Selbsttätiges Seginentwelir. Gegenstand vorliegender Erfindung be trifft ein selbsttätiges Seginentwelir.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungs gegenstand in den Fig. 1-5 in einem Aus führungsbeispiele dargestellt. Es zeigt Fig. 1 einen Schnitt durch das Seginentwehr: Feg.<B>21</B> ist ein Schnitt nach a-a der Fig. 3: Fig. 3 ist eine Draufsicht zu F]-. 1; Fig. 4 ist ein Schnitt nach b-b der F ig. 3 und Fig. 5 ist ein Schnitt nach c-c der Fig. 3:
Fig. 7-10 sind Konstruktionsvarianten.
Das selbsttätige Segineutwehr besitzt eine kreissegnrentförmige Schütze (Stauh < irper) a bekannter Bauart, welche uni eine auf seit lichen Pfeilern oder den Ufermauern gelagerte Achse, bezw. Drehzapfen b drehbar gelagert ist. Die Drehare fällt mit dein Mittelpunkte des Kreisbogens der Schütze zusammen (oder liegt nahe demselben).
Die Fussschwelle, auf welcher der Stau körper in der Schliessstellung aufsitzt, wird zweckmässig zur Verhinderung des Ablageres von Geschiebe und sonstigen Senkstoffen, welche einen dichten Abschluss der Schütze hindern würden, wasserabwärts geneigt aus gebildet.
Auf die Arme, welche den Staukörper finit der Drehaxe verbinden, wirken (auf,)ei- dein Eigengewichte der Schütze und denn durch die Drehaxe gehenden Wasserdrucke) folgende Kräfte: (jegengewichtc d im Sinne des Hebens und Gewichte c im Sinne des Senkens der Schütze.
Die Gewichte d könn ten auch, ohne die Wirkung zii verändern, mittelst eines über (eine oder mehrere) Rol- leu geführten Seils am Staukörper oder au Hebelei zwischen Staukörper und Drehaxe a<B><U>,
</U></B> ifen. <B>Die</B> Gewichte c sind an den Armen n rei <B>1 1 1</B> zwischen Schütze und Drehzapfen gelenkig angehängt und von je einem der seitlich der Wehröffnung (in der Ufermauer, bezw. dem Pfeiler) angeordneten Behälter (Wasserkam- iner) e umgeben, der mit dem Oberwasser durch einen Überfall f', mit dem Unter wasser durch Ablauföffnungen g in Verbin dung steht.
Die Eintrittsöffnungen zu den Überfällen können, wie in Fig. 3 gezeichnet, in den Seitenwänden parallel zum Strom strich oder in den Stirnseiten der Pfeiler senkrecht zum Stromstrich angeordnet sein. Beide Behälter können unter sich durch eine Rohrleitung i zwecks Sicherung Bleichhohen Wasserstandes verbunden sein. Die Kanten der Überfälle f liegen nahe dem zu regeln den Stauspiegel oder auf gleicher Höhe mit diesem. Solange der Wasserspiegel nicht höher steht als die Überfälle f, sind die Be hälter e leer und die darin freischwebenden Gewichte ziehen die Schütze auf den Dich tungsbalken k nieder.
Der Raum zwischen den Gewichten c und den Wänden der Be hälter e ist so klein wie möglich. Das Ge- wicbt der Körper c ist zweckmässig etwas grösser als der Auftrieb, den sie im eilige tauchten Zustand erleiden, damit die- Auf hängungen l immer auf Zug beansprucht sind und das Gelenk als :Schneidemager ausgebildet werden kann, ohne der Gefahr des Aushebens ausgesetzt zu sein.
Steigt das Oberwasser über die Über läufe f@, so füllen sich die Behälter bis zu einer gewissen Höhe h, welche abhängig ist von der Überfallänge, der Überfallhöhe h= und der CTrösse der Ablauföffnungen g. Bei richtiger Wahl von Überlauflänge und der Ablauföffnung genügt eine Überfallhöhe voll wenigen Centimetern, tun die Behälter so hoch anzufüllen,
daLä der auf die Körper c ausgeübte Auftrieb dem Gegengewichte d das Übergewicht über die iili Sinne des Schliessens der Schütze wirkender Kräfte gibt. Die Schütze beginnt sich alsdann zu öffnen, und zwar so weit, bis sich durch das Empor steigen der Körper c der auf diesen vom Wasserinbalte der Behälter ausgeübte Auf trieb so vermindert hat, dass wieder Gleich- gewicbt zwischen den hebenden und senken den Kräften herrscht.
