CH704040B1 - Parkiersystem zum automatischen Parkieren von Fahrzeugen. - Google Patents
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Abstract
Das Parkiersystem besteht aus Containern (1, 2), die zu mehreren Stockwerken aufgestapelt sind und auf einer Seite offen sind. Ein Aufzug mit einer Plattform (4) zur Aufnahme eines einzelnen Fahrzeuges dient zum Einparkieren und Einlagern sowie zum Zurückholen und Auslagern der Fahrzeuge. Die Plattform (4) kann vor die offene Seite jedes Containers (1, 2) verfahren werden. Sie ist mit einem Verschiebesystem (5) ausgerüstet, zum Verschieben eines Fahrzeuges in Längsrichtung auf dieser Plattform (4) und über sie hinaus. Wenn ein Fahrzeug auf die Plattform abgestellt wird, so wird es durch das Verschiebesystem (5) zunächst darauf gesichert. Dann fährt der Aufzug die Plattform (4) vor die offene Seite eines freien Containers. Dann schiebt das Verschiebesystem (5) das Fahrzeug auf seinen eigenen Rädern rollend in den Container und über die an dessen Boden vorhandenen Rillen (27), welche es im Container vor einem Wegrollen sichern. Der Aufzug mit seiner Plattform (4) kann nun das nächste Fahrzeug einparken oder ein abgestelltes Fahrzeug an die Ausgabestelle holen.
Description
[0001] Diese Erfindung betrifft ein Parkiersystem, welches das kostengünstige, rationelle und sichere automatische Parkieren und Lagern von Fahrzeugen ermöglicht. Das Lagern von Neufahrzeugen ist für die Autohersteller von Bedeutung, sollten doch diese Neufahrzeuge nicht dem Wetter ausgesetzt sein. Viele Vorschläge für solche Systeme wurden in der Vergangenheit gemacht, doch die Realität ist, dass in den grossen Städten und Ballungszentren nach wie vor praktisch ausnahmslos konventionell parkiert wird, auf Parkplätzen längs der Strassen, auf abgesonderten Parkplätzen oder in Parkhäusern, in die konventionell mit dem Auto hineingefahren wird, wonach es auf einem gefundenen freien Platz abgestellt wird und nach Ablauf der Parkierzeit wieder aus dem Parkhaus herausgefahren wird. Gerade auch im Umfeld von grossen Firmen oder Werkplätzen, Industrien, Flughäfen oder Schiffshäfen besteht ein grosser Bedarf an Parkplätzen, aber oftmals sind die Platzverhältnisse beschränkt oder sehr teuer. Technisch sehr fortgeschrittene Lösungen von automatischen Parkhäusern vermessen jedes einzelne Fahrzeug auf den Zentimeter genau und parken dann die Fahrzeuge mittels Robotern ebenfalls auf den Zentimeter genau kompakt ein. Solche hochpräzis die individuellen Fahrzeuggrössen berücksichtigenden Lösungen sind für viele Standorte ideal, während für andere Standorte ein einfacheres System ausreichend wäre, wo nicht jeder Zentimeter ausgenützt zu werden brauchte.
[0002] Die Aufgabe dieser Erfindung ist es, ein Parkiersystem zu schaffen, welches das kostengünstige und kompakte automatische Parkieren auf mehreren Stockwerken auf einfachste Art und Weise, ohne hochtechnische Einrichtungen und in sehr kurzer Zeit ermöglicht.
[0003] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit einem Parkiersystem zum kompakten und automatischen Parkieren auf mehreren Stockwerken, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens einen Stapel von Containern aufweist, die auf einer Seite offen sind, und mindestens einen Aufzug mit einer Plattform zur Aufnahme eines Fahrzeuges, welche mit einem Verschiebesystem ausgerüstet ist, zum Verschieben eines Fahrzeuges in Längsrichtung auf dieser Plattform und über sie hinaus.
[0004] In den Zeichnungen wird dieses Parkiersystem dargestellt, und in der nachfolgenden Beschreibung wird es erläutert und seine Funktionsweise erklärt.
