Fernregistrieranlage Die Erfindung bezieht sich auf eine Fernregistrier- anlage für zentrale Verrechnungsstellen, zur Fern registrierung elektrischer Informationen, die von Selbstbedienungsanlagen, insbesondere Selbstbedie nungstankstellen, beim Warenbezug abgegeben wer den und die beispielsweise ohne weiteres an be stehende Fernsprech- oder Fernschreibernetze ange schlossen oder in drahtlose Übertragungssysteme ein geschaltet werden kann.
Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, dass bei Selbstbedienungstankstellen, Selbstbedienungs läden und in Grosswarenhäusern das Bedürfnis be steht, dass der Kunde, welcher durch Voreinzahlung auf ein Konto oder auf Kredit kauft, an einer Zen tralstelle, zusammen mit dem Verzeichnis der von ihm bezogenen Waren und der dafür zu zahlenden Geldbeträge, registriert werden kann. Darüber hin aus besteht das weitere Bedürfnis, die Registrierung, entweder direkt lesbar oder für Zwecke der Ver rechnung und Verbuchung, nach einem Daten-Ver- arbeitungssystem, z. B. auf einer Lochkarte oder auf einem Magnetogrammträger, auszuführen.
Zur Lösung der genannten Aufgaben ist die Fernregistrieranlage nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass sie eine registrierende Emp fangseinrichtung und den Selbstbedienungsanlagen zugeordnete Informationsgeber aufweist, wobei jeder Informationsgeber über eine Fernrufanlage mit der Empfangseinrichtung verbindbar ist und die Regi- striermittel der Empfangseinrichtung zur Registrie rung der Informationen auf einem Informations träger in Form von durch Datenverarbeitungsein richtungen auswertbaren digitalen Daten und/oder in Form von direkt lesbaren Zeichen ausgebildet sind.
Vorzugsweise sind an der Empfangseinrichtung Schaltmittel vorgesehen zum wahlweisen Einschalten mindestens einer der beiden Arten von Registrier- mitteln. Die Schaltmittel können dabei unmittelbar von Hand und/oder durch Fernsteuerung betätigbar sein.
Die Registriermittel können aus zwei mindestens teilweise mechanisch getrennten Vorrichtungen zum Drucken und Lochen bestehen. Es ist jedoch auch eine zu einer baulichen Einheit zusammengefasste Einrichtung möglich. Zweckmässigerweise können jedem der beiden Registriermittel noch ein oder mehrere Parallelgeräte zugeordnet sein, durch die zusätzliche Informationsbelege erstellt werden kön nen. Für den gleichen Zweck kann aber auch jedes Registriermittel zur gleichzeitigen Registrierung auf mehreren Informationsträgern ausgebildet sein.
Bei der Verwendung von gemeinsamen Informationsträ gern für beide Registrierarten, beispielsweise von Verbundkarten, die nach dem Hollerithsystem ge locht und mit direkt lesbaren Zeichen bedruckt wer den, empfiehlt sich die Verwendung einer Einrich tung zur gleichzeitigen Durchführung beider Regi strierungen; jedoch kann auch nacheinander gedruckt oder gelocht werden, wobei zweckmässigerweise ein automatischer oder ferngesteuerter Transport des Informationsträgers vorzusehen ist. Der einzelne Druckvorgang kann dabei in lauter Einzelschritten oder mindestens teilweise gleichzeitig, beispielsweise Zeile für Zeile, durchgeführt werden.
