CH540884A - Verfahren zur Herstellung von dimeren Iminen aus monomeren Iminen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von dimeren Iminen aus monomeren Iminen

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CH540884A
CH540884A CH1602867A CH1602867A CH540884A CH 540884 A CH540884 A CH 540884A CH 1602867 A CH1602867 A CH 1602867A CH 1602867 A CH1602867 A CH 1602867A CH 540884 A CH540884 A CH 540884A
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CH
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cycloalkyl
reaction
aralkyl
imines
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CH1602867A
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Charles Leffingwell John
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Reynolds Tobacco Co R
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    • C07D207/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D207/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D207/30Heterocyclic compounds containing five-membered rings not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D207/32Heterocyclic compounds containing five-membered rings not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with only hydrogen atoms, hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D207/323Heterocyclic compounds containing five-membered rings not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with only hydrogen atoms, hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals, directly attached to ring carbon atoms with only hydrogen atoms or radicals containing only hydrogen and carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atoms

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Description


  
 



  Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Her-stellung von Verbindungen der Formel:
EMI1.1     
 wobei in Formel I R und   Rl    Alkyl, Cycloalkyl, Alkenyl, Aryl oder Heterocyclo, R2 Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl, Aryl oder Heterocyclo und R3 Alkyl, Cycloalkyl oder Aralkyl bedeuten und in Formel II R' Alkyl, Cycloalkyl oder Aryl, R2 Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl, Aryl oder Heterocyclo und R3 Alkyl, Cycloalkyl oder Aralkyl bedeuten, wobei jeder der vorstehenden Reste weitere Substituenten enthalten kann, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man ein Imin der Formel:

  :
EMI1.2     
 worin R Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl, Alkenyl, Aryl oder Heterocyclo bedeutet, wobei, falls R Wasserstoff darstellt,   R    Alkyl, Cycloalkyl oder Aralkyl, R2 Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl, Aryl oder   Heterocyclo    und R3 Alkyl, Cycloalkyl oder Aralkyl bedeuten, und falls R von Wasserstoff verschieden ist,   R    Alkyl, Cycloalkyl, Alkenyl, Aryl oder Heterocyclo,   R2    Wasserstoff. Alkyl, Cycloalkyl, Aryl oder Heterocyclo und R3 Alkyl, Cycloalkyl oder Aralkyl bedeuten, und wobei jeder der obigen Reste weitere Substituenten enthalten kann, mit Mangandioxid oder Nickelperoxid behandelt und das Reaktionsprodukt gewinnt.



   Es wurde gefunden, dass dimere Imine (Schiff'sche Basen) und Pyrrole leicht aus monomeren Iminen erhalten werden können, indem man die monomeren Imine mit   Mangandioxid    oder Nickelperoxid behandelt. Die Synthese ist allgemein anwendbar auf die Überführung organischer monomerer Imine mit mindestens einem Wasserstoffatom in der   u-Stellung    in Aldimine. Wenn das Kohlenstoffatom in   a-Stellung    zur Aldimin-Funktion ist und nur ein Wasserstoffatom enthält. findet eine Kondensation der monomeren Imine unter Bildung eines dimeren Imins statt.

  Diese Umsetzung kann allgemein folgendermassen dargestellt werden
EMI1.3     
 worin R und R' Alkyl, Cycloalkyl, Alkenyl, Aryl, Heterocyclo, Alkaryl oder Aralkyl, R2 Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl, Aryl oder Heterocyclo und R3 Alkyl, Cycloalkyl oder Aralkyl bedeuten; weiterhin vorausgesetzt, dass jeder der oben angegebenen Reste mit oder ohne zusätzliche Substituenten wie z.B. Halogen, Alkoxy, Nitro u. dgl. vorliegen kann.



      Typische Gruppe für R, Rl, R2 und R3 sindz.B. Methyl,      Athyl,    Propyl, Butyl, Isobutyl, Cyclopropyl, Cyclopentyl, 4   Hexenyl, 1-Phenylhexyl, Phenyl, Furyl, Thienyl, p-Methoxy-    phenyl, p-Bromphenyl, p-Nitrophenyl u. dgl.



