CH558243A - Verfahren und vorrichtung zum herstellen von formlingen aus einer keramischen masse. - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum herstellen von formlingen aus einer keramischen masse.Info
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Formlingen aus einer keramischen Masse durch Zerschneiden eines von einer Strangpresse kommenden Strangs sowie eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens mit einer Schneideinrichtung. Bei der Herstellung von Formlingen aus keramischer Masse, z. B. von Ziegelsteinen, Strangziegeln oder Profilsteinen, kommt es sehr darauf an, dass die Formlinge stets die gleichen Abmessungen, insbesondere die gleiche Länge aufweisen. Die exakte Einhaltung der Abmessungen spielt bei im Verband zu verlegenden oder beim Verlegen ineinandergreifenden Formlingen eine entscheidende Rolle. Besonders schwierig ist die Einhaltung einer genauen Formlingslänge dann, wenn die Stärke der Formlinge durch das Pressmundstück und das Profil der Formlinge durch Veränderung des Querschnittprofils des Strangs mittels dem Pressenmundstück zugeordneten Schiebern bestimmt wird. Die Erfindung ermöglicht es, beliebig profilierte Formlinge auf eine wirtschaftliche Art und Weise mit stets gleichbleibender Länge herzustellen. Dazu sieht die Erfindung ein Verfahren vor, bei welchem der Strang mittels einer ersten Förderbahn von der Strangpresse wegbewegt wird, dann während der Bewegung im Bereich der ersten Förderbahn das Kopfstück des Strangs zur Bildung einer exakten Stirnschnittfläche abgeschnitten und anschliessend das abgeschnittene Kopfstück mittels einer zweiten Förderbahn mit grösserer Geschwindigkeit von der exakten Stirnschnittfläche des Strangs wegbewegt wird, dann die Stirnschnittfläche beim Ankommen an einer Strahlenschranke ertastet und im Augenblick der Unterbrechung der Strahlenschranke durch die Stirnschnittfläche des Strangs im Bereich der ersten Förderbahn in einem der Länge des Formlings entsprechenden Abstand von der Strahlenschranke abgeschnitten wird, worauf dieser erste exakt abgelängte Formling durch die zweite Förderbahn von der Stirnschnittfläche des Strangs wegbewegt und der Abtastvorgang und Abschneidevorgang beim nachfolgenden Strang wiederkehrend wiederholt wird. Die gemäss der Erfindung zur Durchführung des Verfahrens vorgesehene Vorrichtung kennzeichnet sich dadurch, dass anschliessend an die erste Förderbahn für den Strang eine zweite Förderbahn mit einer grösseren Bandgeschwindigkeit als die der ersten Förderbahn angeordnet ist, wobei im Endbereich der ersten Förderbahn eine aus einem Sender und einem Empfänger bestehende Strahlenschranke quer zur Transportbewegung des Strangs vorgesehen ist, welche Strahlenschranke in elektrischer Verbindung steht mit einer Antriebs- und Führungseinrichtung für die im Bereich der ersten Förderbahn in einem Abstand entsprechend der Länge des Formlings angeordnete Schneideinrichtung. In der Zeichnung ist schematisch ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Dabei zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung und Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. 1. Der von der Strangpresse (nicht gezeichnet) herkommende, profilierte Strang 18 wird auf einer ersten Förderbahn 11 in Richtung gemäss dem Pfeil A von der Strangpresse kontinuierlich wegbewegt. Die Förderbahn 11 ist nur schematisch dargestellt. Sie kann aus einem endlos über Umlenkrollen geführten Band bestehen. An die Förderbahn 11 schliesst sich, in Transportrichtung nach dem Pfeil A gesehen, eine zweite Förderbahn 14 an, welche zwar gleich gerichtet ist, jedoch eine grössere Transportgeschwindigkeit aufweist als die Förderbahn 11. Auch die zweite Förderbahn 14 ist nur schematisch angedeutet. Sie kann ebenfalls in Form eines endlos umlaufenden Bands ausgebildet sein. Im Bereich des Stosses zwischen den beiden Förderbahnen können Stützflächen angeordnet sein, damit der Strang 18, der aus einer noch verformbaren keramischen Masse besteht, nicht bei der Übergabe von der ersten Förderbahn zur zweiten Förderbahn deformiert wird. Im Endbereich der ersten Förderbahn ist in einem gewissen Abstand über deren Transportebene quer zur Transportrichtung eine Lichtschranke 15 errichtet. Zu diesem Zweck ist auf der einen Seite der Förderbahn 11 eine Strahlenquelle 16 und auf der gegenüberliegenden Seite eine Fotozelle 17 angebracht. Die Strahlenquelle ist so ausgebildet, dass sie einen sehr scharf gebündelten Strahl aussendet. Entgegen der Transportrichtung A ist im Bereich der Förderbahn 11 in einem Abstand dicht oberhalb des Strangs 18 ein quer zur Förderbahn 11 verlaufendes Schneidelement 12, z. B. ein Schneidedraht, angebracht. Der Abstand entspricht genau der gewünschten Länge des Formlings. Zu beiden Seiten