CH91020A - Ubersetzungsvorrichtung. - Google Patents

Ubersetzungsvorrichtung.

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CH91020A
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Jun Gahlert Franz
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  Übersetzungsvorrichtung.    Gegenstand der Erfindung ist eine Über  setzungsvorrichtung, bei welcher eine Reihe  von Schalträdern vorgesehen ist, die wahl  weise von einem Antriebsmittel angetrieben  werden. Sie kann beispielsweise Verwendung  finden bei Stickmaschinen, Werkzeugmaschi  nen und dergleichen.

   Gemäss Erfindung wir  ken die Schalträder, wenigstens vom zweiten  der Reihe an, mit einer Reihe von mit ihnen  parallelgeschalteten     Differentialumlaufgetrie-          ben    zusammen und versetzen die letzteren  in Teildrehungen, wobei die einzelnen Diffe  rentialumlaufgetriebe untereinander in Serie  geschaltet sind, und zwar derart, dass sie so  wohl als einfache Übersetzungsräder, wie  auch als     Differentialräder    den Antrieb der  einzelnen Schalträder summierend auf die  anzutreibende Welle übertragen.  



  Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungs  beispiele des Erfindungsgegenstandes in An  wendung auf ein Jacquardwerk, bezw. einen  Stickautomaten.  



  Fig. 1 ist der Längsschnitt;  Fig. 2 ist ein Querschnitt nach der Linie  A-B der Fig. 1, und    Fig. 3 ist ein Querschnitt nach der Linie  C-D der Fig. 1 des ersten Ausführungsbei  spiels;  Fig. 4 bis 7 zeigen das zweite Ausfüh  rungsbeispiel.  



  Im Lager 25 ist mittelst einer Muffe die  zylindrische Räderstufenscheibe 1, 2, 3 der  art festgestellt, dass sie undrehbar ist. Die  einzelnen Stufen dieser Scheibe sind mit  Zahnkränzen ausgestattet. Konzentrisch mit  der Räderstufenscheibe ist auf den Muffen  der letzteren eine zylindrische Glocke 50  drehbar gelagert, welche mit der Antriebs  scheibe 26 fest verbunden ist und     durch    die  letztere in Drehung versetzt werden kann.  



  Die Glocke 50 besitzt Lager für vier  Wellen 4, 5, 6, 7, welche in diesen Lagern  drehbar gelagert sind. Auf den Wellen 4, 5,  6, 7 sitzt je ein Paar von Kupplungsrädern  8, 9 bezw. 10, 11 bezw. 12, 13 bezw. 14, 15  in der Weise, dass sich diese Kupplungsräder  auf der betreffenden Welle     achsial.    verschie  ben lassen. mit der Welle jedoch     undrehbar          verbunden    sind. Die     Verschiebuno-        bann     durch die Platinen 16, 17     bezw.    18, 19     bezw.         20, 21 bezw. 22, 23 bewirkt werden.

   Durch  diese Verschiebungen können die Kupplungs  räder mit den entsprechenden Zahnkränzen  1, 2, 3 der Räderstufenscheibe in und aus  dem Eingriff gebracht werden, und zwar je  eines der Paare 8, 9 bezw. 10, 11 usw. Die  Platinen können von Hand oder durch einen  Jaequardmechanismus bewegt werden.  



  Die Wellen 4, 5, 6, 7 tragen ferner ausser  halb der Glocke an ihren Enden festgemachte,  als Umlaufräder ausgebildete Schalträder  27, 28, 29, 30, welche in unterschiedlichen  Ebenen liegen. Jedes von diesen Schalträdern  greift in je eines von Serientreibrädern 31,  32, 33 und 34. Die Schalträder 27, 28, 29  sind gleichgross untereinander, ebenso die Se  rientreibräder 31, 32, 33; das Schaltrad 30  ist kleiner als die andern Schalträder und das  Serientreibrad 34     grösser    als die andern Se  rientreibräder.  



  Die Drehachsen der letzteren liegen alle  in einer Geraden. Das erste Serientreibrad  31 ist auf der Welle 24, welche als Träger  des ganzen Mechanismus ausgebildet ist,  festgemacht. Die Welle 24 ist einerseits in  den Muffen der Räderstufenscheibe 1, 2, 3  und anderseits in der Büchse 51 der anzu  treibenden Welle 52 drehbar gelagert.  



