DD258254B3 - Vorrichtung zur herstellung von drahtlitzen - Google Patents
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Description
Hierzu 1 Seite Zeichnung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von ein- und mehrlagigen Drahtlitzen, wobei die Drähte von einem ruhenden Ablaufsystem abgezogen werden und der das fertig verseilte Gut aufnehmende Aufwickler innerhalb eines rotierenden Systems angeordnet ist.
Bei der Herstellung allgemein gebräuchlicher Drahtlitzen werden in letzter Zeit immer häufiger nach dem Doppelschlagprinzip arbeitende hineinverseilende Schnellverseilmaschinen eingesetzt.
Bei diesem Verseilprinzip werden die einzelnen Drähte von speziellen Ablaufsystemen abgezogen und dem innerhalb des rotierenden Systems der Doppelschlagverseilmaschine angeordneten Aufwickler zugeführt.
Das DD-WP 226604 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung mehrlagiger Stahldrahtlitzen, wobei das Ausgangsmaterial vom Ablaufsystem kommend über eine Sortierscheibe, den Verseilpunkt und eine Datiereinrichtung in die Doppelschlagverseilmaschine geführt wird. Dort läuft das Verseilgut auf einer Flugbahn um den Spulenträger herum zum Abzug und Aufwickler.
Dabei sollte sich-stark vereinfacht betrachtet-zwischen der Summe der Einzelkräfte im Ausgangsmaterial und der Längskräfte im Verseilverband ein Kräfteausgleich herausbilden. Da aber die Längskräfte im Verseilverband in den Berührungspunkten des Verseilverbandes mit den Führungselementen Reibkräfte erzeugen und diese Reibkräfte in dem Maße, wie sie ansteigen, das Drehen des Verseilverbandes beim Verseilen im Bereich der Verseilstrecke behindern, führt dieses über Eigenspannungen im Verband zu einer schlechten Verseilqualität. Diese nachteilige Erscheinung der durch Reibung in den Führungselementen beeinträchtigten Drehung des Verseilverbandes ist allen bekannten Verfahren und Vorrichtungen, u. a. der DE-AS 1510062, dem DD-WP 143279 und dem DD-WP 221488 zur Herstellung von drehspannungsfreien Drahtseilen, eigen.
Des weiteren werden durch die AT-PS 367240 und DE-OS 3112634 Verfahren und Vorrichtungen zur Realisierung einer definierten Zugkraft im Verseilgut oder zu verseilendem Gut an SZ-Verseilmaschinen bekannt, welche die Anordnung von zwei Abzügen aufweisen, zwischen denen entweder die eigentliche SZ-Verseilmaschine oder ein nachgeordneter Extruder vorgesehen ist.
Nachteilig an diesen beiden Einrichtungen ist, daß mit diesen keine Stahldrahtlitze, wie z. B. mit Schnellverseilmaschinen (Doppelschlagmaschinen), verarbeitet werden kann.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist, ein- und mehrlagige Drahtlitzen mit geringem maschinentechnischem Aufwand, bei minimalem Platzbedarf der Ausrüstungen, in hoher Qualität, insbesondere der Drallfreiheit, herzustellen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Herstellung ein- und mehrlagiger drehspannungsfreier Drahtlitzen zu entwickeln, wobei das Verseilgut einer Doppelschlagverseilmaschine mit einer definierten, vom Ablaufsystem unabhängigen Kraft zugeführt wird, so daß die Reibkräfte in den Führungselementen der Verseilstrecke minimiert werden. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Vorrichtung aus einem zwischen dem Ablaufsystem und dem Verseilsystem angeordneten Zusatzabzug besteht, wobei dieser mit dem innerhalb der Doppelschlagverseilmaschine angeordneten Abzug synchron arbeitet.
Des weiteren ist zum Ausgleich von Differenzen in den Drehzahlen der Antriebe des Zusatzabzuges und des Abzuges der schneller drehende Antrieb des Zusatzabzuges mit einer an sich bekannten, veränderlich einstellbaren, einen Schlupf erzeugenden Kupplung versehen.
Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert
Die Figur zeigt schematisch den Drahtlauf während des Verseilvorganges.
