CH88469A - Hochfrequenzmaschinensender für drahtlose Telegraphie und Telephonie. - Google Patents

Hochfrequenzmaschinensender für drahtlose Telegraphie und Telephonie.

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CH88469A
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Fuer Drahtlose Te Gesellschaft
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Drahtlose Telegraphie Gmbh
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      Iiochfreqnenzinaschinensender        Ni-    drahtlose     Telegi#aphie        und        Telephonie.            Gegenstand    der Erfindung ist ein     Hoch-          freqnenzmaschinensender    für drahtlose Tele  graphie und     Teleplionie,    bei dem die in einer       Hochfrequenzinaschine    erzeugten     Wechsel-          strönie    durch einen oder mehrere Sätze stati  scher     Frequenztransforinatoren    auf die für die  Antenne erforderliche hohe Schwingungszahl  gebracht werden.

   Bei derartigen Sendern  stehen einer Steigerung der Leistung von       Grossstationen    Schwierigkeiten im Wege, die  ihren     (irrund    haben namentlich in der bisher  üblichen Ausgestaltung der     Maschine,    der  Transformatoren und der zur Zeichengebung  benutzten     Tasteinrichtung.     



  Da man für die Antenne bekanntlich sehr  hohe Spannungen gebraucht und, um in den  Kreisen der     Frequenztransformatoren    nicht  zu grosse Kapazitäten anwenden zu     müssen,     auch die Transformatoren für hohe Spannungen  baut, so hat man auch bisher die zur Spei  sung der ganzen Anlage dienende     Primär-          maschine    unmittelbar zur Erzeugung der ent  sprechenden hohen Spannungen eingerichtet.  Dementsprechend erhielt man eine Wechsel  stromrnaschine mit vielen     hintereinander    ge-    schalteten     Wicklungsteilen    und somit eine  hohe     Maschinenselbstinduktion    und hohe In  duktanzspannungen in der -Maschine.

   Ebenso  kann man bei den     Frequenztransformatoren     unter     Beriichsiclrtigung    der allgemeinen     Kon-          struktionsregeln    im     Transformatorenbau    und  unter     besonderer        Berücksichtigung    der für den       vorliegenden    Zweck erforderlichen hohen Fre  quenzen zu einer Bauart mit sehr wenig     Eiscri     und     verhältnismässig    vielen     Windungen.    Es       ei-liielten    daher auch die     Transformatoren,

       ähnlich wie die     Hochfrequenzrnaschine,    eine       sehr    hohe     Induktanzspannung.    Dies führte  zu besonderen     Schwierigkeiten,    namentlich  beim     plötzlichen    Ein- oder     Ausschalten    der  Anlage, und es zeigte sich, dass trotz sehr       guter        Isolation    infolge der auftretenden hohen       Resonanzspannungen    häufige Durchschläge       vorkamen.     



  Aus dein gleichen     CTrunde    machte auch  das Tasten einer solchen Anlage zum Zwecke  der Zeichengebung besondere     Schwierigkeiten.     Das Tasten durch einfache     Unterbrechung    der       Stromkreise    war von     vorneherein    ausgeschlos  sen. Man     ging    daher dazu über, das Tasten      nur durch Verstimmung der Antenne oder der       Transformatorenkreise    zu bewirken.

   Als ein  verhältnismässig gut brauchbares Verfahren  stellte sich heraus die Benutzung von eisen  geschlossenen Drosselspulen in einem der  Kreise mit einer     Gleichstromhilfsmagnetisie-          rung,    wobei der Taster im Gleichstromkreis  angeordnet war. Diese Anordnung hat jedoch  den Nachteil, dass in die Kreise noch eine  weitere erhöhte Selbstinduktion eingeführt  wird und ist zudem wegen grosser Verluste  nur für begrenzte Leistungen brauchbar.  



  Alle diese Schwierigkeiten können durch  die     nachstehend    beschriebenen Massnahmen  beseitigt werden,     durch    welche die in der  Maschine und den     Transformatorenkreisen    auf  tretenden gefährlichen     Spannungen    vermieden  werden dadurch, dass die     Induktanzen    durch  passende Ausbildung der Maschine selbst, des       Tastverfahrens    und der Transformatoren er  heblich herabgesetzt werden. Dies hat zur  Folge, dass nicht nur die Sicherheit der ganzen  Anlage erheblich gesteigert wird, sondern dass  auch eine Leistungssteigerung über die bisher  bei Grossstationen angenommenen Grenzen  hinaus ermöglicht wird.  



