Verfahren und Vorrichtung zum Imitieren von Kernpartien tiefporiger Hölzer. Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Verfahren und eine Vorrichtung zumi Imitieren der Kernpartien tiefporiger Hölzer. Dä,s Verfahren kann beim Bemalen von Holz, wie auch bei Mauerwerk und Me tallgegenständen Verwendung finden.
Bisher war es üblich, derartige Maser partien durch einen Malpinsel mit Wasser- oder Öllasur aufzuzeichnen und die Kern partien durch Maserierwalzen in die Grund farbe einzuschneiden oder einzu!@ravieren. Die Konstruktion dieser Werkzeuge bedingte, dass ein naturgetreues Bild der betreffenden Holzart niemals zu erreichen war. da die Feinheiten der Holzstruktur durch die perio disch wiederkehrenden Ausschnitte der Mes serscheiben und insbesondere die sehr eng aneinanderliegenden Poren des Naturholzes nicht darzustellen sind.
Anderseits ist die Bearbeitung grosser Flächen mit Maserier- walzen nicht allein an einen entsprechenden Zeitaufwand gebunden, diese Bearbeitungsart erfordert insbesondere durch die in ,jedem Falle gehärtete Grundiermasse einen grossen Kraftaufwand des die Maserierwalze oder
EMI0001.0021
('1@1@llllllll-'lle8 <SEP> @\@el'liZ@'llY; <SEP> ])(dienenden <SEP> Ar <B>voll</B> <SEP> @citer.
<tb> Insonderl!ell:
<SEP> w:@r <SEP> ellle <SEP> I@ll('I'1ra 'llll!4',' <SEP> @oIl
<tb> Kernllarticn <SEP> plif <SEP> I\elllleisten <SEP> und <SEP> ornamen tierte <SEP> (ielhlisl-i;lldc <SEP> vollkonllllen <SEP> ltllllliiglich,
<tb> da <SEP> :alle <SEP> bisher <SEP> 1)cliannten <SEP> sogenalvlten <SEP> Tief porwerl;zeuge <SEP> da <SEP> rür <SEP> iii(-llt <SEP> zur <SEP> Anwendung
<tb> gebraodll:
<SEP> werden <SEP> lwlniten.
<tb> DaVerrallreil. <SEP> das <SEP> den <SEP> @te!@'elistand <SEP> <B>vor-</B>
<tb> 1i( <SEP> hcnderrfindln@ <SEP> l,ildel, <SEP> l:c:lebt <SEP> niin <SEP> darin,
<tb> (lass <SEP> ilian <SEP> pul' <SEP> dem <SEP> mit <SEP> der <SEP> 3l:lserierling <SEP> zu
<tb> velscheWcn <SEP> Cwe@.;wla:nld <SEP> esse <SEP> CT.wlldierun@,,
<tb> die <SEP> den <SEP> F:ii'l)ciiton <SEP> (1cr <SEP> llpserzeichnttn <SEP> be sitzt. <SEP> anfträ@#,1, <SEP> diese <SEP> ll'oel:ilell <SEP> liisst. <SEP> dann
<tb> einen <SEP> Alistricb <SEP> in <SEP> dem <SEP> Z <SEP> erlan <SEP> den <SEP> Holz('runcl ton <SEP> aufträgt. <SEP> in <SEP> @vclcbein <SEP> sofort <SEP> nacb <SEP> dem
<tb> Aufstrich <SEP> die <SEP> IIolz,;
trlihtur- <SEP> dnrcll <SEP> Einritzun ,gen <SEP> mitlablnadeln <SEP> crzen-t <SEP> -wird.
<tb> hl <SEP> der <SEP> anliegenden <SEP> Zeichnuu- <SEP> ist <SEP> das <SEP> zur
<tb> Durchführun!- <SEP> des <SEP> Verfahrens <SEP> erforderliche
<tb> Werkzeug <SEP> in <SEP> vier <SEP> Ausführungsbeispielen <SEP> ver allsc#haulicht. <SEP> und <SEP> es <SEP> zeigt:
<tb> Fig. <SEP> 1 <SEP> ein <SEP> Werkzen!- <SEP> mil- <SEP> edler <SEP> Eitznadel
<tb> für <SEP> die <SEP> inl <SEP> Natureichenholz <SEP> unre@elmiissig
EMI0002.0001
auftretenden <SEP> charakterislisch <SEP> laliben <SEP> I'orcti Tisse,
<tb> Fig#. <SEP> ? <SEP> und <SEP> 3 <SEP> ein <SEP> Werkzeug <SEP> mit <SEP> zwei
<tb> bezw. <SEP> drei <SEP> Ritznadeln, <SEP> derenpitzenabsiancl
<tb> durch <SEP> einen <SEP> Schieber <SEP> einstellbar <SEP> ist, <SEP> zur <SEP> Dar stellung <SEP> der <SEP> Naserzeichnung <SEP> tiefporiger <SEP> Höl zer <SEP> von <SEP> di@#lit <SEP> gelagerten <SEP> feinen <SEP> Jahren,
<tb> Fig. <SEP> s- <SEP> -und <SEP> 5 <SEP> ein <SEP> @@'erhzeu@;
# <SEP> mit <SEP> drei
<tb> P"itznadelp < iai#en <SEP> in <SEP> Vorder-_ <SEP> bezw. <SEP> Seiten ansicht.