   Die durch die Gleichung I dargestellte Synthese wird ausgeführt, indem man das monomere Imin als Ausgangsumsetzungsteilnehmer mit Mangandioxid oder Nickelperoxid solange in Berührung bringt, bis die erwünschte Umsetzung vor sich gegangen ist. Das Inberührungbringen des monomeren Imins mit dem speziellen Metalloxid kann auf jede   zweck-    dienliche Weise durchgeführt werden. Z.B. können der monomere Imin-Umsetzungsteilnehmer und das Metalloxid zusammen aufgeschlämmt werden oder der Imin-Umsetzungsteilnehmer kann durch ein Bett des speziellen Metalloxides hindurch  geleitet werden. Zwei Mol des monomeren Imins werden verwendet, und die Synthese kann bei einem Temperaturbereich ausgeführt werden, der von der umgebenden Temperatur bis zu 1700C oder höher reicht.

  Im allgemeinen wird es jedoch bevorzugt, die Umsetzung bei einer erhöhten Temperatur im Bereich von 40-1300C durchzuführen. Es wird ebenfalls bevorzugt, die Umsetzung in einer inerten Atmosphäre und in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels wie z.B. Hexan, Dioxan, Pentan, Tetrahydrofuran, Benzol, Pyridin, tert. Butanol, Methylenchlorid, Chloroform, u. dgl. durchzuführen. Wenn man Temperaturen im Bereich von der umgebenden Temperatur bis 1700C anwendet, ist die erwünschte Umsetzung im allgemeinen nach einem Zeitraum im Bereich von etwa 1 bis etwa 64 Stunden abgeschlossen.



   Nach Ablauf der Umsetzungszeit wird das Produkt der Umsetzung von den unlöslichen Manganoxiden durch Filtrieren abgetrennt, und das Lösungsmittel, falls ein solches angewendet wird, kann durch Destillation bei vermindertem Druck entfernt werden. Alle unerwünschten Nebenprodukte, wie z.B.



  Aldehyde. Nitrile und Amide, können durch fraktionierte Destillation, Gaschromatographie o. dgl. Massnahmen entfernt werden.



   Das Nickelperoxid oder Mangandioxid wird bei der erfindungsgemässen Synthese in Mengen im Bereich von 2-10 Mol pro Mol des monomeren Imin-Umsetzungsteilnehmers ange   wendet.    Man kann wasserfreies oder hydratisiertes Mangandioxid oder handelsübliche Mangandioxiderze, die üblicherweise für organische Synthesen verwendet werden, benutzen, obgleich es   normalerWeise    bevorzugt wird, aktiviertes Mangandioxid zu verwenden, welches durch Modifikation des Atten   burrow-Verfahrens    hergestellt wird, wie es in Journal of Chemical   Societv      1952,      1091-1111,    beschrieben wird.

  Das ver   wendet    Nickelperoxid wird vorzugsweise hergestellt, wie in Journal of Organic Chemistry 27, 1952-1601(1962) beschrieben. obwohl auch andere Nickelperoxide verwendet werden können.



   Die in der Gleichung I gezeigte Ausführungsform der Erfindung wird nachstehend durch die Beispiele 1 bis 4 erläutert
Gemäss einer zweiten Ausführungsform der Erfindung werden substituierte Pyrrole als Endprodukt erhalten, indem man als Umsetzungsteilnehmer ein Organoimin verwendet, welches ein gesättigtes Kohlenstoffatom mit zwei Wasserstoffatomen in a-Stellung zur Imin-Funktion aufweist. Diese Umsetzung kann durch die folgende Gleichung dargestellt werden: worin   Rl    Alkyl, Cycloalkyl, Aralkyl, Alkaryl, R2 Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl, Aryl, Heteroaryl, Aralkyl oder Alkaryl und R3 Alkyl, Cycloalkyl oder Aralkyl sind; weiterhin vorausgesetzt, dass jeder der vorstehend aufgeführten Substituenten mit oder ohne zusätzliche Substituenten wie z.B. Halogen, Alkoxy, Nitro u. dgl. vorliegen kann.



   Die durch die Gleichung II erläuterte Umsetzung wird in der gleichen Weise wie die Umsetzung der Gleichung I ausgeführt. Die in Gleichung II dargestellte Synthese wird weiterhin durch die Beispiele 5 bis 8 erläutert.



