Mischvorrichtung Die Erfindung betrifft eine Mischvorrichtung, d. h. eine Vorrichtung zur Mischung von beispiels weise heissem -und kaltem Wasser, so dass das aus fliessende Wassergemisch jeweils eine gewünschte Temperatur hab.
Es sind schon zahlreiche Arten von Misch vorrichtungen für diesen Zweck vorgeschlagen wor den, wie z. B. aus der Patentliteratur hervorgeht. Es ist kaum möglich, auch nur in grossen Zügen alle diese früheren Mischvorrichtungen zu beschreiben und deren Vor- und Nachteile zu besprechen. Man kann aber sagen, dass im allgemeinen die bekannten Mischvorrichtungen einen verhältnismässig kompli zierten Aufbau haben, und daher nicht nur ihre Herstellung teuer, sondern auch ihre Bedienung, bzw. ihre Instandhaltung kompliziert ist.
Ausserdem er füllen im .allgemeinen diese .Mischvorrichtungen - trotz :der grossen Anzahl ihrer Einzelteile - ihren Zweck nur in beschränktem Masse, indem sie ins- besondere idie Temperatur des ausfliessenden Wasser gemisches nicht einen konstanten, gewünschten Wert beibehält.
Die bekannten Mischvorrichtungen haben auch andere, ,dem Fachmann wohl bekannte Nach teile, die dazu geführt haben, dass diese Misch vorrichtungen in sanitären Installationen nicht so häufig angewendet werden, als es ihre Vorzüge er warten lassen.
Die vorliegende Erfindung bezweckt eine Ver besserung der bekannten; Mischvorrichtungen zu er- zielen, und praktische Versuche haben gezeigt, dass tatsächlich sehr erhebliche Verbesserungen erzielt worden sind.
Die Mischvorrichtung nach der Erfindung ist gekennzeichnet durch ein Gehäuse mit Eingangs- öffnungen für heisses bzw. für kaltes Wasser, einen zylinderhülsenförmigen Drehschieber, der im Ge häuse angeordnet ist und Durchgänge -aufweist, die @so dimensioniert und gegeneinander phasenversetzt sind, dass beim Drehen des Drehschiebers einer :der Durchgänge in gleichem Masse geöffnet wie der andere geschlossen wird, wobei diese Durchgänge so angeordnet sind, ;
dass sie in .einem Teildes Dreh bereiches ,des Drehschiebers mit den Eingangsöff nungen des Gehäuses zusammenarbeiten, um heisses bzw. kaltes Wasser durchzulassen, während sie in einem anderen Teil dieses Drehbereiches der ge schlossenen Wanddes Gehäuses gegenüberstehen, so dass jeglicher Durchfluss von Wasser verhindert ist, und wobei ferner der Drehschieber mit einem oder mehreren Auslassäffnungen versehen ist, um heisses bzw. kaltes Wasser einer neben dem Drehschieber vorgesehenen Mischkammer zuzuführen, welche Mischkammer über ein von Hand betätigbares Ab sperrorgan mit mindestens einem Ausgang der Misch vorrichtung in Verbindung steht.
Inder Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es ist: Fig.1 ein Längsschnitt durch eine Mischvor- r)chtung, Fig.2 ein Querschnitt der gleichen Mischvor richtung, das als sogenannter Bidet-Mischer ver wendet wird, Fig.3 ein Längsschnitt durch eine abgeän derte Ausführungsform der Mischvorrichtung gemäss Fig. 1, Fig.4 ein Querschnitt der Vorrichtung nach Fig. 3,
Fig.5 ein Querschnitt einer Variante der Vor richtung nach Fig. 4, Fig.6 ein Längsschnitt einer weiteren Ausfüh rungsform und Fig. 7 ein Querschnitt zu Fig. 6.
Fig. 1 und 2 zeigen ein Gehäuse 1, das eine Bohrung 2 aufweist, in der ein zylinderhülsenför- miger Drehschieber 3 angeordnet ist. Ein Ende des Drehschiebers 3 wird von einem Zapfen 4 gebildet, der zum Gehäuse 1 vorsteht. Der Durchmesser des Zapfens 4 ist geringer als derjenige des Drehschie bers 3, um einen Anschlag 5 zu bilden, .gegen den eine ringförmige Dichtung 6 mittels eines Hohl zapfens 7 gedrückt werden kann. Auf dem Ende des Zapfens 4 ist ein Handgriff 8 mittels einer Schraube 9 lösbar befestigt.
In der Wandung des zylinderhülsenförmigen Drehschiebers 3 .ist ein Durchgang 10 vorgesehen, und ein weiterer Durch gang 11 ist in einigem Abstand vom Durchgang 10 vorhanden. Der Durchgang 10 arbeitet mit einer Einlassöffnung 12 des Gehäuses 1 zusammen, wenn man :den Drehschieber 3 dreht, während der Durch gang 11 mit einer anderen Einlassöffnung 13 des Gehäuses 1 zusammenarbeitet.
