Verfahren und Werkzeug zum Vorschneiden und zugleich Fertigschneiden von
Zahnrädern nach dem Abwilzpriiizip.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Ver fahren und ein Verkzeug zum Vorschneiden und zugleich Fertigschneiden von Zahnrädern nach dem Abwälzprinzip. Die Erfindung ist besonders bei Zahnrädern nach dem sohwei- zerischen Patent Nr. 79369 verwendbar, bei denen die Sehnittlinien der Zahnseiten mit der Teilfläche (dem Teilzylinder, beziehungs weise dem Teilkegel) in einer Ebene, die nachstehend als gedachte Teilebene oder kurz Teilebene genannt wird, abgewickelt, kongruente Teile von gleichlaufenden verlänger- ten Zykloiden, Hypozykloiden und Epy- zykloiden bilden.
Diese Zahnräder werden gemäss dem genannten Patent nach dem Abwälzprinzip mittelst eines Schneidewerkzeuges hergestellt, dessen Kennzeichen darin besteht, dass das Werkzeug mit einer geraden Anzahl Schneidezähnen versehen ist, deren Profil, was den schneidenden Teil betrifft, dem halben Zahnprofil einer gedachten Erzeugungs- zahnstange oder eines gedachten Erzeugungs- planrades entspricht, und die derart ange- bracht sind, dass ihre in der Teilebene auf einer und derselben Kreislinie gleichförmig-verteilt liegen, während sie derart gestellt sind. dass.
was den sehneiden- den Teil des Profils betrifft, jeder zweite Zahn der Aussenseite und jeder andere Zahn der Innenseite des Profils eines Zahnes der Er- zeugungszahnstange, beziehungsweise des Erzeugungsplanrades entspricht. Die Schneide xähne sind. was die schneidenden Teile betrifft, als stumpfe Kei. le mit geraden Rän- clern geformt. wie dies bei der Herstellung von Zahnr#dern nach dem Abw#lzprinzip allgemein #blich ist.
Die Herstellung der Zahnr#der findet dabei derart statt, da# das oben genannte Schneidewerkzeug und das Radwerkst#ck in eine gleichf#rmige Drehbewegung um ihre bez#glichen Achsen versetzt werden und gleichzeitig zwischen dem Radwerkst#ck und dem eine diese Teile aneinander vorbeiführende relative Rollbewe- gung besteht, die dem Abwälzen des herzustellenden Zahnrades an seiner Erzeugungs- zahnstange oder seinem Erzeugungsplanrad entspricht.
Das Ausformen der sämtlichen Zahnl#cken geschieht dabei in einem einzigen, kontinuierlichen Arbeitsvorgang, indem s#mt- liche Zahnlücken zuerst angeschnitten und im weiteren Verlaufe des Arbeitsvorganges gleichm##ig und allm#hlich vertieft werden.
Bei der praktischen Ausführung dieses Verfahrens hat es sich nun herausgesetllt, dass die. Schneidezähne, besonders diejenigen, welche die konvexen Seiten der bogenförmi- en Zähne ausformen, nur mit Schwierigkeit in das Radwerkst#ck eindringen lönnen, was eine Folge der Unm#glichkeit ist, den Schneidezahn derart praktisch formen zu können, dass auch der der Schneide entgegenstehende Rand des Profils gut schneidend wird.
Dieser Umstand hat zur Folge, einer seins, dass die erzeugten Zahnseiten weniger genau ausfallen. und anderseits, dass Brüche in den Schneidezähnen, besonders beim Schneiden harten Materials, wie z. B. Stahl, ent@tehen k#nnen.
Diese #belst#nde werden bei dem erfin dung@gem##en Verfahren dadurch beseitigt, da# ein Schneidewerkzeug obiger Art ver- wendet wird. bei dem Vorschneidezähne, an sind. sind. deren Sehneiden in der Teil webers sowohl unter sich, als auch gegen#ber den Schneiden der Fertigsehneidezähne ver schiedenweitvonderAchse des Schneide werkzeuges entfernt sind.
