Die Erfindung betrifft eine Vorhangaulhängeeinrichtung mit einer Vorrichtung zum Einführen eines Vorhanges in eine Innenläufer-Vorhangschiene über eine Schleuse, welche Vorrichtung einen geraden Teil, der in sich eine Laufnut mit einem Laufnutenschlitz aufweist, und einen Ausstossstab, der einen Handgriff aufweist und dessen vorderes Ende in der Laufnut hin und her beweglich geführt ist, und einen gebogenen Teil in Fortsetzung der Laufnut, und eine Versteifungsrippe auf dem gebogenen Teil, die mittig angeordnet ist und die im wesentlichen schmäler als der Laufnutenschlitz der Innenläufer-Vorhangschiene ist, und mit dem schmäleren Bereich zwecks Seitenführung und Längsausrichtung in den Laufnutenschlitz der Innenläufer-Vorhangschiene einsetzbar ist,
und eine Anlagefläche beiderseits der Versteifungsrippe im oberen Endbereich des gebogenen Teils und zwei vom unteren Endbereich ausgehende, in Fortsetzung des gebogenen Teils weisende Zungen beiderseits des Laufnutenschlitzes der Vorrichtung aufweist.
Ein erheblicher Teil von Unfällen im Haushalt geschieht beim Auf- oder Abhängen der Gardinen. Hierbei muss man überkopf an einer meist unzugänglichen Stelle eines Zimmers arbeiten, und zwar stets auf einer Leiter oder dergleichen stehend.
Man versuchte hier Abhilfe zu schaffen, indem man einen Teil der Schiene nach oben herausklappbar gemacht hat, wodurch der Zugang zu den Laufnuten erleichtert wird. Man muss dann nicht mehr in der Ecke arbeiten und praktisch im Dunkeln eine Einführöffnung suchen, die grössenordnungsmässig lediglich so gross ist wie der Umriss eines Vorhangträgers (DAS 1 029 137).
Es ist auch eine lyra-förmige Einführungsvorrichtung bekannt geworden, mit der die Vorhangträger aufgereiht werden können. Nach dem Aufreihen setzt man die Vorrichtung von unten gegen die Schiene an und schiebt die aufgereihten Aufhängekörper in die Schiene. Diese Vorrichtung erfordert zur Bedienung ebenfalls eine Stufenleiter und ist praktisch nicht herstellbar, weil es sich darum handelt, Innenläufer-Vorhangschienen mit Vorhangträgern zu beschicken. Die Vorrichtung ist nie auf den Markt gekommen, und die ihr zugrunde liegende Erfindung blieb papierener Stand der Technik (DAS 1 218 127).
Es ist auch eine Stange gemäss der einleitend beschriebenen Art bekanntgeworden, deren gerader Teil und gebogener Teil einstückig aus einem U-Profil besteht. Das U-Profil selbst ist viel zu schmal, um griffgerecht zu sein. Es ist auch viel zu biegsam, um auf der erforderlichen Länge stabil zu sein. Man hat deshalb den geraden Teil in eine U-förmige Holzschiene eingelegt. Dadurch erst wird die Stange genügend stabil und griffgerecht. In der Laufnut ist ein biegsamer Stab geführt, der über einen den Laufnutenschlitz durchquerenden Handgriff hin und her beweglich ist. Auf das Ende des gebogenen Teils ist ein gesonderter auswechselbarer Aufsatz aufgesetzt, mit dem die Schleuse nach innen in die Innenläufer-Vorhangschiene verdrängt werden kann und die mit ihren Zungen bei verdrängter Schleuse in eine Ausnehmung im Boden der Schleuse passt.
Bei dieser Stange sind alle Teile Spezialteile, für die besondere Spritzgussformen und Bearbeitungsmaschinen geschaffen werden müssen. Die Kapazität der Stange an Vorhangträgern ist um die Strecke, die der biegsame Stab hat, kleiner als die gesamte Stangenlänge. Da jedoch eine bestimmte Kapazität vorhanden sein muss, vermag man die notwendige Kapazität nur dadurch zu schaffen, dass man die Stange recht lang macht. Wenn man sie jedoch lang macht, so ergibt es überall dort Bedienungsschwierigkeiten, wo nicht so viel freier Raum unter der Innenläufer-Vorhangschiene zur Verfügung steht, was regelmässig über Fensterbänken mit Blumen, geschwungenen Vorhangschienen usw. der Fall ist.
