DD136808B1 - Vorrichtung zum ausbrechen des abfalls aus gestanzten bogen - Google Patents
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Description
Titel der Erfindung:
Vorrichtung zum Ausbrechen des Abfalls aus gestanzten 3ogen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ausbrechen des Abfalls aus gestanzten Bogen oder dgl., welche in einem Stanzautomaten gestanzt und durch Greiferschienen, die zwischen zwei endlosen Ketten gelagert sind, intermittierend vom Stanzautomaten in die sich anschließende Ausbrechvorrichtung transportiert werden, wo die Trennung des Abfalls vom Nutzen so erfolgt, daß der bogenförmige Charakter des Verarbeitungsgutes durch zwischen den Nutzen angeordnete Reststege erhalten bleibt«
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen Nach der DT - PS 1149 976 ist eine Ausbrechvorrichtung bekannt. bei der der auszubrechende Bogen von der Stanzeinheit kommend durch Entkuppeln und Absenken der Greiferstangenwagen paßgenau auf eine ungesteuerte Auflageplatte, die entsprechend der Umrißlinien des Abfalls oder der Nutzen begrenzende Ausnehmungen aufweist, abgelegt wird. Vertikal gesteuerte obere und untere Ausbrechelemente, wobei die Stifte der unteren Ausbrechelemsnte in Hülsen gegen eine Druckfeder verschiebbar gelagert sind, wirken so zusammen, daß der auszubrechende Abfall zwischen den oberen und unteren Ausbrechelementen eingeklemmt wird und im eingeklemmten Zustand aus der Ebene des Nutzens in eine darunterliegende befördert wird. Die oberen Ausbrechelemente gehen nach Erreichen des tiefsten Punktes sofort in ihre Ausgangsstel·
lung, die über der Bogenebene liegt, zurück, während die unteren verharren, bis der Abfall auf Grund der Schwerkraft abkippt und die unteren Ausbrecheleraente verläßt. Danach bewegen sich die unteren Ausbrechelemente wieder in ihre obere Ausgangsposition, die so gewählt ist, daß die Oberseite der gefedert gelagerten Stifte mit der Auflageplatte vergleicht. Um dieses Ausbrechprinzip realisieren zu können, muß ein großer technischer Aufwand betrieben werden, da die den Bogen führenden Greiferschienen und sowohl die oberen als auch die unteren Ausbrechelemente gesteuert werden müssen. Darüber hinaus wird durch Massenprobleme und der Koordinierung der einzelnen Funktionen zueinander eine Leistungssteigerung erschwert. Weiterhin ist das Positionieren der Ausbrecherelemente aufwendig, da sowohl die vertikal gesteuerten oberen Ausbrechelemente und die vertikal gesteuerten unteren Ausbrechelemente entsprechend des auszubrechenden 3ogens und zur stillstehenden Auflageplatte paßgenau zueinander angeordnet sein müssen. Da obere Ausbrechplatten mit mehreren hundert Stiften keine Seltenheit darstellen, läßt sich das paßgerechte Positionieren der drei am Verfahren beteiligten Ebenen zueinander nur in einer außerhalb der Stanzmaschine befindlichen aufwendigen Einrichtemaschine realisieren, wobei selbst bei Verwendung der Einrichtemaschine Justierungen im Ausbrecher nicht zu vermeiden sind, was zu Stillstandszeiten und damit zur Minderung der Arbeitsproduktivität führt. In der DT - PS 1 411 236 ist eine Ausbrecheinrichtung dargestellt, bei der der auszubrechende Kartonbogen aus der Stanzeinheit kommend durch Absenkung der Greiferschiene paßgenau auf eine Auflageplatte aufgelegt wird, wobei die Auflageplatte entsprechend den Umrißlinien des Abfalls oder der Nutzen begrenzende Ausnehmungen aufweist. Danach wird die Auflageplatte geraeinsam mit dem auszubrechenden Kartonbogen angehoben, bis die auszubrechenden Abfallstücke an oberen feststehenden Ausbrechelementen anliegen. Dann, oder zum Teil gleichzeitig, heben sich unter der Auflageplatte angeordnete Ausbrechelemente, bis dis Aofallstücke gegen dxe oberen Ausorechelemente gedrückt werden, wonach die Auflageplatte mit dem Kartonbogen weiter nach oben gesteuert wird und so den Sogen um die oberen Ausbrechelemente
he-rum aushebt. Damit wird erreicht, daß der auszubrechende Ab-
fall im geklemmten Zustand aus der Ebene des Nutzens in eine darunterliegende befördert wird. Da die unteren Ausbrechelemente sich früher absenken als die Auflageplatte, wird erreicht, daß die Abfallstücke durch die Schwerkraft nach unten fallen.
Zur Realisierung des Ausbrechprinzipe ist ebenfalls ein großer technischer Aufwand erforderlich, da die Greiferschiene, die Auflageplatte und die unteren Ausbrechelemente gesteuert werden müssen. Weiterhin wird die vorgeschlagene Lösung dadurch kompliziert, daß sich die stillstehenden oberen Ausbrechelemente, die vertikal gesteuerte Auflageplatte und die vertikal gesteuerten Ausbrecheleraente entsprechend des auszubrechenden Bogens paßgenau zueinander positioniert sein müssen.