Die gleich zeitige Herstellung mehrerer gleicher Belege von Druck- und/oder Lochregistrierungen kann am glei chen Ort oder an verschiedenen Orten, beispielsweise zur Verrechnung. Archivierung und zu sonstigen Kontrollen, durchgeführt werden.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung sind druckende Registriermittel vorgesehen, die zum Ein stellen von Ziffern und/oder von Buchstaben ein Schrittschaltwerk aufweisen, das die automatische Zuordnung von Typenträgern des Druckwerkes zum Informationsträger nach Zonen und Reihen ermög licht.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung bietet die Möglichkeit, dass am Registrierungsort auch die Berechtigung des jeweiligen Kunden zum Warenbezug nachgeprüft werden kann, bevor die weitere Registrierung und die Auslösung von am Verkaufsort vorhandenen Freigabemitteln für den Verkaufsvorgang veranlasst wird.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand der beiliegenden Zeichnung beispielsweise näher erläu tert. In der Zeichnung zeigen: Fig. 1 eine registrierende Empfangseinrichtung mit Zifferndrucker in schematischer Darstellung, Fig. 2 ein Schaltmittel zur Auslösung des Druck vorganges und zur gleichzeitigen Entsperrung der Warenausgabe einer Selbstbedienungsanlage in sche matischer Darstellung,
Fig. 3 ein Diagramm der Relaisströme von Relais in der Einrichtung nach Fig. 1, Fig. 4 eine Empfangseinrichtung mit Locher und Drucker zum gleichzeitigen Lochen und Bedrucken eines Verbundinformationsträgers, Fig.4a einen dekadischen Umschalter für die Einrichtung nach Fig. 4, Fig. 4b eine Verbundkarte im Ausschnitt, Fig. 5 ein Diagramm der Relaisströme von Relais der Einrichtung nach Fig. 4 und 4a,
Fig.6 eine Vorrichtung zum Bedrucken und Lochen eines Informationsträgers in schematischer Darstellung.
Beim nachstehend beschriebenen Ausführungs beispiel ist vorausgesetzt, dass an der Warenausgabe stelle, bei der ein Kunde etwas bezieht, z. B. eine Selbstbedienungstankstelle, ein als Sendevorrichtung ausgebildeter Informationsgeber vorhanden ist, wel cher eine Wähleinrichtung zum anrufen der Fern meldestelle aufweist, an welche die registrierende Empfangseinrichtung gemäss Fig. 1 angeschlossen ist.
Ferner ist vorausgesetzt, dass die Informationsüber tragung über ein Fernsprechnetz erfolgt und dass daher die Verbindung zwischen der Sende- und der Empfangsstation durch Wählen der Fernsprechnum mer der Empfangsstation bewirkt wird. Dabei ist weiterhin angenommen, dass der Wählvorgang der Fernsprechnummer durch Abtasten eines an der Sendestation befindlichen Speichers selbsttätig durch geführt und auch selbsttätig dadurch ausgelöst wird, dass der Kunde an der Sendestation ein seine Bezugs berechtigung ausweisendes Identifikationsmittel, bei spielsweise eine gedruckte Schaltung,
in eine in der Sendestation befindliche Abtast- und Prüfvorrichtung einführt, durch welche nach erfolgter und richtig befundener Abtastung des Identifikationsmittels selbsttätig der Anruf-Wählvorgang ausgelöst wird.
Sofern die angerufene Empfangsstation frei ist, wird in der Fernsprechzentrale, dargestellt durch die strichpunktierte Linie in Fig. 2, je nach dem Ausbau der Fernsprechzentrale, entweder automatisch oder von Hand, die AB-Leitung durchgeschaltet und der Ruf-Strom auf diese gelegt.
Der erste in der Empfangsstation ankommende Ruf bringt über den in Fig. 2 dargestellten Konden sator C, das Empfangsrelais ER, welches ein Wechsel stromrelais ist, zum Anziehen. Dieses schliesst dabei seinen erI-Kontakt, wodurch das Relais H in der Empfangseinrichtung (Fig. 1), welches ein Hilfsrelais ist, anzieht. Das Relais H hält sich selbst mit seinem Kontakt hI weiterhin erregt. Gleichzeitig wird das der Empfangseinrichtung zugeordnete Relais G über den Kontakt hIv des Relais H erregt, so dass die ab-Lei- tung durchgeschaltet ist.
Das Relais G bleibt so lange angezogen, wie die ab-Leitung durchgeschaltet ist und von der Geberseite her nicht unterbrochen wird.
Durch die Erregung des Relais G wird über dessen gI-Kontakt auch das anzub und abfallver zögerte Verzögerungsrelais V zum verzögerten An ziehen gebracht. Das das übertragungsende bestim mende Relais üE kann hierbei nicht anziehen, ob wohl der hII-Kontakt umgeschaltet hat, weil dieses Relais anzugverzögert ist und der Kontakt gI den Kontakt hII sofort wieder von der Stromquelle ab schaltet.
Das Verzögerungsrelais hält sich nach dem Einschalten mit seinem Kontakt vI weiterhin erregt. Das Verzögerungsrelais verhindert, dass Fehlimpulse zu den Registriermitteln gelangen, wenn die ab-Lei- tung durchgeschaltet wird. Der Kondensator Cl ver- hindert, dass Gleichstrom an das Empfangsrelais ER gelangt.
