CH97291A - Vorrichtung zum Stillsetzen von Turbinen und andern Kraftmaschinen. - Google Patents

Vorrichtung zum Stillsetzen von Turbinen und andern Kraftmaschinen.

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CH97291A
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Thomann Prof Robert
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Thomann Prof Robert
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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D13/00Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover
    • G05D13/02Details
    • G05D13/04Details providing for emergency tripping of an engine in case of exceeding maximum speed

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Description


      Vorrichtung        zun7        Stillsetzen        von    Turbinen und andern Kraftmaschinen.    Bei Turbinen und andern     Kraftmaschinen     dauert es, wenn sie mit grossen Schwung  massen gekuppelt sind oder selbst solche ent  halten, oft verhältnismässig lange, bis der  Maschinensatz völlig zum Stillstand kommt,  was vom Standpunkt eines sicheren Betriebes  im allgemeinen, besonders aber im Falle eines  Unfalles sehr unerwünscht sein kann; eine  erhöhte Bedeutung hat die Frage eines ra  schen Anhaltens seit     Einführung    einiger  neuer Konstruktionen von     Spurlagern    gewon  nen, die nicht oder nicht lange mit vermin  derter Geschwindigkeit betrieben werden  sollten.

   Zum raschen     Stillsetzen    von grossen  Einheiten wurden bisher elektrische oder me  chanische Bremsen angewendet; auch beson  dere     Bremsräder    und Bremsdüsen     sind    schon  im     Gebrauch;    doch ist ihre Wirkung nicht  oder nicht in dem Sinne selbsttätig wie bei  der     nachstehend    beschriebenen Vorrichtung,  die den Gegenstand der     Erfindung    bildet.  



  Erfindungsgemäss ist diese neue Einrich  tung mit einem Regelorgan versehen, das,  wenn zum Zwecke des Anhaltens eingeschal  tet, die Regulierung der Maschine stets auf       ,Bremsen",    d. h. so einstellt, dass auf die    Welle so lauge ein ihrer momentanen Dreh  richtung entgegengesetzt gerichtetes Kraft  moment :ausgeübt wird, bis die Maschine  stillsteht oder sich nur noch mit ganz gerin  ger     Geschwindigkeit    bewegt, also einem  Regelorgan, dessen Stellung von der Rich  tung .der Drehbewegung der Maschine ab  hängt.  



       Fig.    1 bis 3 der Zeichnung zeigen sche  matisch einige Ausführungsbeispiele des     Er-          findungsgegenstandes.     



  Der in vollständig ausgezogenen Linien  gezeichnete Teil der     Fig.    1 stellt einen Tur  binenregulator einfachster und an sich be  kannter     Bauart,dar.    Der Hebel 1, 2, 3 wird  im Punkt; 2 vom Geschwindigkeitspendel 4:       gef    asst; Punkt 1 betätigt das Steuerventil 5,  ,das, sofern es aus seiner normalen     Mittel-          stellung        herausbewegt    wird, einen auf der  Zeichnung nicht ersichtlichen     Hilfsmotor     steuert, der seinerseits die ebenfalls nicht an  gegebene Regulierung der Maschine bewegt.

    Mit dem Hilfsmotor oder der Regulierung ist  die     Reglerwelle    8 verbunden, die durch den  Hebel 9 und die     Rückführstange    6 den     PunkE     3 derart nachstellt,     dass    bei dem gewählten      Schema im Beharrungszustand jeder Stellung  des Pendels 4 eine bestimmte Stellung der       Reglerwelle    8 entspricht. Bei neuzeitlichen  Konstruktionen treten durch Zwischenschal  tung von     Isodromvorrichtungen        und    derglei  chen Abweichungen von diesem Schema ein  fachster Art auf, die jedoch für     das    Wesen  der neuen Erfindung bedeutungslos sind.

   Be  kanntlich kann die Turbine auf kleinere Ge  schwindigkeit eingestellt     und    schliesslich die  Regulierung ganz geschlossen werden, wenn  man den Zusammenhang der Punkte 5, 1, 2,  3, 8 an irgend einer Stelle entsprechend än  dert, z. B. durch     Verkürzung    der     tvirlzsameii     Länge von Stange 6, indem das mit Gewinde  auf Stange 6 sitzende Handrädchen 7 an  dieser niedergeschraubt wird; diese     Beweguni;     geschieht heute in grossen Zentralen fast stets  durch Fernsteuerung vom Schaltraum aus,  cl. h. durch     elektrischen        Antrieb    von     Rä        cl-          chen    7.