   Beispiel 1
Umsetzung von N-Isobutylidenisobutylamin mit Mangandioxid unter Bildung von    N,Ni-Diisobutyl-2,2      ,3    -tetramethylsuccinaldimin
In einen mit einem Rührer und Rückflusskühler mit Gas Einlass- und Auslass-Ventil ausgestatteten Rundkolben wurden 45 g aktiviertes Mangandioxid, 200 ml Dioxan und 20 g Isobutylidenisobutylamin eingebracht. Diese Mischung wurde dann 24 Stunden lang am Rückfluss gerührt. Ein leichter positiver Stickstoffdruck wurde während der Umsetzung in dem Umsetzungsgefäss aufrechterhalten mittels eines mit Stickstoffgas gefüllten Ballons, welcher mit dem Gas-Einlass Ventil am Kühler verbunden war. Das Umsetzungsgemisch wurde auf Umgebungstemperatur abgekühlt, und die festen Manganoxide durch Filtrieren entfernt. Die Manganoxide wurden mit mehreren Anteilen Dioxan gewaschen und die Filtrate vereinigt.

  Das Lösungsmittel (Dioxan) wurde von dem vereinigten Filtrat unter vermindertem Druck entfernt; es ergab sich ein rohes   Öl,    welches durch Destillation gereinigt wurde. Die Destillation über eine 10 cm-Vigreux-Kolonne lieferte 1,6 g Vorlauf und 11,13 g eines dimeren Materials, welches vorwiegend bei 124 bis   1300C    (11 mm) siedete. Dieses Material wurde als   N,N'-Diisobutyl-2,2 ,3,3 -tetramethylsucci-    naldimin identifiziert durch Vergleich seiner IR- und magnetischen Kernresonanzspektren mit denjenigen bekannter Proben. 

  Diese Umsetzung lässt sich folgendermassen darstellen:
EMI2.1     

Beispiel 2
Umsetzung von N-Isobutylidenisobutylamin mit Nickelperoxid unter Bildung von
N,N   -Diisobutyl-2 ,2 ,3 ,3 -tetramethylsuccinaldimin   
Das Verfahren von Beispiel 2 wurde unter Bildung eines ähnlichen Rückflussgemisches wiederholt, mit der Abwandlung, dass 23 g N-Isobutylidenisobutylamin, 100 ml Dioxan und 18 g Nickelperoxid verwendet wurden. Das Produktgemisch ergab 5,25 g Rohöl zusammen mit einer geschätzten Menge von 15 g wiedergewonnenem N-Isobutylidenisobutylamin.

  Die 5,25 g Rohöl wurden über eine 10 cm-Vigreux Kolonne destilliert unter Bildung einer Fraktion (0,99 g) mit  einem Siedepunkt von   27-50oC    (3 mm), welche als vorwiegend   N,N -Diisobutyl-2,2,3,3-tetramethylsuccinaldimin    identifiziert wurde durch Vergleich ihrer charakteristischen IR- und Kernmagnet-Resonanz-Spektren mit denjenigen einer bekannten Probe.



   Beispiel 3
Umsetzung von N-(Methylbutyliden)-isobutylamin mit Mangandioxid unter Bildung von
N,N   -Diisobutyl-2,3-diäthyl-2,3dimethylsucdnaldimin   
Das Verfahren von Beispiel 1 wurde unter Bildung eines ähnlichen Rückflussgemisches wiederholt, mit der Abwandlung dass 35 g N-(Methylbutyliden)-isobutylamin, 50 g aktiviertes Mangandioxid und 250 ml gereinigtes Dioxan verwendet wurden. Das Produktgemisch ergab 24,3 g Rohöl, welches über eine 10 cm-Vigreux-Kolonne destilliert wurde.

  Die Destillation ergab 15,8 g Material mit einem Siedepunkt von   96-1060C    (3 mm), welches mit Hilfe der folgenden Spektralwerte als   N,N-Diisobutyl-2,3-diäthyl-2,3-dimethylsuccinald-    imin identifiziert wurde: das IR-Spektrum zeigte eine starke Imin   (-CH=N-)-Absorption    bei 6,01 ;

   dasmagnetische Kernresonanzspektrum zeigte Äthylgruppen aufgrund des Vorliegens von Triplett-Methylabsorptionen mit einem Zentraum bei 9,25   l;    die geminalen Methylgruppen
EMI3.1     
 zeigten sich als Singuletts bei 9,0 T, die   Nlethylreste    an den
Isopropyl-Gruppierungen zeigten sich als Dubletts mit einem
Zentrum bei 9,05   1,    während die dem Stickstoffatom benach barten Methylenreste   (=N-CH2-CH < )    als Dublett mit einem
Zentrum bei 6,82 T auftraten und die Aldimin-Protonen  (-N=CH-) sich bei 2,50 T zeigten; das Protonen-Integralent sprach der vorgeschlagenen Struktur; das Massenspektrum ergab einen Molekülionen-m/e-Wert von 280.

