Lüftungsscheibe, insbesondere zum lösbaren Anbringen in Fensterrahmen von Transportmitteln
Die Erfindung betrifft eine Luftungsscheibe, insbesondere zum lösbaren Anbringen in Fensterrahmen von Transportmitteln, bestehend aus einem durchsichtigen Material, welche Scheibe eine Anzahl von Lüftungslöchern aufweist.
Erfindungsgemäss ist bei der Lüftungsscheibe vorgesehen, dass die Lüftungslöcher als Rundlöcher ausgebildet sind und unter einem spitzen Winkel zur gedachten Senkrechten zur Scheibenoberfläche durch die Scheibe hindurch verlaufen, von denen jeweils der auf der einen Seite der Scheibe unter der Langsachse des Loches liegende Lochrand hither oder angenlhert gleich hoch wie der jeweilige auf der anderen Seite der Scheibe tiber der Längsachse desselben Loches liegende Lochrand angeordnet ist.
In der Zeichnung ist ein Ausfiihrungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung näher dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine Liiftungsscheibe in einer Ansicht von vorn und
Fig. 2 einen Teil der Lüftungsscheibe nach Fig. 1 in einem senkrechten Schnitt in grösserem Massstab.
Die in der Zeichnung dargestellte Lüftungsscheibe 1 besteht aus transparentem, duroplastischem Kunststoffmaterial, die so ausgebildet ist, dass sie im oberen Teil des nicht dargestellten Rahmens des Autofensters auswechselbar und abnehmbar angebracht werden kann. Die Scheibe 1 wird durch Spritzen bzw. Spritzgiessen hergestellt und die Giessform ist der Gestalt des oberen Teils des Fensters der besonderen Art und Gestalt des Autos, für das die Scheibe 1 bestimmt ist, angepasst. Die Scheibe 1 besitzt zwei waagerechte Reihen schräger Löcher 2.
Diese Lecher 2 haben auf ihrer ganzen Lunge einen gleichbleibenden Durchmesser und verlaufen durch die Scheibe 1 hindurch von der Aussenseite 3 nach oben zur Innenseite 4 der Platte 1 in einem Winkel von 45 bis 550 zur gedachten Senkrechten zur Scheibenoberfläche.
Die Lage der Lecher 2 ist ein wichtiger Faktor, um eine maximale oder möglichst gute Beluftungsleistung zu erreichen. Die Längsachsen der Lecher 2 sollen sich durch die Scheibe 1 hindurch in einer Ebene erstrecken, die rechtwinklig zur senkrechten Ebene der Scheibe 1 verläuft. Wenn die Lecher 2 zur Rtickseite des Fahrzeuges hin gerichtet sind, wird Regenwasser durch die Öffnungen in das Innere des Wagens einzudringen bestrebt sein, und wenn sie zur Vorderseite des Fahrzeuges hin verlaufen, wird nur sehr wenig Luft durch die Löcher 2 eintreten können. Wenn darüber hinaus die Löcher 2 waagerecht durch die Scheibe 1 gebohrt sind, ohne Neigung, entsteht ein unangenehmes pfeifendes Geräusch.
Experimente haben gezeigt, dass kein pfeifendes Geräusch auftritt, wenn der Neigungswinkel zur Horizontalen der Lecher 45 bis 550 beträgt. Abänderungen dieses Winkels sind allerdings möglich, ohne dass ein Pfeifgeräusch auftritt. Der kleinste Neigungswinkel, bei dem das Vermeiden des Pfeifgeräusches möglich ist, ist entsprechend den verschiedenen Automarken verschieden und kann durch einfaches Testen jederzeit festgestellt werden.
Der Aussenumfang der Scheibe 1 ist so gestaltet, dass diese genau in die Rillen oder Nuten des Rahmens des Fahrzeugfensters passt. Die untere Kante der Scheibe 1 ist weiterhin so gestaltet, dass sie genau der oberen Kante des angeschlagenen oder heruntergekurbelten Wagenfensters entspricht, so dass das Fenster bis zur Scheibe 1 hochgekurbelt werden kann, ohne dass zwischen Fenster und Scheibe ein Spalt entstehen könnte, durch den es ziehen könnte. Die oberen Ecken von Kraftfahrzeugfenstern verlaufen oft konvex, und daher ist die Unterkante der Scheibe 1 entsprechend geformt, so dass die Scheibe 1 eingepasst und abgedichtet werden kann.
