CH478752A - Verfahren zur Herstellung von gemischten Alkylkohlensäureestern NN-disubstituierter Hydroxylamine - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gemischten Alkylkohlensäureestern NN-disubstituierter Hydroxylamine

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CH478752A
CH478752A CH1116767A CH1116767A CH478752A CH 478752 A CH478752 A CH 478752A CH 1116767 A CH1116767 A CH 1116767A CH 1116767 A CH1116767 A CH 1116767A CH 478752 A CH478752 A CH 478752A
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carbonic acid
disubstituted hydroxylamines
disubstituted
mixed alkyl
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CH1116767A
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Gross Hans Dr Dipl-Chem
Lothar Dipl Chem Bilk
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Akad Wissenschaften Ddr
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D207/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D207/46Heterocyclic compounds containing five-membered rings not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom with hetero atoms directly attached to the ring nitrogen atom

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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von gemischten Alkylkohlensäureestern
NN-disubstituierter Hydroxylamine
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von gemischten   Alkylkohlensäureestem    NN-disubstituierter Hydroxylamine. Aus diesen Produkten lassen sich durch Umsetzung mit Aminen die entsprechenden Urethane gewinnen. Analog kann man aus den Alkyl  kohlensäureestern NN-disubstituierter    Hydroxylamine mit Aminosäuren Alkyloxycarbonylaminosäuren herstellen, von denen insbesondere BOC-Aminosäuren eine bedeutende Rolle bei der Synthese von Peptiden spielen.



   Zur Herstellung von BOC-Aminosäuren geht man von Aminosäuren aus und setzt diese mit   BOC-Azid    um.



  Das Verfahren hat für die Synthese im grösseren Massstab den Nachteil, dass   BOC-Azid    nicht   ungefähr-    lich ist und unangenehme physiologische Eigenschaften hat. Die Umsetzungen mit BOC-Azid verlaufen ausserdem langsam und nicht immer mit guten Ausbeuten.



  Neben dieser Herstellungsmethode ist kürzlich ein Verfahren bekannt geworden, das nach folgender Reaktionsgleichung abläuft :
EMI1.1     

Da das Ausgangsprodukt völlig ungefährlich ist und die Reaktion rasch und in guter Ausbeute verläuft, ist sie der Herstellung von BOC-Aminosäuren mittels BOC Azid vorzuziehen. Von Nachteil ist jedoch, dass der tert.



     Butyloxycarbonyl-N-hydroxysuccinimidester    bisher nur sehr umständlich herstellbar war. Es musste z. B. bei Temperaturen   um-75  C    gearbeitet werden. Ausserdem ist das für die Herstellung dieses Esters verwendete tert. Butyloxycarbonylchlorid sehr instabil.



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die für die Herstellung von Alkyloxycarbonylaminosäuren   benö-    tigten gemischten Alkylkohlensäureester von NN-disubstituierter Hydroxylaminen leicht und in guter Ausbeute zu gewinnen.



     Erfindungsgemäss    werden die gemischten Alkylkohlensäureester von NN-disubstituierten Hydroxylaminen hergestellt, indem man zunächst NN-disubstituierte Hydroxylamine mit Phosgen zu chlorierten Kohlensäureestern von NN-disubstituierten Hydroxylaminen reagieren   lässt    und diese dann mit niederen Alkoholen umgesetzt werden.



   Die Umsetzung erfolgt beispielsweise ausgehend vom Kaliumsalz des   N-Hydroxysuccinimid    nach folgender Reaktionsgleichung : 
EMI2.1     

Als NN-disubstituierte Hydroxylamine eignen sich vorzugsweise folgende Verbindungen N-Hydroxysucci    nimid,    N-Hydroxyphthalimid und   t {-Hydroxypiperi-    din.



   Als niedere Alkohole werden vorzugsweise tert.



   Butanol, tert. Amylalkohol und Benzylalkohol einge setzt.



   In der   1.    Stufe wird z. B. mit einem Molverhältnis
Phosgen zu   NN-disubstituiertes    Hydroxylamin von 2 :   1,    in der 2. Stufe mit äquimolaren Mengen der Vereste rungskomponenten gearbeitet. Geeignete Lösungsmittel für die 1. und die 2. Stufe sind chlorierte Kohlenwasser stoffe, die Temperaturen liegen beispielsweise zwischen    -10     und 0    C.   



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist einfach und    lässt    sich in der Technik leicht realisieren. Von Vorteil . ist insbesondere, dass die in der   1.    Stufe entstehenden chlorierten Kohlensäureester der NN-disubstituierten
Hydroxylamine beständig sind und in sehr guten Ausbeuten anfallen. Die Ausbeuten an gemischten Alkylkohlensäureester der NN-disubstituierten Hydroxylami ne (2. Stufe) liegen um   90  /0.   



   Die chlorierten Kohlensäureester der NN-disubsti tuierten Hydroxylamine sind darüber hinaus gute Aktivierungskomponenten. Sie lassen sich mit monosubsti tuierten Aminosäuren in gemischte Acylkohlensäureester der NN-disubstituierten Hydroxylamine überführen, die wiederum mit Aminosäureestern zu Dipeptiden reagie ren.



   Die nachstehenden Beispiele dienen zur näheren Er läuterung des Verfahrens.