Sobald auch an der Sendestation das erste an kommende Rufzeichen das Frequenzrelais zum An sprechen bringt, wird automatisch die Kundennum mer auf Grund der inzwischen erfolgten, bereits er wähnten Abtastung und Prüfung des Identifikations- mittels durchgegeben. Hierbei wird gemäss der Infor mation, die übertragen wird, die<I>ab</I> Leitung immer kurzzeitig unterbrochen, wodurch das Relais G eben falls immer kurzzeitig abfällt und während der über tragungspausen wieder angezogen bleibt, so lange, wie die ab-Leitung durchgeschaltet ist.
Die druckende Registriereinrichtung der Emp fangseinrichtung ist auf der rechten Seite der Fig. 1 dargestellt. Sie weist ein Schrittschaltwerk auf, das einen Wählermagnet w und einen Wählarm w be sitzt. Der erstere erhält in dem Augenblick, in dem das Relais H anzieht, über dessen Kontakt hIII und über den geschlossenen Kontakt jI des in diesem Augenblick noch nicht erregten Relais F Strom und bewegt den Wählarm w von der Stellung 0 auf die Stellung 1.
Da der Kontakt vII des Relais V noch nicht geschaltet hat, kann jedoch zu diesem Zeit punkt kein Impuls an die am Kontakt 1 des Schritt schaltwerkes liegende Dekade D9 gelangen und daher keine Fehlschaltung ausgelöst werden. Gleichzeitig wird über den Kontakt hrv das Relais G erregt, welches den Kontakt gII öffnet und über den Kon takt gl das Relais V an Spannung legt.
Dieses spricht verzögert an und schliesst den Kontakt vII erst nach dem Durchschalten der ab-Leitung. Das erste ankom- tuende Informationssignal (kurzzeitige Unterbrechung der ab-Leitung) stellt im vorliegenden Fall das erste Signal einer die Kundennummer übertragenden Signalserie dar und bringt das Relais G kurzzeitig zum Abfallen, welches dadurch den Kontakt gII kurz zeitig schliesst und dadurch über den wegen der Ab fallverzögerung des Relais Y noch immer geschlos senen Kontakt vII einen Schaltimpuls an das abfall verzögerte Relais F abgibt,
welches den Kontakt fi öffnet und den Stromkreis des Wählermagneten w unterbricht. Gleichzeitig gelangt der Schaltimpuls über den Wählarm w an die erste Druckdekade D9, durch die die erste Ziffer der Kundennummer fest gehalten werden soll.
Die als Druckrolle ausgebildete erste Dekade D9 führt auf Grund des ersten Impulses einen ersten Schritt aus, was durch bekannte, in der Zeichnung nicht dargestellte elektromagnetische Fortschaltmittel bewirkt wird, die in den einzelnen Kästchen D1 bis D9 zu denken sind. Jedes Kästchen stellt somit eine Druckeinheit, bestehend aus einer Druckrolle mit dem dazugehörigen Schaltmagneten, dar, dessen Schaltarm jeweils mit su bezeichnet ist.
Ist z. B. die erste zu übertragende Zahl eine Null, so erhält die Druckdekade D9 zehn Impulse, um in die Stellung Null zu gelangen. Sobald die erste Zahl der Kundennummer fertig übertragen ist, entsteht eine Pause. Daraufhin fällt das Relais F abfallverzögert ab und bringt mit seinem Kontakt f I den Wählermagneten w wiederum zum Anziehen, wodurch dieser den Arm w von Stellung 1 in die Stellung 2 bewegt. Während der Bewegung des Wählers w von Stellung 1 auf Stellung 2 kann kein Fehlimpuls auf die Dekade D8 gelangen, da der Kontakt gii geöffnet ist.
Die nun nachfolgende Impulsserie, die durch Ab- fragung der zweiten Zahl der Kundennummer an der Sendestation entsteht, gelangt an die Dekade D8. Wird z. B. am Sendeort die Zahl 5 abgefragt, so wird in der Empfangseinrichtung die Dekade D8 des Kundennummerndruckers auf Stellung 5 gebracht. Dieses Spiel geht so lange weiter, bis der Wählerarm w in der Stellung 9 steht. In der Dekade D 1 wird nun die letzte Zahl der Kundennummer gespeichert; ist dies z. B. eine Zahl 7, so führt die entsprechende Zahlendruckrolle sieben Schritte aus.
Wenn an der Empfangsstation, also in der zen tralen Verrechnungsstelle - beispielsweise einer Benzingesellschaft, zu der die an der Sendestation befindliche Selbstbedienungstankstelle gehört - Be dienungspersonal für die Empfangseinrichtung vor handen ist, kann die Ablesung und Betätigung der Empfangseinrichtung sowie gegebenenfalls die Sper rung bzw. Entsperrung der Warenausgabe der Selbst bedienungsanlage manuell erfolgen.
Dies kann folgendermassen vor sich gehen: Die Bedienungsperson sitzt an einem Pult, auf dem sich die Empfangseinrichtung befindet. Durch ein zu Beginn des Wählvorganges ausgelöstes akustisches und/oder optisches Signal wird sie darauf aufmerk- sam gemacht, dass die Empfangsstation angerufen ist und die Empfangseinrichtung zu arbeiten beginnt.
Gleichzeitig wird die übertragene Information an den Einzeldekadenzählern sichtbar (Fig. 1), die beispiels weise als Zahlenrollen ausgebildet und den Zahlen druckrollen D1 bis D9 parallel geschaltet sind, denen jedoch zur besseren Ablesung noch andere Zähl organe, insbesondere Einzeldekadenzähler mit Leuchtziffern, zugeordnet sein können, wie sie in zahlreichen Ausführungen, z. B. in Form von Zähl röhren, im Handel sind.
Die Bedienungsperson ver gleicht nun die übertragene Kundennummer mit einer Liste, auf der alle Kundennummern zusammenge stellt sind, auf die keine Belieferung mehr erfolgen soll, weil die betreffenden Kunden ihr voreingezahltes Konto oder die Kreditgrenze überschritten haben. Diese Liste kann zweckmässigerweise als Tafel mit grossen auswechselbaren Ziffern ausgebildet und oberhalb des Pults in gut zu übersehender Weise angeordnet sein.
Findet die Bedienungsperson die übertragene Nummer in der Liste, so braucht sie überhaupt nichts zu unternehmen; in diesem Fall nämlich erhält das Frequenzrelais der Sendestation der Selbstbedienungsanlage, bei der der Kunde etwas beziehen will, keinen Impuls, so dass die Waren ausgabe gesperrt bleibt und die Anlage nicht benutzt werden kann.
Steht dagegen die übertragene Kundennummer nicht auf der Liste, so betätigt die Bedienungsperson einen Wechselstromgenerator K1 (Fig. 2), welcher als Kurbelinduktor ausgebildet ist, aber auch eine Ein richtung mit Druckknopfbetätigung sein kann. Hier durch wird der Kurbelinduktorkontakt ki mechanisch umgelegt, und zwar noch, bevor durch den Kurbel induktor Wechselstrom an die ab-Leitung abgegeben wird. Diese Reihenfolge ist notwendig, da sonst das Relais ER über den Kondensator cl ansprechen würde, was allerdings in der Empfangseinrichtung nicht stören würde.
Der erzeugte Wechselstrom gelangt über die Telephonzentrale an das Frequenzrelais der Sende station, z. B. der Tankstelle, an der der Kunde etwas beziehen will. Nunmehr wird in der bereits beschrie benen Weise, in der die Kundennummer von der Sendestation abgefragt und übertragen wurde, die Standortnummer der der Sendestation zugeordneten Selbstbedienungsanlage abgefragt, übertragen und in der zweiten Dekadenreihe Dl bis D9 gespeichert, die in Fig. 1 mit Standort bezeichnet ist.
Hat nunmehr der Kunde seine Ware bezogen, so wird in entsprechender Weise auch noch der Preis übertragen, und zwar an die vierstellige Dekaden reihe D1 bis D4, die in der Fig. 1 mit Preis be zeichnet ist und beispielsweise zur Angabe von Rap pen- und Frankenbeträgen unter hundert Franken dient.
Nachdem nunmehr sämtliche Druckrollen richtig eingestellt sind, geht der Druckvorgang folgender massen vor sich: Dadurch, dass der Kunde sein Iden tifikationsmittel aus der Abtastvorrichtung an der Sendestation nach Beendigung des Warenausgabe vorganges wieder herausnimmt, wird die 'ab-Leitung zwischen Sende- und Empfangsstation unterbrochen, woraufhin das Relais G entregt wird, was das Um schalten des gI-Kontaktes zur Folge hat, wodurch nun das Relais üE anzieht, welches das Übertra gungsende kennzeichnet. Dieses Relais ist sowohl anzug- als auch abfallverzögert ausgebildet.