Es zeigt:
<tb>Fig. 1:<sep>einen Stapel von zwei Containern zum Abstellen von zwei Fahrzeugen in den einzelnen Containern als einfachste denkbare Ausführung des Parkiersystems;
<tb>Fig. 2:<sep>einen Stapel von vier Containern zum Abstellen von vier Fahrzeugen auf einer herkömmlichen Parkierfläche;
<tb>Fig. 3:<sep>eine Reihe von drei Stapeln mit je vier übereinander abgestellten Containern mit auf den offenen Seiten angeordnetem Aufzug;
<tb>Fig. 4:<sep>eine Plattform gegenüber einem Container schematisch von der Seite her gesehen dargestellt, mit Förderbändern und zwischenliegender Kraftübertragung;
<tb>Fig. 5:<sep>diese Plattform gegenüber einem Container schematisch in perspektivischer Ansicht gezeigt, mit Förderbändern;
<tb>Fig. 6:<sep>vier nebeneinander angeordnete Reihen von Stapeln mit je acht übereinander abgestellten Containern mit auf den offenen Seiten in Gassen angeordneten Aufzügen;
<tb>Fig. 7:<sep>zwei parallel geführte Aufzüge mit je einer Plattform zur Aufnahme eines Fahrzeuges;
<tb>Fig. 8<sep>die beiden parallel geführten Aufzüge mit je einer Plattform zur Aufnahme je eines Fahrzeuges in einer Blickrichtung in Richtung der Aufzug-Führung;
<tb>Fig. 9<sep>die beiden parallel geführten Aufzüge mit je einer Plattform zur Aufnahme je eines Fahrzeuges in einer perspektivischen Blickrichtung.
[0005] Wie die Fig. 1 zeigt, ist das wesentlichste Element dieses Parkiersystems ein Stapel von Containern 1, 2. Solche Container existieren bereits in tausendfacher Ausführung, und sie sind als Transportcontainer auf der ganzen Welt verbreitet und erhältlich, wobei es Norm-Container gibt, zum Beispiel 20- und 40-Fuss-Seefracht-Container. Solche Transportcontainer lassen sich standardmässig stapeln und sie sind bereits hierfür ausgerüstet, weil sie in den Häfen und auf den Schiffen genauso gestapelt und aneinander gesichert werden können. Die allereinfachste denkbare Ausführung des hier vorgestellten Parkiersystems besteht wie in Fig. 1 gezeigt aus zwei Transportcontainern 1, 2, die übereinandergestapelt sind, sowie einem zugehörigen Aufzug 3 mit Plattform 4 und darauf angeordnetem Verschiebesystem 5 zum Verschieben eines Fahrzeuges in Längsrichtung auf dieser Plattform 4 und über sie hinaus. Der Aufzug 3 erlaubt es, die Plattform auf- und abwärts zu verschieben. Dazu ist die Plattform 4 über Streben 6 mit vertikalen Schienenabschnitten 7 verstrebt, und diese Schienenabschnitte sind an den vorderen Rändern 10 der Seitenwände der offenen Container 1, 2 geführt. Hierzu können diese Ränder 10 mit einer Anzahl von Stahlrollen ausgerüstet sein oder mit je einer Profilschiene, welche sich über die ganze Höhe des Containerstapels erstreckt. Oben am Containerstapel sind zwei Umlenkrollen 9 angeordnet, die über einen Elektromotor angetrieben sind. Ein Stahlseil ist um jede Umlenkrolle 9 geführt. Das eine Ende ist mit der Plattform 4 verbunden, das andere mit einem Gegengewicht 8, welches an den vertikalen Schienenabschnitten 7 geführt ist. Das Verschiebesystem 5 auf der Plattform 4 besteht aus einer zentralen Schiebestange 11, die an der Schiene 15 geführt ist, und an welcher zwei vordere Arme 14 und zwei hintere Arme 12 schwenkbar angelenkt sind. Diese Arme 12, 14 tragen an ihrem Ende je eine zylinderförmige, am jeweiligen Arm frei drehbare Rolle 13. Die Arme 12, 14 lassen sich motorisch, pneumatisch oder hydraulisch wie mit den Pfeilen eingezeichnet ausschwenken. Auf der Plattform 4 sind vier Räder eines abgestellten Fahrzeuges angedeutet. Wenn sie sich mal in der hier gezeigten, ausgeschwenkten Position befinden, so können sich die vorderen Arme 14 an der zentralen Schiebestange 11 nach vorne und die hinteren Arme 12 an der zentralen Schiebestange 11 nach hinten verschieben, wiederum motorisch, pneumatisch oder hydraulisch. Die Rollen 13 schmiegen sich daher vom Zentrum des Fahrzeuges aus in Richtung gegen vorne und hinten an die Reifen an. Hernach kann die zentrale Schiebestange 11 nach vorwärts verschoben werden, wozu sie ihrerseits an einer Führungsschiene 15 auf der Plattform geführt ist. Dadurch wird das Fahrzeug auf seinen eigenen Rädern rollend, mit Getriebe auf Neutralposition und gelöster Parkbremse, in den Container 1 gerollt. Dort folgen die umgekehrten Bewegungsabläufe am Verschiebesystem 5 und dieses wird hernach unter dem abgestellten Fahrzeug hervor zurück auf die Plattform 4 gezogen.