der Förderbahn 11 sind Platten 13 gelagert, die jeweils eine Führungsbahn für das Schneidelement 12 aufweisen. Nachdem das Zerschneiden des Strangs 18 während seines kontinuierlichen Transports auf der Förderbahn 11 erfolgt, muss Vorsorge getroffen werden, dass das Schneidelement 12, von oben nach unten schneidend, eine Bewegung ausführt, die auf die Fortschreitgeschwindigkeit des Strangs 18 Rücksicht nimmt. Zu diesem Zweck könnten die die Führung des Schneidelements übemehmenden Platten 13 jeweils vor Beginn des Schneidvorgangs mit der Förderbahn 11 zur gemeinsamen, synchronen Fortschreitbewegung gekoppelt werden. In der Zeichnung ist jedoch eine baulich noch wesentlich einfachere Möglichkeit aufgezeigt. Dort ist die Führungsbahn für das Schneidelement von oben nach unten in Transportrichtung A schräg angeordnet. Die Abweichung von der Vertikalebene 21 (strichdoppelpunktiert) ergibt sich durch die Berücksichtigung der Fortschreitgeschwindigkeit der Förderbahn 11. Das Schneidelement 12 vollzieht also während des Schneidens eine Bewegung in zwei Richtungen, nämlich in der Vertikalen und in der Horizontalen. Mit Rücksicht auf die Horizontalverschiebung des Strangs erzielt das Schneidelement 12 auf diese Art und Weise am Formling eine Schnittfläche, die genau rechtwinklig zu den Längsflächen des Formlings steht. Das Schneidelement 12 wird durch eine (nicht dargestellte) Antriebseinrichtung bewegt, die an den Platten 13 angebracht ist. Die Antriebseinrichtung für das Schneidelement wird durch die Strahlenschranke 15 gesteuert. Dazu steht die Antriebsvorrichtung mit der Strahlenquelle 16 und der Fotozelle 17 in elektrischer Verbindung. Bei Unterbrechung der Strahlenschranke 15 wird sofort die Antriebseinrichtung für das Schneidelement 12 in Gang gesetzt. Im Bereich der Bahn des Schneidelements 12 ist im gezeichneten Beispiel die Förderbahn 11 unterbrochen. Sie kann zu diesem Zweck aus zwei endlos umlaufenden Förderbändern mit synchroner Bewegung bestehen, wobei am Stoss dieser beiden Förderbänder wieder Stützflächen vorgesehen sein können. Vorzugsweise sind die Strahlenquelle 16 und die Fotozelle 17 auf einem gemeinsamen Lager angeordnet, welches relativ zum Schneidelement 12 verschiebbar und an Teilen der Transportbahn 11 feststellbar ausgebildet ist. Auf diese Art und Weise kann der Abstand zwischen der Strahlenschranke 15 und dem Schneidelement 12 der gewünschten Länge des Formlings auf einfache Art und Weise angepasst werden. Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist folgende: Die Transportbahnen 11 und 14 werden in Gang gesetzt, sobald die Strangpresse arbeitet und aus dem Pressenmundstück der profilierte Strang austritt. Dieser Strang wird auf der Transportbahn 11 abgestützt und von dieser von der Strangpresse wegbewegt, wobei der nicht exakt geformte Kopf des Strangs in den Bereich der Strahlenschranke 15 gelangt. So bald der Kopf die Strahlenschranke unterbricht, beginnt im gleichen Augenblick das Schneidelement 12 seine Schneidbewegung nach unten und erzeugt dabei eine Schnittfläche, die genau zu den geformten Längsflächen des Strangs senkrecht steht. Am Ende des Schneidvorgangs wird das Schneidelement beispielsweise nach unten aus dem Strang heraus bewegt und an einer der Platten auf deren Aussenseite wieder nach oben in die Ausgangsstellung geführt. Der Strang 18 ist währenddessen mit dem abgeschnittenen Kopfstück auf der Transportbahn 11 weiterbewegt worden, so dass das Kopfstück auf die Förderbahn 14 gelangt ist. Diese Förderbahn 14 verleiht infolge ihrer grösseren Geschwindigkeit dem Kopfstück eine Beschleunigung, so dass sich sehr rasch ein beträchtlicher Abstand zwischen dem Kopfstück und der geschnittenen Stirnfläche des Strangs einstellt. Sobald das Kopfstück den Bereich der Strahlenquelle 16 passiert hat, wird die Strahlenschranke 15 wieder errichtet. Dadurch wird über eine elektrische Steuerung das Schneidelement 12 wieder in Schneidbereitschaft gebracht. Wenn nun, wie in der Zeichnung dargestellt, die exakt geschnittene Stirnfläche des Strangs auf der Förderbahn 11 so weit bewegt worden ist, dass die Stirnfläche die Strahlenschranke 15 unterbricht, beginnt das Schneidelement 12 wiederum seine Schneidbewegung und vollzieht diese, wie weiter oben geschildert, bis wiederum eine Schnittfläche geschaffen ist, die genau parallel zur Stirnfläche des Strangs verläuft und einen exakten Abstand zu dieser aufweist. Mit Hilfe der geschilderten Vorrichtung kann eine Genauigkeit dieses Abstands mit einer Toleranz von Bruchteilen eines Zehntelmillimeters erzielt werden. Der durch den zweiten Schnitt exakt abgelenkte Formling 19 wird beim Erreichen der Förderbahn 14 von dieser beschleunigt und so von der Strangstimfläche wegbewegt, bis die Strahlenschranke wieder errichtet