Da die Stange lang ist, bereitet sie bei der Aufbewahrung Schwierigkeiten, sofern nicht Schränke mit genügend nutzbarer Höhe zur Verfügung stehen.
Ferner ist es bei dieser Stange notwendig, das U-Profil in der U-förmigen Holzschiene zu befestigen. Es wäre nicht produktgerecht, das U-Profil in der Holzschiene festzukleben.
Man muss deshalb zu wenigen Nietverbindungen greifen, die natürlich nur eine stellenweise Verbindung ergeben. Ausserdem muss man durch den Laufnutenschlitz des U-Profils hindurch die Niete einbringen, was ihre Grösse zwangsläufig begrenzt. Ausserdem kann man wegen des gewählten Systems den Vorhang aus der Schleuse ohne Stab in der Praxis nicht herausnehmen und das Einführen des Vorhangs ist nahezu unmöglich ohne Stab. Es wird also das Herausnehmen des Vorhangs kompliziert, obwohl dieser Vorgang früher einfacher war.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorhangauffiängevor richtung zu schaffen, die in ihren preisbestimmten Teilen aus serienmässig vorhandenen Teilen besteht, deshalb ganz wesentlich preiswerter hergestellt werden kann, so dass sie auch für das breite Publikum attraktiv wird und die trotz verminderter Länge die gleiche oder sogar noch eine grössere Kapazität hat als die bekannte Stange.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe durch folgende Merkmale gelöst:
Der gerade Teil besteht aus einer einläufigen, kastenförmigen, zu beiden Seiten der Laufnut Verstärkungselemente aufweisenden Vorhangschiene. Der Ausstossstab ist ein Schleuderstab, der sich ausserhalb der Laufnut befindet. Das dem Handgriff ferne Ende des Schleuderstabs ist durch ein Gelenk mit einem Schiebestück verbunden, das sich innerhalb der Laufnut des Schleuderstabs befindet, dort hin und her beweglich ist und mit einem Gelenksatz den Laufnutenschlitz durchquert. Auf dem einen Ende des geraden Teiles ist der abgebogene Teil biegefest als Spritzgussteil befestigt. Die Oberseite der beiden Zungen befinden sich unterhalb der Lauffläche des Laufnutenbodens des gebogenen Teiles, so dass sie sich in einer in Gebrauchslage den Laufnutenbogen der Schleuse untergreifenden Lage erstreckt.
Die Versteifungsrippe kann einen Fortsatz aufweisen, der sich über die Anlagefläche hinaus erstreckt und eine Anschlagsfläche für die Oberseite der in Betrieb nach unten herausgeklappten Schleuse besitzt. Indem die Vorhangschiene trotz grösserer Kapazität kürzer gehalten werden kann, weist sie auch einen kürzeren Hebel auf, die auf die Schleuse willkürlich oder unwillkürlich ausgeübten Kräfte sind um diesen Betrag geringer, und dementsprechend ist auch die Beschädigungsgefahr geringer. Blumenbänke, Nischen od. dgl. stören nun beim Gebrauch der Vorhangschiene wesentlich weniger oder sogar gar nicht. Beim Ansetzen der Vorhangschiene an die Schleuse können keinerlei Fehler gemacht werden, denn wenn die Schleuse heruntergeklappt ist, ist völlig klar, von welcher Richtung aus eingeführt werden muss.
Ein weiterer Vorteil der Vorhangauffiängeeinrichtung ist die Tatsache, dass die Vorhangschiene serienmässig hergestellt werden kann.