[0006] Das Fahrzeug überrollt beim Einrollen in den Container 1 eine Schwelle 16, sodass es hernach im Container jenseits dieser Überfahrschwelle 16 sicher abgestellt ist und nicht unabsichtlich aus diesem herausrollen kann. Der Containerboden kann im Bereich, wo die Räder der Autos zu stehen kommen, mit quer auf dem Boden angeordneten Stahlstäben 27 ausgerüstet sein, die in einem Abstand von ein paar Zentimetern voneinander parallel zueinander verlaufend am Boden angeschweisst sind. Als Alternative können im Bereich, wo die Räder des abgestellten Fahrzeugs zu stehen kommen, auch gewellte Bleche oder Bleche mit gedrückten Querrillen auf den Boden geschweisst oder geschraubt sein. Damit wird sichergestellt, dass die Fahrzeuge an den Positionen gesichert sind, in welche sie vom Roboter geschoben wurden. Die Plattform 4 kann als Aufzugsplattform hochgefahren werden, bis sie gegenüber dem nächstfolgenden Container 2 positioniert ist und dann diesen Container 2 entweder mit einem Auto bedienen, oder umgekehrt von diesem Container 2 ein Auto abholen. Insgesamt lassen sich so auf einem konventionellen Parkplatzfeld zwei Parkplätze erzeugen. Die Mechanik, um ein Auto von der Plattform in einen Container zu befördern oder umgekehrt aus dem Container zu holen, kann auch anders gestaltet sein. Eine solche Alternative wird später noch beschrieben.
[0007] Nachdem das Grundprinzip des Parkiersystems anhand von Fig. 1 aufgezeigt wurde, versteht sich leicht, dass es sehr einfach nach oben und auf die Seite hin erweiterbar ist, ja sogar gegenüberliegend erweiterbar, wie nachfolgend aufgezeigt wird. Zunächst zeigt Fig. 2 eine Erweiterung nach oben, mit einem Stapel von vier Containern zum Abstellen von vier Fahrzeugen auf einer einzigen herkömmlichen Parkierfläche. Im hier obersten Container sind Bleche 28 mit gedrückten Querrillen eingezeichnet, um ein Sichern des abgestellten Fahrzeugs sicherzustellen. Der zweitoberste Container hat als weiteres Beispiel für die Fahrzeugsicherung im Container-Innern einen Boden, der mit Querrillen aus aufgeschweissten Stahlstäben 27 ausgerüstet ist. Der Aufzug mit Plattform und das zugehörige Verschiebesystem ist identisch zu jenem in Fig. 1 gezeigten, bloss erschliesst der Aufzug hier vier übereinander angeordnete Parkierebenen statt bloss zwei.