  Diese Umsetz zung lässt sich folgendermassen darstellen:
EMI3.2     

Beispiel 4
In ähnlicher Weise wie bei den vorstehenden Beispielen wurden Mangandioxid oder Nickelperoxid verwendet, um N-(Isobutyliden)-methylamin in N,N   -Dimethyl-2,2,3,3-tetramethylsuccinaldimin;      N-(2-Methylpentylidin)-isobutylamin    in   N,N -Diisobutyl-2,3-dimethyl-2,3-dip,ropylsucdnaldimin;      N-(2-Methylbutylidin)-n-butylamin    in N,N   -Di-(n-butyl)-2,3-diäthyl-2,3-dimethylsuccinaldimin;      N-(1,'-Dimethylpropylidin)-isobutylamin    in N,N   -Diisobutyl-3,3,4,4-tetramethyl-2,5-hexanketimin;      N-(2,2-Diphenyläthylidin)-n-pentylamin    in N,N   -Di(n-pentyl)-2,2,3,3-tetraphenylsuccinaldimin;

  ;      N-(2-Phenylcyclohexylidin)-äthylamin    in   1 1      -bis-[N-(2-Phenylcyclohexylidin)-äthylamin]    umzuwandeln.



   Beispiel 5
Umsetzung von N-(n-Valeryliden)-isobutylamin mit Mangandioxid unter Bildung von
1 -Isobutyl-3 ,4-di-( n-propyl)-pyrrol
Das Verfahren von Beispiel 1 wurde unter Bildung eines ähnlichen Rückflussgemisches wiederholt, mit der Abwandlung, dass 32 g   N-(n-Valeryliden)-isobutylamin,    50 g aktiviertes Mangandioxid und 200 ml Dioxan verwendet wurden. Das Produktgemisch ergab ein dunkles Rohöl, welches nach der Destillation über eine 10 cm-Vigreux-Kolonne 8,1 g gelbes Ol ergab mit einem Siedepunkt von 58 bis   700C    (3 mm).

  Diese Fraktion wurde mittels Gaschromatographie untersucht, wobei sich ergab, dass sie vorwiegend aus einem   1:1-Gemisch    von N   (2-Propyl-'-heptyliden)-isobutylamin    und 1-Isobutyl-3,4-di (n-propyl)-pyrrol bestand, welche durch ihre chrakteristischen Spektren identifiziert wurden.



   Das   N-(2-n-Propyl-2-heptyliden)-isobutylamin    zeigte eine starke   a,ss-ungesättigte    Imin-Absorption   ( > C=C-CH=N-)    im IR-Bereich bei 6,07 u, während das magnetische Kernresonanzspektrum die Struktur folgendermassen bestätigte:
EMI3.3     
   wurden als Multiplett-Absorptionen bei 9,07 bis 9,18 1 beob-    achtet, während die =   C-CH2-C-Hs-Methylen-Absorptionen      (Triplett) ein Zentrum bei 7,82 t aufwiesen; die =N-CH2 Methylengruppe trat als Dublett bei 442 T auf: das Aldimin-    Proton (.-CH=N-) absorbierte bei   2,54      l:    die Protonen-Integration bestätigte diese Struktur. Das Massenspektrum zeigte das Molekülion bei   mle    209.



   Das 1-Isobutyl-3,4-di-(n-propyl)-pyrrol lieferte die folgenden charakteristischen Spektren: das IR-Spektrum wies charakteristische 1,3,5-Trialkylpyrrol-Absorptionen bei 6,51   u,    8,63 u und 13,03   ,u    auf; das magnetische Kernresonanzspektrum bestätigte die Struktur, wobei sich die gesättigten   Methyl-    und Methylen-Gruppen bei 9,04 T (Zentrum) zeigten, die =   CH2-Protonen    als Dubletts bei 7,60 T erschienen, die N-CH2 Protonen als Dubletts bei 6,26 T erschienen und die Protonen in 2- und 5-Stellung am Pyrrolring als Singulett bei 3,40 T vorlagen; die Protonen-Integration entsprach dieser Struktur.



