CH517142A - Harz - Google Patents

Harz

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CH517142A
CH517142A CH906168A CH906168A CH517142A CH 517142 A CH517142 A CH 517142A CH 906168 A CH906168 A CH 906168A CH 906168 A CH906168 A CH 906168A CH 517142 A CH517142 A CH 517142A
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CH
Switzerland
Prior art keywords
borate
resin
fire
borates
approximately
Prior art date
Application number
CH906168A
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English (en)
Inventor
George Woods William
Original Assignee
United States Borax Chem
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Publication date
Application filed by United States Borax Chem filed Critical United States Borax Chem
Publication of CH517142A publication Critical patent/CH517142A/de

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K3/00Use of inorganic substances as compounding ingredients
    • C08K3/38Boron-containing compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Fireproofing Substances (AREA)

Description


  
 



  Harz
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Harz.



   Mit dem Fortschritt in der Press-, Giess- und Laminiertechnik von verstärktem Kunstharz erfahren Anwendungen von Kunststoffen als konstruktive und dekorative Materialien für Gebäude, Flugzeuge, Wasserfahrzeuge und andere Bauwerke rasche Verbreitung. Die meisten dieser Kunststoffe sind brennbar, und die leichte Entflammbarkeit von Kunststoffüberzügen oder -belägen stellt ein ernsthaftes Gefahrenmoment dar. Daraus ergab sich ein Bedarf für wirkungsvolle und wirtschaftliche feuer- oder   entzündnngshemmende    Materialien.



   Ein wirkungsvoller flammenaufhaltender oder -hemmender Kunststoff sollte zu fester Beschaffenheit ausgehärtet sein, eine langsame Verbrennungsgeschwindigkeit aufweisen, vorzugsweise nach kurzer Zeit selbstlöschend sein, und es wäre wünschenswert, dass nach dem Verbrennen noch eine gewisse Strukturfestigkeit übrig bleiben würde.



   Das vorliegende Harz ist erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass es eine feuerhemmende Menge mindestens eines in Form von Partikeln mit einer mittleren   Teilchengrösse    von ungefähr 0,1 bis ungefähr 25 Mikron vorliegenden Borates aus der Gruppe der   Natrium-    Kalium-,   Lithium-    und Ammoniumborate enthält.



   Zweckmässigerweise können wässrige Borate verwendet werden, insbesondere Wasserstoffnatriumborate mit einem   Na,O:B3O3    Molverhältnis von nicht mehr als 0,5. Die mittlere Partikelgrösse des Borates beträgt von 0,1 bis ungefähr 25 Mikron, und vorzugsweise weniger als ungefähr 15 Mikron, da überraschenderweise gefunden wurde, dass ein Borat von dieser Parti   kelgrösse    den im Handel erhältlichen groben Boraten überlegen ist. Das Harzgemisch kann auch andere brandhemmende Materialien, wie z. B. Phosphate, Antimonverbindungen oder Borsäure enthalten.



   Die vorliegenden feuerhemmenden   Harzmaterialien    zeigen die oben erwähnten wünschenswerten Eigenschaften und weisen im weiteren überraschenderweise keinen unzulässigen Härteverlust oder eine unzulässig erhöhte Verbrennungsgeschwindigkeit nach Wasserauslaugung auf, selbst wenn die brandverzögernden Additive wasserlöslich sind.



   Die vorliegenden Kunststoffe verbrennen   hinrei    chend langsam, um anerkannten Teststandards zu genügen,   olme    wesentliches   Triefen,    Zurücklassen von grossen Aschenanteilen und beträchtlichen angrenzenden an- oder verkohlten Schichten, was wichtig ist, um die strukturelle Unversehrtheit der Wände während eines   tatsächlich    auftretenden Brandfalles aufrechtzuerhalten.



   Die Borate können einer grossen Vielfalt von Harzen beigemengt werden, und zwar sowohl dem Kondensationstyp angehörenden Harzen, wie z. B. Polyestern, Polyphenylenoxyden, Polyalkylenoxyden,   Poly-    amiden, Polyvinyläthern, Polycarbonaten, Polyaldehyden,   Poiyakrylaten,    Polymethakrylaten, Polyurethanen und   Athoxylin-    oder Epoxyharzen als auch Polyolefinharzen, wie z. B. Polymeren oder Mischpolymeren von   Athylen,-Propylen,    Butylen, VinyIchlorid, Vinylidinchlorid, Styrol, Acrylnitril oder elastischen Dienpolymeren, wie z. B. Polymeren von Butadien, Isopren, Chloropren und Mischpolymeren von diesen mit Styrol,   Akrylnitril    oder Isobutylen.



