CH511642A - Färbeapparat - Google Patents
FärbeapparatInfo
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Classifications
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Description
Färbeapparat
Die Erfindung betrifft einen Färbe apparat zum Lösungsmittel-Färben von Textilmaterial.
Es ist bekannt, dass man Textilien aus Bädern mit grösseren Flottenverhältnissen nur dann egal anfärben kann, wenn man die Flotte oder das zu färbende Material oder beides miteinander in Bewegung hält, so dass der Farbstoff die Möglichkeit hat, gleichmässig in die Fasern hineinzudiffundieren.
Beim Färben aus organischen Lösungsmitteln kommt noch hinzu, dass diese oft einen niederen Dampfdruck haben und Lösungsmitteldämpfe nicht in die Atmosphäre des Färbelokals gelangen dürfen. Die dem Färbebad entweichenden Lösungsmitteldämpfe müssen deshalb durch Kondensation am Entweichen gehindert werden. Es ergibt sich daraus die Möglichkeit der Regeneration der Lösungsmittel.
Man kann zwar Waschmaschinen, wie sie bei der chemischen Reinigung verwendet werden, auch für La horfärbungen verwenden, muss dann aber erstens hohe Maschinenkosten, zweitens grossen Verbrauch an Textilmaterial und drittens grossen Farbstoffverbrauch in Kauf nehmen.
Der erfindungsgemässe Färbeapparat, welcher aus Metall oder vorzugsweise aus Glas hergestellt sein kann, erlaubt nun das diskontinuierliche Färben sowohl im Betrieb als auch im Labormassstab, ohne dass die genannten Nachteile auftreten.
Dieser Färbeapparat ist dadurch gekennzeichnet, dass er ein drehbar montiertes, schrägstehendes und mit schaufel artigen Einbuchtungen versehene 5 Färbegefäss (A), eine mit diesem verbundene Rotationsvorrichtung (B), einen oberhalb des Färbegefässes angeordneten Rückflusskühler (X) mit darüber befindlichem, über eine mit einer Vakuumleitung (V) verbindbare Dosiervorrichtung (D) in den Rückflusskühler mündendem Lösungsmittel-Vorratsgefäss (H) sowie ein Absaugrohr (L) aufweist, das sich mit seinem flexiblen Ende bis annähernd zur tiefstgelegenen Stelle des Färbegefässbodens erstreckt und mit seinem entgegengesetzten Ende in ein Auffang- und Vorratsgefäss (E) gebrauchte Lösungsmittel mündet, das seinerseits mit einer Vakuumleitung (V1) verbindbar ist,
dass er ausserdem einen mit einem Gefäss für Färbemittel (C) verbundenen Verteiler (K) enthält, welcher aus dem Rückflusskühler tropfendes Lösungsmittel in ein Auffanggefäss (F) für reines Lösungsmittel leiten kann und aus dem Färbegefäss entweichende Dämpfe in den Rückflusskühler passieren lässt und dass Leitungsmittel vorgesehen sind, durch welche der Inhalt des Auffanggefässes für reines Lösungsmittel in das Lösungsmittelvorratsgefäss überführt werden kann.
Das Färbegefäss (A) besitzt nach innen führende Einbuchtungen, welche dazu dienen, dem Färbegut eine diskontinuierliche Bewegung aufzuzwingen. Die Einbuchtungen hindern das Textilgut daran, kontinuierlich der Drehung des Gefässes zu folgen. Das Färbegut bleibt zunächst an den Einbuchtungen hängen und fällt schliesslich, bei weitergehender Drehung des Gefässes von dem nach innen gehenden Vorsprung auf eine andere Stelle des Gefässes hinunter. Die Heizung des Gefässes kann durch ein Heizbad erfolgen, in welches das Gefäss eintaucht. Die Drehbewegung um eine etwa um 200 gegenüber der Waagrechten gedrehten Achse erfolgt vorteilhaft mit an sich bereits bekannten Vorrichtungen, wie z. B. Rotationsverdampfern, welche gleichzeitig den Vorteil bieten, dass sie mit einer Heizung ausgerüstet sind.
Der Aufbau eines aus Glasteilen bestehenden Färbeapparates sei anhand der Fig. 1 erläutert, worin die Symbole die folgenden Bedeutungen haben: A Färbegefäss mit schaufelartigen Einbuchtungen, B Rotationsvorrichtung, bestehend aus einem han delsüblichen Rotationsverdampfer; C Gefäss für Färbemittel, wie Farbstoffpräparate etc., heizbar und am Boden mit einem Filter und einem Hahn versehen; D Dosiervorrichtung; E Auffanggefäss für gebrauchtes Lösungsmittel; F Auffanggefäss für reines Lösungsmittel; G Heizbad mit Thermostat; H Lösungsmittel-Vorratsgefäss; I Einfülltrichter; K Verteiler; L Absaugrohr mit flexiblem Ende; M Pumpe; X,Y Kühler;
; Vl,V. Absaugleitungen und Ak Absorptionsgefässe
In der folgenden Funktionsweise des Färbeapparates bedeuten die Teile, sofern nichts anderes angegeben wird, Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.
Flalktiitsweise des Färbeapparates
Hahn 1 wird geschlossen, Hahn 2 wird geöffnet.
