CH89461A - Gleichstrommaschine für konstanten Strom. - Google Patents

Gleichstrommaschine für konstanten Strom.

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CH89461A
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CH
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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Description


  Gleichstrommaschine für konstanten Strom.    Es sind Gleichstrommaschinen bekannt  geworden, welche sich für die Entnahme  eines konstanten, von dem Widerstand des  äusseren Stromkreises Wa nahezu unabhängigen  Stromes eignen. Die Konstanz des Stromes  bleibt bis zu einem gewissen Höchstwert des  äusseren Widerstandes gewahrt. Steigt dieser  über den Höchstwert hinaus, dann erst nimmt  die Stromstärke ab und sie erreicht ihren  Nullwert bei Wa = unendlich. Der Span  nungsbereich, in welchem der Strom einen  gleichen Wert hat, ist aber relativ gross und  erstreckt sich vielfach vom Werte 0 bis an  nähernd zu 80% der Leerlaufspannung der  Maschine.

   Diese Gleichstrommaschine besitzt  im allgemeinen drei Erregerwicklungen, welche  auf die Gestaltung der Stromcharakteristik  einen bestimmenden Einfluss haben, und zwar  besitzt sie eine Erregerwicklung, welche von  einer praktisch konstanten Stromquelle aus  gespeist wird und welche eine Vorerregung  der Maschine bezweckt, ferner eine Neben  schlusserregerwicklung, deren Widerstand so  eingestellt ist, dass die Widerstandsgerade  parallel zum geraden Teil der Magnetisierungs  kurve der Maschine verläuft, und schliesslich    eine vom Hauptstrom der Maschine gespeiste  Erregerwicklung, deren Amperewindungsrich  tung der Amperewindungsrichtung der beiden  erstgenannten Erregerwicklungen entgegen  gerichtet ist. In Fig. 1 ist eine solche Ma  schine schematisch dargestellt.  



  Es bedeutet:  1 die von der konstanten Netzspannung  aus erregte Wicklung,  2 die Nebenschlusserregerwicklung,  3 die Gegenkompoundwicklung,  4 den Anker.  



  den Regulierwiderstand zur Einstellung  der Nebenschlusserregung,  6 den Regulierwiderstand zur Einstellung  der Fremderregung,  7-8 die Bürsten, und  9 das konstante Gleichstromnetz.  



  In Fig. 2 ist die Leerlaufcharakteristik  und die Widerstandsgerade, welche die Span  nung des Nebenschlusskreises in Abhängigkeit  der Erregeramperawindungen zeigt, darge  stellt. Die Abszisse<I>o</I>     a    entspricht der kon  stanten V     orerregung    durch die Wicklung 1,  und sie bedingt,     dah    die Widerstandsgerade  nicht durch den     Nullpunkt    o des Systems,      sondern durch den Punkt a geht.

   Die Pa  rallelität der Widerstandsgeraden o b mit dem  geraden Teil der Magnetisierungskurve hat  zur Folge, dass, falls die auf das Feld rück  wirkenden Amperewindungen der Hauptstrom  erregerwicklung den Betrag o a erreichen,  die Klemmspannung labil wird, da durch die  Rückwirkung des Hauptstromes die Wider  standsgerade eine Parallelverschiebung nach  dem Koordinaten-Nullpunkt erleidet und im  Grenzfalle keinen eindeutigen Schnitt mit der  Leerlaufcharakteristik (Magnetisierungskurve)  hat. Der Hauptstrom J erreicht somit einen  durch die Amperewindungszahl o a bedingten  Grenzwert und es ist wo ³W3  
EMI0002.0000  
    die Windungszahl der Wicklung 3 bedeutet.  In Fig. 3 ist die Stromcharakteristik dieser    Maschine dargestellt, und zwar die zu jedem  Spannungswert (Ordinate) zugehörige Strom  stärke (Abszisse).