Zusammen mit Zeichnungen wird anschliessend ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 die Ansicht eines Fensters, einer darüber angebrachten Innenläufer-Vorhangschiene, einer angesetzten Vorhangschiene sowie eines fertig aufgehängten und eines an der Stange befindlichen Vorhangflügels,
Fig. 2 einen vergrösserten Längsschnitt des Details A in Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie 3-3 in Fig. 2,
Fig. 4 die Modellsicht des oberen Bereichs der Vorhangschiene,
Fig. 5 die Untersicht von Fig. 4,
Fig. 6 einen Schnitt längs der Linie 6-6 in Fig. 4,
Fig. 7 die teilweise aufgebrochene und abgebrochene Seitenansicht des unteren Bereichs der Vorhangschiene,
Fig. 8 einen Schnitt längs der Linie 8-8 in Fig. 7,
Fig. 9 die Untersicht der geschlossenen Schleuse,
Fig. 10 einen Schnitt längs der Linie 10-10 in Fig. 9,
Fig.
11 einen Schnitt längs der Linie 10-10 in Fig. 9, jedoch in geöffnetem Zustand,
Fig. 12 die Ansicht gemäss dem Pfeil 12 in Fig. 10 bei abgenommener Rückenplatte,
Fig. 13 einen Schnitt längs der Linie 13-13 in Fig. 12.
Gemäss Fig. 1 ist in einer Mauer 11 ein Fenster 12 vorgesehen, über dem eine Innenläufer-Vorhangschiene 13 befestigt ist. Der linke Vorhangteil 14 ist schon aufgehängt, während der rechte Vorhangteil 16 durch den Stab 17 gerade aufgehängt werden soll. An der Oberkante des Vorhangteils 16 sind Vorhangträger befestigt, die Rollen oder Gleiter sein können.
Der Stab 17 besitzt einen geraden Teil 18 und einen gebogenen Teil 19. Der gerade Teil 18 umfasst eine als Innenläufer Vorhangschiene ausgebildete Vorhangschiene 21, die eine Laufnut 22 exakt vom gleichen Typ wie die Innenläufer-Vorhangschiene 13 aufweist. Dementsprechend ist ein Laufnutenschlitz 23 vorhanden, der durch Laufnutenwangen 24, 26 begrenzt wird. Die Vorhangschiene 21 erstreckt sich über die ganze Länge des geraden Teils 18.
Rechts und links von der Laufnut 22 sind im Querschnitt viereckige Holzstäbe 27, 28 vorgesehen, die kunststoffummantelt sind. Solche Vorhangschienen sind als Zweistoffschienen bekannt und können entweder als Aufputzschienen oder als Unterputzschienen verwendet werden. An ihren Stirnseiten weist die Vorhangschiene 21 Klemmleistenpaare 29, 31 auf, die bei Vorhangschienen ebenfalls üblich sind. Im unteren Bereich der Vorhangschiene 21, evtl. dort, wo üblicherweise die Hand der Bedienungsperson angreift, sind Blendstreifen 32, 33 aus federndem Kunststoff eingerastet, die balliges Profil haben und somit diesen Bereich der Vorhangschiene 21 griffgünstiger gestalten. Unten sind die Blendenstreifen 32, 33 auf Gehrung geschnitten und ein gleicher Blendenstreifen 34 liegt quer über die untere Stirnseite der Vorhangschiene 21 und verschliesst zugleich die Laufnut 22 nach unten.
Die Vorhangschiene 21 ist rund 1,10 m lang und 4 cm breit. Man kann sie daher aus sonst nicht verwendbaren Vorhangschienen-Abfällen herstellen, indem man diese einfach auf Länge sägt.
Ausserdem ist diese Länge im Hinblick auf die vorkommende Kapazität ausreichend und dabei trotzdem ausserordentlich handlich. Da sie nichts anderes als eine Vorhangschiene ist, bedeutet dies für jede Bedienungsperson, auch wenn sie noch so uneingeweiht ist und wenn die Stange u. a. Geräten herumsteht, dass dies eine Vorrichtung für Vorhangschienen ist.
In der Laufnut 22 ist ein Stopper 36 vorgesehen, der einen Flügel 37 aus Kunststoff aufweist, welcher breiter als die Laufnut 22 ist und deren Querschnitt im wesentlichen verschliesst. In eine symmetrische Linksbohrung ist eine selbstschneidende Schraube 38 hineingedreht, die den Laufnutenschlitz 23 durchquert und aussensitzend einen Drehknopf 39 drehfest aufweist. Der Flügel 37 ist schmäler als der Laufnutenschlitz 23. Man kann ihn deshalb in die Laufnut 22 einsetzen und braucht dann am Drehknopf 39 nur so lange zu drehen, bis sich die Flügel 37 an die Laufnutenwände anlehnen und die Drehung nicht mehr weitermachen. Dreht man dann weiter am Drehknopf 39, so wird der Stopper 36 an den Laufnutenwangen 24, 26 festgeklemmt. Man kann den Stopper 36 an irgendeiner Stelle der Vorhangschiene 21 festklemmen.
