CH680804A5 - - Google Patents
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Description
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CH 680 804 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft einen Preller-Wächter für die Detektion von in einer Projektilfangbremse einer Projektilwebmaschine mangelhaft gebremsten Projektilen.
In Projektilwebmaschinen ist auf der Fangwerkseite jeweils eine Projektilfangbremse vorgesehen, in welcher das den Schussfaden eintragende Projektil kontrolliert bis zum Stillstand gebremst wird. Es ist nun eine bekannte Fehlerquelle beim Webvorgang, dass durch mangelhafte Bremsung ein Projektil im Fangbereich aufschlägt. Die Ursache der mangelhaften Bremsung kann in der Abnutzung der Bremse liegen oder darin, dass sich Öl an einem oder mehreren der Projektile befindet. Die Folge solcher mangelhafter Bremsung besteht darin, dass bei andauerndem Fehler sowohl die Projektilspitzen als auch der Projektilrückschieber grossem Ver-schleiss unterliegen und beschädigt werden. Der Austausch dieser Teile ist kostspielig und verursacht Betriebsunterbrüche. Ferner können sich durch das Aufschlagen der Projektile besonders bei dünnen Garnen Fadenverlierer ergeben, womit auch das hergestellte Gewebe beeinträchtigt wird. Mangelhaft gebremste Projektile machten sich bis anhin vor allem akkustisch beim Bedienungspersonal oder später als Gewebefehler durch Fadenverlierer bemerkbar, ohne dass aber eine systematische und rasche, automatische Detektion dieser Ereignisse selbst vorgesehen war. Letzteres wäre wünschenswert, um eine rasche Unterbrechung des Webvorgangs und eine Behebung des entsprechenden Mangels sicherzustellen, bevor ein Schaden entstanden ist. Da der Projektilfangbereich einer Greifer-Webmaschine zur Anbringung von Detektoren und Sensoren jedoch ungeeignet ist, sind bisher keine entsprechenden Einrichtungen bekannt geworden.
Es stellt sich die Aufgabe, einen Preller-Wächter der eingangs genannten Art zu schaffen, der ohne Eingriff in die funktionellen Bereiche der Webmaschine eine automatische Detektion solcher Ereignisse erlaubt.
Die Lösung erfolgt durch die in Patentanspruch 1 genannten Merkmale.
Mit dem erfindungsgemässen Preller-Wächter gelingt es, mangelhaft gebremste Projektile bzw. entsprechende Fadenverlierer auf der Fangwerkseite unmittelbar beim Schusseintrag zu detektie-ren. Dabei ist keinerlei Änderung im funktionellen Aufbau der herkömmlichen Greifer-Webmaschinen erforderlich. In einer besonderen Ausführung der Erfindung können mit dem Preller-Wächter zugleich auch die Projektilendstellungen korrekt gebremster Projektile überwacht werden, um den Zustand der Projektilfangbremse laufend zu kontrollieren.
Nachfolgend wird anhand der Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Aufsicht auf den Rückschiebemechanismus einer Projektilfangbremse;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des Stoss-Sensors;
Fig. 3 eine schematische Schnittansicht durch den Beschleunigungssensor;
Fig. 4 ein Zeitdiagramm der Sensorsignale, und Fig. 5 eine schematische Darstellung einer Ausführung mit Flugtrigger.
Fig. 1 zeigt den Rückschiebemechanismus einer Projektilfangbremse, wie sie zum Beispiel in SUL-ZER-Greifer-Webmaschinen vorgesehen sind. Ein Projektil 1 wird bekanntlich in der Projektilfangbremse 2 (nicht im Detail gezeigt) nach dem Schusseintrag bis zum Stillstand abgebremst. Dabei kommt es bei korrekter Bremsung an einer Stelle A zum Stillstand, die vor einem Projektilrückschieber 3 des Rückschiebemechanismus liegt: Diese Stelle kann je nach dem Zustand der Bremse variieren. Kritisch für das einwandfreie Funktionieren der Webmaschine sind Projektile, die zu wenig gebremst werden. Diese schlagen auf dem Projektilrückschieber auf. Bei diesem unkontrollierten Auftreffen können Beschädigungen an Projektil und Rückschieber entstehen und es können Fadenverlierer auftreten.