  Das Massenspektrum ergab, wie erwartet, einen Molekülionen-Peak bei m/e 207. Diese Umsetzung lässt sich folgendermassen darstellen:  
EMI4.1     

EMI4.2     

Beispiel 6
Umsetzung von N-(3-Methyl-n-butyliden)-n-butylamin mit Mangandioxid unter Bildung von    i    -n-Butyl-3 ,4-diisopropylpyrrol
Das Verfahren von Beispiel 1 wurde unter Herstellung eines ähnlichen Rückflussgemisches wiederholt, mit der Abwandlung. dass   73    g N-(3-Methyl-n-butyliden)-n-butylamin, 50 g aktiviertes Mangandioxid und 150 ml Dioxan verwendet wurden. Das Produktgemisch ergab 15,4 g eines Rohöls, welches nach der Destillation unter vermindertem Druck 4,45 g eines Materials mit einem Siedepunkt von   35-100oC    (hauptsächlich bei   64-66oC)    bei 0,05 mm Hg lieferte.

  Dieses Material wurde durch Gaschromatographie als ein Gemisch aus drei Hauptkomponenten. A   (?3 Cc),    B   (39cit)    und C   (15Nc)    bestimmt. Die Komponenten   wurden    durch präparative Gaschromatographie getrennt. und die Produkte A und B wurden durch die charakteristischen   Spektraleigenschaften    dieser Verbindungen identifiziert.



   Produkt A wurde als   N-(2-Isopropyl-5 -methyl-2-hexenyli-    den)-butylamin identifiziert mittels seines IR-Spektrums, welches die charakteristische   a"ss-ungesättigte    Imin-Absorption bei 6,05   11    und 6,24   W    (Schulter) zeigte; das Massenspektrum zeigte erwartungsgemäss einen molekularen lonen-Peak bei 209.



   Produkt B wurde als 1-n-Butyl-3,4-diisopropylpyrrol identifiziert durch seine charakteristischen Spektren; das IR-Spektrum zeigte Absorptionen bei 6,52   y,    8,49   ffi    und 12,90   Il,    die charakteristisch für 1,3,4-Trialkylpyrrole sind; das Kernmagnet-Resonanz-Spektrum zeigte ein Dublett bei 8,78   r    und 8,90 T für die Isopropylmethyl-Absorptionen, ein Quartett mit einem Zentrum bei 7,20   T    für die   =C-CH(CH3)2-Protonen,    ein Triplett mit einem Zentrum bei 6,28   T,    welches der dem Stickstoffatom benachbarten Methylengruppe entspricht ( > N CH2-CH2-), sowie eine Singulett-Protonenabsorption bei 3,75 r entsprechend den Protonen in den 2,5-Stellungen am Pyrrolring;

   das magnetische Kernresonanzspektrum liess sich korrekt integrieren; das Massenspektrum ergab ein Molekülion bei m/e 207.



   Die Umsetzung lässt sich folgendermassen darstellen:
EMI4.3     

Beispiel 7
Umsetzung von N-(n-Butyliden)-isobutylamin mit Mangandioxid unter Bildung von    1 -Isobutyl-3 ,4-diäthylpyrrol   
Das Verfahren von Beispiel 1 wurde unter Bildung eines ähnlichen Rückflussgemisches wiederholt, mit der Abwandlung. dass   20    g N-(n-Butyliden)-isobutylamin anstelle der 20 g N-Isobutylidenisobutylamin verwendet wurden. Das Gemisch wurde dann 64 Stunden lang in einer Stickstoffatmosphäre am Rückfluss erhitzt. Das Produktgemisch lieferte annähernd 18 g eines dunklen Rohöls, welches nach der Destillation 8,3 g eines Materials mit einem Siedepunkt hauptsächlich bei 65   70oC    (5 mm) ergab. Die Analyse zeigte, dass diese Fraktion ein Gemisch von drei Hauptkomponenten (A, B, C) in einem Verhältnis 2:2:1 war. 

  Die ersten beiden Komponenten (A und B) wurden mittels präparativer Gaschromatographie isoliert.



   Produkt A wurde als   N-(2-Äthyl-2-hexenyliden)-isobutyl-    amin identifiziert durch die folgenden charakteristischen Spektraleigenschaften: das IR-Spektrum gab eine starke   cr,l3-unge-    sättigte Imin-Absorption ( > C=CH-CH=N-) bei 6,10   F    und     6,14      ,    während das Kernmagnet-Resonanz-Spektrum die Struktur bestätigte durch die passende Olefinprotonen Absorption   ( > C=CH-CH2-)    mit einem Zentrum bei 4,5   t    sowie das   ass-ungesättigte    Aldimin-Proton ( > C=C-CH-N-), welches sich bei 1,95   T    zeigte; das Massenspektrum ergab ein molekulares Ion bei m/e 181.