Das Ausgangsmaterial 1 wird vom Ablaufsystem 2 durch eine Sortierscheibe 3 über den Verseilpunkt 4 in die Doppelschlagverseilmaschine 5 geführt. Dort läuft das Verseilgut 6 auf einer Flugbahn 7 um den Spulenträger 8 herum und wird anschließend zum Abzug 9 mit Aufwickler geführt. Während des Verseilvorganges wird das Verseilgut 6 über Führungselemente 10 geführt. Die Längskraft F6 im Verseilgut 6 erzeugt hierbei in den Führungselementen 10 Reibkräfte, die das Drehen des Verseilgutes 6 im Bereich der Verseilstrecke zwischen Verseilpunkt 4 und Abzug 9 beeinträchtigen und somit die Qualität des fertigen Verseilgutes 6 negativ beeinflussen. Um die Reibkräfte in den Führungselementen 10 zu minimieren, muß die Längskraft Fe minimiert werden, welches durch Beeinflussung der Kraft F1 als Summe der Einzelkräfte im Ausgangsmaterial 1 möglich ist. Die Größe der Kraft F1 ist jedoch von den spezieilen Bedingungen innerhalb des Ablaufsystems 2 abhängig und kann nicht in jedem Fall den optimalen Verseilbedingungen angepaßt werden. In diesem Fall müssen Ablaufsystem 2 und Verseilsystem 11 unabhängig voneinander arbeiten können. Dazu wird zwischen Ablaufsystem 2 und Verseilsystem 11 ein Zusatzabzug 12 angeordnet. Dieser Zusatzabzug 12 arbeitet mit dem Abzug 9 synchron, wobei zum Ausgleich von Differenzen in den Drehzahlen der Antriebe des Zusatzabzuges 12 und des Abzuges 9 der schneller drehende Antrieb des Zusatzabzuges 12 mit einer nicht näher dargestellten, an sich bekannten, veränderlich einstellbaren, einen Schlupf erzeugenden Kupplung versehen ist. Der Zusatzabzug 12 zieht mit der Kraft F1 das Ausgangsmaterial 1 vom Ablaufsystem 2. Danach wird das Ausgangsmaterial 1 vom Zusatzabzug 12 mit der Kraft F13 dem Verseilsystem 11 zugeführt
Nun gilt-stark vereinfacht betrachtet-das Kräftegleichgewicht F13 = F6, wobei F13 nur noch indirekt über den Zusatzabzug 2 mit F1 in Beziehung steht, d.h., F13 kann viel kleiner gehatten werden als F1. Somit ist eine kräftemäßige Trennung vom Ablaufsystem 2 und Verseilsystem 11 erreicht worden. Die Vorteile aus der Erfindung bestehen darin, daß durch die kräftemäßige Trennung vom Ablaufsystem 2 und Verseilsystem 11 mittels des Zusatzabzuges 12 die Reibkräfte an den Führungselementen 10 soweit minimiert werden, daß sie das Drehen des Verseilgutes 6 im Bereich der Verseilstrecke nicht mehr behindern.
Claims (2)
- Patentansprüche:1. Vorrichtung zur Herstellung von Drahtlitzen, bestehend aus einem Ablaufsystem und einem Verseilsystem, welchem seinerseits eine Sortierscheibe, der Verseilpunkt, eine Doppelschlagverseilmaschine und ein Abzug mit Aufwickler zugeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Ablaufsystem (2) und Verseilsystem (11) ein mit dem im Verseilsystem (11) angeordneten Abzug (19) synchron arbeitender Zusatzabzug (12) angeordnet ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb des Zusatzabzuges (12) mit einer veränderlich einstellbaren Kupplung versehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD30048087A DD258254B3 (de) | 1987-03-05 | 1987-03-05 | Vorrichtung zur herstellung von drahtlitzen |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DD30048087A DD258254B3 (de) | 1987-03-05 | 1987-03-05 | Vorrichtung zur herstellung von drahtlitzen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD258254A1 DD258254A1 (de) | 1988-07-13 |
| DD258254B3 true DD258254B3 (de) | 1993-01-07 |
Family
ID=5587268
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DD30048087A DD258254B3 (de) | 1987-03-05 | 1987-03-05 | Vorrichtung zur herstellung von drahtlitzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD258254B3 (de) |
-
1987
- 1987-03-05 DD DD30048087A patent/DD258254B3/de not_active IP Right Cessation
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DD258254A1 (de) | 1988-07-13 |
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