  Soweit zunächst die     Hochfrequenzmaschine     selbst in Betracht kommt, war ihre Leistungs  steigerung eben durch die bisher übliche Bau  weise als Hochspannungsmaschine begrenzt.  Diese hohen Spannungen bedingen eine     starke     Isolation der Ankerdrähte in den Nuten. Nun  aber steht für die einzelnen Nuten nur ein  sehr schmaler Raum zur Verfügung, von den  schmalen Nuten wird aber ein erheblicher  Teil für die Isolation beansprucht, so dass  man gezwungen ist, den Drahtquerschnitt klein  zu halten. Bei zunehmender Leistung der  Maschine muss man daber immer grössere  Kupfererwärmungen in Kauf nehmen.

   Der  Versuch, durch Verkleinerung des Luftspaltes  zwischen Rotor und     Stator    eine grössere     bIa-          schinenausnutzung    zu erreichen, führte nicht  zum Ziel, denn es besteht dann wieder die       Möglichkeit,    dass die Wicklung des     Stators,     wenn in ihr hohe Spannungen auftreten, über  dem Rotor     Kürzschlufa    erhält.  



  Gemäss der Erfindung wird nun die Wick-         lung    der     Hochfrequenzmaschine    sehr weit  gehend unterteilt und die einzelnen Teile der  induzierten     Ankerwicklung    derart parallel ge  schaltet, dass die in der Gesamtwicklung indu  zierte Spannung weit     unter    der für die Antenne  oder die     Frequenztransformatoren    notwendigen       Speisespannung    liegt, und nun wird mit der  Maschine ein besonderer Stromtransformator  mit für den Nutzwiderstand passender Über  setzung so verbunden, dass aus Maschine und  Stromtransformator ein neues Aggregat ent  steht, das die übliche Hochspannungsmaschine  ersetzt.  



  In beiliegender Zeichnung sind Ausfüh  rungsbeispiele des     Erfindungsgegenstandes    ver  anschaulicht:  In     Fig.    1 der beiliegenden Zeichnung ist  das allgemeine, an sich bekannte Schaltungs  schema einer     Sendereinrichtung    nach     vorlie-          genderErfindung    dargestellt. 1 ist     dieAntenne,     6 ist die     Hochfrequenzmaschine    und 7 der  dazu gehörige Stromtransformator. Die Steige  rung der Frequenz erfolgt in zwei Stufen  durch die     Frequenztransformatoren    2, 3 und  4, 5.

   In den einzelnen Kreisen liegen Ab  stimmittel 8 und 9,     bezw.    10, 11,     bezw.        1\_',     13, für die den einzelnen Stufen entsprechen  den Frequenzen; 14 ist der     Hilfsmagnetisie-          rungskreis    für die     Frequenztransformatoren,     der aus der Gleichstrommaschine 15 ge  speist wird.  



  Die aus Maschine 6 und Transformator 7  bestehende     Prirrrär-Hochfrequenzerzeuger-Ein-          richtung    ist in     Fig.    2 besonders dargestellt. Die       Maschine    besitzt beispielsweise einen     Stator     mit zwei Wicklungen.     Fig.        211    zeigt die beiden       Statorringe    mit den eingelegten Wicklungen  16-17 und den innerhalb der Ringe laufenden  Rotor im     Querschnitte,        Fig.        211    in Seitenansicht.       Fig.3    zeigt die beiden     Statorwicklungen    16-17  schematisch.

   Die     Wicklungen    sind unterteilt  und die einzelnen Teile parallel     a     die Primär  wicklung 18 des Transformators 7 ange  schlossen, der auf seinem geschlossenen Eisen  kern 20 noch die     Sekundärwicklung    19 trägt.  Die elektromotorische Kraft der Maschine ist  nur gleich der an einer Unterteilung 16     bezw.     17 erzeugten elektromotorischen Kraft. Der      Verbraucher, z. B. eine Antenne oder wie im  vorliegenden Fall der erste     Frequenztrangfor-          inator,    wird an die     Sekundärklemmen    der  Wicklung 19 angeschlossen.  



