen.
Die Köpfe werden nunmehr erneut gehoben und die Wiege um weitere 1800 gedreht, um
die Köpfe 42 und 42a erneut in die in Abb. 1 dargestellte Lage zu bringen und den
Vorgang zu wiederholen.
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Die Betätigung der verschiedenen Kolben- und Zylindermechanismen
kann von Hand oder automatisch erfolgen. Zur automatischen Steuerung sind eine Anzahl
Steuerventile vorgesehen, die sich durch Bewegen verschiedener Teile der Vorrichtung
betätigen lassen.
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Diese Steuerung ist im wesentlichen in Abb. 1, 12 und 13 dargestellt.
Die Wiege 34 weist eine obere Platte 66 und eine untere Platte 67 auf, die durch
Distanzstücke 68 voneinander getrennt und an Seitenschenkeln 69, 70 festgeklemmt
sind. Die oberen und unteren Bleche sind mit Bohrungen und Ausbuchtungen 71 versehen,
um Rohre 72, 73 gleitend aufzunehmen. An den Rohren 72 bzw. 73 sind mittels Ringen
74, 75 Kreuzköpfe 76, 77 befestigt, die ein jeder über zwei der Distanzstücke 68
gleiten. Auf den Ringen 74 und 75 sitzen die Kurvenrollen 35 bzw. 36, die mit der
Taumelscheibe 37 in Eingriff gebracht werden können. Am Kreuzkopf 76 ist die Kolbenstange
78 des Kolben- und Zylindermechanismus 39 befestigt, während am Kreuzkopf 77 die
Kolbenstange 79 des Kolben- und Zylindermechanismus 38 befestigt ist.
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Weitere Einzelheiten der Steuerung sind in Abb. 9, 10 und 11 dargestellt.
Die Taumelscheibe 37 setzt sich vorteilhaft aus zwei einander ergänzenden Teilen
zusammen, die beide an der Welle 31 mittels Bolzen od. dgl. befestigt sind. Das
Profil der Taumelscheibe 37 ist deutlich in Abb. 9 dargestellt, aber in näheren
Einzelheiten ist es in abgewickelter Form in Abb. 11 gezeigt. Zum Profil gehören
eine Krone 82, ein angetriebener Teil 81 und ein Rücklaufführungsteil 89.
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Der Winkel des angetriebenen Teiles zwischen der Krone 82 und der
Sperrvertiefung 80 ist größer als der Winkel des Rücklaufführungsteils 89 zwischen
der Sperrvertiefung 80 und der Krone 82, so daß der Teil 83 zu Beginn des Antriebs
abschnittes diametral gegenüber der Sperrvertiefung 80 liegt.
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Wenn die Wiege 34 mit den Köpfen oberhalb einer Lattenkiste bzw.
oberhalb einer Flaschengruppe steht, befindet sich eine der Kurvenrollen, z. B.
35, in der durch punktierten Kreis 84 angedeuteten Stellung, die andere Kurvenrolle
36 in der durch die punktierte Kreislinie 85 angedeuteten Stellung. In dieser Stellung
wird der Kolben- und Zylindermechanismus 38, 39 betätigt. Die Vertiefung 80 sperrt
die Wiege gegen Verdrehen. Nach dem Senken und Heben der Köpfe wird die Preßluftwirkung
zu den Kolben- und Zylindermechanismen 38 und 39 umgekehrt, so daß der Kolben- und
Zylindermechanismus 38 ausgelöst und der Mechanismus 39 betätigt wird. Bei Auslösung
des Kolben- und Zylindermechanismus 38 tritt die Kurvenrolle 35 durch Schwerkraft
aus der sperrenden Aussparung 80 heraus. In der Zwischenzeit treibt der Kolben-
und Zylindermechanismus 39 die Kurvenrolle 36 den angetriebenen Teil 81 der Taumelscheibe
entlang und dreht die Wiege 34 um die Welle 31, bis die Kurvenrolle in die Sperraussparung
80 eintritt.
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Die Querköpfe 76, 77 tragen eine Verlängerung 86, 87, die beide durch
einen doppelt geschlitzten Plattenteil 88 greifen, der mit einer Feder 289 federnd
an dem oberen Teil der Wiege 34 befestigt ist. Wenn ein Kolben- und Zylindermechanismus
38 und 39 freigegeben wird, sinkt der damit verbundene Querkopf 77 oder 76 unter
Schwerkraft abwärts, bis die Verlängerung 87 und 86 den Boden eines Schlitzes in
der Platte 88 erreicht; während die Wiege sich um die Welle 31 dreht, gelangt die
Kurvenrolle, die mit jenem Querkopf verbunden ist, in Verbindung mit einem Rücklaufführungsteil
89 an der Taumelscheibe 37,
worauf die Kurvenrolle durch die Feder 289 mit der Oberfläche
der Taumelscheibe in Verbindung gepreßt wird. So wird während der abschließenden
Bewegung der Wiege, wenn die Kurvenrolle sich der sperrenden Aussparung 80 nähert,
die andere Kurvenrolle durch den Kronenteil 82 in eine durch den gestrichelten Kreis
90 in Abb. 11 angedeutete Stellung gedrückt.
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Anschließend wird sie unter dem Einfluß der Feder 289 in die durch
den gestrichelten Kreis 85 in Abh. 11 angedeutete Stellung gehoben.