[0008] Die nächste Erweiterung ist in Fig. 3dargestellt. Neben der Erweiterung nach oben kommt hier eine seitliche Erweiterung hinzu. Wiederum bleibt der Aufzug mit Plattform und das zugehörige Verschiebesystem nahezu identisch, bloss dass der Aufzug als Gesamtheit nun nicht mehr an den Rändern der Containerwände geführt ist, sondern die vertikalen Führungsschienen seitlich verfahrbar sind, indem sie oben und unten je an einer horizontalen Basisschiene 17 und einer horizontalen Dachschiene 18 geführt sind. An diesen beiden Schienen 17,18 ist der gesamte Aufzuge mit seiner Plattform und dem darauf angeordneten Verschiebesystem horizontal verfahrbar, sodass die Plattform vor jedem einzelnen Container anhalten kann und damit jeder Container bedient werden kann. Als Container eignen sich wie erwähnt übliche Norm-Transportcontainer, zum Beispiel in einer Standardlänge von 20 Fuss, was 6.096 m entspricht, und für die allermeisten Fahrzeuge hinreichend lang ist. Die Container werden auf einer Frontseite geöffnet, indem die sonst angebrachten Schwenktüren demontiert werden. Die 12 Container werden miteinander in herkömmlicher Weise für Transportcontainer verbunden und gesichert, oder sie können noch zusätzlich miteinander verschraubt werden. Längs ihres unteren Randes wird die Basisschiene 17 und längs ihres oberen Randes wird die Dachschiene 18 angebaut und sicher mit den Containern verschraubt. An diesen beiden Schienen wird hernach der Aufzug mit seinen vertikalen Führungsschienen 7 geführt. Die vertikalen Führungsschienen 7 können miteinander jeweils an der Stelle, wo zwei Container aufeinander aufliegen, miteinander verstrebt sein, wozu horizontale Profilstreben 25 eingebaut sind. Der restliche Zwischenraum zwischen den Führungsschienen 7 muss frei bleiben, weil ja die Autos zwischen diesen Führungsschienen 7 hindurch an den verschiedenen horizontalen und vertikalen Positionen in die jeweiligen Container hineingerollt werden. Als noch letzte Erweiterung ist es denkbar, die hier gezeigten Container als weitere Container auch hinten zu öffnen und hinter diesem Stapel nochmals einen gleich grossen Stapel von Containern anzuordnen. Somit lassen sich durch eine einzelne hier gezeigte Containeröffnung zwei Autos hintereinander abstellen, eines im hinteren Container, nachdem es durch den vorderen hindurchgeschoben wurde, und eines dann im vorderen Container. Dieser Anbau auf der Hinterseite kann auch noch mit weiteren Containern verlängert werden, sodass sogar drei, vier oder noch mehr Fahrzeuge durch eine einzige Containeröffnung in den hintereinander angeordneten Containern abgestellt werden können. Eine solche Lösung ist zum Beispiel für das Zwischenlagern von Neuwagen sinnvoll, denn solche werden meist chargenweise weitertransportiert, wobei eine Charge zum Beispiel aus einer ganzen Lkw- oder Eisenbahn-Ladung von Fahrzeugen besteht.
[0009] Die Fig. 5 zeigt eine einzelne Plattform 4 gegenüber einem Container 1 schematisch in einer Ansicht von der Seite her gesehen. Anhand dieser Fig. wird ein alternativer Antrieb zum Fördern der Autos in die Container und zurück erläutert. Die Plattform 4 ist mit zwei Förderbändern 30 ausgerüstet, die hinten vorne um eine Umlenkrolle 33 laufen und die zwei Fahrbahnen bilden. Die Räder der rechten Fahrzeugseite stehen dann auf dem einen Förderband und die Räder der linken Fahrzeugseite auf dem anderen. Der Containerboden ist ebenfalls mit solchen Förderbändern 31 ausgerüstet, die auch hinten und vorne um Umlenkrollen 33 geführt sind. Motorisch angetrieben werden nur die Förderbänder 30 auf der Plattform 4. Die Kraftübertragung auf die anschliessenden Förderbänder auf dem Boden des Containers erfolgt über einen Zahnradantrieb 32 zwischen den beiden Umlenkrollen 33 des angetriebenen und des anzutreibenden Förderbandes. Wenn mit der Plattform 4 an eine bestimmte Containeröffnung herangefahren wird, so entsteht beim Anschlag ein Kraftschluss, sodass die Kraftübertragung gewährleistet ist. Die Fig. 5 zeigt diese Förderbänder 30, 31 und die Kraftübertragung noch in einer perspektivischen Ansicht. Der Container 1 ist dabei offen dargestellt, mit fehlender rechter Seitenwand und fehlender Containerdecke. Wenn die Förderbänder 30 in umgekehrter Richtung zu den eingezeichneten Pfeilen laufen, so laufen auch jene 31 im Container 1 in umgekehrter Richtung. Dann wird ein abgestelltes Fahrzeug aus dem Container herausgezogen und auf die Plattform 4 abgestellt. Bei diesem Fördersystem mittels Förderbändern werden die Autos auf der Plattform initial so abgestellt, dass sie gegen ein Wegrollen gesichert sind, durch Einlegen eines Ganges, durch Stellen des Wählhebels auf P bei automatischen Getrieben und durch Festziehen der Parkbremse.