Neben der Einlassäffnung 12 weist das Gehäuse 1 ein Anschluss-Stück 14 auf, und neben der Ein lassöffnung 13 ist ein anderes Anschluss-Stück 15 vorhanden. An seinem zwischen den Durchgängen 10 und 11 liegenden Teil ist der zylinderhülsenförmige Drehschieber 3 mit einer Mehrzahl von Auslass- öffnungen 1,6 und 17 versehen, die in zwei Gruppen angeordnet sind.
Innerhalb des Drehschiebers 3 ist eine Trennwand 18 vorgesehen, die den Innenraum des Drehschiebers 3 in zwei Teile trennt. Im Aus- führungsbeispiel nach Fig. 1 und 2 ist das Gehäuse erweitert, um eine Mischkammer 19 zu bilden, die -den mittleren Teil des Drehschiebers 3 umgibt.
In dein Ansch@lüss¯Stücken 14 bzw. 15 sfi!nd' buchsenförmige Nippel 20 und 21 vorgesehen, von riehen jedfes mit einem Rückschlagventll 22 bzw.
23 kombiniert slt. Jedes dieser Rückschliagventile hat ein ,buchsenförmiges Steuerglied 24, welches in der Nähe des Sitzes des Rückschlagventils mit einer Mehrzahl von Durchgängen, 25 versehen ist.
Jedes Rückschlagventil ist auf seiner oberen Fläche mit einer Mehrzahl von Vorsprüngen 26 versehen, welche eine Bio'ckierung der Öffnungen 12 bzw. 13, ver- hindern, wenn Druckwasser auf die untere Fläche des Rückschlagventils einwirkt.
Ein Rohr, das von einem Boiler oder :einer .anderen Quelle heissen Wassers gespeist wird, kann mit dem Nippel 20 des Verbindungsstückes 14 verbunden sein, während eine Eihgangsleitung mit kaltem Wasser mf dem Nippels 11 des. Anschlü'ss-Stückes 1,5 verbunden ist.
Die Durchgänge 10 und 11 des zylinderhülsen- förmigen Drehschiebers 3 sind gegeneinander so phasenversetzt, dass beim Drehen dieses Gliedes einer der Durchgänge weniger verdeckt wird, und zwar hu wesentlichen in gleichem Mässe, wir, der andere Durchgang mehr verdeckt wird. Dis Phasenver- setzung kann auch so vorgenommen werden, dass das heisse Wasser, das durch .den Durchgang 10 strömt,
auf alle Fälle wenigstens mit einem Teil des kalten Wassers in der Mischkammer 19 ge- mischt wird, in welche die Teilflüsse durch die Öffnungen 16 bzw. 17 eindringen. Von der Mischkammer 19 fliesst eine Wasser mischung, d. h. normal temperiertes Wasser, durch das Auslassventil 27, das mit dieser Kammer 19 in Verbindung steht.
Das Auslassventil 27 kann mittels eines Knopfes 28 bedient werden. Es ist hervorzu heben, dass ;der Knopf 28 durch einen Handgriff oder irgendein anderes geeignetes, an sich bekanntes, Betätigungsglied ersetzt werden. Vom Ventil 27 fliesst die Wassermischung durch die Auslassleitung 29 zum Verbraucher.
Die Trennwand 18 des zylinderhülsenförmigen Drehschiebers 3. hab den Zweck, zu gewährleisten, dass das Müschen von heissem und kaltem Wasser in der Mischkammer 19 stattfindet und nicht im Drehschieber 3 selbst.
Die Rückschlagventile 22 und 23, die .sich stromaufwärts von den Öffnungen 12 und. 13 des Gehäuses befinden, halben den Zweck, zu verhindern, dass kaltes Wasser in die Heisswasser leitung eindringt, .bzw. heisses Wasser in die Kalt wasserleitung, wenn der Druck variiert.
Die Ver wendung ,solcher Rückschlagventile wird oft von den Behörden vorgeschrieben, aber praktische Versuche haben gezeigt, :dass diese Ventile kaum nötig sind, da irgendeine in Betracht kommende Mischung von Wasser-Teilflüssen sowieso nicht stattfindet.
Der Handgriff 8 ist mit einem Riegelstift 30 versehen, der mit einem Vorsprung 31 des Gehäuses 1 zusammenarbeitet, um die Drehlagen dies Dreh schiebers 3 zu begrenzen. Wenn man den Riegel stift 30 nach aussen zieht, kann man den Drehschieber 3 über seine normale :Endstellung hinaus in eine Schliesslage drehen, in der beide Einlassöffnungen 12 und 13, durch den Dreh schlleber geschlbssen sind.
In diesem Falle ist es möglich, die Packung des Ventils 27 zu ersetzen, ohne irgendeine der Wasser eingangsleitungen absperren zu müssen.