  Auf der Welle 24 ist das Rad 40     fest-          gefacht,    das gleichgross wie das Serientreib  rad 31 ist und mit dem letzteren ein doppel  tes Zentralrad bildet. Neben dem Rad 40 ist  auf der Welle 24 ein Rad 41 drehbar be  lagert, welches mit einem dem letzteren  gleichgrossen Rad 42 das zweite doppelte  Zentralrad bildet. Neben dem Rad 42 ist auf  der Welle 24 ein Rad 45 drehbar gelagert,  welches mit einem dem letzteren Bleich  grossen Rad 46 das dritte doppelte Zentral  rad bildet. Neben dem Rad 46 ist auf der  Welle 24 ein Rad 47 mit der Büchse 51  drehbar     gelagert.     



  Mit dem Serientreibrad 32 ist mittelst  einer Nabe ein gabelförmiger Träger 35 ver  bunden, welcher eine Achse aufweist, auf  vier ein Paar von fest miteinander verbun  denen Differentialrädern 38, 39 drehbar sitzt.  In derselben Weise sind die Serientreibräder    33 und 34 mit Trägern 36, 37 versehen, wel  che Differentialräderpaare 43, 44 bezw. 48, 49  tragen.  



  Wird die Glocke 50 durch die Antriebs  scheibe 26     angetrieben,    so führen die durch  Platinen 16, 17 eingeschalteten Kupplungs  räder 8, 9 . . . während einer Umdrehung  der Glocke entsprechende Tourenzablen aus,  welche mittelst der Schalträder 27, 28 . . .  auf die Serientreibräder 31, 32 . . . übertra  gen werden. Ist eine oder mehrere der Wel  len 4, 5 . . . nicht durch das Kupplungs  rad mit der Zahnradstufenscheibe 1, 2, 3  verbunden, so wälzt sich das bezw. die Schalt  räder 27, 28 . . . auf dem bezw. den für  diesen Fall zum Beispiel durch nicht ge  zeichneten Sperrkeil gesperrten Serientreib  rädern 31, 32 . . . ab, so dass dementspre  chend die Welle 24 bezw. die Träger 35, 36, 37       keine        Bewegung    erhalten.

   Die     Sperrune    wird  vom Jacquardwerk aus betätigt.  



  Da das erste Differentialgetriebe 35, 38, 39  durch das doppelte Zentralrad 31, 40 mit dem  ersten Schaltrad 2 7 direkt gekuppelt ist, so  wird dieses Getriebe 35, 38, 39, wenn die  Welle 24 stillsteht und die drei andern  Schalträder 28, 29, 30 angetrieben werden,  sich auf dem stillstehenden Rad 40 abwälzen,       und    das Rad 41 wird durch das Rad 39     so     angetrieben, dass es eine Teildrehung in dem  selben Sinne mitmacht.

   Wenn D38, D39, D40, D41  die Durchmesser der betreffenden Räder  38, 39. 40, 41 sind, so ist diese     Teildrehung     gleich  
EMI0002.0012     
    Da aber sämtliche Serientreibräder in       gleichem    Sinne     aiigetriebeii    werden und das  Rad 38 grösser als 39 ist, so     wird    sich die       Teildrehung,    welche dem Rad 41.

   42     durch     die     Be egun"    des     Differentialgetriebe..    36,  43, 44 durch das     betreffende        Schaltrad        bezw.     Serientreibrad 33 mitgeteilt wird, zu der  erstgenannten Teildrehung     algebraisch    sum  mierend, auf das letztgenannte Differential  getriebe und in     i;ähnlicher    \'eise auf das  dritte Differentialgetriebe 37, 48, 49 und die       angetriebene    Welle übertragen.

        Steht dagegen zum Beispiel das Serien  treibrad 32 still, während die Räder 31, 33,  34 angetrieben werden, so ist das Differen  tialgetriebe als solches ausgeschaltet und  überträgt die Teildrehung, welche dem Rad  38 vom Rad 40 mitgeteilt wird, als einfaches  Übersetzungsgetriebe auf das Rad 41. Das  selbe ist der Fall, wenn die Räder 33 bezw.  34 stillstehen, wobei sie als einfache Über  setzungsgetriebe wirken.  



