DE100018C - - Google Patents

Info

Publication number
DE100018C
DE100018C DENDAT100018D DE100018DA DE100018C DE 100018 C DE100018 C DE 100018C DE NDAT100018 D DENDAT100018 D DE NDAT100018D DE 100018D A DE100018D A DE 100018DA DE 100018 C DE100018 C DE 100018C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
thread
hemstitch
thread guide
sewing
fabric
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT100018D
Other languages
English (en)
Publication of DE100018C publication Critical patent/DE100018C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B3/00Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing
    • D05B3/04Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing with mechanisms for work feed
    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05DINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASSES D05B AND D05C, RELATING TO SEWING, EMBROIDERING AND TUFTING
    • D05D2303/00Applied objects or articles
    • D05D2303/08Cordage

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. September 1897 ab.
Entgegen bekannten Vorrichtungen für Nähmaschinen, bei denen der Hohlsaumfaden in Schlangenlinien um zwei verschiedene Nadeln herumgeführt und festgenäht wird, soll mit der den Gegenstand vorliegender Erfindung bildenden Vorrichtung eine besondere Nähart von Hohlsäumen hergestellt werden, die sich dadurch kennzeichnet, dafs irgend welcher Stoff oder Schnur, Litze oder dergl. als Hohlsaumfaden wechselweise zwischen zwei Stoffkanten festgenäht wird, und zwar derartig, dafs jedesmal an einer Stoffkante eine Reihe von Stichen ausgeführt wird, um den Hohlsaumfaden festzunähen, ehe er nach der anderen Stoffkante hinüber gewechselt wird.
" Um diesen Vorgang zu ermöglichen, ist die Zweinadel-Nähmaschine mit einer Vorrichtung versehen, deren Beschaffenheit und Wirkung sich an Hand der beiliegenden Zeichnung aus Folgendem ergiebt.
In der Zeichnung bedeutet:
Fig. ι die Vorderansicht der Nähmaschine,
Fig. 2 die Vorderansicht des Kopfstückes mit dem Fadenführer in entgegengesetzter Stellung von Fig. i.
Fig. 3 bildet eine Stirnansicht des Nähmaschinenkopfes mit vom Excenter gehobenem Fadenführer, während bei
Fig. 4 der Fadenführer in entgegengesetzter Stellung von Fig. 3 sich befindet.
Fig. 5 und 6 stellen mit der Maschine ausgeführte Nähte dar.
Die mit zwei Nadeln NN und ebenso viel
Schiffchen oder Greifern
ausgerüstete
Nähmaschine trägt an ihrem Kopftheil einen Mechanismus, welcher hauptsächlich aus dem in zwei Richtungen schwingend beweglichen Fadenführerhebel α und dessen Antriebvorrichtung besteht.
Der Fadenführerhebel α (Fig. 1 bis 4) hat .nicht nur den Zweck, den durch seine Oese d gehenden Faden b einestheils bei jedem Nadelstich etwas hinter die Nadel zu biegen (Fig. 4), damit der Nähfaden h den Hohlsaumfaden b richtig überbrückt, sondern der Hohlsaumfaden b wird auf jeder Stoffkante wechselweise in Schlangenlinien über den Stoff bezw. über die Nahtlinie geführt. Aufserdem hat der Fadenführerhebel noch eine dritte, das Wesentliche der vorliegenden Vorrichtung bildende Bewegung auszuführen, indem er den Hohlsaumfaden von der einen Stoffkante nach der anderen hinüber wechselt, so dafs ein eigentlicher Hohlsaum zu Stande kommt. Zu diesem Zweck ist der Fadenführerhebel α nach verschiedenen Richtungen schwingbar beweglich dadurch, dafs er um den Zapfen i und in Achse k (Fig. 1 bis 4) schwingen kann, wobei er durch die Feder f (s. Fig. 1 und 2) beeinflufst wird.
Zur Bewegung des Fadenführerhebels α dient einestheils die Kreuznuth auf der Trommel A auf Achse B und ferner die kleine Kreuzcurve C auf Achse g, sowie aufserdem das Excenterstück / auf der Achse g. Die kleine Kreuzcurve C ist auf der Achse g seitlich verschiebbar, dreht sich aber mit ihr. Die Verschiebung wird durch das Gleitstück m der
grofsen Kreuzcurve A, sowie den durch das Gleitstück m verbundenen Hebel N herbeigeführt.
Die Wirkung der Kreuzcure C auf den Fadenführerhebel ist eine doppelte, indem der Fadenführerhebel durch Verschiebung von C eine grofse Schwingung erhält, während durch Drehung von C kleine Schwingungen desselben zu Stande kommen. Durch die Verschiebung der kleinen Kreuzcurve C auf Achse g erhält der Fadenführer eine grofse Schwingung, und zwar in Richtung einer Linie, welche auf beiden mittelst Hohlsaum zu verbindenden Stoff kanten senkrecht steht, wie dies durch den Hohlsaumfaden b (Fig. 5 und 6) veranschaulicht ist.
Um das Vernähen des von einer Stoffseite zur anderen gebrachten Hohlsaumfadens zu bewirken, wird bei jedem Stich der jeweilig auf den Hohlsaumfaden wirkenden Nadel der Fadenführer α mittelst des Excenterstückes / auf Achse g (s. Fig. 1 bis 4) um ein Geringes hinter die Nadel gedruckt, damit der Nähfaden h sicher über den Hohlsaumfaden b zu liegen kommt und letzterer thatsächlich fest auf dem Stoff vernäht wird (Fig. 4); es ist dies noch eine dritte Bewegung des Fadenführerhebels a.
Um nun ferner ein schlangenlinienartiges Auflegen des Saumfadens, auf jede der Stoffflächen zu erzielen, erhält der Fadenführer a die kleine Schwingung, und zwar durch die Drehung der Kreuzcurve C, welche kleine Schwingung der Nadelbewegung entsprechend angepafst ist, so dafs der Fadenführer den Saumfaden bald rechts, bald links zur Nahtlinie D (Fig. 5 und 6) bringt und ein vollkommenes Aufnähen des den Hohlsaum bildenden Fadens stattfindet. Sobald die Länge der Festnähung des Saumfadens auf der einen Stoffseite eine gewisse Grofse erreicht hat, tritt die grofse Kreuzcurve A auf Achse B wieder in Wirkung und der Fadenführer α wird wieder nach der anderen Seite des Stoffes gewechselt, d. h. die Kreuzcurve C wird auf g verschoben, macht also jetzt die grofse Bewegung, so dafs sowohl C als auch das Excenterstück / bei dem nunmehr wieder erfolgenden Festnähen - des Saumfadens die bereits oben beschriebene Wirkung auf den Fadenführer a ausüben und das ganze Spiel bei jedem Wechsel des Fadenführers von einer Saumseite zur anderen sich wiederholt.
Der Antrieb der Fadenführerbewegungsvorrichtung geschieht von der Nähmaschinenhauptwelle aus, von welcher mittelst Räder Rr die Achse B bewegt und von letzterer mittelst Räder R1 und r1 (Fig. 1) die Achse g der kleinen Curve C gedreht wird.
Fadenführerhebel α ist mit dem Gleitstück m1 der Curve A (Fig. 3 und 4) durch die verschiebbare Kreuzcure C verbunden, welche durch N verschoben wird . und diese Verschiebung mittelst Gleitstückes ml am Fadenführer α auf letzteren überträgt, so dafs er um Zapfen i und k in Schwingung versetzt wird.
Die Uebersetzung von der Hauptwelle nach der Fadenführerbewegungsvorrichtung wird derartig gewählt, dafs die Saumfadenbewegung mit derjenigen der Nähnadel stets im richtigen Einklang steht. Die Hohlsaumnaht kann hierbei in geraden oder gebogenen Linien oder irgendwie gestaltet zur Ausführung gebracht werden.
Die Vorrichtung läfst sich an Nähmaschinen aller Systeme anbringen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Fadenführervorrichtung für Hohlsaum - Nähmaschinen, welche ein wechselweises Festnähen des Hohlfadens (b) auf zwei einander gegenüberliegenden Stoffkanten dadurch ermöglichen soll, dafs ein in zweifacher Art schwingender Fadenführerhebel (a) einerseits zum Festnähen des Hohlsaumfadens auf den Stoffkanten vermittelst einer seitlich verschiebbar angeordneten Kreuzcurve (C) kleine Schwingungen erhält, andererseits durch eine zweite Kreuzcurve (A) in gröfserer Schwingung die Ueberführung des Hohlsaumfadens (h) von einer Stoffkante zur anderen vermittelt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT100018D Active DE100018C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE100018C true DE100018C (de)

