CH458243A - Präzisions-Spannlehre - Google Patents
Präzisions-SpannlehreInfo
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Classifications
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- B25B—TOOLS OR BENCH DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, FOR FASTENING, CONNECTING, DISENGAGING OR HOLDING
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- B25B5/06—Arrangements for positively actuating jaws
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Description
Präzisions-Spannlehre Auf dem Gebiete der Edelmetallverarbeitung und in verwandten Zweigen des Kunstgewerbes und der Fein mechanik, wo die Herstellung von Einzelstücken gegen über der Serienfabrikation vorherrscht, wird meisten- teils die Handarbeit der unter den gegebenen Umstän den viel teureren Maschinenarbeit vorgezogen. Selbst verständlich besteht jedoch auch in diesem Bereich der Technik der Wunsch, die Arbeitsvorgänge einfacher, leichter und rascher zu gestalten.
Eine besondere Form der Materialbearbeitung be steht z. B. im Zurichten von Stossflächen von Klein teilen, die nachher durch Löten, Schweissen, Kleben usw. zusammengefügt werden sollen, beispielsweise Geh rungen von vieleckigen Ringen oder Steinfassungen und dergleichen.
Die Herstellung solcher und anderer ebener Flächen aus dem Rohmaterial mit dem erforderlichen Genauigkeitsgrad stellt an den Facharbeiter hohe An sprüche, und der Zeitaufwand kann unter Umständen beträchtlich sein, wenn man bedenkt, dass die zu be arbeitenden Flächen im Zuge der Bearbeitung und vor allem gegen das Ende eines Arbeitsvorganges laufend kontrolliert werden müssen. In der Regel benützt man für diese Handbearbeitung die Feile oder einen Abzieh stein, der jedoch nach einigem Gebrauch ausgeschliffen ist und dann zuerst wieder abgerichtet werden muss, um die Herstellung genauer Planflächen zu ermöglichen.
Die Erfindung hat zum Zweck, dem Facharbeiter in den erwähnten Branchen ein Hilfswerkzeug an die Hand zu geben, das die Arbeit in solchen Fällen erleichtert, ein rasches Arbeiten ermöglicht und ein präzises Er zeugnis gewährleistet.
Gegenstand der Erfindung ist eine Präzisions-Spann- lehre zur genauen Handbearbeitung ebener Flächen an Kleinteilen, die dadurch gekennzeichnet ist, dass wenig stens zwei flache, gegeneinander verschiebbare Klemm backen vorgesehen sind, von denen die eine Klemmbacke zwei die Einspannstelle seitlich begrenzende, parallele Führungsbolzen trägt,
auf denen die andere Klemm backe im Gleitsitz gelagert ist und auf deren mit Ge winde versehenen Enden Spannmuttern zum Zusammen- pressen der Klemmbacken angeordnet sind und dass die bei den parallelen Flachseiten der Klemmbacken plane, je in einer gemeinsamen Ebene liegende Aussenflächen sind und zwei aufeinanderpassende Stossflächen der Klemmbacken einen vorbestimmten Winkel zu den Ebe nen der Aussenflächen einnehmen.
Mit dieser Spannlehre lässt sich eine ebene Fläche an einem geeignet eingespannten Werkstück erzielen, indem das über die einen Aussenflächen der Klemmbak- ken ragende Material z. B. mit der Feile abgetragen wird, bis eine mit den Aussenflächen der Klemmbacken bündige Werkstückoberfläche erreicht ist.
Um mit der Spannlehre nach der Erfindung insbesondere auch eine mühelose Herstellung von Gehrungen zu ermöglichen, können Klemmbacken vorgesehen werden, deren auf einanderpassende Stossflächen in einem dem Gehrungs- winkel entsprechenden Winkel zu den Ebenen der Au ssenflächen geneigt sind.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs- und ein An wendungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigen: Fig. 1 Draufsicht einer Präzisions-Spannlehre mit drei Klemmbacken, Fig. 2 Seitenansicht der Spannlehre nach Fig. 1, Fig. 3 Seitenansicht einer anderen Spannlehre mit fünf in einer Reihe angeordneten Klemmbacken,
Fig. 4 perspektivische Ansicht der Spannlehre nach Fig. 1 im Gebrauch zur Herstellung einer Gehrungs- fläche an einem Teil eines Rähmchens, das in den Fig. 5 und 6 teilweise bzw. im zusammengefügten Zustand dargestellt ist.
Die in den Fig. 1, 2 und 4 in leicht geöffneter Stel lung gezeigte Präzisions-Spannlehre ist mit drei in einer Reihe angeordneten, gegeneinander verschiebbaren fla chen Klemmbacken a, b .und c ausgerüstet, von denen die eine äussere Klemmbacke a zwei die Einspannstelle seitlich begrenzende, parallele Führungsbolzen d trägt,
auf denen die anderen beiden Klemmbacken b und c im Gleitsitz gelagert sind. Auf den mit Gewinde ver- sehenen Enden e der Führungsbolzen d sitzen Spann- muttern f zum Zusammenpressen der Klemmbacken a, b und c.
Auf den parallelen Flachseiten g besitzen die Klemmbacken plane, je in einer gemeinsamen Ebene liegende Aussenflächen. Die paarweise aufeinanderpas- senden Stossflächen der Klemmbacken nehmen an den verschiedenen Einspannstellen h und i unterschiedliche Winkel zur Ebene der Aussenflächen ein; im vorliegen den Beispiel betragen diese Winkel 45 bzw. 90 .
Damit ausser flachen Teilen, Blechstücken usw. auch Drähte oder Rohre mit rundem oder eckigem Profil in der Spannlehre sicher gehalten werden, sind die Stossflächen der Klemmbacken vorteilhaft mit Rillen k oder Kerben m zur Aufnahme derart profilierter Werkstücke ver sehen, die in zu den Aussenflächen g senkrechten und zur Verschiebungsrichtung parallelen Ebenen verlaufen.
An der Einspannstelle i lassen sich beispielsweise senkrechte Querschnittsflächen von Kleinteilen bearbei ten, während die Einspannstelle h vornehmlich für die Bearbeitung der Gehrungsflächen von aus einzelnen Seitenteilen zu bildenden Rahmen bestimmt ist.
Für den letztgenannten Fall ist in Fig. 4 die Spannlehre nach den Fig. 1 und 2 im Gebrauch dargestellt, aus der eine mögliche Form ihrer Handhabung ersichtlich ist.
Der flache Rahmenteil n, an dessen Enden Geh rungsflächen herzurichten sind, wird nach dem An reissen so zwischen die Klemmbacken a und b mit den schrägen Stossflächen (Einspannstelle h) eingelegt und durch Anziehen der Spannmuttern f festgeklemmt, wobei sich die Stossfuge an der unbenützten Einspannstelle i schliesst, dass das überschüssige Material über die Au ssenflächen der Klemmbacken ragt.
Mit der Feile o wird nun das Material des gegebenenfalls mit einer Säge zunächst verkürzten überstehenden Teils abgetra gen, bis die Feile auf den vorzugsweise gehärteten Au ssenflächen der Klemmbacken gleitet und somit die be arbeitete Fläche des Werkstückes n mit den Aussen flächen der Klemmbacken bündig geworden ist.
Da eine Kontrolle über den Fortschritt dieses Arbeitsgan ges entfällt, kann zügig gearbeitet werden, und das Er gebnis der Bearbeitung entspricht genau dem beabsich tigten Ziel, sofern das Werkstück richtig eingespannt wurde.
Um das Einspannen zu erleichtern, besteht grund sätzlich die Möglichkeit, wenigstens auf einer Seite der Einspannstelle einen rechtwinkligen Anschlag vorzuse hen, an den das Werkstück beim Einspannen angelegt werden kann, damit es nicht schief zu liegen kommt.
Die Praxis lehrt jedoch, dass der Facharbeiter durchaus imstande ist, das Werkstück nach Augenmass genau in die richtige Bearbeitungslage zu bringen; einzig Werk stücke, die ihrer Kleinheit wegen im Bewegungsraum der Klemmbacken verschwinden, bereiten diesbezüglich in der Handhabung etwas mehr Mühe. In der Regel wird man also auf den genannten Anschlag verzichten kön nen, damit die Spannlehre nicht zu aufwendig wird.
Bei der Spannlehre nach den Fig. 1, 2 und 4 weist die den Spannmuttern f benachbarte Klemmbacke c einen Fortsatz p auf, der bis etwa zu den Enden e der Führungsbolzen d reicht und der ermöglichen soll, dass die Spannlehre an ihren Enden zwischen den Fingern einer Hand bequem gehalten werden kann, ohne dass zwischen die Spannmuttern f gegriffen werden muss.
Mit der beschriebenen Präzisions-Spannlehre lassen sich zahlreiche Bearbeitungsvorgänge an Kleinteilen ver schiedenster Formen exakt und rasch ausführen. Auf bau und Handhabung der Spannlehre sind äusserst ein fach, und die Abnützung der Klemmbacken fällt bei Verwendung geeigneter, an sich bekannter Materialien und gehärteter Oberflächen praktisch nicht ins Gewicht.
Eine gegenüber der beschriebenen Spannlehre ein fachere Ausführung besteht darin, dass nur zwei Klemm backen vorgesehen sind, die mittlere Klemmbacke also weggelassen ist.
Anderseits sind aber gemäss der Fig. 3, die keiner näheren Erläuterung bedarf, auch Spannleh- ren mit mehr als drei, beispielsweise mit fünf Klemm backen denkbar, wobei jeweils die paarweise aufeinan- derpassenden Stossflächen an den verschiedenen Ein- spannstellen unterschiedliche Winkel zur Ebene der Au ssenflächen einnehmen. Auf diese Weise und durch die Möglichkeit,
die Klemmbacken paarweise durch ein an deres Paar mit anderem Winkel der Stossflächen zwi schen den betreffenden Klemmbacken auszutauschen, lässt sich der Anwendungsbereich der Spannlehre noch beliebig erweitern.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Präzisions-Spannlehre zur genauen Handbearbeitung ebener Flächen an Kleinteilen, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei flache, gegeneinander verschieb bare Klemmbacken vorgesehen sind, von denen die eine Klemmbacke zwei die Einspannstelle seitlich be grenzende, parallele Führungsbolzen trägt,auf denen die andere Klemmbacke im Gleitsitz gelagert ist und auf deren mit Gewinde versehenen Enden Spannmuttern zum Zusammenpressen der Klemmbacken angeordnet sind, und dass die bei den parallelen Flachseiten der Klemmbacken plane, je in einer gemeinsamen Ebene liegende Aussenflächen sind und zwei aufeinanderpas- sende Stossflächen der Klemmbacken einen vorbestimm ten Winkel zu den Ebenen der Aussenflächen einneh men.UNTERANSPRÜCHE 1. Spannlehre nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass zwischen den genannten beiden Klemm backen wenigstens eine weitere verschiebbare Klemm backe angeordnet ist und dass die aufeinanderpassenden Stossflächen benachbarter Klemmbacken verschiedene Einspann stellen bilden,die unterschiedliche Winkel zu den Ebenen der Aussenflächen einnehmen. 2. Spannlehre nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Stossflächen der Klemmbacken Rillen oder Kerben aufweisen, die in zu den Aussen- flächen senkrechten und zur Verschiebungsrichtung par allelen Ebenen verlaufen und zur Aufnahme profilier- ter Werkstücke bestimmt sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1505767A CH458243A (de) | 1967-10-26 | 1967-10-26 | Präzisions-Spannlehre |
| DE19686750736 DE6750736U (de) | 1967-10-26 | 1968-09-19 | Praezisions-spannlehre |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1505767A CH458243A (de) | 1967-10-26 | 1967-10-26 | Präzisions-Spannlehre |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH458243A true CH458243A (de) | 1968-06-15 |
Family
ID=4405980
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1505767A CH458243A (de) | 1967-10-26 | 1967-10-26 | Präzisions-Spannlehre |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH458243A (de) |
| DE (1) | DE6750736U (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102013101083A1 (de) * | 2013-02-04 | 2014-08-07 | Yakita Metal Industry Co., Ltd. | Hilfswerkzeug zur Montage eines Stoßdämpfers |
-
1967
- 1967-10-26 CH CH1505767A patent/CH458243A/de unknown
-
1968
- 1968-09-19 DE DE19686750736 patent/DE6750736U/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102013101083A1 (de) * | 2013-02-04 | 2014-08-07 | Yakita Metal Industry Co., Ltd. | Hilfswerkzeug zur Montage eines Stoßdämpfers |
| DE102013101083B4 (de) * | 2013-02-04 | 2015-04-02 | Yakita Metal Industry Co., Ltd. | Hilfswerkzeug zur Montage eines Stoßdämpfers |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE6750736U (de) | 1969-01-09 |
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