CH94920A - Einrichtung zur selbsttätigen Verstellung des Zündmomentes bei Explosionsmotoren. - Google Patents
Einrichtung zur selbsttätigen Verstellung des Zündmomentes bei Explosionsmotoren.Info
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- G05D13/08—Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover without auxiliary power
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Description
Einrichtung zur selbsttätigen Verstellung des Zündmomentes bei Explosionsmotoren. Die für die Zündmoinentverstellung bei Explosionsmotoren bekannt gewordenen Ein richtungen beruhen auf der Anwendung einer Kupplung zum Antrieb der Zündvorrichtung, bei welcher der treibende und getriebene Teil durch Federkraft so gegeneinander verstellt werden, dass die grösste erforderliche Spät- zündung im Anlauf bei kleiner Umdrehungs zahl auftritt und durch die Wirkung der Flieh kraft auf Gewichte eine gegenseitige Ver drehung dieser Teile entgegen dieser Feder kraft bewirkt wird.
Eine der ältesten Lösun gen dieser Aufgabe besteht darin, dass man zwei mit steilgängigem Schraubengewinde in einandergefügte und durch eine Feder gegen einander verspannte Teile einer Kupplung durch Schwunggewichte unter dein Einfluss der Fliehkraft gegeneinander sich verschieben lässt. Man hat auch die Schwungmasse zu diesem Zweck zwischen Keilflächen am trei benden und getriebenen Teil der Kupplung eingelagert, wobei gleichfalls diese Teile durch Federn verspannt wurden. Bei Einrichtungen dieser Art wird für die Verstellung der Teile der Kupplung gegeneinander nur der der Kom ponente in der Umlaufrichtung entsprechende Teil der Verschiebung der Schwunggewichte nutzbar gemacht.
Es lässt sich somit ein vor geschriebener Verstellungswinkel nur mit gro sser Verschiebung der Schwunggewichte in achsialer oder radialer Richtung und .somit grosser Abmessung der Kupplung erreichen.
Ein weiterer Nachteil besteht dabei in der zwischen den Schwunggewichten und den Keilflächen auftretenden Reibung, die zur Folge hat, dass die Winkeleinstellung bei ein und derselben Umdrehungszahl eine ändere ist, je nachdem die Geschwindigkeit im Zu oder Abnehmen begriffen ist.
Diese Nachteile werden durch die vorlie gende Erfindung beseitigt. Sie betrifft eine Einrichtung zu genanutein Zweck, bei wel cher nicht die Wirkung von Keilflächen, son dern von einarmigen Hebeln benutzt und mit kleiner Bewegung der Schwunggewichte ein grosser Verstellüngswinkel zwischen treiben dem und getriebenem Teil der Kupplung er zielt und gleichzeitig die Reibung zwischen den Schwunggewichten einerseits und dein treibenden und getriebenen Teil der Kupp lung anderseits auf ein kleinstes Mass zurück geführt wird.
Dies wird dadurch erreicht, dass sichelförmig ausgebildete Schwunggewichte, die sich mit ihrem einen Ende am einen Teil der Kupplung abstützen, jeweils einen so grossen Teil des Umfangs der Kupplung um fassen, dass sie mit ihrem andern freien Ende angenähert dem Stützpunkt diametral gegen über am andern Teil der Kupplung angreifen und denselben bei ihrem Ausschlag als ein armiger Hebel gegen den einen Kupplungs- teil verstellen.
Diese Einrichtung erlaubt, mit kleinem Ausschlagwinkel der Schwunggewichte einen grossen Weg am Ende der einarmigen Hebel und damit einen grossen Verstellungswinkel zwischen getriebenem und treibendem Teil der Kupplung zu erzielen und gleichzeitig die Reibung zwischen den Schwunggewichten einerseits und treibendem und getriebenem Teil der Kupplung anderseits auf ein mög lichst kleines 31a1 zurückzuführen, ohne da.ss hierfür eine Komplikation der Bauart der Ein richtung durch Rollen oder dergleichen er forderlich wird.
In der Zeichnung sind beispielsweise zwei Ausführungsformen des Erfindungsgegenstan des dargestellt.
Die Fig. 1 und 4 zeigen die eine bezw. andere Form ohne gegenseitige Vei#stellung der Kupplungsteile im Ruhezustand, Fig. 2 und 5 dieselben im Lauf bei grösster Ver stellung der beiden Kupplungsteile gegenein ander und Fig. 3 und 6 beide Formen im Querschnitt, und zwar in ihrer obern Hälfte nach dem radialen Schnitt X, in ihrer untern Hälfte nach dem Schnitt Y der Fig. 1 bezw. 4.
Bei der in Fig. 1 bis 3 dargestellten Form sind die sichelförmig ausgebildeten Schwung- gewichte a mit ihrem einen Ende jeweils in den Zapfen b, welche beispielsweise am trei benden Teil der Kupplung befestigt sind, drehbar gelagert. Der Vorsprung c an diesem Ende der unter sich gleichgeformten Schwung- gewichte dient als Widerlager für die Feder d.
Die Schwunggewichte umfassen jeweils diese Feder, sowie den getriebenen Teil der Kupp lung, welcher aus zwei einander diametral gegenüberliegenden Ansätzen e mit gemein samer Nabe g auf der Welle d gebildet wird, und greifen angenähert diametral ihrem Dreh punkt gegenüber mit einem Vorsprung f' an ihrem andern Ende an dem Kupplungsteil e all, so dass derselbe, wenn sie unter Flieh kraftwirkung um den Zapfen b sich drehen, gegen den ersten Kupplungsteil unter Zusam menpressen der Feder d um einen gewissen Winkel verstellt wird. Dabei gleitet der Vor sprung f all der Seitenkante des Kupplungs teils e.
