Iiochfreqnenzinaschinensender Ni- drahtlose Telegi#aphie und Telephonie. Gegenstand der Erfindung ist ein Hoch- freqnenzmaschinensender für drahtlose Tele graphie und Teleplionie, bei dem die in einer Hochfrequenzinaschine erzeugten Wechsel- strönie durch einen oder mehrere Sätze stati scher Frequenztransforinatoren auf die für die Antenne erforderliche hohe Schwingungszahl gebracht werden.
Bei derartigen Sendern stehen einer Steigerung der Leistung von Grossstationen Schwierigkeiten im Wege, die ihren (irrund haben namentlich in der bisher üblichen Ausgestaltung der Maschine, der Transformatoren und der zur Zeichengebung benutzten Tasteinrichtung.
Da man für die Antenne bekanntlich sehr hohe Spannungen gebraucht und, um in den Kreisen der Frequenztransformatoren nicht zu grosse Kapazitäten anwenden zu müssen, auch die Transformatoren für hohe Spannungen baut, so hat man auch bisher die zur Spei sung der ganzen Anlage dienende Primär- maschine unmittelbar zur Erzeugung der ent sprechenden hohen Spannungen eingerichtet. Dementsprechend erhielt man eine Wechsel stromrnaschine mit vielen hintereinander ge- schalteten Wicklungsteilen und somit eine hohe Maschinenselbstinduktion und hohe In duktanzspannungen in der -Maschine.
Ebenso kann man bei den Frequenztransformatoren unter Beriichsiclrtigung der allgemeinen Kon- struktionsregeln im Transformatorenbau und unter besonderer Berücksichtigung der für den vorliegenden Zweck erforderlichen hohen Fre quenzen zu einer Bauart mit sehr wenig Eiscri und verhältnismässig vielen Windungen. Es ei-liielten daher auch die Transformatoren,
ähnlich wie die Hochfrequenzrnaschine, eine sehr hohe Induktanzspannung. Dies führte zu besonderen Schwierigkeiten, namentlich beim plötzlichen Ein- oder Ausschalten der Anlage, und es zeigte sich, dass trotz sehr guter Isolation infolge der auftretenden hohen Resonanzspannungen häufige Durchschläge vorkamen.
Aus dein gleichen CTrunde machte auch das Tasten einer solchen Anlage zum Zwecke der Zeichengebung besondere Schwierigkeiten. Das Tasten durch einfache Unterbrechung der Stromkreise war von vorneherein ausgeschlos sen. Man ging daher dazu über, das Tasten nur durch Verstimmung der Antenne oder der Transformatorenkreise zu bewirken.
Als ein verhältnismässig gut brauchbares Verfahren stellte sich heraus die Benutzung von eisen geschlossenen Drosselspulen in einem der Kreise mit einer Gleichstromhilfsmagnetisie- rung, wobei der Taster im Gleichstromkreis angeordnet war. Diese Anordnung hat jedoch den Nachteil, dass in die Kreise noch eine weitere erhöhte Selbstinduktion eingeführt wird und ist zudem wegen grosser Verluste nur für begrenzte Leistungen brauchbar.
Alle diese Schwierigkeiten können durch die nachstehend beschriebenen Massnahmen beseitigt werden, durch welche die in der Maschine und den Transformatorenkreisen auf tretenden gefährlichen Spannungen vermieden werden dadurch, dass die Induktanzen durch passende Ausbildung der Maschine selbst, des Tastverfahrens und der Transformatoren er heblich herabgesetzt werden. Dies hat zur Folge, dass nicht nur die Sicherheit der ganzen Anlage erheblich gesteigert wird, sondern dass auch eine Leistungssteigerung über die bisher bei Grossstationen angenommenen Grenzen hinaus ermöglicht wird.
Soweit zunächst die Hochfrequenzmaschine selbst in Betracht kommt, war ihre Leistungs steigerung eben durch die bisher übliche Bau weise als Hochspannungsmaschine begrenzt. Diese hohen Spannungen bedingen eine starke Isolation der Ankerdrähte in den Nuten. Nun aber steht für die einzelnen Nuten nur ein sehr schmaler Raum zur Verfügung, von den schmalen Nuten wird aber ein erheblicher Teil für die Isolation beansprucht, so dass man gezwungen ist, den Drahtquerschnitt klein zu halten. Bei zunehmender Leistung der Maschine muss man daber immer grössere Kupfererwärmungen in Kauf nehmen.