Bei rahmenlosen Fenstern, d.h. wenn auf drei Seiten des Fensters keine Führungsrillen oder -nuten angebracht sind, wird die Scheibe 1 mit Klammern versehen, um sie an dem Kanal oder der Öffnung des vorderen Lüftungs- fensters zu befestigen, das beim Fahrzeug neben dem oder zusätzlich zu dem TUrfenster vorgesehen ist, z.B.
Klapp-, Schiebe- oder Kippfenster.
Die erwähnte Scheibe 1 dient dazu, dass frische Luft durch natürliche Strömung in das Wageninnere gelangt, ohne dass ein Luftzug oder ein Geräusch entsteht. Durch den schräg ansteigenden Winkel der Lüftungslöcher 2 wird die einstrdmende Luft gegen das Dach gelenkt, wodurch eine gleichmässige Lüftung ohne unangenehme Luftströmung entsteht.
Eine maximale Wirksamkeit wird erzielt, indem man einen Satz von vier Scheiben am Wagen anbringt, jedoch wird auch schon mit zwei Scheiben eine ausreichende Lüftung erzielt. Die Menge der Luft, die durch die Scheibe 1 in das Wageninnere eingesaugt wird, kann dadurch gesteuert und eingestellt werden, dass man das Ausmass der Öffnung des vorderen Lüftungsfensters oder hinteren Fensters bzw. Seitenfensters verändert.
Bei einer abgewandelten Ausführungsform werden die Löcher durch eine vorgefertigte Scheibe aus Glas oder durchsichtigem Kunststoffmaterial hindurchgebohrt.
Eine weitere abgewandelte Ausführungsform, die zur Verwendung in Ländern mit heisserem Klima geeignet ist, hat Lecher, die als Venturirohr oder ähnlich ausgebildet sind, um durch die Venturi-Wirkung eine Zwangslüf- tung zu bewirken. Solche Platten werden durch Giessen hergestellt.
Eine besonders vorteilhafte Anwendung der Scheibe findet bei Luftkissenfahrzeugen statt, wo Sprühwasser ein schwieriges Problem für die Lüftung bedeutet. Es wurde vorgeschlagen. Lüftungselemente an den Fenstern im Bereich des Daches des Luftkissenfahrzeuges anzubringen, um dieses Problem zu lösen. Durch das Anbringen von oben beschriebenen Lüftungsscheiben könnte dieses Problem gelöst werden, da durch die Lüftungslöcher kein Sprühwasser in das Wageninnere eindringen kann.
Das Prinzip der Öffnungen besteht darin, frische Luft eintreten zu lassen, ohne dass Zug entsteht. Es ist nicht beabsichtigt, dass die erwähnte Anordnung mit Frischluftvorrichtungen, die fest im Fahrzeug eingebaut sind, konkurrieren, sondern die Anordnung ist eine Ergänzung oder ein Zusatz zu diesen Frischluftsystemen oder Frischluftvorrichtungen. Wie schon ausgeführt, sind die Öffnungen hdchst wirksam unter Verwendung von vorderen Lüftungsfenster-Anordnungen, d.h. von den Türfen- stern getrennten Anordnungen an den vorderen Seitenfenstern.
Das Prinzip ist folgendes:
Die meisten Heizvorrichtungen für Kraftfahrzeuge ziehen von unten heisse Luft an, die dann im Wagen nach oben zum Dach steigt, so dass Fahrer und Beifahrer bzw. Insassen verbrauchte Luft einatmen, ohne irgendwelche Frischluftzufuhr. Um nun frische Luft eintreten zu lassen, werden die Seitenfenster geöffnet, und gelegentlich werden die vorderen Lüftungsfenster oder von der Tür unabhängige Fenster verwendet, oder es wird das Fenster beim Fahrer heruntergekurbelt, mit der Wirkung, dass grosse Mengen frischer Luft eingesaugt werden und einströmen und ein Zug entsteht, der am Fahrer vorbeigeht. im rückwärtigen Teil des Wagens herum- und an den Fahrgästen vorbeiströmt und schliesslich auf den Beifahrer trifft.
