Seitens Privatpersonen und verschiedenartigen Betrieben besteht ein grosses Bedürfnis für ein Sitz- und Liegemöbel, das als Stuhl für das Aufrechtsitzen, als Chaiselongue und als Liegebett benützt werden kann. Ein solches Bedürfnis besteht z. B. für Spitäler, dann für Hotels und dergleichen, weiter auch für den Gebrauch inner- und ausserhalb des Hauses. Im letzten Fall sind in erster Linie die Kosten massgebend bzw.
die Ersparnisse, die erzielt werden können durch Gebrauch eines einzigen Möbels anstelle von vielen, und auch die Ersparnisse an Raum, der benötigt wird, um Möbel zu versorgen bei Nichtgebrauch. Ein besonderes Bedürfnis für ein solches Möbel besteht dort, wo es in verhältnismässig kleinen Räumen aufgestellt werden soll, z. B. in Heimen oder Spitälern, wo solche Möbel nebst den Patientenbetten vorhanden sein müssen, nicht nur für Patienten während ihrer Genesungszeit, sondern auch für Besucher und für das Pflegepersonal.
Der Gebrauch von derartigen Möbeln in Spitälern und dergleichen zwingt zu Überlegungen, die für den Gebrauch in anderen Umgebungen weniger massgebend sind. Es handelt sich dabei insbesondere um die Befriedigung von hohen Ansprüchen an Reinheit mit einem Minimum an Mühe, wobei ferner das Möbel auch dem Angriff von keimtötenden Reinigungsmitteln zu widerstehen hat, die in Spitälern oft zur Anwendung gelangen; es muss auch eine vollständige Benützungssicherheit sicher sein, etwa für einen im Genesen befindlichen Patienten. Ferner ist es für den Gebrauch im Spital erwünscht, dass ein solches Möbel, das als Stuhl für einen nicht gehfähigen Patienten in Notfällen, etwa bei Feuerausbruch oder wenn ein plötzlicher Bedarf für eine Notbehandlung entsteht, leicht aus dem Raum gebracht werden kann.
Vorbekannte umwandelbare Möbel des Chaiselonguetyps lassen in einer oder mehreren der obenerwähnten Beziehungen zu wünschen übrig und konnten sich deshalb in vielen Fällen nicht durchsetzen, z. B. für den Gebrauch in Spitälern oder Heimen und Hotels. Einer der wichtigsten Nachteile besteht hinsichtlich der Reinigung der mannigfaltigen Gelenkgestänge und Federmechanismen, die bei solchen umwandelbaren Liegemöbeln vorhanden sind, etwa demjenigen, das in der USA-Patentschrift Nr. 2 155 490 beschrieben ist.
Obwohl ein umwandelbares Sitz- und Liegemöbel beim Gebrauch in einem Spital nicht steril sein muss, bestehen doch sehr hohe Anforderungen an die Reinheit, die sozusagen stets gewährleistet sein muss; ferner müssen die verschiedenartigen Gelenkverbindungen und benachbarten Bereiche geschmiert sein, wobei dann zu berücksichtigen ist, dass solche Bereiche sehr leicht von Staub, Schmutz u. dgl. befallen werden. Soweit die überlappten, aneinander angelenkten Teile wie auch der Schmierstoff für solche Gelenkverbindungen für eine Reinigung nicht zugänglich sind, erfordert jede Bemühung, ein solches umwandelbares Sitz- und Liegemöbel gründlich reinigen zu wollen, nicht nur eine im wesentlichen vollständige Demontage des Möbels; vielmehr müssen auch die Gelenkverbindungen erneut geschmiert werden.
Obwohl dieser hohe Reinlichkeitsstand nicht einmal erwünscht ist in den meisten Fällen des Gebrauches ausserhalb von Heimen, ist er von gewisser Wichtigkeit im Betrieb von Spitälern, wo die bisher übliche Praxis darin bestand, sehr einfache Möbel zu beschaffen, die leicht gereinigt und unter Gebrauch einer keimtötenden Lösung abgewischt werden können. Ferner stellen komplizierte Gelenkverbindungen einen erheblichen Kostenfaktor in Hinsicht der Beschaffung wie auch vom Standpunkt der Fabrikation und der Montage dar.
