DE100124C - - Google Patents

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DE100124C
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41FAPPARATUS FOR LAUNCHING PROJECTILES OR MISSILES FROM BARRELS, e.g. CANNONS; LAUNCHERS FOR ROCKETS OR TORPEDOES; HARPOON GUNS
    • F41F3/00Rocket or torpedo launchers
    • F41F3/04Rocket or torpedo launchers for rockets
    • F41F3/048Means for imparting spin to the rocket before launching

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 72: Schusswaffen, Geschosse, Verschanzung.
Geschütz für Raketengeschosse u. dgl.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. Oktober 1897 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Geschütz für Raketengeschosse u. dgl., die zum Schleudern von gegen Stofs empfindlichen Sprengstoffen, Leuchtfeuersätzen, Rettungsleinen u. s. w. dienen. Das Geschütz ermöglicht, solche Geschosse ohne Stofs in Bewegung zu setzen und denselben die erforderliche Anfangsgeschwindigkeit und aufserdem eine bestimmte Bewegungsrichtung und Rotation zu ertheilen und besteht aus zwei von einander getrennten Haupttheilen, nämlich
einem hinten geschlossenen Rohr mit oder ohne Verschlufs, welches zur Aufnahme des Geschosses oder eines Theiles desselben dient, und
einem in gewisser Entfernung vor der Mündung dieses Rohres angeordneten Führungsrohr, dessen Achse die Verlängerung der Achse des ersteren bildet.
Anstatt vollständig von einander getrennt zu sein, können die beiden Theile ein zusammenhängendes Rohr bilden, welches in gewissem Abstande vom Rohrboden eine oder 'mehrere Oeffnungen besitzt.
Wenn ein Geschofs abgefeuert werden soll, wird dasselbe von der Mündung des Geschütz-, rohres aus oder von hinten in das hintere Rohr eingeführt, wo sodann die in ihm enthaltene Treibladung mittelst einer Zündschnur oder einer durch den Rohrboden führenden elektrischen Leitung entzündet wird. Das im Geschofs allmählich entwickelte Gas strömt nun in das Rohr hinter das Geschofs, wo es expandirt und dabei das Geschofs zwingt, sich ohne Stofs nach und nach gegen die Mündung des Geschützrohres in Bewegung zu setzen. Um jedoch eine möglichst geringe Menge Gas beim Ingangsetzen des Geschosses zu verbrauchen, kann hinter demselben eine Treibladung eingelegt werden, welche dann durch das aus dem Geschofs ausströmende Gas entzündet werden und zum Ingangsetzen des Geschosses beitragen kann. Wenn indessen das Geschofs in dieser Weise seiner ganzen Länge nach in das Führungsrohr eingetreten ist und also die Oeffnung zwischen diesem und der Mündung des hinteren Rohres passirt hat, strömt das hinter dem Geschofs befindliche Gas nach aufsen, so dafs der hinter dem Geschofs befindliche Gasdruck plötzlich aufhört. Infolge dessen beginnt das im Geschofs sich weiter entwickelnde Gas, welches jetzt unbehindert durch die Gasturbine ausströmen kann, sofort das Geschofs in Rotation zu versetzen, welches dabei mit zunehmender Schnelligkeit durch die ihm im Geschützrohr ertheilte lebendige Kraft und den fortwährend wirkenden Reactionsdruck vorwärts getrieben wird und alsbald den Lauf mit bestimmter Anfangsgeschwindigkeit und Bewegungsrichtung, sowie in der für die Erhaltung der letzteren erforderlichen Rotation verläfst.
Fig. ι und 2 der Zeichnung zeigen im Längsschnitt und Grundrifs ein aus zwei Theilen, nämlich dem Führungsrohr b und dem hinteren Rohr α, hergestelltes Geschützrohr, welche beide von einem Mantel c, der die Schildzapfen tragen kann, zusammengehalten- werden.
Fig. 3 ist ein Schnitt nach Linie 3-3 der Fig. 2. Mit e ist der Zwischenraum zwischen
beiden Rohren bezeichnet, durch welchen das Gas entweicht, während das Geschofs das Führungsrohr b passirt. f bezeichnet einen beliebigen Rohrverschlufs und g g sind die Schildzapfen.
Fig. 4 zeigt in waagerechtem Längsschnitt eine weitere Ausführungsform der Erfindung. Hier besteht das Geschützrohr aus einem einzigen Rohr mit Oeffnungen h. f ist der Verschlufs und g sind die Schildzapfen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Geschütz für Raketengeschosse u. dgl., gekennzeichnet durch ein Rohr (a) mit einem in solcher Entfernung (e) vor seiner Mündung angeordneten Führungsrohr (b), dafs beim Abfeuern des Rohres (a) in dem Führungsrohr (b) ein Gasdruck nicht erzeugt und damit eine zur Drehung des Geschosses hinreichende Austrittsgeschwindigkeit der Gase des Treibsatzes aus der Turbine gesichert wird.
    Eine Ausführungsform des Geschützes nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs das Rohr (α) und das Rohr (b) ein zusammenhängendes Geschützrohr mit Gasaustrittsöffnungen (h) vor oder neben dem abzufeuernden Projectil bilden (Fig. 4).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT100124D 1897-10-05 Active DE100124C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH15519T 1897-10-05

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DENDAT100124D Active DE100124C (de) 1897-10-05

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DE (1) DE100124C (de)

Also Published As

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CH15519A (fr) 1898-06-15

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