CH98307A - Verfahren und Vorrichtung zur Darstellung von Schwefelkohlenstoff. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Darstellung von Schwefelkohlenstoff.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Darstellung von Schwefelkohlenstoff. Bekanntlich werden beim Gebrauch von Gusseisenretorten zur Darstellung von Schwe- felkohlenstaff dieselben bei Rotglut sehr nachteilig durch den Schwefel und die Schwefelverbindungen, mit denen sie dauernd in Berührung sind, angegriffen. Bei der Temperatur, welche bei diesen Retorten im Gebrauch vorkommt, verbindet sich der Schwefel leicht mit dem Eisen und bildet Eisensulfide, die infolge ihres erheblich.
grösseren Volumens als Eisen allmählich das wirksame Fassungsvermögen der Retorte vermindern, abgesehen davon, dass die Sul- fidierung der Retortenwände die Lebens dauer der Retorte selbst stark verkürzt. Ferner wird auch durch die Bildung der Eisensulfide die Wärmeleitung nach der Mitte der Retorte stark verringert, womit ein bedeutender Brennstoffverlust Hand in Hand geht.
Beim Verfahren zur Darstellung von Schwefelkohlenstoff gemäss der Erfindung werden zur Durchführung des Verfahrens 'Eisenretorten benutzt, deren innere, der Be rührung mit Schwefel oder einer Schwefel- verbindung in der Rotglut ausgesetzte Wand flächen mit einem dünnen, schützenden Alu miniumüberzug versehen sind, so dass das Eisen vor Angreifen durch Schwefel oder eine Schwefelverbindung geschützt ist und die Retorte ihre Wirksamkeit unverändert beibehält, sowie eine grössere Lebensdauer erhält.
Der Aluminiumüberzug auf der Innen seite einer Gusseisenretorte wird beispiels weise nach gründlichem Reinigen derselben, was etwa mittelst eines Sandstrahlgebläses erfolgen kann, in folgender Weise erhalten: Die Retorte wird zu einem Drittel bis zur Hälfte mit einem Gemisch gefallt, das etwa aus 98 Gewichtsteilen körnigem Aluminium, 5 Gewichtsteilen Aluminiumoxyd und 22 Ge wichtsteilen Ammoniumchlorid besteht.
Mit diesem Gemisch wird dann die Retorte in wagrechter Lage langsam in einem Ofen ge dreht und während etwa drei Stunden auf ungefähr<B>800'</B> C erhitzt. Während der Er hitzung wird die Retorte unter Vakuum ge halten, um eine Oxydation des Aluminiums zu verhindern. Nach dem Erkalten wird der Gemischüberschuss entfernt, die Retorte wie der erhitzt und während etwa sechs Stunden auf einer -Temperatur von ungefähr<B>850'</B> C gehalten, um das Aluminium fest an der Eisenoberfläche zu fixieren. Die Behandlung mit obigem Gemisch mag dann wiederholt werden, falls ein dickerer Aluininiuniüberzug gewünscht ist.
Man erhält auf diese Weise eine für das vorliegende Verfahren vorzüg lich geeignete Eisenretorte mit einer an der Innenseite festhaftenden dünnen Aluminium schicht als Schutzüberzug.
Natürlich kann dieser Aluminiumüberzug auch auf andere Weise in der Retorte ange bracht werden. Auch lä.sst er sich ebensogut hei Eisen- oder Stahlretorten, nicht nur bei CTusseisenretorten, anwenden.
Claims (1)
- PATENTAN SPRttCHE I. Verfahren zur Darstellung von Schwe- felkohlenstoff. dadurch gekennzeichnet, dass man zu seiner Durchführung Eisen retorten benützt, deren innere, der Be rührung mit Schwefel oder einer Schwe felverbindung in der Rotglut ausgesetzte Wandflächen mit einem dünnen, schüt zenden Aluminiuniiib(@rzug versehen sind.<B>11.</B> Vorrichtung zur Ausführung des V erfih- rens gemäss Patentansprueh I, gekenn zeichnet durch eine Eisenretorte mit einer an der Innenseite festhaftenden dünnen Aluminiumschicht als Schutzüberzug.
Applications Claiming Priority (1)
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| GB98307X | 1921-04-23 |
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| CH98307D CH98307A (de) | 1921-04-23 | 1922-04-06 | Verfahren und Vorrichtung zur Darstellung von Schwefelkohlenstoff. |
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