Der bekannte Gebrauch von abgedeckten geschäumten Sitzpolstern als nachgiebige Körperlagerung unter Weglassung der üblichen Polsterfedern ist unter verschiedenen Gesichtspunkten für den Gebrauch im Spital unerwünscht. Der Grund hierfür liegt darin, dass in jedem Schaumstoffpolster eine sogenannte Atmungsöffnung in der äusseren luftundurchlässigen Umhüllung vorhanden sein muss für den Einund Austritt von Luft aus dem Innern, wenn das Gewicht einer Person auf das Polster plaziert wird oder von ihm weggenommen wird. Eine solche Atmungsöffnung wirkt abwechslungsweise als Saug- und als Druckpumpe für den Ein- und Auslass von Umgebungsluft samt allen in ihr enthaltenen Bakterien und sonstigen Schmutzpartikeln.
Umwandelbare Chaiselonguen u. dgl. begegnen auch psychologischen Einwänden seitens vieler Personen, die sie oft als Kompromiss zwischen Kosten- und Qualitätsgesichtspunkt ansehen. Dieser Einwand besteht besonders dort, wo der physische Komfort der primäre Zweck der Umwandelbarkeit ist.
Es liegt auf der Hand, dass die geeignete Lagerung in der Aufrechtsitzstellung am wirksamsten erreicht wird durch Schaffung einer im allgemeinen flachen Aufliegefläche, wogegen ein im allgemeinen horizontal positioniertes Sitzkissen recht unkomfortabel ist in einer Chaiselongue, weil ein solches Kissen dazu neigt, samt dem Benützer nach unten zu rutschen, wenn die Rückenstütze nach hinten geneigt ist. Gewisse Fehlkonstruktionen haben im Publikum weitgehend die Meinung bestärkt, dass umwandelbare Liege- und Sitzmöbel in ihren verschiedenen Stellungen nicht den gewünschten Komfort bieten können entgegen Möbeln, die für die verschiedenen spezifischen Gebrauchsarten gebaut sind.
Ein Hauptzweck der Erfindung liegt in der Schaffung eines verstellbaren Sitz- und Liegemöbels von sehr einfacher Bauart, das als Stuhl für das Aufrechtsitzen, als Chaiselongue und als Liegebett benützbar ist, wobei die Teile für die Reinigung leicht zugänglich sein sollten.
Das erfindungsgemässe Sitz- und Liegemöbel ist gekennzeichnet durch einen starren gesässstützenden Gestellteil mit Mitteln, die eine feststehende Schwenkachse und eine Schiebeführung bestimmen; einen starren rückenstützenden Gestellteil, der an dem gesässstützenden Gestellteil gelagert ist, und zwar nur für eine Schwenkung um die besagte Schwenkachse;
Mittel zur lösbaren Verriegelung des rückenstützenden Gestellteiles in der einen oder anderen von mehreren verschiedenen Neigungslagen; ein am rückenstützenden Gestellteil angebrachtes und mit ihm schwenkverstellbares Rückenkissen; einen starren beinstützenden Gestellteil, der am gesässstützenden Gestellteil (14) nur längs der Schiebeführung geradlinig verschiebbar ist; ein Sitzkissen, das am gesässstützenden Gestellteil gehalten ist, aber in bezug auf denselben hebbar ist zur Aufnahme des beinstützenden Gestellteiles zwischen dem gesässstützenden Gestellteil und dem Sitzkissen bei Benützung des Möbels als Stuhl für das Aufrechtsitzen;
und ein Beinkissen, das mit der Vorderseite des Sitzkissens vor- und rückschwenkbar verbunden ist, um wahlweise auf dem beinstützenden Gestellteil oder auf dem Sitzkissen zum Aufliegen gebracht zu werden, wobei das Beinkissen und der beinstützende Gestellteil im Seitenriss keilförmig sind, mit ihrer Breitseite vorn, wenn das Möbel als Stuhl für das Aufrechtsitzen benutzt wird, und der keilförmige Teil des beinstützenden Gestellteiles das Sitzkissen so stützt, dass dieses von ihm bei seiner Ein- und Ausschiebung gehoben bzw. seine Absenkung ermöglicht wird.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes anhand der beiliegenden Zeichnung im einzelnen beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 einen Aufriss des Ausführungsbeispieles, wobei Teile weggebrochen sind und wobei mit vollen Linien die Stellung der beweglichen Teile beim Gebrauch des Möbels als Chaiselongue gezeigt sind und mit strichpunktierten Linien die Lagen des rücken- und beinstützenden Teiles bei der Verwendung als Liegebett veranschaulicht sind,
Fig. 2 eine Ansicht auf die Hinterseite des Möbels,
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht, in welcher verschiedene Teile voneinander weggenommen sind,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie 4-4 der Fig. 3 und
Fig. 5 eine Ansicht, teilweise im Schnitt, eines Teiles des Verriegelungsmechanismus.
