CH89152A - Zentrale für Hochfrequenz-Telephonie und -Telegraphie auf Leitungen. - Google Patents
Zentrale für Hochfrequenz-Telephonie und -Telegraphie auf Leitungen.Info
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- Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)
Description
Zentrale für Hochfrequenz-Telephonie und -Telegraphie auf Leitungen. Die Erfindung betrifft Hochfrequenz-Te- lephonie und -Telegraphie mit gleichzeitiger Benutzung einer gemeinsamen Fernleitung durch mehrere Teilnehmer eines Netzes, wo bei gleichzeitig zu vermittelnden Nachrich ten zwecks Unterscheidung durch Hochfre- quenzwellen mit verschiedenen Frequenzen übertragen werden, welche Wellen in ver schieden abgestimmten Sendern erzeugt und in entsprechend abgestimmten Empfängern aufgenommen werden.
Bis jetzt wurden solche Sender, bezw. Empfänger unmittelbar mit einem lokalen Mikrophon- bezw. Telephonkreis gekoppelt. Das Mikrophon lag zum Beispiel am Ein gangstransformator des Gitterkreises eines Röhrensenders, das Telephon am Ausgangs transformator des Anodenkreises eines Röh renempfängers.
Wird nun die Aufgabe gestellt, mit Hilfe dieser Apparate eine Zentrale mit einem Teilnehmernetz zu schaffen, so würde das Nächstliegende sein, auf jeder Teilnehmer station je einen Sender und Empfänger auf- zustellen und die Anschaltung dieser an die Fernleitung durch Stöpseln oder dergleichen 2n auf der Zentrale vornehmen zu lassen; hier mit ist aber erstens der Nachteil verbunden, dass dem Teilnehmer die Bedienung und Überwachung des Hochfrequenz-Senders und -Empfängers obläge, und zweitens der, dass jedem Teilnehmer ein- für allemal eine be stimmte Wellenlänge zugeteilt werden müsste, die demgemäss für die Benutzung durch andere Teilnehmer ausfallen würde.
Die Erfindung beschreitet aber folgenden Weg: Alle Hochfrequenz-Sender und -Empfän- \er werden auf der Zentrale aufgestellt und (-lauernd mit der Fernleitung gekoppelt. Die Teilnelinier arbeiten dabei überhaupt nicht.
mit Hochfrequenzwellen, sondern nur mit niederfrücluenten Strömen, und ihr Anschluss an einen Sender und einen Empfänger er folgt auf der Zentrale, indem irgend eine freie Cbertragungsvorrichtung mit Sender und Empfänger gewählt und mit der Teil- nelimerlüittin,- gekoppelt wird.
Es ist nicht nötig, dass von jedem Teil nehmer zur Zentrale vier Niederfrequenz- leitungen gehen, nämlieh zwei zum Sender der Zentrale und zwei zum Empfänger der Zentrale; in solchem Fall wäre ein Anschluss cler bereits bestehenden Teilnehmernetze ge- wöhlicher Fernsprechanlagen an Hochfre quenzzentralen der beschriebenen Art um ständlich. Man kann mit zwei Leitungen für den Teilnehmer oder einer Doppelleitung, auskommen, indem in der Zentrale gleich zeitig zum Beispiel der Gitterkreis eines Sen ders und der Anodenkreis eines Empfängers mit einer zum Teilnehmer führenden Dop pelleitung gekoppelt wird, sobald dieser Teil-, nehmer an die Fernleitung gelegt wird.
Beim Teilnehmer braucht alsdann nur die übliche Apparatur aufgestellt zu werden.
Die Kopplung mit der Teilliehmerleitung kann zum Beispiel elektrisch, akustisch oder mechanisch hergestellt werden. Zur aku stischeen Kopplung kann zum Beispiel jede Teilnehmerleilung auf der Zentrale ein Te lephon und ein Mikrophon enthalten, wel che einem Mikrophon bezw. einem Tele phon der freien Übertragungsvorrictung so gegenüberestellt werden, dass das Telephon in das Miikrophon hineinspricht. Eine me chanische Kopplung entsteht, wenn die Membranen dieser gegenüberliegenden Ap parate durch Stäbchen oder Drähte mitein ander verbunden sind.
Eine Telephonzentrale nach der Erfin dung ist auf der Zeichnung in einer bei- spieilsweisen Ausführungsform dargestellt und zwar in elektrischer Kopplung mit einer Teilnehmerleitung Zur Vereinfachung ist nur eine Übertragungsvorrichtung veran- sehaulicht.
Die Fernleitung 1 ist durch die Spule 2 mit dern im Anodenkreis der Senderröhre 3, liegenden Schwingungskreis 4 und durch die Spule 5 mit dem im Gitterkreis der Emp fangsröhre 7 liegenden Schwingungskreis 6 dauernd gekoppelt. Die beiden Sekundär wicklungen des Eingangstransformators8 des Gitterkreises der Röhre 3 und des Aus- gangsitransformators 9 des Anodenkreises der Röhre 7 werden mit der zum Teilnehmer führenden Doppelleitung 10 für die Dauer des Gespräches gekoppelt.
Die Anodenplatten der Röhren sind mit a bezeichnet, die Gitter mit<B>g,</B> die glühenden Kathodenfäden mit e, die Heizbatterien mit b, die Hauptbatterien mit B.Der im Gitter kreis der Röhre 3 liegende Schwingungskreis 16 ist mit dem im Anodenkreis liegenden Schwingungskreis AI durch den Transforma tor t in der bekannten Art rückgekoppelt. Der Kondensator K überbrückt die Induktivität der Primärwicklung des Transformators S8. uni eine gute Ausbildung der im Gitterkreis <B>C</B> der Röhre 3 fliessenden Hochfrequenzströme zu ermöglichen. Der Kondensator k, ent spricht der bekannten Audionschaltung und verhindert. dass ein nutzloser Batteriestrom Über den Schwingungskreis 6 fliesst.
