DD213887A1 - Mobile freizeiteinrichtung als ladungseinheit fuer schiffe - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine mobile Freizeiteinrichtung als Ladungseinheit fuer Schiffe, insbesondere fuer Containerschiffe.Ziel der Erfindung ist es, eine in der Herstellung billige mobile Freizeiteinrichtung zu schaffen, die universell auch voruebergehend auf jedem containertragenden Freizeitschiff angeordnet und im Umschlagsprozess als Ladungseinheit behandelt werden kann.Aufgabe der Erfindung ist es,eine mobile Freizeiteinrichtung als Ladungseinheit fuer Schiffe zu schaffen, die fuer ihre Nutzung, Transport und Lagerung alle Funktionsmechanismen enthaelt und neben der beim Einsatz auf dem Schiff relativ unabhaengig vom Standort zusaetzliche Freiflaechen fuer Sport, Spiel und Erholung aus Elementen der Freizeiteinrichtung geschaffen werden koennen. Deshalb ist sie so gestaltet, dass der ueberwiegende Volumenanteil durch ein Badebassin, der Rest durch einen Stau- und sonstigen Raum gebildet wird, waehrend die Freiflaeche fuer die Freizeitgestaltung aus, von der Einrichtung bewegbar im Containerraster bemessenen Plattenelementen besteht, die im Zustand der Benutzung seitlich neben der Freizeiteinrichtung angeordnet sind.
Description
Mobile Freizeiteinrichtung als Ladungseinheit für Schiffe
Die Erfindung betrifft eine mobile Freizeiteinrichtung als Ladungseinheit für Schiffe, insbesondere für Containerschiffe.
Die Rationalisierung des Güterverkehrs hat dazu geführt, daß im kombinierten Verkehr auf Land- und Wasserwegen zunehmend Container eingesetzt werden. Für ihren Transport auf dein Wasser werden zunehmend spezialisierte Schiffe, sogenannte Voll- bzw. Semicontainerschiffe, benutzt, die sich durch extrem kurze Aufbauten auszeichnen, so daß eine möglichst -große nutzbare Decksfläche für die Containerladung zur Verfügung steht. Auf herkömmlichen Frachtschiffen, auf deren Decks im allgemeinen nur in Ausnahmefällen Decksladung gefahren wird, stehen der Besatzung ausreichend Decksflächen für die Freizeitgestaltung während der Fahrt des Schiffes zur Verfügung. So ist es auf diesen Schiffen üblich, auf dem freien Deck und auf den Lukenabdeckungen der Laderäume Sport zu treiben, sich zu bewegen und zu erholen* Zunehmend werden Freibadebassins eingebaut und Fitnesseinrichtungen auf dem freien Deck fest installiert. Es gibt also auf solchen Schiffen ausreichend Platz für "die Besatzung sich in Luft, Licht und Sonne auf dem Freideck in der wachfreien Zeit zu erholen.
Auf den eingangs erwähnten spezialisierten Schiffen für den Containertransport stehen solche Möglichkeiten nicht zur Verfügung. Die v/eitere Rationalisierung dieser Schiffe ist dadurch
gekennzeichnet, daß man bestrebt ist, die gesamte Länge und Breite des freien Becks für den Ladungstransport zu nutzen. Dabei wird selbst das Decksareal für die Aufbauten, die zur Unterbringung der Wohn-, Wirtschafts-, Freizeit, und Sanitärräume dienen, dimmer weiter eingeschränkt. So ist beispielsweise aus der DB-WP 156051 bekannt, die Räume für die Unterbringung der Wohn-, Wirtschafts-, Freizeit- und Sanitärräume der Besatzung vom Deck zu entfernen.
Zur Überwindung dieser Schwierigkeiten, Freizeit- und Erholungsmö'glichkeiten den Besatzungen während der Fahrt des Schiffes auf dem freien Leck zu ermöglichen, hat man bisher darin eine Lösung gesehen, äußerst großzügig eingerichtete, voll klimatisierte Räume unter Deck bzw. in den Aufbauten als Freizeit-r und Erholungsstätten zu schaffen. Alle diese Lösungen haben jedoch den Nachteil, auch bei gegebenen günstigen Wetterbedingungen die Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten auf See nur unter Ausschluß von Luft, Licht und Sonne zu gewährleisten.
Aus der DE-OS 2 929 203 sind containerisierte Schiffsbetriebseinheiten bekannt, bei denen verschiedenartigste Funktionseinheiten innerhalb eines Containers angeordnet sind. iTach dieser vorgeschlagenen Lösung werden Montageeinheiten dezentral gefertigt, rationell zum Montageort an- bzw. abtransportiert und an zentraler Stelle effektiv montiert. In diesem Sinne sind diese Schiffsbetriebseinheiten in ihrer Funktion auf dem Schiff nicht mobil.
Ziel der Erfindung ' .
