CH511642A - Färbeapparat - Google Patents

Färbeapparat

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Publication number
CH511642A
CH511642A CH89370A CH89370A CH511642A CH 511642 A CH511642 A CH 511642A CH 89370 A CH89370 A CH 89370A CH 89370 A CH89370 A CH 89370A CH 511642 A CH511642 A CH 511642A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
vessel
solvent
dyeing
mixture
pref
Prior art date
Application number
CH89370A
Other languages
English (en)
Inventor
Weber Hans-Peter
Litzler Alfred
Hertig Jean
Branimir Dr Milicevic
Original Assignee
Ciba Geigy Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy Ag filed Critical Ciba Geigy Ag
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Publication of CH511642A publication Critical patent/CH511642A/de

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B9/00Solvent-treatment of textile materials
    • D06B9/02Solvent-treatment of textile materials solvent-dyeing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description


  
 



  Färbeapparat
Die Erfindung betrifft einen Färbe apparat zum Lösungsmittel-Färben von Textilmaterial.



   Es ist bekannt, dass man Textilien aus Bädern mit grösseren   Flottenverhältnissen    nur dann   egal    anfärben kann, wenn man die Flotte oder das zu färbende Material oder beides miteinander in Bewegung hält, so dass der Farbstoff die Möglichkeit hat, gleichmässig in die Fasern hineinzudiffundieren.



   Beim Färben aus organischen Lösungsmitteln kommt noch hinzu, dass diese oft einen niederen Dampfdruck haben und Lösungsmitteldämpfe nicht in die Atmosphäre des Färbelokals gelangen dürfen. Die dem Färbebad entweichenden Lösungsmitteldämpfe müssen deshalb durch Kondensation am Entweichen gehindert werden. Es ergibt sich daraus die Möglichkeit der Regeneration der Lösungsmittel.



   Man kann zwar Waschmaschinen, wie sie bei der chemischen Reinigung verwendet werden, auch für La   horfärbungen    verwenden, muss dann aber erstens hohe Maschinenkosten, zweitens grossen Verbrauch an Textilmaterial und drittens grossen Farbstoffverbrauch in Kauf nehmen.



   Der erfindungsgemässe Färbeapparat, welcher aus Metall oder vorzugsweise aus Glas hergestellt sein kann, erlaubt nun das diskontinuierliche Färben sowohl im Betrieb als auch im Labormassstab, ohne dass die genannten Nachteile auftreten.



   Dieser Färbeapparat ist dadurch gekennzeichnet, dass er ein drehbar montiertes, schrägstehendes und mit schaufel artigen Einbuchtungen   versehene 5    Färbegefäss (A), eine mit diesem verbundene Rotationsvorrichtung (B), einen oberhalb des Färbegefässes angeordneten Rückflusskühler (X) mit darüber befindlichem, über eine mit einer Vakuumleitung   (V)    verbindbare Dosiervorrichtung (D) in den Rückflusskühler mündendem Lösungsmittel-Vorratsgefäss (H) sowie ein Absaugrohr (L) aufweist, das sich mit seinem flexiblen Ende bis annähernd zur   tiefstgelegenen    Stelle des Färbegefässbodens erstreckt und mit seinem entgegengesetzten Ende in ein Auffang- und Vorratsgefäss (E) gebrauchte Lösungsmittel mündet, das seinerseits mit einer Vakuumleitung (V1) verbindbar ist,

   dass er ausserdem einen mit einem Gefäss für Färbemittel (C) verbundenen Verteiler (K) enthält, welcher aus dem Rückflusskühler tropfendes Lösungsmittel in ein Auffanggefäss (F) für reines Lösungsmittel leiten kann und aus dem Färbegefäss entweichende Dämpfe in den Rückflusskühler passieren lässt und dass Leitungsmittel vorgesehen sind, durch welche der Inhalt des Auffanggefässes für reines Lösungsmittel in das Lösungsmittelvorratsgefäss überführt werden kann.



   Das Färbegefäss (A) besitzt nach innen führende Einbuchtungen, welche dazu dienen, dem Färbegut eine diskontinuierliche Bewegung aufzuzwingen. Die Einbuchtungen hindern das Textilgut daran, kontinuierlich der Drehung des Gefässes zu folgen. Das Färbegut bleibt zunächst an den Einbuchtungen hängen und fällt schliesslich, bei weitergehender Drehung des Gefässes von dem nach innen gehenden   Vorsprung    auf eine andere Stelle des Gefässes hinunter. Die Heizung des Gefässes kann durch ein Heizbad erfolgen, in welches das Gefäss eintaucht. Die Drehbewegung um eine etwa um 200 gegenüber der Waagrechten gedrehten Achse erfolgt vorteilhaft mit an sich bereits bekannten Vorrichtungen, wie z. B. Rotationsverdampfern, welche gleichzeitig den Vorteil bieten, dass sie mit einer Heizung ausgerüstet sind.



   Der Aufbau eines aus Glasteilen bestehenden Färbeapparates sei anhand der Fig. 1 erläutert, worin die Symbole die folgenden Bedeutungen haben: A Färbegefäss mit schaufelartigen Einbuchtungen, B Rotationsvorrichtung, bestehend aus einem han delsüblichen Rotationsverdampfer; C Gefäss für Färbemittel, wie Farbstoffpräparate etc., heizbar und am Boden mit einem Filter und einem Hahn versehen; D Dosiervorrichtung; E Auffanggefäss für gebrauchtes Lösungsmittel;   F Auffanggefäss für reines Lösungsmittel; G Heizbad mit Thermostat; H Lösungsmittel-Vorratsgefäss; I Einfülltrichter; K Verteiler; L Absaugrohr mit flexiblem Ende; M Pumpe; X,Y Kühler;

  ;   Vl,V.    Absaugleitungen und Ak Absorptionsgefässe
In der folgenden Funktionsweise des Färbeapparates bedeuten die Teile, sofern nichts anderes angegeben wird, Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.