Die Lüftungsscheibe wirkt folgenderweise:
Indem man die vorderen Lüftungsfenster oder von der Tür getrennte Fenster öffnet, tritt ein angenehmer Luftstrom durch die Scheiben ein, um gegen das Dach des Wagens gelenkt zu werden und auf dieses zu treffen, wobei er die verbrauchte Luft durch die vorderen Lüftungsfenster bzw. die von der Tür unabhängigen Fenster abführt und so verhindert, dass warme verbrauchte Luft angesammelt wird und sich ein Vorrat von solcher verbrauchter Luft aufbaut. Die Luftzufuhr bzw.
der Luftstrom wird durch die vorderen Lüftungsfenster oder von der Tür getrennte Fenster kontrolliert bzw.
gesteuert und reguliert, und eine maximale Wirksamkeit wird erzielt, wenn dieses Fenster um ein Mass geöffnet ist, das zwischen einem Drittel und einem Viertel liegt.
Wenn die vorderen Lüftungsfenster oder von der Tür unabhängige Fenster geschlossen sind, kann durch die Scheiben praktisch keine Luft in das Wageninnere eintreten. Eine weitere Eigenschaft besteht darin, dass wegen des schragen Verlaufs der Locker kein Pfeifgeräusch der Luft auftritt, sondern vielmehr wegen dieses Verlaufs der Löcher der Strassenlärm und Gedröhne verringert werden. Daruber hinaus haben Versuche gezeigt, dass das Beschlagen der Fester sehr stark verringert wird, wenn sich das Fahrzeug bewegt.
Wirkungsweise der Anordnung bzw. des erwähnten Systems:
Warme Luft wird durch das Heizsystem des Fahrzeuges in das Wageninnere geleitet und eingesaugt und bei geöffneten vorderen Lüftungsfenstern bzw. von der Tur unabhängigen Fenstern wird die Frischluft, die durch die Scheiben eingesaugt wird. unter dem Wagendach um dieses herumgeleitet. Um das Rückfenster zu reinigen, das bei stehendem Wagen beschlagen hat, wird durch das Kaltluftsystem des Wagens kalte Luft gegen den Fensteraussteller geblasen. Dadurch wird die Luft, die durch die Lüftungsscheiben einströmt, gegen das Rückfenster gelenkt, das sofort bzw. schnellstens frei wird. Nachdem das Rückfenster frei ist, kann nun die warme Luft in das Fahrzeuginnere eingeleitet werden.
Wichtig ist die Tatsache, dass man bei starkem Regen nicht mit geöffneten Fe astern zu fahren braucht, es müssen nur die vorderen Lüftungsfenster bzw. von der Tür unabhängige Fenster bzw. Schrägfenster geöffnet sein.
Eine Person, die im vorderen Teil des Wagens raucht, wird feststellen, dass durch Öffnen der Seitenfenster oder der vorderen Lüftungsfenster der Rauch sofort abgezogen wird und nicht im Wageninneren oder von einer Seite zur anderen Seite des Wagens zirkulieren wird.
Wie beschrieben, sind die Scheiben aus durchsichtigem Kunststoffmaterial hergestellt und sobald sie in die schon vorhandenen Fensterrillen eingepasst sind und das Fenster an seiner Stelle ist, wird das Fenster geschlossen.
Wenn gewünscht, können die Fenster geöffnet werden, während die Scheiben in ihrer Lage oben im Fensterrahmen bleiben, da die Scheiben durch die Rahmen und die Führungsrillen oder -nuten für das Fenster gehalten werden. So bleibt der volle Verwendungszweck der Fenster erhalten. Es werden keine mechanischen Hilfsmittel benötigt und darüber hinaus ist keine elektrische Kraft erforderlich, um die Scheiben zu betätigen.