  Die Parallelschaltung lässt sich am besten  bei einer Maschine der sogenannten Induktor  type durchführen. Bei dieser Type können die       entstehenden    ausserordentlich grossen Strom  stärken, weil Schleifringe nicht vorhanden sind,  in Kabeln von starkem     Querschnitt    und ge  nügender Leitfähigkeit direkt dein Stromtrans  formator zugeführt werden. Der Transforma  tor wird ganz dicht an die     Naschine    heran  gebracht, so dass die Leitungen nur sehr kurz  ausfallen.  



  Im äussersten Falle     könnte    man bei der  vorliegenden Anordnung die Unterteilung der       Maschinenwicklung    so weit treiben, dass  jeder einzelne     Draht    parallel geschaltet ist.  Man wird jedoch zweckmässig die Untertei  lung im praktischen Falle nur so weit durch  führen, dass auf der einen Seite unter     mög-          lichster    Verringerung der Isolation die Anker  nuten möglichst vollständig durch Kupfer aus  gefüllt sind und dass auf der andern Seite  die     Maximalspannung    noch genügend unter der  Isolationsfestigkeit der so gebildeten Anker  wicklung bleibt.  



  Es ist ersichtlich, dass man durch die be  schriebene     Anordnung    eine bedeutende Stei  gerung der Leistungsfähigkeit einer Hoch  frequenzmaschine erzielen kann, gleichzeitig  bleibt aber auch die     Resonanzspannung    der  Maschine in geringen     Grenzen,    weil die ge  samte Selbstinduktion der     Hochfrequenzma-          schine    durch die weitgehende     Unterteilung     ausserordentlich klein geworden ist. Bei den  erwähnten Hochspannungsmaschinen versuchte  man die Resonanzspannung dadurch zu ver  kleinern, dass man Kondensatoren     zwischen     einzelne Teile der Wicklungen einschaltete.

    Bei der vorliegenden neuen Bauart sind der  artige Kondensatoren ganz überflüssig gewor  <I>den,</I> so     dass    auch wirtschaftlich ein erheblicher  Fortschritt erzielt ist, da die erwähnten Kon  densatoren zu den Kosten einer Hochfrequenz  maschinenanlage einen grossen Teil     beitrugen.     



  Durch diese neue Einrichtung der Hoch-         frequenzmaschine    ist bereits eine erhebliche  Leistungssteigerung der ganzen Anlage mög  lich geworden, wollte man aber hierbei das  übliche     Tastverfahren    mit Hilfe der erwähnten       hilfsmagnetisierten    Drosselspulen     bertuzten,     so würde man den erzielten Vorteil zum     grossen     Teile wieder in Frage stellen. Diese Drossel  spulen ergeben nämlich einen enorm grossen  Energieverlust, wenn man sie für grosse Lei  stungen     anwenden    will.

   Die eisengeschlos  senen Drosseln haben infolge ihrer sehr hohen       Arnpere-Windungszahl    pro     Centimeter    Kraft  eine sehr hohe Induktion     i,r    Eisen,  die den Verlust hervorbringt. Versuche haben  zum Beispiel gezeigt, dass ein geschlossener  Eisenring von ca.     2l10        nrm    0 und 20     ems    Quer  schnitt bei etwa 20,000 Perioden und 100       Arnpere-Windutrgerr    (2     Windungen    und 50  Ampere) schon einen Verlust von ca. 9     KW     ergibt, dabei ist der Betrag der Selbstinduk  tion einer     derartigen    Spule nur ca.

   7000 cm,  ein Betrag, der viel     zrr    klein ist, um bei  grossen Energien eine     durchgreifende    Verstim  mung zum     Zwecke    des     Zeichengebens    hervor  zurufen.     Wenn    man beispielsweise annimmt,  dass für eine bestimmte     Anlage    eine Drossel  schort von 100,000     cm    erforderlich ist, so müssten  ca. 14 Drosseln obiger Dimensionen in Reihe  geschaltet werden, und in,-in hätte dann einen  Verlust von ungefähr 130     KW.     



       Cxernäss    einer     Ausführungsform    der Erfin  dung wird nun nicht mehr eine besondere  Drosselspule benutzt, sondern unmittelbar der  für die Stromumformung mit der     Alaschine     verknüpfte Transformator 7. Ein     Schema     hierfür zeigte beispielsweise     Fig.    4, worin der  Transformator<B>7</B>     inrt    einer dritten Wicklung  21 versehen ist, die von einer Gleichstrom  batterie 22 über den Taster 23 gespeist wird.