[0010] Die Fig. 6 zeigt eine qualitativ – bis auf mehrere direkt hintereinander angeordnete, durchgehende Container – maximal ausgebaute Version des Parkiersystems. Es besteht hier aus vier nebeneinander angeordnete Reihen 19, 20, 21, 22 von je acht Stapeln mit je acht übereinander abgestellten Containern. In den zwischen den Containerstapeln gebildeten Gassen 23, 24 sind je zwei Aufzüge installiert. Es ist klar, dass dieses Parkiersystem in alle Richtungen weiter wachsen kann. Die Stapel können noch höher ausgeführt werden, die einzelnen Reihen 19–22 können aus noch mehr einzelnen Stapeln als bloss acht wie hier gezeigt bestehen, und das Parkiersystem kann auch aus wesentlich mehr Reihen bestehen. Schliesslich könnten auch mehrere hintereinander angeordnete Container durchgängig, d.h. als weitere Container, ausgeführt werden, wie oben schon beschrieben. Das Grundprinzip bleibt aber das gleiche: Jeweils zwei Reihen werden so aneinandergeführt, dass die Container mit ihren Rückseiten aneinander anschliessen und die offenen Fronten voneinander abgewandt angeordnet sind. Das ist in Fig. 6 anhand der Reihe 20 und 21 gezeigt. Die nächstfolgende Reihe 19, 22 wird wieder mit der offenen Seite der Container gegen die schon bestehende Reihe 20, 21 aufgebaut, indem zwischen den Reihen je eine Gasse 23, 24 offengelassen wird, die dann auf beiden Seiten von offenen Containerfronten gebildet wird. In diesen Gassen 23, 24 ist auf jeder Seite je mindestens ein Aufzug mit Plattform und Verschiebesystem angeordnet, wie schon in Fig. 3 gezeigt. Es können pro Gasse auf jeder Seite auch zwei Aufzüge nebeneinander angeordnet werden, sodass die entsprechende Reihe von Containerstapeln von den zwei Enden der entsprechenden Gasse aus bedient werden können. Die Aufzüge sind so konstruiert, dass sie über die Gasse hinaus horizontal verfahren werden können, indem die Basis- 17 und Dachschiene 18 dort um eine Containerbreite verlängert ist, wie das zur Gasse 24 gezeigt ist. Die Fahrzeuge fahren dann auf den eingezeichneten Zu- und Wegfahrtbahnen an die Liftplattform 4 heran und schliesslich auf dieselbe hinauf. Dann fahren die Rollen an die Rückseite der Vorderreifen und an die Vorderseiten der Hinterreifen. Sobald das geschehen ist, wird es dem Fahrer angezeigt. Dieser stellt dann den Schalthebel auf die neutrale Position und löst die Parkbremse. Hernach verlässt er das Fahrzeug. Wenn das andere beschriebene Fördersystem angewendet wird, also jenes mit Förderbändern, so wird nach dem Auffahren auf die Förderbänder ein Gang eingelegt, oder bei automatischen Getrieben der Wählhebel auf P gestellt und die Feststellbremse angezogen. Dann kann das Fahrzeug verlassen werden.