   Die Kunststoffe, welche im vorliegenden Fall von grösstem Interesse sind, sind Giess- und Pressharze, wie z. B. Polyesterharze, Epoxyde und Vinyle. Beispielsweise kann ein Polyestermaterial als Press- oder Giessharz mit oder ohne Glasverstärkung verwendet werden. Diese Kunststoffe sind typische Reaktionsprodukte eines Polyols, wie z. B. Äthylenglykol, Propylen   g]ykol,    Neopenthylglykol, Glyzerin, Pentrit, Trimethyloläthan, oder Trimethylolpropan mit einer polybasischen Säure, wie z. B. einer der drei isomeren Phthalsäuren, Adipin- oder Sebazinsäure. Die Polyesterstoffe können mit monobasischen Säuren oder einwertigen Alkoholen modifiziert werden.



   Die in   verslärkten    Kunststoffen verwendeten Polyesterharze enthalten im allgemeinen ungesättigtes   Äthy-     len, welches mit Hilfe von Malein-, Fumar- oder einer anderen ungesättigten Säure gewonnen wird; der vorhandene   Gehalt    hängt von der gewünschten Festigkeit oder Steifheit ab. Diese Harze können dann mit einem reaktionsfähigen Monomer, wie z. B. Styrol, a-Methylstyrol, Diallylphthalat oder Methylmethakrylat vernetzt werden.



   Nach der Behandlung kann das Harz in einem reaktionsfähigen Monomer aufgelöst werden. Die Aushärtung kann   durch    einen Katalysator mit freiem Radikal, üblicherweise ein organisches Peroxyd oder Hydroperoxyd, eingeleitet und durch den Gebrauch von schweren Metallsalzen organischer Säuren beschleunigt werden. Viele solcher Polyesterharze sind im Handel erhältlich. Ein typisches Polyesterharz wird von einem Polypropylenglykol, Isophthal- und Maleinsäuren gebildet und hat eine Säurezahl von weniger als 20 und eine   Hydroxylzahl    von weniger als 40. Die Polyesterlösung enthält   32 /o    Styroll und wird mit t   Butylpyrokatechin    gehemmt.

  Dieses Harz härtet schnell und kann mit Glaswatte, zerhacktem Vorgespinst oder Lunte oder anderer Verstärkung geformt oder gepresst werden, um Produkte von hoher Festigkeit und hoher Formbeständigkeit oder Wärmewiderstandsfähigkeit zu bilden.



   Um die Eigenschaften der erfindungsgemässen Zu   sammensetzung    beispielsweise zu erläutern, wurden gemessene Mengen von feuerhemmenden Boratmaterialien zu 100 Gewichtsteilen der oben beschriebenen Polyesterharze gemäss dem nachfolgenden Verfahren beigefügt:
Beispiel 1
Proben für Verbrennungstests wurden mit Polyester gemacht, welcher in 15 Gewichtsteilen pro 100 Harzteile (parts by weight per one   hundred    parts of resin oder p.h.r.) von zusätzlichem Styrol gelöst war.



  0.2 p.h.r. von   12 o      Kobaltoktoat    wurden im Harz mit dem feuerhemmenden Zusatz durch Mischen in einem Papierbecher bei Verwendung eines hölzernen Mischstabes oder durch Zerdrücken mit einer Spachtel auf einer Glasplatte fein   verteilt.    1-2 p.h.r. von Methyl äthylketoperoxyd wurden dann beigefügt und daruntergemischt und das Harzpräparat auf eine mit   Zelle    phan bedeckte Glasplatte mit einer   3,175 mm    hohen Stahlumrandung gegossen, um ein Rechteck von unge   fähr      15 x20 mm    zu bilden. Nach   Biasenentfernung    wurde eine Deckglasplatte aufgesetzt und dem Harz gestattet, bei   Zimmertemperatur    auszuhärten.