   Beispiel la    Succnirnidoxy-carbonylchlorid   
In 200 cm3 Methylenchlorid werden   bei-5    bis
0    C    etwa 60 g Phosgen eingeleitet und dann   bei-5  C    unter Rühren portionsweise 45, 9 g   N-Hydroxysuccini-    mid-Kalium eingetragen. Nach beendetem Eintragen wird   1    h bei 0    C    nachgerührt und dann langsam auf
Raumtemperatur erwärmt. Überschüssiges Phosgen wird durch Einleiten von Stickstoff abgetrieben. Danach wird vom   KCl    abgesaugt und das Filtrat im Vakuum eingeengt. Es bleibt 40 g öliger Rückstand   A    75,   6  /0,    der bei längerem Stehen kristallisiert, aber direkt weiter verarbeitet wird.



   Beispiel lb   t-Butyloxycarbonyl-N-hydroxysuccinimidester   
8,   1    g H20-freies tertiäres Butanol werden in 25   cm3    Methylenchlorid und 8, 9 cm3 Pyridin gelöst und unter Rühren   bei-5  C    17, 7 g Succinimidoxy-carbonylchlorid in 25 cm3 Methylenchlorid zugetropft. Die Temperatur soll dabei 0    C    nicht übersteigen. Zum Schluss wird   1    h bei   0  C nachgerührt    und dann langsam auf   20  C    erwärmt. Die Methylenchlorid-Lösung wird mit Wasser ausgeschüttelt, getrocknet und im Vakuum eingeengt : Der zunächst ölige Rückstand kristallisiert nach kurzer Zeit. Umkristallisation erfolgt aus   CHCl3-Petroläther.   



  Ausbeute : 13, 9 g A 65, 1   der    der Theorie, F : 98-100  C.   



   Beispiel l c t-Pentylocycarbonyl-N-hydroxysuccinimidester   
4,   84 g tertiärer    Amylalkohol werden in 20 cm3   CHCl3    und 4, 5 cm3 Pyridin gelöst und unter Rühren bei   -5  C    8, 85 g Succinimidoxy-carbonylchlorid in 20   cm3      CHC13    zugetropft. Danach wird 1 1/2 h bei   0  C    nachgerührt und dann langsam auf Raumtemperatur erwärmt.



  Die   CHQs-Lösung    wird mit Wasser extrahiert, getrocknet und im Vakuum eingeengt. Der ölige   Rück-    stand kristallisiert nach einigem Stehen. Umkristallisation erfolgt aus Essigester-Petroläther.



   Ausbeute : 8, 2   A    71,   7 ouzo    der Theorie, F :   94 96  C.   



   Beispiel 2 a   Phthalimidoxy-carbonylchlorid   
In 100 cm3 CH2Cl2 wird bei -5  bis 0  C etwa 25 g Phosgen eingeleiter und dann bie -5 C unter  Rühren 20, 1 g N-Hydroxyphthalimid-Kalium protionsweise eingetragen. Dabei wird nach jeder Zugabe bis zur Entfärbung gewartet und schliesslich 1 h bei 0    C    und   1    h bei +10    C    nachgerührt. Anschliessend wird unter Einleiten von Stickstoff langsam auf Raumtemperatur erwärmt, vom KCl abgesaugt und im Vakuum zur Trockene eingedampft.



   Rohausbeute: 20,8 g   #    92,5% det Theorie.



   Beispiel 2 b   t-Butyloxyearbonyl-N-hydroxyphthalimidester   
7, 4 g trockenes tertiäres Butanol und 4, 05 cm3 Pyridin werden in 50   cmo    Methylenchlorid gelöst und   bei-5  bis 0  C    eine Lösung von 11, 25 g Phthalimidoxycarbonylchlorid in 50 cm3 Methylenchlorid unter Rühren zugetropft.



   Nachfolgend wird   1    h bei   0  C nachgerührt    und über Nacht bei Raumtemperatur stehen gelassen. Die Methylenchloridlösung wird mit Wasser und gesättigter NaH  C03-Lösung    geschüttelt. Nach Trocknung wird im Vakuum eingeengt und der kristalline Rückstand aus wenig Essigester-Petroläther umkristallisiert.



   Ausbeute-9, 6 g   A      73"/.    der Theorie. F :  >    118  C    Zersetzung.



   Beispiel 3 Succinimidoxy-carbonylchlorid
30 g N-Hydroxysuccinimid werden in 100   cms    Tetrachlorkohlenstoff suspendiert und auf -5 C abgekühlt. Danach werden etwa 77 g Phosgen eingeleitet und   auf-10      bis-15  C abgekühlt.    Anschliessend wird ein Gemisch aus 36 cm3 Triäthylamin und 50 cm3 Tetrachlorkohlenstoff innerhalb von 30 min bei-10  C eingetropft und   1    h bei dieser Temperatur nachgerührt.



  Das Reaktionsgemisch wird schliesslich über Nacht bei Raumtemperatur aufbewahrt, vom überschüssigen   Phos-    gen durch Einleiten von Stickstoff und vom   Triäthyl-    aminhydrochlorid abgesaugt. Das Filtrat wird bei 35  C Badtemperatur im Vakuum eingedampft. Es verbleibt ein öliger   bramer    Rückstand, der, wie in den Beispielen lb und Ic beschrieben, weiter verarbeitet wird.



   Ausbeute : 40, 2 g   A    86,   8  /0 der Theorie.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von gemischten Alkylkohlensäureestern NN-disubstituierter Hydroxylamine, dadurch gekennzeichnet, dass NN-disubstituierte Hydroxylamine mit Phosgen zu den entsprechenden chlorierten Kohlensäureestern NN-disubstituierter Hydroxylamine umgesetzt und diese mit niederen Alkoholen in Alkylkohlensäureester NN-disubstituierter Hydroxylamine überführt werden.
CH1116767A 1967-02-18 1967-08-08 Verfahren zur Herstellung von gemischten Alkylkohlensäureestern NN-disubstituierter Hydroxylamine CH478752A (de)

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