Der Versuch, durch Verkleinerung des Luftspaltes zwischen Rotor und Stator eine grössere bIa- schinenausnutzung zu erreichen, führte nicht zum Ziel, denn es besteht dann wieder die Möglichkeit, dass die Wicklung des Stators, wenn in ihr hohe Spannungen auftreten, über dem Rotor Kürzschlufa erhält.
Gemäss der Erfindung wird nun die Wick- lung der Hochfrequenzmaschine sehr weit gehend unterteilt und die einzelnen Teile der induzierten Ankerwicklung derart parallel ge schaltet, dass die in der Gesamtwicklung indu zierte Spannung weit unter der für die Antenne oder die Frequenztransformatoren notwendigen Speisespannung liegt, und nun wird mit der Maschine ein besonderer Stromtransformator mit für den Nutzwiderstand passender Über setzung so verbunden, dass aus Maschine und Stromtransformator ein neues Aggregat ent steht, das die übliche Hochspannungsmaschine ersetzt.
In beiliegender Zeichnung sind Ausfüh rungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes ver anschaulicht: In Fig. 1 der beiliegenden Zeichnung ist das allgemeine, an sich bekannte Schaltungs schema einer Sendereinrichtung nach vorlie- genderErfindung dargestellt. 1 ist dieAntenne, 6 ist die Hochfrequenzmaschine und 7 der dazu gehörige Stromtransformator. Die Steige rung der Frequenz erfolgt in zwei Stufen durch die Frequenztransformatoren 2, 3 und 4, 5.
In den einzelnen Kreisen liegen Ab stimmittel 8 und 9, bezw. 10, 11, bezw. 1\_', 13, für die den einzelnen Stufen entsprechen den Frequenzen; 14 ist der Hilfsmagnetisie- rungskreis für die Frequenztransformatoren, der aus der Gleichstrommaschine 15 ge speist wird.
Die aus Maschine 6 und Transformator 7 bestehende Prirrrär-Hochfrequenzerzeuger-Ein- richtung ist in Fig. 2 besonders dargestellt. Die Maschine besitzt beispielsweise einen Stator mit zwei Wicklungen. Fig. 211 zeigt die beiden Statorringe mit den eingelegten Wicklungen 16-17 und den innerhalb der Ringe laufenden Rotor im Querschnitte, Fig. 211 in Seitenansicht. Fig.3 zeigt die beiden Statorwicklungen 16-17 schematisch.
Die Wicklungen sind unterteilt und die einzelnen Teile parallel a die Primär wicklung 18 des Transformators 7 ange schlossen, der auf seinem geschlossenen Eisen kern 20 noch die Sekundärwicklung 19 trägt. Die elektromotorische Kraft der Maschine ist nur gleich der an einer Unterteilung 16 bezw. 17 erzeugten elektromotorischen Kraft. Der Verbraucher, z. B. eine Antenne oder wie im vorliegenden Fall der erste Frequenztrangfor- inator, wird an die Sekundärklemmen der Wicklung 19 angeschlossen.
Die Parallelschaltung lässt sich am besten bei einer Maschine der sogenannten Induktor type durchführen. Bei dieser Type können die entstehenden ausserordentlich grossen Strom stärken, weil Schleifringe nicht vorhanden sind, in Kabeln von starkem Querschnitt und ge nügender Leitfähigkeit direkt dein Stromtrans formator zugeführt werden. Der Transforma tor wird ganz dicht an die Naschine heran gebracht, so dass die Leitungen nur sehr kurz ausfallen.
Im äussersten Falle könnte man bei der vorliegenden Anordnung die Unterteilung der Maschinenwicklung so weit treiben, dass jeder einzelne Draht parallel geschaltet ist. Man wird jedoch zweckmässig die Untertei lung im praktischen Falle nur so weit durch führen, dass auf der einen Seite unter mög- lichster Verringerung der Isolation die Anker nuten möglichst vollständig durch Kupfer aus gefüllt sind und dass auf der andern Seite die Maximalspannung noch genügend unter der Isolationsfestigkeit der so gebildeten Anker wicklung bleibt.
Es ist ersichtlich, dass man durch die be schriebene Anordnung eine bedeutende Stei gerung der Leistungsfähigkeit einer Hoch frequenzmaschine erzielen kann, gleichzeitig bleibt aber auch die Resonanzspannung der Maschine in geringen Grenzen, weil die ge samte Selbstinduktion der Hochfrequenzma- schine durch die weitgehende Unterteilung ausserordentlich klein geworden ist. Bei den erwähnten Hochspannungsmaschinen versuchte man die Resonanzspannung dadurch zu ver kleinern, dass man Kondensatoren zwischen einzelne Teile der Wicklungen einschaltete.