  Wenn nötig, wurde der Guss während 1-2 Stunden bei   60-1000    C nachgehärtet. Glas, Umrandung und Zellophan wurden entfernt und der Guss in 12,7 mm -Streifen geschnitten. Brenngeschwindigkeits- und Här   teresuitate    von verschiedenen solchen Güssen sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengestellt:
Tabelle I
Verbrennungsgeschwindigkeit von   Polyestergiissen    Guss No. Zusatz Grösse p. h. r. Verbrennungs- Härtegrad Selbstlöschungszeit    (Mikron) geschwindigkeit (Barcol) (min.)  (inmimin.)   
1. Kontrolle -   19,3021,34    44,6
2, Borax- (sehr fein   verteilt)    42 10 12,45 44,3
3. 

  Borax (sehr fein verteilt) 30 10,41 49,1
4.   Borax    (sehr fein   verteilt)    100 3,30 37,6   2,( > 1    + 0,15
5, Borax - Borsäure 42 21 7,87 41,6
9
6.   Bora:t-Borsäure    42 35 5,33 16,3
15
7.   Na2O: B203(0,28)      35-40    10 14,48 47,2
8. Na2O:   B2O3(0,28)    75 5,59 55,4
9.   Na2O: B2OS(Q,28)    100 5,08 54,5 2,67 + 0,15 10. Polybor (nachstehend definiert) 14 50 8,64 51,5 11. Polybor (nachstehend definiert) 100 5,59 56,9 2,76 + 0,21
12.   Anunoniumbiborat      36    10 12,95 38,0
13.   Arunoniuinbiborat    20 9,14 44,9  
Verbrennungstests wurden mittels der ASTM D 757-49 (Globar) Methode erhalten.

  Die Brennstrecke wurde bis zur Schmelzlinie, welche zwischen der Randund der   Russiinie    gefunden wird, welche die maximale Ausdehnung des wirklichen Brandes darstellen, gemessen. Die Verbrennungsgeschwindigkeit in mm pro Min. wird durch Dividieren der Brennstrecke durch 3 Min. erhaIten.   Selbstlöschende    Proben wurden in horizontaler Position, für die vollen 3 Minuten gegen den heissen Globar gerichtet, belassen. Eine Aluminiumfolie wurde unterhalb der Probe angebracht, um ge   schmolzene    Tropfen oder   heruntergefallene    Asche zu sammeln.

  Es kann gesehen werden, dass der Zusatz von Metall der Gruppe I oder Ammoniumboraten eine wesentliche Verbesserung in der Verbrennungsgeschwindigkeit zur Folge hat.   Na2O:B203    (0,28) ist ein   wässriges    Natriumborat, welches ungefähr   66 /o      B203    enthält und ein Molverhältnis von   Na2O:B2O2    von un   ungefähr    0.28 aufweist.

  Wenn nichts anderes vermerkt wird. handelt es sich bei diesem Borat um ein -200    Mesh -Produlçt    (Gewebe Nr. 200, Tyler-Standard) mit einer mittleren Partikelgrösse von ungefähr   3540    Mikron.    < Polybor     ist ein amorphes wässriges Natriumborat mit der allgemeinen empirischen Formel   NaoB8Ota . 4H2O,    und Borax ist ein decahydriertes Natriumtetraborat.



   Hydratwasser hat einen ausgeprägten   Einfiluss    auf die Verbrennungsgeschwindigkeit, wobei getrocknete Produkte eine bedeutend geringere Brenngeschwindigkeit aufweisen. Kein Guss ist selbstlöschend bei Boratzusätzen unterhalb 20 p.h.r. und für eine Selbstlöschung sind Zusätze von mindestens 100 p.h.r. notwendig. Es wurde beobachtet, dass die verbrannten Güsse einen grossen Anteil an Asche und ein grosse angrenzende an- oder verkohlte Schicht hinterliessen, welche sich nicht zersetzte oder am Ende des Verbrennungstestes von der Probe löste.

  Der Vergleichsguss ohne Boratzusatz bildete keine Asche, aber er verlor   8,6ovo    seines Gewichtes in Form von Verbrennungstropfen, während die Borax,   Na2O:B2O8    (0.28), Polybor oder Ammoniumbiborat enthaltenden Güsse keine Tropfenbildung aufwiesen und ungefähr   6-160/0    Asche mit einer kontinuierlichen angrenzenden an- oder verkohlten Schicht mit bemerkenswerter struktureller Unversehrtheit aufwiesen.