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Jeder der Querköpfe 76, 77 ist mit einem Langschlitz 91 zur Aufnahme
eines vorstehenden Stiftes 92 bzw. 93 versehen. Die Stifte 92, 93 betätigen die
Kontrollventile 94 bzw. 95 derart, daß das Kontrollventil 94 nur durch den Vorsprung
92 betätigt wird, wenn die Kurvenrolle 36 durch die Krone 82 auf der Taumelscheibe
37 heruntergedrückt wird und das Kontrollventil 95 nur betätigt wird durch den Vorsprung
93, wenn die Kurvenrolle 35 in ähnlicher Weise über die Krone 82 der Taumelscheibe
37 hinweggeht. So wird es verständlich, daß, indem die Wiege um ungefähr 1800 um
die Welle 31 durch den Kolben- und Zylindermechanismus 38 gedreht wird, das Kontrollventil
94 einen Augenblick unmittelbar vor dem Ende solcher Bewegung betätigt würde und
daß in gleicher Weise das Kontrollventil 95 nahe dem Ende derBewegung der Wiege
unter dem Einfluß des Kolben- und Zylindermechanismus 39 betätigt wird.
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Abb. 11 zeigt, daß die Schleife des Antriebsteils 81 der Taumelscheibe
37 nicht konstant, sondern im Bereich der Spitze 83 stärker ist und danach allmählich
abnimmt. Hierdurch wird das Drehmoment, welches der Wiege durch den Kolben- und
Zylindermechanismus 38 oder 39 vermittelt wird, zu Beginn der Bewegung größer als
am Ende. Die Bewegung des Tisches reicht aus, um diesen weiterzubewegen, bis die
entsprechende Kurvenrolle in die Sperraussparung 80 an der Taumelscheibe 37 eintritt.
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Da die Betätigung der Kontrollventile 94 oder 95 das Senken der Köpfe
einleitet, wird, wenn die Wiege gegen Ende ihrer Bewegung und etwas vor dem Herunterdrücken
einer Kurvenrolle durch die Krone 82 zum Stillstand gebracht wird, eine weitere
Bewegung der Wiege selbsttätig als Folge der Betätigung des einen oder anderen der
Kolben- und Zylindermechanismen 38, 39 nicht eintreten. Dieses Merkmal kann in geeigneter
Weise genutzt werden, um eine Haltestellung für die Wiege zu schaffen. Diese Stellung
entspricht der Stellung der Kurvenrollen in den gestrichelten Kreisen 96 bzw. 97
der Abb. 11.
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An den Köpfen 42, 42a sitzen Steuerstangen 98 bzw. 98a, welche in
Betätigungsarmen 103, 104 der Steuerventile99, 100 gleiten, die auf den Verlängerungsblechen
101, 102, welche am unteren Tisch 67 befestigt sind, angeordnet sind (Abb. 1 und
2). Die Steuerstangen tragen eine Feder 105, 105a als Widerlager zu den Betätigungsarmen
103, 104 sowie einen Ring 106, 1060. Die Lage des Ringes 106, 106a auf der Steuerstange
ist regulierbar. Wenn der Kopf 42, 42a in seine tiefste Stellung gesenkt worden
ist, wird durch die Feder 105 oder 105a, welche Arm 103 oder 104 bewegt, Steuerventil
99 oder 100 betätigt.
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Eines der Kontrollventile 99 oder 100 bewirkt das Heben der Köpfe
und die Betätigung der Greifwerkzeuge. Falls der Niedergang des Kopfes in Lattenkistenfüllstellung
gestört werden sollte, z. B. durch Vorhandensein einer beschädigten Lattenkiste,
würde der fortlaufende Betrieb der Maschine gestört. Zu diesem Zwecke sind Einrichtungen
vorgesehen, die es ermöglichen, das Steuerventil 99 oder 100 von Hand
zu
betätigen. Steuerstangen 107, 107a mit Schleifen 108, 108a an ihren unteren Enden
sind gleitbar längs der Steuerstangen 98, 98a angeordnet und haben an ihren oberen
Enden hakenförmige Teile 109, 109a, welche die Betätigungsarme 103, 104 umschließen.
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Auf diese Weise wird ein Abwärtsziehen der Schleife 108 eine Betätigung
des Steuerventils 99 zur Folge haben.
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Wie bereits vorher beschrieben, wird, wenn die Köpfe in ihre höchsten
Stellungen gehoben sind, das Drehen der Wiege durch den Taumelscheibenmechanismus
bewirkt. Die Steuerventile zum Drehen der Wiege sind im wesentlichen in Abb. 1.
8 und 13 dargestellt. Ein U-förmiger Hebel 111 und 111a in Verbindung mit den Kolben-
und Zylindermechanismen 40, 40a und 41, 41a, auf denen der Kopf 42, 42a sitzt, ist
drehbar auf Konsolen 110 befestigt, die unter dem unteren Tisch 67 befestigt sind.
Zwischen den Enden der beiden Schenkel des U-förmigen Hebels 111a sitzt ein Nockenbetätigungsteil
112a. Der Nockenbetätigungsteil weist eine Aussparung 113a auf, und seine Drehung
mit Bezug auf die Seiten des Hebels 111a wird durch einen Stift 114a eingeschränkt.
Am Ende des Teils 112a sitzt eine Rolle 115a, welche mit einem Nockenschuh 116a
an einem Betätigungsarm 117a eines Kontrollventils 119 zusammenwirkt. In ähnlicher
Weise sitzt auf dem Hebel 111 ein Nockenhetätigungsteil zwecks Zusammenwirkens mit
einem ähnlichen Nockenschuh am Steuerventil 118, der in Abb. 1 zu sehen, in Abb.
8 aber nicht dargestellt ist.