Demgem## wird das Radwerkst#ck bei der relativen Roll- bewegung zwischen demselben und dem Schneidewerkzeug bei dem Vorschneiden jeder Zahnl#cke zun#chst mit den Vor- schneidez#hnen in Ber#hrung gebracht, wel- -ehe die Zahnl#cken kontinuierlich und an n#hernd ausschneiden, wobei der nicht- schneidende, Teil des Profils der Fertig- schneidezähne durch die derart vorgeschnittenen Zahnlücken frei hindurchgeht und die Fertigschneidez#hne nur die Zahnseiten mit- telst des dafür bestimmten Teils des Profils fertig zu schneiden brauchen.
Um die Grosse der Schneiden der Vorschneidezähne zu vermindern und die Schnittgeschwindigkeit zu vergr##ern, empfiehlt es sich, die Vorsehneidezähne paarweise anzuordnen, wobei die Anzahl der Vorschneidezähne zweck- mässig gleich der halben Anzahl der Fermi"- schneidez#hne gew#hlt werden kann. Die gegenseitige Stellung der Schneiden der Vor- schneidezähne und der Fertigschneidez#hne ist derart gew#hlt,
da# bei der Drehung des Radwerkst#ckes und des Schneidewerkzeuges um ihre bezüglichen Achsen die Entfernung der von den Schneiden der Vorschneidezähne in der Teilebene beschriebenen Kurven von der L#ngsmittellinie der Zahnl#cke geringer ist als diejenige der diese Zahnl#cke begren- zenden. von den Schneiden der zugehörigen Fertigschneidez#hne beschriebenen Kurven.
Das zur Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens dienende Werkzeug besitzt demnach einerseits Vorschneidez#hne, von denen die einen dazu bestimmt sind. die konkaven Zahnseiten des Radwerkst#ckes vorzuschneiden und sich in grösserer Ent fernung von der Achse des Werkzeuges als die andern Vorschneidezähne befinden. die dazu bestimmt sind, die lionvexen Zahnseiten des Radwerkstückes vorzuschneiden, und anderseits eine Anzahl von paarweise angeordneten Fertigschneidezähnen.
deren Sehneiden in gedachten Teilebene auf einem zu der Achse des jerk- zeuges konzentrischen Kreise gleichf#rmig verteilt sind und sieh innerhalb der Schnei- den der Vorschneidezähne befinden.
Es empfiehlt sich, die Vorschneidez#hne. die lediglich das vorbereitende, geringe Ge nauigkeit. erfordernde Vorschneiden der Zahnlücken auszuführen haben, so nahe wie möglich den zu erzeugenden Zahnseiten an zuschliessen, so dass die Arbeit der Fertig schneidezähne nur auf das schliessliche Fer tigschneiden beschränkt wird. Dadurch wird der Verschleiss der Fertigschneidezäline ver- mindert und die Genauigkeit der erzeugten Zahnform vergrössert.
Ferner ist zu bemer ken, dass die Anzahl der Vorsehneidezähne im Verh#ltnis zu der Anzahl der Z#hne des herzustellenden Zahnrades mit Vorteil derart zu w#hlen ist. da# die genanuten Zahlen keinen gemeinsamen Faktor enthalten, so da# ein und derselbe Vorschneidezahn bei zwei aufeinanderfolgenden Umdrehungen des Radwerkst#ckes nicht durch dieselbe, sondern eine benachbarte Zahnlücke hindurchgeht,
weil andernfalls nicht sämtliche Zahnseiten von den Vorschneidezahnen bearbeitet wer- den würden. Am einfachsten kann man die- cr Bedingung entsprechen, indem man als Anzahl der Vorsehneidezähne eine Primzahl wählt. Dadurch, dass die Anzahl der Vorschneidezahl eine Primzahl bildet, wird es somit möglich, alle Zähnezahlen mit Ausnahme derjenigen herzustellen, die ein Vielfaches der Primzahl ausmachen.
