DE10032503A1 - Spinnmaschine mit Saugeinrichtung - Google Patents
Spinnmaschine mit SaugeinrichtungInfo
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- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H5/00—Drafting machines or arrangements ; Threading of roving into drafting machine
- D01H5/18—Drafting machines or arrangements without fallers or like pinned bars
- D01H5/70—Constructional features of drafting elements
- D01H5/72—Fibre-condensing guides
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Abstract
In einer Spinnmaschine einer größeren Anzahl Spinnstellen, in der Faserverbände (7) nach dem Verstrecken und vor der Drehungserteilung einer Saugwirkung aufgrund eines Saugeinsatzes (20) mit einem Saugschlitz (26.1, 26.2) unterworfen werden, sind die Saugschlitze (26.1, 26.2) in Transportrichtung der Materialvorlage (7) so orientiert, dass sich eine Auslenkung eines Faserverbandes (7) in Transportrichtung betrachtet nach links ergibt, wenn die Materialvorlage (7) ursprünglich eine Rechtsdrehung oder einen Z-Drall aufweist. Umgekehrt ist ein Saugschlitz (26.1) (gestrichelte Position) nach rechts orientiert, wenn die Materialvorlage eine Linksdrehung bzw. einen S-Drall aufweist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Spinnmaschine mit einer Saugeinrichtung nach dem
Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs.
In der Patentanmeldung DE 196 37 828.1 ist eine gattungsgemässe Saugeinrichtung
beschrieben, bei der ein Saugeinsatz innerhalb einer Siebtrommel angeordnet ist, mit
welchem Saugluft durch Perforationen der Siebtrommel in eine zentrale Absauganlage
geleitet wird.
In der österreichischen Patentschrift AT 397 823 wird ausgeführt, dass eine
Ausbauchung eines Saugschlitzes bzw. einer schlitzförmigen Saugzone zu einer
vorteilhaften Wirkung bezüglich der in der Saugzone zu erreichenden Verdichtung des
Faserverbandes führen kann, wenn diese Ausbauchung von einer Blasdüse weg
seitlich ausgeführt ist. Es hat sich herausgestellt, dass auch ohne Verwendung von
Blasluft ein gekrümmter bzw. ausgebauchter Saugschlitz günstige Wirkungen auf die
Verdichtung haben kann.
Ziel der Weiterentwicklung ist eine Steigerung der Garnqualität mit vertretbarem
Aufwand.
Diese Zielsetzung wird durch eine Spinnmaschine nach den Merkmalen des
unabhängigen Anspruchs erreicht. Die abhängigen Ansprüche betreffen vorteilhafte
Weiterbildungen. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass bei einer
Spinnmaschine mit einer Saugeinrichtung zur Verdichtung eines verstreckten
Faserstromes die Fasern mittels einer entsprechend geformten Saugeinrichtung so
geführt werden, dass sie eine Bewegung entgegen ihrer ursprünglichen Orientierung
vor der Verarbeitung in der Spinnmaschine vollführen. Dieser Effekt wird in der
nachfolgenden Beschreibung anhand der Zeichnung im Einzelnen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 schematisch einen Querschnitt durch eine Spinnmaschine mit einer
Saugeinrichtung, die zum Verdichten eines Faserverbandes dient,
Fig. 2 einen Meridianschnitt durch eine Saugeinrichtung,
Fig. 3 eine Ansicht eines Saugeinsatzes quer zu dessen Längsachse,
Fig. 4 schematisch einen Faserverband, der einer Spinnmaschine zur Herstellung
von Garn vorgelegt wird,
Fig. 5 schematisch die Zulaufrichtung und die Anordnung von mehreren
Saugzonen in einer Spinnmaschine, wobei eine grössere Anzahl von
Spinnstellen wie in Fig. 1 beschrieben, nebeneinander angeordnet sind.
Es ist Aufgabe der folgenden Erfindung, eine Saugeinrichtung so auszuführen, dass es
zu keinen Veränderungen in den Oberflächen der relativ zueinander bewegten Teile
kommt.
Diese Aufgabe wird durch eine Einrichtung mit den Merkmalen des unabhängigen
Anspruches gelöst. Die abhängigen Ansprüche betreffen vorteilhafte Weiterbildungen.
Die Spinnmaschine weist eine Saugeinrichtung auf, bestehend aus einer Siebtrommel
und einem darin angeordneten Saugeinsatz, der an eine Absauganlage angeschlossen
ist.
