CH98567A - Verfahren zur Wiedergewinnung der in den Abgasen von Zellstoffkochern enthaltenen schwefligen Säure und Wärme. - Google Patents

Verfahren zur Wiedergewinnung der in den Abgasen von Zellstoffkochern enthaltenen schwefligen Säure und Wärme.

Info

Publication number
CH98567A
CH98567A CH98567DA CH98567A CH 98567 A CH98567 A CH 98567A CH 98567D A CH98567D A CH 98567DA CH 98567 A CH98567 A CH 98567A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sulphurous acid
exhaust gases
heat contained
recovery
acid
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Waldhof Zellstofffabrik
Hangleiter Carl
Clemm Dr Hans
Original Assignee
Waldhof Zellstoff Fab
Hangleiter Carl
Clemm Dr Hans
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Waldhof Zellstoff Fab, Hangleiter Carl, Clemm Dr Hans filed Critical Waldhof Zellstoff Fab
Publication of CH98567A publication Critical patent/CH98567A/de

Links

Landscapes

  • Paper (AREA)

Description


  Verfahren zur Wiedergewinnung der in den Abgasen von     Zellstoffkochern     enthaltenen     schwelligen    Säure und Wärme.    Die Herstellung von     Sulfitzellstoff    aus  Holz erfolgt bekanntlich in der Weise,     dass     das in kleine Stückchen     zerliackte    Holz in  einem grossen,     züm    Beispiel<B>100</B> bis<B>150</B> m'  fassenden Behälter, den Kocher, mit einer  wässerigen Lösung, der Frischlauge, die ne  ben     Caleiumbisulfit    noch freie     sc'hweflige     Säure enthält, auf Temperaturen von bei  spielsweise<B>130</B> -bis 140' erhitzt wird.

    Die Lauge löst die neben der Zellulose im  Holz enthaltenen     Inkrusten    auf, ihr Gehalt  an     sellwefliger    Säure nimmt mehr und mehr  ab, sie geht allmählich über in     "Ablauge",     das heisst verbrauchte Lauge, Abfallauge.  Durch die hohe Temperatur wird in dem ge  schlossenen Kocher ein Druck von beispiels  weise<B>5</B> bis<B>6</B> Atmosphären erzeugt.

   Es be  findet sich infolgedessen über dem Gemisch  von Holzmasse und Lauge ein Dampf-     bezw.     Gasraum, welcher mit     gepresstem    Dampf von  dem     an-,e#,ebenen    Druck erfüllt ist und  <B>M</B>     #Z     ausserdem naturgemäss grosse Mengen der     gas-          fürmigen        schweiligen    Säure enthält, weil    dieses Gas bei hohen Temperaturen nur wenig  in wässerigen Flüssigkeiten löslich ist.  



  Sowohl während des     Kochens,    zum Bei  spiel zur Regulierung des Druckes, als be  sonders nach beendeter     Kochung    -vor der  Entleerung des Kochers ist es nötig, den  hohen Druck im     Koclier    durch Entspannung  zu vermindern. Es geschieht dies durch<B>Öff-</B>  nen eines Ventils, welches sich in einer am  Kopie des Kochers angebrachten Rohrleitung  befindet, durch welche dann die Dämpfe und  Gase aus dem Gasraum des Kochers entwei  chen können.

   Man bezeichnet diese Manipu  lation allgemein kurz mit     "Äbgazen".    Was  bei diesem Abgasen aus dem Kocher ent  weicht, die     sogenannten        "tbertreibgase",    ist  also ein Gemisch, welches vor allem Wasser  dampf, ferner beträchtliche Mengen freier  schwefliger Säure, endlich meist auch noch  mehr oder weniger merkliche Mengen mit  gerissener     Lauoe    enthält. Die Mengen von  <I>n</I><B>C -</B>  Wasserdampf und von schwefliger Säure  werden beim Abgasen erheblich vergrössert      durch die     sogenannte        "N-aeliverdanipfuiig",     die bekanntlich bei jeder Entspannung nasser  <B>b</B>  ]Dämpfe erfolgt.

   In den beim Abgasen ent  weichenden     Übertreibglisen    ist naturgemäss  eine     crosse    Wärme     aufgespeiehert.        rind        ausser-          n        ZD     dem enthalten diese Abgase, wie bereits     be-          merk.t,        beträehtliche    Mengen von     sehwefliger     Säure, welche für die Herstellung neuer  Frischlauge wertvoll sein können.  