Durch zwei von denen das eine zum Beispiel elf Vorschneidezähne und das an dere zum Beispiel dreizehn derartige Z#hne enthalt, kann man somit sämtliche Zähne- zahlen mit Ausnahme nur einer Zahl, näm li (li 11 @ 13. herstellen. Es empfiehlt sich auch, die Anzahl der Fertigschneidezähne in Übereinstimmung mit der der Vorschneide z#hne zu w#hlen, und zwar ist die Anzahl der Vorschneidezähne mit Vorteil halb so gro# wie die Anzahl der Fertigschneidezähne, beziehungsweise gleichgross der Anzahl der der der Fertigsehneidezähne.
Der Erfindungsgegenstand ist in den Zeichnungen schematisch dargestellt.
Fig. 1 ist ein Schnitt in der Teilebene der gedachten Erzeugungszahnstange für ein Stirnrad mit bogenförmigen Zähnen nebst dem Schneidewerkzeug gemäss Erfindung ;
Fig. 2 ist ein ähnlicher Schnitt für ein mit dem Stirnrade gemäss Fig. l in Eingriff wu kommen bestimmtes Stirnrad nebst dem zugeh#rigen Schneidewerkzeug:
Fig. 3 bis 66 veranschaulichen die Herstellung eines Stirnrades mittelst eines Schneidewerkzeuges nach der Erfindung, wobei die Figurengruppen 3 bis l0, 11 bis 19, 19 bis 26,27 bis 34,35 bis 42, 43 bis 50.
51 bis 58 und 59 bis 66 verschiedene Stufen der Herstellung zeigen. Die vier obern Fi guren jeder Gruppe zeigen achsiale Schnitte des Sehneidewerkzeuges und Endansichten des Zahnradwerkst#ckes, w#hrend die vier mntern Figuren jeder Gruppe Draufsichten des Schneidewerkzeuges darstellen;
Fig. 67 ist ein Sclnitt in der Teilebene eines gedachten Erzeugungsplanrades für ein Kegelrad mit bogenförmigen Zähnen nebst einem Schneidewerkzeug napel der Erfindung :
Fig. 68 ist ein ähnlieher Sehnitt fiir ein mit dem Kegelrade gem## Fig. 67 ir Eingriff zu kommen bestimmtes Kegel rad mit dem zugehörigen Schneidewerkzeug.
In Fig. 1 und 2 bezeichnet A--B--C--D die Teilebene der Erzeugungszahnstange, und es wird angenommen, da# in jener Ebene ein Kreis c auf der Linie L--L in der des cles Pfeils P rollt, wobei der Kreis den Rollkreis des Schneidewerkzeuges bildet.
Da es es sich hier um das Schneiden von bogen förmigen Zähnen handelt, von denen jeder eine convexe und eine konkave Seite aufweist, so m#ssen mindestens zwei Fertigschneidez#hne vorhanden sein. das hei#t dieselben m#ssen paarweise vorgeschen sein. Bei der gezeigten Ausf#hrungsform ist das Schneide- werkzeug mit vier Paaren von Fertig schneidez#hnen verschen, deren Schneiden in der Teilebene auf einem zu dem Rollkreise c konzentrischen Kreise mit dem Halbmesser R gleichf#rmig verteilt sind.
Die zum Schnei- den der konkaven Seiten der Zähne bestimm- ten Fertigschneidez#hne sind mit S@ und die zum Schneiden der konvexen Zahnseiten mit S@ bezeichnet. Bei dem Rollen des Kreises c auf der Geraden L--L beschreiben die Schneiden jedes Paares der Fertigschneide z#bne S@, Sv in der Teilebene A--B--C--D kongruente Teile gleichlaufender. verl#nger- ter Z@vkloiden Z1. Z2. deren Teile im Ver hältnis zueinander ein Stück versetzt sind. das der Teilung des Rollkreises c entspricht und die Schnittlinien der Zähne der Erzeugungszahnstange mit der Ebene A--B--C--D darstellen.