Der gebogene Teil 19 erstreckt sich über etwa 70 , ist kreisabschnittförmig und sein Kastenprofil 41 fluchtet mit seiner Laufnut 42 exakt mit der Laufnut 22 des geraden Teils 18 an der Übergangsstelle 43. Parallel zum Kastenprofil 41 ist einstückig ein sich ebenfalls über etwa 70" erstreckendes, kreisabschnittförmiges Kastenprofil 116 angeformt, wobei die Wand 117 beiden Kastenprofilen gemeinsam ist. In diesem Bereich sind einstückig am gebogenen Teil 19 rechts und links zwei ebene Ansatzstücke 44,46 vorgesehen, die das obere Stirnende der Vorhangschiene 21 übergreifen.
Von den Ansatzstücken 44, 46 gehen rechtwinklig abgebogene Platten ab, die erheblich schmäler sind als der zwischen den Klemmleistenpaaren 29, 31 vorhandene Raum und in den Holstäbe 27, 28 mittels Schrauben lösbar befestigt sind. Ähnlich den Klemmleistenpaaren 29, 31 weist auch der gebogene Teil 19 an den Kastenprofilen 41, 116 Versteifungsrippen 51 auf, die etwa so dick sind wie eine senkrechte Wand der Kastenprofile 41, 116. Eine weitere Versteifungsrippe 52 erstreckt sich vom oberen Bereich 53 über die ganze Länge des Kastenprofils 41 und übergreift mit einem kurzen Stück 54 passend die Vorhangschiene 21. Die Versteifungsrippe 52 ist knapp schmäler als ein Laufnutenschlitz 56 der Innenläufer-Vorhangschiene 13 und hat dementsprechend eine Breite von etwa 4 mm.
Die Versteifungsrippe 52 ist jedoch keinesfalls höher als eine Laufnut 57 der Vorhangschiene 13 und ist einstückig mit dem gebogenen Teil 19 gespritzt. Etwa 2 cm überragt die Versteifungsrippe 52 den Bereich 53 in Form eines Hakens 58, dessen Spitze 59 nach unten weist. Auf dem Kastenprofil 116 ist eine zweite Versteifungsrippe 118 vorgesehen, die ebenfalls mit einem kurzen Stück 119 die Vorhangschiene 21 übergreift. Bis zur tangentialen Stirnfläche 121 verläuft diese Versteifungsrippe 118 wie auch die Versteifungsrippe 52 kreisbogenförmig. Gemäss Fig. 4 an der Versteifungsrippe 118 oben und an der Versteifungsrippe 52 unten sind zwei Anschläge 62, 61 vorgesehen, die sich grossflächig von unten gegen die Laufnutenwangen 63, 64 der Vorhangschiene 13 anlegen können.
Der Bereich 53 hat ganz an seinem Ende rechts und links von der Versteifungsrippe 52 Anschrägungen 66, 67, die mit der Oberseite der Anschläge 61, 62 und der Stirnfläche 121 fluchten und im Betrieb horizontal liegen. Die Anschrägung 67 ist wesentlich breiter als die Anschrägung 66. Am dem Bereich 53 entgegengesetzten Ende geht die Versteifungsrippe 52 in eine gemäss Fig. 2 schräg nach recht oben weisende Leiste 112 über, die sich wie die Versteifungsrippe 52 in der Mittenebene befindet und rechteckigen Querschnitt hat. An ihrem freien Ende geht die Leiste 112 in ein auf dem Kopf stehendes T-Profil über, dessen waagrechter Balken 113 symmetrisch zur Leiste 112 angeordnet ist und wesentlich breiter als der Laufnutenschlitz 23 ist.