Die Siebtrommel besteht bevorzugt aus Messing und der Saugeinsatz wenigstens an
seiner der Siebtrommel zugewandten Oberfläche aus Kunststoff.
Bei Verwendung von Kunststoff für die Herstellung des Saugeinsatzes können die
Herstellkosten wesentlich gesenkt werden. Eine Kunstoffbüchse als Aussenteil des
Saugeinsatzes kann auf einfache Weise durch Aufpressen auf einem Innenteil montiert
werden, wobei eine genügende Dichtheit und ein zufriedenstellender Rundlauf des
Bauteils erzielt werden. Das Innenteil und das Aussenteil können durch eine
Schnappverbindung in achsialer und in Umfangsrichtung zueinander positioniert
werden.
Die Materialvorlage 7 gemäss Fig. 1 besteht bei einer herkömmlichen Spinnmaschine
entweder aus einer Kanne oder Vorgarnspule. Aus der Kanne wird ein Faserband 71
(gestrichelt gezeichnet) dem Streckwerk zugeführt. Im Falle einer Vorgarnspule wird
Vorgarn vom Umfang der Spule abgezogen. Über eine Umlenkvorrichtung kommt der
Faserverband, nämlich das Vorgarn oder das Faserband, in den Bereich eines
Streckwerks 1. Das Streckwerk umfasst mehrere Paare von Lieferwalzen 11,
vorzugsweise zum Teil mit Riemchen ausgestattet. Der Faserverband 71 wird zwischen
dem ersten und zweiten Lieferwalzenpaar 11a und 11b nur schwach und zwischen dem
zweiten und nachfolgenden Walzenpaar 31, 33 stark verzogen, wobei das
Verzugsverhältnis insgesamt den Wert 100 übersteigen kann.
Zwischen einer Klemmwalze 33 und einem Verdichtungselement 31 wird der
verstreckte Faserverband geklemmt, und nachfolgend auf der Verdichtungseinrichtung
3 verdichtet. Der das Streckwerk 1 verlassende Faserverband weist eine Breite auf, die
während des Verdichtens abnimmt. Entlang der Verdichtungszone 31' kann eine
Führung 39 bevorzugt in Form eines Schirmes den Faserverband an der Oberfläche
des Verdichtungselements 31 begleiten. Abschliessend ist in der Verdichtungszone
eine Sperrwalze 35 vorgesehen, welche an das Verdichtungselement 31 angedrückt ist
und so die Drehungserteilung von einer Spinneinrichtung 5 her entgegen der
Materialflussrichtung begrenzt. Im Inneren des Verdichtungselements 31 befindet sich
ein Saugelement 37, welches an eine Saugeinrichtung 4 angeschlossen ist. Das
Verdichtungselement 31 ist vorzugsweise eine perforierte rotierende Trommel,
während das Saugelement 37 im Bereich der Perforation eine Saugöffnung aufweist.
Zwischen dem Streckwerk 1 und der Spinneinrichtung 5 befinden sich Fadenführer 55,
55', die im Falle einer Ringspinneinrichtung den Fadenballon des Garns 73 gemäss Fig.
1 nach oben hin begrenzen. Im unteren Bereich der Spinneinrichtung wird das Garn 73
mittels eines Läufers 53 auf einem Ring, der auf einem Ringrahmen 51 befestigt wird,
durch die Drehung einer Spindel 59 mit Antrieb auf eine Garnpackung 75 aufgewickelt.
Die Höhe der Garnpackung wird durch den Bewegungsbereich eines
Ringrahmenantriebs 57 bestimmt, der den Ringrahmen 51 in vertikaler Richtung
gemäss Fig. 1 auf und ab versetzt.