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Eine Ausführungsart des Kolben- und Zylindermechanismus 40 ist in
Abb. 5 angedeutet. Zu ihm gehört ein Zylinder 112, mit welchem durch eine Öffnung
113 die Verbindung hergestellt ist, sowie ein im Zylinder gleitender Kolben 114.
Der Kolben 114 ist am Ende der Kolbenstange 43 angeordnet, die gleitend im Zylinderkopf
115 angeordnet ist. Der Zylinderkopf 115 ist in einer Bohrung der Verlängerungsplatte
101, die am unteren Tisch 67 befestigt ist, angeordnet.
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Eine Ausführungsform des Kolben- und Zylindermechanismus 41 ist in
Abb. 6 dargestellt. Sie besteht aus einem Zylinder 216, dessen unteres Ende mit
einer Kopftragplatte 217 verbunden ist und an dessen oberem Ende ein Zylinderkopf
218 mit einem Nocken 121 sitzt, wobei die Verbindung mit dem Zylinder durch eine
Öffnung 219 im Zylinderkopf hergestellt wird. Ein im Zylinder 216 gleitender Kolben
ist am anderen Ende der Kolbenstange 43 angeordnet, die gleitbar im Zylinderkopf
218 eingebaut ist.
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Besonders Abb. 1 zeigt, daß die durch die Kolben-und Zylindermechanismen
40 und 41 vorgesehenen Hübe verschieden sind. So kann dadurch, daß der Kolben- und
Zylindermechanismus 40 allein beim Betrieb des Kolben- und Zylindermechanismus 41
freigegeben wird, der Kopf 42 über eine größere Strecke fallen, als wenn der Kolben-
und Zylindermechanismus 40 betätigt und lediglich der Kolben-und Zylindermechanismus
41 freigegeben wird. Auf diese Weise läßt sich das Ausmaß des Absinkens des Kopfes
in geeigneter Weise nach Erfordernis steuern.
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Die Abwärtsbewegung des Hebels 111a wird durch einen Bolzen 120 (Abb.
13) in der Konsole 110 begrenzt. Wenn der Kopf 42 bzw. 42a über eine längere Strecke
absinkt, wird der Hebel 111a bis zur Grenze seines Abwärtshubes bewegt. Wird der
Kolben- und Zylindermechanismus 40a zum Heben des Kopfes 42a betätigt, hebt eine
Nabe 121a am Zylinderkopf 118a des Kolben- und Zylindermechanismus 41a den Hebel
liga, und die Rollell5a bewegt den Schuh116a in die durch die punktierte Linie 116b
in Abb. 8 angedeutete
Lage, wodurch der Betätigungsarm 117a verlagert und das Steuerventil
119 betätigt wird.
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Die von der Nahe 121a erreichte höchste Stellung ist durch die gestrichelte
Linie 121b angedeutet. Der Betätigungsarm 117a des Steuerventils 119 steht unter
Federspannung, so daß das Steuerventil 119 freigegeben wird, wenn der Hebel seine
höchste Stellung erreicht, wie durch die gestrichelte Linie 1114 angedeutet. Wird
indessen der Kolben- und Zylindermechanismus 41a allein freigegeben, geht die Nabe
121a des Zylinderkopfes 118a nur über eine verhaltnismäßig kurze Strecke in die
durch Strichellinie 121C angedeutete Stellung nieder, wodurch lediglich der Hebel
111a in die Stellung der gestrichelten Linie 111C niedergeht. In dieser Stellung
des Hebels befindet sich der Nockenbetätigungsteil 112a mit Bezug auf die Arme des
Hebels in verlagerter Stellung, und die Rolle 115a läuft noch auf dem Schuhnocken
1l6a.
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Wenn der Kolben- und Zylindermechanismus 41a betätigt wird, um den
Kopf 42a zu heben, läuft die Rolle 115a lediglich den Nockenschuh 116a hinauf, verursacht
aber nicht die Verlagerung des Betätigungsarmes 117a oder Betätigung des Steuerventils
119.
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Es wird also das Steuerventil 118 oder 119 durch den Kopf, der sich
in Flaschenaufnahmestellung befindet, während des Hebens nicht betätigt, sondern
es wird lediglich das Steuerventil durch den Kopf, der sich über der Lattenkiste
befindet, für einen Augenblick während des letzten Teils des Hebens dieses Kopfes
betätigt. Mit der Betätigung des Steuerventils 118 oder 119 beginnt die Umkehrung
des Preßluftdruckes zum Kolben- und Zylindermechanismus 38 und 39, um ein Drehen
der Wiege zu verursachen. Zu diesem Zwecke sind mit jedem der Hebel 111, 111a zwei
Steuer- oder Sicherheitsventile 122, 123 verbunden, von denen jedes nur betätigt
werden kann, wenn der Hebel, mit welchem es verbunden ist, sich in seiner höchsten
Stellung befindet. Ein solches Ventil 123 ist in Abb. 8 gezeigt und sitzt auf einer
Konsole 124, die am unteren Tisch 67 festgemacht ist, wobei eine Betätigungsstange
125 durch eine Bohrung im Tisch übersteht. Am Hebel 111a sitzt ein vorspringender,
verstellharer pilzförmiger Teil 126a, der mit der Betätigungsstange 125 das Ventil
123 hetätigt, wenn der Hebel sich in seiner höchsten Stellung befindet.