Bei der in Fig. 1 und 2 dargestellten Aus fiihrlolgslorm des Werkzeuges sind zwei Paare von Vorschneidez#hnen angeordnet. von denen die zum Vorschneiden der kon- kaven Zahnseiten bestimmten Zähne mit Fr, während die zum Vorschneiden der konvexen Zahnseiten bestimmten Zähne mit Fx be zei@hnet sind. Die Schneiden der Vor- schneidez#hne Fx sind in der Teilebene -B-C-D an zwei diametral entgegen- stehenden Stellen eines zu dem Rollkreise c konzentrischen Ereises mit dem Halbmesser R1 angebracht,
der grösser als der Schwingungshalbmesser R der Schneiden der Fer tig@@hneidez#hne Sv, Sx ist. In ähnlicher sine sind die Schneiden der Vorsehneide z#hne Fv in der Teilebene A--B--C--D an zwei diametral entgegenstehenden. im Ver hältnis zu den Stellungen der Vorschneicle zäbne Fx um 90 # versetzten Stellen eines zu dem Roll-reine c konzentrischen Kreises mit dem Halbmesser-Rs angebracht, der sei ner.-eits grösser als der Schwingungshalb messer R1 der Schneiden der Vorschneidezähne Fx ist.
Dadurch wird erreicht, da#, wie unten näher besehrieben wird, die Vor schneidez#hne len Wetg einander und den nachfolgenden Fertigschneidez#hnen bahnen, so da# die nicht schneidenden Teile der Zähne frei hindurclygehen.
Bei dem Rollen des Isreises c auf der Linie L-L beschreiben offenbar auch die Schneiden der Vorschneidez#hne Fx, Fv in der Teilebene.-1-B-C-D Teile von ver l#ngerten Zykloiden Za, bezw. Z4, deren Stel- lung in jener Ebene im Verhältnis zu den entsprechenden Teilen der Zykloiden Z1 und Z von der Grösse der Schwingungshalbmes- ser J ? i und R2 im Verhältnis zu dem Halb- meer.B.unddemperipherischenAbstande zwi-chen den Schneiden der Vorschneidezähne und der Fertigschneidezähne abh#ngt.
Durch geeignete Wahl dieser Verhältnisse wird erreicht, da#, wie aus Fig. 1 und 2 hervorgeht, die Teile der Zykloiden Z@ und Z4, die ich in der Ebene A--B--C--D befinden, innerhalb der fiir die Zahnlücken bestimmten Räume zu liegen kommen, indem die Ent fernung der von einem Vorsehneidezahn in der Teilebene beschriebenen Zykloide von der L#ngsmittellinie der zu sc#neidenden Zahn- l#cke kleiner ist als die Entfernung der diese Zahnlücke in der Teilebene begrenzenden, von der zugehörigen Fertigschneide-Zahnschneide beschriebenen Zykloide.
In den Fig. 3 bis 66 sind das Schneide werbzeug mit IF, die zugehörigen Scheidezähne mit Ff,F.'',bezw. < S,jS.cundihre Sehwingungshalbmessermit-R,,bezw.7 ?. bezeichnet. Das Radwerkst#ck ist mit FI bezeichnet.
Das Sehneidewerkzeug TV besitzt, wie in Fig. 1 und 2, vier Paare von Fertigschneidezähnen und zwei Paare von Vor- schneidez#hnen. Die Schneiden der Zähne sind sehraffiert. Das Schneidewerkzeug dreht sich mit gleichförmiger Geschwindigkeit um seine feste Achse x in der Richtung des Pfeils p und das Radwerkst#ck t dreht sich ebenfalls mit gleichförmiger Geschwindig- leit um seine Achse y in der Richtung des Pfeils P und wird gleichzeitig gegen das Werkzeug vorgeschoben,
so da# in Wirklich- keit das Radwerkst#ck eine Rollbewegung in der Richtung gegen das Schneidewerkzeug ausfüllrt. Man hat sich zu denken, dass zwi- sehen den beiden ersten und den beiden letzten Figurez jeder der vorerwähnten Figuren- gruppen bezüglich der Bewegung des Schneidewerkzeuges eine Zeit verflossen it. die für eine Viertelsumdrehung des Werk zeuges erforderlich ist. was der Drehung des Radwerkstüekes um eine Teilung entspricht.