<tb> Das <SEP> 'Frhzeug <SEP> nach <SEP> Fi-. <SEP> 1 <SEP> bestellt. <SEP> ans
<tb> einer <SEP> Stahlnadel <SEP> a, <SEP> die <SEP> in <SEP> einem <SEP> Hancl,riff <SEP> 5
<tb> gehalten <SEP> wird. <SEP> Bei <SEP> clen <SEP> Werkzensen <SEP> nach
<tb> Fig. <SEP> 1- <SEP> und <SEP> 5 <SEP> sind <SEP> zwei, <SEP> drei <SEP> und <SEP> sechs
<tb> Stahlnadeln <SEP> er <SEP> in <SEP> einem <SEP> Hand.-riff <SEP> h <SEP> be l'estigt. <SEP> auf <SEP> clen <SEP> Nadeln <SEP> sind <SEP> Schieber <SEP> c <SEP> ein stellbar <SEP> angeordnet.
<SEP> Durch <SEP> Verstellen <SEP> der
<tb> Schieber <SEP> auf <SEP> den <SEP> Nadeln <SEP> kann <SEP> deren <SEP> Spitzen abstand <SEP> "eregelt <SEP> werden, <SEP> um <SEP> je <SEP> nach <SEP> der <SEP> be treffenden <SEP> Holzart <SEP> eine <SEP> weitere <SEP> oder <SEP> dichtere
<tb> @tiaserzeichnun^r <SEP> darstellen <SEP> zii <SEP> können.
<tb> Das <SEP> Verfahren <SEP> kann <SEP> zum <SEP> Beispiel <SEP> wie
<tb> fol@-t <SEP> ausgeführt <SEP> werden:
<tb> Der <SEP> lfei;reffencle <SEP> Gegenstand <SEP> wird <SEP> mit
<tb> dunklempachtelkitt, <SEP> und <SEP> zwar <SEP> in <SEP> der <SEP> Farbe
<tb> der <SEP> l"Taserzeichntin,-# <SEP> des <SEP> gewünschten <SEP> Holzes:
,
<tb> 3n <SEP> bekannter <SEP> \Weise <SEP> gespachtelt. <SEP> Nach <SEP> der
<tb> Trochnun- <SEP> des <SEP> Spacht-elhittes <SEP> erfolgt <SEP> ein <SEP> An strich <SEP> mit <SEP> Spachtelinnenfarbe <SEP> oder <SEP> Ölfarbe
<tb> in <SEP> dem <SEP> rerlangten <SEP> Holzgrundton, <SEP> also <SEP> in
<tb> jedem <SEP> Falle <SEP> heller <SEP> als <SEP> die <SEP> Spachtelung. <SEP> So fort <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Anstrich <SEP> der <SEP> Grundfarbe <SEP> er folgt;
<SEP> die <SEP> Behandlung <SEP> mit. <SEP> einem <SEP> der <SEP> beschrie benen <SEP> 'Werkzeuge.
<tb> Die <SEP> Nadeln <SEP> werden <SEP> hierbei <SEP> in <SEP> der <SEP> Schräg stellung <SEP> verwendet, <SEP> um <SEP> die <SEP> Poren <SEP> in <SEP> natur .getreuer <SEP> F,--rm <SEP> -anz <SEP> en'-, <SEP> aneinander <SEP> zu <SEP> brin <U>gen.</U> <SEP> Die <SEP> weiche <SEP> Grundierfarbe <SEP> wird <SEP> hierbei
<tb> in <SEP> der <SEP> ,e:;-iinschten <SEP> Maserzeichnung <SEP> mittelst
<tb> der <SEP> \Werkzeuge <SEP> geritzt, <SEP> und <SEP> es <SEP> erscheint <SEP> in
<tb> r <SEP> i-i-ii <SEP> haarfeinen <SEP> Spalt <SEP> die <SEP> dunkle <SEP> Spachte luDg, <SEP> die <SEP> elur <SEP> Maserzeichnung <SEP> damit <SEP> die <SEP> clia ra.kteristische <SEP> Färbun- <SEP> verleiht.
EMI0002.0002
Die <SEP> Grundiernn@g <SEP> des <SEP> Gegenstandes <SEP> kann
<tb> statt <SEP> aus: <SEP> Slfa@@htelkitt <SEP> in <SEP> einem <SEP> CTrunda,nstrich
<tb> der <SEP> gewünschten <SEP> Farbe <SEP> bestehen, <SEP> auf <SEP> den <SEP> als dann <SEP> die <SEP> Ölfarbe <SEP> aufo#et@ay=en <SEP> #-ird.
<tb>
I',in <SEP> besonderer <SEP> Vorteil. <SEP> der <SEP> für <SEP> die <SEP> <B>A</B>us führun;- <SEP> des <SEP> Verfahrens <SEP> dienenden <SEP> -t,#'erl@zeuge
<tb> besteht <SEP> darin, <SEP> cla <SEP> ss <SEP> Verstopfun-#en <SEP> - <SEP> an <SEP> diesen
<tb> nicht <SEP> vorkommen <SEP> können <SEP> und <SEP> die <SEP> Verwen dun- <SEP> auf <SEP> alle <SEP> bekannten <SEP> rmulsionsfa <SEP> rhen,
<tb> wie <SEP> auch <SEP> LaelL- <SEP> und <SEP> Ölfarben <SEP> möglich <SEP> i@.t.
<tb>
Ferner <SEP> erübrigt <SEP> sich <SEP> die <SEP> bisher <SEP> stets <SEP> not wendige <SEP> Aufzeichnun# <SEP> bezw. <SEP> Nachschattie rung <SEP> der <SEP> Haserzeichnung#, <SEP> da <SEP> die <SEP> feinen <SEP> Po renrisse <SEP> den <SEP> dunklen <SEP> Spaclitel-rund <SEP> hervor treten <SEP> lassen <SEP> und <SEP> dadurch <SEP> die <SEP> gewünschte
<tb> naturgetreue <SEP> Färbung <SEP> erhalten.