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Um ein Ausrichten der Köpfe auf die zu übernehmenden Flaschen zu
erleichtern, wird zweckmäßig eine Anschlagvorrichtung vorgesehen, die die Bewegung
eines Kopfes über das Ziel hinaus verhindert und das Senken eines Kopfes in im voraus
bestimmtem Ausmaß in Anpassung an die aufzunehmenden Flaschen erleichtert. Ferner
ist es zweckmäßig, Bremsvorrichtungen vorzusehen, um die Bewegung der Wiege zu verlangsamen,
wenn diese sich einer Stellung nähert, in der die eine oder andere der Kurvenrollen
35, 36 mit der Sperraussparung 80 im Nocken 37 in Eingriff tritt. Eine derartige
Anschlagvorrichtung ist in den Abb. 15 und 16 angedeutet. An der Seite eines Kopfes
42 ist eine Konsole 127 vorgesehen, die eine vorstehende genutete Rolle 128 sowie
eine Verlängerung 129 trägt. Relativ an den Seiten des Flaschenförderers 45 ist
eine gebogene Führungsplatte 130 vorgesehen, die mit einem Schlitz 131 zur Aufnahme
der genuteten Rolle 128 versehen ist, um den Kopf 42 beim Senken zu führen. Ein
L-förmiger Anschlaghebel 132 ist in der Nähe des Schlitzes 131 angebracht, der normalerweise
frei in der durch die gestrichelte Linie 132a angedeuteten Lage hängt. In der Bewegungsbahn
des Anschlaghebels 132 ist ein
Block 133 aus elastischem Werltstoff,
z. B. Gummi, angeordnet. Die genutete Rolle 128 läuft an der oberen Kante der gebogenen
Platte 130 entlang, der Vorsprung 129 erfaßt den Anschlaghebel und bewegt ihn aus
seiner Stellung 132a in die Stellung 132, in der er an dem Anschlag 133 anschlägt
und eine weitere Drehbewegung des Kopfes verhindert. Beim Senken des Kopfes bewegt
sich die genutete Rolle 128 gleichfalls in dem Schlitz 131, und der Vorsprung 129
löst sich vom Anschlaghebel 132, der durch das Eigengewicht in die Stellung 132a
zurückschwingt und den Kopf für eine weitere Drehbewegung freigibt.
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Ein Bremsmechanismus ist schematisch in Abb. 1 dargestellt. In die
Rohre 72 und 73 sind Federn 134 sowie eine Stange 135, an deren oberem Ende eine
Bremsscheibe 136 befestigt ist, eingesetzt. An der Welle 31 ist eine Scheibe 137
angeordnet, an der die Bremsscheibe 136, wenn das Rohr 72 oder 73 entsprechend dem
Weg der Kurvenrollle 35 bzw. 36 seine obere Bewegungsgrenze erreicht, anschlägt
und die Wiege abbremst. Wird der Preßluftdruck zu den Kolben- und Zylindermechanismen
38 und 39 umgekehrt, drückt die Feder 134 das Rohr 72 oder 73 in Verbindung mit
dem Kolben- und Zylindermechanismus abwärts. Gleichzeitig wird die damit verbundene
Kurvenrolle aus der Sperraussparung 80 in der Taumelscheibe 37 und anschließend
die Bremsscheibe von der Scheibe 137 gelöst. Unter dem Lager 32 der Wiege 34 ist
ein Paar Nocken 138, 139 sowie ein zweites Paar Nocken 141, von denen nur einer
in Abb. 1 dargestellt ist, angeordnet, die zur Betätigung von Steuerventilen 140,
142 dienen.
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Die obere Lagereinrichtung 33 weist eine Stopfbuchsenbrille auf,
durch die Preßluft durch ein Rohr 143 der drehbaren Vorrichtung zugeführt werden
kann. Am unteren Teil der Welle 31 ist eine Führungshülse 244 angeordnet, an der
sich jeder der Köpfe 42, 42a mit Führungsarmen 145, 145a führt.
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Die Preßluftanschlüsse zu den verschiedenen Kolben- und Zylindermechanismen
werden zweckmäßig durch eine Anzahl kolbenbetätigter Wechselventile gesteuert, die
zur besseren übersicht in Abb. 1 nicht dargestellt worden sind. Bei einer bevorzugten
Anordnung sitzen diese Kolbenventile auf der Wiege 34, um sich mit den anderen drehenden
Teilen zu drehen.
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Die Preßluftanschlüsse einer Vorrichtung zum Überführen von Flaschen
in Lattenkisten sind schematisch in Abb. 17 dargestellt. Preßluft wird durch die
Stopfbuchsenbrille 144 einer gemeinsamen Speiseleitung 150 zugeführt, die zu je
einem Einlaßkanal der kolbenbetätigten entlasteten Kolbenventile 145, 146, 147,
148 führt. Jedes der kolbenbetätigten Ventile umfaßt, wie bei Ventil 145 angedeutet,
einen Einlaßkanal 151, zwei Abblaskanäle 152, 153 und zwei Ausströmschlitze 154,
155. Das Ventil wird durch Kolben-und Zylindermechanismen 156, 157 betätigt. Wenn
im Betrieb Preßluft in den Zylinder 156 geblasen wird, verlagert sich das Kolbenventil
nach rechts und die Ausströmöffnung 154 über den Einlaßkanal 151, während die Ausströmöffnung
155 über den Abblaskanal 153 steht. Wenn Preßluft in den Zylinder 157 eingeblasen
wird, verlagert sich das Kolbenventil nach links und die Ausströmöffnung 154 über
den Abblaskanal 152, während der Ausströmschlitz 155 über dem Einlaßkanal 151 steht.
Die Ausströmöffnung 154 des Ventils 145 steht über dem Sicherheitsventil 122 mit
einem unteren Kanal 158 des Kolben- und Zylindermechanismus 38 in Verbindung, während
ein oberer Kanal 159 für den Preßluftablaß geöffnet ist. Die
Ausströmöffnung 155
des Ventils 145 steht über dem Sicherheitsventil 123 mit einem unteren Kanal 160
des Kolben- und Zylindermechanismus 39 in Verbindung, dessen obere Öffnung 161 für
den Preßluftablaß geöffnet ist.