Die Ausrichtung ist so getroffen, dass die Oberseite des Balkens 113, die Oberseite der Anschläge 61, 62, die Stirnfläche 121 und die Anschrägungen 66, 67 fluchtend in einer Ebene liegen. Diese Ebene erstreckt sich im Betrieb horizontal. Der senkrechte Balken 114 des T geht mittig vom Balken 113 senkrecht nach oben und ist schmäler als der Laufnutenschlitz 23. In Betrieb dient er zusammen mit dem Balken 113 als zusätzliche Positionierungshilfe für den Stab 17. Er vermindert zusätzlich die Hebelwirkung-des Stabs 17 auf die Schleuse 79. Wegen der Details wird im übrigen ausdrücklich auf die massstäbliche Zeichnung der Fig. 2-8 verwiesen.
Unten vom Bereich 53 aus erstrecken sich bis über die Stirnseite 68 hinaus drei Zungen 69, 71, 122,deren Oberseite 72, 73, 123 etwa tangential zum Verlauf des gebogenen Teils 19 ist und die um soviel mit einer Stufe 74, 76, 124 nach unten versetzt ist, als die Laufnutenwangen 77, 78, 126, 127 des gebogenen Teils 19 bzw. die Laufnutenwangen 63, 64 der Vorhangschiene 13 dick sind. Ferner ist gemäss Fig. 2 der effektive Abstand zwischen der bogenförmigen Einziehung 59 der Versteifungsrippe 52 und den Oberseiten 72, 73 genau so gross, dass dazwischen eine Schleuse 79 ihrer Dicke nach passt. -Wie man aus Fig. 2 weiter ersieht, gehen die Laufnuten Wangen 78 stosslos in die Laufnutenwangen 64 der Schleuse 79 über.
Für das Abnehmen der Vorhänge sind am äusseren- inneren Ende der Zungen 69, 71, 122 trichterförmige An schrägungen 81, 82, 128, 129 vorgesehen. Zur besseren Versteifung kann auch noch ein einstückiges Winkelstück 85 zwischen dem Kastenprofil 41 und dem Ansatzstück 44 vorgesehen sein, wie dies Fig. 4 zeigt. Wie man aus den Zeichnungen sieht, endet das Kastenprofil 116 genau mit dem Kastenprofil 41 und fängt auch genau mit diesem an. Es ragt seitlich nicht über die Seitenbegrenzung des geraden Teils 18 hinaus, was in Fig. 3 am deutlichsten wird.
Jedoch findet das Kastenprofil 116 keine Fortsetzung im geraden Teil 18. Wenn man allerdings für den geraden Teil 18 eine zweiläufige Vorhangschiene 21 vorsieht, dann könnte im zweiten Lauf dieser Vorhangschiene das Kastenprofil 116 seine Fortsetzung finden. Beim Ausführungsbeispiel jedenfalls endet das Kastenprofil 116 stumpf vor dem Holzstab 27.
Vom Tragkörper 83 eines an sich bekannten Führungswagens sind die beiden Aufhängeösen abgeschnitten worden, so dass nur Stummel 84 in den Laufnutenschlitz 23 ragen. Der Tragkörper 83 ragt mit dem Stummel 84 soweit gemäss Fig.
2 nach links, dass davorliegende Aufhängekörper an der Doppelrolle 86 nicht scheuern. In die mittig angeordnete und nach unten herausragende einstückige Öse 87 ist ein üblicher Schleuderstab 88 mit einem Pilzkopf 89 eingehängt. Der Schleuderstab 88 ist so lang wie die üblichen Schleuderstäbe, so dass sich sein Griff 91 auch in der obersten Lage in griffgünstiger Höhe befindet.
Im Zuge der Vorhangschiene 13 liegt in exakter Weiterführung eine rechteckige Ausnehmung 92, in der ein Rahmen 93 samt Schleuse 79 liegt. Die Ausnehmung 92 schwächt die äusseren Holzstäbe 96 nicht oder nur wenig. Der Rahmen 93 ist mit der Vorhangschiene 13 durch Klebstoff verbunden. Ein dünner, rundum laufender Rand 94 untergreift die Vorhangschiene 13 und dient als Positionierungshilfe. Im Rahmen 93 finden die Laufnuten der Vorhangschiene 13 ihre genaue Fortsetzung. Zur Befestigung sind zwei Schraubenlöcher 97, 98 im Rahmen 93 vorgesehen, und zwar dort, wo der mittlere Holzstab 96 unterbrochen ist. Im Rahmen 93 ist eine rechtekkige Ausnehmung 99 vorgesehen. An den längeren Seitenflächen der Ausnehmung 99 sind von oben offene Gleitsitzschalen 101 vorgesehen und ihr Boden fällt gemäss Fig. 10 und 11 von links nach rechts. Sie sind länger, als ein kreiszylindrischer Zapfen 102 dick ist.