Bei der vorliegenden neuen Bauart sind der artige Kondensatoren ganz überflüssig gewor <I>den,</I> so dass auch wirtschaftlich ein erheblicher Fortschritt erzielt ist, da die erwähnten Kon densatoren zu den Kosten einer Hochfrequenz maschinenanlage einen grossen Teil beitrugen.
Durch diese neue Einrichtung der Hoch- frequenzmaschine ist bereits eine erhebliche Leistungssteigerung der ganzen Anlage mög lich geworden, wollte man aber hierbei das übliche Tastverfahren mit Hilfe der erwähnten hilfsmagnetisierten Drosselspulen bertuzten, so würde man den erzielten Vorteil zum grossen Teile wieder in Frage stellen. Diese Drossel spulen ergeben nämlich einen enorm grossen Energieverlust, wenn man sie für grosse Lei stungen anwenden will.
Die eisengeschlos senen Drosseln haben infolge ihrer sehr hohen Arnpere-Windungszahl pro Centimeter Kraft eine sehr hohe Induktion i,r Eisen, die den Verlust hervorbringt. Versuche haben zum Beispiel gezeigt, dass ein geschlossener Eisenring von ca. 2l10 nrm 0 und 20 ems Quer schnitt bei etwa 20,000 Perioden und 100 Arnpere-Windutrgerr (2 Windungen und 50 Ampere) schon einen Verlust von ca. 9 KW ergibt, dabei ist der Betrag der Selbstinduk tion einer derartigen Spule nur ca.
7000 cm, ein Betrag, der viel zrr klein ist, um bei grossen Energien eine durchgreifende Verstim mung zum Zwecke des Zeichengebens hervor zurufen. Wenn man beispielsweise annimmt, dass für eine bestimmte Anlage eine Drossel schort von 100,000 cm erforderlich ist, so müssten ca. 14 Drosseln obiger Dimensionen in Reihe geschaltet werden, und in,-in hätte dann einen Verlust von ungefähr 130 KW.
Cxernäss einer Ausführungsform der Erfin dung wird nun nicht mehr eine besondere Drosselspule benutzt, sondern unmittelbar der für die Stromumformung mit der Alaschine verknüpfte Transformator 7. Ein Schema hierfür zeigte beispielsweise Fig. 4, worin der Transformator<B>7</B> inrt einer dritten Wicklung 21 versehen ist, die von einer Gleichstrom batterie 22 über den Taster 23 gespeist wird.
Dadurch, dass nutzmehr ein Starkstromtrans formator, der zur Übertragung der vollen Energie des Senders zwischen dem Primär erzeuger und dem Verbraucher eingeschaltet ist, zum Tasten benutzt wird, .fallen die er wähnten Verluste fort.
Bei einem solchen Transformator init geschlossenem Eisenkern, der Primär- und Sekundärwicklung besitzt, lieben sich die Ampere-Windungen auf beiden Seiten im wesentlichen auf, und die Induktion im Eisen ist nur gegeben aus der Transfor- matorspannung, dem Querschnitt und der Windungszahl. Durch passende Dimensionie- runkönnen demnach die Verluste fast be liebig klein gehalten werden.
Es hat sich gezeigt, dass man mit einer ganz kleinen Gleichstromsättigung, entsprechend nur weni gen Ampere-Windungen pro Centimeter Kraft- linienlänge, eine ausserordentlich grosse Permea- bilitätsänderung des Eisens und demzufolge eine starke Beeinflussung des Selbstinduk- tionswertes der Wechselstromwicklung er reichen kann.
Bereits bei der Anwendung der erwähnten Drosselspulen zeigt sich der Übelstand, dass in der HilAmagnetisierungswicklung hohe Wechselstromspannungen induziert werden, die für die darin eingeschalteten Apparate gekihrlich werden können. Man hat daher bei den Drosselspulen vorgeschlagen, diesel ben paarweise anzuordnen mit hintereinander geschalteten Wechselstromwichlungen, aber gegeneinander geschalteten Gleichstromspulen, so class sich die Hochfrequenzspannungen in letzteren aufheben. Auch bei der vorliegenden Anordnung ist es zweckmässig, den zum Tasten benutzten Transformator doppelt an zuordnen, wie dies Fig. 5 zeigt.