Aus bereits beschriebenen Gründen läßt sich das paßgerechte Positionieren auch dieser drei am Ausbrechverfahren beteiligten Ebenen zueinander nur in einer zusätzlichen Einrichtemaschine realisieren, wobei ein Nachjustieren im Ausbrecher bei Auflagewechsel nicht zu vermeiden ist, wodurch Stillstandszeiten auftreten.
Es ist weiterhin eine Ausbrechvorrichtung bekannt, die aus ortsfesten oberen Ausbrechelementen und einer zyklisch steusrbaren mit Ausnehmungen und federnd gelagerten Ausbrechstiften versehenen Auflageplatte besteht, während des Ausbrechvorganges wird das Verarbeitungsgut gegen die oberen Ausbrechelemente gefördert, so daß die Abfallstücke zwischen den Ausbrechelementen und Ausbrechstiften geklemmt und aus der Ebene des Verarbeitungsgutes bewegt werden.
Es ist nachteilig, daß das Klemmen und Freigeben des Abfalls unmittelbar in der Nähe der Ebene des Verarbeitungsgutes erfolgt, so daß durch die losen Abfallstücke ein störungsfreier Bogenlauf nicht möglich ist.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Ausbrechen des Abfalls aus gestanzten Bogen oder dgl. , die in ihrem technischen Aufbau und in der Funktion unkompliziert, ohne zusätzliche Einrichtemaschinen realisierbar ist und eine Erhöhung der Arbeitsproduktivität ermöglicht.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Ausbrechen des Abfalls aus gestanzten Bogen oder dgl. zu schaffen, bei der das Positionieren von Ausbrechelementen in zwei Ebenen zur Realisierung des Ausbrechvorganges genügt. . Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß an der Unterseite der Auflageplatte aus einem Grundkörper und einem Stift bestehende Ausbrechelemente vorgesehen sind, der Stift im Grundkörper durch Reibkraft in jeder beliebigen Stellung arretierbar ist und in der Spur der Stifte Rückstelleisten so angeordnet sind, daß in der untersten Totlage dar Auflageplatte die oberen Enden der Stifte mit der Oberfläche der Auflageplatte vergleichen. Die Arretierbarkeit der Stifte im Grundkörper kann dabei mittels Blattfeder oder Druckscheibe und Druckfeder erfolgen.
Ausführungsbeispiel
Nachfolgend soll die Erfindung an einem prinzipiellen Ausfüh*- rungsbeispiel näher erläutert werden.
In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: einen Längsschnitt durch eine Ausbrechvorrichtung
während des Ausbrechvorganges Fig. 2: ein oberes Ausbrecheleraent mit zugehörigem unteren
Ausbrechelement in dar untersten Lage Fig. 3: die Auflageplatte in Bogentransportebene rig. 4; ds3 Ξ/?З35ел dss .%Ьга11з /сів оиагз.і -по ^п^згзп Ausbrechelement
Fig. 5: das Durchführen des Abfalls durch die Auflageplatte Fig. S: das Abgleiten des Abfalls und Rückführen der Auf-
lageplatte in die unterste Lage Fig. 7: einen Schnitt durch A-B in Fig. 3 Fig. 8: einen Schnitt durch A-B in Fig. 3 mit einer weiteren Möglichkeit der Führung des Ausbrechstiftes
In der Figur 1 ist eine Ausbrechvorrichtung gezeigt, die aus einer im Maschinengestell 2 ortsfest gelagerten Ausbrechplatte 1 und einer Auflageplatte 3 besteht, welche über im Maschinengestell 2 geführte Stößel 4 und nichtdargestellte Antriebselemente in vertikaler Richtung periodisch bewegbar ausgeführt ist. Zwischen der Ausbrechplatte 1 und der Auflageplatte 3 sind Transportketten 5 mit über Halter б angeordneten Greiferschienen 7 vorgesehen. Die Transportketten 5 werden durch nichtdargestellte Antriebselemente periodisch bewegt und dienen zum Transport des Bogens 8 durch ebenfalls nichtdargestellte weitere 3earbeitungsstationen. An der Ausbrechplatte 1 sind oben Ausbrech· elemente 9 entsprechend der Lage des auszubrechenden Teils 11 im Bogen 8 in an sich bekannter Weise angeordnet. Die oberen Ausbrechelemente 9 bestehen aus Rundmaterial verschiedenen Durchmessers und das in der Ausbrechplatte 1 gelagerte Ende ist entsprechend der zu wählenden Befestigungsart ausgebildet.
In der Auflageplatte 3 sind entsprechend den auszubrechenden Teilen 11 des gestanzten Bogens 8 Durchbrüche 12 eingelassen
An der Unterseite der Auflageplatte 3 sind untere Ausbrechelenente 10 so angeordnet, daß ihre Stifte 13 mit den oberen Ausbrechelementen 9 fluchten. Zwei verschiedene Ausführungsformen der unteren Ausbrechelemente 10 sind in den Figuren 7 und 8 dargestellt. Danach bestehen die unteren Ausbrecheleraente 10 aus einem Grundkörper 17, in dem der Stift 13 mittels einer Blattfeder 15 oder einer Druckfeder 14 und einer Druckscheibe 16 so gelagert,ist, daß er sich in seiner Führung nur schwer verschieben läßt.