   Von jedem zu einem polymeren System hinzugefügten Material kann eine gewisse Wirkung auf physikalische Eigenschaften, wie z. B. Härte, Verformungswiderstands- und Druckdehnungsmodul, Formbeständigkeit-(stemperatur) (HDT), Wasserwiderstand, Gelierungszeit usw. erwartet werden. Unlösliche Zusätze machen einen Polyesterguss in der Regel weich. Borsäure allein ergibt sehr niedrige Verbrennungsgeschwindigkeiten, aber es zeigt sich, dass Borsäure die Aushärtung hemmt, was sich in einem Polyesterguss geringer   Härte    ausdrückt. Nachhärtung bei 1000 löst dieses Problem teilweise, hat aber eine höhere Verbrennungsgeschwindigkeit zur Folge. Güsse mit Borsäurenatriumborat-Mischungen, insbesondere soIche mit einem   Na2O:B2Os    Molverhältnis unterhalb 0,5 und vorzugsweise von 0,25-0,3 zeigen annehmbare Verbrennungsgeschwindigkeiten und Härte.

  Güsse mit einem Anteil an Natriumborat zeigten vergleichbare Festigkeit und einen höheren Modul als mit einem vergleichbaren Betrag von Antimonoxyd, welches ein führendes verbrennungshemmendes Mittel darstellt, beschickte Güsse. Ferner zeigt es sich, dass Natriumboratzusätze im Bereich von 0-50 p.h.r. die Gelierungszeit herabsetzen und die Härte erhöhen, während Borsäure   in    entgegengesetztem Sinn auf Härte und Gelierungszeit einwirkt.



   Die Härte, wie sie oben beschrieben wurde, ist vornehmlich ein Mass des Aushärtungsgrades des ursprünglich geformten Gusses. Eine sehr wichtige Eigenschaft eines Gusses, welcher für Anwendungen in der   Architektur,    dem Schiffsbau oder für den Gebrauch in anderer wässriger Umgebung vorgesehen ist, ist seine Resistenz gegenüber Wasser, welche wiederum durch Messung der Härte ausgedrückt werden kann.



  Um diese Eigenschaft von Güssen zu messen, wurden Testproben, welche ein verbrennungshemmendes Mittel von 0-100 Teilen verschiedener Borate pro 100 Teile Harz enthielten, in   900 mol    destilliertem Wasser in einem   l-Liter-Becher    für 90-500 Stunden bei   23     C suspendiert und getrocknet, gemäss folgendem Verfahren:
Beispiel 2
Eine Probe von   Na2O:B2Os    (0,28) wurde mechanisch gemahlen und gesiebt. Bei diesem -400  Mesh -Material (Gewebe Nr. 400, Tyler-Standard), wurden mit dem Mikroskop mittlere Teilchengrössen von   12,95 + 4,88    Mikron gemessen. Die Zubereitung und Aushärtung der Güsse erfolgte wie im Beispiel 1, und diese wurden für 500 Stunden in Wasser bei   24,440    C eingetaucht.

  Die   Barcol;Härtewerte    vor und nach Wasserdurchtränkung und die totalen Gewichts änderungen werden in der nachfolgenden   Tabelle    dargestellt. Beobachteter Boratverlust wurde durch die Alkalinität und Bortitrationen des Laugenwassers gemessen.

 

   Tabelle   II   
Wasserwiderstand von   Polyestergiissen    mit feuerhemmenden   Boratzusätzen     (Borat   Na2O:      B2O3    =   0,28:1)    Guss No. p. h. r. Grösse in Barcol-Härtegrad Gewichtsänderung Boratgehalt im
Mikron Anfang Ende in    /o    Laugenwasser in   O/o    1.   0    (Kontrolle) 44,7 46,1 + 0,16 2. 10 35-40 48,2 44,4   + 0,89    3,37 3. 10 13   5O,0    45,7   tw    0,80 2,53      Tabelle 17    (Fortsetzung)
Wasserwiderstand von Polyestergiissen mit feuerhemmenden Boratzusätzen  (Borat   NO :      B203    =   0,28 :    1) Guss No. p. h. r.

  Grösse in Barcol-Härtegrad Gewichtsänderung Boratgehalt im
Mikron Anfang Ende in   Olo    Laugenwasser in   O/o    4. 20 35-40 50,1 25,6 - 5,01 40,46 5. 20 13 51,6 45,2   +    1,18 2,95
Grosse Gewichtsverluste wurden für Güsse mit mehr als ungefähr 20 p.h.r. von   35-40    Mikron   Na2O:B2O5    (0,28) Natriumborat gefunden, und entsprechend fällt die Härte für diese Güsse schlagartig nach der Wasserbehandlung und ist bei diesem Beschickungsgrad beträchtlich gesenkt.