Die aus der 11Taschine 6 kommenden Ströme durchlaufen die beiden hintereinander geschalteten Primär wicklungen zweier Transformatoren 72 und 76. Die Sekundärwicklungen sind ebenso hinter einander geschaltet, während die Gleichstrom wicklungen 212 und 216 auf den Kernen im entgegengesetzten Wicklungssinne gewickelt sind. Fig. 6 zeigt die Ausführung dieser Wicklungen auf den beiden Kernen.
Die beiden Transformatoren sind daher einem Frequenztransfurmatorpaar ähnlich, nur mit dem Unterschiede, dass der Wicklungssinn ein anderer ist. Während nämlich bei einem Frequenztransforinatorpaai- entweder die pri- m < ii-en oder die sekundären -#Vechselstrom- wicklungen entgegengesetzt gewickelt sein müssen,
haben bei den vorliegenden Trans formatoren nur die Gleichstromwicklungen entgegengesetzten Wicklungssinn. Eine Fre- quenzumwandlung findet daher nicht statt, sondern nur die gewünschte Spannungs- oder Stromumformung. Beide Transformatoren zu sammen sind so dimensioniert wie der Stron.i- transformator 7 nach Fig. 3.
Es ist nicht notwendig, für diese Tast- zwecke unmittelbar den StrointransfQi-matoi- des Hochfrequenzerzeugungsaggregates zu be nutzen, sondern man kann auch einen beson deren Starkstromtransformator eventuell mit dem Übersetzungsverhältnis 1:1 an einer andern Stelle der Anlage einschalten. Zweck mässig geschieht dies unmittelbar vor der Antenne, wie Fig. 7 zeigt.
Hier sind zwei Tasttransformatoren 72 und 76 zwischen dein letzten Frequenztransformatorenpaar 2, 3 und der Antenne 1 vorgesehen.
Es hat sich bei Hochfrequenzniaschinen- sendern für drahtlose Telegraphie als zweck mässig herausgestellt; ausser der Antenne noch einen zweiten nicht strahlenden Kreis vorzu sehen, der in den Zwischenpausen als Ballast kreis die Energie aufnimmt, um auf diese Weise eine gleichbleibende Belastung der Haschine zu erzielen und damit die Touren- schwankungen beim Tasten zu vermeiden.
Neun mau bei dieser Anordnung mit Ballast kreis den Tasttransforinator nach Au@fiib- rungsform der Erfindung anwendet, so hat man auch den Tasttransformator doppelt an zuordnen, wie das Fig. 8 zeigt. AIan stattet zu diesem Zwecke ein Frequenztransformator- aggregat 4, 5 mit zwei Sekundärwicklungen aus, von denen die eine die Energie zur An tenne 1 und die andere zum Ballastkreis 24 liefert.
In beiden Wegen für die Energie ist je ein Tasttransformatorpaar 252, 25'', bezw. 262, 266, angeordnet, wobei die Gleich- stromwicklungen dieser Aggregate über den Taster 23 so mit der Stromquelle 2? verbun den sind, dass abwechselnd das eine oder das andere Aggregat beeinflusst wird. Jin Energie wege zur Antenne kann ein weiterer Frequenz trausformator 2, 3 vorgesehen sein.
Sämtliche benutzten Transformatoren, näm lich die Stromtransformatoren 7 bezw. 7@ und 76, die Frequenztransformatoren 2, 3, 4, 5 und die Tasttransformatoren 25, 26 sind Hoch- frequenztransformatoren. Wie bereits in der Einleitung erwähnt; ist man bei der Konstruk tion der Transformatoren auf Grund der Regeln des Transformatorenbaues zu einer Bauart mit sehr wenig Eisen und verhältnismüssig vielen Windungen gekommen.
Wenn man nämlich, wie im Transformatorenbau, bei Entwurf der Transformatoren eine Verteilung zwischen Kupfer- und Eisengewicht vornimmt, um zum besten Wirkungsgrade zu gelangen, so wird man gerade bei Hochfrequenztransformatoren von der Überlegung sich leiten lassen, dass das Eisen bei Hochfrequenz ausserordentlich viel grössere Verluste hat als bei Niederfre quenz; hieraus ergibt sich, dass für den Hoch frequenztransformator das Eisengewieht auf Kosten des Kupfergewichtes möglichst ver ringert werden muss.