Der Rückschiebemechanismus besitzt einen Rückschiebehebel 4, mittels welchem der Rückschieber 3 bei jedem Maschinenzyklus einmal betätigt wird, um das Projektil 1 aus der Bremse 2 zurückzuschieben. Der Preller-Wächter 5 befindet sich nun auf dem rückschieberseitigen Ende dieses Rückschieberhebels 4. Ein mangelhaft gebremstes Projektil, das sich bis zur Stelle B weiterbewegt, erzeugt einen Schlag auf den Rückschieber 3, der sich auf den Rückschieberhebel 4 überträgt und dort mittels dem Preller-Wächter 5 detektiert wird. Zu diesem Zweck ist der Preller-Wächter als Stoss-Sensor ausgebildet, der den durch den Aufschlag erzeugten mechanischen Stoss detektiert. In den Fig. 2 und 3 ist der Aufbau des Sensors näher dargestellt. In einem fest mit dem Rückschieberhebel 4 verbundenen Gehäuse 10 ist auf einem Träger 11 ein Piezokristall 12 befestigt. Der Träger 11 bildet damit eine einseitig mit dem Rückschieberhebel 4 verbundene, davon abstehende Platte. Sie verläuft mit Vorteil etwa senkrecht zur Stoss- bzw. Beschleunigungsrichtung, welche in Fig. 3 mit Pfeil angedeutet ist. Die durch den Stoss übertragenen mechanischen Schwingungen deformieren den Piezokristall 12, so dass eine entsprechende Spannung an seinen Oberflächen abgegriffen werden kann. Zu diesem Zweck ist der Träger 11 aus Metall und bildet so die rückseitige Elektrode, während vorderseitig eine Elektrode 14 angeordnet ist.
Dieser Stoss-Sensor ist vorzugsweise nahe am vorderen Ende des Rückschieberhebels 4 angeordnet, damit ein Stoss möglichst ungedämpft empfangen werden kann.
Die Detektion des erzeugten Signals erfolgt mittels einer Auswerteschaltung 20 mit an sich bekannten elektronischen Elementen, die deshalb nicht im einzelnen erläutert zu werden brauchen. Das Signal aus dem Piezokristall 12 wird verstärkt und mittels einem Schwellenwert-Detektor 22 werden anfällige Störsignale unterdrückt. Beim Feststellen eines Aufpralls kann die Maschine unverzüglich angehalten und ein entsprechendes Signal ausgegeben werden. Der Schwellenwert-Detektor 22 kann einen
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einstellbaren Pegel aufweisen. Damit kann der Preller-Wächter an verschiedene Ausführungen des Rückschieber-Mechanismus angepasst werden, welche die Stösse durch das Aufschlagen von Projektilen verschieden stark übermitteln.
In einer besonderen Ausführung kann der erläuterte Prelier-Wächter ferner mit einem Flugtrigger kombiniert werden. Hierzu wird auf die Fig. 4 und 5 verwiesen. Ein Flugtrigger 21 ist ein an sich bekannter Sensor, der im Bereich der Flugbahn des Projektils vor der Fangbremse angeordnet ist und beim Passieren eines Projektils ein Signal abgibt. Dieses Flugtriggersignal kann nun dazu benutzt werden, um ein zeitliches Fenster festzulegen, während welchem Signale des Preller-Wächters detektiert werden. Ausgehend vom Zeitpunkt to des Überfliegens des Projektils kann z.B. ein Zeitfenster At= 20 msec geöffnet werden (vgl. Fig. 4). Signale, die ausserhalb dieses Zeitfensters eintreffen, gelten dann nicht als Aufschlagssignale und lösen damit keinen Maschinenstopp aus. In Fig. 4 ist die Situation gezeigt, bei welcher innerhalb des Zeitfensters ein Aufschlagsignal vorliegt, was zu einem Maschinenstopp führt.