Bei der gezeigten Ausf#hrungsform ist die herzustellende Zahnanzahl gleich neun, weil aus den vorerwähnten und unten näher ent wickelten Gr#nden jene Anzahl keinen ge- meinsamen Faktor mit der Anzahl der Vorsehneidezähne besitzen soll. Ferner i-t zu bemerken, dass-was den sämtlichen Fi- gurengruppen gemeinschaftlich ist -- in den Figure, welche Draufsichten des Scheide werkzeuges veranschaulichen, das Schneide- werkzeug in der Stellung dargestellt ist.
die es in jedem besonderen Falle im Verh#ltnis zu dem Radwerkst#ck in den Figuren einnimmt, welche achsiale Schnitte des Werk zeuges zeigen, so dass in zwei naeheinander- folgenden, zusammengeh#rigen Figuren jeder Gruppe vollst#ndige #bereinstimmung zwi- schen der relativen Bewegung der Scheidezähne und des Radwerkst#ckes vorliegt.
In Fig. 3 bis 10 ist die relative Stellung des Schneidewerkzeuges 117 und des Rad- werkst#ckes H in dem Augenblicke gezeigt, wo das Ausschneiden der Zahnlücken beginnt, das hei#t die Stellung, in der das Radwerl :- bei bei seiner Rollbewegung gegen das hin die Schneide des Vorsehneide- zahnes Fv (Fig. 3 und 4) berührt, welch letzterer, wie oben erwähnt, sieh in der gr##ten Entfernung -- in der Teilebene in der Entfernung. R2 -- von der Mitte des Werkzeuges befindet.
Der Vorschneidezahn F@ schneidet dabei einen bogenforinige Schnitt in der Manteloberfläche des Radwerkstückes ein. Bei der fortgesetzten Drehbewegung des Werkzeuges W und des Rad werkstückes ss wird sich der Fertigschneidezah Sv zun#chst gegen#ber dem Radwerk- stücke befinden. Dies wird in Fig. 5 und 6 veranschaulicht. Wie aus diesen Figuren hervorgeht, befindet sich der Fertigschneidezahn Sv noch in einer verhältnismässig gro- ssen Entfernung von dem Radwerkst#ck. Das- selbe ist der Fall mit dem Fertigschneidezahn Sx (Fig. 7 und 8), der sich hier gegen iilber dem Radwerkstücke befindet.
Auch der Vorschneidezahn Fx (Fig. 9 und 10) ist noch nicht mit dem Radwerkstück in Berührung gekommen, was davon abhängt, dass sein
Schwingungshalbmesser R1, ebenso wie der Halbmesser der Fertigschneidezähne Sv, S. s kleiner als der Halbmesser 2 ist, wozu hin zukommt, dass die Bewegung des Radwerk- stückes (Rollbewegung) gegen das Werkzeug während der Zeit sehr klein ist, die für die
Drehung des Radwerkst#ckes um einen einer
Teilung entsprechenden Winkel von der Stel lung in Fig. 3 in die Stellung in Fig. 9 er forderlich ist.
Der Abstand zwischen Rad werkstiiek und Werkzeug ist daher in Wirk lichkeit in Fig. 9 geringer als in Fig. 3, der Unterschied ist aber so gering, dass er sich in dem gew#hlten Ma#stabe zeichnerisch nicht darstellen lässt. Die Geschwindigkeit der Bewegung des Radwerkst#ckes in der Richtung gegen das Werkzeug ist dabei so zu wählen, dass die Vorschneidezähne Fv zum Vorsehneiden der konkaven Zahnseiten die s#mtlichen, im vorliegenden Falle neml, Zahnl#cken bearbeitet haben, bevor die Vor schneidez#hne Fx zum Vorschneiden der kon- vesen Zahnseiten mit dem in Beriihrung gelangen.