ist. Danach wiederholt sich der Abtastvorgang durch die Strahlenschranke und der durch diese gesteuerte Schneidvorgang bei jedem Formling so lange, bis der gesamte Strang 18 in Formlinge zerschnitten ist, die in ihrer Länge exakt übereinstimmen. Anstelle der auf beiden Seiten der Förderbahn 11 angeordneten Antriebsvorrichtung und die zum Führen des Schneidelements dienenden Platten 13 kann, wie in Fig. 2 angedeutet, eine Antriebsvorrichtung 3 und Führungseinrichtung für das Schneidelement 12 auch nur auf einer Seite vorgesehen sein, wobei das Schneidelement 12 dann an dieser Einrichtung fliegend gelagert und entsprechend steif ausgebildet ist. Die Führung für das Schneidelement 12 kann dann um die Schneidbahn so ringsum verlaufen, dass das Schneidelement nach vollzogenem Schnitt nach unten aus dem Strang entfernt und über die Aussenseite der Führungseinrichtung wieder nach oben in die Ausgangslage gebracht werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHEI. Verfahren zum Herstellen von Formlingen aus einer keramischen Masse durch Zerschneiden eines von einer Strangpresse kommenden Strangs, dadurch gekennzeichnet, dass der Strang mittels einer ersten Förderbahn von der Strangpresse wegbewegt wird, dann während der Bewegung im Bereich der ersten Förderbahn das Kopfstück des Strangs zur Bildung einer exakten Stirnschnittfläche abgeschnitten und anschliessend das abgeschnittene Kopfstück mittels einer zweiten Förderbahn mit grösserer Geschwindigkeit von der exakten Stirnschnittfläche des Strangs wegbewegt wird,dann die Stirnschnittfläche beim Ankommen an einer Strahlen schranke ertastet und im Augenblick der Unterbrechung der Strahlenschranke durch die Stirnschnittfläche des Strangs im Bereich der ersten Förderbahn in einem der Länge des Form lings entsprechenden Abstand von der Strahlenschranke abge schnitten wird, worauf dieser erste exakt abgelängte Formling durch die zweite Förderbahn von der Stirnschnittfläche des Strangs wegbewegt und der Abtastvorgang und Abschneide vorgang beim nachfolgenden Strang wiederkehrend wiederholt wird.II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I mit einer Schneideinrichtung zum Zer schneiden des auf einer Förderbahn von der Strangpresse wegbewegten Strangs, dadurch gekennzeichnet, dass an schliessend an die erste Förderbahn (11) für den Strang (18) eine zweite Förderbahn (14) mit einer grösseren Bandge schwindigkeit als die der ersten Förderbahn (11) angeordnet ist, wobei im Endbereich der ersten Förderbahn (11) eine aus einem Sender (16) und einem Empfänger (17) bestehende Strahlenschranke (15) quer zur Transportbewegung des Strangs (18) vorgesehen ist, welche Strahlenschranke in elek trischer Verbindung steht mit einer Antriebs- und Führungs einrichtung (3, 13) für die im Bereich der ersten Förderbahn (11) in einem Abstand entsprechend der Länge des Form lings (19) angeordnete Schneideinrichtung (12).UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Förderbahn (11) als umlaufendes endloses Band ausgebildet ist und dass ferner die Schneideinrichtung (12) während des Schneidens mit der ersten Förderbahn (11) synchron bewegbar ist.2. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneideinrichtung aus einem von oben nach unten schneidenden Schneidelement (12) und der Antriebs- und Führungseinrichtung (3, 13) für das Schneidelement (12) besteht, welche Führungseinrichtung mindestens auf einer Seite der Förderbahn (11) mit einer Führungsbahn für das Schneidelement (12) versehen ist.3. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbahn für das Schneidelement (12) in einer solchen Weise von oben nach unten schräg verläuft, dass das Schneidelement (12) eine von der vertikalen Ebene (21) entsprechend der Geschwindigkeit der ersten Förderbahn (11) abweichende Schnittbahn (20) vollzieht.4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen der Strahlenschranke (15) und dem Schneidelement (12) durch eine Relatiwerschiebung dieser Vorrichtungsteile zueinander zur Anpassung an die gewünschte Formlingslänge verstell- und feststellbar ist.
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Publications (1)
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Cited By (1)
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Families Citing this family (1)
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| DE3819916C2 (de) * | 1988-06-11 | 1996-12-19 | Erfurt Umformtechnik Gmbh | Verfahren zur Dosierung der Materialmenge bei der Herstellung von Formteilen aus härtbaren Formmassen |
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1973
- 1973-05-24 CH CH743473A patent/CH558243A/de not_active IP Right Cessation
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1974
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