   Produkt B wurde identifiziert als   1 -Isobutyl-3 ,4-diäthylpyr-    rol durch die folgenden charakteristischen Spektraleigenschaften: das IR-Spektrum zeigte die für die   1,3,4-Trialkylpyrrole    charakteristischen Absorptionen bei 6,54, 8,66 und 13,05   ,    während das magnetische Kernresonanzspektrum ein Dublett entsprechend den   -CH(CH3)2-Protonen    bei 9,08 und 9,20   1    (6H), ein Triplett mit einem Zentrum bei 8,90   1    entsprechend den   -CH2-CH3-Protonen    (6H),

   eine einzelne Multiplett-Protonenabsorption mit einem Zentrum bei 8.10   t    entsprechend dem   -CH2-CH(CH3)2-Proton,    ein Quartett mit einem Zentrum bei 7,73   r    (4H) entsprechend den   -CH-CH3-Protonen,    ein Dublett mit einem Zentrum bei 6,66   1    (2H) entsprechend den   N-CH2-CH < -Protonen,    sowie die Protonen in den 2- und 5 Stellungen am Pyrrolring bei   4,0    r (2H) zeigte: das Massenspektrum zeigte ein Molekülion bei   m/e    179.

  Diese Umsetzung lässt sich folgendermassen darstellen:
EMI5.1     

Beispiel 8
In ähnlicher Weise wie bei den vorstehenden Beispielen 5 bis 7 können Mangandioxid oder Nickelperoxid verwendet werden um   Ni-(1-Methylbutyliden)-n-butylamin    in   1 -n-Butyl-2,5-dimethyl-3,4-diäthylpyrrol;      N-( 1 -Phenyl)-butyliden)-n-pentylamin    in   1 n-Pentyl-3,4-diäthyl-2,5-diphenylpyrrol;      N-(4-Phenylbutyliden)-isovalerylamin    in   1 -IsovalerE 1-3sA-di-('    -phenyläthyl)-pyrrol;   N-( 1    -Phenylbutyliden )-isobutylamin in   1 -Isobutyl-3zA-diäthyl-2,5-diphenylpyrrol,      usw.    umzuwandeln.



   Aus den vorstehenden Ausführungen ist ersichtlich, dass die vorliegende Erfindung ein neuartiges und einfaches Einstufen Verfahren zur Synthese von dimeren Iminen (Schiff'schen Basen) und   Pyrrolen    vorschlägt. Die dimeren Imine finden verbreitete Anwendung als Zwischenprodukte zur Herstellung von Diaminen und n-Alkylpyrrolidinen (die als Herbicide brauchbar sind); als Zwischenprodukte zur Herstellung von Dialdehyden, Dicarbonsäuren, Anhydriden und Dialkoholen, welche als Stärke-Modifizierungsmittel und Polymerisations Vernetzungsmittel geeignet sind; als Stärke-Dickungsmittel; sowie als Zwischenprodukte zur Herstellung von 5-Ring-Lactonen, die als Duftstoffe oder Parfums verwendet werden können. 

  Die Pyrrol-Verbindungen sind als Zwischenprodukte zur Herstellung von Pyrrol-Farbstoffen, n-Alkylpyrrolidinen (welche als Herbicide brauchbar sind) und cyclischen Iminen brauchbar. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung von dimeren Iminen der Formel: EMI5.2 aus monomeren Iminen, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Imin der Formel: EMI5.3 Formel 1 worin R und R' Alkyl, Cycloalkyl, Alkenyl. Aryl. Alkaryl.
    Aralkyl oder Heteroaryl, R2 Wasserstoff, Alkyl. Cycloalkyl.
    Aryl oder Heteroaryl und R3 Alkyl, Cycloalkyl oder Aralkyl bedeuten, wobei jeder der vorstehenden Reste R. Rl R2 und R3 Substituenten enthalten kann, bei einer Temperatur im Bereich von Raumtemperatur bis 1700C mit 7 bis 10 Mol Mangandioxid oder Nickelperoxid pro Mol des monomeren Imins behandelt und das Reaktionsprodukt gewinnt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet.
    dass man in der Reaktion Mangandioxid verwendet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet.
    dass man in der Reaktion Nic'ielperoxid verwendet.
CH1602867A 1966-11-17 1967-11-16 Verfahren zur Herstellung von dimeren Iminen aus monomeren Iminen CH540884A (de)

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