Die Stöpselschalter 11 gestatten eine wahl weise Verbindung der Übertragungsvorrich tung mit verschiedenen Teilnehmerleitungen 10. Die Apparatur beim Teilnehmer besteht in üblicher Weise aus dem Telephon 12. dein Mikrophontransformator 13, dem Mikrophon li und der Mikrophonbatterie 13.
Zweckmässig wird die Röhre 7 mit einer andern Wellenlänge betrieben als die Röhre 3 damit der sprechende Teilnehmer durch <B>2</B> den eigenen Empfänger nicht. gestört wird.
Zu dem gleichen Zweck kann man den eigenen Empfänger beim Sprechen abschal ten. Ein anderes Mittel zum gleichen Zweck, besteht darin, dass man durch eine elektro magnetische Schaltvorrichtung Sender und Empfänger in schneller Folge (in Bruchtei len einer Sekunde)i nacheinander perio- flisch mit der Teilnehmerleitung koppelt.: die Schaltvorrichtung kann zum Beispiel<U>die</U> in der deutschen Patentsebrift Nr. 201280 ab--e- bildete sein.
Eine Vervielfältigung der Teilneinier- zahl, wie auch der auf der Zentrale aufzu stellenden _UTbert.ra-.-ungsvorrielitungpn beZ9#%7. Sender- und Empfängeppaare ist ohne wei teres mö-,-licli. Bei sehr geringer Teilneh merzahl könnte an Stelle des Stöpselschal- ters 1.1 auch eine feste Verbindung treten.
Zwvischen zwei Zentralen kann die Fern- leilting vorteilhaft in der Weise ausgebildet und betrieben werden, dass für jede Sprech- riehitung eine besondere Schleife vorhanden ist. Auf diese Weise kann man ohne wei teres dieselbe Wellenlänge für eine Röhre 7 und eine Röhre 3 benutzen, indem dann eine Störung des ',Sprechenden durch den eigenen Empfänger ausgeschlossen ist.
Die Fernleitung braucht nicht notwen digerweise kilometerlang zu sein, sondern kann zum Beispiel auch zwei in derselben Stadt befindlielie Fernsprechämter und ge gebenenfalls sogar zwei verschiedene Abtei lungen desselben Amtes miteinander ver binden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Zentrale für Hochfrequenz-Telephonie und -Telegrapiiie auf Leitungen zur gleichzeiti gen Benützung einer gemeinsamen Fernlei tung durch mehrere Teilnehmer, wobei die gleichzeitig zu vermittelnden Nachrichten zwecks Unterscheidung durch Hoctifrequenz- wellen mit verschiedenen Frequenzen Über fragen werden, welche Wellen in verschie den abgestimmten Sendern erzeugt und in entsprechend abgestimmten Empfängern aufgenommen werden, dadurch gehennzeich- net, dass mit der Fernleitung mehrere Über tragungsvorrichtungen in der Zentral(, dauernd gekoppelt sind, die je einen aus,einer Entladungsröhre bestehenden Hochfre- quenzsender und einen ebenfalls aus einer Entladungsröhre bestehenden Hoelifrequenz- empfänger besitzen und an die nur mit nie derfrequenten Strömen arbeitenden, anrufen den oder angerufenen Teilnelimerleittungein anschaltbar sind. UNTERANSPRMHE: 1. Zentrale nach Patentanspruch, cladureb gekennzeichnet, dass die Teilnehmerlei tung bei Herstellung einer Verbindung über die Zentrale wenigstens mit dein Sen der oder mit dem Empfänger einer Über tragungsvorrichtung elektrisch gekoppelt wvird. 2.Zentrale nach Patentanspruch, dadurch gekennzeiebnet, dass die Teilnehmnerlei- tung bei Herstellung einer Verbindung übcr die Zentrale wenigstens mit dein Sender oder dem Empnänger einer Über- tnigungsvorrielttimng akustisch gekoppelt wird. 3. Zentrale nach Patenfanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei Herstellung einer Verbindung über die Zentrale der Sender und der Empfänger derselben Übertri- gungsvorrichtung gleiehzeitig mit der lTeilinelhmerleitiuiin2g gekoppelt werden. 4.Zentrale nach Patentanspruch, dadurch gekennzeiefinet, dass bei Herstellung einer Verbindung Über die Zentrale eine auto- matisehle Secihaltvorriechtuing (Ton Sender und den lEiiimpfäiniger derMben Übertra- gungsvorriehitung in schneller Folge nachi- einander periodisch mit der Teilniehmiier- leitung kzoppelt. 5.Zentrale nach Patentanspruch, dadurch -(?kennzeichnet. (lass der Sender und der Empfänger derselben Überstragungsvor- i#irlil-tinp; mit verschiedenen Wellenlän.--en arbeiten.<B>6-</B> Zentrale nach Patentansprucli. dadurch gci#eiiiizeieliiiet, dass die züi einer zweiten Zentrale führende Fernleitun.- gesonderte Selileifen <B>für</B> jede Spreelirichtung besitzf.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE89152X | 1918-09-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH89152A true CH89152A (de) | 1921-05-02 |
Family
ID=5642628
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH89152D CH89152A (de) | 1918-09-17 | 1919-07-29 | Zentrale für Hochfrequenz-Telephonie und -Telegraphie auf Leitungen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH89152A (de) |
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1919
- 1919-07-29 CH CH89152D patent/CH89152A/de unknown
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