Unter den Stiften 13 der unteren Ausbrecheleraente 10 sind im Maschinengestell 2 ortsfest Rückstelleisten 18 angeordnet
Die fJückstellexsten sma so angeordnet, aaß sxe xn aer unteren Totlage der Auflageplatte 3 die Stifte 13 in ihrer Führung so nach oben verschieben, daß sie mit der Oberfläche der Auflageplatte 3 vergleichen.
Die Wirkungsweise der Ausbrecheinrichtung ist in den Figuren 2 bis б dargestellt. In der Figur 2 wird durch die an den Transportketten 5 angelenkten Greiferschienen 7 der in der Stanzstation gestanzte Bogen 8 in die Ausbrechstation transportiert. Die Auflageplatte 3 befindet sich in ihrer untersten Totlage, so daß das obere Ende des Stiftes 13 mit ihrer Oberfläche vergleicht. Während des Abbrerasvorganges der Greiferschiene 7 wird die Ablageplatte 3 nach oben gesteuert. In der Abb. 3 ist die Phase dargestellt, in der die Oberfläche der Auflageplatte 3 die Transportebene des Bogens 8 erreicht hat» In dieser Phase wird die Greiferschiene mit an sich bekannten Mitteln erfaßt und zusammen mit dem 8ogen 8 und der Auflagsplatte 3 nach oben geführt. Dabei wird das auszubrechende Teil 11 zwischen dem Stift 13 des unteren Ausbrechelements 10 und dem oberen Ausbrechelement 9 geklemmt und durch den Durchbruch 12 gedrückt, wobei der Stift 13 nach unten geführt wird (Fig. 4 und 5). Durch die sich anschließende Abwärtsbewegung der Auflageplatte 3 wird die Klemmung des auszubrechenden Teils 11 zwischen dem Stift 13 und dem oberen Ausbrachelement aufgehoben und kann so abgeführt werden (Fig. 6). 3ei Erreichen des unteren Totpunktes wird der Stift 13 wieder in seine Ausgangslage geschoben, d. h. , sein oberes Ende vergleicht mit der Oberfläche der Auflageplatte 3.
Eine weitere Ausführungsform der Ausbrechvorrichtung besteht darin, die Ausbrechplatte 1 nicht ortsfest zu gestalten, sondern zyklisch zu steuern, wobei die Greiferschiene 7 mit dem Sogen 8 während des gesamten Ausbrechvorganges in der Bogentransportebene verbleiben.
Das Herstellen bzw. Einrichten der Ausbrechwerkzeuge kann ohne kostenaufwendige Einstellmaschine und außerhalb des Stanzautomaten, was Stillstandszeiten vermeidet, vorgenommen werden. Dabei wird die Ausbrechplatte 1 mit der Auflageplatte 3, die mit den auszubrechenden Teilen 11 entsprechenden Ourchorüchen ΊΖ versehen ist, ;ліс Paßschrauoen ѵзгоипоеп. Заісіз гіаггзп können aus Holz oder einem ähnlichen Werkstoff bestehen. Danach erfolgt das Ankörnen und Bohren der Löcher für die oberen Ausbrechelemente 9. Anschließend können die unteren Ausbrech-
elemente 10 mit Hilfe des Stiftes 13 und des in der Ausbrechplatte 1 für die oberen Ausbrechelemente 9 gebohrten Löcher exakt ausgerichtet und an der Auflageplatte 3 fixiert werden. Nach dem Trennen der beiden Platten werden die oberen Ausbrechelemente 9 an der Ausbrechplatte 1 befestigt. Damit sind die Ausbrechwerkzeuge einsatzbereit.
Claims (2)
- 206095Erfindungsansprüche:1. Vorrichtung zum Ausbrechen des Abfalls aus gestanzten Bogen mit einer ortsfesten oder zyklisch gesteuerten und mit oberen Ausbrechelementen versehenen Ausbrechplatte und einer steuerbaren und mit aen Umrißlinien des Abfalls oder der Nutzen begrenzenden Ausnehmungen versehenen Auflageplatte, an deren Unterseite aus einem Grundkörper und einem Stift bestehende untere Ausbrechelemente vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Stift (13) im Grundkörper (17) durch Reibkraft in jeder beliebigen Stellung arretierbar ist und in der Spur der
Stifte (13) Rückstelleisten (18) so angeordnet sind, daS in
der untersten Totlage der Auflageplatte (3) die oberen Enden der Stifte (13) mit der Oberfläche der Auflageplatte (3) vergleichen. - 2. Vorrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stift (13) im Grundkörper (17) mittels einer Blattfeder (15) oder Druckscheibe (16) und Druckfader (14) arretierbar ausgeführt ist.Hierzu_i3_.$eiien Zeichnungen
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