Erst bei weiterem ge ringem Steigen des Oberwasserspiegels und der dadurch bedingten Zunahme der über die Überfälle fliessenden Wassermenge steigt auch der Wasserspiegel in den Behältern, worauf sich die Schütze weiter öffnet. Dell umgekehrte Vorgang findet beim Sinken des Stauspiegels statt. Sinkt der Stauspiegel auf die Höhe der Überfallkante oder darunter.
so hört der Zufluss zli den Behältern e auf, dieselben laufen leer und die Schütze wird durch das Gewicht der Körper c auf ihren Sitz herabgezogen und kräftig all diesen all-
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gepresst, <SEP> wodurch <SEP> das <SEP> Dichthalten <SEP> begünstigt
<tb> wird.
<tb> Die, <SEP> im <SEP> Behälter <SEP> e <SEP> mit <SEP> wenig <SEP> Spiel <SEP> be weglichen, <SEP> vom <SEP> Wasser <SEP> umgebenen <SEP> Körper <SEP> c
<tb> wirken <SEP> gleiebzeitig <SEP> als <SEP> Flüssigkeitsbremse <SEP> zur
<tb> Verhinderung <SEP> von <SEP> Schwingungen.
<tb> Mitunter <SEP> kann <SEP> es <SEP> erwünscht <SEP> sein, <SEP> die
<tb> Stabilität <SEP> der <SEP> Regelung <SEP> dadurch <SEP> zu <SEP> erliölien,
<tb> dass <SEP> der <SEP> Wasserstand <SEP> in <SEP> den <SEP> Behältern <SEP> e
<tb> (somit <SEP> der <SEP> Auftrieb, <SEP> den <SEP> die <SEP> Körper <SEP> c <SEP> er fahren) <SEP> von <SEP> der <SEP> jeweiligen <SEP> Stellung <SEP> der
<tb> Schütze <SEP> abhängig <SEP> gemacht. <SEP> wird <SEP> in <SEP> dem <SEP> Sinne<B>,</B>
<tb> dass <SEP> eile <SEP> Ansteigen <SEP> der <SEP> Schütze <SEP> den <SEP> Wasser staue <SEP> im <SEP> Behälter <SEP> e <SEP> senkt, <SEP> ein <SEP> Sinken <SEP> der
<tb> Schütze <SEP> ihn <SEP> ansteigen <SEP> lässt. <SEP> Dies <SEP> kann <SEP> nach
<tb> Fig.
<SEP> 9 <SEP> und <SEP> 10 <SEP> dadurch <SEP> erreicht <SEP> werden, <SEP> dass
<tb> die <SEP> Grösse <SEP> der <SEP> Ablauföffnungen <SEP> g <SEP> durch <SEP> die
<tb> Schützenbewegungen <SEP> mittelst <SEP> eines <SEP> finit <SEP> der
<tb> Schütze <SEP> zwangsläufig <SEP> verbundenen <SEP> Drossel organs <SEP> in <SEP> der <SEP> Weise <SEP> gesteuert <SEP> wird, <SEP> dass <SEP> das
<tb> Emporsteigen <SEP> der <SEP> Schütze <SEP> die <SEP> Ablauföffnung
<tb> vergröbert, <SEP> das <SEP> Sinken <SEP> der <SEP> Schütze <SEP> die <SEP> Off nung <SEP> verkleinert.
<tb> Ein <SEP> anderes <SEP> Mittel <SEP> zur <SEP> <B>E</B>rhöhung <SEP> der
<tb> Stabilität <SEP> der <SEP> Regelung <SEP> bestellt <SEP> darin,
<SEP> bei
<tb> der <SEP> Abwärtsbewegung <SEP> der <SEP> Schütze <SEP> die <SEP> Hebel arme <SEP> der <SEP> senkenden <SEP> Kräfte <SEP> in <SEP> stärkereal
<tb> Masse <SEP> zunehmen <SEP> zu <SEP> lassen <SEP> als <SEP> die <SEP> der <SEP> heben den. <SEP> Dies <SEP> kann <SEP> nach <SEP> Fig. <SEP> f <SEP> dadurch <SEP> erreicht.