    Dadurch, dass     nutzmehr    ein Starkstromtrans  formator, der zur Übertragung der vollen  Energie des Senders zwischen dem Primär  erzeuger und dem Verbraucher eingeschaltet  ist, zum Tasten benutzt wird,     .fallen    die er  wähnten Verluste fort.

   Bei einem     solchen          Transformator        init    geschlossenem Eisenkern,  der Primär- und     Sekundärwicklung    besitzt,  lieben sich die     Ampere-Windungen    auf beiden      Seiten im wesentlichen auf, und die Induktion  im Eisen ist nur gegeben aus der     Transfor-          matorspannung,    dem Querschnitt und der       Windungszahl.    Durch passende     Dimensionie-          runkönnen        demnach    die Verluste fast be  liebig klein gehalten werden.

   Es hat sich  gezeigt, dass man mit einer ganz kleinen  Gleichstromsättigung, entsprechend nur weni  gen     Ampere-Windungen    pro     Centimeter        Kraft-          linienlänge,    eine ausserordentlich grosse     Permea-          bilitätsänderung    des Eisens und demzufolge  eine starke Beeinflussung des     Selbstinduk-          tionswertes    der     Wechselstromwicklung    er  reichen kann.  



  Bereits bei der Anwendung der erwähnten  Drosselspulen zeigt sich der Übelstand, dass  in der     HilAmagnetisierungswicklung    hohe       Wechselstromspannungen    induziert werden,  die für die darin eingeschalteten Apparate       gekihrlich    werden können. Man hat daher  bei den Drosselspulen vorgeschlagen, diesel  ben paarweise anzuordnen mit hintereinander  geschalteten     Wechselstromwichlungen,    aber  gegeneinander geschalteten Gleichstromspulen,  so     class    sich die     Hochfrequenzspannungen    in  letzteren aufheben. Auch bei der vorliegenden  Anordnung ist es zweckmässig, den zum  Tasten benutzten Transformator doppelt an  zuordnen, wie dies     Fig.    5 zeigt.

   Die aus der       11Taschine    6     kommenden    Ströme durchlaufen  die beiden     hintereinander    geschalteten Primär  wicklungen zweier Transformatoren 72 und 76.  Die     Sekundärwicklungen    sind ebenso hinter  einander     geschaltet,    während die Gleichstrom  wicklungen 212 und 216 auf den Kernen im  entgegengesetzten     Wicklungssinne    gewickelt  sind.     Fig.    6 zeigt die Ausführung dieser       Wicklungen    auf den beiden Kernen.

   Die  beiden Transformatoren sind daher einem       Frequenztransfurmatorpaar    ähnlich, nur mit  dem Unterschiede, dass der     Wicklungssinn    ein  anderer ist. Während nämlich bei einem       Frequenztransforinatorpaai-    entweder die     pri-          m < ii-en    oder die     sekundären        -#Vechselstrom-          wicklungen    entgegengesetzt gewickelt sein  müssen,

   haben bei den vorliegenden Trans  formatoren nur die     Gleichstromwicklungen          entgegengesetzten        Wicklungssinn.    Eine Fre-         quenzumwandlung        findet    daher nicht statt,  sondern nur die gewünschte     Spannungs-    oder  Stromumformung. Beide Transformatoren zu  sammen sind so dimensioniert wie der     Stron.i-          transformator    7 nach     Fig.    3.  



  Es ist nicht notwendig, für diese     Tast-          zwecke    unmittelbar den     StrointransfQi-matoi-          des        Hochfrequenzerzeugungsaggregates    zu be  nutzen, sondern man kann auch einen beson  deren     Starkstromtransformator    eventuell mit  dem Übersetzungsverhältnis 1:1 an     einer     andern Stelle der Anlage einschalten. Zweck  mässig geschieht dies unmittelbar vor der  Antenne, wie     Fig.    7 zeigt.

   Hier sind zwei       Tasttransformatoren    72 und 76 zwischen     dein     letzten     Frequenztransformatorenpaar    2, 3 und  der Antenne 1 vorgesehen.  