   Es wurde jedoch im Zusammenhang mit der vorliegenden Neuerung überraschenderweise gefunden, dass die physikalischen und Verbrennungs-Eigenschaften von Güssen aufrechterhalten oder verbessert werden können und das Auslaugen von feuerhemmenden Boraten durch Benützung von feinkörnigen Boraten im wesentlichen   verhindert    wird. Dies steht im Gegensatz zur Erwartung, da man einem Material, welches eine grössere totale Partikeloberfläche aufweist, eine grössere Löslichkeit und einen grösseren Boratverlust zutrauen würde.



   Eine auffallende Verminderung bezüglich Auslaugung von Bor wird gefunden, wenn die Partikelgrösse des Boratzusatzes reduziert wird. In jedem Fall wird das 13-Mikron   (,u)    Material in bemerkenswert reduziertem Masse ausgelaugt, wobei das Verhältnis von abgebautem 13-,u-Borat zu abgebautem   3540-u-    Borat von 0,073-0,75 variiert, jedoch immer kleiner als 1 ist. Im Falle eines Boraxmaterials mit einer mittleren Partikelgrösse von ungefähr 150 Mikron wird das Borax 18 mal schneller abgebaut, als ein entsprechendes Material von 8 Mikron.



   Güsse, bei welchen ein   ansehnlicher    Teil des Borates üblicher Grösse durch Auslaugung abgebaut wurde, zeigten eine ausgeprägte Senkung der Barcol-Härte, während keine ungewöhnliche Senkung der Härte beobachtet werden kann, wenn beim gleichen Beschikkungsmass fein zerteiltes Material verwendet wird.



  Weiterhin ist der Gewichtsänderungsgrad wesentlich vermindert. Güsse, welche bis zu 20 p.h.r. der grobkörnigeren, im Handel erhältlichen Materialien enthalten, zeigten eine totale Gewichtsveränderung von +16 bis -5,01, während mit den fein zerteilten Boraten die Änderung nur zwischen +0,10 und +1,18 beträgt. Es ist deshalb bedeutend vorteilhafter, ein Material zu benützen, welches bei verlängertem Eintauchen in Wasser nur in geringfügigem Masse sein Gewicht ändern wird.



   Die Verbrennungsgeschwindigkeiten der Güsse mit den feinkörnigen Materialien sind ungefähr gleich oder etwas besser als diejenigen mit gröberen Materialien.



  Als höchst unerwartete Eigenschaft der vorliegenden feuerhemmenden Kunststoffe wurde gefunden, dass diese nach Eintauchen in Wasser für 500 Stunden bei   24,44  C    eine erhöhte Brandhemmung aufweisen.



  Güsse mit Boraten von normaler Partikelgrösse büssen beim Auslaugen etwas an Brandverzögerung ein, was offensichtlich dem verminderten Zusatzgehalt zuzuschreiben ist.



   Diese Verbesserungen   können    im weiteren auf Güsse mit   Alkalimetaliboraten    oder Ammoniumboraten, allein oder in Kombination mit anderen feuerhemmenden Materialien, wie z. B. Antimonoxyd,   chiorier-    tem Wachs oder Phosphatestern, angewendet werden.



  Die Daten, welche in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt sind, stellen Verbrennungstests von vergleichsweise   beschiclden    Polyestergüssen dar, welche, wie oben beschrieben, hergestellt worden sind, wobei jeweilen eine Gruppe jeder Serie für 500 Stunden bei   24,44     C in Wasser eingetaucht wurde, bevor sie dem   Globar-Verbrennungstestverfahren    des ASTM D 757-49 unterworfen wurde. Zehn p.h.r. Chlorowax 70 (von Diamond Alkali beschafft), ein chloriertes Paraffinwax mit   700jo    Chlorgehalt war in den Güssen 4-8 vorhanden.



   Tabelle III
Feuerhemmung bezogen auf Partikelgrösse
Vor Auslaugung Nach Auslaugung Guss   No.    Zusatz, p. h. r. Verbrennungs- Selbstauslöschungs- Verbrennungs- Selbstauslöschungs    Na2O : B2O3 - Sb2O0    geschwindigkeit zeit in Min. geschwindigkeit zeit in Min.



