CH98993A - Verfahren zur Erzeugung von Gasen für Verbrennungs- und andere Zwecke, aus Brennstoffen, insbesondere kleinstückigen oder aschereichen Brennstoffen. - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung von Gasen für Verbrennungs- und andere Zwecke, aus Brennstoffen, insbesondere kleinstückigen oder aschereichen Brennstoffen.Info
- Publication number
- CH98993A CH98993A CH98993DA CH98993A CH 98993 A CH98993 A CH 98993A CH 98993D A CH98993D A CH 98993DA CH 98993 A CH98993 A CH 98993A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- sep
- furnace
- fuels
- air
- fuel
- Prior art date
Links
Description
Verfahren zur Erzeugung -von Gasen für Verbrennungs- und andere Zwecke, aus Brennstoffen, insbesondere kleinstückigen oder aschereicheft Brennstoffen. Die Erfindung bezweckt die Erzeugung von Gasen für Verbrennungs- und andere Zwecke aus den reichlich vorhandenen ge ringwertigen Brennstoffen, die nach den bis jetzt bekannt gewordenen Verfahren und mit, Hilfe der bekannten Einrichtungen nicht in vorteilhafter Weise vergast werden konn ten.
Solche geringwertigen Brennstoffe sind hauptsächlich solche, deren Stückgrösse unter <B>15</B> inni bleibt oder deren Aschengehalt, wie <B>7.</B> B. bei Schlackenrückständen, Koksgrus, natiirliehen bitumenhaltigen Gesteinsarten usw., <B>50</B> % übersteigt.
Die Verwertung dieser und ähnlicher Brennstoffe geschieht gemäss der Erfindung in einem Ofen, der in an sieh bekannter 'Weise mit einer Lufteinführuncr #,ersehen ist. Als Ofen in diesem Sinne wird hier jede Einrichtung zur Entwicklung von Grasen aus festen brennbaren Stoffen bei hohen Wärmegraden mit Einrichtung zum Auffangen der Gase im weitesten Sinne ver- standon, also beispielsweise ein mit Rost oder geschlossener Sohle versehener Ofen. In einem solchen Ofen -wird der geringwer tige Brennstoff eingeschüttet., worauf man den Brennstoff entzündet.
Die Erwärmung desselben geschieht, derart, dass über der Lufteinführung ein heisses, den ganzen Querschnitt des Ofens ausfüllendes porö.#,ses Schlackengefüge gebildet wird. Durch dieses streielit die Luft hindurch und kommt dann fein verteilt und stark erwärmt zur Einwir kung auf den unverbrannten Brennstoff.
In ähnlicher Weise hat man Gas für Ver- brennungs- und andere Zwecke aus hocliwer- tigen Brennstoffen gewonnen. Der Asche- gehalt geringwertiger Brennstoffe verhin dert aber, dass die Verfahren der Verarbei- tung der hochwertigen Brennstoffe ohne weiteres Anwendung finden können auch auf ,(yeringwertige Brennstoffe.
Man wird also bei <B>3</B> dem Versuch der Übertragung der bekann ten Verfahren auf die Verarbeitung gering wertiger Brennstoffe zu keinem befriedigen dem Ergebnis kommen können, Die Erfindung beruht auf der -Beobach- tun-, dass die Gaserzeugung aus gerin-wer- zm <B>C</B> el ti-en. Brennstoffen im vorstehenden Sinne nur möglich ist, resp. zu um so besseren Er- "bnisseit führt,
<B>je</B> mehr man für eine gute Verteilung und Erwärmung- der Gebläseluft sorgt, die dein Feuerstock im Ofen zugeführt wird.
Die bisher bekannt gewordenen Mittel zür Verteiluno- der Gebläseluft im Ofen reicheil aber für diesen Zwech nicht aus, und das -leiche ist zu sagen von der *Vorwär- Z, niung der Luft.
Der Grund hierfür ist, dass inandieVerteilun- -undErwärmun- der Luft n<B>en</B> nicht, wie es gemäss der Erfindung ge-schieht, z# durch ein über der Lufteinführung liegen- t> #n des heisses poröses Schlackengefüge bewirkt hat, das den ganzen Querschnitt des Ofens ausfüllt.