Die Abfallverzögerungen der Relais F, H,<I>V</I> und üE sind so gross gewählt und so aufeinander abgestimmt, dass die in den Einzeldekadenzählem und in den Druckdekaden gespeicherten Informationen genügend lange für die Ablesung und den Druck zur Verfügung stehen und die Einzeldekadenzähler und die Druckdekaden wieder auf Null zurückgestellt werden können.
Durch das Anziehen des Relais üE wird zuerst der Kontakt üeI geschlossen, wodurch der Druckmagnet DRM erregt wird und den Druck der in den Druckdekaden gespeicherten Informa tionen bewirkt, zugleich wird die Rückstellung der Einzeldekadenzähler veranlasst. Danach schliesst der Kontakt üelI des Relais ÜE, wodurch auch die Druckdekaden durch ihre Suchkontakte su wieder in ihre Nullstellungen gebracht werden.
Gleichzeitig unterbricht der Kontakt üeIII den Haltestromkreis des Relais H, welches verzögert abfällt und dadurch über seinen hII-Kontakt die Nullstellung des Wählarmes w über dessen Selbstunterbrecherkontakt bewirkt. Gleichzeitig fällt das übertragungsendrelais üE durch das Öffnen des Kontaktes hII wieder ab, wo mit die Empfangseinrichtung wieder empfangsbereit für die Entgegennahme neuer Informationen ist.
Die Schaltzustände der einzelnen Relais während des Registriervorganges sind in Fig. 3 in Tabellen form zusammengestellt, woraus auch die Reihenfolge des Wirksam- und Unwirksamwerdens der einzelnen oben beschriebenen Relais hervorgeht.
An Hand der Fig. 4,<I>4a, 4b</I> und 5 wird nun ein zweites Ausführungsbeispiel beschrieben, bei dem die Empfangsstation mit einer Empfangseinrichtung ver sehen ist, welches die Registrierung der ankommen den Informationen auf einem Verbund-Informations- träger, insbesondere auf einer Verbundkarte, in Form von Lochungen und Beschriftungen gestattet.
Mit LM1 bis LMO sind magnetische .Stanzvor- richtungen für die Lochung bezeichnet, während DR eine elektromagnetische Druckvorrichtung ist, mit der arabische Ziffern gedruckt werden können. Die Druckvorrichtung besitzt eine mit arabischen Ziffern versehene Druckrolle, gegen die der Registrierträger - ein Band oder eine Karte - mittels eines Elektro magneten DRM gedrückt werden kann.
Da für eine solche Druckvorrichtung bereits eine Ausführungs form an Hand der Fig. 1 bis 3 beschrieben wurde, die auch für das vorliegende Ausführungsbeispiel anwendbar ist, sind keine weiteren Einzelheiten der Druckvorrichtung dargestellt.
Auch bezüglich des Übertragungsvorganges von der Sendestation zur Empfangseinrichtung sind die selben Überlegungen und Schaltungsmassnahmen wie beim vorhergehenden Ausführungsbeispiel sinngemäss anwendbar. Die wesentlichen Unterschiede gegen über dem vorhergehenden Beispiel sind besonders übersichtlich aus dem Relaisdiagramm nach Fig. 5 zu ersehen, das für das vorliegende Beispiel an die Stelle des in Fig.3 dargestellten Relaisdiagramms tritt.
Die Empfangseinrichtung nach Fig. 4 besitzt die gleichen Relais<I>F, H, V</I> und UE wie die Einrichtung nach Fig. 1 und ausserdem einen Schrittwähler <I>SW</I> mit Nullstellung, der einen Selbstunterbrecherkontakt su und einen Kontakt dn aufweist, die für die selbst tätige Rückstellung des Wählers<I>SW</I> in die Null stellung vorgesehen sind.
Ferner ist ein Fortschalt- magnet FM vorgesehen, der zum schrittweisen Fort schalten der Verbundkarte nach Fig.4b dient und durch das in der Fig. 4a dargestellte Fortschaltrelais FR betätigbar ist.