Bei einer bestimmten Induktion im Eisen wird aber bei einer Ver ringerung des Eisengewichtes die Windungs- zahl immer grösser. Besonders ist das der Fall bei Frequenztransformatoren, bei denen man mit Rücksicht auf den Verdopplungs- effekt mit magnetischer Sättigung im Eisen arbeiten muss.
Es haben zwar die nach diesen Gesichtspunkten gebauten Hochfrequenztrans- formatoren einen guten Wirkungsgrad ergeben, sie zeigten aber infolge der grossen Selbst induktion, wie oben erwähnt, eine sehr holte Resonanzspannung und ferner den weiteren Übelstand, dass die Herstellung sehr kostspielig war, weil man mit. Rücksicht auf die Unter bringung der vielen Windungen einen ver hältnismässig grossen Durchmesser der Eisen bleche erhielt.
Uin jeden überflüssigen Verlust zu ver meiden, ging man dazu über, diese Trans formatoren als geschlossene Kerntransforma toren ohne Stossfuge zu bauen, und man machte die Bleche gewöhnlich kreisrund, wo bei die Wicklungen über den ganzen Umfang verteilt wurden. Diese Bauart hat aber im Gegensatze zu den Kerntransformatoren für Niederfrequenz, bei denen man die Kerne und Joche für sich stanzt, deswegen eine enorme Verteuerung zur Folge, weil beim Stanzen der Bleche als Ganzes sich viel Abfall ergibt, was um so mehr ins Gewicht fällt, da die ausserordentlich dünnen Bleche an sich schon sehr teuer sind.
Weitere Überlegungen haben aber nun gezeigt, dass man bei diesen Transformatoren bei gegebenem Eisengewichte den Durchmesser der Bleche und den Kernquerschnitt so ver ändern kann, dass die einmal für den besten Wirkungsgrad ermittelte Bemessung des Ver hältnisses zwischen Eisen und Kupfer keine Änderung erfährt. Verkleinert man zum Bei spiel den Durchmesser der Bleche auf die Hälfte, macht aber den Querschnitt doppelt so gross, so braucht (las Eiengewieht sich nicht zu ändern. Auf die Wieklung hat das den Einfluh, dass die Windungszahl etwa auf die Hälfte reduziert wird.
Die Länge einer Windung wird dagegen vergrössert, etwa dop pelt so gross, so dass auch das Kupfergewicht sieh nur unerheblich ändert. Nach einer wei teren Ausführungsform der Erfindung werden die Transformatoren daher mit so kleinen Durchmessern und so grosser Eisenhöhe ge baut, dass die \V indungslänge grösser wird als der Kraftlinienweg. Hierbei kommt man zu Blechgrössen, bei denen eine verhältnis mässig billige Herstellung des Transformators gesichert ist.
Die Windungszahl wird wieder erheblich verkleinert, so dass auch die Reso nanzspannung auf solche Betrüge heruntergeht, wie sie für grosse Leistungen ohne Gefähr dung der Anlage gefordert werden müssen.
In Fig. 9 und 10 ist ein solcher Transfor mator im Längs- und Querschnitte veranschau licht. Der Eisenkern besteht aus den kreis förmigen Blechen 27, die zu einzelnen Paketen 28 aufeinander geschichtet sind. Zwischen den einzelnen Blechpaketen sind Isalations- stäbe 29 eingefügt. Der ganze Eisenkern ist somit aus einer grossen Anzahl von Blech paketen zu einem Zylinder von beträchtlicher Höhe aufgebaut. Die Drahtwindungen werden durch die Innenöffnung der Bleche hindurch geführt, die gerade v,)n der Wicklung ausge füllt werden.
Die Höhe des Eisenkernes ist etwa doppelt so gross als der mittlere Durch messer der Bleche und die mittlere Windungs- länge einer Wicklung etwa fünf mal so gross als der kreisförmige Kraftlinienweg. Derartige Verhältnisse der Dimensionen ergeben sich etwa hei einem Transformator für eine Lei stung von 100 KW. Mit zunehmender Lei stung wird bei diesen Transformatoren die Eisenlänge und. dadurch die Wicklungslänge immer grösser.
Durch Anwendung der Isolationsstäbe 29 zwischen den Blechpaketen ist die Möglichkeit einer Zirkulation von 01 als Kühlflüssigkeit in der Querrichtung des Transformators ge schaffen. Ebenso werden auch zwischen den einzelnen Drähten 30 der Wicklung in den einzelnen Wicklungslagen freie Räume vor gesehen, so dass auch eine vorzügliche Küh lung der einzelnen Drähte durch das Ö1 er reicht ist.