     (0.28:1)    mm/Min. mm/Min.



      3590 p 13 , 35w0 ffi 13  >  35w0 Z 13 ffi 3540 ffi 13    1. 0   Û    22,35 22,35 20,32 20,32 2. 10 16,76 18,03 17,78 14,22  
Tabelle III (Fortsetzung)
Feuerhemmung bezogen auf Partikelgrösse
Vor Auslaugung Nach Auslaugung Guss No. Zusatz, p. h. r. Verbrennungs- Selbstauslöschungs- Verbrennungs- Selbstauslöschungs    Na5O : B203 - Sb203    geschwindigkeit zeit in Min. geschwindigkeit zeit in Min.



     (0. 28:1)    mm/Min. mm/Min.



      35w00 CL 13, 35w011 13 35-40   13   35w0y y 13    3. 20 14,99 16,51 19,05 13,46 4. 7,5 5,33 7,37 2,3 2,0 6,86 6,86 2,44 2,1 5. 10 6,35 7,87 2,6 2,7 8,38 7,87 7,55 2,35 6. 12 9,14 11,18 9,65 8,38 7. - 15 4,57 1,5 1,5 4,32 1,5 1,5    Borax 150p 8p 150 81l 150 8   150   8      8. 10 5 7,37 6,35 8,89 7,87 2,65 2,60
Die Verbrennungsgeschwindigkeiten der Güsse mit Materialien von kommerzieller Grösse nehmen nach dem Auslaugen leicht zu, während die Verbrennungsgeschwindigkeiten für die Güsse, welche Natriumborate feinerer Grösse enthalten, nach Wasserauslaugung tatsächlich abgenommen haben.



   Diese Differenz ist insbesondere im Guss Nr. 3 frappierend, bei welchem nach dem Auslaugen des mit dem 13 Mikron Borat beschickten Gusses eine wesentlichte Abnahme in der Verbrennungsgeschwindigkeit festgestellt werden konnte, während der Guss mit der regulären Boratgrösse tatsächlich wesentlich schneller verbrannte, nachdem er unter identischen Bedingungen ausgelaugt worden war.



   Güsse mit niedriger Verbrennungsgeschwindigkeit und Selbstauslöschung können mit einer total herabgesetzten Beschickung von feuerhemmenden Zusätzen hergestellt werden, indem ein Teil des Borates feiner Grössen durch Antimonoxyd ersetzt wird. Auch solche Güsse, welche vorzugsweise 3-50 p.h.r. Borat und 0,5-10 p.h.r. Antimonoxyd enthalten, weisen, verglichen mit Güssen, welche mit vergleichbaren Beträgen von gröberen, d. h. üblicherweise erhältlichen Boraten beschickt sind, beim Auslaugen geringen Borverlust und nach dem Auslaugen eine herabgesetzte Verbrennungsgeschwindigkeit auf.



   Antimonoxyd ist ein relativ teures Material, und es ist wünschenswert, davon so wenig wie möglich zu gebrauchen, um die gewünschten flammenhemmenden und selbstauslöschenden Eigenschaften zu erzielen.



  Güsse mit 14 p.h.r.   Na2O:B2O(0,28)    und 1 p.h.r. Antimonoxyd, d. h. also   93 /o    Borat, sind nicht selbstlöschend. Wenn jedoch das Verhältnis auf   8O0/o    herabgesetzt wird,   d. h.    auf 12 p.h.r. Borat zu 3 p.h.r. Antimonoxyd, mit anderen Worten auf ein Gewichtsver   hältnis    Borat zu Antimonoxyd von 4:1, ist der Guss in weniger als 2-3 Minuten mit vernünftig niedriger Verbrennungsgeschwindigkeit selbstlöschend. Ferner weist der Polyesterharzguss, bei welchem   2/a    des Antimonoxydes durch fein zerkleinertes wässriges Natriumborat ersetzt wurden, inbezug auf Polyestergüsse, welche 15 p.h.r. Antimonoxyd und 10 p.h.r. Chlorowax 70 enthalten, eine vergleichbare Festigkeit und einen höheren Modul auf.