  Es hat sich bei     Hochfrequenzniaschinen-          sendern    für drahtlose Telegraphie als zweck  mässig herausgestellt; ausser der Antenne noch  einen zweiten nicht strahlenden Kreis vorzu  sehen, der in den     Zwischenpausen    als Ballast  kreis die Energie     aufnimmt,    um auf diese  Weise eine gleichbleibende Belastung der       Haschine    zu erzielen und damit die     Touren-          schwankungen    beim Tasten zu vermeiden.

         Neun    mau bei     dieser        Anordnung    mit Ballast  kreis den     Tasttransforinator    nach     Au@fiib-          rungsform    der Erfindung anwendet, so hat  man auch den     Tasttransformator    doppelt an  zuordnen, wie das     Fig.    8 zeigt.     AIan    stattet  zu diesem Zwecke ein     Frequenztransformator-          aggregat    4, 5 mit zwei     Sekundärwicklungen     aus, von denen die eine die Energie zur An  tenne 1 und die andere zum     Ballastkreis    24  liefert.

   In beiden Wegen für die Energie  ist je ein     Tasttransformatorpaar        252,        25'',          bezw.    262, 266, angeordnet, wobei die     Gleich-          stromwicklungen    dieser Aggregate über den  Taster 23 so mit der Stromquelle 2? verbun  den sind, dass abwechselnd das eine oder das  andere     Aggregat        beeinflusst    wird.     Jin    Energie  wege zur Antenne kann ein weiterer Frequenz  trausformator 2, 3     vorgesehen    sein.  



       Sämtliche    benutzten Transformatoren, näm  lich die Stromtransformatoren 7     bezw.        7@    und  76, die     Frequenztransformatoren    2, 3, 4, 5  und die     Tasttransformatoren    25, 26 sind Hoch-           frequenztransformatoren.    Wie bereits in der  Einleitung erwähnt; ist man bei der Konstruk  tion der Transformatoren auf Grund der Regeln  des     Transformatorenbaues    zu einer Bauart mit  sehr wenig Eisen und     verhältnismüssig    vielen  Windungen gekommen.

   Wenn man nämlich,  wie im     Transformatorenbau,    bei Entwurf der  Transformatoren eine Verteilung zwischen  Kupfer- und Eisengewicht vornimmt, um     zum     besten     Wirkungsgrade    zu     gelangen,    so wird  man gerade bei     Hochfrequenztransformatoren     von der     Überlegung    sich leiten     lassen,    dass  das Eisen bei Hochfrequenz ausserordentlich  viel     grössere    Verluste hat als bei Niederfre  quenz; hieraus ergibt sich, dass für den Hoch  frequenztransformator das     Eisengewieht    auf  Kosten des Kupfergewichtes möglichst ver  ringert werden muss.

   Bei einer bestimmten  Induktion im Eisen wird aber bei einer Ver  ringerung des Eisengewichtes die     Windungs-          zahl    immer grösser. Besonders ist das der  Fall bei     Frequenztransformatoren,    bei denen  man mit Rücksicht auf den     Verdopplungs-          effekt    mit magnetischer     Sättigung    im Eisen  arbeiten muss.

   Es haben zwar die nach diesen  Gesichtspunkten gebauten     Hochfrequenztrans-          formatoren    einen guten Wirkungsgrad ergeben,  sie zeigten aber infolge der grossen Selbst  induktion, wie oben erwähnt, eine sehr holte  Resonanzspannung und ferner den weiteren  Übelstand, dass die Herstellung sehr kostspielig  war, weil man mit. Rücksicht auf die Unter  bringung der vielen Windungen einen ver  hältnismässig grossen Durchmesser der Eisen  bleche erhielt.  



       Uin    jeden überflüssigen Verlust zu ver  meiden, ging man dazu über, diese Trans  formatoren als geschlossene Kerntransforma  toren ohne Stossfuge zu bauen, und man  machte die Bleche gewöhnlich kreisrund, wo  bei die Wicklungen über den ganzen     Umfang     verteilt wurden. Diese Bauart hat aber im       Gegensatze    zu den     Kerntransformatoren    für  Niederfrequenz, bei denen man die Kerne und  Joche für sich stanzt, deswegen eine enorme  Verteuerung zur Folge, weil beim Stanzen  der Bleche als Ganzes sich viel Abfall ergibt,  was um so mehr ins Gewicht fällt, da die         ausserordentlich    dünnen Bleche an sich schon  sehr teuer sind.  