[0011] Ein Rechner ermittelt sodann den nächstliegenden freien Container. Sobald sich die Fahrzeuginsassen aus dem Bewegungsbereich des Aufzugs entfernt haben, wird der Aufzug betätigt und fährt die Plattform 4 mit dem aufgeladenen Fahrzeug vor einen freien Container und rollt ihn mit dem Verschiebesystem auf seinen eigenen Rädern rollend, oder aber mittels der Förderbänder mit feststehenden Rädern, in den Container hinein. Durch Eingabe der Parkplatznummer wird in umgekehrter Reihenfolge ein bestimmtes Fahrzeug aus seinem Container geholt und auf der Plattform zum Wegfahren bereitgestellt. Die Personen besteigen das Fahrzeug auf der Plattform, und sobald dieses gegen ein Wegrollen gesichert ist, werden die Arme mit den Rollen eingeschwenkt. Damit ist das Fahrzeug zum Wegfahren freigegeben. Die Wegfahrt kann rückwärts oder vorwärts ab der Plattform 4 erfolgen. Im gezeigten Beispiel ist eine Wegfahrt in Vorwärtsrichtung vorgesehen, wie mit den Pfeilen auf der Fahrbahn eingezeichnet.
[0012] Die Fig. 7 zeigt zwei parallel geführte Aufzüge mit je einer Plattform 4 zur Aufnahme eines Fahrzeuges. Zwei solche parallel geführte Aufzüge werden in jede Gasse eingebaut, die beidseits von offenen Containerstapeln gesäumt wird. Die Aufzüge sind je mit einer abgestrebten Plattform 4 versehen sowie mit einem Gegengewicht 8. Stahlseile verbinden die Plattform 4 auf jeder Seite mit dem Gegengewicht 8, wobei diese Stahlseile über oben angeordnete Umlenkrollen 9 geführt sind und ein Elektromotor 26 diese Umlenkrollen antreibt. Anstelle von Umlenkrollen kann auch ein durchgehendes Treibrohr angeordnet sein, um welches die Stahlseile in mehreren Wicklungen geführt ist. Die beiden Aufzüge können sich längs der horizontalen Basis- 17 und Dachschienen 18 kreuzen, in Richtung des eingezeichneten Doppelpfeils, wozu der zentrale Rechner sicherstellen muss, dass sich die Plattformen 4 nicht auf demselben Niveau befinden.
[0013] In Fig. 8 sind diese beiden Aufzüge mit je einer Plattform 4 zur Aufnahme je eines Fahrzeuges mit Blick in Verschieberichtung der Aufzüge gezeigt. Man erkennt, dass diese sich in Richtung senkrecht zur Zeichnungsblattebene, das heisst längs der Basis- 17 und Dachschiene 18 verschieben und kreuzen können, solange sich die beiden Plattformen nicht auf demselben Niveau befinden.
[0014] Die Fig. 9 zeigt diese beiden Aufzüge in einer perspektivischen Ansicht. Eine Computersteuerung stellt sicher, dass sie sich nur dann kreuzen, wenn sie einen hinreichenden vertikalen Abstand voneinander einhalten bzw. sich auf verschiedenen Bedienebenen befinden.
Claims (12)
1. Parkiersystem zum kompakten und automatischen Parkieren und Lagern von Fahrzeugen auf mehreren Stockwerken, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens einen Stapel von Containern (1, 2) aufweist, die auf einer Seite offen sind, und mindestens einen Aufzug mit einer Plattform (4) zur Aufnahme eines Fahrzeuges, welche mit einem Verschiebesystem (5) ausgerüstet ist, zum Verschieben eines Fahrzeuges in Längsrichtung auf dieser Plattform (4) und über sie hinaus.
2. Parkiersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Container (1, 2) Container mit einer Länge von 6.0958 m (20 Fuss) oder 12.1916 m (40 Fuss) sind, welche stapelbar und aufeinandergestapelt aneinander sicherbar sind.
3. Parkiersystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Reihe von mehreren Stapeln von Containern (1, 2) aufweist, die auf einer Seite offen sind, wobei der Aufzug längs einer Basisschiene (17) und einer Dachschiene (18) horizontal verschiebbar ist, welche Basisschiene (17) und Dachschiene (18) längs des unteren und oberen Randes der offenen Containerstapel angeordnet sind und mindestens die obere Dachschiene (18) an den obersten Containern der Stapel befestigt ist.
4. Parkiersystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es mehrere Reihen von mehreren Stapeln von Containern (1, 2) aufweist, die auf einer Seite offen sind, und für jede offene Seite eines Stapels von Containern (1, 2) mindestens einen Aufzug mit einer Plattform (4) zur Aufnahme eines Fahrzeuges aufweist.
5. Parkiersystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es mehrere Reihen von mehreren Stapeln von Containern (1, 2) aufweist, die auf einer Seite offen sind, wobei jeweils zwei Reihen mit den geschlossenen Rückseiten ihrer Container aneinander anliegend nebeneinander angeordnet sind, und jeweils zwei Reihen mit den offenen Frontseiten ihrer Container durch eine Gasse (22, 25) voneinander beabstandet angeordnet sind, und in dieser Gasse (23, 24) für jede offene Stapelseite mindestens ein genannter Aufzug mit Plattform (4) und Verschiebesystem (5) angeordnet ist.
6. Parkiersystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschiebesystem (5) auf der Plattform (4) eine zentrale Schiebestange (11) einschliesst, an welcher zwei vordere Arme (14) und zwei hintere Arme (12) schwenkbar angelenkt sind, wobei diese Arme (12, 14) an ihrem Ende je eine zylinderförmige, am jeweiligen Arm frei drehbare Rolle (13) tragen und diese Arme (12, 14) motorisch, pneumatisch oder hydraulisch ausschwenkbar sind, sodass die Rollen (13) vom Zentrum eines auf der Plattform abgestellten Fahrzeuges aus in Richtung gegen vorne und hinten an dessen Reifen anschmiegbar sind und hernach mittels der zentralen Schiebestange (11) in Längsrichtung des abgestellten Fahrzeuges verschiebbar ist.
7. Parkiersystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Böden der Container (1, 2) mit Querrillen in Form von aufgeschweissten Stahlstäben ausgerüstet sind.
8. Parkiersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Böden der Container (1, 2) mit Querrillen in Form von aufgeschweissten oder aufgeschraubten Blechen mit gedrückten Rillen ausgerüstet sind.
9. Parkiersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschiebesystem (5) mindestens ein auf der Plattform (4) angeordnetes motorisch angetriebenes Förderband (30) einschliesst, sowie ein freilaufendes Förderband (31) auf jedem Containerboden, und dass zwischen dem Förderband (30) der Plattform (4) und jenem des anschliessenden Containers vorne an der Plattform (4) eine Kraftübertragungs-Einrichtung angeordnet ist, welche mindestens ein Zahnrad (32) einschliesst und mittels welcher ein Kraftschluss zwischen dem Förderband (3) der Plattform (4) und jenem (31) des Containers durch mechanisches Andocken herstellbar ist.
10. Parkiersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschiebesystem (5) zwei auf der Plattform (4) angeordnete motorisch angetriebene Förderbänder (30) für die Räder der beiden Fahrzeugseiten einschliesst, sowie zwei freilaufende Förderbänder (31) auf jedem Containerboden, und dass zwischen den Förderbändern (30) der Plattform (4) und jenen des anschliessenden Containers vorne an der Plattform (4) eine Kraftübertragungs-Einrichtung angeordnet ist, welche mindestens ein Zahnrad (32) einschliesst und mittels welcher ein Kraftschluss zwischen den Förderbändern (3) der Plattform (4) und jenen (31) des Containers durch mechanisches Andocken herstellbar ist.
11. Parkiersystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es mehrere Reihen von mehreren Stapeln von Containern (1, 2) aufweist, die auf einer Seite offen sind, wobei unmittelbar vor jeder offenen Seite ein weiterer Container angeordnet ist, der vorne und hinten offen ist, und jede Reihe mindestens einen genannten Aufzug aufweist.
12. Parkiersystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es mehrere Reihen von mehreren Stapeln von Containern (1, 2) aufweist, die auf einer Seite offen sind, wobei unmittelbar vor jeder offenen Seite weitere Container angeordnet sind, die vorne und hinten offen sind, und jede Reihe mindestens einen genannten Aufzug aufweist.
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|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased |