CH437232A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung und gleichzeitigen Reinigung von Titantrichlorid - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung und gleichzeitigen Reinigung von Titantrichlorid

Info

Publication number
CH437232A
CH437232A CH1406162A CH1406162A CH437232A CH 437232 A CH437232 A CH 437232A CH 1406162 A CH1406162 A CH 1406162A CH 1406162 A CH1406162 A CH 1406162A CH 437232 A CH437232 A CH 437232A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
titanium
reaction
titanium tetrachloride
basket
titanium trichloride
Prior art date
Application number
CH1406162A
Other languages
English (en)
Inventor
Siegfried Dr Hartmann
Michael Dr Miksits
Walter Dr Schaller
Peter Dr Tillmann
Original Assignee
Titan Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Titan Gmbh filed Critical Titan Gmbh
Publication of CH437232A publication Critical patent/CH437232A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G23/00Compounds of titanium
    • C01G23/02Halides of titanium
    • C01G23/026Titanium trichloride

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description


  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung und gleichzeitigen Reinigung von     Titantrichlorid       Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine  Vorrichtung zur Herstellung und gleichzeitigen Reini  gung von     Titantrichloriddurch    Umsetzung von Titan  tetrachlorid mit     Titanmetall.     



  Die Herstellung von     Titantrichlorid    durch Reduktion  von     Titantetrachlorid    mit     Titanmetall    ist an sich be  kannt. So hat man z. B. berechnete Mengen von Titan  tetrachlorid und     Titanspänen    in einem evakuierten und       zugeschmolzenen    Bombenrohr in einem Ofen auf 800  bis 900  C erhitzt und anschliessend bei 600  C     ge-          tempert.    Nach Beendigung der Umsetzung und Öffnen  des Bombenrohres wurde das     Titantrichlorid    von nicht  umgesetzten     Titantetrachloridresten    durch leichtes Er  wärmen im Vakuum befreit.

   Nach einem anderen Ver  fahren wird     Titantetrachloriddampf    durch ein Reak  tionsrohr über ein Schiffchen mit auf 650 bis 700  C  erhitzten     Titanmetallspänen    geleitet. Das entstandene       Titantrichlorid    fliesst zusammen mit überschüssigem       Titantetrachlorid    aus dem     Kühler    ab.  



  Mit den bisher bekannten Verfahren und Vorrich  tungen können nur kleine Mengen     Titantrichlorid    her  gestellt werden, da die Umsetzungsgeschwindigkeit ge  ring ist oder die Umsetzung sogar ganz zum Stillstand  kommt.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Ver  fahren zur Herstellung und     gleichzeitigen    Reinigung  von     Titantrichlorid    durch Umsetzung von     Titantetra-          chlorid    mit     Titanmetall,    das sich dadurch auszeichnet,  dass die Reduktion des     Titantetrachlorids    und die Subli  mation des entstandenen     Titantrichlorids        gleichzeitig     in einem Reaktor     bei    Unterdruck durchgeführt werden.

    Nach dem erfindungsgemässen Verfahren kann also  die Herstellung und eine gleichzeitige Reinigung von  durch Umsetzung von     Titantetrachlorid    mit     Titanmetall     hergestelltem     Titantrichlorid    in grösserem Massstab  durchgeführt werden.  



  Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur  Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens, die    aus einem     evakuierbaren    und heizbaren Reaktionsraum  und einem unmittelbar daran anschliessenden Konden  sationsraum besteht, wobei der Reaktionsraum mit  einem     Einleitungsrohr    für flüssiges     Titantetrachlorid     ausgestattet ist und für die Aufnahme des     Titanmetalls     einen Korb     enthält,    der klein gegenüber dem Reak  tionsraum ist.  



  Bei der Reduktion     des        Titantetrachlorids    mit Titan  metall können folgende Reaktionen .auftreten:       TiC14    +     Ti    =     2TiC12       Das     Titandichlorid    kann sich mit weiterem     Titantetra-          chlorid    zu     Titantrichlorid    umsetzen.

           2TiC12    +     2TiC14    =     4TiC13       Wird das     Titantrichlorid    nicht ständig aus der Reak  tionszone entfernt, so bedeckt sich das     Titanmetall    mit  einer     TiC12-    und     TiCl3-haltigen    Schmelze, und die  Reaktion kommt bald zum Stillstand.  



  Wesentlich für das erfindungsgemässe Verfahren ist  nun, dass unmittelbar nach der Reduktion des Titan  tetrachlorids das gebildete     Titantrichlorid    durch Subli  mation aus der Umsetzungszone rasch entfernt wird.  Dadurch wird nicht nur ein Stillstand der Reaktion  verhindert, sondern es tritt ausserdem     eine    wirksame  Reinigung des     Titantrichloridsein.    Es können so grössere  Mengen eines sehr reinen     Titantrichlorids    hergestellt  werden. Man kann so ein     Titantrichlorid    erhalten, das  insbesondere frei von     Titantetrachlorid    und     Titanmetall     ist und ohne Rückstand in Wasser und einer Reihe  von organischen Lösungsmitteln löslich ist.

   Dieses     Titan-          trichlorid    kann deshalb z. B. mit Vorteil als -Katalysator  für     Polymerisationen    verwendet werden.  



  Aus der aus den beiden oben genannten Reaktions  gleichungen gebildeten Gesamtgleichung       3TiC14    +     Ti    =     4TiC13         ist zu entnehmen, dass die Reaktion zwischen Titan  tetrachlorid und     Titanmetall    abhängig vom     TiC14-          Partialdruck    ist. Dieser muss zweckmässig eine gewisse  Grösse haben, damit die Reaktion gut abläuft und die       Disproportionierung    des kondensierten     Titantrichlorids     verhindert wird.

   Anderseits soll der     TiC14-Partialdruck     nicht zu gross sein, weil in diesem Falle die     Sublimations-          geschwindigkeit    des     Titantrichlorids    stark abnimmt und  dieses bei der Kondensation und Abkühlung grössere  Mengen an     Titantetrachlorid    aufnimmt, die nachträg  lich durch Evakuieren aus dem     Titantrichlorid    wieder  entfernt werden müssen. Die Reduktion des     Titantetra-          chlorids    kann bei jedem Unterdruck durchgeführt wer  den; der Druckbereich von 200 bis 700 mm     Hg    ist be  sonders vorteilhaft.  



  Die Reduktion des     Titantetrachlorids    soll vorzugs  weise bei einer Temperatur von etwa 600 bis 750  C  durchgeführt werden. Bei Temperaturen unterhalb dieses  bevorzugten Temperaturbereiches sind die Geschwindig  keiten von Reaktion und Sublimation :im allgemeinen  zu gering; bei zu hohen Temperaturen kann hingegen  eine Zersetzung des     Titantrichlorids    eintreten. Mit be  sonderem     Vorteil    kann das erfindungsgemässe Verfahren  bei einer Temperatur von etwa 650 bis     750     C durch  geführt werden. Der Kondensationsraum besitzt zweck  mässig eine Temperatur oberhalb der Kondensations  temperatur des     Titantetrachlorids,    am besten von etwa  200 bis 400  C.  



  Der Kondensationsraum der Vorrichtung zur Durch  führung -des erfindungsgemässen Verfahrens kann ober  halb, seitlich oder unterhalb des Reaktionsraumes an  geordnet sein. Da für die rasche Sublimation des     Titan-          trichlorids    ein kurzer     Sublimationsweg    günstig ist,  schliesst der Kondensationsraum unmittelbar an den  Reaktionsraum an.

   Die Anordnung des Kondensations  raumes unterhalb des Reaktionsraumes ist besonders  vorteilhaft, weil bei dieser Anordnung auch der Anteil  des     Titantrichlorids    im Kondensationsraum aufgefangen  wird, der vor dem Erreichen des Kondensationsraumes  aus dem Dampf kondensiert und so bei anderer Anord  nung von     Reaktions-    und Kondensationsraum nicht     in     diesen gelangt.  



  Durch die verschiedene Anordnung von Reaktions  raum und Kondensationsraum können Produkte mit  bestimmten Eigenschaften erhalten werden. Bei der An  ordnung des Kondensationsraumes oberhalb des Reak  tionsraumes erhält man ein sehr feinkörniges     Titantri-          chlorid,    das gut als Katalysator     geeignet,    aber schwer zu  handhaben ist. Befindet sich der Kondensationsraum  unterhalb des Reaktionsraumes, so erhält man ein grob  kristallines     Titantrichlorid,    das leicht zu handhaben ist.  



  Von grosser Wichtigkeit für die Durchführung des       erfindungsgemässen    Verfahrens ist die Ausgestaltung  des Korbes, der zur Aufnahme des     Titanmetalls    dient.  Damit das     gebildete        Titantrichlorid    ungehindert aus der  Reaktionszone     wegsublimieren    kann, ist .es     zweckmässig,     dass der Abstand zwischen der Korbwand und der Wand  des Reaktionsraumes gross ist, d. h. die Abmessungen  des Korbes klein gegenüber denen des Reaktionsraumes  sind.     Vorteilhafterweise    soll der Korb mit einem ge  schlossenen Boden versehen sein.

   Die     Seitenwände    sol  len zweckmässig möglichst viele Durchlässe für das  sublimierende     Titantrichlorid    besitzen. Gegebenenfalls  kann der Korb auch durch     Siebeinsätze    unterteilt sein.  Der     Kob    kann jede beliebige Form haben; er     kann    z. B.  einen kreisförmigen oder viereckigen Querschnitt haben.       Besonders    vorteilhaft ist ein Korb mit einem Boden    in Form eines Kreisringes, der sowohl nach aussen als  auch nach innen durchlässige Seitenwände besitzt.  



  Es ist vorteilhaft, wenn das für die Reduktion des       Titantetrachlorids    verwendete     Titanmetall    in     geeigneter     Form eingesetzt wird, das heisst zweckmässig eine     grosse     Oberfläche besitzt und im Korb in einer sehr lockeren,  gasdurchlässigen Aufschüttung vorliegt. Insbesondere  sind Titan-Späne     geeignet,    aber auch lockerer Titan  schwamm kann verwendet werden.  



  Einen besonderen Vorteil bieten das in dieser Er  findung beschriebene Verfahren und die Vorrichtung  hinsichtlich der Wärmewirtschaft. Die Bildung von       Titantrichlorid    aus     Titantetrachlorid    und     Titanmetall     verläuft     exotherm.    Eine grössere Temperaturerhöhung  im Reaktionsraum kann beim erfindungsgemässen Ver  fahren dadurch vermieden werden,

   dass sowohl für die  Verdampfung des     Titantetrachlorids    sowie zur     Aufhei-          zung    des     Titantetrachloriddampfes    auf eine bevorzugte  Reaktionstemperatur von rund     700     C als auch für die  Sublimation des     Titantrichlorids    aus dem Reaktions  raum     Wärme    verbraucht wird. Anderseits kann die im  Kondensationsraum anfallende Kondensationswärme  dort ein zu starkes Absinken der Temperatur ver  hindern.  



  Zwei Ausführungsformen der für das erfindungs  gemässe Verfahren verwendeten Vorrichtung sollen im  folgenden näher beschrieben werden.  



  Die eine Ausführungsform der erfindungsgemässen  Vorrichtung ist in     Fig.    1 und 2 dargestellt.     Fig.    2 ist  ein Schnitt längs der Linie     I-1    der     Fig.    1. Die Vor  richtung besteht aus zwei Teilen, dem Reaktionsraum 1  und dem unter dem Reaktionsraum angeordneten Kon  densationsraum 2. In den Reaktionsraum sind von  oben     ein    Einleitungsrohr 3 für     Titantetrachlorid    sowie  ein     Thermoelement    4     eingeführt.    Ferner ist er noch  mit .einem Manometer 5 versehen.

   Das Einleitungsrohr  3     enthält    ein Ventil 6 für die Regelung des     Titantetra-          chloridzulaufes.     



  Der Reaktionsraum 1 ist von einer     Heizeinrich-          tung    7, z. B, einer elektrischen     Widerstandsheizung,     umgeben. Im Reaktionsraum ist an Trägern 8 ein Korb  9 für die Aufnahme von     Titanmetall    10     aufgehängt.     Der Korb besitzt einen geschlossenen Boden 11 in       Forte    eines Kreisringes. Die äussere 12 und innere  Seitenwand 13 haben die Form von Zylindermänteln und  bestehen aus Siebgewebe. Das     Thermoelement    4 ragt  in den von der inneren Seitenwand 13 umschlossenen  Hohlraum und endet in Höhe des Bodens 11. Das  Einleitungsrohr 3 endet oberhalb des Korbes.  



  Der     Kondensationsraum    2 enthält einen Anschluss  stutzen 14, durch den die gesamte Vorrichtung evakuiert  werden kann. Der     Anschlussstutzen    14 kann sich auch  am     Reaktionsraum    1 befinden. Im Kondensationsraum  befindet sich ein Gefäss 15 für die Aufnahme des       Titantrichlorids.    Der Kondensationsraum muss nach  aussen gegen Wärmeverluste gut isoliert sein oder ist       eventuell    von     :einer    Heizeinrichtung umgeben. Das       Thermoelement    16 dient zur     überwachung    der Tempe  ratur im Kondensationsraum.  



  Reaktionsraum 1 und Kondensationsraum 2 sind  durch einen Flansch 17 vakuumdicht miteinander ver  bunden. Sämtliche Teile der Vorrichtung bestehen aus  korrosionsbeständigem Stahl oder einem anderen ge  eigneten Material.  



  In der     Fig.    3 ist eine andere Ausführungsform der       erfindungsgemässen    Vorrichtung dargestellt. Die Vor  richtung besteht aus einem Deckel 18 und einem Reak-           tor    19, in dem sich unten der Reaktionsraum 1 und oben  der Kondensationsraum 2 befinden. Durch den Deckel  18 sind ein mit einem Ventil 6 versehenes Einleitungs  rohr 3 und ein     Thermoelement    4     hindurchgeführt.     Ferner ist der Deckel mit einem Manometer 5 versehen.  



  Der Reaktor 19 ist von einer Heizeinrichtung 7  umgeben und besitzt einen Stutzen 14, durch den er  evakuiert werden kann. Im Reaktionsraum 1 befindet  sich ein mit Siebeinsätzen versehener Korb 9 für die  Aufnahme des     Titanmetalls    10. Das     Thermoelement    4  ragt in den Korb hinein, während das Einleitungsrohr 3  dicht oberhalb des Korbes endet.  



  Im Kondensationsraum 2 befindet sich ein glocken  förmiger Einsatz 20 für die Aufnahme des     Titantri-          chlorids,    der unten eine Öffnung 21 aufweist, durch  die der     Titantrichloriddampf    in den Kondensationsraum  gelangt und durch die das Einleitungsrohr und das       Thermoelement    hindurchgeführt sind. Ein Steg 22 ver  hindert das Zurückfallen von     Titantrichlorid    .aus dem  Einsatz 20 durch die Öffnung 21 in den Reaktionsraum.  Die Vorrichtung besteht aus korrosionsbeständigem  Stahl oder einem anderen geeigneten Material. Deckel  18 und Reaktor 19 sind durch den Flansch 23 vakuum  dicht miteinander verbunden.  



  Bei der Herstellung und Reinigung des     Titantri-          chlorids    wird folgendermassen verfahren:  Nach dem Einfüllen des     Titanmetalls    in den Korb 9  wird die Apparatur auf 10-2 bis 10-3 mm     Hg    evakuiert.  Sobald dieser Druck erreicht ist, wird der Reaktions  raum aufgeheizt, wobei das Evakuieren fortgesetzt     wird.     Nach Erreichen einer Temperatur von etwa 650 bis  700  C wird     Idas    Evakuieren abgebrochen.

   Der Druck  in der Apparatur liegt jetzt zwischen 0,07 und 1 mm     Hg.     Durch das Einleitungsrohr 3 wird flüssiges     Titantetra-          chlorid    in den Reaktor eingetropft, das dabei verdampft  und mit dem     Titanmetall    reagiert. Der Druck steigt  zunächst schnell auf etwa 150 mm     Hg    und dann lang  sam weiter auf 200 bis 700 mm     Hg    an. Die Temperatur  im Reaktionsraum wird jetzt auf etwa 650 bis 750  C  eingestellt. Durch die Regelung des     Titantetrachlorid-          zulaufes    und der Temperatur wird der Reaktionsverlauf  gesteuert.

   Das gebildete     Titantrichlorid        sublimiert    vom  Korb 9 weg und wird im Gefäss 15 bzw. im Einsatz 20  im Kondensationsraum 2 gesammelt. Der Konden  sationsraum wird dabei auf einer Temperatur von etwa  200 bis     400     C gehalten. Nach Beendigung der Reaktion  wird die     Titantetrachloridzuführung    abgestellt und die  Apparatur     eventuell    noch eine Zeitlang bei den ange  gebenen Temperaturen gehalten. Danach lässt man die  Apparatur abkühlen und pumpt noch vorhandenes     Ti-          tantetrachlorid    aus der gesamten Apparatur ab.

   Wenn  das     Titantrichlorid    Zimmertemperatur erreicht hat,     füllt     man die Apparatur mit einem     Inertgas    und entnimmt  das     Titantrichlorid.     



  <I>Beispiel 1</I>  Es wurde eine     Apparatur    gemäss     Fig.    1 und 2 ver  wendet. Sie bestand aus korrosionsbeständigem Stahl  und war im Bereich des Reaktionsraumes 1 von einer  elektrischen Widerstandsheizung 7 umgeben. Der Reak  tionsraum besass einen inneren Durchmesser von  600 mm und eine Höhe von 900 mm. Der Korb 9 hatte  einen äusseren Durchmesser von 300 mm, einen inneren  Durchmesser von 160 mm und eine Höhe von 500 mm.  Der Boden bestand .aus korrosionsbeständigem Stahl  blech. Die Seitenwände aus einem Siebgewebe aus    korrosionsbeständigem Stahl mit einer Maschenweite  von 3 mm.  



  Der Korb wurde mit 20 kg     Titandrehspänen    ge  füllt; darauf wurde die Apparatur geschlossen und mit  einer Vorpumpe und einer Hochvakuumpumpe eva  kuiert. Nachdem ein     Druck    von 10-3 mm     Hg    erreicht  war, wurde unter fortwährendem Evakuieren der Reak  tionsraum     aufgeheizt,    bis die Temperatur der Späne  etwa 650  C betrug. Der Druck in der Apparatur     betrug     jetzt 0,8 mm     Hg.    Nun wurde die Vakuumpumpe ab  gestellt, und     es    wurden 216,2 kg flüssiges     Titantetra-          chlorid    in den Reaktionsraum geleitet, wobei die Zu  gabegeschwindigkeit zunächst etwa 26 kg pro Stunde  betrug.

   Der Druck in der Apparatur stieg zunächst rasch  auf etwa 150 mm     H-    und dann im Laufe von 105 Mi  nuten weiter auf etwa 600 mm     H-.    Gleichzeitig wurde  die Temperatur auf etwa 700  C erhöht. Die Tempera  tur des Kondensationsraumes wurde durch eine     Gas-          heizung    bei etwa 300  C     igehalten.     



  Nach einer Zeitspanne von 10 Stunden, in deren  Verlauf Druck und Temperatur in der Apparatur  annähernd konstant blieben, wurde der     Titantetra-          chloridzulauf    unterbrochen. Man liess die Apparatur       abkühlen    und pumpte dabei     Titantetrachlorid    ab. Es  wurde in einer Kühlfalle kondensiert. Als die     Apparatur          Zimmertemperatur    erreicht hatte,     füllte    man sie mit  C02; flanschte den Kondensationsraum 2 ab und ver  schloss das Gefäss 15 luftdicht.

   Die Ausbeute an     TiC13     betrug 209 kg. 11 kg     Titantetrachlorid    befanden sich  in der Kühlfalle, und ein Rest von 1,5 kg     Titanspänen     war in der Apparatur zurückgeblieben.  



  Das angefallene     Titantrichlorid    war violett und     grob-          kristallin.    Es enthielt praktisch weder     Titantetrachlorid     noch     Titanmetall.    Das     molare    Verhältnis Titan : Chlor  betrug 1 : 3,02; das Produkt war vollständig in Wasser,  Methanol und     Butanol    löslich.  



       Beispiel   <I>2</I>  Bei diesem Beispiel wurde :eine Apparatur gemäss  der     Fig.3    verwendet, die aus korrosionsbeständigem  Stahl bestand. Im Reaktionsraum, dessen innerer Durch  messer 820 mm und dessen Höhe 900     mm    betrugen,  befand sich ein Korb mit kreisförmigem Querschnitt,  der einen Durchmesser von 400     mm    und eine Höhe  von 190 mm hatte. Er war mit einem Einsatz von  2 Siebblechen aus     korrosionsbeständigem    Stahlgewebe  versehen, :die     voneinander    und vom Boden des Korbes  einen Abstand von 80 mm hatten. Der Korb wurde mit  8 kg     Titanschwamm    mit einer Korngrösse von etwa  10 bis 15 mm in einer Schütthöhe bis zu 30 mm ge  füllt.

   Nach dem Evakuieren auf etwa 10-2 mm     Hg     wurde die Apparatur aufgeheizt, bis die Temperatur  im Reaktionsraum etwa 700  C betrug. Nach Erreichen  dieser Temperatur wurden insgesamt 53,7 kg flüssiges       T:itantetrachlorid    mit einer     Einlaufgeschwindigkeit    von  8,6 kg pro Stunde     im    Verlauf von insgesamt 14 Stunden  zugegeben. Der     Titantetrachloirddampfdruck    stieg dabei  zunächst rasch auf 190     mm        Hg    und     dann    langsamer  auf einen Druck von etwa 700 mm     Hg,    der dann  ungefähr auf gleicher Höhe blieb.

   Im Verlauf der ge  samten Reaktionszeit musste zur Einhaltung des ge  wünschten     Titantetrachlorid-Partialdruckes    insgesamt  fünfmal die     Titantetrachloridzuführung    um jeweils rund  30 Minuten unterbrochen werden. Nach der jeweiligen  Unterbrechung sank d er Druck bis auf rund 600 mm     Hg     ab; nach     erneuter        Titantetrachloridzugabe    stieg er lang  sam wieder auf etwa 700 mm     Hg    an. Im Verlauf der      Reaktion     zeigte    das     Thermoelement    4 im Reaktions  raum     eine    Temperatur von etwa 730 bis 740  C an.

    Das entstandene     Titantrichlorid        sublimierte    durch die  Öffnung 21 des Einsatzes 20 in den Kondensations  raum 2.  



  Nach Abschluss der     Reaktion    wurde die Heizung       abgestellt.    Bei Erreichen einer Temperatur von etwa  250 bis 300  C im Reaktionsraum wurde     Titantetra-          chlorid    aus dem Reaktor abgepumpt und in einer       Kühlfalle    kondensiert.  



  Die Ausbeute betrug 48,0 kg     Titantrichlorid.    5,2 kg       Titantetrachlorid    befanden sich in der Kühlfalle, und  ein Rest von 1,5 kg     Titanschwamm    war in der Appara  tur     zurückgeblieben.     



  Das     Titantrichlorid    war rotbraun und sehr fein  körnig. Es war ebenso wie das nach Beispiel 1 herge  stellte Produkt praktisch frei von     Titantetrachlorid    und       Titanmetall    und löste sich ohne Rückstand in Wasser,  Methanol und     Butanol.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung und gleichzeitigen Reini gung von Titantrichlorid durch Umsetzung von Titan tetrachlorid mit Titanmetall, dadurch gekennzeichnet, dass die Reduktion des Titantetrachlorids und die Sub limation des entstandenen Titantrichlorids gleichzeitig in einem Reaktor bei Unterdruck durchgeführt werden. UNTERANSPRUCH 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Reduktion und die Sublimation bei einem Druck von 200 bis 700 mm Hg durch geführt werden.
    PATENTANSPRUCH 1I Vorrichtung zur Durchführung des Verfahren ge mäss Patentanspruch I, bestehend aus einem evakuier baren und heizbaren Reaktionsraum und einem un mittelbar daran anschliessenden Kondensationsraum, wo bei der Reaktionsraum mit einem Einleitungsrohr für flüssiges Titantetrachlorid ausgestattet ist und für die Aufnahme des Titanmetalls einen Korb enthält, der klein gegenüber dem Reaktionsraum ist. UNTERANSPRÜCHE 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Kondensationsraum unter dem Reaktionsraum angeordnet ist. 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der Korb einen geschlossenen Boden in Form eines Kreisringes und nach aussen und innen mit Durchlässen versehene Seitenwände besitzt. 4. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, @dass der Korb einen geschlossenen Boden in Form eines Kreisringes und nach aussen und innen mit Durchlässen versehene Seitenwände besitzt.
CH1406162A 1961-12-02 1962-11-30 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung und gleichzeitigen Reinigung von Titantrichlorid CH437232A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DET21218A DE1164999B (de) 1961-12-02 1961-12-02 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung und gleichzeitigen Reinigung von Titantrichlorid

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH437232A true CH437232A (de) 1967-06-15

Family

ID=7550017

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1406162A CH437232A (de) 1961-12-02 1962-11-30 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung und gleichzeitigen Reinigung von Titantrichlorid

Country Status (3)

Country Link
AT (1) AT238138B (de)
CH (1) CH437232A (de)
DE (1) DE1164999B (de)

Also Published As

Publication number Publication date
DE1164999B (de) 1964-03-12
AT238138B (de) 1965-01-25

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2357120C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Polyolefinen
DE1141794B (de) Verfahren zur Herstellung von Tantalpulver
CH670624A5 (de)
WO2009092724A1 (de) Reaktor zur durchführung von hochdruckreaktionen, verfahren zur inbetriebnahme sowie verfahren zur durchführung einer reaktion
DE3144284C2 (de)
DE2914964A1 (de) Drehrohrreaktor zum waermebehandeln von gut und verfahren unter verwendung dieses drehrohrreaktors
DE2449672A1 (de) Vakuumofen mit kuehleinrichtung
DE2306517C3 (de) Verfahren zum Herstellen von Chlor und Eisenoxid durch Umsetzen von Sauerstoff mit Eisenchlorid in der Dampfphase
DE1792518A1 (de) Verfahren zur thermischen Behandlung in fluidizierten Betten
CH661918A5 (de) Verfahren und einrichtung zur erzeugung von silizium aus siliciumtetrafluorid.
EP1017623A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von phosgen aus diphosgen und/oder triphosgen
CH437232A (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung und gleichzeitigen Reinigung von Titantrichlorid
DE1120699B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Titanschwamm
DE1646497A1 (de) Verfahren zum UEberziehen von Gegenstaenden mit Siliciumcarbid
DE2504610B2 (de) Verfahren zur Herstellung von metallischem Zirkonium
DE674625C (de) Verfahren zur Gewinnung von reinem Titan
EP0028315B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Magnesiumphosphid
DE2100498C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Reduktion eines Metallchlorids der Gruppe Zirkontetrachlorid, Hafniumtetrachlorid oder Niobpentachlorid
DE488986C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Essigsaeure
DE1806647B2 (de) Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von arsen
AT56429B (de) Verfahren zur Herstellung von Alkalimetall-Zyaniden, Alkalimetall-Zyanamiden und dgl.
DE1915560A1 (de) Verfahren und Vorrichtung fuer katalytische,exotherme Reaktionen in der Dampfphase
DE1108701B (de) Verfahren zum Herstellen von Melamin durch Polymerisation von Dicyandiamid in Gegenwart von Ammoniak
AT231735B (de) Verfahren zur Reduktion einer Metallverbindung zum pulverförmigen Metall
AT219015B (de) Verfahren und Apparatur zur Durchführung chemischer Reaktionen in Salzschmelzen