Die Saugeinrichtung gemäss Fig. 2 besteht aus einer Siebtrommel 13, welche über eine
Nabe 27 auf einer Welle 15 montiert ist. Auf der Innenseite der Siebtrommel 13 befindet
sich der Saugeinsatz 20, der im gezeigten Ausführungsbeispiel aus einem Mantel 25
mit einem Saugrüssel 21 und einem Einsatz 28 zusammengefügt ist. Durch den
Saugrüssel 21 wird die angesaugte Luft einer zentralen Absauganlage zugeführt. Im
Inneren des Einsatzes 28 befindet sich eine Lageröffnung 31", mittels der der Saug
einsatz 20 drehbar auf der Welle 15 montierbar ist. Eine Verbindung zu einem
feststehenden Teil der Spinnmaschine sorgt für eine Verdrehsicherung des Einsatzes
28 auf der Welle 15. Als Material für den Einsatz 28 wird beispielsweise eine
Leichtmetall-Legierung gewählt, während der Mantel 25 bevorzugt aus Kunststoff,
beispielsweise Polyamid 6.6, besteht. Der Mantel 25 wird bei der Montage auf den
Einsatz 28 aufgepresst, wobei eine Schnappverbindung 26 für eine Lagesicherung der
Teile zueinander sorgt. Die Schnappverbindung 26 besteht bevorzugt aus einem
Rücksprung im Einsatz 28 und einem Vorsprung am Mantel 25. Der Mantel 25 kann
einstückig mit dem Saugrüssel 21 aufgeführt werden, oder es werden zwei Einzelteile
zusammengefügt. In der äusseren Oberfläche des Mantels 25 befinden sich
beispielsweise zwei Saugschlitze 26.1 und 26.2, welche in Fig. 2 nach unten in
Umfangsrichtung parallel zueinander liegen. Von den Saugschlitzen 26.1 und 26.2 führt
eine Nut oder führen zwei Nuten 37 bevorzugt in Spiralform zum Saugrüssel 21. Durch
diese Art der Luftführung werden Ablagerungen im Einsatz beispielsweise durch
Ansetzen von Fasern vermieden. Zwischen der Welle 15 und dem Einsatz 28 wird
innerhalb der Lageröffnung 31 bevorzugt ein Wälzlager oder eine Wälzlagerkombination
angeordnet. Die Siebtrommel 13 weist im Bereich der Saugschlitze 26.1 und 26.2 am
ganzen Umfang Durchbrüche, bevorzugt kreisrunde Bohrungen 13a, auf. Die aus den
wesentlichen Teilen Siebtrommel 13 und Saugeinsatz 20 bestehende Saugeinrichtung
wird bevorzugt in einer Ringspinnmaschine als Kompaktierungseinrichtung benutzt, wie
beispielsweise in der eingangs erwähnten Patentanmeldung DE 196 37 828.1
beschrieben ist. Eine Saugeinrichtung gemäss der Beschreibung kann aber
beispielsweise auch als Falschdralleinrichtung verwendet werden.
In Fig. 3 sind jeweils zwei Saugschlitze 26.1 und 26.2 in gleicher Orientierung
dargestellt, wobei gemäss den ausgezogenen Linien die Saugschlitze von links oben
nach rechts unten verlaufen. Es können andererseits auch die Saugschlitze gemäss der
gestrichelten Darstellung von rechts nach links führen. Dabei ist massgebend, wie der
Faserverband, der der Spinnmaschine vorgelegt wird, strukturiert ist. Gemäss Fig. 4 ist
ein Abschnitt eines Faserverbandes in Form eines Vorgarns dargestellt, wobei die
Fasern innerhalb des Verbandes einen Rechtsdrall aufweisen. in der Ansicht quer zur
Längserstreckung des Faserverbandes bedeutet dies, dass die Fasern gemäss den
ausgezogenen diagonal verlaufenden Linien von rechts oben nach links unten
verlaufen, wenn das Vorgarn gemäss Fig. 4 von oben nach unten in eine Spinnstelle
eingeführt wird. In Fig. 5 wird der Bezug zwischen der Zuführrichtung und der
generellen Orientierung der Saugzonen innerhalb der Saugeinsätze definiert. Wenn
Faserverbände gemäss Fig. 4, sogenannte Vorgarne oder Lunten, gemäss Pfeilrichtung
in Fig. 5 mit dem oben erwähnten Rechtsdrall von oben nach unten in die Spinnstellen
eingeführt werden, müssen die Saugschlitze von links oben nach rechts unten
verlaufen, wie dies in Fig. 5 angedeutet und auch in Fig. 3 mit den ausgezogenen Linien
der Saugschlitze 26.1 und 26.2 gezeigt ist. Wenn eine Lunte oder ein Vorgarn nicht wie
in Fig. 4 dargestellt einen Rechtsdrall aufweist, sondern in die entgegengesetzte
Richtung gedreht ist, müssen die Saugschlitze wie in Fig. 3 gestrichelt eine
Ausbauchung bzw. eine Orientierung von rechts oben nach links unten aufweisen,
wenn die Materialtransportrichtung in der Zeichenebene von oben nach unten verläuft.