   Antimonoxyd wird immer in Anwesenheit von halogenisiertem   Material    verwendet, welches ein   chio-    riertes aliphatisches Material, z. B. ein chloriertes Paraffinwachs mit niedrigem Molekulargewicht oder ein chloriertes aromatisches Material, sein kann. Das Chlor kann auch im Harz selbst vorhanden sein, wie z. B. beim Polyvinylchlorid. Im folgenden wird ein Beispiel eines Verfahrens für das Einverleiben des fein zerkleinerten Borates gemäss der vorliegenden Neuerung in   Polyvinylchloridharze    (PVC) beschrieben.

 

   Beispiel 3
Zwei Teile GEON 121 (B.F. Goodrich) von pulverisiertem   Polyvinylchiorid    wurden mit einem Teil Dioctylphthalat gemischt, um ein PVC-Plastisol zu bilden.



  Verschiedene Beträge von feuerhemmenden Mitteln und 0,01 p.h.r. von Stabalan E (Nopco Chemical Co.), ein Fluorborsäuresalz-Stabilisator wurden durch Mischen hinzugefügt. Eine Gusschicht wurde durch Pressen von Plastisol zwischen Glasplatten vorbereitet, welche mit einer Tygon-Abdichtung und 3,175 mm Metallumrandung versehen waren. Die Aushärtung wurde durch Erhitzen während einer Stunde in einem Ofen bei 160  C bewirkt. Die Resultate des Globar Verbrennungstestes sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:  
Tabelle IV Guss No. Zusatz p. h. r. Wert Verbrennungs- Selbstauslöschungs geschwindigkeit zeit in Min.



   mm/Min.



  1. kein 18,29 2,92 2.   13,u    Na2O:   B2OS(0,28)    20 12,70 2,45 3.   13,z      NqO :      B203(0,28)    5 5,59 1,42    Sb2OS    5 4.   13jm Na2O: B203    7 5,84 1,52    Sb,Oll   
Es kann festgestellt werden, dass fein zerteiltes Natriumborat im wesentlichen herabgesetzte Verbrennungsgeschwindigkeiten ergibt, sowohl wenn es allein, als auch wenn es in Kombination mit anderen freien hemmenden Zusätzen gebraucht wird.



   Die Zubereitung eines weiteren feuerhemmenden Systems wird nachfolgend beschrieben.



   Beispiel 4
Fein verteiltes (13,u)   Na20:B203(0,28)    wurde durch Mischen des Borates mit einem   Epichlorhydrin-    harz, wie z. B. Epon 28 (Shell Chemical Co), und 4 p.h.r. DMP-30   Tri-(Dimethylaminomethyl-)Phenol    (Röhm und Haas) zu einem typischen Epoxyharzsystem hinzugefügt und während 24 Stunden bei   126,66"C    ausgehärtet. Die   Kontrollsubstanz    brannte bei einer Geschwindigkeit von 27,18 mm/Min., während Güsse mit 25 p.h.r. und 50 p.h.r.

 

     Na2O :B2O3(0,28y    verminderte Verbrennungsgeschwindigkeiten von 23,11 und   19,56 mm/Min.    aufwiesen.



  Einige der mit Borat beschickten Proben waren selbst   auslöschend,    und während die Vergleichssubstanz tropfte und   während    des Verbrennungstests wegschmolz,   hinteiliessen    die Proben mit Borat eine feste an- oder verkohlte Schicht mit beachtenswerter struktureller Unversehrtheit. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Harz, dadurch gekennzeichnet, dass es eine feuerhemmende Menge mindestens eines in Form von Partikeln mit einer mittleren Teilchengrösse von ungefähr 0,1 bis ungefähr 25 Mikron vorliegenden Borates aus der Gruppe der Natrium-, Kalium-, Lithium- und Ammoniumborate enthält.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Harz nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Borat eine mittlere Teilchengrösse von nicht mehr als ungefähr 15 Mikron aufweist.
    2. Harz nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Borat ein wasserhaltiges Natriumborat mit einem NaoO:B203 - Molverhältnis von nicht mehr als 0,5 ist.
    3. Harz nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Molverhältnis ungefähr 0,28 beträgt.
    4. Harz nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es pro 100 Gewichtsteile Harz bis zu 10 Gewichtsteile Antimonoxyd und 3-50 Gewichtsteile des Borates enthält.
    5. Harz nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Partikel eines Natriumborates mit einem Na2O:BSOs-Molverhältnis von ungefähr 0,28 und einer mittleren Partikelgrösse von ungefähr 13 Mikron vorhanden sind.
    6. Harz nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Harz ein Polyester-, Epoxy- oder Vinylharz ist.
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