Die Wirkungsweise der Schaltungsanordnung ist folgende: Wie bereits beschrieben, beginnt der Regi- striervorgang wieder damit, dass durch die Fest stellung der Identität des Kunden durch elektro nische Abtastung eines Identifikationsmittels in einer hierfür vorgesehenen Abtastvorrichtung die Emp fangsstation angerufen wird. Wenn diese frei ist, spricht das Empfangsrelais ER an und bringt mit seinem er' Kontakt das Relais<I>H</I> zum Anziehen, welches sich über seinen Kontakt hI weiterhin erregt hält.
Der Kontakt hIv bringt ausserdem das Relais G zum Anziehen, welches seinerseits mittels des Kon taktes gI das Relais V verzögert zum Anziehen bringt. Damit das Fortschaltrelais FR zunächst noch nicht ansprechen kann, wird ein Kondensator C2 über einen Widerstand erst aufgeladen, wenn der Wähler <I>SW</I> seine Nullstellung verlassen hat (Fig. <I>4a);
</I> dies wird mittels des Schaltarms sw <I>(b)</I> des Wählers<I>SW</I> bewirkt, wobei die diesem Schaltarm zugeordneten Kontaktlamellen so geschaltet sind, dass die Lamelle 0 mit dem Widerstand R1 keine Verbindung hat und somit die das Relais FR betätigende Kaltkatho- denröhre RÖFR in der Nullstellung des Schaltarms nicht zünden kann.
Die erste ankommende, die erste Ziffer der Kundennummer kennzeichnende Impulsserie bringt in bereits beschriebener Weise das G-Relais kurz zeitig zum Abfallen und Anziehen, wobei das G- Relais nach Beendigung dieser Impulsserie ange zogen bleibt. Mit dem Ansprechen des G-Relais wird auch das F-Relais über die Kontakte g und v erregt. Da das Relais F abfallverzögert ist, macht es die kurzzeitigen Schaltungen des Relais G nicht mit.
Über die Kontakte gII und v erhält der Schritt wähler<I>SW</I> Impulse, auf Grund deren dessen Wähl- arme S W (a) und<I>SW (b)</I> im Rhythmus der ankom menden Impulse schrittweise über die zugeordneten Kontaktlamellen gedreht werden. In Fig. 1 sind die Kontaktlamellen 1 bis 0, die im Schrittwähler SW auf einem Kreis um den Drehpunkt des Wählarms <I>SW (a)</I> angeordnet sind, in abgewickelter Form nebeneinander dargestellt.
Beim Eintreffen des ersten Impulses gehen die Arme des Wählers SW in die Stellung 1, beim Eintreffen des zweiten Impulses in die Stellung 2 usw. Die Schaltung ist derart ausge legt, dass keine Impulse an die Lochungsmagnete LM1 bis LMO gelangen, während sich der Wähl arm<I>SW (a)</I> dreht und stillsteht, bevor die Impuls serie beendet ist.
Über die Kontakte gIII und vv I erhält das Schritt schaltwerk DR der Druckrolle die gleichen Impulse wie der Wähler SW. Besteht die ankommende Im pulsserie aus z. B. sechs Impulsen, so bringen diese die Arme des Wählers<I>SW</I> in die Stellungen 6 und das Schrittschaltwerk DR der Druckrolle sechsmal zum Anziehen, so dass die Zahl 6 der Druckrolle direkt gegenüber dem Druckmagneten DRM <I>zu</I> liegen kommt.
Ist die Durchgabe der aus sechs Impulsen be stehenden Impulsserie beendet, fällt das-Relais F ab und schliesst seinen Kontakt f. Dadurch wird der Lochungsmagnet LM6 über die geschlossenen Kon takte hIII und f, den geschlossenen Kontakt fr2 des Fortschalterelais FR, den Wählarm<I>SW (a)</I> und die Kontaktlamelle 6 an Spannung gelegt, wodurch die ser anzieht und auf der sechsten Zeile der Verbund karte (Fig.4b) eine Lochung bewirkt.
Gleichzeitig wird auch der Druckmagnet DRM über die geschlos senen Kontakte hIii und f erregt, wodurch die Druck rolle DR eine 6 auf die Verbundkarte druckt.
Da sich der Arm<I>SW (b)</I> des Wählers<I>SW</I> eben falls in der Stellung 6 befindet und der Kontakt fI durch das Relais F geschlossen ist, wird der Konden sator C2 über die Kontakte f <I>I</I> und<I>h,</I> den Arm<I>SW (b),</I> die Lamelle 6 und den Widerstand R1 aufgeladen, und zwar so lange, bis im Punkt A das Potential einen solchen Wert angenommen hat, dass die Röhre RÖSR über ihren Starter zündet. Dadurch zieht das Fortschaltrelais FR an und schaltet den Kontakt fr2 um.