Das zusammenfassend mit 10 bezeichnete Sitz- und Liegemöbel weist Gestellteile 12, 14 und 16 auf, die zur Stützung des Rückens, derGesässpartie bzw. der Beine bestimmt sind und entsprechende Kissen 18, 20 und 22 tragen. Der Gestellteil 14 hat zwei U-förmige Seitenteile, dessen nach unten gerichtete Schenkel 26, 28 Vorder- und Hinterbeine bilden und deren Mittelteile 30 mit daran befestigten Armstützen 32 versehen sind. U-Profilglieder 34 sind je vorn und hinten an diesen Beinen 26, 28 befestigt und bilden eine Schiebeführung für die Verstellung des beinstützenden Gestellteiles 16. Der gesässstützende Gestellteil weist ferner querverlan- fende Rahmenteile 36 auf, die an den Gliedern 34 und/oder an den Beinen befestigt, z.
B. angeschweisst sind; am vorderen dieser Teile 36 ist auf der Oberseite ein Anschlagglied 38 für den beinstützenden Gestellteil angebracht. Fahrrollen 40 sind an der Rückseite der hinteren Beine 28 gelagert in entsprechenden Supporten, und zwar in geringem Abstand über dem unteren Ende dieser Beine. Eine metallische Verbindungsstange 44 ist mit ihren Enden an den Gliedern 34 befestigt, und zwar hinter einem Paar von Lagerarmen 46, die mit ihrem unteren Ende-an diesen Gliedern 34 befestigt sind und an ihrem oberen Ende Lageröffnungen 48 haben, die in bezug auf eine querverlaufende, feststehende Schwenkachse aufeinander ausgerichtet sind. Die Beine sind mit Gleitfüssen 50 versehen.
Der rückenstützende Gestellteil 12 weist einen rechteckigen, im Querschnitt U-förmigen Rahmen 52 auf, an dem einstückig Arme 54 ausgebildet sind, die an ihren Enden Schwenklageröffnungen 56 haben zu ihrer Anlenkung an den Stützarmen 46 mittels Lagerzapfen 58. Im rahmenförmigen Teil 52 ist ein Einstell- und Verriegelungsmechanismus 60 untergebracht; zu diesem gehören Verriegelungsstangen 62, die an ihrem einen Ende an entgegengesetzten Ecken einer quadratischen Schwenkplatte 64 angelenkt sind; diese ist-in ihrem Zentrum mittels eines Schwenkzapfens 66 am Rahmen 52 gelagert. Die anderen Enden der Verriegelungsstangen 62 erstrecken sich durch Löcher in einander gegenüberliegenden äusseren Flanschteilen des Rahmens 52 und sind in diesen Löchern verschiebbar einesteils durch eine Feder 68 und andernteils durch eine Handbetätigungsstange 70.
Letztere ist in einem Auge 72 des Rahmens 52 verschiebbar geführt und an einer dritten Ecke 74 der Schwenkplatte 64 angelenkt. Die Feder 68 ist eine Zugfeder, die mit ihrem einen Ende mit dieser dritten Ecke 74 und mit ihrem anderen Ende an dem Auge 72 angehängt ist; sie hat das Bestreben, die Schwenkplatte 64 so zu drehen, dass die Verriegelungsstangen 62 zunehmend aus dem Rahmen 52 herausragen bis in ihre in den Fig. 2 und 3 gezeigte Wirklage. Die gegensinnige Bewegung kann erfolgen durch Betätigung des an der Stange 70 vorhandenen Griffteiles 78, der sich durch eine Ausnehmung 80 des Rahmens 52 hindurch erstreckt. In ihrer Wirklage greifen die Verriegelungsstangen 62 mit ihrem äusseren Ende in eines von mehreren Löchern 82 ein, die in den U-förmigen Seitenteilen 24 des Gestellteiles 14 vorgesehen sind.