Ein solches Sehlachen--ebilde kann in ver- sehiedener Weise crzeu",t werden. Zwei Wego sind für diesen Zweck gangbar. Entweder führt man in den Ofen vor Einschütten des Breiinstoffes ein auf künstlichem Were er zeugtes Sehlackengebilde,
das zum Beispiel aus einem kerainischen Stoff hergestellt ist und dem Querschnitt des Ofens -enau ent- n spricht oder durch Einwerfen von porösen Schlackenstüaken. in den Ofen gewonnen wird, ein, oder man bildet durch einen Ver- brennungsprozess einen, porösen- Schlacken körper erst im Ofen selbst.
Bedingt es dec Prozess, dann kann in dem letzteren Fall das Sehlackengebilde immer von neuem selbst- fätig durcb. den Prozess erzeugt werden.
Wird ein fertig gebildetes Schlacken- "e, füge oder ein solcher Sehlackenkörper be- Z, nutzt, dann findet zunächst die Erwärmung desselben statt, was in irgend einer geeig- z# neten Weise geschehen kann, und erst dar nach beginnt der Vergasungsprozess.
Wird ein künstlich erzeugter Sehlacken- hörper verwendet, dann führt man ihn in de-n Ofen derart ein, dass er oberhalb der Lufteinführung liegt. Man erwärmt ihn dann künstlich und schüttet den Brennstoff auf, worauf das Gebläse in Tätigkeit ver setzt wird. Die aus dem Brennstoff gebil- dete Schlacke wird in "ewissen Intervallen ZD aus dem Ofen entfernt und neuer Brennstoff in ihn eiiigeführt.
Vorteilhafter ist<I>es,</I> das poröse Schlacken gebilde aus dem Brennstoff selbst im Ofen züi erzeugen. In diesem Fall bildet der Brenn stoff oberhalb der Lufteinführung einen Schlackenkörper von hoher Temperatur, den man so lange wie möglich bestehen bleiben li *, ss t.
Durch Nnutzun,:, eines solchen natür- liehen porösen Sehlael#eri,-,-efii#1,-es aus Breilii- stoff im Ofen wird beim Betrieb desselben eine -leichmässi-e Luftverteilun- -esehaffen und (las Auftreten von Luft-,Iii,ren und Luft kanälen, durch welehe züi starke Luftstrah len strömen, insbesondere am l'"ande, <B>d.</B> i. an der Ofenwaild, vermieden.
Der gebildete Sehlaokenkörper ist in die- sein Fall kein vollständig dichtes Gebilde, er ist porös in seiner Gesamtmasse, während die einzelnen, -kleine Löcher und Durchgänge bildenden Teile dicht sein können. Das Ver brennen der or,ranischeil Bestandteile ist mehr ein Ausbrennen, wobei durch die erzeugte Wärme ein Sehnielz- oder Sinterungsprozess en der anorganischen Bestandteile eintritt.
Wird eine sofort nach dem Schmelz- oder Sinte- rungsprozess einsetzende Abkühlung dureh- geführt, so können die anorganischen Teile nicht zu einer dichten Lagerung hommen, sie backen aneinander und bilden Hohlräume und Durchgänge.
Eine solche Abkühlung kann beispiels weise zweckmässig durch die. zur Verbreii- i-iun"",s2;one geführte Luft ge,##eliehen. Diese wärmt sich dabei an, das Schlaekengefüge, besonders unten, stark abkühlend. Dadurch wird sonst verlorengehende Wärmeinenge g- wonnen, die dann den Verbrennungsprozess unterstützt.
Die Temperatur kann in Jer Verbrennungsschieht so hoch getrieben wer den, dass die gebildete Kohlensäurp zersetzt wird; in diesem Fall -wird Kohlenoxyd als N,eizgase gewonnen.
Man kann natürlieh auch anderweitig vorgewärmie Luft zur Ver brennungszone bringen, bezw. durch dis Schlackengefüge führen, wenn man das- ZD selbe nicht mehr stark abkühlen will, zum Beispiel uin die Entschl.tekung leichter zu gestalten.
Wenn die Luft in das Schlackengefüge ein,geführt wird, wird sie durch die zahl reichen engen Öffnungen und Gänge gleich mässig verteilt. Die Verteilung regelt sich durch Bildun- des Schlackengefüges mit.