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Die Luftzuführung zu den Zylindern 156, 157 des Ventils 145 wird
durch Steuerventile 119, 118 gesteuert.
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Die Ausströmöffnung 152 des Steuerventils 147 steht mit einem Kanal
163 eines Kolben- und Zylindermechanismus 40a in Verbindung, von welchem eine Ausströmöffnung
164 geöffnet ist. Der Ausströmkanal 162 steht ebenfalls mit der Ausströmöffnung
165 des Kolben- und Zylindermechanismus 41 in Verbindung, von dem eine Auslaßöffnung
166 geöffnet ist. Die Auslaßöffnung 167 des Kolbenventils 147 ist mit einem Blindflansch
versehen. Der Luftzulaß zum Kolben- und Zylindermechanismus am linken Ende des Ventils
147 steht unter der Kontrolle des Steuerventils 95.
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Die Ausströmöffnung 168 des Kolbenventils 148 steht mit einer Öffnung
169 des Kolben- und Zylinder mechanismus 40 in Verbindung, von dem eine Ausströmöffnung
170 geöffnet ist, sowie mit einer Öffnung 171 des Kolben- und Zylindermechanismus
41a, von dem eine untere Offnung 172 geöffnet ist. Die rechte Ausströmöffnung 173
des Ventils 148 ist abgedeckt, während durch das Steuerventil 49 Preßluft in den
rechten Zylinder des Ventils 148 eingeblasen wird. Der linke Ausströmkanal 174 des
Ventils 146 ist mit Öffnungen 175, 176 der Kolben- und Zylindermechanismen 44a,
44 und mit dem rechten Zylinder des Kolbenventils 147 verbunden. Die rechte Auslaßöffnung
177 des Kolbenventils 146 ist mit einer Öffnung 178 des Kolben- und Zylindermechanismus
44 und mit dem linken Zylinder des Kolbenventils 148 verbunden.
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Um die Betriebsgeschwindigkeit der verschiedenen Kolben- und Zylindermechanismen
u. dgl. zu regeln, sind Drosselventile 149 in die Anschlüsse vom Kolbenventil zu
den Öffnungen der Kolben- und Zylindermechanismen angeordnet.
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Zur besseren Übersicht ist in Abb. 17 nur ein solches Drosselventil
durch das Bezugszeichen 149 gekennzeichnet.
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Als Ausgangspunkt zur Erklärung der Betriebsweise sei angenommen,
daß die Wiege im Begriff steht, in die in Abb. 1 gezeigte Stellung zu rotieren.
Diese Bewegung wird durch Betätigung des Kolben- und Zylindermechanismus 38 herbeigeführt.
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Das Steuerventil 119 ist betätigt worden, um das Kolbenventil 145
nach rechts zu bewegen und die Ausströmöffnung 154 mit der Einströmöffnung 151 zu
verbinden sowie durch das Sicherheitsventil 122 der unteren Öffnung 158 des Kolben-
und Zylindermechanismus 38 Preßluft zuzuführen und die Ausströmöffnung 155 mit der
Ausströmöffnung 153 zu verbinden, um so den Kolben- und Zylindermechanismus 39 durch
die unteren Öffnungen 160 und das Sicherheitsventil 123 zu entlüften. Die Kolben-
und Zylindermechanismen 40, 41, 40a und 41a werden betätigt, und beide Köpfe 42
und 42a werden gehoben. Das Kolbenventil 147 wird nach links bewegt, um durch die
Ausströmöffnung 162 dem Kolben- und Zylindermechanismus 41 und 40a Preßluft zuzuführen,
während das Kolbenventil 148 nach rechts bewegt wird, um durch die Ausströmöffnung
168 dem Kolben- und Zylindermechanismus 40 und 41a Preßluft zuzuführen. Das Kolbenventil
146 wird nach rechts bewegt, um durch die Ausströmöffnung 174 der oberen Öffnung
175 des
Kolben- und Zylindermechanismus 44a Preßluft zuzuführen
und die Flaschengreifvorrichtung im Kopf 42a zu entsperren sowie durch Zuführung
von Preßluft durch die Öffnung 176 des Kolben- und Zylindermechanismus 44 den Flaschengreifmechanismus
im Kopf 42 zum Erfassen von Flaschen zu bewegen.
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Bevor die Wiege das Ende ihrer Bewegung um etwa 1800 erreicht, betätigt
der Nocken 138 das Steuerventil 140, um über den Kolben- und Zylindermechanismus
60 die Zufuhr von Flaschen zu unterbrechen, bis die Wiege ihre Bewegung zur folgenden
Drehung um 1800 beginnt. Erreicht die Wiege das Ende ihrer Bewegungsbahn, drückt
die Krone 82 die Taumelscheibe37 die Kurvenrolle36 nieder, wodurch der Vorsprung
92 für einen Augenblick das Steuerventil 94 betätigt. Durch die Betätigung des Steuerventils
94 wird Preßluft in den rechten Zylinder des Kolbenventils 148 eingeblasen, um diesen
in die Stellung zu bewegen, in welcher die Durchgangsöffnung 168 mit einer Ausströmöffnung
verbunden ist, wodurch die Kolben- und Zylindermechanismen 40 und 410 freigegeben
werden und die Köpfe entsprechend den Förderbandtiefen absinken. Wenn der Kopf42
das Ende seines Hubes erreicht, betätigt die Steuerstange 98 das Steuerventil 99,
wobei in den rechten Zylinder des Kolbenventils 146 Preßluft eingeblasen wird, die
dieses Ventil in seine Linksstellung bewegt. Die Durchgangsöffnung 174 ist jetzt
mit einer Ausstrnmöffnung verbunden, um den rechten Zylinder des Kolbenventils 147
zu entlüften.