Der beinstützende Gestellteil 16 weist einen horizontalen rechteckigen Rahmen 84 auf, der mit vorderen Beinen 86 versehen ist und dessen Seitenteile in den U-Profilgliedern 34 des gesässstützenden Gestellteiles 14 verschiebbar sind. Ein Keilrahmen 88, der zwischen den Gliedern 34 Platz hat, ist durch zwei seitliche keilförmige Glieder 90, die am Rahmen 82 befestigt sind, und durch einen vorderen Querteil 92 gebildet, der aus einem Winkelprofilstab besteht. Eine gitterartige Kissenstützungsbespannung 94, die z. B. aus expandiertem Metall besteht, ist an ihren Rändern an den oberen Rändern der keilförmigen Teile 90, des Querteiles 92 und des hinteren Querteiles des Rahmens 84 befestigt zur Bildung einer nach oben und vorn geneigten Fusskissenstützfläche.
Ein Verschalungsbrett 95 ist am beinstützenden Rahmen an dessen Vorderseite angeschraubt und die Beine 86 sind mit Gleitfüssen 96 versehen.
Sitzflächenstützende Federn sind nicht erforderlich dank der Verwendung von mit Polyuretanschaum gefüllten Kissen, die mit einer Umhüllung 98 aus undurchlässigem expandiertem Vinyl-Material besteht. Das Rückenkissen 18 und das Sitzkissen 20 liegen an steifen Stützteilen 100 auf, die z. B.
aus Sperrholz bestehen können und in den zugehörigen Hüllen gelegen sind. Das Kissen 22 dient abwechslungsweise als beinstützendes Kissen und als zusätzliches Sitzkissen, wie dies in der Fig. 1 durch strichpunktierte bzw. durch volle Linien gezeigt ist, und hat deshalb keine steife Einlage. Die aus Schaumstoff bestehende Füllung 102 des Rückenkissens und des Sitzkissens hat vorzugsweise die übliche Dichte von z. B.
1,3, wogegen die aus Schaumstoff bestehende Füllung des beinstützenden Kissens eine grössere Dichte hat, z. B. eine solche von 1,5. Der Grund für diese Dichtenunterschiede liegt darin, dass bei der Verwendung des Möbels als Liegemöbel ein etwas weicherer Sitzteil erwünscht ist, als wenn das Möbel als Chaiselongue benützt wird, in welchem Fall eine weniger nachgiebige Sitzfläche erwünscht ist. Jedes der beiden Sitzkissen weist Ätmungsöffnungen auf, die bestimmt sind durch sich überlappende Klappenteile 104, 106. Wie aus der Fig. 4 hervorgeht, verhindert die gefaltete Partie 108 den Eintritt von Luft bei den Totendbereichen von einspringenden Falten 110, wogegen die einander überlappenden Klappen 104 und 106 eine Relativbewegung ausführen können zu der Schaumstoffüllung hin und von ihr weg.
Wenn also das Gewicht eines Insassen eines der Kissen belastet, so bewirkt der sich in der Hülle 98 aufbauende Luftdruck eine Bewegung der Klappen 104 und 106 nach aussen gegeneinander und die ausgestossene Luft muss einem geschlängelten Weg um das eine Ende der Klappe 106 folgen. Noch wichtiger ist, dass bei der Wegnahme der Belastung vom Kissen die Verminderung des Innendruckes eine Ansaugung der beiden Klappen nach innen zur Folge hat, wobei diese Klappen Fläche an Fläche aneinander liegen und der Eintritt von Luft viel langsamer ist und durch verhältnismässig kleine, begrenzte Spälte erfolgen muss, so dass die Luftdurchlassquerschnitte viel kleiner sind als bei üblichen siebartigen Hüllen, bei denen solche Öffnungen direkt in das Innere der schaumstoffgefüllten Kissen einmünden.
Das Rückenkissen ist fest am Rückenrahmen 12 angebracht durch geeignete Befestigungsteile 112, die sich in die Sperrholzversteifung hinein erstrecken.
Das Sitzkissen 20 ist an seinem unteren hinteren Rand am Kissenverbindungsstreifen 44 befestigt durch geeignete Verbindungsteile 114, die sich in die Sperrholzversteifung 100 hinein erstrecken, so wie dies am besten aus der Fig. 1 ersichtlich ist. Der Streifen 44 ist genügend biegsam um seine Längsachse, um dem Sitzkissen, das fest daran befestigt ist, die relativ kleine Schwenkbewegung zu ermöglichen, die erforderlich ist, um es von der in Fig. 1 mit strichpunktierten Linien dargestellten Lage, in der es auf den U-förmigen Gliedern 34 aufliegt, in die mit vollen Linien gezeigte Lage zu schwenken, in der es auf der Stützbespannung 94 aufliegt.
