Richtungsanzeiger. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Apparat zum Anzeigen der beab sichtigten Fahrtrichtung eines Motor- oder andern Strassenfahrzeuges, welches aber auch in ortsfester Stellung zum Weisen und Kon trollieren des Verkehrs benutzt werden kann. Der Bau dieses Richtungsanzeigers ist ein fach, ökonomisch und gefällig.
Der Richtungsanzeiger besitzt eine Lampe, welche ein Paar Blendscheiben finit farbigen (;läserii und Öffnungen aufweist, und ferner Mittel, uni wenigstens eine der genannten Scheiben zu drehen, um die farbigen Gläser der Scheiben in verschiedene relative Stel lungen zii bringen und dadurch die beab sichtigte Fahrtrichtung anzuzeigen. Gemäss Erfindung ist nun nur ein einziges farbiges Glas beleuchtbar, wenn kein Richtungs wechsel angezeigt wird.
Der Richtungsanzeiger soll als Hinter licht eines Fahrzeuges und gleichzeitig zum Rückwärtsanzeigen der Fahrtrichtung des Fahrzeuges dienen. In der Zeichnung sind zwei Ausführungs beispiele des Erfindungsgegenstandes dar gestellt.
Fig. 1 zeigt den Erfindungsgegenstand teils im Aufrifi und teils im Schnitt; Fig. 2, 3, 4 und 5 sind Aufrisse des Gehäuses, der hintern und der vordern Blendscheibe und eines Rückhalteringes ; Fig. d und "r sind ein Aufriss und ein Schnitt einer Betätigungs vorrichtung;
Fig. 8 ist ein der Fig. 1 älni- licher Teilschnitt; Fig. 9 ein der Fig. 3 ähn licher Aufrilä und Fig. 10 ein der Fig.4 ähnlicher Aufriss des zweiten Beispiels.
Beim Beispiel nach Fig. 1 besitzt eine an Stelle des Stirnglases der Lampe 11 eingesetzte Vorrichtung zwei runde, dreh bare Blendseheibeu 12 und 13. welche in einem Ringgebäuse 14 untergebracht und darin durch einen geflanschten, in (las Ge häuse 14 eingesetzten und darin mittelst Schrauben 16 befestigten Ring 15 zurück gehalten werden.
Die einander zugekehrten Flüchen der Blendscheiben 12. 13 sind je finit eineue Zahnkranz <B>17</B> versehen, in welche zwischen den Scheiben aiigeoi,dnete Zahn kolben 18 und 19 eingreifen. Der eine dieser Kolben, 19, ist mittelst einer Schraube 21 auf einer Welle 20 befestigt, während der andere, 18, auf letzterer lose sitzt und die beiden Scheiben parallel hält. Mit dem un tern Ende der Welle 20 ist das hintere Ende eines biegsamen, durch eine biegsame Um hüllung 23 geschützten Kabels 22 verban den.
Die Welle 20 durchzieht Öffnungen 2-t, 25 des Gehäuses und eine Öffnung 26 einer Axe 27, auf welcher die Scheiben 11. 12 drehbar sitzen und -elche durch Arme 28 mit dem Clehäuse verbunden ist. Die hin tere Blendscheibe 12 besitzt eine mit einem grünen Glas überdeckte Öffnung 29 und zwei nicht überdeckte, diametral gegenüberliegende Öffnungen 30, 31.
Die vordere Blendscheibe 13 besitzt eine mit einem roten Glas über deckte Öffnung 32 und eine nicht überdeckte Öffnung 33.
Die Betätigungsvorri(litung für die Blend- seheiben (Fig. 6 und 7) besitzt ein auf einem von einem Support 36 getragenen Stifte 35 drehbares Zahnrad 34 rnit einem eineu Hand griff 37 besitzenden Zeiger 38, in welches Rad ein mit einem Lager 40 gelagerter Zahn kolben 39 eingreift.
Mit letzterem ist das ordere Ende des biegsamen Kabels 22 ver- %unden. Ini Support 36 ist. ein Federstift -t1 angeordnet, welcher bestimmt ist, in eine der drei auf der Rückseite des Rades 34 ange brachten Rasten 42, 43 oder 44 einzufallen und das Rad 34 anzuhalten, wenn der Zeiger auf eine der drei auf dem Support 36 vor gesehenen Aufschriften ,,Hinten-, ,.Rechts";
oder,,I@inhs\\ (beziehungsweise ..rear-, ,.right . ,.left") zeigt.
