Pyrophorreibfeuerzeug. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Pyrophorreibfeuerzeug mit einer beweglichen Drahtbürste und mit einer Halteeinrichtung für eine feste Brennsubstanz, die sieh zur Flamme entzündet durch blossen Funkenwurf. Für spezielle Zwecke lässt sich dieses Feuer zeug als Taschenlaterne ausbilden.
In Fig. I, II, III und IV sind einige Aus führungsbeispiele dargestellt.
Fig. I zeigt eine Seitenansicht und Fig. II eine Vorderansicht eines Taschen-Feuerzeuges; Fig. HI stellt ein Tisch-Feuerzeug dar; Fig. IV betrifft eine Ausführungsform, die als Taschenlaterne dienen kann.
In Fig. I und II ist ein Feuerzeug für Hebelbetätigung dargestellt und besteht in der Hauptsache aus folgenden Hauptbestand teilen Dem Brennstoffsubstanz-Behälter 1 mit Brennstoffsubstanz 2 (zum Beispiel bestehend aus Trockensprit, Meta usw.), dem Zündstein- behälter 4 mit dem pyrophoren Zündstein 3, dem Reibrad 5, dem Sperrad 6, der Sperr klinke 7 mit Feder 8, dem Hebel 9 mit Feder 10, den Zugfedern 11 und 12, der Schaltstange 13, dem Hebel 14, der federnden Drahtbürste 23, sowie dem Gehäuseteil 15, 16, letzterer zur Aufnahme der Organe 5,-6 und 9.
Die Wirkungsweise ist folgende: Durch Druck auf den Hebel 9 wird das Reibrad 5 in der Pfeilrichtung in Drehung versetzt, wobei die Sperrklinke 7 unter dem Druck der Feder 8 in das Sperrad 6 eingreift und während dem Andauern des Druckes -auf Hebel 9 das Reibrad 5 in Umdrehung hält. Nach Freigeben des Hebels 9 führt die Feder 10 den Hebel 9 in die Anfangsstellung zu rück.
Die Zugfedern 11 und 12 ziehen die Schaltstange 13 gegen den Zündstein 3, bei welchem Vorgang die Schaltstange 13 auf den Zündstein 3 drückt, wodurch letz terer gegen das Reibrad 5 angepresst wird. Während der Wirkungsweise bezeichneter Organe werden vom Zündstein die Funken ausgelöst und gegen die Trockenbrennsub- stanz 2 geschleudert, wobei der freigegebene Teil der Trockensubstanz sich entzündet und sich eine volle Flamme bildet; deren zeit liche Brenndauer endet nach vollständigem verbrennen der Trockensubstanz, oder durch vorangehendes Ausblasen.
Zum Zwecke einer viel stärkeren Reibung zwischen Zündstein 3 und dem Reibrad 5, als wie dies bei den bekannten Feuerzeugen der Fall ist, sind die Federorgane 11, 12 dementsprechend kräftiger und erzeugen einen bedeutend stärkeren Druck auf den Zündstein 3. Die Federn 11, 12 sind an die Stifte 17, 18 angehängt und am andern Ende durch den Bolzen 19 unter einander verbunden. Der Bolzen 19 greift in die Zahnlücke 21 ein. Nach der Zurück- legung des Weges vom Bolzen 19 bis zur Anschlagfläche 25 am Hebel 14 liegt der Bolzen 19 an letzterer an und hört der Zug gegen die Schaltstange 13 auf und somit ebenfalls der Druck gegen den Zündstein 3.
Der Hebel 14 ist an dem Bolzen 24 dreh bar gelagert. Durch Umstellen (in der Peil richtung) des Hebels 14 wird der Bolzen 19 aus der Zahnlücke 21 ausgerückt und in die Zahnlücke 20 übergeführt und somit die Fortsetzung des Druckes auf den Zündstein 3 bewirkt. Gleichzeitig dient die Zahnung zur Kontrolle der Zündsteinlänge, indem der Zünd- stein vollständig verbraucht ist, nach der Zu- rücklegung des Weges vom Zahn 20 bis zur Anschlagfläche 25 am Hebel 14. Durch das Fenster 26 im Brennstoffsubstanz-Behälter 1 bleibt der Bestand der Brennstoffsubstanz jederzeit kontrollierbar.
Bei jedem Druck mit dem Hebel 9 wird die Drahtbürste 23 in der Pfeilrichtung gegen die Brennstoffmasse 2 geführt, wobei die mit mehreren Spitzen versehene Drahtbürste die Oberfläche der Brennstoffmasse etwas auf rauht.
Gegenüber bekannten Feuerzeug-Systemen mit Benzin, Dochten oder Luntenzündung hat dieses Feuerzeug den bedeutenden Vorteil grösserer Zuverlässigkeit und den Vorteil der Kontrollmöglichkeit des Inhaltes vom Brenn stoffbehälter, sowie der Zündsteinlänge. Eben so ist bei diesem Fahrzeug das lästige und oft zu gefährlichen Verletzungen führende Entzünden des Feuerzeuges durch Druck auf Verschluss-Bestandteile in der Tasche ausge schlossen. Dasselbe Feuerzeug känn auf ein beliebiges Gestell montiert, als Tisch-Feuerzeug ge braucht werden, wie durch 27 in Fig. IH beispielsweise dargestellt ist.
An die Stelle des Hebels 9 in Fig. I, II ist die Kurbel 28 in Fig. HI angeordnet gedacht, wobei eine Rückführung der Kurbel 28 nicht erforder lich wird, wie zum Beispiel beim Taschen feuerzeug nach Fig. I und II der Hebel.
Auf ähnliche Weise lässt sich das Feuer zeug an einem Wandarm befestigen (in der Zeichnung nicht dargestellt).
Durch die Verlängerung des Trocken substanz-Behälters mittelst eines Griffes (in der Zeichnung nicht dargestellt), lässt sich das Feuerzeug auch für Haushaltungszwecke verwenden, zum Beispiel zum Entzünden von Gas und Brennmaterial jeder Art, ausserdem zu Kochzwecken, indem das Kochgefäss direkt über der Flamme angeordnet gedacht ist, wie zum Beispiel für Reisegebrauch etc.
In Fig. IV ist ein Teil eines Ausführungs beispiels, welches als Taschenlaterne brauch bar ist, veranschaulicht.
In die Seitenwandung 16 oben im Gehäuse nach Fig. I und II ist eine für Taschenla ternen übliche Linse 29 (Fig. IV) ange bracht.
In der Öffnung derselben ist die aus der Wandung austretende respektive vorstehende Leuchtmasse 30, zum Beispiel aus einem durch ein Drahtnetz gestützten Leuchtkörper, eingesetzt, welche durch die Flamme 31 der Trockenbrennsubstanz 2 zum Glühen gebracht wird und dadurch zu Leuchtzwecken dienlich gemacht wird.