DD202808A1 - Vorrichtung zur schliessfolgesteuerung von tueren - Google Patents
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Abstract
Die Vorrichtung soll mit einfachen Mitteln herstellbar und ohne Aufwand unter Industriebedingungen einsetzbar sein. Mit der Vorrichtung ist zu gewaehrleisten, dass die vorgesehene Schliessfolge unbedingt in jedem Falle gewaehrleistet wird u. die Fernbedienung mit unterschiedlichen Medien ausfuehrbar ist. Ein Einsatz der Vorrichtung bei schweren Tuerfluegeln und eine beschaedigungsfreie Betaetigung sind Bedingung. Im Bereich des Standfluegels und des Schlossfluegels befinden sich eine Halteeinrichtung mit Schliessfolgeausloesung und ein Schliessfolgemechanismus. Die Halteeinrichtung ist im Bereich von beiden Tuerfluegeln angeordnet. Die Schliessfolgeausloesung befindet sich zumindest im Bereich des Schlossfluegels. Damit wird unbedingt in jedem Betaetigungsfalle die vorgesehene Schliessfolge gewaehrleistet.
Description
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Titel der Erfindung
Vorrichtung zur Schließfolgesteuerung von Türen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft\eine Vorrichtung zur Steuerung der Schließfolge von Türflügeln bei vorzugsweise zweiflügeligen Türen und dergleichen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
In Gebäuden und anderen Anlagen besteht zuweilen die Forderung, im Gefahrenfalle bestimmte Bauabschnitte durch eingebaute Türen abzuriegeln. Dabei sollen verschiedene Medien, wie Elektroenergie, Druckluft und dergleichen zur Betätigung des Auslösemechanismus verwendbar sein. Sofern es sich um mehrflügelige Türen handelt, die durch eine Fernsteuerung verschlossen werden müssen, ist die Einhaltung einer entsprechenden Schließfolge unerläßlich. Diese Schließfolge besteht darin, daß zuerst der sogenannte Standflügel geschlossen werden muß, bevor der Schloßflügel verriegelt wird·
Es sind bereits verschiedene Vorrichtungen zum Betätigen von Türflügeln im Gefahrenfalle bekannt, deren Auslösemechanismus darauf abzielt, einflügelige Dreh- oder Schie-
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betüren zu betätigen oder zur Betätigung anzuregen. Dazu wird teilweise ein relativ komplizierter Aufwand betrieben, der allerdings trotzdem nicht in der Lage ist, die Schließfolge von zweiflügeligen Türen unter Verwendung unterschiedlicher Medien so zu steuern, daß ein falsches Zugehen der beiden Türflügel unbedingt ausgeschlossen ist.
Da es sich bei Türen für Gefahrenzonen sehr oft um solche mit einem hohen Gewicht handelt, sind die für zweiflügelige Türen bekannten Schließvorrichtungen nicht geeignet, mit entsprechender Sicherheit die Schließkräfte der Türflügel aufzunehmen bzw. zu übertragen·
Im Vergleich zu den bereits bekannten Lösungen hat die neue Vorrichtung das Ziel, daß sie mit einfachen Mitteln herstellbar und ohne hohen Aufwand unter Industriebedingungen einsetzbar ist. Sie soll unbedingt sicher beim Schließen mehrflügeliger Türen funktionieren und keiner sonderlichen Wartung und Überwachung bedürfen·
Die Erfindung hat deshalb die Aufgabe, zu gewährleisten, daß die vorgesehene Schließfolge unbedingt in jedem Betätigungsfalle gewährleistet wird. Dabei muß die Fernbedienung mit unterschiedlichen Medien ausführbar sein. Die Vorrichtung soll auch bei schweren Drehflügeln anwendbarsein und beschädigungsfrei arbeiten.
Die Erfindung besitzt deshalb folgende Merkmale: Bei zweiflügeligen Türen befinden sich im Bereich des Standflügels und des Schloßflügels eine Halteeinrichtung mit Schließfolgeauslösung und ein Schließfolgemechanisraus. Die Halteeinrichtung ist im Bereich von beiden Tür flügeln angeordnet und die Schließfolgeauslösung zumin-
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dest im Bereich des Schloßflügels· Die Halteeinrichtung besteht aus Arretierklinken, die über Bolzen an Festlagern angelenkt sind· Die Arretierklinken korrespondieren mit an den Türflügeln befindlichen Halterungen und werden im Öffnungszustand der Tür durch Magneten im Einklinkezustand festgelegt· Dem Magnet des Schloßflügels ist außerdem eine Verzögerungseinrichtung zugeordnet, die nach Unterbrechung des an einer Einspeisung liegenden Potentials in Aktion tritt· Oer Schließfolgemechanismus be«· steht aus einer mit dem Standflügel verbundenen Steuer« zunge und einem über Lager schwenkbar ausgebildeten Aus» lösekeil· Oer hiermit verbundene schwenkbare Auslösebügel betätigt einen Distanzierungsarm, der einen gefederten Dämpfungskopf trägt und gegen den gegebenenfalls der Schloßflügel schlagen kann, wenn der Standflügel seinen Schließvorgang noch nicht beendet haben sollte·
Ausführungsbeispiel
An nachstehendem Ausführungsbeispiel soll die Erfindung näher erläutert werden. Die zugehörigen Zeichnungen zeigen in
Fig. 1 eine Gesamtansicht der Türflügel mit der Vorrichtung
Fig. 2 eine Darstellung der Einzelheit "1%
An einer zweiflügeligen Tür 1, die aus einem Standflügel 1' und einem Schloßflügel 1" besteht, befindet sich die Vorrichtung zur Schließfolgesteuerung, die sich aus einer Halteeinrichtung mit Schließfolgeauslösung I und einem Schließfolgemechanismus II zusammensetzt. Die Halteeinrichtung I besteht aus einer Arretierklinke 2 mit Bolzen 3, die an einem Festlager 4 gemeinsam mit einem Magneten 5 und im Bereich des Schloßflügels 1" mit einer Verzögerungseinrichtung 6 angelenkt sind. Magnet 5 und Verzögerungseinrichtung 6 besitzen eine Einspeisung 7. Eine Halterung 8, die mit der Arretierklinke 2 korrespondiert, ist an den Türflügeln lf; 1" angeordnet· Der
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Schließfolgemechanismus II besteht aus einer an dem Standflügel 1* angeordneten Steuerzunge 9 und einem Schließfolgegestänge mit seinen Einzelelementen: einem Auslösekeil 10, der mit einem im Lager 11" schwenkbaren Auslöse» bügel 12 verbunden ist. In einem Lager II1 ist ein ebenfalls mit dem Auslösebügel 12 verbundener Distanzierungsarm 13 mit Dämpfungskopf 14 angeordnet· Die Lager 11'j 11" sind an der Türwandung 15 befestigt.