Hierdurch wird bewirkt, dass der Fortschalt- magnet <I>FM</I> anzieht und die Verbundkarte um die Teilung t weiterbewegt wird. Gleichzeitig werden über die su- und dn-Kontakte die Wähler SW und DR auf Null zurückgestellt, so dass die Einrichtung für die nächste Impulsserie empfangsbereit ist.
Die nächste Impulsserie bringt wieder das Relais F zum Ansprechen, welches mit dem Kontakt F1 die Anodenspannung von der Röhre RÖFR abschal tet, wodurch diese löscht und das Relais FR entregt wird. Das Spiel geht nun, wie bereits beschrieben, so lange weiter, bis die letzte Information, beispiels weise der Preis der ausgegebenen Ware, übertragen ist.
Beim Übertragungsende, das an der Sendestation durch die Entfernung des Identifikationsmittels aus der Abtastvorrichtung bewirkt wird, fällt das G-Relais sofort ab, was zur Folge hat, dass das Übertragungs- endrelais VE anzieht und mit seinem Kontakt üeIII die Relais<I>V</I> und<I>H</I> zum Abfallen bringt.
Das Relais <I>H</I> öffnet daraufhin mit seinem Kontakt<I>h</I> den Anodenstromkreis der Röhre RÖFR, wodurch das Relais FR entregt wird und damit die ganze Anlage zur Durchgabe und Registrierung neuer Informatio nen bereit ist.
Die Registriermittel zur Durchführung von Lochungsvorgängen gemäss Fig.4 oder Druckvor gängen gemäss Fig. 1 oder 4 können im einzelnen anders ausgebildet und in anderer Weise schaltungs technisch verbunden und mechanisch zusammen gebaut sein. Ferner können für andere Anwendungs zwecke zusätzliche oder überhaupt andere Informa tionen als die vorstehend genannten übertragen wer den, wozu beispielsweise andere als dekadische Registriermittel oder zusätzliche Dekadeneinheiten für andere Buchstaben- oder Zifferndrucksysteme bzw. andere Lochungssätze nötig sein können.
Dies kann beispielsweise dadurch bedingt sein, dass bei der Verrechnung auch noch die Prozente der verschie denen Tankstellen-, Restaurations- und Kaufhaus- Verwalter bzw. Pächter erfasst werden sollen. Ausser dem kann das Empfangsgerät zur zusätzlichen Regi strierung von Änderungen des Warenbestandes, bei spielsweise der jeweils nach einem Verkauf verblie benen Benzin- oder Ölmenge einer Tankstelle und Warennachbestellungs-Wünsche, ausgebildet sein.
Ebenso können auch Mittel zur automatischen Abfrage der Liste unerwünschter Kunden vorgesehen sein, wodurch erreicht wird, dass überhaupt kein Bedienungspersonal an der Empfangsstation notwen dig ist. Die erstellten Registrierstreifen bzw. -ab schnitte oder Karten können selbsttätig abgetrennt bzw. ausgegeben und über ein Rohrpostverteilungs- system an die zuständigen Stellen geleitet werden.
Es sei noch erwähnt, dass auch die Druck- und Lochungsmechanismen durch andere, insbesondere elektronische Mittel ersetzt werden können, welche die lesbaren und/oder die durch Datenverarbeitungs einrichtungen abzutastenden Markierungen durch An wendung von Wärme, Lichtstrahlen, elektrische Fun ken, oder mittels von gesteuerten Düsen zugeführte Flüssigkeits-Gas- oder Dampfstrahlen, oder durch Einbrennen, Einschmelzen, Stoffauftrag und/oder Verfärben erzeugen.
Soll für die Übertragung der Information das öffentliche Fernsprechnetz oder Fernschreibnetz be nutzt werden, so müssen Sende- und Empfangsappa ratur für die entsprechenden Frequenzen eingerichtet sein. Gegebenenfalls kann auch die Übertragung der Befehle durch Wechselstromüberlagerung von Mikro phonströmen oder eine andere Modulation, z. B. Trägerfrequenztelephonie, erfolgen. Bei Benutzung eines drahtlosen Übertragungskanals muss die Sende- und Empfangsapparatur für dessen Normalfrequenz dimensioniert sein.