Automatisch wirkender Apparat zur Abmessung bestimmter Flüssigkeitsmengen. Der den Gegenstand der vorliegenden Er findung bildende, automatisch wirkende Ap parat zur Abmessung bestimmter Flüssig keitsmengen ist mit einer derartigen Einrich tung versehen, dass er eine im voraus einge stellte Flüssigkeitsmenge abgibt und dann selbsttätig ausser Tätigkeit tritt;
er zeichnet sich dadurch aus, dass die Betätigung eines Absperrorganes, welches die Bewegung der Flüssigkeit beherrscht, erst erfolgen kann, nachdem die abzugebende Menge eingestellt worden ist, und dass nach Betätigung des Ab- sperrorganes an der Einstellung nichts mehr geändert werden kann, bevor die erst einge stellte Menge ausgelaufen ist.
. Insbesondere kann es sich um einen .Ap parat handeln, bei welchem die Messung ab satzweise stattfindet; die Einrichtung umfasst in diesem Falle zweckmässigerweise ein Sclhaltwerk, welches mit einer Einstellscheibe verbunden ist, die je nach der abzugebenden Menge in verschiedene Lagen eingestellt wer den kann und sich dann, entsprechend den Absätzen, in welchen die Messung erfolgt, schrittweise zurückbewegt, um nach Errei chung der Anfangslage eine Arretierung frei- zugeben, worauf das Absperrorgan in die Lage zurückkehrt, bei welcher keine Flüs sigkeit ausläuft.
Die beiliegende Zeichnung bezieht sich auf' eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes. Der die eigentliche Messung besorgende Teil ist nicht dargestellt; es kann dazu der in der Patentschrift Nr. 87068 anhand der Zeichnung beschrie bene Apparat benützt werden.
Fig. 1 ist ein Längsschnitt, in welchem jedoch das Absperrorgan aus Deutlichkeits gründen nicht gezeichnet ist; Fig. 2 zeigt einen Querschnitt A-B durch das Schaltwerk; Fig. 3 zeigt einen Schnitt C-D durch die Arretierung und das Absperrorgan in offe-_ nem Zustande; Fig. 4 zeigt einen Schnitt E-F durch die Arretierung und das Absperrorgan.
Es ist hierbei 1 ein Handrad, dass die Zahnung 2 besitzt und mit der Hohlwelle 3 fest verbunden ist. Dieselbe trägt hinten die Zahnung 4. Auf dieser Hohlwelle sitzt eine zweite hohle Welle mit der Einstellscheibe 5, auf welcher eine Skala angebracht ist, die an- gibt, wieviel Kippungen die Messkammern des im genannten Patent beschriebenen Ap parates entsprechend der Lage der Scheibe zu machen haben. Die Einstellscheibe be sitzt vorn an ihrer hohlen Welle ebenfalls eine Zahnung 6. Das Sperrad 7 ist dure die Klinke 8 mit der Einstellscheibe 5 verbun den.
Die Einstellscheibe steht unter .dem Ein fluss der Feder 9, die in gespanntem Zustande bestrebt ist, die Einstellscheibe in ihre An fangslage zurückzubringen und dabei durch die Klinke 8 das Sperrad 7 mitzunehmen. Der Anker 10, der durch die hin- und her gehende Bewegung der Messkammern betätigt wird, gestattet ein schrittweises Zurückgehen des Sperrades und damit der Einstellscheibe. Der Arretierstift 1.1 greift in der Anfangs stellung der Einstellscheibe in eine Öffnung derselben. In eingestelltem Zustande sitzt dieser Arretierstift auf der Fläche 22 der Einstellscheibe auf.
Durch die Feder 12 wird das Zahnrad 13, bezw. dessen Kupplungs- zahnung 20, ausser Bereich der Zahnung 4 der Hohlwelle 3, gebracht, solange nicht ein gestellt ist. Die Zahnstange 14 des Absperr- organes 15 besitzt eine Feder 16, deren Ende als Klinke zu wirken bestimmt ist, die bei geöffnetem Zopfventil durch den A.rretier- stift 11 gehalten ist. Der Arretierstift 11 wird nur in eingeselltem Zustande die Klinke 16 halten. Die Feder 17 ist bestrebt, das offene Absperrorgan zu schliessen.