     Flalktiitsweise    des Färbeapparates
Hahn 1 wird geschlossen, Hahn 2 wird geöffnet.



  Der Behälter (D) wird mit 2720 Teilen Perchloräthylen gefüllt. Dann wird das Textilmaterial   [1001    Teile Poly   ester-Tricotgewebe      (  Diolen-Loft  -Tricot)]    in das Färbegefäss (A) gegeben. Die Hähne 5 und 6 werden geschlossen und der Hahn 4 geöffnet, damit das Per   chloräthylen    in das Gefäss (A) fliesst. Nun wird das Ölbad (G) auf 1300 geheizt. Anschliessend wird der intermittierende, die Richtung wechselnde Rotationsmotor (B) in Gang gesetzt (30 Sekunden in jeder Drehrichtung, 15 Sekunden Stillstand).



   Nunmehr wird Hahn 8 geschlossen und 2,4 Teile des Dispersionsfarbstoffes der Formel
EMI2.1     
 mit 480 Teilen Perchloräthylen in den Kolben (C) gegeben. Im Kolben (C) wird diese Lösung mit einer Heizung, die in der Zeichnung nicht wiedergegeben ist, aufgekocht, wodurch der Dispersionsfarbstoff in Lösung geht. Der Hahn 8 wird geöffnet und die Farbstofflösung durch das am Boden des Gefässes (C) befindliche Filter in das Gefäss (A) eingefüllt. Es wird 45 Minuten gefärbt. Anschliessend wird das Ölbad (G) entfernt, die Hähne 4, 6 und 8 geschlossen und der   Hahn    5 geöffnet. Die Apparatur wird über die Saugleitung (V1) entleert und die Färbeflotte fliesst in den Kolben (E).



   Zur Nachbehandlung wäscht man im gleichen Kolben mit einem Gemisch aus Perchloräthylen und einem   Reinigungsverstärker,    wie er in der chemischen Reinigung gebräuchlich ist, und zwar bei 500 während 15 Minuten. Das Spülen erfolgt mit reinem Lösungsmittel bei 20 bis 300 während 5 Minuten.



   Die Trocknung erfolgt, indem man die Hähne 2, 5, 8 und 9 schliesst, die Hähne 3 und 6 öffnet und die Apparatur über die Saugleitung   (V)    evakuiert. Das Gefäss (A) wird auf eine Temperatur von 800 erhitzt.

 

  Dadurch verdampft das Lösungsmittel im Gefäss (A) sehr schnell. Die Dämpfe kondensieren im Kühler (X) und fliessen in den Behälter (F). Wenn kein Lösungsmittel mehr überdestilliert, ist das Gewebe trocken.



  Dann wird der Hahn 3 geschlossen. Durch Einströmen von Luft über den Hahn 5 wird der Unterdruck in der Apparatur langsam behoben. Das Gefäss (A) wird nun vom Ansatzstück (H) gelöst und das gefärbte trockene Tricotstück kann aus dem Gefäss entfernt werden. Es resultiert eine egale, rosa Färbung. Regeneration des Lösungsmittels: Der Kolben (E) wird   anstelle    des Gefässes (A) an den Verteiler (K) angeschlossen. Jetzt verfährt man wie beim Trocknen. Das reine Lösungsmittel sammelt sich im Behälter (F). Mit der Pumpe (M) kann es in den Vorratsbehälter (H) zurückgeführt werden. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Färbe apparat zum Lösungsmittel-Färben von Textilmaterial, dadurch gekennzeichnet, dass er ein drehbar montiertes, schrägstehendes und mit schaufelartigen Einbuchtungen versehenes Färbegefäss (A), eine mit diesem verbundene Rotationsvorrichtung (B), einen oberhalb des Färbegefässes angeordneten Rückflussküh ler (X) mit darüber befindlichem, über eine mit einer Vakuumleitung (V,) verbindbare Dosiervorrichtung (D) in den Rückflusskühler mündendem Lösungsmittel Vorratsgefäss (H) sowie ein Absaugrohr (L) aufweist, das sich mit seinem flexiblen Ende bis annähernd zur tiefstgelegenen Stelle des Färbegefässbodens erstreckt und mit seinem entgegengesetzten Ende in ein Auffangund Vorratsgefäss (E) für gebrauchte Lösungsmittel mündet, das seinerseits mit einer Vakuumleitung (V,) verbindbar ist,
    dass er ausserdem einen mit einem Gefäss für Färbemittel (C) verbundenen Verteiler (K) enthält, welcher aus dem Rückflusskühler tropfendes Lösungsmittel in ein Auffanggefäss (F) für reines Lösungsmittel leiten kann und aus dem Färbegefäss entweichende Dämpfe in den Rückflusskühler passieren lässt und dass Leitungsmittel vorgesehen sind, durch welche der Inhalt des Auffanggefässes für reines Lösungsmittel in das Lösungsmittelvorratsgefäss überführt werden kann.
    UNTERANSPRUCH Apparat gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass er aus Glas besteht.
CH89370A 1969-06-02 1969-06-02 Färbeapparat CH511642A (de)

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CH89370A CH511642A (de) 1969-06-02 1969-06-02 Färbeapparat

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CH89370A CH511642A (de) 1969-06-02 1969-06-02 Färbeapparat
CH832769 1969-06-02

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CH511642A true CH511642A (de) 1971-08-31

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