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Die obere Öffnung 175 des Zylinder- und Kolbenmechanismus 440 und
die untere Öffnung 176 des Kolben- und Zylindermechanismus 44 sind ebenfalls mit
einer Ausströmöffnung verbunden. Gleichzeitig steht die Öffnung 177 in Verbindung
mit der Luftzufuhrleitung 150 sowie der oberen Öffnung 179 des Kolben- und Zylindermechanismus,
der unteren Offnung 178 des Kolben- und Zylindermechanismus 44a und führt dem linken
Zylinder des Kolbenventils 148 Preßluft zu. Nunmehr wird der Kolben- und Zylindermechanismus
44 betätigt, um die vom Kopf 42 gehaltenen Flaschengruppe zu entsperren und freizugeben,
während der Kolben- und Zylindermechanismus 44a betätigt wird, um die darunterliegende
Flaschengruppe zu erfassen.
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Das Einblasen von Preßluft in den linken Zylinder des Kolbenventils
148 bringt die Offnung 168 in Verbindung mit der Luftzufuhrleitung 150, und es wird
der unteren Öffnung 169 des Kolben- und Zylindermechanismus 40 sowie der oberen
Öffnung 171 des Kolben- und Zylindermechanismus 410 Preßluft zugeführt, so daß beide
Köpfe 42 und 42a gehoben werden. Da der Kopf 42a sich nur ein kurzes Stück gesenkt
hat, ist das Ausmaß der Bewegung des Hebels 1110 unzureichend, um die Betätigung
des Steuerventils 119 herbeizuführen, wenn der Kopf 420 gehoben wird. Der Kopf 42
ist aber um eine viel größere Strecke niedergegangen, so daß beim Heben des Kopfes
42 der Hebel 111 das Steuerventil 118 betätigt, durch das in den rechten Zylinder
des Kolbenventils 145 Luft eingeblasen wird, wodurch sich das Ventil nach links
bewegt. Nunmehr bringt das Kolbenventil 145 die Ausströmöffnung 155 in Verbindung
mit der Einströmöffnung 151 und verbindet die Öffnung 154 mit einer Ausströmöffnung.
Wenn der Kopf 42e vollständig gehoben worden ist, wird das Sicherheitsventil 122
betätigt, wenn der Kopf 42 vollständig gehoben worden ist. Bei Betätigung der beiden
Sicherheitsventilel22 und 123 dringt dic Prcßduft durch das Ventil 123 zur unteren
hoffnung 160 des Kolben- und
Zylindermechanismus 39. In ähnlicher Weise strömt Luft
von der unteren Öffnung 158 zum Kolben- und Zylindermechanismus 38 durch das Sicherheitsventil
122, wodurch der Kolben- und Zylindermechanismus 39 betätigt und der Kolben- und
Zylindermechanismus 38 freigegeben wird. Die Bremse wird gelöst und die Kurvenrolle
35 aus der Sperraussparung 80 herausgezogen, so daß die Kurvenrolle 36 an dem Antriebsteil
81 der Taumelscheibe 37 entlang läuft, die die Wiege drehen kann.
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Kurz nachdem die Wiege sich zu drehen beginnt, gibt der Nocken 138
das Steuerventil 140 frei, wodurch der Kolben- und Zylindermechanismus 60 unter
dem Einfluß der Feder 61 freigegeben wird, um die Zuführung einer weiteren Flaschengruppe
in die Flaschenübernahmestellung zu gestatten. Während des Drehens der Wiege betätigt
ein weiterer in Abb. 1 dargestellter, dem Nocken 141 entsprechender und ihm diametral
gegenüber angeordneter Nocken das Steuerventil 142 einen Augenblick, um Preßluft
in den Kolben- und Zylindermechanismus 64 zu lassen, der eine Lattenkiste aus der
Stellung 49a freigibt und eine weitere Lattenkiste in die Füllstellung führt. Wenn
dann die Wiege die Köpfe 42 und 42a in Arbeitsstellung gebracht hat, wiederholt
sich der Kreislauf der Arbeitsgänge, wie vorstehend beschrieben, nur daß statt der
Steuerventile94, 99, 119 die Steuerventile 95, 100, 118 betätigt werden.
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Wenn es während des Betriebes erforderlich ist, den laufenden Betrieb
der Vorrichtung zu unterbrechen, kann die Wiege am Ende einer Bewegung um 1800 auf
Grund der Form des Antriebsteils 81 der Taumelscheibe 37 von Hand zum Stillstand
gebracht werden.
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Die Ruhestellung der Taumelscheibe 37 entspricht den gestrichelten
Kreisen 96 und 97 in Abb. 11 der Kurvenrollen. Soll die Maschine wieder eingeschaltet
werden, ist lediglich erforderlich, die Köpfe 42 und 42a der Wiege in Arbeitsstellung
zu drehen. Tritt eine Störung im Betrieb der Vorrichtung ein, z. B. wenn eine Lattenkiste
beschädigt ist und das Einführen der Flaschen verhindert, erreicht der Kopf nicht
seine unterste Stellung, und das Steuerventil 99 wird nicht betätigt. Die Vorrichtung
kommt zum Stillstand und kann erst durch Handbetätigung des Steuerventils 99 wieder
bewegt werden. Zu diesem Zweck ist die Stange 107 angeordnet. Um zu verhindern,
daß die sich durch Preßluft gehobenen Köpfe beim Nach'passen des Luftdruckes abwärts
bewegen und gegen die Fördereinrichtung oder sonstige Ausrüstungsteile stoßen, sind
Sicherheitshängeketten 180, 181 zum Einhaken in die Köpfe vorgesehen.