Weil die Anzahl der Vorschneidez#hne Fv hier zwei betr#gt, mu# das Radwerkstück zu diesem Zweeke zwei Umdrehungen vollf#hren, wobei während der ersten Umdrehung das Vorsehneiden der kon- kaven Seiten der Z#hne 1, 3, 5, 7 und 9 be ginnt. während bei der zweiten Umdrehung die genannten Z#hne Fr die konkaveil Seiten der Z#hne 2, 4, 6, 8 und wieder 1 bearbeiten.
Weil nämlieh, wie in Fig. 9 gezeigt, die nichet schneidenden Teile der Vorschneide z#hne Fx sich n#her dem Radwerkst#ck als ihre schraffiert angedeuteten Schneiden befinden, ist es von Wichtigkeit. dass die Vor schneidezähne Fr, deren Schneiden sich n#her dem Radwerkstück als die nicht sehneiden den Teile beiinden (Fig. 3). den Weg den nicht schneidenden Teilen der Vorschneide- z#hne Px bahnen. Nachdem das Radwerk- stiiek genügend weit über das Schneidewerk- zeug gerollt hat.
werden auch die Vor schneidez#hne Fx wirksam, wobei sie w#h- rend der ersten Umdrehung des Radwerkstückes die konvexen Seiten der Zähne 2, 4, G, 8 und 1 und während der zweiten Um- drehung die konvesen Seiten der Z#hne 3, 5, 7, 9 und wieder 2 bearbeiten. Es leuchtet somit ein, dass die Vorschneidez#hne Fv und Fx in nacheinanderfolgende Zahnl#cken abwechselnd eingehen, so dass einerseits die genannten Z#hne den Weg einander bahnen und anderseits die sämtlichen Zahnseiten be- arbeitet werden.
Falls statt dessen die Zahnanzahl des Rades zum Beispiel acht. während die Anzahl der Vorschneidez#hne immer noch vier betragen w#rde. so leuchtet es ein, da# die Vorschneidezähne Fr immer die konkaven Seiten der Zähne l. 3. 5 und 7 bearbeiten w#rden, w#hrend die Vorschncidez#hne Fx imper die konvexen Seiten der Z#hne 2, 4, 6 und 8 bearbeiten, was zur Folge hätte, dass jeder zweite Zahn des Rades an beiden Seiten unbearbeitet bliebe.
Hieraus erhellt die Notwendigkeit, die Anzahl der Radzähne und der Vorschneidez#hne so zu w#hlen, da# diese Zahlen keinen gemeinsamen Faktor be-itzen. Damit bei der gezeichneten Aus f#hrungsform dieselben Vorschneidez#hne mit dem Radwerk-tücke wieder in Eingriff an demselben Platze derselben Zahnlücke gelan- g ist es erforderlich, dass das Radwerk- slückvierUmdrehungenoder ein Vielfaches von vier Umdrehungen vollzogen hat, was neun Umdrehungen oder einem Vielfachen von neun Umdrehungen des Schneidewerk- zeuges entspricht.
In Fig. 11 bis 18 wird ein Abschnitt der Herstellung gezeigt, bei dem die beiden Arten von Vorsf-hneidezähnen mit dem Radwerkstück in Eingriff sind (Fig. 11 und 17), w#hrend die Fertigschneidez#hne Sv, Sx (Fia. 13 und 1)-) noch nicht mit dem Rad werkst#ck in Eingriff gelangt sind. Wie es aus Fig. 11 und 17 hervorgeht, sind die Vor schneidez#hne Fx, Fv lediglich mit ihren Schneiden mit dem Radwerkst#ck in Ber#h- rung@ w#hrend die entgegenstehenden Kanten frei hindurchgehen, was auf der oben beschriebenen abwechselnden Wirkung der Schneidezähne beruht.
In Fig. 19 bis 26 wird ein Absehnitt der Herstellung gezeigt, bei dem das Radwerk@ st#ck so weit #ber das Schneidewerkzeug W gerollt ist, dass aucli die Fertigschneidezähne zü schneiden angefangen haben. Wie es aus Fig. 21 und 23 hervorgcht, ist der Fertig- schn@idezahn S@ zur Ausformung der konnoch nicht mit dem Rad werkst#ck in Ber#hrung gekommen, w#hrend der Fertigschneidezahn Sx zu schneiden angefangen hat.