Das beinstützende Kissen 22 ist keilförmig ausgebildet und hat eine Fläche 116, deren Neigung im wesentlichen die gleiche ist wie diejenige der Stützbespannung 94, so dass bei ausgezogenem Beinstützrahmen (wie in Fig. 1 mit strichpunktierten Linien gezeigt) die obere beinstützende Fläche 118 im wesentlichen horizontal verläuft. Ein einverleibtes oder ein separates genähtes Scharnier 120 verbindet einen Querrand der Fläche 118 mit dem vorderen oberen Querrand des Sitzkissens, wodurch die beiden Kissen mit den Sitzrah men verbunden sind und es nur notwendig ist, das Kissen 22 um das Scharnier 120 um knapp 1800 zu schwenken, um abwechslungsweise die entgegengesetzten Flächen 116, 118 als Auflagefläche freizulegen in den verschiedenen Einstellungen des Möbels, an denen der beinstützende Gestellteil 16 betei ligtist.
Vorteilhaft ist am gezeigten Ausführungsbeispiel auch das Polyvinylchlorid-Polster 122 (Fig. 1), das am oberen hinteren Rand des Rückenkissens angebracht ist und beispielsweise Zimmerwände, gegen die das Möbel gestellt werden kann, gegen Stossverletzungen schützt, ferner ein Kunststoffeinsatz 124 (Fig. 5) z. B. aus Polytetrafluoräthylen, der im äusseren, hinterbohrten Ende der beiden Verriegelungsstangen 62 vorgesehen sein kann.
Die verschiedenen Verstellmöglichkeiten, die sich beim beschriebenen Sitz- und Liegemöbel bieten, sind insbesondere auf der Fig. 1 leicht ersichtlich. Für die Verstellung von der in Fig. 1 mit vollen Linien gezeigten Lage in die mit strichpunktierten Linien gezeigte Gebrauchslage ist es nur erforderlich, den beinstützenden Gestellteil 16 im Sinne des Pfeiles nach vorn auszuschieben, bis der hintere Querverbindungsteil des Rahmens 84 am Anschlagglied 38 anliegt, und dann das Beinstützkissen 22 im Gegenuhrzeigersinn um das Scharnier 120 zu schwenken.
Falls eine Verstellung der Rükkenlehne erwünscht ist oder eine Umstellung für das Aufnehmen des Insassen in Liegelage, so ist es lediglich erforderlich, auf den Griffteil 78 zu drücken, um die Verriegelungsstangen 62 aus einem Paar von einander ausgerichteten Öffnungen 82 herauszunehmen, dann den Rückenteil zu verstellen und den Griffteil wieder loszulassen, damit die Verriegelungsstangen in ein anderes Paar von Öffnungen 82 einschnappen, oder auch erst wieder loszulassen, wenn der Rückenteil ganz in die mit strichpunktierten Linien gezeigte Lage herabgeschwenkt worden ist. Beim Herausziehen des beinstützenden Gestellteiles 16 bewegt sich das Sitzkissen von selbst aus der geneigten Lage in die horizontale Lage, wogegen beim Einstossen des Gestellteiles 16 die umgekehrte Bewegung dieses Sitzkissens erfolgt.
Diese Schwenkbewegung des Sitzkissens 20 ist ermöglicht durch die Biegsamkeit des Befestigungsstreifens 44. Etwa bei einer Naturkatastrophe oder bei einem sonstiger Notfall kann ein Patient, der nicht gehfähig ist, im Möbel, das irgendeine andere Einstellage einnimmt, als diejenige für das ausgestreckte Liegen, rasch weggefahren werden durch eine Hilfsperson; letztere muss dann nur den Oberteil der Rükkenlehne herabdrücken, bis die Laufrollen 40 am Boden zum Aufliegen kommen. Die Verfahrbarkeit des Möbels ist in allen Einstellagen gewährleistet mit Ausnahme derjenigen für das ausgestreckte Liegen, denn sogar im Einstellzustand mit stark zurückgeneigter Rückenlehne ist der beinstützende Gestellteil fest auf dem Sitzrahmen abgestützt, auch wenn dieser stark nach hinten abwärts geneigt ist.