Family

ID=370869

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT100018D Active DE100018C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE100018C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE100018C (de)
DE2922061C2 (de) Doppelkettenstich- Nähmaschine
DE1108052B (de) Stoffvorschub-Zusatzapparat fuer Naehmaschinen
DE68921026T2 (de) Industrie-Nähmaschine, die gleichzeitig mehrere Nähte ausführen kann.
DE2852299B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Bildung einer UEberwendlichnaht mit Hilfe einer Zickzack-Naehmaschine
DE3908388C2 (de) Überwendlichnähmaschine
DE69120238T2 (de) Industrie-Nähmaschine, die gleichzeitig verschiedene Nähte ausführen kann
DE50068C (de) Fadenheftmaschine
DE294974C (de)
DE46264C (de) Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Ziernähten
DE93763C (de)
DE203048C (de)
DE58059C (de) Verfahren und Maschine zur Herstellung einer Kreuzkettenstich-Naht
DE152044C (de)
DE22600C (de) Vorrichtung zum Nähen von Knopflöchern an Schiffchen-Nähmaschinen
DE256774C (de)
DE145143C (de)
DE113008C (de)
DE582940C (de) Knopflochnaehmaschine
DE119404C (de)
DE264204C (de)
DE117772C (de)
DE65358C (de) Zweinadel - Kettenstich - Cylinder-Nähmaschine zur Herstellung kreuzstichartiger Ziernähte
DE26311C (de) Nähmaschine mit unter der StiQn_ platte oscillirenden Nadeln
DE46462C (de) Zierstich Nähmaschine