Um diese Zapfen 102 kann man die Schleuse 79 nach unten herausklappen.
In der Schleuse 79 ist in Fortsetzung des mittleren Holz- stabs 96 eine sich nach links erstreckende Kammer 106 vorgesehen, in der eine Wendelfeder 107 vorgesehen ist, die eine Klinke 108 nach aussen in Schliessstellung drängt. Einstückig mit der Klinke verbunden ist ein Knopf 109, der von der Unterseite der Schleuse 79 einen Abstand hat, der grösser ist, als der Bereich 53 bei den Anschrägungen 66, 67 dick ist. Der Knopf 109 durchquert die Schleuse 79 mit einem Schaft in einem Längsschlitz 110.
Auf der Oberseite des Rahmens 93 gemäss Fig. 12 rechts sind aussen zwei flache rechteckige Ausnehmungen 131, 132 vorgesehen. Sie liegen beiderseits der Ausnehmung 133, in die die Klinke 108 greift. Die Ausnehmung 133 ist jedoch - abgesehen von der Bodenstärke des Rahmens - so hoch wie der Rahmen selbst.
Die Decke 134 reicht nicht über die ganze Schleuse 79.
Vielmehr endet sie bei der quer verlaufenden Stufe 136. Nach der Stufe 136 setzen sich gemäss Fig. 12 die Seitenwände 137, 138 der Schleuse 79 sowie die Zwischenwände 139, 141, 142 weiter fort.
Einstückig mit der Klinke 108 verbunden sind gemäss Fig.
12 oben und unten zwei dünne Platten 143 und 144, von denen die Platte 143 länger als die Platte 144 ist. Sie sind etwas dünner oder höchstens gleich dick wie die Decke 134 und lassen sich mit der Klinke 108 nach links und rechts verschieben.
Ganz aussen sind die Platten 143, 144 in Führungsrinnen 146, 147 der Seitenwände 137, 138 geführt. Ausserdem kann die Platte 134 auf der Oberseite der Zwischenwand 139 und die Platte 144 auf der Oberseite der Zwischenwand 141, 142 gleiten. An der Platte 143 ist ein nach rechts vorspringender Vorsprung 148 und an der Platte 144 ein Vorsprung 149 vorgesehen, die beide so lang und so dick sind, dass sie in die Ausnehmungen 131, 132 passen, wenn die Schleuse 79 geschlossen ist. Würde man die Klinke 108 allein dazu verwenden, die Schleuse 79 im geschlossenen Zustand zu halten, so könnte sie verkanten, wenn schwere Vorhangteile in der Schleuse 79 hängen. Eine zusätzliche Führung erhalten die Platten 143, 144 samt Vorsprüngen 148, 149 durch einen Deckel 151, der bis über die äusseren Holzstäbe 96 reicht und den Rahmen 93 samt Schleuse 79 abdeckt.
Für den Deckel 151 hat die Vorhangschiene 13 in diesem Bereich eine flache, die Holzstäbe
96 nicht schwächende rechteckige Ausnehmung 152. Indem man den Deckel 151 mit der Vorhangschiene 13 und dem Rahmen 93 verklebt, erhält man eine zusätzliche Versteifung und einen Schutz gegen von oben hereinfallende Teilchen.
Im geöffneten Zustand der Schleuse 79 gemäss Fig. 11 sind die Zapfen 102 in die tiefste Stelle der Gleitsitzschalen
101 gerutscht. Wie man sieht, schliesst dadurch unten die
Schleuse 79 spaltlos am Rahmen 93 an. Die Schleuse 79 kippt deshalb nicht ganz aus dem Rahmen 93 nach unten heraus, weil nunmehr die Vorsprünge 148, 149 auf Stufen 153 des Rahmens 93 aufliegen, die der Oberseite der Laufnutenwangen 154, 156 entsprechen. Auch an der Klinke 108 ist oben ein Vorsprung 157 vorgesehen, der wie die Vorsprünge 148,
149 aufliegt.
