Einrichtung an Druckpressen .zur Nachstellung der Auftragwalzen. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Druckpressen und betrifft eine Einrichtung zum Nachstellen der Färbe- oder Auftrag walzen derartiger Druckpressen, zum Zweck, die Mängel in der Einfärbung der Form zu beseitigen, die durch Krimpen oder Abnutzen der Auftragwalzen entstehen. Obgleich der Erfindungsgegenstand für Druckpressen im allgemeinen Verwendung findet, ist er doch für Tiegeldruckpressen besonders geeignet.
Eine Tiegeldruckpresse ist bekanntlich für gewöhnlich mit drei Auftragwalzen ausge rüstet, die sich hintereinander längs der Form bewegen. Dabei müssen sämtliche Walzen mit ähnlichem Druck gegen die Form anlie gen, wenn die von ihnen abgelieferte Druck farbe gleichmässig an die Form abgegeben werden soll. Würde eine der Auftragwalzen mit allzu grossem Druck anliegen, so gibt sie zu viel Farbe ab, und der Abdruck wird unrein, und liegt eine Walze zu leicht gegen die Form an, so wird die Farbe nur unvoll ständig abgeliefert und der Abdruck wird allzu schwach. Nun verändert sich der An liegungsdruck der Walzen gegen die Form einerseits durch das von Temperaturverände rungen verursachte Krimpen der Walzen und Abnutzen derselben und anderseits durch ein mangelhaftes Aufbauen der Form oder der Walzen.
Die letzteren sind im allgemeinen von Rollen getragen, welche längs Führungen zu beiden Seiten der Form laufen, und pflegt man den Anliegungsdruck der Walzen gegen die Form durch Austauschen der Laufrollen oder Nachstellen der Führungen zu regeln. Das erstere ist natürlicherweise sehr zeitrau bend und kann nie mit genügender Genauig keit stattfinden, weil die Veränderungen sich immer innerhalb enger Massgrenzen halten. Das letztere hat die bezweckte Wirkung nur, wenn sämtliche Auftragwalzen gleichzeitig und um den gleichen Betrag hergestellt wer den müssen.
Erfindungsgemäss wird die Aufgabe in einer besonders einfachen und wirksamen Weise gelöst, indem der Durchmesser der Rollen veränderlich ist, so dass dieser je nach dem Durchmesser der zugehörigen Auftrag walze vergrössert oder verkleinert werden kann. Durch eine solche Einrichtung wird der erhebliche Vorteil gewonnen, dass jede Auftragwalze für sich, unabhängig von den übrigen, von der Form entfernt oder der selben genähert werden kam), so dass gerade der gewünschte Anliegungsdruck zwischen den einzelnen Auftragwalzen und der Form erreicht wird.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes ist auf beiliegender Zeichnung dargestellt.
In dieser Zeichnung zeigt Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Form mit drei Auftragwalzen, Fig. 2 eine Oberansicht zu Fig. 1, Fig. 3 in grösserem 1Tassstabe eine End- ansicht einer Auftragwalze mit ihrer einen Laufrolle, Fig. 4 eine Laufrolle im Durchschnitt, und Fig. 5 eine Seitenansicht der Rolle von der der Formwalze zugekehrten Seite gesehen.
Mit Hinweis auf die Zeichnung bezeichnet 1 die in der Tiegeldruckpresse angeordnete Form, an welcher drei Auftrag- oder Farb walzen 2, 3, 4 sich auf und ab bewegen. Diese Walzen sind all je einer Achse ä an gebracht, welche Achse an ihren Enden von Rollen 6 getragen ist, welche an Führungen <B>101</B> laufen, die beiderseitig der Form 1 vor gesehen sind. Der Träger der Lauffläche 61 der Rolle 6 ist durch einen scheibenförmigen Ring 7 aus nachgiebigem Stoffe, wie Gummi, gebildet, welcher Ring auf einer metallenen Hülse 8 angebracht ist.
Die Hülse 8 ist an der einen Seite des Ringes 7 mit einem Flansch 9 ausgerüstet und trägt an der ent gegengesetzten Seite eine lose metallene Platte 10, die mehr oder weniger kräftig gegen die Seite des Ringes 7 mittelst einer der Hülse 8 aufgeschraubten Mutter 11 gepresst werden kann. Die dem Ring 7 zugekehrten Seiten der Platten 9 und 10 sind schwach kegel förmig.
Die Hülse 8 ist an ihrem mit Gewinde versehenen Ende mit seiner Aussparung 12 ausgerüstet, um auf der Achse befestigt wer den zu können, und an dem entgegengesetz ten Ende mit einem Loch 15. Die Mutter 11 ist an der Aussenseite mit Aussparungen 13 versehen, so dass sie gedreht werden kann, indem man einen Klauenschlüssel in Eingriff mit dem Loch 15 und einen andern Klauen- Schlüssel in Eingriff mit den Aussparungen 13 der Mutter 1.1 bringt.
Soll der Druck einer der Walzen .\2., 3 oder 4 gegen die Forin 1 beispielsweise er niedrigt werden, so wird die Mutter 11 all gezogen, wodurch der nachgiebige Ring 7 zwischen den Platten 9 und 10 axial zu sammengedrückt und dadurch radial erwei tert wird, was ein Entfernen der betreffenden Walze voll der Form 1 verursacht, beziehungs weise den Druck der Walze auf die Form vermindert.
Durch die kegelige Gestaltung der An- liegungsflächen der Teile 9, 10 gegen den Ring 7 wird zufolge Keilwirkung das Her auspressen des Ringes 7 erleichtert.