Dies hängt davon ab, dass die Scheide des genannten Zahnes Sx, die in der Teilebene denselben Schwingungshalb- messer R wie die Schneide des Fertigschneidezahnes Sv besitzt, bei jedem Punks oberhalb der Teilebene, einen grösseren als der entsprechende Teil der Scheide des Fertigschneidezalines Sv besitzt. Es geht #brigens aus den Figuren herv@r, wie di@ nicht schneidenden Teile der sämtlichen Schneidezähne sich ohne Berüh- rung mit dem @Radwerkst#ck bewegen. Der Vorschneidezahn Ff ist in Fig. 19, wie in Fig. 11 der vorhergehenden FiourengTuppe, in Berührung mit dem Radwerkst#ck bei 1 gezeigt.
Zwischen den Stellungen in Fig. 11 und 19 ist somit unter der Voraussetzu#g. dass es denselben Vorschneidezahn Fv betrifft. die Zeit. verflossen, die für das Radwerkst#ck erforderlich ist, um vier Umdrehungen oder ein Vielfaches von vier Unidrehungen zu machen.
Nach Fig. 27 bis 34 ist die Herstellung so weit fortgeschritten, dass die beiden Nrtf n von Fertigschncidez#hnen Sv, Sx mit dem Radwerkst#ck in Eingriff sind, und in Fig.
35 bis 42 wird ein ähnlicher, späterer Ab- sehnitt der Herstellung gezeigt.
In Fig.43bis50wirdderAbschnittge- zeigt, wo der Vorschneidevorgang beinalle vollbracht ist, und nach Fig. 51 bis 58 sind die Vorschneidez#hne Fv, F@ ganz au#er Ein- griff mit dem Radwerkst#cke, w#hrend die Fertigschneidez#hne Sv, Sx die endg#ltige Ausformung des Zahnprofils fortsetzen.
Nach Fig. 59 bis 66 ist das Ra. dwerk- stück ganz #ber das Schneidewerkzeug hin- weggerollt, und die Herstellung ist zu Ende gebracht.
Esist zu bemerken, dass die Herstellung des Querprofils des Zahnes nach dem soge- nannten Abw#lzprinzip stattfindet, und da# dieses Querprofil von der bei Stirnr#dern #blichen Evolventtype wird.
Bei der Herstellung des Zahnrdaes nach Fig. 3 bis 66 wird ein AVerkzeug von dem- selben Aussehen und mit derselben Bewe- @ wie das in Fig. l gezeigte Werkzeug verwendet. Falls ein Zahnrad herzustellen ist, das mit diesem Rade zusammenarbeiten soll, wird ein Schneidewerkzeug mit demselben Aussehen und mit derselben Be- wegungsrichtung wie das in Fig. 9 gezeigte Werkzeug benutzt.
In Fig. 67 werden ein Schnitt in der Teilebene eines gedachten Erzeugungsplan- rades für Kegelr#der und ein Schneidewerk- zeug nach der Erfindung gezeigt. Das Schneidewerkzeug unterscheidetsiehvon dem in Fig. 1 gezeigten lediglich dadurch. dass die Anzahl der Fertigschneidez#hne 22 und die Anzahl der Vorschneidezähne 11 be tr#gt.
Der Rollkreis c des Werkzeuges wird hier auf einem zu dem Erzeugungsrade kon- zentrischen Ereise 7\"in der Richtung des Pfeils p zu rollen gedacht, so dass die von den Schneidezahnschneiden in der Teilebene beschriebenen Kurven Teile von verlänger- ten Epizykloiden Z1, Z2, Z3, bezw.
Z4 bilden, welche Teile dieselben gegenseitigen Stellungen wie die Zykloidteile der Fig. 1 auf- weisen, und zwar derart, dass die von den Schneiden der Vorschneidez#hne Fv, Fx be- schriebenen Epizykloidteile Z3, Z4 in der betreffenden Fläche des Erzeugungsplanrades von der Längsmittellinie der Zahnlücke weniger weit entfernt sind, als die von den zugeh#rigen Fertigschneide-Zahnschneiden beschriebenen, diese Zahnl#cke begrenzenden Epizyktoidenteile. Dies wird hier, wie bei der Ausführungsform nach Fig.