  Beides, sowohl die Wärme, wie die       szellweflige    Säure der     Übertreib-ase.        niö(,-          lichst    vollkommen     wiederznoewinnen    und       neuer        Verwendung        zuzuführen,        ist        ein        Pro-          blern,    welches für die Wirtschaftlichkeit des       Sulfitzellstoffkochverfallrens    eine ungemein  wichtige Rolle spielt. Allein durch keine der  bisher bekannt gewordenen Arbeitsweisen  ist dieses Problem auch nur entfernt gelöst  worden.  



  Es     #vurd#--    nun gefunden,     dass    man in  sehr     einfaeher    Weise sowohl die Wärme, wie  die     schweffige    Säure, welche     in    den beim     Ab-          0,'.asen    des     Zellsioffkoehers    entstehenden       Ubertreib--asen    enthalten ist,     prahtisch        voll-          Z"     kommen wiedergewinnen kann, wenn man  diese Abgase ohne Abkühlung unmittelbar  in frische     Sulfitlauge    einleite t,

   welche sieh  in einem geschlossenen     Druelzliehälter    be  findet.  



  Das Verfahren kann beispielsweise     wie     folgt durchgeführt werden: In einen innen       ausgebleiten    Behälter, welcher genügenden  Überdruck aushält, zweckmässig einem Zell  stoffkocher, wird die Frischlauge eingelassen  und der Behälter     -,eschlossen.    Durch einen  im Boden desselben befindlichen, mit der       -#-on    dem     abzugasenden    Kocher     herüber-          führenden,    gut isolierter,

  -     Abgasleitung-    ver  bundenen Stutzen werden die vom Kocher  kommenden heissen Abgase in die Frischlauge       ein-eleitet.        Solanoe    diese noch     niedri-e        Tem-          n        eD        -          peratur    hat, wird die schweflige Säure ohne  weiteres vollkommen absorbiert.

   Mit dem     all-          mähliehen    Ansteigen der Temperatur jedoch       (,ntweiellt    etwas     soliweflige    Säure -aus der       Frisehlauce    in den über derselben in dem     (ye-          Z"    en       sehlossenen    Behälter befindlichen Gasraum.

    Die in diesen Gasraum aufsteigende schwef-    l     (r          i"e    Säure kann nicht entweichen, weil der  Behälter     -eschlossen    ist.<B> </B> Dadurch entsteht  im Behälter ein     Druek,    der dann     naiVirlieh     seinerseits wieder die     Alysorptionsfähigkeit     der     Frisühlauge    für     sebweilille    Säure erhöht,  die, wie jedes Gas, sieh unter     höberem        DriieL-          in        -rösserer        Men,

  e    in der     wässeriweil        Lösim-          t#   <I>:n</I>     tn        L,     löst, Es hat sieh     gozeigt,        dass        man    auf diese       Weise        die        Frisehlau-        -e        durch        die        Übertreib-          gase    auf eine Temperatur von zum Beispiel  <B>90' C</B> und darüber erwärmen kann,

   indem der  hierbei entstehende -Überdruck immer noch  tiefer bleibt wie     (Ic-r    Druck- des Kochers, aus  welchem die     iibergetrieben    werden.  Indem die in dem     ge#s(-blossenen    Behälter be  findliche     Frischlau-e    sich durch die Über  treibgase auf die angegebene Temperatur er  wärmt und an     seli-#vefli-,er    Säure anreichert,  nimmt sie,     Iie        Cranze    in den     Übertreibgaseri     enthaltene Wärme, sowie, die mitgeführte       schwefli-e    Säure derselben fast     vollständi-,

            auf.        Sobald        die        Friselil.turc        genüg        ,e        nd        mit          schwefli-,er    Säure     an-(#reiehort    ist,     k9nn    sie  <B>n</B>  unmittelbar in     vinon    mit Holz     be#schickten     Kocher     übergefÜhrt    werden.  



  Statt des Stutzers am Boden des Behälters  kann man auch ein von oben durch den  Behälter möglichst bis zum Boden     drsselbeit          herabreiellendes    Rohr verwenden.  



  Man kann     anf    die beschriebene Weise  eine     Frisehlauge    von etwa<B>90' C</B> und mehr  erhalten, welche Temperatur ungefähr der  eines entleerten,     nieht    durch Nachspülen ab  gekühlten Kochers entspricht, so     dass    dieser  bei der Neufüllung mit der     Frisehlauge    keine  nennenswerte     Abkühlun-    erfährt.