  Weitere Überlegungen haben aber nun  gezeigt, dass man bei diesen Transformatoren  bei     gegebenem    Eisengewichte den     Durchmesser     der Bleche und den     Kernquerschnitt    so ver  ändern kann, dass die einmal für den besten  Wirkungsgrad ermittelte Bemessung des Ver  hältnisses zwischen Eisen und Kupfer keine  Änderung erfährt. Verkleinert man zum Bei  spiel den Durchmesser der Bleche auf die  Hälfte, macht aber den Querschnitt doppelt  so gross, so braucht (las     Eiengewieht    sich  nicht zu ändern. Auf die     Wieklung    hat das  den     Einfluh,    dass die     Windungszahl    etwa auf  die Hälfte reduziert wird.

   Die Länge einer       Windung    wird dagegen vergrössert, etwa dop  pelt so gross, so     dass    auch das Kupfergewicht  sieh nur     unerheblich    ändert. Nach einer wei  teren     Ausführungsform    der Erfindung werden  die     Transformatoren    daher mit so kleinen  Durchmessern und so grosser Eisenhöhe ge  baut, dass die     \V        indungslänge    grösser wird  als der     Kraftlinienweg.    Hierbei kommt man  zu Blechgrössen, bei denen eine verhältnis  mässig billige Herstellung des Transformators  gesichert ist.

   Die     Windungszahl    wird wieder  erheblich verkleinert, so dass auch die Reso  nanzspannung auf solche Betrüge heruntergeht,  wie sie für grosse Leistungen ohne Gefähr  dung der Anlage gefordert werden     müssen.     



  In     Fig.    9 und 10 ist ein solcher Transfor  mator im Längs- und Querschnitte veranschau  licht. Der     Eisenkern    besteht aus den kreis  förmigen Blechen 27, die zu     einzelnen    Paketen  28 aufeinander geschichtet sind. Zwischen  den einzelnen Blechpaketen sind     Isalations-          stäbe    29     eingefügt.    Der ganze Eisenkern ist  somit aus einer grossen Anzahl von Blech  paketen zu einem Zylinder von beträchtlicher  Höhe aufgebaut. Die Drahtwindungen werden  durch die     Innenöffnung    der Bleche hindurch  geführt, die gerade     v,)n    der Wicklung ausge  füllt werden.

   Die Höhe des Eisenkernes ist  etwa doppelt so gross als der     mittlere    Durch  messer der Bleche und die mittlere     Windungs-          länge    einer Wicklung etwa fünf mal so gross  als der     kreisförmige        Kraftlinienweg.    Derartige      Verhältnisse der     Dimensionen    ergeben sich  etwa     hei    einem Transformator für eine Lei  stung von 100     KW.    Mit zunehmender Lei  stung wird bei diesen Transformatoren die  Eisenlänge und. dadurch die     Wicklungslänge     immer grösser.  



  Durch Anwendung der Isolationsstäbe 29  zwischen den     Blechpaketen    ist die     Möglichkeit     einer     Zirkulation    von 01 als     Kühlflüssigkeit     in der     Querrichtung    des Transformators ge  schaffen. Ebenso werden auch zwischen den  einzelnen Drähten 30 der     Wicklung    in den  einzelnen     Wicklungslagen    freie Räume vor  gesehen, so     dass    auch eine vorzügliche Küh  lung der einzelnen Drähte durch das     Ö1    er  reicht ist.  



  Durch die beschriebene Anordnung der       Maschine,    der Transformatoren und der     Tast-          einrichtung    ist erreicht, dass eine Gefährdung  der Anlage     dureh    plötzlich auftretende zu  hohe     Spannung    bei Energieänderungen, z. B.  beim Tasten, nicht mehr zu befürchten ist.  Beim     _plötzlichen    Ein- und Ausschalten ein  zelner Teile der Anlage könnte jedoch unter       Umstünden    noch eine Gefährdung eintreten.

    Dies ist dann der Fall, wenn beispielsweise  die     (Tleichstromerregung    der     Frequenztrans-          formatoren    ausgeschaltet würde, wenn die       Hochfrequenzmaschine    noch ihre volle Span  nung besitzt. Da die     Frequenztransformatoren     in     diesrin    Falle eine Verdopplung der Frequenz  nicht     mehr    aufweisen, so würde die Maschine  auf einen abgestimmten Kreis arbeiten, der  infolge der niedrigen     Induktanzen    einem direk  ten     Kurzschluss    entspricht.