Aus diesem Aufbau ergibt sich nunmehr folgende Wirkungsweise:
Die Flügel der Tür 1 werden zwangsweise durch die Haltevorrichtung I offen gehalten. Hierzu fixieren die Arretierungsklinken 2, die im Bereich der Magneten 5 kopflastig sind, die Türflügel 1*; 1" mittels Halterung 8 inder Offenstellung· Über die Einspeisung 7 erhalten hierfür die Magneten 5 Dauerimpuls und bleiben dadurch in den Aussparungen der Halterungen 8 eingerastet· Im Gefahrenfalle wird über die Einspeisung 7 der Dauerimpuls unterbrochen. An dem Standflügel 1* wird der Magnet 5 sofortwirkungslos, die Arretierungsklinke 2 vollführt im Bereich des Bolzens 3 eine Schwenkbewegung und klinkt aus der Halterung 8 aus. Mittels Federkraft beginnt der Stand« flügel 1' seinen Schließvorgang· Im Bereich des Schloßflügels 1" wird durch die Verzögerungseinrichtung 6 derSchließvorgang später ausgelöst und bereits dadurch die Voraussetzung geschaffen, daß der Schloßflügel 1M nach dem Standflügel 1' verriegelt wird.
Während der Standflügel 1* die Schließbewegung ausführt, wird von der Steuerzunge 9 der Auslösekeil 10 angehoben.
Dadurch hebt sich ebenfalls über den Auslösebügel 12 der Distanzierungsarm 13 mit Dämpfungskopf 14. Somit ist der Weg frei, daß nach dem Standflügel 1* auch der Schloßflügel 1" verriegeln kann· Sollte jedoch der Schließprozeß des Standflügels 1* noch nicht hinreichend fortge-schritten sein, so schlägt der Schloßflügel 1" vorerst gegen den gefederten Dämpfungskopf 14 und verharrt in
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seiner Schließbewegung« Erst nachdem der Standflügel 1* mit der Steuerzunge 9 den Auslösekeil 10 unterfahren und ausgeschwenkt'hat, wird damit ebenfalls der Distanzierungsarm 13 mit Dämpfungskopf 14 aus dem Schließbereich des Schloßflügels 1" ausgeschwenkt. Nunmehr wird wiederum der Schließvorgang in der vorgesehenen Reihenfolge garantiert«
Claims (3)
- Patentansprüche1. Vorrichtung zur Steuerung der Schließfolge von Tür·« flügeln bei vorzugsweise zweiflügeligen Türen und dergleichen, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich eines Standflügels (1§) und eines Schloßflügels (1M) eine Halteeinrichtung mit Schließfolgeauslösung (I) dergestalt, daß an Festlagern (4) mittels Bolzen (3) Arretierklinken (2) im Wirkbereich von Magneten (5) angeordnet sind, die mit an den Türflügeln (1*; 1") angelenkten Halterungen (8) korrespondieren, und ein Schließfolgemechanismus (II), bestehend aus einer mit dem Standflügel (1*) verbundenen Steuerzunge (9) und einem über Lager (11*; 11") schwenkbar ausgebildeten Auslösekeil (10) sowie damit verbundenem Auslösebügel (12) und einem Distanzierungsarm (13), der einen gefederten Dämpfungskopf (14) trägt, angeordnet sind«.
- 2. Vorrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest zwischen Einspeisung (7) und Magnet (5) des Schloßflügels (1") eine Verzögerungseinrichtung (6) angeordnet ist.
- 3. Vorrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet« daß die Lager (H'j 11") an einer Türwandung (15) angeordnet sind·Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD23533681A DD202808A1 (de) | 1981-12-03 | 1981-12-03 | Vorrichtung zur schliessfolgesteuerung von tueren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD23533681A DD202808A1 (de) | 1981-12-03 | 1981-12-03 | Vorrichtung zur schliessfolgesteuerung von tueren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD202808A1 true DD202808A1 (de) | 1983-10-05 |
Family
ID=5535080
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD23533681A DD202808A1 (de) | 1981-12-03 | 1981-12-03 | Vorrichtung zur schliessfolgesteuerung von tueren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD202808A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19809703C2 (de) * | 1998-03-06 | 2003-12-18 | Ulrich Ziller | Brandschutztechnische Entkopplung |
-
1981
- 1981-12-03 DD DD23533681A patent/DD202808A1/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19809703C2 (de) * | 1998-03-06 | 2003-12-18 | Ulrich Ziller | Brandschutztechnische Entkopplung |
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