Die Wirkungsweise des oben beschrie benen Anzeigers ist folgende: Die Blend- scheiben 12, 13 werden so eingestellt, dah das rote Glas 32 mit der Öffnung 30 koin- zidiert. In dieser als Normalstellung gelten den Stellung wird die rote Scheibe allein von der Lampe beleuchtet, und der Anzeiger vollzieht die Furildionen eines hinten am Fahrzeug angebrachten Signallichtes.
Der Zeiger 38 des Rades 34 zeigt auf .,Hinten-, wenn die Blendscheiben in der 'Nornialstel- lung sind. Wenn das Rad 34 in der Uhr- zeigerrichtung gedreht wird, uni den Zeiger auf -"Rechts- einzustellen, wird die Dreliun g durch den Kolben 39.
Kabel 22, Welle 20 und Zahnkolben 19 .auf die Blendscheiben 1?, 13 übertragen und drehen sich diese in einander entgegengesetzter Ricb@ung, bis ein Stift 45 auf der Vorderseite der Scheibe 13 an einem Anschlag 46 am Rückhaltering 15 anschlägt.
In dieser Stellung koinzidiert das grüne Glas 29 mit der Öffnung J3 und, das rote Glas 32 mit der Öffnung 31, so dah gleichzeitig rotes und grünes Licht sicht bar ist, und zwar das rote rechts und das grüne links, um eine beabsichtigte Schwen- kung des Fahrzeuges nach rechts anzuzeigen.
C\mgel:ehrt bewirkt eine Drehung des Rades 34 in der zur I'hrzeigerdrehung entgegenge setzten Rielitung, um den Zeiger 38 auf die Aufschrift ,.Links" einzustellen, eine Drehung der Scheiben 12, 13 in einander entgegen gesetzter Richtung. bis der Stift 45 an einem Anscblag 47 des Ringes 15 anschlägt.
In dieser Stellung koinzidiert das grüne Glas 29 mit der Öffnung 33 und das rote CMhis mit der Öffnung 31, so daf,) gleichzeitig rotes und grünes Licht sichtbar ist, und zwar das rote links und das grüne rechts, um eine beabsichtigte Linksschwenkung des Fahr zeuges anzuzeigen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 8, 9 und 10 ist die mit dem roten Glas über deckte Offnung <B>32</B> im Zentrum der hintern. Blendscheibe 12 angeordnet rind befindet sich das grüne Glas 29 ebenfalls in der hintern Blendscheibe (Fig. 9). In der vordern Blend- scbeibe 13 (Fig. 10) befinden sieh zwei rin- überdeckte Öffnungen,
und zwar eine zen trale, mit dem roten Glas koinzidierende, 48, und eine mit dem grünen Glas zusam menarbeitende, 49. Die Blendscheiben wer den wie beim ersten Beispiel in einander entgegengesetzter Richtung gedreht und wird- das grüne Licht abgeblendet oder rechts gder links vom permanenten roten Hinterlicht eingestellt, je nach der beabsichtigten Fahrt richtung.
Auf der Vorderseite der hintern Scheibe oder auf der hintern Seite der vor- ,dern Blendscheibe ist ein Distanzring <B>50</B> be festigt, welcher die Seheiben parallel hält.
Die Treibwelle 20 ragt nicht über den Zahn- kolben 19 hinaus und sind der Zahnkolben 1S, die Achse 21 und die Arne 28 des Ge häuses Trier weggelassen. Es könnte auch eine der Sclie',en 12. 1'.;
ortsfest und nur die andere drehbar sein. In diesen) Falle wird entweder die Blendscheibe 12 mit zwei dia- inetralen, grünen Gläsern 29, oder die Scheibe 13 mit zwei diametralen Öffnungen 4!) ver sehen.
Wenn kein Richtungswechsel beabsichtigt ist. ist das zentrale, rote Glas allein be leuchtet. Eine beabsichtigte Hechts- oder Linksschwenkung wird entweder durch Dre- bung der Scheibe 13 bis zerr Deckung ihrer einzigen l)ffnung 49 finit der einen oder der andern der grünen Gläser 29 der Blend scheibe 1'?,
oder durch Drehung der Blend- scheibe 12 bis zur Deckung des einziger) grünen Glases 29 finit der einen oder andern der ( )ffnungen 49 der Scheibe 1.3 angezeigt.
An der vordern Blendscheibe 13 ist ein Signalarm 51 (Fig. 8 und 10) befestigt, uni die beabsichtigte Richtung des Fahrzeuges bei Tageslicht anzuzeigen.