Die Ein stellvorrichtung ist in einem Gehäuse 18 un tergebracht, welches zweckmässig in die Um- inantelung 19 des Messapparates gebaut ist. Das Zahnrad 13 besitzt, wie gesagt, die Zah- nung 20, die in eingestelltem Zustande in die Zahnung 4 der Hohlwelle 3 greift. Durch das Guckloch 21 kann man ersehen, wieviel K .ip- pungen eingeschaltet worden sind.
Der An schlag 23 begrenzt den Hub des Absperrorga- nes. Bei offenem Absperrorgan verhindert der Anschlag 24 ein Zurückdrücken der Ein stellscheibe und somit ist es unmöglich, dass, bevor die eben eingestellte Menge ausgelaufen ist, ein Einstellvorgang erfolgen kann.
Die Einstellung einer bestimmten Anzahl Messungen geschieht nun wie folgt: Wenn beispielsweise erwünscht ist, dass mit dem Apparat eine fünf Kippungen der Messkammern umfassende Messung ausge führt wird, so wird das Handrad 1 in die Zahnung 6 der Einstellscheibe 5 gedrückt. Damit zieht man den Arretierstift 11 aus der Öffnung der Einstellscheibe, somit ist es nun möglich, dieselbe zu drehen; man dreht sie nun wunschgemäss auf fünf".
Mit dem Hin eindrücken des Handrades schiebt sich die Hohlwelle 3 mit der Zahnung 4 zurück, in gleichem Abstand folgt ebenfalls das Zahn rad 1:3, durch den Arretierstift 11 mitgenom men. Das Zahnrad 13 dient zur Betätigung der Zahnstange 14 des Absperrorganes 15; im zurückgeschobenen Zustande, also beim Einstellen, greifen jedoch die Zahnungen 4 und 20 nicht ineinander, so da.ss ohne das Ab sperrorgan zu betätigen, eingestellt werden kann. Habe ich nun diese bestimmte Menge eingestellt, welches ich durch das Guckloch 21 sehen kann, so kann der Stift 11 nicht mehr in die Öffnung der Einstellscheibe zu rückfallen und liegt nun auf der Fläche 22 der Einstellscheibe auf.
Beim Loslassen des Handrades wird dasselbe durch die Feder 25 nach vorn zurückgedrückt und die Zahnung 4 der Welle 3 verbindet sich nun mit der Zahnung 20 des Rades 13. Jetzt kann das Ventil geöffnet werden, indem das Handrad gedreht wird. Die vom Anker 10 durch das Sperrad 7 und die Klinke 8 festgehaltene Einstellscheibe wird nicht in Mitleidenschaft gezogen, da. die Zahnung 6 derselben nun ausser Bereich der Zahnung 2 des Handrades liegt, so dass beim Drehen dec Handrades nur das Zahnrad 13 betätigt wird und damit die Zahnstange das Absperrorgan öffnet. In ge öffneter Stellung des letzteren schnappt die Klinke 16 über den Arretierstift 11 und der Zahnkolben wird nun festgehalten.
Durch das Öffnen des Absperrorganes kommt der Anschlag 24 hinter die Scheibe der Hohl welle 3 zu liegen, so dass die Welle des Hand rades festsitzt und in geöffnetem Zustande des Absperrorganes die Einstellvorrichtung nicht betätigt werden kann. Die hin- und hergehende Bewegung des Messbehälters wird durch das Gestänge auf den Anker 10 über tragen und gestattet derselbe schrittweise Zurückbewegung der Einstellscheibe bis zur Anfangslage. Sobald dieselbe erreicht ist, tritt der Stift 11 in die Öffnung der Ein stellscheibe zurück, damit wird die Klinke 16 frei, das Zahnrad 13 wird durch die Feder 12 ausser Bereich der Zahnung 4 gebracht.
Das Absperrorgan wird nun durch die Feder 1.7 in die Schlussstellung gedrückt, ohne dass da mit das Handrad gedreht wird.