Bei ungleichmässiger Höhe des Schlacken- (refü-es wird natürlicherweise die einge führte Luft dorthin streichen, wo der ge- rin sie )Viderstaiid, <B>d.</B> h. die kleinste Sehlachenhöhe ist und -die Verbrennungs schicht am tiefsten reicht.<B>An</B> diesem Punkt bewirkt die Luft eine Verbrennung, -Evas zu einem.
ergänzenden Aufbau des Schlacken- , (P(# füg -es führt. Es tritt aiso bei ordnuncs- ,-emässer Luftzuführung selbsttätig ein ord- nun-s-emässer Aufbau des Selilachengebildes ein.
Denn würde an einer Stelle ein zu hoher Aufbau des Schlaekenkörpers erfolgen, so streicht die Luft wieder mehr zur niedrigsten Stelle und so weiter, immer eine gleich- i ä% n, <B>-o</B> Höhe der Verbrennungssehicht bil dend.
Vorteilhaft wird die Luft -unter einer den jeweili-en Umständen entsprechenden Pres- suno- eino-eführt. Dadurch kann die Höhe des Se, hlackengebildes <B>je</B> nach.
der Brenlistoffart geregelt werden, denn Brennstoffe mit schwer schmelzenden anorganischen Stoffen und solche mit nie-drigstem Prozentsatz orgaiii- seher Bestandteile benötigen eine möglichst restlose Ausnutzung der Abhitze der Schlacke, um die möglichst höchsten Verbrennungstem peraturen zu erzeugen, de-shalb muss in sol- elten Fällen ein sehr hohes Schlackengefüge ,1),eseli,iffen werden.
Je nach dem Sonderzweeke wird die Ver brennung derart bewirkt, dass entweder Kohlensäure oder Kohlenoxyd entstellt. Diese Grase werden aufgefangen und in an sich<B>be-</B> kannter Weise für Heizzwecke oder als moto rische Kraft in geeigneten Maschinen ver wendet.
Selbstverständlich ist jede anders ge- arteto Verwertung der Gase ebenfalls mög- lieh. Das Verfahren der Erzeugung der Gase wird so lange fortgesetzt rind die Tempera- tur so hoch gewählt, dass möglichst alle Be- en standteile des Brennstoffes, die bei der in sol chen Ofen erreichbaren Temperatur in Gase umgewandelt werden können, in diese Form überführt werden.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zür E rzeugung von Gasen für Verbrennungs- und andere Zwecke aus Brenn stoffen, insbesondere kleinstückigen oder aschereichen Brennstoffen, dadurch gekenn zeichnet, dass in einem Ofen der geringwer tige Brennstoff eingeschüttet, entzündet und derart durch Zuführung von Luft erwärmt wird, dass über der Lufteinführung ein hei sses, den ganzen Querschnitt des Ofens aus füllendes, poröses Schlackengefüge gebildet wird, durch'welches die Luft hindurchstreicht und sehr fein verteilt und stark,erwärmt zur Einwirkung auf den unverbrannten Brenn <B>stoff</B> kommt. UNTERANSPRÜCTIE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das über der Luftein führung liegende heisse, poröse Schlacken gefüge aus dem Brennstoff selbst gebildet wird. 2.Verfahren nach Unteranspruch. <B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass das<B>üb '</B> er der Luftein führung liegende heisse, po'röse Schlachen- gefüge aus dem Brennstoff selbst durch Ausbrennen des darin befindlichen rest lichen Brennstoffes und darauf erfolgen des Zusammenbacken der anorganischen Bestandteile gebildet wird.<B>3.</B> Verfahren nach Unteranspruch 2., dadurch frekennzeichnet. dass der durch Ausbren- JZ nen des restlichen Brennstoffes gewon nene Schlachenkörper sofort nach dem Schmelz- oder Sinterungsprozess abge-kühlt wird.<B>L</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in den Ofen zunächst ein Schlachengef-iige durch Einführen von SchlackeDstücken hergestellt und auf die ses Gefüge der Brennstoff aufgeschichtet -wird, den man nunmehr entzündet und bei Zuführung von Luft durch (las Sehlal,- kengefüge weiter behandelt. <B>5.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, (lass die unterhalb des Sehlackengefüges in den Ofen eintretende Luft in diesen in Strahlen eingeführt wird, die schräg nach unten gerichtet sind.<B>6.