In der Textiltechnik wird in diesem Zusammenhang mit den Begriffen Z-Drall und S-Drall
gearbeitet, wobei ein Faserverband bzw. ein Vorgarn wie in Fig. 4 dargestellt, einen
Z-Drall, also eine Rechtsdrehung (in oder entgegen Verarbeitungsrichtung), aufweist.
Es sei darauf hingewiesen, dass die Positionsnummern gemäss den Fig. 1, 2 und 3
jeweils strikt auf die entsprechenden Textpassagen bezogen sind.
Claims (4)
1. Spinnmaschine mit einer Materialvorlage (7) in Form eines schwach gedrehten
Faserverbandes, auch Vorgarn oder Lunte genannt, mit einem Streckwerk (1) und
einer anschliessenden Verdichtungseinrichtung (3) sowie einer Spinneinrichtung (5)
für jeweils einen Faserverband bzw. ein Vorgarn (7), wobei in der
Verdichtungseinrichtung (3) in einer Verdichtungszone (31') ein Saugelement (37)
bzw. ein Saugeinsatz (20) mit mind. einem Saugschlitz (26.1, 26.2) vorgesehen ist,
und wobei ein Verdichtungselement (31) bzw. eine Siebtrommel (13) das
Saugelement (37) bzw. den Saugeinsatz (28) umfängt, dadurch gekennzeichnet,
dass die Saugschlitze (26.1, 26.2) in Transportrichtung des Faserverbandes (7)
schräg nach links verlaufen, wenn der Faserverband bzw. die Materialvorlage eine
Drehung nach rechts bzw. einen Z-Drall aufweist, und dass umgekehrt die
Saugschlitze in Transportrichtung der Materialvorlage (7) betrachtet nach rechts
orientiert sind, gemäss der gestrichelten Ausführung in Fig. 3, wenn die
Materialvorlage einen S-Drall bzw. eine Linksdrehung aufweist.
2. Spinnmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche
Saugschlitze (26.1, 26.2) in allen Spinnstellen einer Spinnmaschine in
Förderrichtung der Materialvorlage (7) betrachtet nach links orientiert sind.
3. Spinnmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche
Saugschlitze (26.1, 26.2) einer Spinnmaschine in Förderrichtung der Materialvorlage
(7) betrachtet nach rechts (gestrichelte Position von 26.1, 26.2) verlaufen, wobei die
Materialvorlage (7) in jeder Spinnstelle eine Linksdrehung bzw. einen S-Drall besitzt.
4. Verfahren zum Betrieb einer Spinnmaschine nach einem der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass entlang der Saugeinrichtung zur
Verdichtung eines verstreckten Faserstromes die Fasern mittels eines entsprechend
geformten Saugschlitzes so geführt werden, dass sie eine Bewegung entgegen ihrer
ursprünglichen Orientierung im Faserverband vor der Verarbeitung in der
Spinnmaschine vollführen.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10032503A DE10032503A1 (de) | 2000-07-04 | 2000-07-04 | Spinnmaschine mit Saugeinrichtung |
| IT2001MI001409A ITMI20011409A1 (it) | 2000-07-04 | 2001-07-03 | Filatoio con dispositivo aspiratore |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE10032503A DE10032503A1 (de) | 2000-07-04 | 2000-07-04 | Spinnmaschine mit Saugeinrichtung |
Publications (1)
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|---|---|
| DE10032503A1 true DE10032503A1 (de) | 2002-01-17 |
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Family Applications (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE10032503A1 (de) |
| IT (1) | ITMI20011409A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102013108094A1 (de) * | 2013-07-29 | 2015-01-29 | Maschinenfabrik Rieter Ag | Spinnmaschine und Falschdralleinrichtung |
-
2000
- 2000-07-04 DE DE10032503A patent/DE10032503A1/de not_active Withdrawn
-
2001
- 2001-07-03 IT IT2001MI001409A patent/ITMI20011409A1/it unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102013108094A1 (de) * | 2013-07-29 | 2015-01-29 | Maschinenfabrik Rieter Ag | Spinnmaschine und Falschdralleinrichtung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ITMI20011409A1 (it) | 2003-01-03 |
| ITMI20011409A0 (it) | 2001-07-03 |
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