Das Ziel der Erfindung besteht, darin, eine mobile Freizeiteinrichtung zu schaffen, die verhältnismäßig billig und einfach in der Herstellung ist, die ferner schnell und auch vorübergehend auf jedem beladenen Containerschiff oder containertragenden universellen Frachtschiff (Semicontainerschiff) angeordnet und im Umschlagsprozeß als Ladungseinheit behandelt werden kann und die schließlich bei größtmöglicher Sicherheit für die erholungssuchenden Besatzungsmitglieder eine sportlich betonte Freizeitgestaltung auf dem Freideck in Luft, Licht und Sonne während der Fahrt des Schiffes gewährleistet.
Ede Erfindung hat die Aufgabe, eine mobile Freizeiteinrichtung als Ladungseinheit für Schiffe, insbesondere für Containerschiffe, zu schaffen, die für ihre Nutzung, Transport, Umschlag und Lagerung alle Funktionsmechanismen enthält und neben der beim Einsatz auf dem Schiff relativ unabhängig vom Standort zusätzliche Freiflachen für Sport, Spiel und Erholung aus Elementen der mobilen Freizeiteinrichtung geschaffen werden können«
Die erfindungsgemäße Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die mobile Freizeiteinrichtung als Ladungseinheit für Schiffe, insbesondere für Containerschiffe, in dem Funktionseinheiten untergebracht sind, so gestaltet ist, daß der überwiegende Volumenanteil der Freizeiteinrichtung durch ein Badebassin und der Rest des Volumens durch einen Stau- und sonstigen Raum gebildet wird, während die Freifläche für die Freizeitgestaltung aus, von der Einrichtung bewegbar im Containerraster bemessenen Plattenelementen besteht, die im Zustand der Benutzung seitlich neben der Freizeiteinrichtung angeordnet sind. Es ist vorteilhaft, daß die Plattenelemente die Seiten- und/oder Stirn- und/oder Deckenwände der Freizeiteinrichtung sind. Erfindungsgemäß ist es ferner, daß die Freizeitebene in und/oder unterhalb der Badeebene angeordnet ist.
Die erfindungsgemäße Lösung bringt eine Reihe von Vorteilen. Die mobile Freizeiteinrichtung benötigt keinen festen Platz und kann dadurch den Ladungspartien und ihrer notwendigen Separation angepaßt werden. Der Umschlagsprozeß wird nicht behindert, da die Einrichtung wie ein Container umschlagbar ist und somit im Hafen sowohl an Bord oder an Land hingestellt werden kann. Die mobile Freizeiteinrichtung kann mit relativ geringem manuellen Aufwand nutzungsfähig ausgerüstet werden. Im gleichen Maße kann bei liotwendigkeit in kurzer Zeit ein see- und wetterfester Container gewährleistet werden.
Die erfindungsgemäße Lösung gewährleistet aktive Erholung der Besatzung in ihrer Freizeit in Luft, Licht und Sonne auch auf Schiffen mit einem hochgradig rationalisierten Transport-, Umschlag- und Lagerprozeß.
Ede Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert
Es zeigen
Pig. 1 : ein Beispiel der Anordnung einer mobilen Preizeiteinrichtung auf einem Schiff in perspektivischer Darstellung;
Pig. 2 : die Seitenansicht einer mobilen Preizeiteinrichtung;
Pig. 3: einen waagerechten Schnitt in der Ebene C-D-nach Pia. 2·
Pig. 4: eine Draufsicht nach Pig. 2 in der Ebene A-B .
Die mobile Preizeiteinrichtung besteht im wesentlichen aus dsm quaderförmigen Rahmen 1, der in seinen Außenähinessungen vorzugsv/eise den Rastermaßen eines ISO-Containers entspricht. An den Ecken des Rahmens sind Eckbeschläge 2 vorgesehen. Die äußere Verkleidung, d. h. Boden 3, Seitenwände 4, Stirnwände 5 und Deckel 6, besteht aus gesicktem Blech. Alle vorgenannten Bauteile sind, falls sie vom Standardcontainer abweichen,.' nach den Vorschriften für ISO-Container ausgeführt. Die Begehbarkeit der mobilen Preizeiteinrichtung ist vorzugsweise durch eine verschließbare Luke 7 von oben gewährleistet. Damit kann die mobile Preizeiteinrichtung relativ ortsunabhängig auf dem Schiff angeordnet werden.
Den größten Raum im Innern der Einrichtung nimmt das Badebassin δ ein. Der Restraum wird für einen Stauraum 9 für Sportgeräte, Mobiliar, Hilfseinrichtungen und dgl., eine Toilette 10, einen ITiedergang 11, der den untenliegenden Stauraum 9 sowie die Toilette 10 von oben zugänglich macht, und einen Durchgang 12 genutzt. Vor dem Zugang zum Badebassin B von der Plattform 14 aus, ist eine flexible Dusche 13 vorgesehen.