In der gleichen Figur ist ein zweites, zum Zeitpunkt tx eingezeichnetes Signal dargestellt. Dieses gehört zu einer Situation, bei welcher eine korrekte Bremsung erfolgt ist, also innerhalb des Zeitfensters kein Aufschlagsignal vorliegt. Das Signal zum Zeitpunkt tx rührt vom Impuls her, der durch die Berührung des Rückschiebers 3 mit dem stillstehenden Projektil beim Rückschieben entsteht. Der Zeitpunkt tx liegt bezüglich des Maschinenzyklus umso früher, je weiter das Projektil in die Fangbremse eingedrungen ist, d.h. je weniger gut die Bremse wirkt. Die Überwachung des Zeitpunkts tx bezüglich des Maschinenzyklus erlaubt also eine Überwachung der Funktion der Projektilfangbremse. Die Auswerteschaltung 20 erhält zu diesem Zweck ein Taktsignal CL, das den Maschinenzyklus anzeigt. In einer Zeitmessschaltung wird die Zeitdifferenz zwischen dem Signalzeitpunkt tx und dem Taktsignal bestimmt, woraus sich direkt ein Mass für die Lage des Projektils 1 in der Fangbremse 2 ergibt. Stellt man dabei ein Nachlassen der Wirkung der Fangbremse 2 fest, kann dies rechtzeitig korrigiert werden. Auch diese Überwachung kann automatisiert werden, indem eine Schwelle für die erwähnte Zeitdifferenz gesetzt wird, bei deren Unterschreiten eine entsprechende Anzeige erfolgt.
Der beschriebene Preller-Wächter kann auf einfache Weise in bestehende Projektilwebmaschinen eingebaut werden, ohne dass ein besonderer Umbau oder Austausch funktioneller Teile erforderlich ist. Die Funktionsüberwachung solcher Maschinen kann dadurch mit relativ einfachen Mitteln erheblich verbessert werden.
Claims (7)
1. Preller-Wächter für die Detektion von in einer Projektilfangbremse einer Projektilwebmaschine mangelhaft gebremsten Projektilen, wobei die Projektilfangbremse einen Projektilrückschieber aufweist, der mittels einem Rückschieberhebel betätigbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass am Rückschieberhebel (4) ein Stoss-Sensor (5) angeordnet ist.
2. Preller-Wächter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (5) am rückschie-berseitigen Ende des Rückschieberhebels (4) angeordnet ist.
3. Preller-Wächter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (5) zur Detektion von Stössen in Richtung der Rückschieberhebel-Bewegung ausgebildet ist.
4. Preller-Wächter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stoss-Sensor (5) als piezoelektrischer Sensor (10-14) ausgebildet ist.
5. Preller-Wächter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der piezoelektrische Sensor (10-14) einen Piezokristall (12) aufweist, der auf einem einseitig mit dem Rückschieberhebel verbundenen, davon abstehenden Träger angeordnet ist.
6. Preller-Wächter nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei im Bereich der Flugbahn des Projektils vor der Projektilfangbremse zusätzlich ein Flugtrigger vorgesehen ist zur Erzeugung eines Signals beim Passieren eines Projektils, dadurch gekennzeichnet, dass der Preller-Wächter (5) mit einer Signalauswerteschaltung (20) verbunden ist, mittels welcher Preller-Wächter-Signale, die innerhalb eines bestimmten Zeitfensters nach dem Flugtriggersignal auftreten, detektierbar und von solchen Signalen unterscheidbar sind, die ausserhalb des Zeitfensters auftreten.
7. Preller-Wächter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalauswerteschaltung (20) eine Zeitmessschaltung zur Bestimmung des Zeitpunkts von Preller-Wächter-Signalen bezüglich des Maschinenzyklus besitzt, die nach dem Zeitfenster auftreten.
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