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Die Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung läßt sich jedoch
außer in der beschriebenen Weise zum Einladen von Flaschen auch zum Entladen von
Flaschen aus Lattenkisten anwenden. Beim Entladen von Lattenkisten sind jedoch in
der Regel andere Bewegungsmomente vorhanden, da die Flaschen häufig auf eine sich
bereits bewegende Fördereinrichtung abgesetzt werden. Es ist daher zweckmäßig, wenn
die Flaschen beim Absetzen eine konstante Bewegung mit der Fördereinrichtung aufweisen.
Zu diesem Zweck lassen sich die Steuerventile und Preßluftkreisläufe ohne weiteres
derart abändern, daß der Flaschengreifmechanismus eines Kopfes, bevor dieser zum
Stillstand kommt, freigegeben wird, wobei sich der Kopf zweckmäßig etwas anhebt.
Dies ist durch unabhängige Steuerung des Kolben- und Zylindermechanismus 40 vom
Mechanismus 41a und des Kolben- und Zylindermechanismus 40a vom Mechanismus 41 sowie
des Kolben- und Zylindermechanismus 44 und 44a
zum Sperren und Lösen
der Flaschengreifvorrichtung voneinander möglich, indem zwei weitere Steuerventile
und Nockeneinrichtungen zur Betätigung dieser Steuerventile vorgesehen werden. Ferner
ist es zweckmäßig, daß der Hebel 111 von der Kolbenstange43 statt von dem Nocken
121 des Zylinderkopfes 218 gesteuert wird. Die Aufhängung der Köpfe besteht bei
Vorrichtungen zum Entladen von Flaschen aus einem Kolben- und Zylindermechanismus
40 (Abb. 5), der aber am unteren Ende der Kolbenstange 43 einen anders ausgebildeten
Kolben- und Zylindermechanismus als in Abb. 7 aufweist. Der Einfachheit halber sind
jedoch in Abb. 20 die Bezugsziffern 41 und 41a für diese abgeänderten Mechanismen
wie in Abb. 17 verwandt worden. Die Kolbenstange 43 gleitet mit einem Kolben 280
in einem Zylinder 281, der kürzer als Zylinder 216 der Abb. 6 ist. Zur Steuerung
der Hebel 111, 111a ist um die Kolbenstange 43 zwischen den beiden Kolben- und Zylindermechanismen
auf der Kolbenstange verstellbar ein Ring 182 angeordnet, um zu bewirken, daß der
Hebel 111 oder 111a nur verlagert wird, wenn der obere Kolben- und Zylindermechamsinus
40 oder 40a freigegeben wird.
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Zwei weitere auf dem oberen Tisch 66 befestigte Steuerventile 183,
184 (Abb. 19) sind durch Kurvenrollen 185, 186 steuerbar. Auf der Welle so ist ein
profilierter Nockenring 187 befestigt, der derart ausgebildet und angeordnet ist,
daß die Ventile 183, 184 etwa 10 oder 150 vor der Normal- oder Sperrstellung der
Wiege gesteuert werden.
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In Abb. 18 ist schematisch dargestellt ein Flaschenaufnahlmeförderer
188, der höher als eineLattenkiste,nabgabefördereinrichtung 189 angeordnet ist.
Die Lattenkisteneinhaltevorrichtung gemäß Abb. 4 wird zweckmäßig unter der Fördereinrichtung
189 angeordnet, ist aber statt des in Abb. 3 gezeigten Flaschenrückhaltemechanismus
mit einem Kolben-und Zylindermechanismus 60 versehen, der einen Lattenkistenklemmechanismus
einsehließlich eines beweglichen Lattenkis tengreifteils 190 betätigt und eine Lattenkiste
an einem feststehenden Widerlager 191 festklemmt. Das Kolbenventil 145 steuert die
Kolben- und Zylindermechanismen 38 und 39 und wird selbst gesteuert durch die Steuerventile
118, 119 ähnlich der Steuerung in Abb. 17, wobei lediglich die Sicherheitsventile
122 und 123 ausfallen.
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Die Kolbenventile 146, 147 und 148 in Abb. 17, die den Kolben- und
Zylindermechanismus 40, 40a, 41, 41a, 44 und 44a steuern, sind durch Kolbenventile
192, 193, 194 und 195 ersetzt, die die Kolben- und Zylindermechanismen 40, 40a,
44 und 44a steuern.
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Eine Ausströmöffnung rechts am Kolbenventil 192 ist mit der Öffnung
169 des Kolben- und Zylindermechanismus 40 verbunden, während die Ausströmöffnung
197 links mit einer Platte verschlossen ist. In ähnlicher Weise ist das Kolbenventil
193 mit dem Kolben- und Zylindermechanismus 40a verbunden.
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Durch das Steuerventil wird in den linken Zylinder des Kolbenventils
192 und durch das Steuerventil 95 in den linken Zylinder des Kolbenventils 193 Preßluft
eingeblasen.