Wenn man einen Vorhang aufhängen will, dann setzt man den Stab 17 mit seiner Versteifungsrippe 52 in die gemäss Fig.
9 mittlere oder untere Laufnut 57 rechts vom Knopf 109 ein und schiebt den Stab nach links. Dadurch gelangt entweder die Anschrägung 67 oder aber eine die Fortsetzung der Anschrägung 66 bildende Nase 158 in Öffnungsrichtung an den Schaft des Knopfes 109, wodurch die Schleuse 79 entriegelt wird. Sieht man auch an der Seite der Anschrägung 67 eine Nase 158 vor, dann kann man die Versteifungsrippe 52 auch in die oberste Laufnut 57 gemäss Fig. 9 einsetzen.
Die Schleuse 79 hat jetzt die in Fig. 11 gezeichnete Lage.
Ihre Läufe werden von unten zugänglich. Man reiht nun die Aufhängekörper des Vorhangteiles 16 in der langen Laufnut 22 auf, soweit sie nicht zum Überzug gehören. Die zum Überzug gehörigen Aufhängekörper des Vorhangteiles 16 reiht man in der kurzen Laufnut des Kastenprofils 116 auf. Dann setzt man die Versteifungsrippe 52 in die obere Laufnut 57 ein und schiebt den Stab 17 so weit, bis er an die Schleuse 79 anschliesst. Wenn man nun den Schleuderstab 88 nach oben schiebt, dann treten zuerst die zum Überzug des Vorhangteiles 16 gehörigen Aufhängekörper in die mittlere Laufnut 57 ein und gleich danach tritt der Rest der Aufhängekörper in die obere Laufnut 57 ein.
Man kann also mit einem einzigen Arbeitsgang die richtigen Teile des Vorhangteiles 16 in die zugehörigen Laufnuten 57 bringen und muss nicht erst später die zum Überzug gehörigen Aufhängekörper entweder von Hand einführen oder sie erneut in den Stab 17 geben (was gar nicht denkbar ist) oder aber auf den Überzug verzichten.
Die Schleuse 79 wird nun geschlossen, indem man von unten mit dem Stab 17 undefiniert gegen sie drückt. Dann zieht man den Vorhangteil 16 in seine Soll-Lage zurück, so dass er symmetrisch zum Vorhangteil 14 hängt. Am Ende der oberen Laufnut 57 rastet dann der der Mauer 11 am nächsten liegende Aufhängekörper in eine Klammer ein. Bei diesem Vorgang kann der Haken 58 hilfreich sein.
Zweckmässigerweise hat man den Vorhangteil 14 schon vorher eingeführt gehabt. Hierzu ist es lediglich notwendig, die Aufhängekörper des Vorhangteils 16 in der Laufnut 22 einzureihen und sie in die obere Laufnut 57 einzuführen. Die Laufnut des Kastenprofils 116 bleibt dabei unbenutzt.
Die Vorrichtung hat auch den Vorteil, dass man mit dem Schleuderstab 88 den Vorhangteil 14 oder auch den Vorhangteil 16 beliebig weit durchstossen kann, da ja der Schleuderstab 88 sich wie ein üblicher Schleuderstab innerhalb der Vorhangschiene 13 bewegen kann.
Die genannte Vorrichtung ist so einfach, dass sie selbst ein Laie innerhalb kurzer Zeit funktionstüchtig zusammenbauen kann. Er benötigt dazu keinerlei Spezialwerkzeuge. Mit Ausnahme des gebogenen Teils 19 kann er sich jederzeit Ersatzteile verschaffen, da ja diese zu anderen Zwecken auf Vorrat gehalten werden. Man könnte sogar statt des Tragkörpers 83 den auch sonst bei Vorhängen vorhandenen Führungswagen benutzen und dort lediglich den ebenfalls auch sonst vorhandenen Schleuderstab 88 einhängen.