DE2829591A1 - Geschoss - Google Patents
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
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Description
PATENTANWÄLTE
ZELLENTIN
ZELLENTIN
ZWEISRÜCKENSTR. 1B
8OOO MÜNCHEN 2
8OOO MÜNCHEN 2
Geoffrey Martin Spence
Jugglers, Folly Lane, as/Hu
Crowborough, Sussex, England
GB 7834
Geschoß
Die Erfindung betrifft Munition für Gewehre oder allgemein
Feuerwaffen.
Die allgemein verwendeten üblichen Gewehrgeschosse in Form
zugespitzer Metallzylinder stellen hinsichtlich der mit ihnen erzielbaren Reichweiten sowie ihrer ballistischen Bahnen keine
optimalen Geschosse dar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Geschosse für Feuerwaffen,
insbesondere für Gewehre anzugeben, die hinsichtlich ihrer Flugeigenschaften den üblichen Vollgeschossen überlegen
sind und auf einfache Weise auch als panzerbrechende oder Spurgeschosse ausführbar sind.
Diese Aufgabe wird durch Geschosse mit den im Anspruch 1 wiedergegebenen
Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
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sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Das erfindungsgemäße Gewehrgeschoß weist einen rohrförmiaen
Körper von kreisförmigem Querschnitt auf. Wenigstens ein Vorderabschnitt
des Geschosses ist vorzugsweise als Ringflügel ausgebildet.
Eine Gewehrpatrone kann somit ein Geschoß und eine Treibladung enthalten, wob.ei das Geschoß von im wesentlichen rohrförmiger
Gestalt mit einem kreisförmigem Querschnitt ist. Die Längsöffnung des rohrförmigen Geschosses kann mit einer
Aussparung zur Aufnahme einer Treibladung ausgeführt sein, wobei diese Aussparung zwischen einer Verschlußscheibe, die die
Längsöffnung im rückwärtigen Teil eines Vorderabschnitts des Geschosses abschließt, sowie einer Venturidüse am rückwärtigen
Ende der Längsöffnung angeordnet ist. Die Verschlußscheibe wird unmittelbar nachdem das Geschoß den Gewehrlauf verlassen
hat, ausgeworfen oder verbrannt, und die Verbrennung der Treibladung zusammen mit der verdichteten Luft, die in die
Verbrennungskammer eintritt, führt zur Ausbildung eines Staustrahltriebwerks, das die Geschwindigkeit der Kugel aufrechterhält.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezug auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Kugel,
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Fig. 2 die Kugel aus Fig. 1 fest in eine Patronenhülse eingesetzt,
Fig. 3 die durch den Lauf einer Feuerwaffe abgefeuerte Kugel aus Fig. 1,
Fig. 4 einen Längsschnitt durch eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Geschosses als Spurgeschoß oder panzerbrechendes Geschoß mit einem Strahltriebwerk.
Das in den Fig. 1 und 2 gezeigte Geschoß (Kugel) besteht im wesentlichen aus einem hohlen Rohr mit einem Vorderabschnitt 10,
einem Mittelabschnitt 20 und einem Schwanzteil 30. Die beiden Abschnitte 10 und 20 bilden Ringflügel (ringförmige Tragflächen)
Der Hittelabschnitt 20 der Kugel ist in erste Linie dafür vorgesehen, den Verlust an Gewicht, der dadurch entsteht, daß der
Vorderabschnitt 10 als hohles Rohr und nicht wie bei einer herkömmlichen
Kugel voll ausgeführt ist, auszugleichen. Die Kugel ist dadurch langer als eine herkömmliche Vollkugel, kann aber
in etwa dasselbe Gewicht haben.
Der Schwanzteil 30 ist so ausgeführt, daß er eine Verschlußscheibe
12 lösbar am Hinterende der Längsöffnung hält. Beide
Abschnitte 20 und 30 können auch weggelassen werden und die Kugel kann als ein einziger Ringflügel mit einer Verschlußscheibe
12 an einem Ende ausgeführt sein, wobei die Veirschluilscheibe
12 entweder lösbar derart befestigt isst, daß .c;ii>
gleich nachdem die Kugel den Lauf verlassen hat, ausgeworfen wird, oder aus einem verbrennbaren Material hergesteLLt ist,
wie es unter Bezug auf Fig. 4 noch näher ausgeführt wLrd.