   Bei     Sulfit-          kochungen    mit direktem Dampf     (sogenarin-          fen        Ritter-Kellner-Nochungen.)    hat die An  wendung dieses Verfahrens den grossen Vor  teil,     dass    infolge der hohen Temperatur der  Frischlamm sich beim     Anhoelien        nur    sehr  wenig Dampf kondensiert so     dass    man also  mit einer wesentlich schwächeren Lauge     an-          hochen    kann wie bei der früheren Arbeits  weise, bei welcher die Frischlauge durch den  kondensierten Dampf beträchtlich verdünnt  wurde.

   Ein weiterer Vorteil des Verfahrens  ist der,     dass    die     Frisehlauge    die ganze in den      Übertreibgasen enthaltene Wärme, sowie die       mitgefülirte    schweflige Säure derselben fast  vollständig aufnimmt, im Gegensatz zu den  bisherigen Arbeitsweisen, bei welchen die  Wärme     mir    ganz unvollständig und die  schweflige Säure nur auf umständliche Weise  einigermassen vollständig zurückgewonnen  wurde.  



  Dabei ist     das    neue Verfahren in ein  fachster Weise auszuführen und benötigt  keine komplizierten Vorrichtungen.  



  <B>C</B>

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII: Verfahren zur Wiedergewinnung der in den Abgasen von Zellstoffkocliern enthalte nen sc'hwefligen Säure und Wärme, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgase ohne<B>Ab-</B> kühlung unmittelbar in frische Sulfitlauge eingeleitet werden, welche sich in einem ge schlossenen Druckbehälter befindet.
CH98567D 1920-08-02 1921-07-14 Verfahren zur Wiedergewinnung der in den Abgasen von Zellstoffkochern enthaltenen schwefligen Säure und Wärme. CH98567A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE98567X 1920-08-02

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH98567A true CH98567A (de) 1923-04-02

Family

ID=5646808

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH98567D CH98567A (de) 1920-08-02 1921-07-14 Verfahren zur Wiedergewinnung der in den Abgasen von Zellstoffkochern enthaltenen schwefligen Säure und Wärme.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH98567A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH98567A (de) Verfahren zur Wiedergewinnung der in den Abgasen von Zellstoffkochern enthaltenen schwefligen Säure und Wärme.
DE4117049C2 (de)
AT92284B (de) Verfahren zur Wiedergewinnung der schwefligen Säure und der Wärme beim Abgasen von Zellstoffkochern.
DE549228C (de) Verfahren und Einrichtung zum Aufschliessen von Holz und anderem zellstoffhaltigen Fasergut
DE520369C (de) Verfahren zur Veredelung der Kohle durch Trocknen
AT8964B (de) Verfahren zur Herstellung von Kalksandziegeln.
AT103471B (de) Verfahren zur Herstellung einer Düngemittels aus Sulfitablauge und Phosphaten.
DE652575C (de) Verfahren zur Behandlung stark wasserhaltiger, oelenthaltender Stoffe, im besonderen Walfleisch
DE415523C (de) Verfahren zum Kochen von gasabscheidenden Loesungen
DE432239C (de) Verfahren zur Herstellung von Zellstoff durch Kochen von Holz und gleichartigem Material mit Bisulfitloesungen
DE337097C (de) Verfahren zur trockenen Destillation und Verkokung von Rohtorf u. dgl. in einem geschlossenen Druckgefaess
AT136231B (de) Verfahren zur Behandlung von Pflanzenfasern, insbesondere Baumwoll- und Leinenfasern.
DE537607C (de) Verfahren zur Verarbeitung von Salpetererden
AT73771B (de) Verfahren zur Vorbehandlung von Lignocellulosen.
DE652899C (de) Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Calcinieren nasser, roher Kieselgur mit Nebenproduktengewinnung
SU48961A1 (ru) Способ приготовлени эмульсирующего препарата
AT72881B (de) Verfahren und Anlage zur Gewinnung von Faserstoff aus Holz oder anderen pflanzlichen Stoffen.
DE252321C (de)
DE407278C (de) Zellstoffkochverfahren
DE454210C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Waschen von aufgespulter Viskosekunstseide unter Wiedergewinnung des Schwefelkohlenstoffs
DE560326C (de) Verfahren zur Verarbeitung von Tierkoerpern mittels gespannten Wasserdampfes
DE620327C (de) Verfahren zur Herstellung von stueckfoermigem, wasserbestaendigem basischem oder neutralem Calciumsulfit
AT150312B (de) Verfahren zum Aufschließen von Pflanzenfaserstoffen.
AT98162B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Eindampfen von Salzlösungen.
DE285752C (de)