Durch die beschriebene Anordnung der Maschine, der Transformatoren und der Tast- einrichtung ist erreicht, dass eine Gefährdung der Anlage dureh plötzlich auftretende zu hohe Spannung bei Energieänderungen, z. B. beim Tasten, nicht mehr zu befürchten ist. Beim _plötzlichen Ein- und Ausschalten ein zelner Teile der Anlage könnte jedoch unter Umstünden noch eine Gefährdung eintreten.
Dies ist dann der Fall, wenn beispielsweise die (Tleichstromerregung der Frequenztrans- formatoren ausgeschaltet würde, wenn die Hochfrequenzmaschine noch ihre volle Span nung besitzt. Da die Frequenztransformatoren in diesrin Falle eine Verdopplung der Frequenz nicht mehr aufweisen, so würde die Maschine auf einen abgestimmten Kreis arbeiten, der infolge der niedrigen Induktanzen einem direk ten Kurzschluss entspricht.
Es werden daher nach einer weiteren Ausführungsform der Er findung die Hauptschalter der einzelnen Kreise so voneinander abhängig gemacht, dass nur eine z;:#angsläufi--e Ein- und Ausschaltung in bestimmter Reihenfolge möglich ist. In Fig.11 ist buspielsweise 31 der Hauptschalter der Wechselstrommaschine im Speisekreise für den ersten Frequenztransformator, 32 der Schalter für die Gleiclistroinerregung der Frequenz transformatoren.
Die Erregerwicklung 33 der Hochfrequenamasehine ei-hält ihren Strom aus einer CTleichstroinquelle 34 über den Regu- lierwiderstand 35 und den Schalter 36, während die Erregung 37 der den Hilfsmagnetisierungs- strom liefernden Dy naino 15 über den Wider- derstand 38 und Schalter 39 gespeist.
wird. Die vier Schalter 31, 32, 36, 39 sind dann zwangsläufig derart miteinander verbunden, dass beim Einschalten der Anlage zuerst der Hochfrequenzstromkreis durch clen Schalter 31 geschlossen wird, dann der Nagnetisierungs- stroin für die Frequenztransformator en durch den Schalter 32, dann die Erregung der Ma schine 15 durch den Schalter 39 und schliess lich erst die Hochfrequenzerregung 33 durch den Schalter 36 veranlasst wird. Der Vorgang beim Ausschalten der Anlage geschieht dann in umgekehrter Reihenfolge.
Hierbei wird ferner noch Vorsorge getroffen, dass die Höhe der Hochfrequenzerregung in einem gegebenen Augenblicke zur Erregung der Frequenztrans- formatoren in einem bestimmten Verhältnis steht, derart, dass die Hochfrequenzspannung der Maschine zu der jeweilig erreichten Ver dopplungswirkung der Frequenztransforma- toren in solchem Verhältnis steht; dass der Wechselstrom über eine gewisse Grenze nicht anwachsen kann. Um dies zu erreichen, wer den die beiden Regulierwiderstände 35 und 38 ebenfalls in eine passende Abhängigkeit zu einander gebracht.
Es hat sich ferner beim Betriebe einer derartigen Hochfrequenzanlage gezeigt, dar, bei gewissen Frequenzbelastungen die Be dingungen unstabil werden. Eine geringfügige Änderung der Tourenzahl oder die Spannung der Hochfrequenzmaschine genügt, um den Strom im Maschinenkreise sprungweise zu lindern. Infolgedessen schwankt auch die Energie der ausgesandten Wellen und damit die Belastung der Maschine sprungweise, so dass ein geregelter Betrieb nicht möglich ist.
Es hat sich herausgestellt, dass diese Schwierig keit vermieden werden kann, wenn man den Maschinenkreis nicht genau auf die Maschinen frequenz, und die Zwischenkreise nicht genau auf das entsprechendeVielfaclie der'Maschinen- frequenz abstimmt.
Besonders günstig ist es, wenn die Frequenz des llaschinenkreises und die Frequenz der Zwischenkreise kleiner ist als die Maschinenfrequenz, beziehungsweise das entsprechende Vielfache. Ferner ist e für die Konstanz des Betriebes besonders günstig, wenn man die Frequenz der Antenne grösser macht als das für sie bestimmte Viel fache der Maschinenfrequenz.