Der Behälter (D) wird mit 2720 Teilen Perchloräthylen gefüllt. Dann wird das Textilmaterial [1001 Teile Poly ester-Tricotgewebe ( Diolen-Loft -Tricot)] in das Färbegefäss (A) gegeben. Die Hähne 5 und 6 werden geschlossen und der Hahn 4 geöffnet, damit das Per chloräthylen in das Gefäss (A) fliesst. Nun wird das Ölbad (G) auf 1300 geheizt. Anschliessend wird der intermittierende, die Richtung wechselnde Rotationsmotor (B) in Gang gesetzt (30 Sekunden in jeder Drehrichtung, 15 Sekunden Stillstand).
Nunmehr wird Hahn 8 geschlossen und 2,4 Teile des Dispersionsfarbstoffes der Formel
EMI2.1
mit 480 Teilen Perchloräthylen in den Kolben (C) gegeben. Im Kolben (C) wird diese Lösung mit einer Heizung, die in der Zeichnung nicht wiedergegeben ist, aufgekocht, wodurch der Dispersionsfarbstoff in Lösung geht. Der Hahn 8 wird geöffnet und die Farbstofflösung durch das am Boden des Gefässes (C) befindliche Filter in das Gefäss (A) eingefüllt. Es wird 45 Minuten gefärbt. Anschliessend wird das Ölbad (G) entfernt, die Hähne 4, 6 und 8 geschlossen und der Hahn 5 geöffnet. Die Apparatur wird über die Saugleitung (V1) entleert und die Färbeflotte fliesst in den Kolben (E).
Zur Nachbehandlung wäscht man im gleichen Kolben mit einem Gemisch aus Perchloräthylen und einem Reinigungsverstärker, wie er in der chemischen Reinigung gebräuchlich ist, und zwar bei 500 während 15 Minuten. Das Spülen erfolgt mit reinem Lösungsmittel bei 20 bis 300 während 5 Minuten.
Die Trocknung erfolgt, indem man die Hähne 2, 5, 8 und 9 schliesst, die Hähne 3 und 6 öffnet und die Apparatur über die Saugleitung (V) evakuiert. Das Gefäss (A) wird auf eine Temperatur von 800 erhitzt.
Dadurch verdampft das Lösungsmittel im Gefäss (A) sehr schnell. Die Dämpfe kondensieren im Kühler (X) und fliessen in den Behälter (F). Wenn kein Lösungsmittel mehr überdestilliert, ist das Gewebe trocken.
Dann wird der Hahn 3 geschlossen. Durch Einströmen von Luft über den Hahn 5 wird der Unterdruck in der Apparatur langsam behoben. Das Gefäss (A) wird nun vom Ansatzstück (H) gelöst und das gefärbte trockene Tricotstück kann aus dem Gefäss entfernt werden. Es resultiert eine egale, rosa Färbung. Regeneration des Lösungsmittels: Der Kolben (E) wird anstelle des Gefässes (A) an den Verteiler (K) angeschlossen. Jetzt verfährt man wie beim Trocknen. Das reine Lösungsmittel sammelt sich im Behälter (F). Mit der Pumpe (M) kann es in den Vorratsbehälter (H) zurückgeführt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHFärbe apparat zum Lösungsmittel-Färben von Textilmaterial, dadurch gekennzeichnet, dass er ein drehbar montiertes, schrägstehendes und mit schaufelartigen Einbuchtungen versehenes Färbegefäss (A), eine mit diesem verbundene Rotationsvorrichtung (B), einen oberhalb des Färbegefässes angeordneten Rückflussküh ler (X) mit darüber befindlichem, über eine mit einer Vakuumleitung (V,) verbindbare Dosiervorrichtung (D) in den Rückflusskühler mündendem Lösungsmittel Vorratsgefäss (H) sowie ein Absaugrohr (L) aufweist, das sich mit seinem flexiblen Ende bis annähernd zur tiefstgelegenen Stelle des Färbegefässbodens erstreckt und mit seinem entgegengesetzten Ende in ein Auffangund Vorratsgefäss (E) für gebrauchte Lösungsmittel mündet, das seinerseits mit einer Vakuumleitung (V,) verbindbar ist,dass er ausserdem einen mit einem Gefäss für Färbemittel (C) verbundenen Verteiler (K) enthält, welcher aus dem Rückflusskühler tropfendes Lösungsmittel in ein Auffanggefäss (F) für reines Lösungsmittel leiten kann und aus dem Färbegefäss entweichende Dämpfe in den Rückflusskühler passieren lässt und dass Leitungsmittel vorgesehen sind, durch welche der Inhalt des Auffanggefässes für reines Lösungsmittel in das Lösungsmittelvorratsgefäss überführt werden kann.UNTERANSPRUCH Apparat gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass er aus Glas besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH89370A CH511642A (de) | 1969-06-02 | 1969-06-02 | Färbeapparat |
Applications Claiming Priority (2)
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| CH89370A CH511642A (de) | 1969-06-02 | 1969-06-02 | Färbeapparat |
| CH832769 | 1969-06-02 |
Publications (1)
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| CH511642A true CH511642A (de) | 1971-08-31 |
Family
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Family Applications (1)
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| CH89370A CH511642A (de) | 1969-06-02 | 1969-06-02 | Färbeapparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH511642A (de) |
-
1969
- 1969-06-02 CH CH89370A patent/CH511642A/de not_active IP Right Cessation
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Legal Events
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