   Man erkennt, dass Jmax für  alle Spannungen zwischen 0 und etwa 80%  der Leerlaufspannung e unverändert bleibt.  



  Diese Maschine, die an sich den ange  strebten Zweck gut erfüllt, hat doch den  erheblichen Nachteil, mehrere Erregerwick  lungen zu bedürfen, von denen die eine, die  Wicklung 1, sogar von einer unabhängigen  konstanten Stromquelle aus zu speisen ist.  Diese Nachteile werden durch die den Gegen  stand vorliegender Erfindung darstellende  Maschine völlig vermieden. Diese besitzt einen  magnetischen Kreis, dessen Magnetisierungs  kurve doppelt gekrümmt ist, also zwei Knie  aufweist, und zwar kann die Ausbildung des  magnetischen Kreises so getroffen werden,  dass das eine Knie nahe dein Koordinaten  anfangspunkt liegt und dass das andere da  gegen normal gelegen ist. Zwischen diesen  beiden Krümmungen verläuft die Charakte  ristik wieder getreckt mit grosser Annäherung  an eine Gerade.

   Erreicht kann ein solcher  Verlauf der Sättigungskurve in an sich be  kannter Weise zum Beispiel durch die Ver  wendung von lamellierten Polstücken werden,  bei denen ein Teil der Lamellen über die  äussere Polfläche herausragt. Die überragen  den Lamellenstücke werden frühzeitig ge-    sättigt und bedingen damit das erste, nahe  dem Nullpunkt liegende Knie. Das zweite  nie der Sättigungskurve wird bei einer  Erregung erreicht, die in der Maschine eine  Kraftliniendichte hervorruft, bei welcher die  Permeabilität des Eisens (Joch, Pole, Anker)  kleineren Werten zustrebt.

   Während also  kleineren  bei maschinen für konstanten Strom der bis  herigen Bauart die Magnetpole etwa nach  der durch Fig. 4 erläuterten Art ausgeführt  waren, d. h. ohne die Polfläche überragende    Blechlamellen, können bei der Maschine vor  liegender Erfindung zweckmässig geblätterte  Pole mit vereinzelt vorstehenden Blechlamellen  verwendet werden. Es ist aber an sich be  langlos, an welcher Stelle des Kraftlinien  weges die Verjüngung des Eisenquerschnittes  zur Erzielung der doppelten Krümmung der  Charakteristik vorgenommen wird.  



  In Fig. 4 und 5 bedeutet J das Joch, P  den Magnetpol, S die Erregerspule und L die  den  überstehenden Blechlamellen. Die doppelte  Krümmung der Charakteristik allein genügt    aber zur Erzielung eines für einen grossen    Spannungsbereich konstanten Stromes nicht,    sondern es soll erfindungsgemäss die Maschine  mit einer Nebenschlusserregerwicklung ver    sehen sein, deren Widerstand so eingestellt  ist, dass die Richtung der Widerstandsgeraden  annähernd parallel zu dem geraden Teil der  Leerlaufcharakteristik verläuft, welcher zwi  schen den beiden Krümmungen der Charak  teristik liegt.  



  Durch Fig. 6 ist ein Ausführungsbeispiel  der Anordnung schematisch veranschaulicht.  Es bedeutet:  1 die Nebenschlusserregerwicklung,       .\3    den Anker, beziehungsweise den     Kol-          lektor    der     i@Iasclüne,     3-4 die     Iiollehtorbürsten_.     



  für den     Nebm-          5    den       schlu        kreis,          fi    einen     Regulierwiderstand    für den  Der Regulierwiderstand 5 ist     derart        ein-          die        or-          gestellt,        da        die          ie    aus  stehend angegebene Neigung hat.  