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Die Kugel wird Ln einer übLichen Patronenhülse 40 gehalten,
indem die Hülse 40 den Mittelabschnitt 20 der Kugel würgend übergreift. Wenn die Patrone abgefeuert wird, erhält die Kugel
bei ihrer Bewegung durch den Lauf 50 der Feuerwaffe (Fig.3) einen Drall und ist während ihres Flugs drallstabilisiert wie
eine herkömmliche Vollkugel.
Um zu verhindern, daß das Treibgas durch die Längsöffnung 11
des rohrförmigen Geschosses entweicht,ist in eine in dem Schwanzteil
50 vorgesehen^ Aussparung eine Verschlußscheibe 12 eingepaßt.
Beim Abfeuern der Patrone weitet der sich hinter der Kugel entwickelnde Gasdruck deren hinteren Rand 31 auf und preßt
ihn an die Innenwand des Laufs, durch den die Kugel abgefeuert wird. Eine Kugel mit einem derart aufgeweiteten hinteren Rand
ist in Fig. 3 gezeigt. Dabei löst sich die durch den hinteren Rand gehaltene Verschlußscheibe 12, obwohl sie durch den Gasdruck
hinter der Kugel vorerst weiterhin in ihrer ursprünglichen Position gehalten wird. Die Verschlußscheibe wird schließlich
durch den Luftdruck nach hinten ausgeworfen, wenn die Kugel etwa 6m (20 ft) von der Mündung des Laufs entfernt ist.
Al tot mti1/ dazu kann, wie in Fig. 4 gezeigt, eine verbrennbare
fii:;ti: iiclmibe 60 anstelle der Scheibe 12 verwendet werden, wobei
L deren teiLlweliHi freiliegende Stirnfläche 6 1 nicht entflammbar
iijt, um £ufallige:>
Abfeuern zu vermeiden, wenn ein brennender Gegen.'it and in den Lauf einer Feuerwaffe, die geladen ist,
geschoben wird.
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BAD ORIGINAL
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Die Scheibe 60 kann beispielsweise aus einer Magnesiumlegierung hergestellt sein. Sie weist in ihrer Mitte eine verminderte
Dicke auf, so daß das Durchbrennen zuerst in der Mitte erfolgt. Wenn die Patrone abgefeuert wird, wird die Scheibe
durch die Gase der Verbrennung des Treibsatzes in der Patronenhülse
in Brand gesetzt.
Das Geschoß enthält außerdem eine innere Aussparung, die eine Brennstoffpille 62 enthält. Die verbrennbare Scheibe 60 wird
bei der Herstellung des Geschosses zuerst in einer Position quer zum hinteren Ende der Längsbohrung 11 im Ringflügel fest
eingesetzt. Danach wird die Brennstoffpille 62 in die dafür
vorgesehene Aussparung in der Bohrung 13 (die eine Verlängerung der Längsöffnung 11 ist) eingebracht.
Eine spezifisch gewählte Zone der Brennstoffpille 62 kann eine
schwer entflammbare Schicht aufweisen, so daß die Pille an einem ganz bestimmten Punkt entzündet wird und in einer vorausbestimmten
Richtung brennt. In jedem Fall wird die Pille 62 durch die Treibsatzgase etwa gleichzeitig mit der Scheibe oder
Platte 60 in Brand gesetzt. Sobald die Scheibe 60 durchgebrannt ist, was der Fall ist, wenn die Kugel etwa 6 m von der
Laufmündung entfernt ist, tritt verdichtete Luft aus der Längsöffnung
11 in die Bohrung 13 ein. Durch die Verbrennung der
Brennstoffpille 62 wird die verdichtete Luft erhitzt und dehnt sich dadurch aus. Dadurch entsteht ein Staustrahltriebwerk, das
die Luft und die Verbrennungsgase durch die Venturidüse 14 ausstößt. Die dadurch erzeugte zusätzliche Antriebskraft erhält
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die Geschwindigkeit der Kugel aufrecht, indem sie den normalen Verlust durch den Luftreibungswiderstand ausgleicht. Diese
zusätzliche Antriebskraft wirkt solange, wie dieBrennstoffpille
62 brennt. Die Brennstoffpille 62 kann eine Treibstoffmischung und/oder Spurmaterialien enthalten.