Die Ausführungsform der Mischvorrichtung nach der Erfindung, die in Fig. 3 und 4 ,gezeigt ist, weicht von derjenigen nach Fig. 1 und 2 insofern ab, als die Achse des zylinderhülsenförmigen Gliedes 3 ver tikal ist, wobei dieses Glied auf einer ringförmigen Schulter 32 des Gehäuses 1 ruht. In :diesem Falle weist das Gehäuse zwei Teile 1 und la auf, wobei der Teil la zu einer Misch kammer 19 erweitert ist, die sich unter dem Dreh schieber 3 befindet.
Die Mischkammer 19 ist mit einer Auslassleitung 34 in Verbindung, deren ober ster Teil eine zweite Mischkammer 35 bildet, um die gewünschte Mischung der Teilflüsse in höherem Masse zu gewährleisten. Wie im Falle von Fig. 1 und 2 die Mischkammer 19, ist jetzt die oberste Mischkammer 35 mit einer Auslassleitung 29 in Verbindung, über ein von Hand betätigbares <B>Ab-</B> sperrventil 27.
Auch in dieser zweiten Ausführungs form kann das Ventilglied 3 in .eine Stellung gebracht werden, in der beide Einlassöffnungen geschlossen sind, so dass die Packung des Absperrventils 27 ersetzt werden kann, ohne die Wasserzuführungs- leitungen abzusperren. Der unterste Teil der Auslassleitung 34 erstreckt sich durch eine Ausbuchtung ides :untersten Gehäuse teiles la und ist mittels einer Mutter 36 befestigt, wobei O-Ringe 37 vorgesehen sind, um ein Lecken zu verhindern.
Wenn die Mutter 36 entfernt, die Befestigungsmutter 38 gelöst und der Griff 8 ent fernt worden ist, können die einzelnen Teile der Vorrichtung leicht voneinander getrennt werden, um Besichtigung und - wenn nötig - Unterhalt zu ge statten.
Fig.5 zeigt eine Vorrichtung, die im wesent lichen derjenigen nach Fig. 3 und 4 entspricht. Dieser Typ ist jedoch für einen anderen Zweck bestimmt, und es wird bemerkt, !dass unter anderem das Ab sperrventil 27 und die Ausgangsleitung 29 aus ver schiedenen, getrennten Teilen zusammengesetzt sind, welche mit den übrigen Teilen der Mischvorrichtung lösbar verbunden sind. Im Prinzip entspricht die Mischvorrichtung nach Fig. 6 und 7 den oben beschriebenen Mischvorrich tungen.
Diese Mischvorrichtung ist jedoch dazu be stimmt, als Badewannenmischer verwendet zu wer den und, mit einem zweiten, von Hand betätilgbaren Absperrventil versehen, das normalerweise offen gelassen wird, um Idas Wasser über den Auslass 40 der Badewanne zuzuführen. Das Ventilglied 41 dieses zweiten Absperrventils wird durch eine Schraubenfeder 44 in der gezeigten Lage gehalten. Die Feder 44 ist an der Spindel 42 und an einer festen Buchse 43 befestigt.
Wenn bei offenem Ab sperrventil 27 das Ventilglied 41 gegen die Kraft der Feder 44 und den ,auf ihm lastenden Wasser druck geschlossen ist, dann wird der auf die obere Fläche des. Ven 'j @gli#"des 41 wirkende Wasserdruck dasselbe auf seinem ,Sitz 45 festhalten, so dass das Wasser über .den .Ausgang 46 nach oben in Richtung der Dusche .fliesst.
Wenn dann das Absperrventil 27 geschlossen wird, wird die Feder 44 das Ventilglied 41 in die in Frg. 6 gezeigte Lage bringen, denn der Wasser druck auf die obere Fläche des Ventilgliedes hört dann auf, so dass dann die Kraft der Feder 44 genügt, um das Ventilglied 41 zurückzuführen. Natürlich ist .es zu .diesem Zwecke notwendig, dass die Feder 44 in jedem Falle in bezug auf den tatsächlich herrschenden Wasserdruck ziemlich ge nau vorgespannt ist. Das Absperrventil 41 ist dem entsprechend so konstruiert, dass die Einstellung der Federspannung leicht :durchgeführt werden kann.
Da jedoch mehrere Konstruktionen zu diesem Zwecke möglich sind und diese Konstruktionen nicht zur Erfindung gehören, scheint es übcr'flüissig zu seih, in weitere Einzelheiten einzugehen.
Es wird bemerkt, dass :die Mischvorrichtung nach Fig. 6 und 7 dazu geeignet ist, däekt auf dem Rand 47 der Badewanne moniert zu werden. Eine ganz ähnliche Ausführungsform kann verwendet werden für Montage an einer Wand oder dergleichen.