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Die linksseitigen Ausströmöffnungen 200, 203 der Kolbenventile 194,
195 sind mit den oberen Öffnungen 179, 175 der Kolben- und Zylindermechanismen 44,
44a verbunden, während die rechten Ausströmöffnungen 201, 204 mit den unteren Öffnungen
176, 178 der Kolben- und Zylindermechanismen 44, 44a sowie mit dem Zylinder 202,
205 der Kolbenventile 192, 193 verbunden sind. Das Steuerventil 183 ist mit der
oberen Öffnung 165 des Kolben- und Zylindermecha-
nismus 41 sowie mit dem linken
Zylinder 206 des Kolbenventils 194 verbunden, während in ähnlicher Weise das Steuerventil
184 mit der oberen Öffnung 171 des Kolben- und Zylindermechanismus 41a und ebenfalls
mit dem linken Zylinder 207 des Kolbenventils 195 verbunden ist.
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Bei der Beschreibung der Arbeitsweise wird von einer Stellung ausgegangen,
in der sich die Wiege der Stellung nach Abb. 1 nähert. Die Wiege 34 wird durch den
Kolben- und Zylindermechanismus 38 angetrieben.
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Die Kolben- und Zylindermechanismen 40 und 40a heben die Köpfe 42
und 42a. Das Kolbenventil 195 hefindet sich in der Rechtsstellung und öffnet den
Flaschengreifmechanismus im Kopf 42a, während das Kolbenventil 194 sich in Linksstellung
befindet und den Flaschengreifmechanismus im Kopfe 42 schließt.
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Bevor diese Stellung erreicht wird, betätigt der Nocken 187 das Steuerventil
183, wodurch Preßluft in die obere Öffnung 165 des Kolben- und Zylindermechanismus
41 gelangt, die der Kopf 42 durch den Kolben- und Zylindermechanismus 40 und den
Mechanismus 41 in seine höchste Stellung hebt.
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Nach etwa 1450 Drehung der Wiege wird das Steuerventil 183 durch
den Nocken 187 freigegeben.
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Außerdem betätigt der Nocken 141 während dieser Bewegung der Wiege
das Steuerventil 142, durch das in den Kolben- und Zylindermechanismus 64 Preßluft
eingeblasen wird, wodurch die festgeklemmte entleerte Lattenkiste freigegeben wird.
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Nähert sich die Wiege der Stellung in Abb. 1, betätigt der Nocken
187 das Steuerventil 184, wodurch in den oberen Einlaß 171 des Kolben- und Zylindermechanismus
41a sowie den linken Zylinder 207 des Kolbenventils 195, welches in Rechtsstellung
bewegt wird, Preßluft eingeblasen wird. Durch Einblasen von Preßluft durch die Öffnung
203 in die obere Offnung 175 des Kolben- und Zylindermechanismus 44a wird nun der
Flaschengreifmechanismus im Kopf 42a betätigt, der die von ihm erfaßten Flaschen
freigibt. Zur gleichen Zeit, wenn die Flaschen freigegeben werden, wird der Kopf
42a durch den Kolben- und Zylindermechanismus leicht gehoben. Der Zeitpunkt zum
Absetzen der Flaschen ist durch die Anordnung der Kurvenrollen 185, 186 und des
Nockens 187 derart gewählt, daß sich die Wiege in der gleichen Geschwindigkeit der
Fördereinrichtung 188 bewegt, um einen Stoß der Flaschen beim Absetzen zu vermeiden.
Wenn die Wiege eine Sperrstellung erreicht, wird die Kurvenrolle 36 durch die Krone
82 der Taumelscheibe 37 heruntergedrückt und das Steuerventil 94 betätigt, wodurch
in den linken Zylinder des Kolbenventils 192 Preßluft eingeblasen wird. Die Ausströmöffnung
196 ist nunmehr geöffnet, und der Kolben- und Zylindermechanismus 40 wird freigegeben,
der den Kopf 42 mit den Flaschen in der Lattenkiste in Verbindung bringt. Wenn der
Kopf 42 seine tiefste Stellung erreicht, betätigt die Steuerstange 98 das Steuerventil
99, wodurch dem rechten Zylinder des Kolbenventils Preßluft zugeführt wird. Dann
werden die Preßluftverbindungen an den oberen und unteren Öffnungen des Kolben-
und Zylindermechanismus 44 umgekehrt, wodurch der Flaschengreifmechanismus im Kopf
42 geschlossen und der Kopf 42 angehoben wird. Erreicht die Kolbenstange ihre höchste
Stellung, betätigt der Ring 182 über den Hebel 111 das Steuerventil 118, so daß
Preßluft in den rechten Zylinder des Kolbenventils 145 einströmt, die Anschlüsse
zu den Kolben-und Zylindermechanismen 38 und 39 umgekehrt werden und sich die Wiege
weiterdreht. Während sich die Wiege in einer Stellung nach Abb. 1 dreht, betätigt
der
Nocken 138 das Steuerventil 140, wodurch dem Kolben- und Zylindermechanismus 60
Preßluft zugeführt und die zu entleerende Lattenkiste festgeklemmt wird. Beim erneuten
Drehen der Wiege wird die entleerte Lattenkiste wieder freigegeben und kann ihre
Bewegungen fortsetzen. Die Reihenfolge der Arbeitsgänge setzt sich jetzt in der
gleichen Weise, wie beschrieben, fort. Es liegt natürlich im Bereich vorliegender
Erfindung, die Köpfe42, 42a mit einem anderen Greifmechanismus zu versehen oder
die Steuerung z. B. hydraulisch oder elektrisch durchzuführen. Der Greifmechanismus
kann z. B. zum gleichzeitigen Erfassen einer größeren Anzahl Gegenstände wie auch
zum Erfassen eines Einzelgegenstandes ausgebildet werden, während ebenfalls die
Anzahl der Greiferköpfe an der Wiege veränderbar ist.