Bei hohen Mach-Zahlen in Bodennähe weist das Staustrahltriebwerk eine hohe Antriebswirksamkeit und einen geringen Brennstoffverbrauch
auf.
Wenn ein hochspezifischer Impulstreibsatz verwendet wird, kann eine aus einem geeigneten Hartmaterial hergestellte 5,56 mm
Kugel des in Fig. ^ gezeigten Typs leichte Panzerung durchschlagen.
In Spurpatronen wird eine kleinere Treibstoffpille, die eine
höhere Geschwindigkeit erzeugt und damit den Verlust an Kugelmasse ausgleicht, benutzt, wodurch ähnliche Reichweitencharakteristiken
wie bei.der panzerbrechenden Kugel gewährleistet werden.
Die Kugel, die in den Fig. 1 und 2 gezeigt ist, ist wirkungsvoller
als eine herkömmliche Vollkugel, da nicht nur ihre Reichweite größer ist, sondern auch ihre Flugtrajektorie flacher
ist, was das Zielen vereinfacht. Sie ist besonders geeignet für * ,56 mm Waffen. Versuche, bei denen eine derartige erfindungsgemäße
Kugel mit einer Standardkugel M 193 verglichen wurde, lieferten die in der Tabelle wiedergegebenen Ergebnisse, wobei
beide Kugeln ein Gewicht von 3,56 g (55 grains), einen Durchmesser von 0,569 cm (0,224 inches) und einen Formfaktor
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von 0,56 (Ingall-Tabellen) aufwiesen und die Mündungsgeschwindigkeit
991 m/sec (3250 ft/sec) betrug.
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Claims (1)
- PATENTANWÄLTE ZE L LE N T I NZWEIBRÜCKENSTR. 15
80OO MÜNCHEN QGeoffrey Martin Spence 5· JuliJugglers, Folly Lane, AS/H\iCrowborough, Sussex, England γβ 7ΓΠ4Patentansprüche1.) Geschoß für Feuerwaffen mit einem im wesentlichen rohrförmigen Körper mit kreisförmigem Querschnitt, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Vorderabschnitt (10) des rohrförmigen Körpers als Ringflügel ausgebildet ist.2. Geschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß quer zur Längsöffnung (11) des rohrförmigen Körpers eine Verschlußscheibe oder Platte (12) angeordnet ist, die während des Flugs des Geschosses entweder ausgeworfen oder zerstört wird.3. Geschoß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, d iß die Scheibe (12) lösbar in einem Sclu/anzteil (30) des rohrförmigen Körpers angeordnet ist, wobei dieser Schwanz teil ()ö) beim Abfeuern dos Geschosijes durch den Lauf (50) einer Feuerwaffe durch, den Druck der Gase das Treibsätze:; derart verformt wird, cjaß sich die Verschlußscheibe oder Platte (12) löst, aber durch den Gasdruck weiterhin in ihrer809884/0881BAD ORiQfNALursprünglichen, die Längsöffnung (11) des Geschosses verschließenden Stellung verbleibt, bis das Geschoß den Lauf C)O) der Feuerwaffe verläßt.1. Geschoß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußscheibe (60) im hinteren Teil des Vorderabschnitts(10) des rohrförmigen Körpers angeordnet ist und aus einem verbrennbaren Material hergestellt ist.5. Geschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Abschnitt der Lingsöffnung (11) hinter der Verschluß-Scheibe (60) mit einer Aussparung zur Aufnahme einer Treibladung (13) ausgeführt ist.6. Geschoß nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das rückwärtige Ende der Längsöffnung (11) des rohrförmigen Körpers als Venturidüse (14) ausgebildet ist und das Geschoß nach Verbrennen der Verschlußscheibe (60) ein Staustrahltriebwerk bildet, das durch Kombination der Verbrennunj ck'r Treiblidung (Ii) mit der durch die Längsöffnung(11) des rohrförmigen Körpers strömenden verdichteten Luft amjv.trieben wird und durch die Venturidüse (14) ausstößt.7. Patrone für Feunrwaffen, dadurch gekennzeichnet, daß üiu ein Geschoß nach einem der Ansprüche 1 bis 6 sowie eimni Treibsatz enthält.8 0 CJ 8 8 4 / 0 Ü 8 1BAD ORIGINAL
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Family Applications (1)
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Legal Events
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