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die unterhalb des Schlackengefüges in den Ofen eintretende EMI0004.0006 Luft <SEP> in <SEP> Strahlen <SEP> eimreführt <SEP> wird, <SEP> die <SEP> züi einander <SEP> geneigt <SEP> verlaufen. <tb> <B>7.</B> <SEP> Verfahren <SEP> nach <SEP> Patentanspruch. <SEP> dadurch <tb> gekennzeichnet,- <SEP> dass <SEP> Wasserdampf <SEP> in <SEP> das <tb> Schlacken <SEP> <B>.</B> <SEP> gefüge <SEP> eingeleitet <SEP> wird. <tb> <B>8.</B> <SEP> Verfahren <SEP> nach <SEP> Patentanspruch, <SEP> dadurch <tb> (rekennzeichnet, <SEP> dass <SEP> -'#ÄTasserdampf <SEP> in <SEP> die <tb> Verbrennungszone <SEP> eingeleitet <SEP> wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE98993X | 1920-12-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH98993A true CH98993A (de) | 1923-05-01 |
Family
ID=5646987
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH98993D CH98993A (de) | 1920-12-21 | 1921-12-17 | Verfahren zur Erzeugung von Gasen für Verbrennungs- und andere Zwecke, aus Brennstoffen, insbesondere kleinstückigen oder aschereichen Brennstoffen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH98993A (de) |
-
1921
- 1921-12-17 CH CH98993D patent/CH98993A/de unknown
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE847945C (de) | Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung von brennbarem Gas aus Kohlenwasserstoffoel | |
| CH98993A (de) | Verfahren zur Erzeugung von Gasen für Verbrennungs- und andere Zwecke, aus Brennstoffen, insbesondere kleinstückigen oder aschereichen Brennstoffen. | |
| DE422999C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur ununterbrochenen Wassergaserzeugung | |
| DE535672C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Wassergas ohne Erzeugung von Generatorgas | |
| DE2810125C2 (de) | Verfahren und Anlage zur Herstellung eines stückigen Brennstoffes für die Kohledruckvergasung im Festbettreaktor | |
| DE646277C (de) | Gaserzeuger mit abwaerts gerichtetem Zug und zweifacher Luftzufuehrung | |
| DE417688C (de) | Verfahren zum Verschwelen von festen Brennstoffen im Drehrohrofen | |
| AT123854B (de) | Verfahren zur Erzeugung von Wassergas oder wassergasähnlichen Gasgemischen aus Stein- oder Braunkohle. | |
| DE567082C (de) | Verfahren fuer Regelung des Betriebes von Abstichgeneratoren | |
| DE545330C (de) | Verfahren zur Reinigung und Kuehlung von Generatorgas | |
| DE726852C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer poroesen Verblaserostbeschickung aus Zementrohschlamm | |
| DE906253C (de) | Wassergaserzeuger und Verfahren zum Betreiben desselben | |
| AT134812B (de) | Verfahren und Apparat zur Erzeugung von kohlensäurearmem und heizkräftigem Doppelgas aus jungen wasserreichen Brennstoffen, wie Braunkohlen, Ligniten, Torf od. dgl. | |
| DE428224C (de) | Herstellung harter und fester, aber poroeser, vornehmlich fuer Bausteine geeigneter Schlacken | |
| DE608313C (de) | Verfahren zum Kuehlen von Koks unter Gewinnung von Wassergas | |
| AT20879B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Wassergas. | |
| AT389378B (de) | Verfahren zum betrieb einer zweistufigen abfallverbrennungsanlage und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens | |
| AT151659B (de) | Zwillingsgenerator zur Gaserzeugung aus Holz und anderen, Schwelgase liefernden Brennstoffen. | |
| AT108419B (de) | Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Gasen aus aschereichen, insbesondere kleinstückigen Brennstoffen unter Zuführung von Luft, die durch die im Ofen erzeugte heiße Schlacke hindurchstreicht. | |
| DE582495C (de) | Verfahren zur Herstellung von Wassergas | |
| DE938563C (de) | Verfahren und Einrichtung zum Vergasen von Kohlenstaub in der Schwebe | |
| DE549249C (de) | Verfahren zur Erzeugung von Wassergas oder wassergasaehnlichem Gasgemisch aus Stein-oder Braunkohlen | |
| DE495253C (de) | Verfahren zum Entgasen von Brennstoffen | |
| DE224503C (de) | ||
| DE348090C (de) | Verfahren und Apparat zur restlosen Vergasung der Kohle |