       Fig.    6 ersichtlich, ist kein Netz     konstanter         Spannung notwendig, da die konstante Vor  erregung in Fortfall kommt. Auch ist eine  Gegenkompoundwicklung nicht mehr notwen  dig, wenn im vorliegenden Falle die ohnehin  vorhandene Armaturrückwirkung und der  ohmsche Abfall für den gewünschten Erfolg  ausreicht.  



  In Fig. 7 ist die Leerlaufcharakteristik  und die Widerstandsgerade dieser Maschine  dargestellt. Wie aus der Figur ersichtlich,  besitzt die Leerlaufcharakteristik zwei Krüm  mungen, eine bei a und eine bei c, während  das Kurvenstück a c nahezu geradlinig ver  läuft. Die Widerstandsgerade o b hat eine  solche Neigung, dass o b annähernd parallel  zu a c verläuft. Eine Maschine dieser Art  hat eine Stromcharakteristik, wie sie durch  Fig. 8 dargestellt ist. Der Verlauf der Strom  kurve in Abhängigkeit von der Klemmen  spannung ist ähnlich dem einer gewöhnlichen  Nebenschlussmaschine, nur mit dem Unter  schied, dass zwischen a und c die Stromkurve  parallel zur Ordinatenaxe verläuft. Der Ab  stand g a gibt somit den Maximalwert des  Stromes Jmax an, welcher in einem grossen  Spannungsbereich der Maschine konstant bleibt.

    Um nun den Teil o a der Stromkurve prak  tisch auszuschalten, ist in Fig. 6 der Wider  stand 6 angegeben, durch welchen der Ge  samtwiderstand des äussern Stromkreises stets  auf einem solchen Minimalwert gehalten wer  den kann, dass als kleinste in Betracht kom  mende Klemmenspannung die Spannung o g  auftritt. Im allgemeinen wird sich die Ein  schaltung des Widerstandes 6 erübrigen, da  ein Widerstand o des äussern Stromkreises  praktisch kaum in Frage kommt und man  die Krümmung a der Charakteristik (Fig. 7)  sehr nahe an den Nullpunkt des Koordinaten  systems durch Bemessung des Querschnittes  des Eisenweges für das Magnetfeld heranlegen  kann.

      Die Gleichstrommaschine der beschriebenen  Art kann nun in verschiedener Weise ver  wendet werden, einerseits da, wo es darauf  ankommt, bei stark veränderlichem Wider  stand des äussern Stromkreises einen praktisch  konstanten Strom zu erzeugen, oder da, wo  kleine und kleinste Stromänderungen eine  grosse Spannungsänderung bewirken sollen,  wie es vielfach für Zwecke der Touren- oder  Leistungsregelung gewünscht wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Gleichstrommaschine fürkonstanten Strom, mit einer von den Kollektorbürsten der Ma schine aus gespeisten Nebenschlusserreger wicklung, dadurch gekennzeichnet, dass der Eisenweg für das Kraftlinienfeld derart aus gebildet und bemessen ist, dass die Leerlauf charakteristik der Maschine zwei Krümmungen erhält, und dass der Widerstand des Neben schlusserregerkreises so eingestellt ist, dass die Richtung der Widerstandsgeraden annähernd parallel zu dem geraden Teil der Leerlauf charakteristik verläuft, welcher zwischen den beiden Krümmungen der Charakteristik liegt.
    UNTERANSPRUCH: Gleichstrommaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Eisenweg für das Kraftlinienfeld derart bemessen ist, dass die eine Krümmung der Leerlaufcharak teristik schon bei kleiner Erregung erreicht wird, während die andere Krümmung erst bei einer Erregung erreicht wird, welche in der Maschine eine Kraftliniendichte hervorruft, bei deren Steigerung die Gesamtpermeabilität des Eisens (Joch, Pole; Anker) schnell klei neren Werten zustrebt.
CH89461D 1919-12-24 1919-12-24 Gleichstrommaschine für konstanten Strom. CH89461A (de)

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DE336471T 1919-12-28

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DE336471C (de) 1921-05-02

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