   Wird die Regulierung über die dem       Kraftzufluss        'Null        entsprechende    Lage hin  ausbewegt, so ändert bei geeigneter Kon  struktion der Turbinenregulierung das auf  die Turbinenwelle     ausgeübte        Iira.ftmoment          seinen    Drehsinn, die     vorwärtslaufei:de        Ma-          chine    wird gebremst;

   das     Gleiehe,    wenn auch  in u     ingekehrtem    Sinn tritt, ein,     wein    so ge  schaltet     vTircl,    dass auf die     rüek@vä.rts    lau  fende Maschine ein nach vorwärts gerichtetes  Kraftmoment wirkt.  



  Die neue     Erfindung    soll nun - diesen  Wechsel des Drehmomentes, also zum Bei  spiel die     Verkürzung    der Stange 6     (Fig.   <B>1)</B>  oder allgemeiner die Änderung des Zusam  menhanges der Punkte 5 und 8 selbsttätig  und in der Richtung     ausführen,    dass stets ein  der momentanen     Betvegungsrichtung    ent  gegengesetzt     geriehtetes    Moment auf die Ma  schinenwelle     virht    und     (lies    so lange fort  setzten, bis diese vollständig oder nahezu  vollständig zum Stillstand kommt.  



       Fig.    2 und 3 der Zeichnung zeigen zwei       Ausführungsformen    des in Betracht kommen  den     Regelorganes;    sie stellen jedoch nur den  Teil des ganzen     Regulators    dar, der sich nach       Fig.    1 zwischen Stange 6 und der Welle 8  befindet.    Bei der     Ausführungsform        nach        Fig.    2 ist  die Stange 6 nach     Fig.    1 nicht mehr unmittel  bar mit Welle 8 verbunden, sondern unter       Vermittlung    eines Hebels 11, 12, der durch  Stange 6 und     Riidehen    7 den Punkt 3 der       Fit,.    1 bewegt.

   Punkt 12 bleibt während des  Betriebes fest, so     dass    der Zusammenhang des  Punktes 3 und     der        Reglerwelle    8 zunächst       :inngemäss    der     gleiche    bleibt, wie nach     Fig.    1.  Soll nun die     11        k:schine    stillgesetzt werden, so  wird die     Vorriehtung        1'-),    1.3, 14, 15, 16 in  Tätigkeit gesetzt.

   Die     Welle    14 ist in zwangs  läufiger Verbindung mit der Hauptwelle,  dreht sich also mit ihr vor- und     rizcliwärts.     Auf ihr sitzt eine kleine     Reibungskupplun     15, mit deren losem Teil der Hebel 13 starr       verbunden    ist.

       Wä,hrtnd    des normalen Be  triebes bleibt die Kupplung ausgeschaltet, so  dass die lose     K_upplungsliiilfte    mit 13 durch  Federn 1.6 in der     3Zittellage        festgehalten        wird.     Soll die Maschine     stillgesetzt    werden, so     wird          dio    Kupplung     eingerückt,    wodurch der He  bel 13 soweit     ausschlägt,

      als das Moment der  Federkräfte oder     Anschläge    dies     zulassen.     Bei geeigneter     Bemossu        ng    dieser     Kräfte    und  geeigneter Lage     der        _a        iiseliläge    kann die so  entstehende effektive     Veränderung    der     Länge     der Stange 6 so weit getrieben werden, dass  die Regulierung, sofern dieselbe das Kraft  moment     umzulzeliren    gestattet, die dem Kraft  zufluss Null entsprechende Lage überschrei  tet;

   das Kraftmoment     beginnt    nun in     erit-          geengesetzter        Richtung    zu wirken, wodurch  die Maschine abgebremst wird. Steht diese  still und sollte sie anfangen, rückwärts     zii     laufen, so wird Hebel 1.3 durch die Kupplung  15 über seine Nullage in entgegengesetzter  Richtung ausschlagen, die     Bremswirkung          ausgeschaltet    und nötigenfalls wieder ein der       Bewegung        entge;engesetzt    gerichtetes Kraft  moment     erzeugt.    Das Spiel wiederholt sich  so lange, bis die     1bascliine        l;

  atsächlieh.    und  dauernd stillsteht; bei geeigneter Konstruk  tion kann dies schon nach dem ersten Aus  schlag erreicht,     -tverden.     



  An Stelle der     Peibungskupplung    kann  irgend eine     andere    Kupplung treten, z. B.  eine hydraulische, als Zahnrad- oder andere      Pumpe ausgebildete, die im normalen Betrieb  abgestellt oder durch grosse     Offnungen    kurz  geschlossen bleibt.