1 dadurch errcicht, da# einerseits das Verhältnis zwisehen den betreffenden Sehwingungshalb- messern R, R1 und R2 und anderseits die gegenseitigen Stellungen in peripherischer Richtung der Vorsehneidezähne und der Fertigschneidexähne zweckmässig gewählt werden.
Fig. 68 unterscheidet sich von Fig. (i7 dadurch, dass die Schneiderichtung des Schneidewerkzeuges umgekehrt ist, so da# ein Erzeugungsplanrad für ein mit dem Kegelrade gemäss Fig. 67 in Eingriff zu kommen bestimmtes Kegelrad erhalten wird.
Das ununterbrochene Vorschneiden von Kegelrädern geschieht in einer mit der be schriebenen Herstellung von Stirnrädern analogen Weise, nämlich derart, dass das Schneidewerkzeug und das Radwerkstück in gleichförmige Drehbewegung um ihre Ach- sen versetzt werden und hierbei gleichzeitig dem Radwerkstück eine Rollbewegung in der Richtung zu dem sich drehenden Schneidewerkzeug erteilt wird, die clem Abwälze des herzustellenden Kegelrades an seinem Erzeugungsplanrad entspricht.
Es leuchtet ein, dass das Radwerkstück auch in diesem Falle zunächst mit den am weitesten von der Mitte des Schneidewerkzeuges befindlichen Vorschneidez#hnen Fv und Fx und dann mit den Fertigschneidez#hnen Sx, Sv in Ber#h- rung kommt, deren nicht schneidenden Teilen somit im voraus Platz geschaffen wird.
Betreffend die Form des Profils der Vor schneidezähne kann es zweckmässig gleich dem Profil der Fertigsehneidezähne gewählt werden, so dass es das Aussehen eines stump- feI eils mit geradeen Kanten erhält. Dies ist indessen nichet notwendig, weil die Vor schneidezähne nicht ein theoretisch richtiges Zahnprofil erzeugen, sondern lediglich die Zahnl#cken annähernd ausformen sollen.
Es ist einleuchtend, da#. falls erw#nscht, das Schneidewerkzeug in Rollbewegung in der Richtung gegen das mit gleichf#rmiger Geschwindigkeit um eine ortsfeste Achse umlaufende Radwerkst#ck versetzt werden k#nnte, oder da# die relative Rollbewegung zwischen dem Schneidewerkzeug und dem Radwerkst#ck aus kombinierten Rollbewe- gungen des Werkzeuges und des Radwerk st#ckes gegeneinander bestehen k#nnte. Es ist nur wesentlich, dass diese relative Rollbewegung so stattfindet, als ob das herzustellende Zahnrad mit der gedachten Erzeugungs zahnstange, beziehungsweise dem gedachten Erzeugungsplanrad in Eingriff w#re.
Es ist oben angenommen worden, dass das Radwerkstück im Anfange des Schneidvor- ganges sich au#erhalb des Schneidewerk- zeuges befindet und sich dann unter Rollbewegung gegen die Mitte des Werkzeuges bewegt. Es ist indessen auch möglich, das Radwerkst#ck von Anfang an innerhalb der ringförmig angeordneten Schneidezähne anzubringen, und die Rollbewegung des Radwerkstückes in der Richtung nach au#en von der Mitte des Werkzeuges stattfinden zu lassen.
Dies kann lediglich durch #nderung des Schneidewerkzeuges bewirkt werden, wenn die Vorschneidez#hne innerhalb der Fertig- schneidez#hne mit gegen#ber der gezeigten Anordnung umgekehrter Reihenfolge zu lie gen kommen, so da# die Vorschneidez#hne Fv sich piler der Mitte des Werkzeuges als die Vorschneidez#hne Fx befinden.