<tb> werden, <SEP> dass <SEP> der <SEP> Schwerpunkt <SEP> der <SEP> Gegen gewichte <SEP> d <SEP> unterhalb <SEP> der <SEP> durch <SEP> die <SEP> Dreb punkte <SEP> b <SEP> der <SEP> Schütze <SEP> gehenden <SEP> Geraden <SEP> an geordnet <SEP> wird, <SEP> oder <SEP> nach <SEP> Fig. <SEP> 7 <SEP> dadurch,
<tb> dass <SEP> der <SEP> Schützendrehpunkt <SEP> unterhalb <SEP> des
<tb> Mittelpunktes <SEP> des <SEP> Kreisbogens <SEP> <I>m</I> <SEP> der <SEP> Schütze
<tb> gelegt <SEP> wird.
<SEP> In <SEP> letzterem <SEP> Falle <SEP> hat <SEP> der
<tb> Wasserdruck <SEP> auf <SEP> die <SEP> gekrümmte <SEP> Schützen oberfläche <SEP> in <SEP> der <SEP> Schliessstellung <SEP> ein <SEP> Moment
<tb> im <SEP> Sinne <SEP> des <SEP> Offnens, <SEP> welches <SEP> beim <SEP> Empor steigen <SEP> der <SEP> Schütze <SEP> (da <SEP> diese <SEP> mehr <SEP> und <SEP> mehr
<tb> austaucht) <SEP> abnimmt <SEP> und <SEP> in <SEP> der <SEP> Stellung <SEP> offen
<tb> (Horizontalstellung <SEP> der <SEP> Schützenarme) <SEP> gleich
<tb> ull <SEP> wird.
<SEP> Die <SEP> Verscliiedeliheit <SEP> der <SEP> Momenten zunahnle <SEP> hat <SEP> zur <SEP> Folge, <SEP> dass <SEP> jeder <SEP> höheren
<tb> Schützenstellung <SEP> ein <SEP> etwas <SEP> tieferes <SEP> Ein tauchen <SEP> der <SEP> Körper <SEP> c, <SEP> somit <SEP> ein <SEP> höherer
<tb> Wasserstand <SEP> in <SEP> den <SEP> Behältern <SEP> e <SEP> entspricht, wie dies für die Stabilität der Regelung erforderlich ist.
Es kann ferner erwünscht sein, dass die Schütze, wenn sie eine bestimmte Öffnung erreicht hat (normalerweise dann, wenn ihre Unterkante bis auf die Höhe des normalen Stauspiegels gestiegen ist) sich bei weiterem Steigen des Wasserspiegels, also bei Koch wasser, rasch um einen gewissen Betrag weiter öffnet. Dies kann dadurch erreicht werden, dass der Auslauf g aus der Kammer e bei einer zum voraus bestimmten Stellung der Wehrschütze a selbsttätig geschlossen oder stark verengt wird,
beispielsweise nach Fig. 8 durch einen von der Schütze mittelst Ge stänge 7a zwangsläufig betätigten Drossel schieber. Die Behälter e füllen sich dann vollständig und der dadurch stark vergrösserte Auftrieb hebt die Körper c und damit die Schütze a in eine höchste Stellung. In dieser verharrt die Schütze so lange, bis das Ober wasser auf die Höhe der -Überfallkante f ge- sunken ist, also wieder den normalen Stand erreicht hat.
Dann läuft das Wasser aus den Kammern e durch die zwar verengten, aber noch nicht ganz geschlossenen Öffnungen ,g ab. Das Gestänge n vergrössert dabei selbst tätig die Ablauföffnungen g, indem es den Drosselschieber öffnet, so dass die Kammern rasch leer laufen und die Schütze rc sich rasch so weit schliesst. als nötig ist;
ttnt ein Sinken des Stauspiegels unter den normalen Stand zu verhindern.