  In Fig. 4 ist ein ähnlicher Längsschnitt  wie in Fig. 1 dargestellt; Fig. 5 zeigt die  Teilkreise des Getriebes. Dieses Ausführungs  beispiel dient zum Antrieb eines     Stickauto-          maten,    und Fig. 6 und 7 zeigen den     Platinen-          rost,    beziehungsweise die zu jeder Einheit  gehörige Kombination der Platinen.  



  Die Drehbewegung wird der     Treibwelle     33', welche in Lagern 29' drehbar gelagert  ist, mittelst eines Zahnschiebers 31', welcher  das Treibrad 30' mustergemäss in     Links-          bezw.    Rechtsdrehung versetzt, mitgeteilt.  Die auf der Welle 33' nebeneinander ange  ordneten Schalträder 22', 23', 24', 25', 26',  27', 28' sind auf Längskeilen 34 achsial ver  schiebbar, so dass sie durch die ihre Naben  umfassenden Schieber 35' ein- und ausgerückt  werden können. Das Ein- und Ausrücken  wird durch die in einem Rost 43' gelagerten  Platinen 36', 37', 38', 39'. 40', 41'. 42' (Fig.  7) bewirkt, welche die Schieber 35' betäti  gen, mustergemäss vom Jacquardapparat aus  besorgt.

   Die Schalträder 23', 24', 25', 26',  27', 28' übertragen ihre Drehung auf die  Serientreibräder 9', 10', 11', 12', 13', 14'. wel  che als Träger von auf Zapfen 44' sitzenden  Differentialgetrieben 15', 16' bezw. 16', 17'  bezw. 17, 18' bezw. 18', 19', bezw. 19', 20'  bezw. 20', 21' ausgebildet sind. Das erste  Serientreibrad 8', welches durch das Schalt  rad 22' angetrieben wird, trägt kein Diffe  rentialgetriebe, sondern ist mittelst des Zen  tralrades 1' direkt gekuppelt.  



  Die Welle 32' ist die angetriebene Welle;  dieselbe trägt drehbar das erste Serientreib  rad 8', das Zentralrad 1', die doppelten Zen  tralräder 2', 3', 4', 5', 6' und ist mit dem  letzten Zentralrad 7' mittelst eines Stell-    ringes 45a fest verbunden. Der Stellring 45a  sitzt fest auf der Welle 32', die in den La  gern 45' drehbar ruht. Die Räder 9', 10'. . .  sitzen drehbar auf den Mittelteilen der Zen  tralräder.  



  Die Serientreibräder 8', 9'. . . können in  ihrer Lage, in welcher sie dem Muster ent  sprechend nicht im Eingriff mit den Schalt  rädern     sieben    sollen,     festgestellt    werden,  damit sie sich nicht unbeabsichtigt drehen  können. Dies erfolgt durch Sperrkeile 46',  welche als Fortsätze an den Schiebern 35'  angebracht sind und beim Ausrücken der  Schalträder 22', 23' . . . in die Zähne der  Serientreibräder 8', 9' . . . eingreifen, so dass  diese festgestellt sind. Beim Einrücken der  Schalträder treten die betreffenden Sperrkeile  selbsttätig aus dem Zahnkranz aus.  



  Zunächst sei nur das erste Schaltrad 22'  durch die Platine 36' eingeschaltet, während  alle andern Schalträder ausgerückt und die  Serientreiräder 9', 10' . . . durch Sperr  keile 46' gesperrt sind. Die auf das Zahnrad  8' vom Zahnschieber 31' durch die Treibwelle  33' und das Schaltrad 22' übertragene kon  stante, Drehbewegung wird auf das Rad 1'  übergeleitet. Da alle Träger der Differential  getriebe gesperrt sind, so wirken die letzteren  als einfache Übersetzungsräder, und die ge  nannte     Drehbewegung    überträgt sich bis auf  das Getriebe 20', 21' und von diesem auf das  Rad 7' und die Welle 32'.

   Unter der Voraus  setzung, dass die Räder eines jeden Zentral  rates 2'-2', 3'-3' . . . unter sieh und eben  falls die benachbarten Differentialräder  16'-16', 17'-17' . . . unter sieh gleiche  Zähnezahl     haben,    so ergibt sich als     LTber--          >#eIzungsverhältnis     
EMI0003.0014     
    wenn Dl,     D@    . . . die Durchmesser der Zen  tralräder 1', 2' . . .,     dl   <I>. . . du</I> die     Durch-          niesser        der        Differenlialgetriebe    15', 16' . . .  sind.  