   Es werden daher  nach einer weiteren Ausführungsform der Er  findung die Hauptschalter der einzelnen Kreise  so voneinander abhängig gemacht, dass nur  eine     z;:#angsläufi--e    Ein- und Ausschaltung in  bestimmter Reihenfolge möglich ist. In     Fig.11     ist     buspielsweise    31 der Hauptschalter der       Wechselstrommaschine    im     Speisekreise    für den  ersten     Frequenztransformator,    32 der Schalter  für die     Gleiclistroinerregung    der Frequenz  transformatoren.

   Die     Erregerwicklung    33 der       Hochfrequenamasehine    ei-hält ihren     Strom    aus  einer     CTleichstroinquelle    34 über den Regu-         lierwiderstand    35 und den Schalter 36, während  die Erregung 37 der den     Hilfsmagnetisierungs-          strom    liefernden     Dy        naino    15 über den     Wider-          derstand    38 und Schalter 39 gespeist.

       wird.     Die vier Schalter 31, 32, 36, 39 sind     dann     zwangsläufig derart miteinander verbunden,  dass beim Einschalten der Anlage zuerst der       Hochfrequenzstromkreis    durch     clen    Schalter 31  geschlossen wird, dann der     Nagnetisierungs-          stroin    für die     Frequenztransformator    en durch  den Schalter 32, dann die Erregung der Ma  schine 15 durch den Schalter 39 und schliess  lich erst die     Hochfrequenzerregung    33 durch  den Schalter 36 veranlasst wird. Der Vorgang  beim Ausschalten der Anlage geschieht dann  in umgekehrter Reihenfolge.

   Hierbei wird  ferner noch Vorsorge     getroffen,    dass die Höhe  der     Hochfrequenzerregung    in einem gegebenen  Augenblicke zur Erregung der     Frequenztrans-          formatoren    in einem bestimmten Verhältnis  steht,     derart,    dass die     Hochfrequenzspannung     der Maschine zu der jeweilig erreichten Ver  dopplungswirkung der     Frequenztransforma-          toren    in solchem Verhältnis steht; dass der  Wechselstrom über eine gewisse Grenze nicht  anwachsen kann. Um dies zu erreichen, wer  den die beiden Regulierwiderstände 35 und 38  ebenfalls in eine passende     Abhängigkeit    zu  einander gebracht.

    



  Es hat sich ferner beim Betriebe einer  derartigen     Hochfrequenzanlage    gezeigt, dar,  bei gewissen     Frequenzbelastungen    die Be  dingungen unstabil werden. Eine geringfügige  Änderung der Tourenzahl oder die Spannung  der     Hochfrequenzmaschine    genügt, um den  Strom im     Maschinenkreise        sprungweise    zu  lindern. Infolgedessen schwankt auch die  Energie der ausgesandten Wellen und damit  die Belastung der Maschine     sprungweise,    so  dass ein geregelter Betrieb nicht möglich ist.

    Es hat sich herausgestellt, dass diese Schwierig  keit vermieden werden     kann,    wenn     man    den       Maschinenkreis    nicht genau auf die Maschinen  frequenz, und die     Zwischenkreise    nicht genau  auf das     entsprechendeVielfaclie        der'Maschinen-          frequenz    abstimmt.

