CH419166A - Verfahren zur Herstellung von Derivaten der Pyromellitsäure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Derivaten der Pyromellitsäure

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CH419166A
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CH
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acid
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pyromellitic acid
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methylanilino
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CH1382161A
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Inventor
Karnik Dr Manukian Badrig
Original Assignee
Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D487/00Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, not provided for by groups C07D451/00 - C07D477/00
    • C07D487/02Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, not provided for by groups C07D451/00 - C07D477/00 in which the condensed system contains two hetero rings
    • C07D487/04Ortho-condensed systems

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung von Derivaten der Pyromellitsäure
Es wurde gefunden, dass man in   l-SteSung oder    in   1-und    4-Stellung tertiäre Aminogruppen aufweisende   Pyromellitsäuren    oder deren funktionelle Säurederivate erhält, wenn man Pyromellitsäure oder   cymes    ihrer funktionellen   Derivate, die in 1-Stellung    oder   1-und    4-Stellung einen gegen eine tertiäre Amimogruppe austauschbaren Substituenten tragen, mit einem sekundären Amin umsetzt und das Reaktionsprodukt gegebenenfalls in die Säure überführt, wenn man von einem   funktionell ! en Pyromellitsäurederivat    ausgegangen ist, oder eine Umwandlung in ein beliebiges funktionelles Derivat der substituierten Säure vornimmt.



   So kann man beispielsweise   Dichlorpyromelltit-    säure, deren Tetramethylester oder   Dianhydrid    mit sekundären Aminen umsetzen. Wünscht man in 1und 4-Stellung entsprechend substituierte   Diimidb zu    erhalten, so ist es am günstigsten,   Dichlerpyromellit-      säure-di-methylimid    als   Ausgangsverbindüng    für die Kondensation mit sekundären Aminen zu verwenden.



   Mit Dimethylamin oder   N-Methyllanilin    wird    Dichlorpyromellitsäure-di-methylimid'in   
1,4-Di-dimethylamino-pyromell'itsäure di-methylimid bzw.



      1, 4-Di- (N-methylanilino)-pyromellitsäure-    di-methylimid übergeführt. Die zuletzt genannte Verbindung kann zur   1,      4-Di- (N-methyIanilino)-pyromeIlit6äure hydro-      lysiert    werden. Diese lässt sich mit Diazomethan zum entsprechenden Tetramethylester oder   durch Abspal-    ten von 2 Molekülen Wasser in üblicher Weise in das Dianhydrid überführen. Das   Dianhydrid      wieder-    um liefert bei der Kondensation mit wässriger Methyl   aminlösung
1, 4-Di-(N-methylanilino)-pyromellitsäure-    di-methylimid.

   Setzt man    1, 4-Di-(N-methylanilino)-pyromellitsäure-    dianhydrid mit Anion um, so wird das 1,   4-Di-(N-methylanilino)-    pyromellitsäure-di-phenylimid gebildet.



   Durch basische Hydrolyse des   
1, 4-Di- (N-methylanilino)-pyromellitsäure- di-methylinud's    wird die   entsprechendeDicarbonsäureerhalten,    die sich mit Diazomethan in den Methylester überführen lässt.



   Die so erhaltenen Verbindungen können z. B. zum Färben von Kunststoffen, insbesondere Poly  vinylchlorid, wässrigen Kunstharzdispersionen    zu Anstrichzwecken,   Drucktinten,    Lacken, Spinnmassen aus Cellulose-xanthogenat   (Viskosekunstseide)    und   Acetylcellulbse    (Zweieinhalb-und Triacetatkunstseide), Kautschuk sowie von   wertvo ! N) en.    Papieren und für den Pigmentdruck auf Textilien dienen.

   Sie eignen sich auch zum Färben von Polypropylen,   syn-    thetischen Polyamiden, linearen aromatischen Polyestern und anderen hydrophoben Kunststoffen, wobei sie in üblicher Weise als   Dispersionsfarbstoffpräparate    angewandt werden.   Di'e Färbungen von    Lacken,   Kunstharzdispersionen, Polyvinylchlorid,    die Spinnfärbungen von Viskose,   Acetatkunstseide und die    Drucke auf Textilien haben gute   AUgemeinechtheiten,    reine Nuancen und eine sehr gute bis hervorragende Lichtechtheit.

   Besonders hervorzuheben sind noch die gute Überlackierbarkeit der Kunstharzdispersionsund der   Lackfärbungen,    die Migrationsechtheit der Polyvinylchloridfärbungen sowie die gute bis sehr gute Wasser-, Wasch-,   Schweiss-,      Uberfärbe-,    Alkali-, Säure-,   Peroxydbleich-und      Trockenreinigungsecht-    heit der   Viscose-und Acetatkunstseide-Färbungen    und der Drucke auf Textilien.



   In den folgenden Beispielen bedeuten die Teile Gewichtsteilie und die Prozente Gewichtsprozente.



  Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben. 



   Beispiel 1
1,06 Teile   Dichlorpyromellitsäure-di-methylimid    werden in der Kälte   (Aceton-Trockeneis)    mit 10 Teilen Dimethylamin und'25 Teilen Methanol versetzt und unter Druck innerhalb von einer Stunde auf   170    bis 180 erhitzt und dann 16 Stunden bei dieser Temperatur belassen. Nach Abkühlen wird das Reaktionsgemisch eingedampft. Der Rückstand wird 2 Stunden bei 130 bis 140  getrocknet und mit Methylenchlorid extrahierb. Man erhält einen bei 248 bis   249 und    nach Umkristallisieren bei 253 bis 254  schmelzenden dunkelblauen Pigmentfarbstoff.



   Beispiel 2
2 Teile 1,4-I) ichlorpyromellitsäure-di-methylirnid werden mit 50 Teilen frisch destilliertem   N-Methyl-    anilin 3 Stunden unter Rückfluss gekocht und über Nacht stehengelassen. Hierauf wird das   Reaktions-    gemisch in   Äther-Methylenchlbrid    (2 :   1)      aufgenom-    men und dreimal mit Wasser gewaschen. Das   über-      schüssige    N-Methylanilin wird durch Ausschütteln mit einer Lösung von 37 Teilen konzentrierter Salzsäure in 400 Teilen Wasser aus der organischen Lösung entfernt. Letztere wird neutral gewaschen getrocknet und eingeengt. Man erhält    1, 4-Di-(N-methylanilino3-pyromelllitsäure-    di-methylimid in guter Ausbeute.



   Die gleiche Verbindung wird erhalten, wenn man 2,7 Teile    1, 4-Di-(N-methylanilino)-pyromelllitsäure- dianhydrid    mit 200 Teilen Methylamin in 250 Teilen Wasser 1 Stunde unter Rückfluss kocht. Die Lösung wird eingedampft und der Rückstand 2 Stunden bei etwa   140  getrocknet.    Man erhält    1, 4-M-(N-methylani3ino)-pyromellitsäure-    di-methylimid in einer Ausbeute von %.



   Beispiel 3
4,5 Teile pulverisiertes    1, 4-Di- (N-methylanilino)-pyromellitsäure    di-methylimid werden mit 170 Teilen 3n Kalilauge 8 Stund'en unter Rückfluss gekocht. Anschliessend wird die Lösung mit 40 Teilen konzentrierter Salzsäure versetzt, etwa   l1/2    Stunden erwärmt, dann wiederum alkalisch gemacht, noch   1/2    Stunde gekocht, abgekühlt und filtriert. Das   aitkausche    Filtrat wird nun ih der Kälte unter stetem Rühren mit konzentrierter Salzsäure auf pH   2-3    angesäuert und   11/2    Stunden in der Kälte stehengelassen. Der ausgefallene orange Niederschlag wird abgenutscht, mit wenig Wasser gewaschen und getrocknet.