  Bezeichnet     nian    die     (lein        Serientreibrad     erteilte Drehzahl als Konstante mit     K,    so  ist die Grösse der auf die Welle 32' über-      setzten Teildrehung bestimmt durch die  Formel  
EMI0004.0001     
    Ist nur das zweite Schaltrad 23' durch  die entsprechende Platine 37' eingeschaltet,       während    alle andern gesperrt sind, so wird  die auf das Rad 9' übergeleitete Drehbewe  gung, durch das Abwälzen des Rades 15' des    Differentialgetriebes 15', 16' auf dem ruhen  den Rad 1' zunächst differenziert und das  Zentralrad um die Differenz der Zähnezahlen  von Rad 1' zu Rad 2' gedreht.

   Diese Teil  drehung wird dann vom Rad 2' bis zum  Endgetriebe 21', 7' durch einfache Überset  zung auf die Welle 32' übertragen; dieselbe  ist bestimmt durch die Formel  
EMI0004.0003     
    Da D2 grösser ist als Dl, so ist die Diffe  renzierung positiv und dreht sich das Zen  tralrad 2' in der gleichen Richtung wie, das  Serientreibrad 9'.  



  Derselbe Vorgang wiederholt sich beim    Schaltrad 24', welches durch die Platine 38'  eingeschaltet wird. Hierbei ist die auf die  Welle 32' übertragene Teildrehung bestimmt  durch die Formel  
EMI0004.0004     
    In weiterer Folge sind die von den ein  zelnen Schalträdern auf die Welle 32' über-    tragenen Teildrehungen bestimmt durch die  Formel  
EMI0004.0005     
    Wenn man als Basis für die Verteilung  der Einheiten nach einer geometrischen Reihe  in den einzelnen Platinen die Zahl 2 nimmt,  so dass die nächstfolgende Platine doppelt so  viel Einheiten aufweist wie die vorher  gehende, so erhält man bei n Platinen bezw.  Schalträdern die Anzahl der Einheiten auf  der letzten Platine e = 2n-1; bei sieben  Schalträdern, wie dargestellt, daher e = 26  = 64 (Fig. 7).  



  Beim Endgetriebe 6', T, 14', 28' ist beim    Ausführungsbeispiel die eingeleitete Dreh  bewegung verschoben. Hat zum Beispiel  Rad 1' 32 Zähne, Rad 2' 48 Zähne, Rad 3'  56 Zähne, Rad 4' 60 Zähne, Rad 5' 62 Zähne  und Rad 6' 63 Zähne, so hat das Rad 7'  64 Zähne, und das Planetenpaar 20', 21'  macht nur eine halbe Umdrehung, also
EMI0004.0006  
    Dementsprechend ist auch die Zähnezahl des  letzten Triebrades 28' und des Zahnrades 14'  bemessen. Daraus ergibt sich  
EMI0004.0007     
    Das Endgetriebe wird dann so gewählt,  wenn die Zentralräder nicht zu viel Zähne  erbalten sollen.  



  Wenn alle Platinen eingeschaltet sind,       arbeiten        alle        Differentialgetriebe        gleichzeitig        .tia,     und zwar werden im Sinne der Parallel  schaltung alle eingeleiteten Teildrehungen       gemäss    obiger Formeln auf die angetriebene    Welle 32' summarisch übertragen.

   Dann ist       S    =     sl        +    s2     +        8s        -@    s4 . . .     +        s"    =     e     -1  Die jeweilige Summe     S    dieser Teilbewe  gungen entspricht dem mustergemässen Ein  griff der Schalträder durch die Platinen.

    Beim .vorliegenden Ausführungsbeispiel lösen  die     Platinen    folgende Einheiten aus:    
EMI0005.0001     
  
    Platine <SEP> 36' <SEP> = <SEP> 64 <SEP> Einheiten.
<tb>  xxx
<tb>  " <SEP> 37' <SEP> = <SEP> 32 <SEP> "
<tb>  " <SEP> 38' <SEP> = <SEP> 16 <SEP> "
<tb>  " <SEP> 39' <SEP> = <SEP> 8 <SEP> "
<tb>  " <SEP> 40' <SEP> = <SEP> 4 <SEP> "
<tb>  " <SEP> 41' <SEP> = <SEP> 2 <SEP> "
<tb>  " <SEP> 42' <SEP> = <SEP> 1 <SEP> "       Soll beispielsweise durch den     Stickauto-          maten    ein Stich von 89 Einheiten gebildet,  beziehungsweise eine Übersetzung von 89  Einheiten erzielt werden, so kommen     fol-          ende    Platinen in Eingriff:

    
EMI0005.0006     
  
    Platine <SEP> 36' <SEP> = <SEP> 64 <SEP> Einheiten.
<tb>  " <SEP> 38' <SEP> = <SEP> 16 <SEP> "
<tb>  " <SEP> 39' <SEP> = <SEP> 8 <SEP> "
<tb>  " <SEP> 42' <SEP> = <SEP> 1 <SEP> "
<tb>  zusammen: <SEP> 89 <SEP> Einheiten.       Die Platinen 37'. 41', 40' bleiben ausser  Eingriff.  



  Will mau die Anzahl der summierenden  Einheiten e noch erhöhen, so braucht man  nur mehrere solcher Differentialgetriebe pa  rallel anzuschalten. Die Anzahl der summier  ten Einheiten vergrössert sich dann im Po  tenzverhältnis der Basis 2. zum Beispiel Für  n = B. 9. 10 . . . . ist en - 1. = 255, 511,  1023 usf.  



  Die benachbarten Differentialräder     ha-          hen    beim vorliegenden Ausführungsbeispiel  gleiche Zähnezahlen. Es können aber auch  die Abstufungen, welche hier den Rädern  1', 2' . . . zugrunde gelegt sind, umgekehrt  auch hei den umlaufenden Differentialrädern  15'-16', 16'-17' zugrunde gelegt werden,  deren Zähnezahlen d, d2, . . . nach denselben  Formeln wie für die Räder D1, D2 , . . . be  rechnet werden müssten. In diesem Falle  wären die Zähnezahlen für D1, D2, . . . ein  ander gleich. Der Erfolg ist derselbe.  



  Bei der gezeichneten Vorrichtung kommt  keine Platinensicherung in Frage, da es  hierbei gleichgültig ist, ob alle Platinen  gleichzeitig oder nur teilweise in Eingriff  stehen. Dieser Umstand ist sehr vorteilhaft  gegenüber den bekannten Stickautomaten,  weil falsche Löcher in der Karte, die eine  Auslösung falscher Platinen zur Folge ha  ben, einen umständlichen Sicherungsapparat,    sogenannten Platinenverschluss, erfordern.  Ein solcher Apparat versagt aber oft, und  dann sind die Brüche von Getrieben unver  meidlich.  



  Alle diese Nachteile fallen bei der ge  zeichneten Vorrichtung weg. da es hier gar  keine Serien gibt, denn jede Serie enthält  mir ein Stichloch.  



  Anderseits ist die Präzision dieser Vor  riuhtung weiiaus besser. als hei den bekann  ten Automaten, denn die eingeleitete Dreh  bewegung wird stufenartig verfeinert und  endet heim letzten Getriebe mit einer kaum  merklichen Differenzierung. Man kann da  her mit Hilfe dieser Vorrichtung selbst kaum  wahrnehmbare Stiche, wie bei den feinen  Stickmustern erforderlich ist, erzielen, Vor  ausgesetzt, dass die Gatterantriebsspindeln  mit der gehörigen Präzision arbeiten.  



  Ein weiterer Vorteil vorliegender Vor  richtung gegenüber den bestehenden Vor  richtungen ist noch der Umstand, dass für  beide Bewegungsrichtungen der Gatteran  triebsspindeln (horizontal und vertikal) nur  je sieben Platinen hei 127 Einheiten (sechs  Platinen bei 63 Einheiten) oder (acht     Pla-          tinen    bei 255 bezw. neun Platinen bei 511  Einheiten usf.) erforderlich sind, welche die  gesamte Arbeit leisten, gegenüber zum Bei  spiel zwanzig Platinen des bekannten Zahn  automaten für nur 100 Einheiten. Die Breite  der Jacquardkarte reduziert sieh daher auf  ein Drittel der gewöhnlichen kartenbreite,  was bei dem grossen Kartenaufwand sehr  wesentlieh ist. Ausserdem wird die Konstruk  tion der Kartenschlagmaschine bedeutend  vereinfacht.  