   Besonders günstig ist es,  wenn die     Frequenz    des     llaschinenkreises    und  die Frequenz der     Zwischenkreise    kleiner ist      als die     Maschinenfrequenz,    beziehungsweise  das entsprechende     Vielfache.    Ferner ist e  für die Konstanz des Betriebes besonders  günstig, wenn man die     Frequenz    der     Antenne     grösser macht als das für sie bestimmte Viel  fache der     Maschinenfrequenz.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Hochfrequenzrnaschinensender für draht lose Telegraphie und Teleplionie, bei dem die für die Antenne bestimmten Hochfrequenz ströme durch eine Prirnär-Erzeugermaschine und eine oder mehrere Stufen von Frequenz transformatoren hervorgebracht werden, ge kennzeichnet durch die Verwendung einer Hochfrequenzmaschine mit so weitgehender Parallelschaltung der Ankerwicklung in Grup pen, dass die induzierte Spannung weit unter der Gebrauchsspannung liegt, in Verbindung mit einem Stromtransformator, dessen Über setzung nach der Grösse des Nutzwiderstandes bemessen ist.
    UNTERANSPRüCHE 1. Hochfrequenzmaschinensender nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Beeinflussung der erzeugten Ströme zurr Zwecke des Zeichengebens durch eine Hilfs- magnetisierung des Stromtransformators erfolgt.
    2. Hochfrequenzrnaschinensender nach Patent anspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Beeinflussung der Energie dienende Transforrnatoreinrich- tung aus je zwei Teilen bestehende 'ick- lungen besitzt, wobei die primären und sekundären Wicklungsteile je hintereinan der geschaltet, die Hilfsmagnetisierungs- wicklungsteile gegeneinander geschaltet sind, um die in letzteren induzierten Hoch frequenzspannungen aufzuheben.
    11. Hochfrequenzmaschinensender nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Beeinflussung der Energie ein besonderer doppelteiliger, hilfsmagnetisierter Stark- stronitransforrnator zwischen dem letzten Hochfrequenzsteigerungsaggregat und der Antenne angeordnet ist.
    4. Hochfrequenzrnaschinensender nach Patent anspruch, dadurch gelzeunzeichnet, dass zum Zeichen-,eben ausser der Antenne ein Ballastkreis zur Aufnahme der Energie in den Pausen mit der Anlage verbunden ist, und dass hilfsmagnetisierte @tarkstromtrans- formatoren zur Bceiiiflcissung der Energie sowohl in dem Wege zur Antenne wie in dein Wege zu dem Ballastkreis angeordnet sind,
    wobei die Taten durch wechselweise Einscbaltung der Hilfsmagnetisierungen dieser Trausforrnatoren erfolgt. 5. Hochfrequenzmaschinensender nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei den benutzten Hochfrequenztr < ansforrnatoren bei gegebenere Eisengewicht und gegebener Induktion der Durchmesser des Eisenkör pers möglichst klein, der Querschnitt aber möglichst grof;
    , gemacht wird, derart, dass die Windungslänge grösser wird als der Kraftlinienweg, zum Zwecke, die Blech grösse und damit den Preis der Transfor matoren und die Windungszahl und damit die Resonanzspannung verringern zu können.
    6. Hochfrequenzmaschinensender nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalteinrichtungen für den Hochfrequenz- maschinenstrom, den Gleichstrombreis der Frequenztransformatoren und die Erreger kreise der Hochfrequenzmaschine und der CTleichstronmraschine für die Hilfsmagneti- sierung der Frequenztransfornratoren so voneinander abhängig gemacht sind,
    dass beim Einschalten der Anlage zuerst der Hochfrequenzstrom, dann der Magnetisie- rungsstrom für die Transformatoren, dann die Erregung der Gleichstrommaschine und schliesslich die Hochfrequenzerregung einge schaltet werden, während beim Ausschal ten die unrgel,#ehr-te Reihenfolge eingeschal ten wird.
    7. Hoclrfrequenznraschinensender nach Patent anspruch und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Erregungen der Hilfsrnagnetisierringsdyrramo für die Fre- quenztransformatoren und der Hoelrfre- quenzmaschine zwangsläufig stets in einem solchen Verhältnis stehen,
    dass der Hoch- frequenzstrom über einen dem jeweiligen Verdoppelungszustande der Frequenztrans- formatoren entsprechenden Betrag nicht hinauswachsen kann. B. Hochfrequenzmaschinensendernach Patent anspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Kreis der Hoch- frequenzmaschine und die Zwischenkreise gegenüber der 1U@ aschinenfrequenz, bezie hungsweise dem jeweiligen Vielfachen der- #elben, verstimmt sind.
    9. Hochfrequenzmaschinensender nach Patent anspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Frequenz des 3Ia- schinenkreises und diejenige der Zwischen kreise kleiner ist als die 31aschinenfre- quenz, beziehungsweise das entsprechende Vielfache derselben. 10. Hochfrequenzmaschinensender nach Pa tentanspruch und dein Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Eigen frequenz der Antenne höher ist als das für sie bestimmte Vielfache derATaschinen- frequenz.
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