Die erforderlichen Preiflachen für Sport, Spiel und Erholung werden u.a. aus Bauelementen der mobilen Preizeiteinrichtung gebildet. Dabei sind verschiedene Varianten möglich, die weitestgehend vom Standort der Preizeiteinrichtung auf dem Schiff beeinflußt werden. Im wesentlichen handelt es sich um zwei Varianten.
— 5 —
Bei der ersten Variante sind Bade- und i'reizeitebene nahezu identisch. Das ist dann der rail, wenn die mobile Freizeiteinrichtung beim Stauen der Ladung zwischen den Ladungscontainern 16 so gestapelt wurde, daß über der Freizeiteinrichtung kein weiterer Container steht und die Decksflachen der angrenzenden Container als Freiflächen am Badebassin 0 genutzt v/erden können.
Wie beispielsweise aus Fig. 4 ersichtlich, wird die Freifläche hierbei aus dem Deckel β gebildet, der mittig in Längsrichtung geteilt und am Rahmen 1 gelenkig befestigt ist» Damit ist das Badebassin 0 außer von der Plattform 14 auch von den Freiflächen begehbar. Als Unfallschutz ist an den Deckelhälften ein steckbares Geländer 15 vorgesehen. Zusätzliche Matten, die während des Transportes der mobilen Freizeiteinrichtung im Innern des 3adebassins 6 gelagert werden, dienen zum Erweitern der Freifläche, zum Abdecken der Beschläge und zum Ausgleich von . Zwischenräumen zu angrenzenden Containern. Als Freifläche können gleichfalls spezielle, in sich stabile Flächenelemente verwendet werden, die oberhalb des Badebassins 8 im.Rahmen 1 gelagert werden. Dabei kann es sich um mehrere Flächenelemente handeln, die an den Ecken Container-Eckbeschläge 2 aufweisen.. Eines der Flächenelemente übernimmt dabei die Funktion des -Deckels 6. Diese Flächenelemente werden entweder seitlich herausgezogen oder vom Rahmen 1 abgehoben und wie bereits beschrieben auf die Deckflächen der angrenzenden Container gelegt und dort befestigt. Die Größe der Flächenelemente entspricht vorzugsweise der Deckfläche der mobilen Freizeiteinrichtung.
Bei der zweiten Variante liegt die Freizeitebene unterhalb der Badeebene. Diese Variante ist anwendbar, wenn die Freizeiteinrichtung auf den Containerstapel bzw. auf das freie Deck aufgesetzt wird. Die Freizeitebene kann dann gleichfalls aus speziellen Flächenelementen, deren Größe der Deckelfläche der Freizeiteinrichtung entspricht, gebildet werden.
Die Freizeitebene kann aber auch aus den abklappbaren Seitenwänden 4 und Stirnwänden 5 bestehen, wobei eine Kombination mit den vorgenannten Flächenelementen möglich ist. Der Zugang zum Badebassin ö ist gleichfalls über den Niedergang 11 möglich,
da der Durchgang 12 von einer Seite zur anderen Seite begehbar ist. Denkbar ist auch der Zugang zum Badebassin δ über eine seitlich angeordnete Leiter,
Sine kombinierte Möglichkeit der Anordnung der Bade- und Freizeitebene ist aus Fig. 1 ersichtlich. Hier wurde die mobile Freizeiteinrichtung zwischen den Ladungscontainern 16 so gestapelt, daß die Freifläche einerseits aus einer Deckelhälfte in Höhe der Badeebene -und andererseits aus den Deckflächen der angrenzenden Container, die mit speziellen Flächenelementen bzw. Matten 17 abgedeckt sind, die unterhalb der Badeebene liegen, gebildet wird.
Claims (3)
1. Mobile Freizeiteinrichtung als Ladungseinheit für Schiffe, insbesondere für Containerschiffe, in dem Punktionseinheiten untergebracht sind, dadurch gekennzeichnet , daß der überwiegende Volumenanteil der Freizeiteinrichtung durch ein Badebassin (3) und der Rest des Volumens durch einen Stau- (9) und sonstigen Raum gebildet wird, während die Freifläche für die Freizeitgestaltung aus, von der !einrichtung bewegbar im Containerraster bemessenen Plattenelementen besteht, die im Zustand der Benutzung seitlich neben der Freizeiteinrichtung angeordnet sind.
2. Mobile Freizeiteinrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Plattenelemente Seiten- (4) und/oder Stirn- (5) und/oder Deckenwände (6) sind.
3. Mobile Freizeiteinrichtung nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Freizeitebene in gleicher Höhe und/oder unterhalb der Badeebene angeordnet ist.
Seifen Zeichnungen
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Family Applications (1)
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1983
- 1983-03-02 DD DD24840583A patent/DD213887A1/de not_active IP Right Cessation
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