   Statt die Pumpe in den  Hebel 13 als Element 15 einzubauen, kann  n     zan    sie auch, wie in     Fig.    3 dargestellt, in  einen Zylinder 18 fördern lassen, dessen  durch     Federn    16 oder andere Kräfte in  Mittelstellung gehaltener Kolben 17 den  Punkt 12 verstellt, sobald die     Umlaufleitung;     21 durch das Drosselorgan 20 abgesperrt  wird und somit die Pumpe 19 je nach der       @9t;ellung    der Regulierung     bezw.    Drehrich  tung der     Turbine    in der einen oder andern  Richtung in den Zylinder 1.8 zu fördern be  ginnt.

   Je nach Einstellung des Drossel  organes 20 der     Umleitung    21 kann erreicht  -werden, dass die Bremswirkung, die durch.       'Umstellen    der     Turbinenleitschaufeln        bezw.          Umkehren    des auf die Turbinenwelle     ausge-          iibten    Kraftmomentes erzeugt wird, erst     bei     völligem Stillstand der Maschine oder schon       unmittelbar    vorher aufhört.  



  Die Vorrichtung 16 bis 21 kann statt zur  Verstellung von Punkt 12 auch dazu ver  wendet werden, die Umsteuerung des das  Rädchen 7 antreibenden Elektromotors her  beizuführen oder auf andere Weise den Zu  sammenhang zwischen Regulierventil 5       (Fig.    1.) und Welle 8 so zu beeinflussen, dass  stets ein der momentanen     Drehrichtung    ent  gegengesetzt gerichtetes Kraftmoment er  zeugt     wird.    Die erste Variante ist in     Fig.    1  in gestrichelten Linien angedeutet.

   Hiernach  wird ein am Handrädchen 7 angeordnetes  Zahnrad 22 von einem     Ritzel    23 und dieses  unter Vermittlung eines     Schneckengetriebes     24 von einem Elektromotor 25 angetrieben,  der den Strom durch Zuleitungen 26 und 27  erhält.

   Zwischen den Leitungen 26 und 27  ist ein Umschalter 28 angeordnet, der mit dem  beidseitig von Federn 16 beeinflussten Kol  ben 17 in Verbindung steht und durch diesen  gegebenenfalls betätigt wird.     Tst    die mit  der Turbinenwelle zwangsläufig verbundene  Pumpe 19 ausgeschaltet oder durch Leitung  21.     kurgesehlossen,    so wirken auf den Kolben  17 in der Hauptsache nur die Federkräfte,  die in Abwesenheit von zusätzlichem Flüs-         sigkeitsdruck    den Kolben     finit    dem     @GTmschal-          ter    in der Mittelstellung, den Strom also aus  geschaltet halten.

   Wird die Pumpe 1.9 behufs  Stillsetzer der Maschine (Turbine) einge  schaltet oder die Umleitung 21 durch Hahn  20 geschlossen, so wird je nach der Drehrich  tung der Pumpe über oder unter dem Kol  ben 17 Druck erzeugt, dadurch der Umschal  ter 28 aus der Mittelstellung in der einen  oder     andern        Richtung    verstellt, der Elektro  motor 25 in der einen oder andern Richtung  angetrieben und     damit    die Regulierung ent  sprechendverstellt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCI3: Vorrichtung zum Stillsetzer von Tur binen und andern Kraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass das Reguliergestänge der Maschine durch ein in Abhängigkeit vom Drehsinn der Maschine beeinflussbares Organ ergänzt ist, das, wenn es zum Zwecke des Anhaltens eingerückt wird, die Regulierung so verstellt, dass so lange ein dem momen tanen Drehsinn der Maschine entgegengesetzt gerichtetes Kraftmoment erzeugt wird, bis die Maschine vollständig oder nahezu voll ständig stillsteht. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Vorrichtung zum Stillsetzer von Turbinen und andern Kraftmaschinen, nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in das Reguliergestänge ein Hebel eingeschal tet ist, der mit zwei Punkten an das Re guliergestänge angeschlossen ist, wä hrend ein dritter Punkt unter dein Einfluss des in Abhängigkeit vom Drehsinn der Ma schine beeinflussbaren Organes steht, das den dritten Punkt aus einer während des Betriebes eingehaltenen Mittellage heraus je nach dem Drehsinn. der Maschine ver stellt, wenn diese stillgesetzt werden soll.
    2. Vorrichtung zum Stillsetzer von Turbinen und andern Kraftmaschinen, nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das. in Abhängigkeit vom Drehsinn der Ma schine beeinilussbare Organ die Schaltung eines zur Veränderung der Geschwindig keit und zum Schliessen der Regulierung benützten Elektromotors beim Stillsetzen der Maschine derart beeinflusst, dass stets ein dem momentanen Drehsinn der Ma- schine entgegengesetzt gerichtetes Kraft moment erzeugt wird.
CH97291D 1921-12-24 1921-12-24 Vorrichtung zum Stillsetzen von Turbinen und andern Kraftmaschinen. CH97291A (de)

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