Das Gleiten dieser beiden Teile an einander ist aber nicht Bedingung für die Wirkungsweise der Einrichtung, sondern nur in Kauf genommen in dem Bestreben, eine möglichst einfache Bauart der genannten Teile zu erzielen. Das Gleiten kann vermieden wer den durch die Anordnung von Rollen oder Gelenkverbindungen zwischen den beiden Tei len. Der treibende Teil der Kupplung besteht aus einem zweiteiligen, durch die Zapfen b zusammengehaltenen runden Gehäuse h, wel ches die Ansätze e des getriebenen Kupp lungsteils, sowie die Schwunggewichte a und die Federn d umschliesst und auf seiner Aussen seite Ansätze z aufweist, all welchen der An trieb angreift.
Eine andere Ausführungsform des Erfin dungsgegenstandes ist in den Fig. 4, 5 und G dargestellt. Die entsprechenden Teile sind hier mit denselben Buchstaben bezeichnet wie in den Fig. 1-3. Der Unterschied die ser zweiten Ausführungsform gegenüber der ersten besteht darin, dass hier für jeden Teil der Kupplung je ein Paar einander diametral gegenüberliegendeAnsätze ee und lclv vorhan den ist.
Die Ansätze ee sind durch die Nabe g mit der Welle l verbunden und mögen bei spielsweise den getriebenen Teil der Kupp lung bilden. Die in bezug auf die Schnitt ebene X zu ihnen symmetrisch geformten An sätze kk des treibenden Kupplungsteils da gegen sind am Gehäuse lt befestigt.
Die Schwunggewichte a stützen sich mit den Nasen c an den Ansätzen k ab und greifen mit ihren diametral gegenüberliegenden Na sen f an den Vorsprüngen e des getriebenen Kupplungsteils an, so dass dieser Kupplungs teil beim Ausschlag der Gewichte gegen über dem treibenden Kupplungsteil verstellt wird, wobei die Feder d zusammengepresst wird, die in Bohrungen in den Ansätzen e und k eingelagert ist.
Die Zapfen<I>b</I> dienen bei dieser Ausführungsform lediglich zum Zu sammenhalten der beiden Teile des Gehäuses h. Die Ansatzpaare ee und lsk, die nach Lage und Form einander symmetrisch gleich sind, können jeweils beliebig die Rolle des treiben den und getriebenen Kupplungsteils überneh men.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung zur selbsttätigen Verstellung des Zündmomentes bei Explosionsmotoren in Form einer den getriebenen und treibenden Teil gegeneinander unter dem Einfluss der Fliehkraft gegen die Wirkung einer Feder verstellenden Kupplung mit mindestens zwei in gleichen Abständen am Umfang angeord neten, je um einen Stützpunkt am einen Teil der Kupplung schwenkbaren Schwunggewich- ten, dadurch gekennzeichnet;dass diese Schwunggewichte sichelförmig jeweils einen so grossen Teil des Umfanges der Kupplung umfassen, dass sie mit ihrem freien Ende an genähert dem Stützpunkt diametral gegen über am andern .feil der Kupplung angreifen und denselben bei ihrem Ausschlag als ein armiger Hebel gegen den einen Teil derselben verstellen, das Ganze zum Zweck,mit klei nem Ausschlagwinkel der Schwunggewichte einen grossen Verstellungswinkel zwischen ge triebenem und treibendem Teil zu erzielen und gleichzeitig die Reibung zwischen Schwung- gewicht einerseits und treibendem und ge- triebenem Teil der Kupplung anderseits auch ohne Anwendung von Rollen oder dergleichen auf ein möglichst kleines Mass zurückzuführen. UNTERANSPRÜCHE 1.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwunggewichte an einem am einen Teil der Kupplung be festigten Zapfen drehbar gelagert sind und mit einem Vorsprung an ihrem durch diesen Zapfen festgehaltenen Ende als Widerlager für die Feder zwischen treibendem und ge triebenem Teil dienen, während sie mit einem Vorsprung an ihrem andern Ende an einem gleichzeitig als Gegenlager für die Feder dienenden Ansatz am andern Teil der Kupplung angreifen, det art, dass sie diesen Ansatz samt der Feder umfassen. 2.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwunggewichte mit einem Vorsprung an ihrem einen Ende gegen einen Ansatz am einen Teil der Kupplung sich abstützen, mit einem an genähert diametral gegenüberliegenden Vor sprung an ihrem andern Ende dagegen an einem Ansatz am andern Teil der Kupp lung angreifen, wobei die beiden Ansätze durch eine zwischen ihnen eingesetzte Fe der gegeneinander verspannt sind, so dass die sichelförmigen Schwunggewichte die beiden Ansätze samt der Feder umfassen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH94920T | 1920-11-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH94920A true CH94920A (de) | 1922-06-01 |
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ID=4352557
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH94920D CH94920A (de) | 1920-11-10 | 1920-11-10 | Einrichtung zur selbsttätigen Verstellung des Zündmomentes bei Explosionsmotoren. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH94920A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE940076C (de) * | 1952-02-10 | 1956-03-08 | Bosch Gmbh Robert | Fliehkraftversteller, insbesondere zur AEnderung des Zuend- oder Spritzzeitpunktes von Brennkraftmaschinen |
-
1920
- 1920-11-10 CH CH94920D patent/CH94920A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE940076C (de) * | 1952-02-10 | 1956-03-08 | Bosch Gmbh Robert | Fliehkraftversteller, insbesondere zur AEnderung des Zuend- oder Spritzzeitpunktes von Brennkraftmaschinen |
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