  Wenn der Gegenstand vorliegender Er  findung als reine Übersetzungsvorrichtung  zum Beispiel bei Werkzeugmaschinen Ver  wendung finden soll, bei welcher eine kon  tinuierliche Drehbewegung eingeleitet wird,  im     Gegensatz    zum     Stichwechsel    beim     Stick-          autoinaten.    so könnte die     Konstruktion    den  Jeweiligen Verhältnissen     angepasst    werden.

         E#i    können aber auch die einzelnen Getriebe       ,während    des     Gaules    der     Maschine    ein- und       ausgeschaltet        -werden.        -renn    eigene hierzu      passende Kupplungen verwendet werden.  welche beim Ausschalten die Getriebe auch  gleichzeitig sperren. Da die Schalträder 22',  23' . . . 27' mit Ausnahme des Endtriebsrades  28' eine gleichgrosse Drehbewegung einleiten,  so können dieselben auch direkt durch Kupp  lungen als Schaltorgane ersetzt werden, wel  che die Räder 8', 9'. . . direkt kuppeln und  beim Ausschalten sperren.

   Auf diese Weise  kann ein vielseitiger Übersetzungswechsel  erzielt werden, ohne dass die Maschine still  gesetzt zu werden braucht. Die Vorrichtung  kann ferner bei Präzisionsmessmaschinen,  wo verschiedenartige abgepasste Bewegungen  erförderlich sind, mit Vorteil verwendet  werden; endlich lässt sich die Vorrichtung in  kombinierter Form auch als     Rechenmaschine     verwenden.  



  Erforderlichenfalls kann man auch meh  rere solcher Vorrichtungen mit parallel ge  schalteten Differentialgetrieben aneinander  reihen (sogenannte Serienschaltung von Dif  ferentialgetrieben), so dass die angetriebene  Welle des einen Getriebes die Antriebswelle  des nächsten ist. Die Verwendungsmöglich  keit ist also sehr vielseitig und kann Beispiel  weise als kubisches Getriebe (23-1 auch  hei Automobilgetrieben grosse Vorteile bieten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Übersetzungsvorrichtung mit einer Reihe von Schaltorganen, welche wahlweise von einem Antriebsmittel angetrieben werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalt organe, wenigstens vom zweiten der Reihe an, mit einer Reihe von mit ihnen parallel geschalteten Differentialumlaufgetrieben zu- sammenwirken und die letzteren in Teil drehungen versetzen, wobei die einzelnen Differentialumlaufgetriebe untereinander in Serie geschaltet sind, und zwar derart, dass sie sowohl als einfache Übersetzungsräder, wie auch als Differentialräder den Antrieb der einzelnen Schaltorgane summierend auf die anzutreibende Welle übertragen.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Übersetzungsvorrichtung nach Patentan spruch, mit Schalträdern als Schaltorgane, dadurch gekennzeichnet, dass jedes nach- Folgende Differentialumlaufgetriebe mit dem vorhergehenden durch ein doppelte Zentralrad verbunden ist und das erste Differentialumlaufgetriebe der Reihe durch mindestens ein Zentralrad mit dem ersten Schaltrad der Reihe direkt gekup- pelt ist.
    2. Übersetzungsvorrichtung nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalträder auf umlaufenden Wellen sitzen, welche in einer angetriebenen Trommel gelagert sind und wahlweise mittelst einer Reihe von unterschiedlich grossen Kupplungsrädern mit einer festen Zahnradstufenscheibe ge kuppelt werden können, welche konzen- triseh zur Trommelachse liegt. 3. Übersetzungsvorrichtung nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalträder sämt lich auf einer angetriebenen Welle sitzen.
    wobei für jedes Getriebe ein Schaltrad vorgesehen ist, so dass die eingeleitete Dreh bewegung von der gemeinsamen Trieb welle ans direkt auf ein in Parallelschal tung befindliches Differentialgetriebe zur Differenzierung übergeleitet werden kann. 4. Übersetzungsgetriebe nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 3, für einen Stickautomaten, dadurch gekennzeichnet, dass als Basis für die Verteilung der Ein heiten nach einer geometrischen Reihe in den einzelnen Platinen bezw. Schalträdern die Zahl 2 ,e-c@ählt ist,
    so dass die nächsl- fol.-ende Platine bezw. das nä.chstfolg@ende Schaltrad doppelt so viele Einheiten als das vorhergehende aufweist, und dass der Exponent n in der Formel 2n-1 der Serien zahl Aeieh ist.
CH91020D 1918-11-18 1920-06-08 Ubersetzungsvorrichtung. CH91020A (de)

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