   Man erhält nach Aufarbeiten der   Muftter-    lauge insgesamt 3,1 Teile   1,      4-Di-(N-methylanilino)-    pyromellitsäure, die in   Methanol-Äther    mit   ätheri-    schem Diazomethan in den    1, 4-Di-(N-methylaniIlino)-pyromeilitsäure ; tetramethylester    oder durch 4stündiges Erhitzen auf   130  in das       1, 4-DÌ-(N-methylanilino)-pyromellitsäure-       dianhydrid    übergeführt werden kann.



   Beispiel 4
1,37 Teile pulverisiertes    1, 4-DiS (N-methylanilino)-pyromellitsäure-    di-methylimid werden mit 45 Teilen 3n Kalilauge   23/4    Stunden unter Rückfluss gekocht, dann wird die Lösung   filL    triert und in der Kälte langsam mit konzentrierter Schwefelsäure versetzt   (pH    etwa 4). Die Lösung samt Niederschlag   (K2S04)    wird zweimal mit je 300 Teilen kaltem Äther extrahiert. Die abgetrennte wässrige Lösung wird nun weiter mit   konzentnerter    Schwefelsäure angesäuert   (pH    etwa 2) und abermals dteimal mit je 300 Teilen Äther extrahiert.

   Die   ätherisch, en Auszüge werden einzeln    je einmal mit wenig kaltem Wasser gewaschen, getrocknet und mit ätherischem Diazomethan verestert. Die   ätheri-    schen Lösungen werden eingeengt. Beim Abkühlen kristallisiert der Farbstoff der Formel
EMI2.1     
 aus.



   Beispiel 5
3,2 Teile   1,      4-Di- (N-methylanilino)-pyromellit-       säure-dianhydrid    werden mit 80   Teilen Anilin 1    Stunden unter Rückfluss gekocht. Die abgekühlte Lösung wird in   Benzol-Äther-Methylenchlorid    (4 : 2 : 1) aufgenommen, einmal mit Wasser, zweimal mit je 85 Teilen verdünnter Salzsäure ausgeschüttelt, dann neutral gewaschen, getrocknet und auf ein kleines Volumen eingeengt. Zunächst kristallisieren kleine Mengen einer Verunreinigung aus. Dann erhält man   
1, 4-Di-(N-methylanihno)-pyromellitsäurv di-phenylamid    in   grün-blauen    Kristallen aus der Mutterlauge.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von in l-Stel3hng oder in 1-und 4-Stellung tertiäre Aminogruppen aufweisender Pyromel"itsäure oder von funktionellen Derivaten davon, dadurch gekennzeichnet, d'ass man Pyromellitsäure oder vines ihrer funktionellen Derivate, die in l-SteGung oder in l-und 4-Stellung einen gegen eine tertiäre Aminogruppe austauschbaren Substituenten tragen, mit einem sekundären Amin umsetzt.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltenen funktionellen Säurederivate in die freien Säuren bzw. die erhaltenen freien Säuren in ihre funktionetten Derivate überführt.
CH1382161A 1961-11-28 1961-11-28 Verfahren zur Herstellung von Derivaten der Pyromellitsäure CH419166A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0498180A1 (de) * 1991-02-05 1992-08-12 BASF Aktiengesellschaft 3-Amino-benzol-1,2,4,5-tetracarbonsäuredihydrazide und ihre Verwendung als Chemilumineszenz-fähige Verbindungen sowie 3-Amino-benzol-1,2,4,5-tetracarbonsäuredianhydride

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0498180A1 (de) * 1991-02-05 1992-08-12 BASF Aktiengesellschaft 3-Amino-benzol-1,2,4,5-tetracarbonsäuredihydrazide und ihre Verwendung als Chemilumineszenz-fähige Verbindungen sowie 3-Amino-benzol-1,2,4,5-tetracarbonsäuredianhydride
US5212309A (en) * 1991-02-05 1993-05-18 Basf Aktiengesellschaft 3-aminobenzene-1,2,4,5-tetracarboxylic dihydrazides and composition capable of chemiluminescence, and 3-aminobenzene-1,2,4,5-tetracarboxylic dianhydrides

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